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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-15 · Heft 1976 (15.8.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1976 (15.8.1924)
Date
1924-08-15
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 197S Wiener MovkenFeiLrrner. Alle Arten von Bankgeschäften Köfhmahdite der Kroatischen Eskdmptebänk/Ägräm I. Se£tx@rgaft@ 4 ,E£Är Tfelöphon t 22-b-HO SeHe io465 Telegfammadrösae, FfapObank Kredit* um Warengeschäfte Volkswirt. Die tm Laufe des letzten HM-ahretz versuchte Stabili» sterung der russischen Währung ist immerhin soweit vortzeschritten, daß ein geordneter Staatshaushaltsplan für das Jahr 1924 bis 1926 aufgestellt werden konnte. , Demnach soll das russische Budget mit Md Millionen Rubel balancieren, gegenüber 1880 Millionen Rubel im faktischen Budget des laufenden Jahres. Ganz besonders bemerkenswert ist da8 starke Anwachsen der ordentlichen Einnahmen. Die schlechten Erfahrungen, die Man in diesem Jahre Mit den inneren Staatsanleihen gemacht hat, die allein auf 180 Millionen Rubel aus der Emissiönsanleihe veranschlagt waren, jedoch nur sehr viel geringer« Beträge erzielten, führten zu der vorsichtigeren Errechnung von IAO Millionen Rubel als Erträgnisse aus Kreditoperationen Und Realisierungen der Staatsfonds Und von 80 Millionen Rubeln einer außerordentlichen Einnahme criti ide^ Emission von SMr und KiWrgeK). M Nirüg aüs Steuern und Zöllen ist mit der aufsalleMgrößM SüMMe von 882 Millionen Rubel in Rechnung gestellt worden; von der landwirtschaftlichen Einheilssteuer werden 350 Millionen erwartet, von denen allerdings nur 2?4 Millionen rm Budget ' genannt werden, da der Rest für lokale Zwecke gebraucht wird; diese Summe bedeutet ein Mchr von 90 Millionen Rubel gegenüber dem Vorfahre. Insgesamt erwartet man aus den Steuern eine Mchreinuahme von 30 Prozent oder 200 Millionen Rubel gegenüber dem Vorfahre — eine Annahme, die, wohl mit Recht,, als viel zu hoch gegriffen erscheinen mUß, denn wenn es auch denkbar erscheint, das Zollsystem Noch weiter auszübauen und die Steuern in einzelnen JälloN wirkungsvoller zu gestalten, so muß doch Mit. einem RMgang der Erträgnisse in der russischen Volkswirtschaft und nicht mit einer so großen Zunahme gerechnet werden. Nach Berechnungen der Professoren Litoschento und Hensel (Torgvwo-Prom. Gas. vom 80. Juli) betrug das nationale Einkommen SowijettußlaM 4923—04 8 Milliarden Rubel; dies jedoch bei einer Ernte, die >um etwa 30 Prozent ergiebiger gewesen ist wie die in diesem Jahre Ku erwärbenlde Ausfallen dünste. Diese Unbefriedigende Ernte wirb Kr den Staat sehr Wbave Folgen haben, denn das Steuersystem beruht ja in erster Linie auf der direkten landwirtschaftlichen Steuer, deren Erträgnisse vermutlich sehr bis! stärker zurückgehen werden, wie die Regierung dies annimMt; dazu kommt dann noch' der Ausfall vbu GdwiNNen aus dem staatlichen.Getreideexport, der aller Versicherungen der Re-, gierung ungeachtet schwerlich in dev Höhe des vergangenen Jahres wird aufrechterhalten werden können, schließlich wirkt der Rückgang des Getreideertrages aber doch-natürlich Luch auf .feie