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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-27 · Heft 1988 (27.8.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1988 (27.8.1924)
Date
1924-08-27
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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"raf»':'?:*?;' V'* .Seite 6 fflien, Mittwoch Wiener Morgenreituny. 27. Aazust 1224 «». 1288 8 -p XommsmIItsijs7X70stIsc:ksn8slromptsbsnIr./ig7sm ■«»»«■»»wi Bankgeschäften WICA, I. UiHfeTflaHe 4 ^tSST lÄ«Ä wwv*wt-«>wwww«vv»» > Telephon» 22*5*90 Serie ioms Telegrammadresset Frapobaitk wmjom Aur den Theatern. Volkswirt. (Die nachstehende« Ankündigungen sind entgeltlich.) * Svmmer-RSümungSverkauf im Warenhaus Brüder GchMmann, 2. Bez., Taborstratze 48. Prima Regenmäntel 178.000 K., franz. Wasch-Voile pro Meter 17 900 K., Modell- Voll-Etamine, große Auswahl aparter Muster, pro Meter 39,000 K., Eponge für Kleider und Kostüme pro Meter 39.00 K., 39.000 K., Eponge für Kleider u. Kostüme pro Meter 39.000 K., DovereoatS. 130 Ztm. breit, pro Meter 98.000 K. Reichhaltiges Lager in Damen- und Herrenwäsche. Leinenwaren, Vorhängen, Teppichen usw. zu bekannt billigen Preisen bei vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. * Tanzinstitut Hermann Braun, 11. Bez., Reindorfgasse 42. Vereine, BortrSge und Versammlungen. Iung-Juda-Jugcndbund. Heute Mittwoch, 6 Uhr ckbends, Heimabend in unserem Heim, 8. Bez., Große Schiffgasse 2. Anschließend »Bundesleitungsihmog. Morgen Donnerstag, 9 Uhr abends. Leichtathletik- und Handballtraining. Treffpunkt W. A. C.-Tor. Keren Kajemeth l'Jfrael (Jüdischer Natkonalfonds). Bei der Reorganisierung der Büchsenarbvit in, einzelnen Bezirken wurde die Erfahrung gemacht, daß eine einheitliche, regelmäßige und kur-che\xistete Durchführung der Leerung zu Erfolgen führt und die Büchsen bedeutende Erträge bringen können. Der Keren Kajemeth wird daher in ganz Oesterreich während des Monats September die Leerung aller Sammelbüchsen durchführen. Me Büchseninhüber, deren Büchsen vor mehr als vier Monaten geleert wurden, werden ersucht, dies dem Keren Kajenreth l'Jsrael. 2. Bez.. Zirkusgasse 33. schriftlich oder telephonisch (Tel.-Nr. 45-600) bekanntzugeben. Helft den Shalnzkm! Wir erhalten folgenden Aufruf: Hunderte von Chaluzim öesinden sich in Wien und warten aus Zertifikate nach Erez Israel. Sie hungern, aber sie wollen kein Mmosenl Juden Wiens'. Gebt -ihnen ArbeitSMöglichkeiten, wenn ihr nicht wollt, daß diese braven Pioniere des Judentums hier zugrunde gehen'. Wendet euch an die Organisation H e ch a l u z, österreichischer Landesverband, Wien, 1. B e z., B a u e r n m a r k t 24. ' Bühne und Kunst. Die RenaissamebShne. Die RenaifsancEhne ist nach einem unrühmlichen Interregnum wieder in festen Händen. Der neue Direktor ist der tzilmvegisseur Fritz Feh er. Er wird die neue Spielzeit mit einem Gastspiel der Filmdiva Magda Sonja eröffnen, di« hier zum ersten Male die Bühnte betritt. Es gelangt ,ß s ani n" zur Aufführung. Die neue Direktion hat auch Katharina Schratt als Schauspielkraft gewonnen. De. Robert und der Bühnenverern. Der Deutschösterveichifche Bühnenverein teilt mit: Zwischen dem DeutschöfterÄchischen Bühnender ein und Herrn Professor Dr. Eugen Robert wurden sämtliche Differenzen in einer ausführlichen Aussprache friedlich bereinigt. Präsident Stärk gab