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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-21 · Heft 1982 (21.8.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1982 (21.8.1924)
Date
1924-08-21
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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M ®eite 8 "T .-** Wien, Donnerstag Soldankmf im Auslande zurückzuführen. Der Vorrat an Penrdsn Valuten ist um 28.75 Millionen gestiegen. Die Deckung der von der Polnischen Bank emittierten Banlkwten ist Um 2L Millionen Zloty auf 80,48 Millionen ^stiegen. Das. WechsÄPortefeuille hat um 10 Millionen ^genommen. Sebifen* und Valutenlurse. (Mitgetetlt von der Oesterreickffchen Nationalb ank.l 27800.— «75— »78.- 1680^.— 3561. 81.75 321.— 8680.— 71280.— 3149— 70935— 3822— 2131.— 513— »P72 o— 13^0.- 13345.- Vlsfa Amsterdam f. 1 holl. Qulden Agram 1 Jue. Krone« . . . Belgrad 1 Dinar .' Berlin* 1 dänische Pelchamark BrOssel 1 belgische Franc« Budapest** I ungarische Kronen Bukarest 1 Lei ...... Chrlstlnnla 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dünlache Kronor I endon 1 Pfnnd Sterling . . Madrid 1 Pesetas ..... Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar. Paria 1 Francs. Prag 1 tachecho-alow. Kronen Solln 1 Lewa . Stockholm 1 «chwedlscheKronor Warschau*** 1 nolnlsche Mark Bnrlch 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten ▼. 5 Dollar attlw, » . kleinere . . . Belgische Noten 100 Franc« . . Bulgarische Noten ru 1000 Leva . . . .100.. . . kleinere. . . OBnische Noten 100 Kroner , . -- Deutsche Noten*. 16520— . . .100 ... » . kleinere* . . . Engl. Noten von 5 Llvrest, aulw, . . kleinere. Französische Noten 100 Francs , Honsndlsclie Noten 100 Qulden . Ita'lenische Noten v. 100 Lire aulw. . . kleinere . . . Jngosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar * . . 100 . ... kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner , Polnische Noten **• ..... 13480— , . kleinere . . . Rumänische Noten zul000u.5001.el . . kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . . 100 . ... kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tacbecho-slow. Not. v.lOOOaufw. . . kleinere Türkische Pfund-Noten. 338 0— Ungar.Noten**(n. Em.) zulOOOKr. . .zu 10.000 Kr. ... . . kleinere. 20. August Qeld Ware 19. August Geld Ware 27600.- 27750;- 27850.- «79.— «77.- «81 — «79.— «77— *81.- 1690r,.- 16620.- 16920.- 3570.- 36".- 36'0. - 93.75 92.20 94.2» 323.- 321,— 323.- 9720.- 063».- 972».- 11320.— 1138».- 1142».- 3l8fiOo.— 3190O0,- 32»5r.o,— 121500.- 9280.— o32o,— »38»— 042».- 3161,- 3169.- 3191.- 71183,— 70035.- 71185.- Z«Z«.- 3872.- 3888— 2141.- 7125.- 2135.- ftl7,_ Sin,- 514.- 1878».- 18720,— 1*780. J36Vi._ 13600.- 137 0.- 13395.- 13395.- 13445. - 7C480.— 70860.- 70460.- 70861».- 70360.- 70760.- 70365.- 7076»— 3520.- 355».- 36o».- 363».- 498.- 566.- 496.- 504— 478*- 486!- 476*— 48L- 11160.- 11240.— 1124f .— 11320— 16520.- 1664».- 16540— 16660— 1642»!— 1654»'.- 1644»'.- 1656»!- 316200.- 317800.- 318700.- 320300— 316000. - 317600.- 31850».- 320100— 3790.- 4820.- 3835.- 3865.- 272-1.- - 2740\- 27450.- 27650— 3145.— 3163.- 31'.L.- 3185— 3115.— 2135.- 3135.- 3155— 575.- £01— 879.- 885— 865.- 871.- 869.- 875.- 9560.- 9640.- 956!).- P64».- 13480.- I36°0.— 1353'-.- 13670— 13280.- 1342'’.