anderen Steuern und insbesondere, durch Verringerung der Kaufkraft der Landbevölkerung, ans den Absatz, also die Ren» taLNtLt der verstaatlichten Industrie zurück. Ein Weiterer Rückgang der Staatseinnahmen ist außerdem noch, wie Prof. Smirnow annimmt, als Folge des neuen radikalen Kurses mit Sicherheit anzunehmen: die Verdrängung daß' privaten Handels durch den Staats- und GenosseufchaftshaudÄ dürfte die Er- -tkägnisse aus der Industrie- und der Einkommens- und Vermögenssteuer stark vermindern, zumal die staatlichen Und ge* nossenschaftlichen Orgauisätionen GtSuSrerleichtevUngen ge» nießen. Man ist sich augenscheinlich nicht klar darüber-gewesen, was es in praxi bedeutet, den in den letzten Jahren immer lebhafter florierenden Privathandel jetzt wieder einzuschränken und abzubauen; das Finanzwesen Sowsetvußlättds ist kürzlich erst aus der Voraussetzung eister Wenigstens teilweise befreiten Wirtschaft aufgöbaut würden und dürfte wiederum, wie in der Zeit des Kriegskommunismus, durch die VerstaatlichllNgcu bis Ws Mark getroffen werden. Denn es haiMlt sich hier ja nicht' bloß um ein Mehr oder ein Weniger an Staatseinnahmen, sondern um zwei verschiedenartige Systeme: aus dem freien. Handel und Gewerbe und dem privaten Kapital kattn dSr Staat'durch vernünftige Steuern effektive Einnahmen erzielen, während er aus einer Besteuerung seiner eigenen staatlichen sHandelsunteruchmungen tatsächlich nur fiktive Erträgnisse gewinnt, denn was er hier an einer Stelle herausholt, muß.er an anderer Stelle durch Staatszuschüffe, Darlehen usw. wisder-dtünsetzen. Ein Beispiel bietet nc'ben dem, Etat . der 'Staatsindustrie das gegenwärtige russische Zollsystem. Da der gesamte Außenhandel bekanntlich ein Monopol der Regierung davstellt,' so werden dis von den auswärtigen HandclsvevtrvtungeN. aüf Kosten des Staates gekauften Waren an der vnfsischen Grenze verzollt, um dann, mit den ent sprechenden' Zu schlügen versehe«, der verstaut» lichten Industrie überlassen zu werden: so zahlt sich also der Sowjetfiskus Mer Steuern. ■ Mirts^astsdienst". Wiener Mse. : Abgeschwächt. Die gestrige Börse wurde infolge der ungünstigen Nachrichten über den schlkpprnd'en Verlauf' d^r ''.Verhandlungen % Loudow in der Ruhpsrage ungünstig bdeittflüßt. Dazu , kam noch .der Umstand, daß erst au der gestrigen Börse die österreichischen Finanzkreise ihr. Urteil. über dw Erhöhustg 'deS Bankzinsfußes abgMn konnten, währeM Prager und Hudapestet Börsenkreise dies schon im vorgestrigen Vorsenverkchr tun konnten. Bon Bedeutung für die schwache Stimmung an der Börse war auch die bevorstehende dreitägige Ge'schäftsWMr brechung, welche M Entlastungskäuftn veranläßt. Doch konnte eine bedeutende Widerstandskraft der Börse konstatiert werden, da eiMlnt Werts in der Kulisse und auch im Schranken sich andauernder Rachsrage erfreuten. Da das Anbot die Rachsrage ühertraf, konnten die Papiere nur unter verhältnismäßig bedeutenden Zugeständnissen verkauft werden. Es waren Bank- und auch JndustriMme, die Mich zu Beginn sich ermäßigten. Auch ArbitraMverte üngarischer und tschechischer Provenienz waren rückgängig; einen bedeutenderen Umfang