im Namen des Bühnenvereins die Erklärung ab, daß die Stellungnahme des Bühnenvereins zur Frage der Konzessionserneuerung für die Renaifscmce'bühne lediglich eine grundsätzliche war, das heißt, daß der Bühnenverein aus wirtschaftlichen und künstlerischen Gründen auf dem Standpunkte steht, daß es zu vermeiden sei, zwei oder mehrere TheaterkonZessionen einem Direktor zu verleihen. Dagegen evklärt der Deutsch österreichische Bühnenverein ausdrücklich, daß er nichts gegen Herrn Tr. Eugen Robert einzuwenden hat, solange dieser nur Pächter einer Wiener TheatevkonizSssion ist, da seine moralische, künstlerische und wirtschaftliche Zuverlässigkeit in keiner Weis« angozweifelt Wird. Professor Dr. Eugen Robert gibt seinerseits di: Erklärung ckb, daß er di« Beschuldigungen, die er gegen einzelne Funktionäre des Bühnenvereins, insbesondere g:gen den Vizepräsidenten Robert Kur manu, im Verlaufe der Differenzen erhoben hat, zurück zieht und daß «r der Ehre kcincs der Herren, insbesondere der des Herrn Vizepäsideuten Robert Kurmann, nahetreten wollte. Bezüglich der Mitglieder der Reuaifsancebühne wurde zwischen dem Deutschösterreichischen Bühnenverein und Herrn Prostssor Dr. Eugen Robert ein Vergleich in'dieser Weise geschlossen, daß sämtliche. Mitglieder der -Renaisisanoebühne am 1. Sepiember wieder e i n g e st e l l t werden und daß über die Frage, ob die fvühxntige Auflösung der Verträge berechtigt war, also,- ob Direktor Tr. Robert die Gagen der letzten sechs Wochen zu zahlen hat oder nicht, das Laudesgericht als Berufungsinstanz entscheiden soll. Sie neue Welzeit des Bsrgtheaters. In der neuen. Spielzeit, welche am 1. September beginnt, wird das Burgthearer gleichzeitig an drei BU)nen spielen, nämlich im B-urgtheater selbst, >im Akademietheater und im Schönbrunner Schloßtheater, kofi seit der Adapticruung auch im Winter benützbar ist. Tie erste -Premiere findet Freitag den 5. September im Aakadenliekheater statt, und zwar gelangt Sil V r r a s' „Quartett Othmar" zur Erstaufführung. Samstag den 6. September geht im großen Hause Hans Müllers „Der Schöpfer", neueinstudiert, in Szene. Sonntag den 7. September wird im großen Hauses neu sinstudi'ert, „W a l 1 e n st e i n s Tod aufgeführt. Di« Rolle Wallensteins wurde Herrn Reimers übertragen. Am Eröffnungstage wird im Burgtheater ,Mil- Helm Tell", im Akadeinietheatcr die rau von vierzig Jahren", im Schönbrunner Schloßtheater „Unsere kleine Frau" gespielt. — Usber das Aktionsprogramm der Staatsbühne für die Herbst, und Wintermonate verlautet noch nichts. Das nimmt um so mehr Wunder, als bereits alle Bühnen ihre Pläne wenigstens für di« nächsten Monate kundfttaft Haben- Volk sop er. Heute „Die B o h e m e". Morgen (Donnerstag) „H o f f m a n n s E r z ä h l u n g e n" Deutsches Volkstheater. Samstag den 80. d. findet die Uraufführung des dreiaktigen Luftspieles „Ein schwaches Weib" von Jacques Deval statt. Spielleiter: Karl Forest. Burggartcnkonzert. Freitag den 29. d. gelangen im Durgaarten das Vorspiel zur chinesischen Oper „Sang-Po" von Rudolf Tlascal und Gesänge und Arien aus der Oper „D e r A 'b t v o n F i e ch t" von Martin S p o r r zur Aufführung. Samstag den 50. d. Uraufführung der Opera buffa „I g l h o f e r s H o ch z e i t s r e i s e" von Harden und Wellemrnsky, Musik von Artur P r e u ß. Der 1V0. Geburtstag Anton Bruckners. Anläßlich des 