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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-08 · Heft 1969 (8.8.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1969 (8.8.1924)
Date
1924-08-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Serie 8 Men, Freilatz Wiener MorgenzeUnng. aber auch in manchen Papieren von interessierter Seite forciert zu fein. Insolvenzen. Der Krcditorenverein meldet folgende Zahlungseinstellungen: Krainz Johann, 14. Bez.. Preysing« aaste 19; Mmund Herz, 12. Be;., Fockygasse 30; Leopold Rosenbaum, Kaufmann, 11. Bcz., Simmeringer Hauptstraße 94; Antonie Liblau, Handelsfrau, 2. Bcz., Vereinsqasse 38; Felix Schneider, Gemischttvaren. 2. B«., Lassallestraße 22; Alfred Robitschek, 5. Bez., Linie Wl>nzeüe 4V; Mariazeller Stahlhammcrwerke, Ges. m. -. H.. Leoben; Fritz Jattlauch, Holchändler in Krieglach; Kärntner Touwaren-?abriks A.-G", Klagenfurt._ Wiener Börse. Die freundliche Aufnahme der deutschen Vertreter in London verbunden mit der Verhandlungsfreiheit der französischen und englischen Delegierten berechtigen zur Annahme, daß es zu einer endgültigen BechäMgung in der Reparations.fra.ge kommen werde. Diese optimistische Auffassung wurde von der Börse dementsprechend gewertet, zumal in englischen und amerikanischen Finanzkreisen die Lage ebenfalls hoffnungsvoll beurteilt wird. Unter diesen beruhigenden Nachrichten eröffnete gestern die Borst mit stärkerer Nachfrage nach Baukwerten. Wieder waren es O e st e r r e i ch i s ch e Kreditaktien, die im Mittelpunkt des Interesses standen. Es lagen zahlreiche Berliner und Prager Aufträge vor, die ein ziemliches Steigen dieser Aktien zur Folge hatten. Das Interesse für die Bankaktien übertrug sich auch auf alle anderen österreichischen Bankwerte. Auch einzelne Transportwerte und tschechische Jndustriewerte waren gesucht. So cröfsneten Staatsbahn-Mtien um 8000 K. und Skoda-Aktien um 9900 K. Wer. Die freundliche Tendenz dauert«: während des ganzen Börsenverkehres und als besonders gutes Zeichen gilt das Auftreten des heimischen Publikums als Käufer an der Börse. Auch Brauwerte waren im weiteren Verlaufe gesucht, und zwar gewannen besonders die Aktien österreichischer Brauereien, da nach Perfektionierung des österreichischen Zolltarises im Herbst die österreichischen Brauereien einen bedeutenden Vorrang vor den ausländischen Brauereien erzielen dürften. Die Aufträge, die aus Prag einlangten, führten zu Kurssteigerungen von Schöller-Auckeraktien und Aktien der Maschinenindustrien. Die Nachricht über den günstigen Verlauf der Verhandlungen der Kaufmännischen Bank und über die Wquünerung der B r a u n - S t a m m s e st s ch e n Gründungen beeinträchtigten nicht im geringsten die freundliche Stimmung der Börse. Troß verhältnismäßig geringer Umsätze schloß die Börse fest. Zn der K u l i s s e waren durchwegs höhere Kurse zu verzeichnen. Von den Bankwerten gewannen Bankverein 4000 K., Oesterreichische Zentralboden 1000 K., Oesterreichische Strebii 10.100 K., Anglobank 3.500 K., Länderbank 15.000 St. Von den Jndustriewerten notierten höher: Alpine Montan um 14.900 K., Felten um 16.000 St., Krupp um 14.600 K., Poldihütte um 11.000 K., Skoda' um 29.900 K., Waagner um 2500 K., Siemens um 6.800 St., Salgo um 8000 K., Oesterreichische Hofherr um 2800 St., Ungarische Hofherr um 6900 K., Karpathen um 3100 K.' und Gummi Semperit um 6600 St. . 