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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-20 · Heft 1981 (20.8.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1981 (20.8.1924)
Date
1924-08-20
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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Seit« 10 Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitung. §0. T-ugust 1984 «r. 1961 woitepzuiWven. Die FußbaHM-on und mit ihr auch schon die anderen Sekkioiren haben dom Anfang an für N o r d a u 8 Wort vom MuSkelß udentum wohl die beste Propaganda gemacht. Und wenn nun Prof. Vogel sagt, baß bas Awftvodon der HaÜooh in England, dem Mutterland des Shorts, nicht notwendig war, um die Idee der Regeneration der jüdischen Jugend zu stärken, will ich ihm nur sagen, daß evst durch den Besuch der Hakoah in England der Mische Sport gegründet wurde, daß die Judenjungen bis dahin wohl Sport betriechen haben, aber memals unter jüdischer Flagge. Und die Ansicht Prof. Vogels über die Bedeutung der Hakoah- Palästmaveise -ist wahrlich widerlegt durch die Worte Disengoffs, des BüvgevmeiisterS von Tel-Awiw: . „Wir freuen uns, Leute aus unserem Bolle zu sehen, die durch ihren Mut und ihre Kraft sich mit den Gegnern auf dem Felde der Ehre messen können und in ihrem Leben den uralten Grundsatz — eine gesunde Seele in einem gesunden Körper — zu verwirklichen verhelfen." Und die Palenresse? Weder die Einstellung der antisemitischen Presse, noch Exzesse bei einam WeHpM sind da maßgebend; die Meinung aller der zahl-' EÄchen Judvüblätiter Polens ging dahin, daß das Auftreten der Hakoah in Polen dem Muskechndentuan zahlreiche neue Anhänger gebracht hat und daß m den öingelnen Städten sie jüdischen Klubs bei den Wettspielen so große Einnahmen er- ZiÄten, daß sie dadurch Waisenhäuser unterstützten und Baufonds für Turn- und Sportplätze stützen konnten. Aber auch in Tel-MvÄv hatte der. dortige Ma-Kkalbi aus den Einnahmen rat Spiel gegen die Hakoah die Möglichkeit, sich einen Sportplatz zu errichten. Also nicht nur in Wien, auch in Polen, in . .Palästina und überall, wo bisher die Fußballsektion der ' Hakocch bei, Brudervevemen weilte, ve-rhalf sie zu den Mitteln, 'dienotwendtz sind, um Platze zu errichten und andere Sportzweige zu betreiben. ' Di^se änderen Dp ortzweige sind bis auf Hockey 'und Tennis durchwegs außerstande, sich allein .zu . erhalten, wenn sie den Sport betreiben wollen, der einzig und allein zum MuskÄMentum führt, den Massensport. Leichtathletik, Schwimmen, Fechten und Touristik sind doch, ohne Widerspruch, Sportzweige, die der Masse die Möglichkeit zur Betätigung gelben. Aber auch Ringen und Boxen sind solche. Ich mochte Herrn Prof. Vogel emladen, einmal das Mnglokckl der Haikoah zu besuchen und cmgufehen, wie vor- Mvffg nur sechzig Jungens — mehr faßt der- Raum nicht und : 'mehr kann unser Trainer Markus nlicht bcauislsichtigen — durch schrgfAtiges Tnaining zu MuÄkMuden werden. Und Boxen? Nun da sollte. Prof. Vogel die nächste Palastmareise der 'Hlchxch mitmachen, um zu sehen, wie stark dieser Sport dort betrieben wird, wobei ich allevd'mgs unsere Brüder in E r e z Israel für Kulturmenschen halte. Ich