— 13330.- 13170— 318.— 317. — 321— 308.- 312.- 307.- 311.- 1855o|— 1865»!- 1855o!- 1865»!- 13280.- 13360.- 13340— ld- 9160.- 924».- 9260.- 9340— 2122.— 2138— 2117— 2133— 2117.- 2133.- ”112.— 7113— 338 0.- 34600.- 33800—' 346»».- 89.50 92.50 89.75 92 75 84..50 87 50 B4.15 87.75 * Für eine Billion Mark, ** für 1 Zloty aufwärts. ** für 100 ungarische 5kronen. Der gestrige Privatverkehr von Bureau zu Bureau war, bei vorherrschender Zurückhaltung der Spekulation zufolge der Darlegungen des GenerEommissärs Dr. Zimmerman, von einer reservierten Haltung getragen. DsinZusolge waren die Umsätze falst belanglos. Lediglich einzelne Werte tschechischer Proveu-iiW^ wurden im Hinblick auf die günstiger lautenden Präger'Berichte hoher taxiert. . Auch österreichische Kreditattien und einzelne Petroleumwerte begegneten schönem Interesse. _Mienee MuraenAettunet._' Deutsche Diesel-Lokomotiven für Rußland. Die von der Ma'chinensabrik EßliiMN A!'E'HrgestMe. ProbelcKömotive mit DieselMotorantrieb erledigt zurzeit ihre Probefahrten in Dentschland. Wie die „FinawMchrichten" erfahren, äußerte sich die russische Abnahmskommission befriedigend über den Verlaus der Probefahrten. Im Rahmen des russischen Eisenbahnkommissa>riatS ist eine besondere Unterabteilung geschaffen worden, die die Einführung der Diesel-Lokomotive in das russische. Eisenbahnnetz vorbereiten soll. Zunächst werden die südrussischen Bahnen mit diesen Lokomotivm befahren werden, doch' ist eine allmähliche Inbetriebnahme auch au-s dem gesamten russischen Eisenbahnnetz vorgesehen. Die deutschen Diesel-Lokomotiven sind für den Gebrauch ungereinigten Oels eingerichtet und sie zeigen gegenüber einer Dampflokomotive Ersparnisse bis zu 80 Prozent des Betriebsstoffes, eingerechnet den Betriedsstoffverbrauch im Lereitschastsdienst. Deutsche Silberankäuse ln Amerika. Der „Matin" meldet aus Nsw-Aork, daß die deutsche Regierung am freien Markte 4 Millionen Unzen Silbermetall angekauft hat. Dies ist dazu bestimmt. Silbergeld prägen zu lassen. 4 Millionen Unzen sind ungefähr 150.000 Kilogramm. — Einige andere europäische Regierungen haben ähnliche Absichten angekündigt. Aus diesem Grunde, und um' den Wettbewerb mit den englischen Silber- Produzenten auf^u nehmen. haben die amerikanischen Produzenten eine Organisation ins Leben gerufen, die mit denjenigen Ländern Verhandlungen führen soll, die entschlossen sind, die Ausprägung von Silbermünzen wieder aufzunehmen. Prager Mustermesse. Die diesjährige Prager Herbstmesse findet in den Tagen vom 21. bis 28. September 1924 in Prag statt. Die Zahl der angemeldeten Teilnchmer aus Frankreich, Spanien, Griechenland und den überseeischen Ländern, hauptsächlich aus Mexiko, Argentinien. MaroMo üsw., verspricht einen Massenbesuch. Zugleich werden zahlreiche Sondermustermessen im Rahmen der Herbstmesse äbgehälten werden, wie: Hotel-, Bau-, Möbel-, Auto- und die Walld- und Jagdmesse; es findet auch eine Ausstellung des Verbandes der tschecho-slowakifchen Städte statt.. Es bietet sich daher den Besuchern große Einkaufsmöglichkeit. Die Messelegitimation, welche. 