3m Schranken besserte« sich r Von den P etr oleum werten Fmto um 19.000 St., Galicia um 25.000 St. und Wien-Floridsdorfer Mineralöl um 3000 K. Von den Jndu st rieunter nehmungen zogen Oester-- reichische Baugesellschast um 20.000 K., KönigShofer Zementfabrik um 80.000 St., Portlcmd Zement Szakowa um 45.000 K. und Union-Baumaterialien um 25.000 St. an. Von den Brauereiwerten gewannen: Schöllenhofer 70.000 K., Brunner Brauerei 20.000 K. und Liefinger Brauerei 75.000 K. Ä der chemischenZndustrie zeigten Nobel Dynamit eine Erhöhung von 50.000 K., Jungbunzlauer eine solche von 200.000 K. Von den I n d u st r i e u n t e r n e h m u n g e n erhöhten sich: Berg und Hütten um 70.000 St., Egydyer Eisen um 30.000 K., Krainische Jndustriegesellschast um 40.000 K., Ditmar Lampen um 60.000 K., Mllterberger Kupfer um 10.000 K., Ungarische allgemeine Kohleubergbaugesellschast um 100.000 St. und westböhmische Bergbau um 34.000 St. Auf dem Anlagemarkte herrschte K auflust für österreichische Goldrente und für Silberprioritäten. Von den Exoten notierten r Mraznica' 42.000 bis 44.000 St., Schubert & Co. 5000 bis 6000 St., Tepege 52.500 54.900 St., Universale 19.500 bis 21.500 St. MehmSrkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Ri ndermarkt. Der gestrige Austrieb belief sich auf 68 Stück inländisches, 55 Stück ungarisches, — Stück tschechoflowakisches, 324 Stück jugoslawisches und 68 Stück rumänisches, zusammen 505 Stück Schlachtvieh, worunter sich 279 Stück Mast- und 226 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach' waren 365 Ochsen, 94 Stiere, 44 Stühe und 2 Büffel. Bei schwerfälligen Verkehr blieben die Montagpreise schwach behauptet. Stechviehmarkt. Die gestrige Gesamtzufuhr belief sich auf 1697 .Stück Kälber, darunter 725 lebende, 411 Weidnerschweine, 49 Weidner- und 34 lebende Schafe,12 Ziegen. Bei vorwiegend ruhigem Verkehr blieben lebende Kälber im Preise schwach behauptet. Weidnerkälber haben die letztnotierten Preise ganz erzielt. Fleischschweine notierten ziemlich unverändert, während Fettschweine bis zu 1000 K. pro Kilogramm angezogen haben. ES notierten: Lebende Kälber 16.060 bis 26.000 St., Weidner 17.000 bis 28.000729.000) K., Fleischschweine 22.000 bis 30.000 St., Fettfchweine 26.000 bis 28.000 K., Weidnerschafe 8000 bis 16.000 K., lebende 8000 bis 12.000 K. und Ziegen 5000 bis 10.000 St., pro Kilogramm. Besserung von mehr als 4 Billionen Prozent ein. Deutsch Luxemburger stellten sich um 3,5 Billionen Prozent, höher. Bochumer Guß und Köln-Neu Essener gewannen 2 Billionen Prozent Nchulich war die Aufbesserung aus den übrigen Gebieten, insbesondere für Chemische Werte nud Elektvizitäts- Mtien. Bankaktien veränderten sich im allgemeinen wenig, dagegen zogen vorbörslich deMche Anleihen wieder lebhaft an, gingen dann äber wieder zurück. Ausländische Renten bewahr-. ten ihre Festigkeit. Türkische Anleihen wurden wieder teure» s bezahlt. Für russische Werte trat aus Grund des englitsch-russi- > scheu HandÄsaÄommens Interesse hervor. Nach Befriedigung des ansänlg'lichen Kaufbegehres führten Ge»vi>nnrcalisierungen der vorsichtigen Spekulatichr zu einer allgemeinen Abschwächung, unter der fast ausschließlich die anfangs begehrten Werte litten. Kohlenpapiere konnten sich dagegen gut behaupten. (Alles in Billionen von Mark.) S ch l n ß k u r f e r Türkische Lose 30.—, Oesterr. Staatsbahn 29.9, Nordd. Lloyd 6.2, Ver. Elbelchiffahrt 8.5, Berliner Handelsgesellschaft 30.