erreichten die Rückgänge in der Zuckcrindüstrie. Infolge der Erhöhung des ZtnHatzes war auch das Wochengeld zu 0,8 Prozent Mgoboten. Doch fanden sich wenig Winehmer. Günstig beeinflußt wurde ^m weiteren Verlaufe des Verkehrs die Börse durch die feste Tendenz des AMMravktcs. CS zeigte sich hier Rächsvügd in allen fremdstaatlichen Anlagepapieren. Gegen Schluß des Verkehrs beruhigte sich die Börse w'sölgö her Meldung über das Fortführen der Verhandlungen in Ldndon» wodurch dann viele Papiere einen Teil ihrer Kurseinbutzen, die sie zu Beginn der Börse erfahren hatten, Widder MMächW. Es erhöM sich dann SkodaakiieN, die 45.000 K., Md PSldihüM» die,34.00» Krönen verloren hatten. Auch ungarische Werte verbesserten ihtze anfänglichen Kursverluste. Von den Kulissewerten Notierten bis auf Krupp, die 4000 K., und Trisailer, die 10.060 K. gewannen, Bank- und Jndustriewertv tiefer. Cs verloren: Bankverein, und Ocfterreichische Kredit je 3000 K.» Ungarische Kredit 9960 K., Auglodank 8000 K. Und Länderbank 7000 K. Bon den Industriewerten fielen: Alpine um 1Z.M K., Poldthütte um 23.500 K., Rimamuranyer um 3500 K.> Skoda um 65.000 K. Siemens Uni 9600 K., Zünder' um 9900 K>, Sälgv um 6000 K., Brünner Maschinen um 20.000 K., Ungarische Hofherd Um 2100 K. Und Gunrmi Semperit um 6000 K. Von den Sch ranke n werten cüholten sich Veitscher Magnesit um 600.000 K., Oderfurter Zinnwaren um 150.000 Kronen und Donau-Danipfschifsahrt Gmußscheine um 36.000 Kronen. Sonst Waren in Zucker-, Papier-, Petroleum- und chemischen Werrett Kurseinbutzen zu verzeichnen. Cs ermäßigtest sich von den Petroleumwerten: Fan io um 17.006 K., Galicia Um 90.000 K.» Naphtha LeiUbferg UM 15.000 K., Schodnica um 31.000 K., 'dann Nötverien tiefer von den chemischen Werten Justgbnnzlauev Spiritus um 150.0W K., Scheideistandl um 195.000 K., von den Jndustrrewertett Egydyer um 50.000 K., DitMar LaNrpeN UM 110.M k, Prager Eisen um §0.000 K., Berliner Telephon um 60.000 K., Wiener Äökdwvtivfabrik Nnt 70.000 K, Simmeringer Maschinen um 9000 K. Bon den ZuckerwLrWn SMötM RchMtzLr 30.000 K-, Böhmische Zuckerindustrie Ä.M K., Kroslischer Zucker 65.000 K. und Ungarischer Zucker 14O.00Ö K. Der Anlagemnrkt war fest; die Ungarische Goldrente eks höhte sich um 10.000 K. Vvn dest EzüteN Notierten: Mraznicä 46.000 bis, 49.000, Tepege 60.000 bis 64.900, UniveLsale M bis ö3.100. Krvisen- und Bsluteniurse. (Mitgeteilt vön der Oesterreichischen Natioualbastk.) Vl8ta ^meieturne s. \ höti. aultie« Acrfim 'l i«?. kföhen . * . 1 Rel^rofl ,1 Dinar Berlin* i dexifscfie PeicRsntflfk Rrilsi^er!_ bei^rläcHe Francs Rtidhoesl** 1 lingäflfeche Krönen Pukhrest 1 Le( ChrlstJanla t nörweif. krnneii Koni>>waxen 1 öStiisciteKronor t.onitnn t Pfund Sterling , » Mftdrid t Pesetas ,■*'»».*■ MaJ'and f Lire .«**,* New Yotlr I Dollar» » , . » Paris 1 Francs . ... » « Prn? 1 tschecho-slow, Kronen Sofia 1 Lewa . . 4 . v » Stockfiolm 1 schwedfscheKronor Warscfin«*** 1 ftolrtl&chö Märk Ztlrjch 1 scliweicerlsche Francs , Mföteri AnierlUan; Nötöli V. 5 Ööllif alltw. 70463.- , , . kUUieiife . . . 70?,6fl.«i Belgische dtöien M Prarifcü . . 3600.^ Biilgarlscire NöiÄfi s!u IW Leva . 