Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-08-10 · Heft 1971 (10.8.1924) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1971 (10.8.1924)
Date
1924-08-10
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981054--20018-3007212
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

rcTT* " >' TT .y w18' *—J1 -"' 1 ir. — ' -*\ ***„ üi •’S r SKMg Nr. IM' Eert der große wichchafiliche' Aufschwung der Koülmächte. Des ehten Freude ist des anderen Leid. Von hier an beginnt düs, was man Geschichte der Neger nennt. Die ganze Rasse wurde unter Weiße Kontrolle Snen, ihrer Erde beraubt und an jeder selben'kulturellen Entwicklung mit List, mit Gewalt >ert. Missionäre, Alkohol, Lues und Waffen, das Mam die Negerrasse als Geschenk. Sie« gab dafür ihre 'Ehre und ihre' Arbeit. Diese Sklaverei ist der Unterbau, auf dem sich die gewärtige Vormacht, der weißen erhob. In unseren Tagen scheint es,als ob diese Vormacht ein wenig ins Wanken kommt. Die weißen Völker zerfleischen einander' und > sie haben die schwarzen zu Hilfe gerufen. Im Weltkrieg fochten in Afrika und am Rhein schwarze Truppen gegen Deutschland, in Zentralafrika schwarze Truppen gegen Engllrnd. Die amerikanischen Schiffe brachten unter ihren 'Kontingenten auch Negerbataillone. Diese Soldaten Men natürlich die Dinge mit ganz anderen Augen. iDer Nimbus des-Weißen, der Zauber seiner Unbesieg- IfcMfett, seines Herrentums, ftel in die natürlichen ^Grenzen dieses ins riesenhafte gesteigerten Schwindels lzurück. Die Neger begannen zu denken, /und eines; der Resultate dieses Prozesses ist her Kongreß, das schwarze Konklave". Daß die Freiheitsidee bei 'Sklaven nur recht langsam/sich festsetzt, daß. sie vpr -Mem innerlich wirken muß, das haben viele Völker an B erfahren. Alle haben gelernt, daß Freiheit eine Erungssache ist, ein Problem, das ein Volk erst an sich selbst und nur durch sich selbst lösen kann. Die schwarze Rasse steht^ noch nicht einmal am Beginn. Aber sie gelangt dazu, ihre Lebensfragen mit ihren eigenen Augen M sehen. Das ist von einer kaum abzuschätzenden Trag? weite, weil in dem Kampf, der nun.beginnen muß, viel Rächegefühl und atavistischer Haß liegt. Mer deshalb ist es um so notwendiger^ eine ernste Frage ernst zu behandeln. Ein Kongreß, auf den 460 Millionen' Menschen blicken, ist mit dummen Zeitungssensationen nicht Ächsäich zu machen. ■■-;•■;; : - Hurthtzs Feiertag. . —W i e «, 10. AugustiW MWst- 1M9, also vor fünf Jahren, brach in Ungarn das kömmuuiistrsche Wreriment Bela Kuus z'u- ANmen. Der radWte Sc^ialismus russischer Färbung ver- Mvand. Sein System des Derrorsblieb undsetevte. als ^Mistlichnationrler Kurs blutige Auferstehrmg.. Aiff /den Thron Bela Kuus stieg Nikolaus Hovchy, von rumänische« Gnaden Herr von BUwpost; den Tibor i^amnely «setzten di« Hejjas. Eine Legion von Teüftlu ergriff Be sitz, von de ry unKüMchen Land und,W .Ss W henk nicht aus den Krallen gelassen. Die weiße Avmee^-W^ von MtzMin aus ihren gioöreichen Driumphzug dürchdc^/vvaMM)st Land angetreten Hatte, versprach in Höen, MänffesM die Konsolidierung der Nation, bi«: Heilung Von Krieg und -RwblutwiK Bon dem Einmarsch in Budapest M zur Bechlenschen Samemng —welche furchtbare, Lückenlos