—, Kommerz. Privatbank —, Dimiistädter Bank 8.7, Deutsche Bank 10.—, DiSkonto- Kommandit 11.8, Dresdner Bank 7.125. Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.45, Oesterr Landerbank , NeichSbank 40.—, Wiener Bankverein 0.275, Wr. Unionbank 0.325. Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 9.60, Bocknrmer Gußstahl 48.28, Daimler Motoren 3.25. Deutsch-Luxemburger . 51.—, Deutsche Maschinen 6.5, Dynamit Nobel 7.7. Felten «. Guilleaume 24.87. Gelsenkirchener Berg 52.6, Tb. Goldichmidt 13.6, Harvener Bergbau 61.6. Hirsch Kuvfer- 21.75, Höchster Farben 14.87. Sohenlobe-Werke 23.9, Laurahütte 7.—, ManneSmaw'röhren 38.—, Phönix Bergbau 30.12, Schuckert u. Co. 36.25, Siemens u. HalSke 44.—, Televhon Berliner 5.1, Goldanleihe 4.2. Dollarschatzanweisungen 82.10. Prager Börse. Prag, 7. August Die Fortsetzung der Deckungskäufe und freundlichere Wiener Berichte hatten eine Befestigung an der hiesigen Börse zur Folge. Nicht nur' Arlbitragepalpiere, sondern auch einige heimische Werte venzeichneien bei kleineren Umsätzen Kurserhöhungen. Im Vordergründe des Interesses standen Schüller, Oosterr. Berg un-d Hütten-, Kön'gshofer-, Chomische- und MasHinenlsatbriks-tMtien. Für Textil- und Kohlenpapiere bestand kein Interesse. In der Kulisse schwächten sich Dcmek ab, während Skoda- und Brünner Maschinen im Kurse anzoocn. Nordbahn-AtStien tendierten schwächer und waren erst gegen Schluß gebucht. Von heimischen Banken erhöhten sich Industrial-, Prago- und Zivnobanik-Wien. Die Aktien der Wiener Banken konnten die gestrigen Notierungen kaum behaupten. Aus dem Anla-gemarA kam es zu ReÄvsiernngen. Van Exoten wiesen Oesterr. Solo und Bulgaren kleine Kursbesseoungen auf. Der Schluß war fest. S ck l u ß! u r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe —.— Franken —, Böbm. Ünionbank 392.—. Böhm. Eskomptebank 386.—. Böhm. Ii>di«strialbaiik 419.—, Zivuostenska Banka 400.50, Anglobank 165.—. Oesterr. Kredit 87.—, Wiener Uuionbank 77 50. Wiener Bankverein 57.50, Buscbtiehrader Eisenbahn Lit. A —Lit. B —, FerdinandS-Nordbahn 5770.—, Prag-Duxer 148.—, Auffig-Tevlitzer Eisenbahn , Nestomitzer Zuckerlndnstrie —, Vereinigte Elektrizität Wien 115.—, Brosche 1100.—, Koliner Sviritus 1025.—, KönigSbofer Zement 970.—, Breitfeld-Danek 479.—, Ningboffer 698.—, Simmerinper 104.—, Rotbkosteletzer Textil 303.—. Alvine Montan 182.—. Poldihütte 302.-. Prager Eisen 892.-. Oesterr. Berg u. Hütten 2410.- Skoda 635.—. Inwald 273.-. Die Devisenkurse. Zürich, 7. August. (Devisenkurse von 12.05 Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde (-.—). Holland 204.75 (205.25), New-York 630.25 (630.26), London 23.65 (23.66), Paris 28.85 (29.05), Mailand 23.36 (23.35), Brüssel 26.60 (26.50), Kovenhagen 85.50 (86.50), Stockholm 141.25 (142.50), Cbristiania 73.- (73.50), Madrid 71.25 (71.40), Buenos Aires 176.60 (176.50). Prag 15.60 (15.65), Budapest 0.0069 (0.0069), Bukarest 2.35 (2.35), Belgrad 6.46 (6.45), Sofia 3.94 (8.92), Warschau Wien 0.007487 (0.007487). Berlin, 7. August. (Devisenkurse.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos,New-York, London,Japan und Rio für 1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 161.74 (161.99), Belgien 21.25 (2160), Cbristiania 57.66 (57.71), Kopenhagen 67.33 (67.93j, Stockholm 111.47 (111.52), Italien 18.50 (18.375), London 18.705 (18.71), New-York 4.19 (4.19). Paris 23.04 (23.19), Schweiz 78.95 (79.