490,u. » m -n . i00 , > , . „hl«liiere . . . 476,- Daniaehe Notfett M Kröhef » . Deutsche Noten*. . .. . . . . 16820.«. » ' » ,ido » . « „ t l ' . uieSnfeffe* . . . 16420, Engl. Nöt«n vöfi 8 l.f Vf fest, niitw. $19900. 319700,- 3948;« 27450.« 319Ö.- 316^.» 87Öt- 14, AugilU ÄtlEfOst Geld wart Oeld wäre 177FW S?870.- a773o.-t- 2Mo— 880.--» 581.« 879.-“- kS^.- c8^.— . Pts4.— «79.- s83— 16750.- 16857.- 16750.— 364*.« 36 5. 3674. 3646.^ 02.40 94 40 92.50 94.-Ü?21.o 3?3,^ 624 ^. 326— 9“87.= c«2o— 9660.-- 972».--- 11327,-4 Z8L7G,-» tt28fe.Ai '1320,-. ZM«0.^ 82330.7,-. «380.^ 0420— 3188.^ 3l79.^ H19U^. 71183,»* M37.-- 711«s.- 3972— 3908— 3957, j- - 3973— 21-7.— 21 >7.- 2101.-. 2111,-i i 514— 1R729_ I85S 5l,6— 512,j- 516,- 1P730— 13650— 1*720.-^ ' 136^0.^ 16787.-* 13650, 13415.— 13i93.^ 13445.- 70660,-^ 363».- 604-.- 48i£ U23V.— 1664Ö.— 70460.- ItSttn.- 3595.- 496. - .476*- 10400.- . ■ m tflelttere » . . . f/MjUslschfe Noten M Pfnttös , HüMn’di&ciie Nöteii lÖt) hiilden . ltaUe ifsehfe Noten V. löÖLlre aulw, , m ’ » kleinere . . . Jugösl. Noten Iingest, tu 1QQ0 Dinar 100 16420;-. 16540.— 16390,— 3Sl56ö»- ^20800,- 321360;- jhW»,*. 3975.- 3980.— ■ 27650.- 27430t-»- ■ 3fW.-?190.- - 3iSH.— Z16».-- - m.-- 878t- 863.- 956',.- 13430,- 13280.- 320.— 310.- 869, *- 9760.- 1343(._ 13380,- 316,«- 306,*- 875.- 9840.- 13620.— 13420."- 32:'.- 316t- NorWeglftche Nüsfen 100 Kfoner . Poinisfehe Nöten *•• . . . , . » ii kleiflfete . . . •RunlSnlsChfe Nöleh SillOOÖtt.SÖÖLfel „ i. ■ „ Kleinere ... RubS. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » * ' " v' « WO * * .. ». . . kleinere . . SchlVeÖlSehls Nöten 100 Kiotiöf . SchWelzferlsclife Nöten lull FratifeS. Spafilsfehfe Nölfell M PfeSfetäs . . 1 schfedhö-sl8\V. Not. v.lüOO aulw. . . kleinere , TfirKlschfe Pfünä-Nöten . . . . . Lttgär. Not«»?»UL Hill.) 4äÜ iMtkr. . rtt W.M Kr. . . . ■ . ■ * klfeifiäffe' . . : V". * Für eine Billion Diark, ** für 100 ungarische *** für 1 Zloty aufwärts. 18530.-. 13380t-*. MO.- ■ ^809**- S38Ö.n“« 90.28 18630.«- 9340.“ 2120.^ 2118.1“ 34609.-7 93.25 1853').- 13350.- 9250.— 2ü9n.'—?(85.- 842'*0.^- . 90.51) M25- 88.25 “85:50 . 70ßW).- 70,760.- 3625,--- 534.- 484:- 11330.- 16610.- lOSlo!-*- 322100.— 321900.— 499.1,“ 27631.- 3210t- 3130.- «84.“* 874;-“ ,m 13420," 3-H.- 314,^ ■ l803Ot^ 13440.- . 9340.- 2,06.- 7161;- 35'00.-- 93.50 - 88:5Ü Kronen. 15. August 1924 Der Geldmarkt. Entsprechend bet Zinsfußerhöhung der NatioNalbänk war auch mit einet Hinaufsetzung des Zinssatzes für Wochengeld zu rechnen, doch war die Erhöhung nicht so Ledeutend als man erwartet hatte. Geld war reichlich fcü feine«) halben Prozent pro Woche angeböten, doch fanden. sich wenig Abnehmer. Der Jahreszinssatz beträgt, diesem Wochenzinsfuß entsprechend, 26%. Wiederaufnahme der Notierung der Ungatkrone an det Genfer Börse. Auf Genf wird geweidet: Als.die UUgatkrone vor einigen MoUaten ihren katastrophale« Stütz erlebte, beschlos; der Genfer Börsenrat, die Notiz der ungarischen Kröne zu streiche» und es fanden seit vielen Monaten keine KUrsuotieruugen der Ungarkroue statt. Jetzt wurde, mit Rücksicht ürif die Stabilisierung der Krone, die damalige Verfügung