gebe gern Herrn Prüf. Bogest zu, daß eine Beteiligung -in diesen Spovizweigen an öffonklichen Wettbewerben „für die Erstarkung unseres BoAes nicht nötig ist", aber dafür um so mchr für die Erstarkung jener Mittel, welche die Erstarkkung unseres Volkes ermöglichen sollen. Bei allen Völkern der Welt unterstützt der Staat die körperliche Erziehung seiner Jugend, wir Juden sind noch nicht so weit, daß unsere Organisation uns Mittel zur Verfügung stellen kann, und dccher müssen wir uns diese auf andere Wesse verschaffen. Diese Fuhballsekt-ion, die allen anderen Sektionen die Mittel zun! größten Teil beiträgt, ist eigentlich die einzige, die keinen Massensport betreibt, hingegen aber auch die einzige, die Einnahmen hat. Sie besteht aus elf oder zwe'.und- KvanAig Fußball spielenden Judenjungen im.Mev von 18 - bis 28 Jahren. Diese sollen von nun an nicht mehr versteckt Subventionen bckonrmen, sondern offen. Niemals werde ich zugeben, daß sie dadurch »Berufs"« spiel er geworden find. Jeder von ihnen hat seinen ' Beruf oder sucht nach denssevben, denn er weiß, daß er nur wenige Jahre aus fernem Spiele Subventionen beziehen kann. Daß diese unbedingt den allermeisten zufließen müssen, ist allerdings nur demjenigen klar, der die an die Spieler gestellten Anforderungen kennt, der weiß, wie fchiweu heute. Menschen Porsten zu verschaffen sind, die mindestens zwei Nachmittage der Woche ihrem Berus sernbleiben müssen, uint zu IraiMeron, und der auch verficht, daß bei den heutigen wirtschaftlichen Zuständen die Gchältev nicht derartig sind, daß e>in Spieler die unbedingt notwendige Kost, die vielen Bäder, und Massagen nsw. sich allem bestreiten soll. Zur Ehre der Spieler der Hakocch muß ich als Leiter des -Vereines feststellen, daß lein einziger vor: ihnen nur im entferntesten daran denkt, sein Fußballspiel als Berus aufyüfasseu. NlichtS soll in der Hakoah geändert werden, nichts daran, daß Nordaus Wort vom MuSkeljudentum jedes merkantilen Beigeschmacks entbehrt; die Massensport betrMenden SÄtionen sollen weiter van der Futzballsaktwn ihre Zuschüsse bekommen — ohne dadurch Professtowalsektionen zu werden —, lediglich statt der berechtigten, bisher versteckten, sollen von nun an zugestandene Subventionen an die Fußballer gezahlt werden! Es gibt bei Hakoah Wien) in dieser Frage „wirklich kein Zurück mehr", sondern nur ein Vorwärts. Herr Prof. Vogel, dessen. Theorie, wie eingangs erwähnt, für uns immer richtunggebend ist, soll uns nach wie vor du-rch seine Ratschläge für die Massensport betreibenden Seikffomn Mstchön. llJdne aber, die nicht wie- Prof.' Vogel in der Theorie oder Artur Baar in der Praxis.bewandevt sind, sollen. ülbevMgt. sein, daß bereit beide — Theorie und Praxis — miteinander gehen müssen, sollen aus Iudenjung e n— junge Juden werden! Wacker—Debrecziner S. C. 2:2 (0:0). Abwechslungsreiches Spiel. Wacker überlegen. Die Gälte . hielten sich gut. Hnkoah-Jungmannschaftk Donnerstag den 21. d. findet um 7 Uhr abends im ' Klnbheim, 2. Bez., Schiffamtsgasse, eine wichtige Spieler- Versammlung der Jungmannschaft statt, Das Dastzburaer Turnier beendet. Salzburg, 19. August. Gestern wurde das Erste Internationale Tennisturnier in-Salzburg