-), Spanien 56.11 (56.11). Wien 5.91 (5.92), Prag 12.345 (12.40), Budapest 5.40 (5.40), Sofia 3.05 (3.05), Belgrad 5.14 (5.116). r Berlin» 7. August. (Rotenknrse.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1 Einbeit, österreichische für 100.000 Einheiten und polnische für 100 Zloty.) - Noten: Dollar 4.19 (4.19), Pfund 18.675 (18.65), Italienische 18.55 <18.39), Oesterreichische 5.94 (5.94), Polnische 77.- (77.—), Tschecho-slowakische 12.345 (12.40). Prag» 7. August. (Devisenkurse. -2- Mitgeteilt vom . Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin*) 8.00V* (7.99»,*). Zürich 639.50 (640.50), Paris 186.75 (187.75), Lo,ü>on 151.55 (161.55), New-York 33.95 (93.92»/,), Belgrad 41.70 (41.65), Bukarest 14.80 (14.80), Wien 4.70»/, (4.70'/,), Warschaus-) 651.- (662.-), Agram (—.—), Budapest 4.16'/, (4.16»/,), Jugoslawische 41.60 (41.60), Oesterreichische gestempelte Krone 4.69 (4.69), Polnisches-) 644.60 (648.—). Ungarische 4.05 (4.02'/,). *) per Billion, t) für 100 polnische Gulden. Budapest» 7. August. (Kurse der Tevisenzentrale.) — Amsterdam 29.870 bis 30.020, Bukarest 346.— bis 949.—, Kopenhagen 12.470bis12.540,Christiania10.650 bis 10.705, London345.000 bis 347.000, Berlin bis —Italien 3409- bis 3426.-, Paris 4209.— bis 4239.—, Prag 2268.- bis 2290.-, Stockholm 20.605 bis 20.715, Zürich 14.590 bis 14.666. Wien 1,0920 bis 1,0980, Sofia . 574.— bis 677.—, Agram 9.45 bis 9.51, New-York 77.300 bis 77.700, Warschau bis Brüssel 3881.- biS 3901.-. Belgrad» 7. August. (Devisenkurse.) London 368.87 biS Paris 447.- bis New-York 81.45 bis Genf 1539.60 biS Saloniki bis Mailand 358.75 bis —Prag 239.65 bis , Berlin -.— bis Wien 0.1151 bis Bukarest 36.62 bis Sofia 61.50 bis Budapest 0.10876 bis Brüssel —- bis —, Amsterdam —bis —, Warschau — bis — Berliner Börse. Berlin, 7. August. Die günstige Beurteilung der von der Londoner Konferenz eingetroffenen Nachrichten hatte die Unternehmungslust angeregt und daher lagen bei Beginn des heutigen Börseverkchres Kausaufträge in anschnlichem Umfang für Papiere aller Art vor. Bei Festfetzung der ersten Kurse waren durchwegs Kursbesserungen ^u verzeichnen. Gute Meinung bestanid für Schiiksäbrtsaktien, ine 2 Billionen gewannen. Ban Mantanwerten fetzten Mannesmann mit einer Agram, 7. August. (Devisen.) Men 0.1148 bis — Berlin —bis Budapest —, Bukarest 36.75 biS Italien 359.- bis —Loudon 364.50 bis New-York 81.86 bis Paris 447.50 bis Prag 241.- bis Sofia —bis Schweiz 1640.- bis —.—, Brüssel —bis —, Warschau —bis — Amsterdam —bis —.—7, Stockholm —bis —. Warschau» 7. August (Devisen.) Berlin —.— bis —.— London 23,02 bis 28.24. New-York 516 bis 621, SBtav 15.18 bis 15.32, Wien 7.23 bis 7.86. ' 8. August 1924 Nr. 1969 Nachdruck Vorbehalten- 39. Fortsetzung. imäsm&sgsBäsEW | Elj^,BUSSBALL-.ROMAN VON SI DNEY HOBMRI „Wir wollen das Wort „schwindeln" lieber nicht erwähnen. Da Sie sich aber offen 'weigern, so gebe ich Ihnen etzt bekannt, daß ich mich' bemüßigt sehen werde, für Sie sehr unangenehme Maßnahmen zu ergreifen, wenn die bewußten 3000 Pfund nicht innerhalb 14 Tagen zurückgezahlt worden sind!" „Sie wollen mir drohen?" stieß Stopford heraus. „Mehr als das", sagte Marr mit einem eisigen Lächeln. ,^Jch werde Sie Prügeln! Machen Sie, daß Sie sofort weiterkommen, sonst fange ich gleich damit an." 5. Kapitel. In Höchstform. Hollywood schlägt große