fließende Kette ^frechster Lügen, infamsten - Betruges! Niemand Hcü. dies tiefer und grausamer zu fühlen bekomme^ wte-die Mifche Bevölkerung, die aus dem roten Schrecken wahnsinniger sozialistWer Snobs in das Inferno der Offiziers-. Lumpen geriet und di« in 'der Geschichte ihrer Beztehun gen zum magyarischen Staat, und BÄ -einen Momentftn den. konnte, das diese Wandlung ihres Geischickes irgendwie «hätte verstmMch machen kämen. Niemand war Patriotin scher gewesen das Mische Element, niemand stolzer auf die Bevbundenheit mit der Gesellschaft. Der jähe Umschwung der Dinge lahmte die WiderstaMknrft 'des ungarischen Judentums, das sich plötzlich inmitten einer zischenden, geifewden Feindschaft sah, die, verstärkt durch die im Krieg verschärften RaubinstiMe der Landsknechte, sich hemmungslos auf - die wegen ihrer Kultur, Wissens,, ihrer ftMen Position Bechaßten warf. Was. es a-n Leiden gibt, was die fanatischeste Phantasie des Antisemitismus ersinnen konnte, das ist dem. Judentum Ungarns in reichstem'Ausmaße zuteil geworden. Es.wurde gemordert, geschändet, auZgermM, -derfchmt. Jeder Rotzbub mit Säbel und Gänsefeder wischte sich die Stiefel an dem Judentum, das von Äler Billigkeit und' von.allem Recht abgeschnitten wmde. Die jüdische Mavtyrdlogie erfuhr neue -BerÄcheMNg. Der chrMichnationale Kurs 'hat ferne Opfer •freilich auch außerhalb des Judentums gesucht. Er W an der Arbeiterschaft und den Aeinen Bauern Rache, genommen "für.di« Revolution. Gr ist der politische Ausdruck der •ftechsten Brutalität, das RegierungsMW einer.Gefell, schass di« geistig noch in der Zeit der Äerbsigenschast Mt und sich'nicht anders an der Herrschaft halten kann, als daß sie ulles geistige. Streben als schweres Verbrechen ähn- 'det. Sie wütet/ -verschanzt" hinter ihren Adelsbeziehungen und ihres,- für Europa unverständlichen - Idioms, gegen ihr eigenes Volk, gegen alles, was Ungarn «dem europäischen Kulturkreis angliedern will. Sie Hat inmitten der ringenden Demokratie eine. Kerkevsestung errichtet und ein neues Raubrittertum gezeugt, das für'Freiheit und freie Entwich lung nur Galgen und Bontbm hat. Das geistige Ungar« tragen. Kein magyarischer christlicher Intellektueller hat ihm das Wort geredet, keiner 'hat gegen den Horchh protestiert. Das ist wohl noch Höhere Schande als der christliche Nationalismus. ,Jn diesem Mwährcntessen liegt der Ausdruck der Solidarität, eine Erscheinung,' die dem Magyaven- -tum für alle Zukunft das Urteil spricht und es wert der tt-Hie macht, die von Zeit zu 'Zeit der RerchSverweser seinen allzuscharfen Fanghunden spendet. Äbi^r wie hat sich das JuWtum zu dieser Sache ge- Dellt? Eiirzig und allein das Wffche- Jstdentuw hat den /Brüdern Tros^chnd Hilfe gebrächt. Das jüdische AssimilanteNtum, W'sich zu eiitem sehr großen Mil aus Ungarn selbst herfchreibt^hat'deiuHorthy geholfen. Es hat sein« Propaganda unterstützt, seine Betteleien /gefördert. Dieses Afsimi'lanientum ist in der ungarischen Frage genau so ehrlos und würdelos wie nur sonst in der Welt. Es zahlt Schutzgeld.. wem nur immer: dem Hchjas, dem Hitler, dem Petljura und Demkin. Um von Juden Geld zu -bMmmen, braucht man nur Antisemit zu sein. Und so wie dieses