zum Abschlüsse gebracht. Den Wanderpokal des Landes Salzburg gewann der österreichische Altmeister Rolf Kienzl durch seinen Sieg in der Vorschlußrunde über Otto Salm. Sein letzter Gegner'Winterstein hatte vorzeitig aus beruflichen. Gründen nach Wien ab« reifen müssen. Den Meistertitel im gemischten Doppelspiel sicherte sich das Salzburger Paar Frau Dyhrenfurrh- Theobald Seisfertiz durch einen schönen Erfolg über das österreichische Meisterpaar Frau Kriegsau-Rolf Kienzl. Die Sieger der Handikaps find: Herrendoppesspiel-Seifferüz- Dr. Hoch ('Salzburg): Horren-Einzelspiel: Ing. Wovksek (Wien); DamenemzÄspiel: Frau Mayer (Wien); gemischtes Doppelspiel: Frau Wmternitz-Dr. Munk (Wien). Jüdischer Turn- und Gportverbaüd. Alle Vereine werden dringendst aufgefordert, die von ihnen übernommenen Schokel- und Parteisteuevblocks in der Zei: vcm 1. bis 7. September unbedingt im Verbandssekretariate zu verrechnen. Das Sekretariat des Jüdischen Turn-.»nd SMrtvrv. Landes hat seine Arbeit wieder aufgenommen Der Parieienvevtehr findet bis auf weiteres ab 1. September an allen Wochentagen, außer Samstagen, von 4 bis Uhr im Hakou'h- Klubheim,'2. Beg,, SchiffamtSgasf« 1ö, statt. „ , Sp. C. West—K<ck>imah 5:1 (1:1). Ko-dimah, nach achtwochtger Pause in der Ausstellung Gowstem, Kohlmann, Feilrch. Sutfchuk, Hastk. Tupfes, Wolfensohn,. Seltzer, Eckhaus, Tischler, Laufermann antretend, erhielt durch EckhcNls die Führung. Es gelingt West noch vor der Pause, durch Elfer gleichzuziehen. Nach der Pause erzielt West aus einem zweiten Elser das zweite Tor und aus.einem Eigentor- KohlmannS Punkt 3. Kadimah klappt zusammen und West erzielt wettere zwei Treffer. " Schwimmen. Hakoah (Schwimmsektion). Heute, präzis« 8 Uhr abends, außerordentliche. Vollversammlung tm Klubheim, 2. Betz., Schiffamisgasse 16. Mit Rücksicht auf die WichtrKeit dieser Versammlung ist das Erscheinen eines jeden Mitgliedes von unbedingter Notwendigkeit. Neuer ungarischer Schwimmrekord. Beim Wettschwimmen zur Ueberquenmg des Plattensees zwischen Balatonfsired und Siofok legte Bela MattyasovSzkh die 14 Kilometer lange Strecke in einer Zeit von 4 Stunden 48 Minuten und 26 Sekunden zurück und hat damit einen neuen ungarischen Rekord ausgestellt. Aus den Vereinen. Bar-Kochba. Heute ab halb 8 Uhr Training am Floridsdorfer Sportklub-Platz (alter chcckoah-Platz). Um 7 Uhr Spielerversammlnng, um 8 Uhr Ausschußsitzung. SamStag um 7 Uhr Vollversammlung. Tagesordnung: ProfessiomlismuS. Hä'k o ah. FußbalMtion: Morgen Donnerstag 7 Uhr abends Versammlung sämtlicher Jung- - und - Schülermannschaften im Klubheim. 2. Bez., Schiffamtsgasse 15. Sämtliche Spieler haben bestimmt zu erscheinen, — Leichtathletiksoktion: Folgende Athleten starten Montag den 25. d. beim Rapid-Meeting im Laufen über 60 Meter für Jünglinge unter 17 Jahren und werden ersucht, das Training sofort aufzunchmen: Wassermann, Fürst, Bleyer, Tischler % SharminS, Tischler 8, Grünwald, Kohn 8, Robinson, Ehrenzwelg/ Training Mittwoch, Donnerstag, Freitag und SamStag ab 8 Uhr nachmittags und Sonntag ab 16 Uhr vormittags. ' Hakoah 10. Die für heute Mittwoch nominierten Spieler haben präzise um 5 Uhr nachmittags zum WeHpick gegen