20.000 Kronen kostet, gewährt auf allen tschecho-slowakischen Staatsbahnen und Privatbahnen sowie im Betriebe des Staates stehenden Lokalbahnen 33prozentige Fahrpreisermäßigung; ebenfalls gewahrt die Erste Donau-Dampfschrffahrt zur Reise von Wien nach Passau auf der Lokalschiffstrecke Wien—Passau, auf der Ei'Ischiffstrecke Linz—Wien, ferner beim Postschrff Passau—Linz—Wien und Wien—Budapest, ferner auf der Lokolstrecke MÄk—Krems eine öOprozentige Ermäßigung, wenn die Hinfahrt bis 28. September und die Rückfahrt bis inklusive 19. Oktober 1924 erfolgt. Für die tschecho-stowakischen Staats-, Privat- und Lokalbahnen muß die Reife für die Aussteller am 11. September beziehungsweise bis Mitternacht vom 28. auf den 29. September angetreten werden, die Rückfahrt vom 8. auf den 9. Okt0ber'erfölgen'. Wr die'Käuferfahrt nach Prag gilt die Ermäßigung vom 17. September bis Mitternacht vom 28. bis 29. September; bei der Rückfahrt von Prag vom 2. auf den 3. Oktober. Die Messelegitimation gilt a^ Visum und ist hiefür keinerei Gebühr zu entrichten, jedoch mit 21. August 1924 _Nr. 1262 der Bedingung, daß der Messeausweis nur im tschecho-flowakischen GeneralkoNfullat, bezichungsweise in der Paststelle, 3. Bez., Vordere Zollamtsstraße 5, oder 7. Bez., Museumstraße 1 (Mrssepalast), zu erwerben ist und mit dem Stempel der Paßstelle verschen sein muß. Außerdem muß der Messeausweis bei der Rückfahrt von Prag in der Präsidialkanzlei der Mustermesse (Pavillon C) zum Beweise, daß Besitzer wirklich die Messe besucht hat, abgestempelt werden. Außer den oben angeführten Amtsstellen werden Messelegitimationen nicht abgegeben. MißstLnd« beim rusiischen Zuckertrust. Die in weiten Kreisen der Bevölkerung herrschende Beunruhigung über die Versorgung mit Zucker scheint ihren Grund in den Mitzständen j beim russischen Zuckertrust zu haben. Me Rußpreß erfährt, sind kürzlich unter anderem beim Comptoir des Zuckertrusts in Nowonikolajewsk alle Unzukömmlichkeiten aufgedeckt worden. Es handelt sich hierbei um Mängel in der Buchführung, die ein vollständiges Fehlen von Aufzeichnungen über den Zuckerverkauf und die erzielten Umsätze sowie «ine Ueberschreitung der normierten Fonds um 50 Prozent im Gefolge gehabt haben. Sie WarenmSrtte. Kautschuk. Mit der sprunghaften Entwicklung der Gummrpflanzimgswirtschaft m Ostasien ist Singapore zur eigentlichen Kautschukmetropole des Ostens geworden und seine Bedeutung als Kautschulhandelszentrum dürfte sich infolge des seit einigen Jahren mehr und mehr in Erscheinung getretenen Aoschwenken» .der Vereinigten Staaten von Nordamerika vom Londoner Markt in Zukunft noch weiter 'befestigen. Das ist leicht verständlich, wenn man bedenkt, daß bei einer Schätzung der Robgummi-Welterzeugung von rund 400.000 englischen Tonnen die Gummiausfuhr von Brit. Malaha im vergangenen Jahre 262.150 Tonnen (einschließlich Durchaangsware in Höhe von 68.200 Tonnen) betrug und daß diese Menge hauptsächlich über Singapore den Verbrauchsländern zufloß. Soiveit der Kautschuk nicht freihändig verkauft wird, was ru der Hauptsache der Fall ist, gelangt er wöchentlich in der Singapore-Haiidelskammer zur Versteigerung; im Borzahre verzeichneten die AuktionSkataloge 33.278 Tonnen, von denen 22.807 Tonnen angeboten und 16.018 Tonnen verkamst wurden. Dis Vereinigten Staaten decken ihren Bedarf mehr in Ostafien ein, sind also bemüht, unmittelbar an der Quelle zu kaufen; so kommt eS, daß 7239 Tonnen der Rohgummiamaufe der Vereinigten Staaten im Juni (insgesamt 18.840 Tonnen) aus Singapore stammten. Man kann schätzen, daß mehr als ein Viertel der Wer Singapor« verschifften Kautschuks Durchgangsware ist und größtenteils von den niederländisch-indischen Eingeborenenpflanzunherrührt, deren Erzeugung stark zugenommen hat. Da dieses Produkt sehr feucht und unrein ist, wird es in Singapore vor der weiteren Verwendung in besoickeren Reinigüngswerken z» marktfähiger Ware veraweitet. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitung".) An der gestrigen Holzbörse war ruhige» Geschäft, gesucht waren allein Latten, Fichte 20 Millimeter 4 bi» 8 Meter, Staffeln 8/10 10/10 und Spreißelh-lz. Drei Waggon» Fichtenresonanzholz in Blochen gelangten -. zum öffentlichen. Verkaufe zu . einem verhältnismäßig hoben Preise von 650.000 K. pro Kubikmeter, da dieser Spezialartikel überhaupt in Oesterreich nicht erhältlich ist und von der Bukowina importiert wurde. Da» AuSgebot gestaltete sich ungemein schwerfällig und erhältlich' waren nur von Nadelholz-Schni t t- Seidenbrokat li 52 WltN.|.AOltR«Am -» Nr WVUt Copyright Oesterhrld & (So. Verlag, Berlin. 8. Fortsetzung. Das Mädchen im ReSel. Kriminalroman. Bon Josef Gollomb. Plötzlich ein furchtbarer Krach und ein Niaga-ra wmsp-Ate sie. Sie verlor den Boden, geblendet und betäubt fühlte sie sich weggerissen. Ettvas griff nach ihr, h'velt sie fest und schleppte sie, als die Woge verlief, m den Schutz des Verdecks. Der junge Mann war es. Die ganze Bitterkeit feines Blicks war auf sie gerichtet. „Wahnsinnige!" Das Wort entschlüpfe ihm so giftig, daß Eileen, obwohl sie halb bewußtlos war, erfchrack. J>m nächsten Augenblick war -r verschwunden. Als sie am selben NvchMtag in der SchiffsbMotheik über das Zusamimentreffen nachdachte, kam er gänzlich niedergeschlagen zu ihr. ^Könnten Sie mir verzeihen? Bitte? Ich war —ich bin Er gab es auf und verließ sie plötzlich. Sern Unglück und seine Verstörtheit verfolgten sie im Schlaf. Nach diesem Ereignis suchte er sie oft auf, stets wenn sie alleinwar. Er machte niemals mehr eine Anspielung über ihre erste Begegnung und vermied jedes persönliche Gespräch mit der Enchfindlichkeit, mit der ein verwundetes Tier seine Verletzung zu schützen sucht. Sie konnte nichts über ihn, seine Geschäfte, Familie, Pläm oder Hoffnungen erfahren. Aber in gewisser Beziehung fühlte sie, daß sie ihn tief verstände. Sie fand in ihm ein gebildetes.wissenschaftliches Gehirn, die Empfindungen viues Künstlers, «in Wesen, daß trotz seiner eigenen männlichen Kralft einer beschützenden weiblichen Hand bedurfte. Sie mußte immer an ihn denken. Von ganzem Herzen, wünschte .sie, ihn aus der Hölle^zu 'befreien, in deren Tiefen' er gefangen war. Ei'leen bat ihn, sie in London zu besuchen. Doktor Goodrich hatte ein kleines, aber sorgfältig geführtes Haus in der Nähe von Grosvenor Square bezogen, und seine Tochter erwartete mit Ungeduld den Besuch Hugo Malvins. Bis gestern hatte sie nichts von ihm gahört. Nun schrieb er und bat Eileen zum Tee im Picadilly-iPalast. EAeen nahm an, machte aber ihre eigenen Plaue. Als sie sich trafen, bernerikte sie, daß er schlechter und gequälter als -je aussah. Aber sie selbst Mühte in seiner Nähe aus und zog aller Augen aus sich in ihrer Seligkeit. Das von Palmen halbvevsteckte Orchester spielte einen Foxtrott. Paare erhoben