un^risch-'jüdische AffiMamt'entUM, das stets bereit ist/ die Blartsvevwan'dtschaft -zü 'leugnen und' sich' sreizusen, so ist auch die große Mehrheit des ungarischen Judentums, unbelchrt und unbel«!hvbar, durch dieise fünf Jahre geschkittLN. Es ist. rot-weitz-grün geblieben und erschöpft sein jüdisches Wesen entweder in stumpfsinnigem innerkonfessioneNem Ha>der oder — in dem renegaterchaft heftigen Lyb des magyarischen Banditentums. Davon 'lebt der Horthh, der jetzt sein Jubiläum seieck. Bedeutung und Aufgabe» der sephardischen Welttongresses. Von Rafael BenfufsW. . Herr M. UMchkkin hat während seiner Guropavsist in den Ländern wo sephardffche Juden wohnen, den Gedanken der Gmbemsung .«ims. sephardischen We'ltikougrefses angeregt und überall, wo er hin kam, die Führer» der sephardischen Juden mit dem Gedanken eines solchen Kongresses vertraut gemacht. In' Griechenlamd, in Bulgarien und M. Oeisterrckch gaben die Vertreter. der Se- Phardim ihre. Zustimmung, znr Durchführung des Kongveßgedankms kund. Nun hat sich in Palästina ein vorberettendes Komitee gebildet, welches sich zur Ausgalbe machte, alle Vorbereitungen für den Kongreß, der noch im Winter dieses Jahres stattftndsn soll, zu treffen. Es hat mit seinen Arbeiten bereits begonnen Md allem Anscheim nach wird der Kongreß, so wie es ursprünAich .festgesetzt war, in - diesem. -Winter in Jerusalem stattfinde-n. Damit tM die Frage der Hsrantzichuug des gesamten s«pihardischen 'Judentums für den AiHau don Evez Israel ^iu ein reales Stadium, . welches überdies durch den Beschluß der letzten Si^mg des. MiynPomitees ln ver Frag« ^der JswrH -^'NeÄMWg das sephavdische JudettMi'äls büsöndeve Gruppe vertreten sein sv^ rcktuellen' Chavaittev bekommt. Drüse Sondergvuppe wird .natuchernäß ' Stellung zu dem gesamten Fragenkomplex dG MMnaMtDa-ueS nehmen muffen. Dies Wird die elfte Aufgabe des sephmdischen Weltkongreffes eS Wechen noch andere ArWmente für einen solchen Kongreß. ES schämt uns, baß gerade jetzt, wo die ganze sephächffche Welt.sich' mit die-fem Gedanken befaßt, es notwMig ist, diese ArMnente näher zu betrachten und .zu begwnden, damit in Fragen der Bedeutung und Ausgaben.des Koügvesses.Klachett geschaffen weche, damit nicht NM die sephardffcheu Juden, sondern alle Faktvven der Judenheit-sich.darüber klar wwden, was sie .von einem solchen Kongresse zu verlangen und zu erwarten haben. Zwei Momente chavccktevisteren die heutige -Situation deS sephaMschen Judentums. Erstens die Wauderun-gsbewe gung vom Ortenit nach dem OGden-i und zweitens die Kluft, welche schon feit Jahrzehnten Kvischrn den S eph-ard im des BMvns und denen der anderen Delle der Welt herrscht. Diese zwei Momente müssen unbMngt in Mcksicht genommen werden, wenn -wir die Zukunft des ssphardifchen Dsiites des JckdeMM ernMft in Be- Mch dem KMz« -erDaiMü in den HäNMstadt ein Westeur opa 8 Zentren sephardWev 'Juden, die' vorläufiggar keine Rolle im Wischen Leben lsptelken, vb- WM W fchr'Wl für däS gesamte Judenttm teistett könnten. So zum BeistM sehen wir in Wien eine Ge- ,m«Wde sephaMcher Juden, die «Ava drei- bis viertausend Köpfe Mit. In Paris wohnen gegenwärtig mehr als sechstausend Sephavdim. In Zür i ch, wo vor dem Kriege