Anglobank am. Cricketer-Platz zuverläßlich zu erscheinen. Kadimah. Freitag Spielerversammlung und Aufstellung für die Sonntagsspiele im Klubheim. Samstag Herausforderungsstemmen im Rahmen eines - PropagäMäbendS, wozu die Verein« der jüdischen Koalition beglichst eingeladen sind. Sonntag den 81. -. Wettspiele in Hohenau mit zwei Mannschaften. Makkabi. Donnerstag den 21. d. BerernÄoitungSsitzung um 8 Uhr im Cafe Lovrana, 8. Be-., Löwengaffe 86. Alle in Wien befindlichen' Damen NW iHerM" "WeÄen um pünktliches'EWeiuen ersuchi.'-. Zion. Training aller Mannschaften .Mittwoch den 80. d. Treffpunkt 5 Uhr beim W. A. C.-Platz. Mitpiliedevversvmmlung Donnerstag den 21. d. um . 8 Uhr im Lokal.'der^ Dereinsbibliothek Zi<m, 2. Bez., Glockengasse 80. Ausstellung der Mannschaften für die Wettspiele am Sonntag. An diesem Tage finden auch Mrigliederaufnahmen statt. » Theater von heute Bnrggattt« Tanz- und Liederabend Grete Dürrigl-Schwoiser und Lilly Wieden (bti Rege» im Fesiiaal der Hofburg) Odkiopcr: Der Evangelnncmn veuttchu vsltzrweoler: Die Freier CDtater iftderftstfstadt: Schneider WMell KalnMfl’tbeater: Die tolle Lola M. ssa««ettpiele: Wa8 Frauen träumen . . QJf. Stadttbeater: Ein Böhm in Amerika IftatayUlftvealtf: Die Kleine vom BaribtS Laritdester.- Die Königin der Nacht Ttzeater a» «er Wir»: Gräfin Mariza Wf.Kürsettheattk: Das Lied der Freiheit 2dtz.5tta»rr-ri>eaierr Des Königs Nachbarin KolaRa-SüdNe r Diagnose 16! Roarlaalisdögel (Prater): Kapelle SB. Ganglberger, Künstlerduo Fritz und Dr. Lazarns 8 V.8 V.8 8 V.8 V.8 V.8 V.8 V.8 Ocularlum Wien, I. Kärntnerstr, 39 Eingang Annagassel, Tel.77043 Untersuchung der Augen und Verordnung passender Augengläser] täglich von 9 bis 6 Uhr abends J WM" kostenlos unter der Leitung des Augenarztes Herrn Dr.Poborski 9 881a Realitätenbiiro SPITZER Direktion: Reg.»Rat Dr. R. MUCK WIEN, I. Bonzagag.Z, 2^.62-3.86 vermittelt Kauf, Verkauf, Taiisch von H仫sern, Billen, Grundstücken. FabrikSobjelten» GeschSftSIokalrn, Kinos » dergl. Sprichst, von S—10 «. g—S Bel Bestellungen wolle «an sich auf die „Wiener Morgenzeitungbernsen. VN. 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St., woselbst Bewerbungsgesuche bis spätestens. ^l^Septembet^lnzubringei^tinid^i^rfrageii| ORCHESTERKONZERTtti Kadermann (PR A T B R) > Haltestelle Lustspieltheater (A, Ak) Beste Küche Vorzügliche Biere Köstliche Weine Grösste Tageszeitung Ostgaliriens, gelesen vorwiegend in den Handels- und Industriekreisen Lemberg Vorzügliches Insertionsorgan Brillante«, Perlen, Juwelen, höchste Preise. Rabioowirich, I. Mahlerstr. 4». U.Hollandstr.S, nur 3 7986 Lhrensauleutls ftp. .Gthpolster, mit- Damast oder Gobellnstoff 1.800.000 St. Mlrnöbel. Gitzgarniiuren. licht und dunkel, Ottomane, etnjelne Fauteuil» billigst. Tapezierer, 4. Bez., Schbnvurgstrabe Nr. V im Hofe. 6870 M öb •i-äSM jsK beim westbahuei* XV., Mariähilferstraße 188. Schlafzimmer, licht.oüer dunkel, 2 Kästen,' 2 Betten, r Nachtk., l «sch, 4 Eeffel, » Einsätze samt Matratzen, 8,S00.vv0 St. Eroße Äiisloahl in Epetse« zimmern, Küchen, Diwanen, Otiomanen, Einsätzen, Matratzen. Auch eiyzrli^ abzpaeben. PrÜtz' ftribleib'ilb. 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