außer Kraft gesetzt und die. Ungarkrone mit 0.0068 tolcber notiert. Erhöhung des Ernlagcnzirksfußes des Postsparkassenamtes. Parallel 'mit der Disköuterhöhuüg der Nationalbank und der damit verbundenen Erhöhung der Zinssätze der Banke« sieht sich auch die Postsparkasse zur Steigerung des Einlagenzinsfußes veranlaßt. Schon die vor zirka einem Monat beschlossene Erhöhung des Einlagenzinsfußes hatte der Postsparkasse einen großen E;inlagenstü'nd verschafft. Nunmehr werden völn 16. d. Sparguthaben über 10.000 K. von der Postsparkasse mit i2°/0 verzinst. Die Einnahmen »Ns dein Zöllgefälle mid TabäWöNbpok. Wie die KorrespöstdeUg Hrchotz erfährt, waren Hfe- EMgänge bes Zoll'gefälles NNd des Täbäi'kmonrpöis im Juki. b.. I.. 888 Milliarden MpierMsten (226, Milliarden Daba'kMo'ÜÄpvl Utttz IW MMrdest Zöllgefälle). Im Juni beMfest sich.die Emgäirge auf 295 Milliarden (203,. beziehungsweise 92). Der Jänidtzr d. I. 'brachte Mit 3b1 Milliarden den bisher höchsten Ertrag, Da. der. Dienst Kr die interstatiönale Anleihe ungefähr 85 Milliarden im Monatsdurchschnitt evsordert, exwetst er sich also als durch die Pfänder bei weitem gedeckt. . ... Insolvenzen. Der Kreditorenverein meldet folgende ZfthlMtzsewst'ellUüM:' Rich. B r 0 s a m, Kaufmann, Wien, 17. Bez., Ottakringerstraße 11. Wilhelm und Therese Prager, Krems a. d. Dön'au. Anw« L tt ü f fe r, KousMün«, Wiest, 6. Bez., Hofmühlgasse 18-. A. 03 a r b y.& H. Spitzbarth sJnhaber: Anna G a r d y üüd Hans H ä r l t tz k a), Wien, 11. Bez., Geystraße 4.. Hans K a r f, Küüstftann. . Graz. Hans M ä t b l e r & Co., Möbel- und Holzwarenfabrik Ges. m. b» H.. Graz. Zlle russisch-mnerika-nischen Handelsbeziehungen. Das amerikanische Haudelsdchartement hat nunmehr genaue. Ast» gaben über dfen Handelsverkehr zwischen den SöWWäaten u«d Amerika beröncntlicht. Wie Mutzpreß' erfährt,, haben diesen Angabe« zufolge die aus dest Vereinigten Staaten' tm Lause des ersttn Halbjahres 1924 Nach dem europäischen ustd asiatischen Rutzland ausgeführten Güter emeN Wert von 24,9 Millio-nen Dollar erreicht. Der Wert der aus der Union der Svwictropubltken nach den Vereinigten Staaten eingeführten Waten., betrug in derselben Zeit 5 Millionen Dollar. Die Zistsetn für biesetbe Periode..des Votzjahrer waren .15,6, -Weyungswelse 1,2 Millionen Dollar. Wie das.flmerNnische Handölsdepartenlent bemerkt, ist in diesen Angaben der bedeuwnde Tr-ü'nisiihandel Mer England und Deutschlastid unber'ückstWgi gebli-ebrn. Die Ausfuhr der Bereinigten StÄüten nach der. SchvjetuUion bestand hauptsächlich in Maschinen und Baumwolle, während die Sowjetrepublrken in erster Linie Pelzwevk, Porsten, Manganevze nach Amerika ausfühttfe'N. '' . . Mentt Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener MorgeNZeitung'".)'