MV einzelne Sephardim wohnten, existiert heute eine fepihard'ische Kolome von etwa zweitausend Menschen. Auch in vielen anderen europäffchen Städten entwickeln sich langsam sephapdiifche Kolonien. Dte MWieder dreser neuen Zerttren stemmen hauptsächlich aus den großen sephardisch^en Gemeinden des'Balkans und Kleinasiens. Di« mächtigste jüdische, ^Gsmeinde am Balkan- — Saloniki — ist der wichtigste AuSwandemngsort; .vwv t ... w vtv Smhrna, ehemals ein« große sephaMsche Gsmvinde, ist MstorhemHAr den Kellern der Kasernen ist es Äaewürg! I AuSwander^-si^^ worden. Was ans dieser Hölle «niLmmen konnte, -ist ihr \?? ^K W dtesr MOyandeWNgs- und Ungarn «nKommen. Dte Juden, stets und W allein I Mdeuyen LemeMar. .! Träger der magyarischen Kultur, sind Emigranten gewor- I; Dochdvesen neu entstendendn Zentren Wt vor allem dett, di« jüdische Jugend ist von den Hochlschuten '.**10* Ochanisatten. Dte Pnrilsev' fephardische Gemeinde zum Bei«! trie'ben und hungert sich in ihrem Wischen JdeÄrSmus im 'WÄ. ist so gut wie gar nicht organisiert. Dte Folgen dveßer ,AuÄand durch. In fünf langen Jahren ist das Judentum. \ Desorganffatten sind klar. Langsam, aber sicher werden -wÄM'-WtzWMWIMMW; L« 1IÄÄ»:Ästets bei uu-rgamsterten Gru/j.-eu.lr'.chter Eingang findenpj und werden so dem Jildentum i'imucu uwhr abwendig ge-: macht. Dies gilt nicht nur von der Pariser Gemeinde,' sondern mit geiwissen Em-schräntungen auch von den anderen. Nur Wienmacht in dieser Beziehung vielleicht!. eine Ausnahme, weil hier doch Ansätze einer Organisation' zu finden stn5, die besonders iu den letzten Jahren ge-stärükt wurde. Es ist 'daher eine wichtige -Aufgabe des schhaMscheu. Weltkongresses- Methoden der Orga-nisa.tionMvbeit w den, sephardischen Gemeinden zu finden. Unsere größte Tragödie ist, daß wir Seiphavdim in den letzten Jahrhunderten aufgehört halben, kulturelle Werte zu schaffen und noch mehr, daß uns die kulturellen Werte dev aschkenafischen Juden fremd gMieben sind. Dadurch wuM - unser Leben ein leeres, inhaltsloses Daisein, 'das nur voll der Vergangenheit für die Zukunft lMe. Cs würde zu weit führen, wenn wir die Gründe dieser inneren Passivität der Sephardim untersuchen wollten. Hier sei nur betont, daß in uns Sephardim ungeheure potentielle Energien schlummern, deren Freimachung nicht nur für uns selbst,, sondern für 'das Gesamtjudentnm von großer Bedeutung sein könnte. Der -erste Schritt auf dibsent Wege kann durch die Aktivierung der neuen europäischen Sephärdim- Gemeinden geschehen. Hier kommen wir nun zu dem giveiten Moment, das •für die BeuvterluNg der Lage des sephardischen Judentums wichtig ist; zu der Kluft zwischen den Sephardim auf dem Balkan und denen m Wen und Afrika. Der Jude aus Sofia weiß viel weniger von dem Juden aus.Marokko, als er von dem in Czernowitz geirrt hat; her Jude aus Konstantinopel kennt so gut tote gar nicht das soziale und kulturelle Leben der Sephardim in Syrien; der Jude aus Saloniki interessiert sich für Öen Juden aus Aegypten weniger als für den ans Bialhstök. Dieser Zustand ist charakteristisch für die Balkan- und Orient-Sephardim. Man kann beinahe sagen, daß heute diese be'iden Teile der sephardischen Judenheit einander ganz