100. Geburtstages Bruckners findet Sonntag den 31. September um halb 11 Uhr vormittags vor dem Denkmal des Meisters im Stadtpark eine Gedenkfeier statt, welche vom Wiener Mannergesangverein unter Leitung feines Chormeisters Luze veranstaltet wird. Gerichtssaat. Auch die Berufung ftißlers verwarfen. Wie berichtet, hat der Obersts Gerichtshof die Nichtigkeitsbüschwerde Otto Eißlers verworfen. In nichtöffentlicher Sitzung hat fodann der Oberste Gerichtshof über die Berufung gegen das Strafausmaß beraten und die vom Schwurgericht verhängte Strafe von zehn Jahren schweren Kerkers bestätigt. Eine Kokainprise gefällig? Ter Handelsangestellte Karl K o p r: v a wurde gestern dein Straflandesgericht unter Anklage des unbefugten Handels mit Kokain unter Gefährdung der körperlichen Sicherheit aus der Haft vorgeführt. Eine in Kreisen der Kokainiften bekannte Lübedame mit dem Spitznamen „Die närrische Paula", hätte di« Anzeige erstattet, daß Kopriva, der selbst ein leidenschaftlicher Kokainist ist, sich mit dem -Handel mit Kokain befasse und daß er ihr selbst wiederholt Kolkain, das Gramm um 30.000 K., verkauft habe. Als Kopriva verhaftet wurde, fand man bei ihm fünf bereits dosierte Portionen Kokain vor, die er seiner Angabe-nach zu eigenem Gebrauch vorbereitet hatte. Vor Gericht stellte der Angeklagte in Abrede, mit Kokain gehandelt zu haben, und erklärte,' daß er selbst leidenschaftlicher Kokainist sei und daß er -nur bekannten LdiLensgenossen, wenn sie kein Kokain hatten, aus Gefälligkeit öfter eine Prise Kokain zum Schnupfen angeboten habe. Der Anzeiger in, „der närrischen Paula", habe er eine Kokainprise, verweigert, weshalb sie aus Rache die Anzeige erstattet 'habe. Ter Richter verurteilte den Beschuldigten zu 48 Stunden Arrest. Eine Entführung aus Lemberg. Dem Bezirksgericht 1 wurde gestern aus der Haft der vor zwei Wochen aus Lemberg hierher zugereiste Großkaufmann Josef Halski vorgeführt, i:m sich wegen Falschmeldung und wegen Übertretung des Wassenpatentes zu verantworten. -Der Beschuldigte, ein att'geschener und sehr vermögender Kaufmann in Lemberg, war, wie berichtet, kurz nach seiner Ankunft in .Wien wegen Verdachts einer Entführung einer verheirateten Frau verhaftet und dem Landesgericht eingeliefert worden. Die Frau des gleichfalls in Lemberg wohnhaften Kaufmannes Iostf Tiarnawck hatte nach «indm heftigen Streit mit ihrem Gatten, mit dem -sie im Scheidungsprozeß ist, den Entschluß gefaßt, ihren Mann eniigültig zu verlassen und sich -nach Wien zu begeben, um hier bei Verwandten das Ergebnis des Scheidungsprozesses abzuwarten. Di« Reife nach Wien hatte ^sie gemeinsam mit Joses Ha-lski unternommen, der zwar verWiratet ist, jedoch von seiner Frau getrennt lebt und der schon früher eine Neigung zur Frau T. bÄundete. Der Gatte der Dame fuhr seiner Frau nach Wien nach und erstattet« gegen Halski die Straf-aMige. wegen Verbrechens der Entführung. Obwohl di« angeblich entführte Ehegattin angab, daß Halski ,sie über ihre Aufforderung, hi'epher begleitet hübe und -sie mit ihm gemeinsam hier im Hotel Müller obgestiegen fei, wurde Halski als Ausländer verhaftet und ist gegenwärtig das Auslieferungs- Verfahren im Zuge. In der Zwischenizeit wurde Halski, der im Hotel Müller di. von ihm angeblich entführte Frau im Fremdenbuch als seine Frau eintragen ließ, und der bei seiner Verhaftung im Besitz eines Revolvers