sich von den Mischen und -tanzten. Das Mädchm hörte mit steigendem Wergnügen der MuisiL zu'und Mckde spöttisch nach Malvin. Endlich Tonnte sie nicht länger widevstehen. //Gewöhnlich belästige ich keinen Mann, mit mir zu tanzen," lächelte sie mit leisem Dorwurf, „aber sie spielen ,M Relicarvo" und Sie haben mich noch wcht >mäl gefragt, -ob ich tanze." Cr blickte mißvergnügt. ,/Jch tanze so schlecht, ich wurde Ihnen sicher auf die Fuße tvet-en." ,/DaS glaube ich nicht," sagte sie trotzig, „ich sehe an an der Art, wie Sie sich bswegen, daß Sie es sofort lernen Wunden." "Ich will nicht, daß wir auffallen." Sie hatte -sich erhoben, die Arme in Erwartung, die Augen >voll«r Schadenfreude. ,/Lanzen Sie mit mir," .Msterte sie, ,/oder die Leute deritken, Sie geben mir einen Korb!" Er errötete, löschte feine Zigarette aus. Mit etwas abgswandtem Gesicht und einem verdrießlichen Ausdmck begann er zu tanzen. Zuerst führte sie ihn, der sich gehen ließ, mit einem bewußten Lächeln. Dann, als er den Rhythmus beachtete, wurde sie sicherer. Mit jedem Don der Miusilk gab er me>hr nach, bis er vollständig nach -Takt und Rhythmus tanzte. Sie ergab sich ganz der Freude am Tanz, aber langsam merkte sie, >daß die Bewegungen ihres Partners nicht das Resultat ihrer Bemühu-ngen. sein konnten. Rach und «ach wurde ihr Ge-sicht strenger, die Heiterkeit verschwand. Ms sie wieder an ihrem -Tisch vovbeffamen, hörte sie auf. ,Mollen Sie entschuldigen." Ihre Augen vermieden svinen Blick, unfähig den Schmerz zu verbergen, den sie fühlte. Sie setzten sich schweigend nieder. Aber das Schweigen war ein Borwand, den sie nicht länger duldete. ,Me haben mich verletzt, Herr Mallvin", sagte sie langsam, indem sie zu lächckn versuchte. „Warum sagten Sie, Sie könnten nicht -tanzen?" Er blickte weg, seine Augen-suchten Rettung. ,M tut mir leid", sagte er verlegen. „Die Wahrheit ist, ich war in einer furchtbaren Stinmiung seit Tagen, seit Wochen. Das Leben wird manchmal unerträglich. ES ist leichter zu lügen, als Fröhlichkeit vorzutauschen." tzhr verletzter Stolz verwandelte sich rasch in Sympathie. Mie dumm vcm mir. — Sie -hätten mich nicht bitten sollen zu kvmmen, ich hätte verstanden, wenn Sie Ihren Vorsatz geändert hätten." ^Jch glaubte, wir -wurden uns nur '.-ntrrhalten", antwortete er gedrückt. ,/OH, gerne", Lächelte sie, selbst danach verlangend. „Sollen wir alles von uns erzählen, wie alte Freunde, die sich feit Jahren nicht gesehen halben? „Das ist ein Talent, das ich nicht habe", sagte er ausweichend. „Das -ist kinderleicht; wollen Sie -mir folgen?" „Wenn ich kann." Sie stützte ihr Kinn in die hohlen Hände. „Es ist beschämend, wenn ich dentke, wie er-u^uisl-'s miern. Leben war. Das Le>ben eines Schulmädchens, Kindheit in einer Keinen Ilniversitätsstodt, Schule in derselben Stadt, das Süudmm ebenfalls. Meine Mutter starb vor fünf Jahren. Dann schickte mich Pater nach New-Por!k, um zu se!hen, ttb ich Musik studieren wollte. Ich versuchte eS einige Zeit. Dort traf ich Naida — Miß Sangree. Sie War ViolinWn, hatte aber das Konzertspielen aufgegeben. Das Publikium fand sie kalt, und sie ist es — anscheinend. Aber wenn Sie sie näher tatenltewten!" — Ihre Angen wurden zärtlich bei-dem Eedanten. (F v-i';'. r,;ts

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