fremd gegenübersteihen. Malleicht ist in diesenr Umstande die Ursache der Jnakttvität der sephardi-,. s ch e n Welt zu suchen. Auf dem Balkan, wchin die neuen. Formen des Wischen Lebens bereits ihren Weg . gesunden haben, fehlt der innere Inhalt, der zufammerr mit diesen Formen das Schöpferische im Volke bildet; und in Algier, MarMo, Aegypten, Syrien nftv., wo das spezifisch Sc- .. Phabdische zu finden ist, fehlen dte äußeren Formen, welche diesen Inhalt in kulturelle Werte und in schöpferische- Tckebkraft umwandeln könnten. Darum glauben wir, daßdurch einen engeren Znsammenschluß der gesamten sephardische.n West neue Bahnen und Wege für dte Entwicklung unseres Lebens .ges-chaffen würdur. Wären ivir Sephardim des Balkans imstande, unsere,Brüder aus den anderen Weltteilen mit dtesen neuen- Formen jüdischen Dbms vertraut zu machen, wären wiv/ «imstande, das Leiben der Seplharden -des Orients kennen-zu lernen, so könnten sich ganz neue, hellere Perspektiven für. die Entwicklung des sophardvschen Teiles des Mischen Volkes ergeben. ' ’ ' ..; ■! ‘ Dies ist die Lage in der sephardischen Welt und' dies sind die Beziehungen Kvffchen ilhven einzelnen Teilen. Wenn der Kongreß dies« Umstände berücksichtigt und dte Formeln schafft, welche organffatovisch und «aktivierend wirken, ft glauben wir, daß er Mitives für das gesamte Judentum leisten kam. - ■f'i : Re heMea Mtten k«. PaMna. * '' London, 9. AilWlst. Die offizielle ,Kondres Gazette^ VerölffeMicht eine KabtnEsorder über dte heiligen Statten i n Palästina, i-n der verfügt wird, daß sämRche MvMgksiten, Äte^ Öte hMgen Stätten, SfftMfthe Gebäude «vel«i!giöftr Sekten, sowie Forderungen vsvschie-, denerr reWSser WomMdett vetreWnnicht mchv in die' Kompetenz dev PaWstiuensischtzn GerWe fallen. Jnsoliange zur «SchMchtung dieser Stveitigksiiten keiiine besondere Storni wDion eiWssetzt wird, ist uur der 'High Commissi-' one r berechtigt, «im Einvernehmen Mt dm Lotldoner Ka. biUStt in diesen Fvagen dte JuvisdiWon auszuuöen. Dte von ihm gefällten! LbvtM sind inappellabel. Eine Ädndevung dieses -Zustandes kam uur der König od«e Wo Nachfolger vowchmm. >; Re krmordung Le Haaur. Guhumn in Freiheit gesetzt. Jerusalem, 9. August. («I. T. A.) Der im Zusammenhang mit dam Mord an Dr. Ja«kob de Haan verhaftete ChMz Jakob Guß mau «wurde gegen Bürgschaft in FveHeit gesetzt. Wie dte PaWstiuensische -Delegraphenage-ntur aus guter Quelle erfährt, liegt kein stt chhäl- -tigev Beweis g«egen- Gußman vor, - Die jüdische Gemeindeordmrrrg rn Palästina. Oberrabbi-ner K uk, der sich bekanntlich gegenwärtig in den Berenngten Staaten aushält, hat dem Bureau des Ha'UptvabbimtS in Jerusalemtelegvaphffch mitgsteilt, daß er in einigen Tagen die Rückreise nach Palästinaan- •treten »werde. Er wich unterwegs in London kurzen AufenthM uchmm, mn Mit dem Kolonialamt '-iit' Verbindung zu tveteu und den dortigen Behörden seine Ansichten lbezMch der palästinensischen jüdischeu Gemeiudeorduung'> auSvinanderzusetzen.- Bou hier «wich sich OHervalbbiner KUk voraussichtlich nach^ der Schweig begeben, um mit dem dort weitenden OberkoMnifsär von PMstiM, Gr Herbert Sarnuv.l, -zusanMerMttMn. ' -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.