war, dem Stvafbezirksgericht 1 zur Amtshandlung Wegen Falschmeldung und un-'rlau'bten Waffentragens überstellt. In der gestern' durchgefü'hrten Verhandlung erklärte der anMagt« Mann, daß er die Dame, die er aüf der Reise nach Wien be-g^ltet habe, im Hotel «lS, seine Frau gemeldet habe, da er sonst deren Ruf gefährdet hätte. Den Revolver ha'be .er auf Grund eines von der polnischen Behörde ausgestellten Waffenpasses getragen. De» Richter verurteilte .den Angeklagten zu einer GMstraff von hundertaufend Kronen. Boxkampf vor einem Gerichtsgebäude. Eine Szene, die sich kürzlich vor dem Haupttor des Gewerbegerichtsgeibäudes am Schlesingerplatz abgespielt hatte, bildete gestern beim Strafbezivksgericht 1 den Ausgangspunkt einer DerhaMung, in der der Handelsangestellte Walter A. wegen vorsätzlicher. Körperverletzung angeklagt war. Der Beschuldigte hatte beim Gewerbegericht einer Vechandlung beigewoihnt, in welcher sein Bruder Egon A. von seinem früheren Handelsangestellten Eugen F. auf Zahlung eurer größeren Abfertigung geklagt war. Die Verhandlung endete mit einem für den Beklagten ungünstigen Ausgleich. Als die Parteien mit ihren Vertretern das Gewerbegerichtsgebäude verlassen hatten, ging plötzlich Walter A. auf F. los und versetzte ihm regelrechte Hicibe ins Gesicht. Durch einen gegen das Kinn geführten Hieb stürzte F. zu Boden. Er hatte nrehrere Verletzungen und nmßte von der Rettungsgesellschaft ambulatorisch beha-ndelt werden. Walter A. erklärte bei Gericht, er sei darüber empört gew-esen, daß F. an'seinen Bruder ganz unperechtfertigte An-sprüche gestellt habe und mit seinen Ansprüchen im Verg'leicyuugswege fast zur Gänze durchgedrungen sei. Der Richter verurteilte oen Be-schuldigten zu einer Geldstrafe von 300.000 K.'evei^uell *u drei Tagen Arrest. Ser golltarif. Eni Kompromiß auf dem Wege. Der Zollausschuß hat gestern di« Beratungen über bK noch offen gMiebenen Jwdust-riszöll-e beendet und wird am Donnerstag eine Schlußsitzung abhalten, um den Bericht der Subkomitees über die LebensmitteLzölle ein-er Schlußredaktion zu unterziehen. Die Aussichten für eine ternün-gemäße Erledigung des neuen Zolltarifs haben sich erheblich verbessert. J»n Lokalkomitee stcht die Einführu-ng der gleitenden Getrerdezölle im Vordergrund der Erörterung. Im Prinzip sind alle Parteien für diesen Zollmodus, doch will man über die technische Durchführung dieser Neuerung noch Experten aus der Gesstreidehandels« und Mühlenbranche anhören. In der gestrigen Sitzung des SMomitees wurde zunächst die Frag« der gleitenden Getretdezglle einer Erörterung unterzo-gen. Zur Klärung der technischen Seite einiger Fragen wurde beschlossen, Experten Ms den in-ter« essierten Branchenkreifen in der heute vormittags stattfi-ndenden Sitzung des Subkomitees einzuvernchmen, und zwar unter anderen die Herren R i e g e r, S ch w i tz e r, H ause r, B r a>u « und Stiepan. Hierauf wurde in die Beratung der Tarffnilm-mer 27 bis 32 eingegangen. Tarifnummer 27 Mais) und Tarifnummer 28 (Heidekorn, Hirse) wurden nach der Regierungsvorlage mit frei, -beziehungsweise 1,60 GK. ange^ nommen. Bei Malz, nicht gebrannt, beantragte Berichterstatter Heinl den Zoll im Falle der Einführung von gleitenden Getreidezöllen mit 3 GK. über den jeweiligen Gerstenzoll festzusetzen. Dieser Antrag wurde angenommen. Ebenso wurden die Anträge des Berichterstatters bezüglich