. V. ■ Ofele und Fette. Die Tendfenz Mx sowohl in der abgeMffesten Woche, sowie auch in der Betichtswoche fest und bie.Pr.feisfe weisen im Einklmg mit der. festen Tendenz im Auslände Erhöhungen auf. Zu.Marktfe kamen Kokosöl. Ceylon zu 17.000. K., holländisches Leinöl iä. z« 16.800 K., Rtibol doppelt raffiniert. zü. 16.200 K., Main sap. 97/98 zu 17.600 K., Knochenfett 38° 97/98°/,. zu 12.800 K., französisches Rizinusöl 1. Pressung zu 26.000 K., Ses'gMöt I. Ptfes- 1M8 zü 22.700 K., Speisetafelöl (Agmi) zu 18.200 K... uordamerikäNischfes Schweinefett, pnvs larst, Tierees zu 37.26 Dollür ab Triest (per 100 kc) in Kisten zu 29.600 K. äb Wien. Auch Sr« Hamburger Markte, wtzr eine Aufwärts» bewegung zu Verzeichnen. Bei verschiedenen Oelsorten macht sich wegen der geringe« Zufuhren eiste größere Zknappheit demerkbM Rindertalg lüg fest. Die Ablader am La Platä verlangten sehr Hohe Preise, welche jedoch kaum bezahlt wferdfeü. SchwMiNestve und Üoko-Wüte war „höhet bewertet. MatüderosRindfettäkg/ löks 43 Pfund Sterling, Anglo I loko 46 Bfuüd' 10 Schilling. Leinöl würde lebhäfter gefragt als angeböten. Die Preise .zogen weiter an. Holländisches Leinöl roh lo.ko cif notiert 51.50 holl. Gulden, August-Ablauf 61 holl. Gulden; deutsches Leistöl 54 holl.. Guldsw Kokosöl lag lüstloS bei festeren Preisest. Sojabohnenöl wüt äußerst fest bei nicht sehr reichlichem Angebot, Lokoware 4ö Pfüstb^ Sterling. August-Abladung ebenso. Lagos Palmöl notiert loko 39-10 Pfund Sterling. Seiffesteottonöl engl, prompte Abladung > kostet 49.10 Pfund Sterling cif Hamburg- Rizinusöl wurde stät^ gefragt. Angebot war kaum vorhanden. Es wurde stottert: l. Pressung 7l Pfund Sterling, II. Pressung 69 Pfund Sterling. Hatz lag rühig bei anziehenden Preisen. Hüpfen. V Infolge des günstigen Wetters konnte, wie aus Sflüz gemeldet wird, die Ungleichmäßigkeit in der Doldenentwicklung ziemlich üusgfegijben werden. Die ErNteausstchten sind günstig und so dürfte das 1924er^Saazer Produkt nicht nür in der Quantität, sondern auch in der Qualität allen gestellten Uüforderuttgen nach gutem Wüchse Usw, entsprechen. Die Pflücke dürfte wahrscheinlich ttift den 20., Äügüst herum ihren Anfang nehmen. Eszeigt sich heute schon ein ungeheures Interesse am Weltmärkte für Saazer Höpftn und liegen zahlreiche Kaufaufträge vor, da , die in- und ausländische Branindüstrie aller alten Vorräte entblößt ist. Am Lande wurde die erste kleine ausgfepflÜckte 1924er. Saazer Probepvst mit 2600 K. pro 60 Kilogramm zu Mnsterzweckett verkauft. Die letzten 1923er Notierungen lauten 4800 bis 5000 K. ' pro 60 Kilogramm. Die meiste» Brauereien, welche Bedarf haben, warten bis 'zür neuen Ernte. ‘ BichmiiMe in A. Matt. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitustg".) R i « d e r m a r k t. Der gestrige Auftrieb belief sich auf 48 Stück inländisches, 66 Stück ungarisches, - Stück tfchechöslowakisches, 289 Stück jugoslawisches, ■ 132 Stück rumänisches Uüd 12 Stück deutsches,, zNsäckmeu 533 Stück Schlachtvieh, Müstter sich 381 Stück Mastnnb. 26Z Stück Bfeinlvteh befände«. Der Gattung stach Ware« 421 Qchseu, 18 Stiere, 37 Kühe und 2 Büffel. Primasotten fehlten. Alle ^andere« Quälttäte« hüben gegenüber Möntätz bei spärlicher KäUfferbetfeliMg 600 K. pro Kilogramm im Preise eingebüßt. S ch W e"i n emarkt. Aufgetriebeu würde« gestern 3057 Schweine, darunter 2084 Fleisch- und 973 Fettschweine. ,, Verkehr auf Basis der Dicustaopreise. Es notierten: Fettschweine .4 3925581539152841

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