der Hülsensrüchte angenommen, nud zwar Bohnen 3 GK., Erbsen, Linsen 1 GK. und Wicken, Lupinen frei. Bei Tarifnummer 31 beantragt« der Berichterstatter den Zoll für Mehl und andere Müllerei erzeugnrsse (gerollte, geschrotete, geschälte Körner, Grieß) mit 3 GKüber dem jeweiligen Weizenzoll, für Graupen und Grütze mit 3 GK. über dem jeweiligen Gerstenzoll festzusetzen. Abg. Dr. Bauer spricht sich gegen diesen Antrag aus und verlangte, daß der Zoll für Mchl und andere Müllereierzeugnisie höchstens mit 2 GK. über dem jeweiligen Weizenzoll bemessen werde. Nach längerer Debatte wurden die Anträge des Berichterstatters angenommen, der Antrag Dr. Bauer ab gelehnt. Für Reis, auch geschält, beantragte, der Berichterstatter den von der Regierung in Aussicht genommenen Zoll von 3 GK. auf 1 GK. herab zusetzen. Der Antrag wurde angenommen. Der Zollausschuß setzte nachmitt-ags die GpezWdebatte über den Zolltarif fort und zog die Tarifflasse Holz und Holzwaren, Drechsler- und Schnitzstosfe und Waren daraus in Vechandlung. Berichterstatter Heinl beaniragte bei Sperrholz: „1) roh", die Herabsetzung des Zolles von 15 aus 11 GK., bei „2) anderes: geformte oder abgepaßt« Sessch'itze und Rücklehnen aus Sperrholz, auch roh", die Herabsetzung von 20 aus 14 GK. Abg. Schiegl beantragte, den Zoll für Sperrholz mit 10 beziehungsweise 12 GK. festzusetzen. Diesem Anträge stimmte der Berichterstatter Heinl zu. Bei der Abstimmung wurde die TariMasse gemäß den Anträgen des Berichterstatters mit dem Antrag des Abg. Schiegl angenommen. Bei der Beralung der Tarisklasse To «waren stellte Berichterstatter Heinl den Antrag, der Position Ziegel, nicht feuerfeste, aus Ton (Lehm), ungebrannt oder gobrannt: a) nicht weiter bearbeitet: 1. Mauer-, Dach- und Pflasterziegel, gewöhnliche 16 GK., 2. Dachfalzziegel, Verbildener, Schwimmziegel und Hurdis 1,20 GK., 3. andere HoWeine, Lochstein«, Lochplatten und Fassonziegel 0,80 GK.", folgende neue Fassung zu geben: „1. Mauer- und Wasterziegel 0,18 GK., 2. Dachziegel gewöhnliche 0,16 GK./ 8. DachfalWiegel, HurdiS 1,20 GK., 4. Verblender und Schwimmziegel 0,60 GK., 6. andere Hchlstvine, Lochsteine, ' Lochplatten und Fassonziegcl 0,80 GK." Nach einer längeren Debatte stellte Abg. Reiner den Antrag, den Zoll auf Mauer« und Pflasterziegel mit 0,08 und den auf Dachfalzziegel und Huvdis mit 0,90 GK. festzusetzen. Bei der Abstimmung wurde die Tarisklasse. m>it ‘beit vom Berichterstatter und vom Abg. Reiner beantragten Aenderungen angenommen. Die Tarifklasse Z ü n d w a r e n wurde mit einer g«rin>gfiigigcn Abänderung, die Tarifklassen Spiolwaren und Cbristbauntschmuck und literarische und Knnstgegenständc unverändert angenommen. ' Damit war die Beratung ülber den Zolltarif bis auf die dem Sulbkonntee zugewi-eifenen Darisklassen beendet. Berichterstatter Heinl leitete sodann die Bechan-dlu-ng über das Gesetz ein. Abg. Dr. B au er stellte den Antrag entsprechend den zwischen den Parteien gepflogeuen Besprechungen eine neue Bestimmung in das Gesetz aufzunehmen, die eine sozialpolitische Schutzklausel . gegenüber Staaten -darstellen solle, in denen di-e sozialpolitische Schutzgesetzgebung ungünstiger ist als in Oesterreich. Durch diese Bestimmung tvär-e die Regierung zu ermächtigen, durch Bmwr-üung mit Zustimmung der HanpiauWusses Zölle ^^231:.5+.7D

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