Bestechung aus! Swift’s vergebliches Angebot! Diese schreienden Ueberschriften in den größten Lettern, welche Jimmy Dunster zur Verfiigung hatte, erregten allgemeine Aufmerksamkeit. Seltsamerweise war eine der Folgen, welche das gesteigerte Interesse Hollywood an seinem Fußballklub mit sich brachte, ein Hinaufschnellen der- Ausiageziffer der „Evening Times". Jedermann in der Stadt und in der nächsten Umgebung schien DunsterS Sportrubrik zu lesen. Den heutigen Artikel, den er mit Schwung und jener Begeisterung verfaßt hatte, die der Wichtigkeit der Angelegenheit und seinen Gefühlen entsprach, las alles mit atemloser Spannung. Allerdings muß gesagt werden, daß Dunster mit diesem Artikel ein journalistisches Meisterstück geleistet hatte. Ein Journalist schwelgt in bedeutsamen Ereignissen und der Gegenstand war in diesem Falle sensationell genug, um xeden Sportredatteur begeistert nach seiner Füllfeder greifen zu lassen. Es wurde schon berichtet, daß das Schicksal Hollywood und die Swifts auserlesen hatte, in der zweiten Runde des englischen Pokals um den Sieg zu streiten und daß der Kamps in Hollywood ausgefochten werden sollte. Es ist auch schon gesagt worden, daß die Swifts ihren Ruhm ihrem unvergleichlich eleganten Spiel verdankten. Es ist jedoch notwendig, hinzuzufügen, daß die Swifts, die immer eine geachtete Stellung im Englischen Fußball eingenommen hatten, in diesem Jahve mit unerhörtem Elan von Sieg zu Sieg eilten. Der Manager des Klubs war ein alter internationaler Spieler, dessen Ruhm noch . unverblaßt war; mit unendlicher Mühe und Geduld hatte er jedem einzelnen Mann seines Teams seine' eigene Kunst bis zur Vollkommenheit beizubringen getrachtet. Seine mühevolle und rastlose Arbeit erntete auch vollen Erfolg. Die Swifts erinnerten unter den modernen Fußballteams noch am meisten an die alten klassischen Mannschaften von früher. Jeder Mann dieser Elf war ein Künstler, die Flügelmänner, der Zenter- und der linke Half waren Uebermenschen. Das Direktorium der Swifts amüsierte sich, als das Resultat der Auslosung bekannt wurde. „Hollywood", sagten sie und lächelten. Nachdem sie genug gelächelt hatten, spannten sie einen Briefbogen in die Schreibmaschine — das heißt der Sekretär war es, der also tat; und er schrieb folgendes: ,Mr bieten Ihnen 1500 Pfund, wenn Sir einverstanden sind, daß das Match in Turningham gespielt wird, anstait in Hollywood. Wir müssen Ihnen nicht erst sagen,, daß das ein überaus günstiges Angebot und sehr zu Ihrem Vorteil ist. Unsere Einnahmen bei dem Match dürften ungefähr 3600 Pfund betragen. Wir wissen nicht, wie groß die Einnahme in Hollywood sein würde, aber wir hören, daß Sie niemals mehr als 5000 Zuschauer bei Ihren Spielen haben. Antworten Sie uns, bitte, postwendend." Als Sam.Hollister diesen Brief empfing, biß er so fest in das Mundstück seiner Pfeife, daß er es beinahe abgebissen hätte, dünn langte er nach dem Telephonhörer. Jimmy Dunster kam hurtig und aufgeregt gelaufen. Ms er die herablassende Epistel des Sekretärs der Swifts zu Ende, gehört hatte, fluchte er mörderisch, weil er keine Möglichkeit mehr hatte, sie noch am selben Abend zu verwerten. Alle Fußballnachrichten waren interessant, besonders während des Pokalwettbeiwerbes, a-ber das hier — 'war eine richtige Sensation. ,Werden Sie annehmen?" fragte er und versuchte, seine Aufregung zu verbergen. „Den Teufel werde ich!" brüllte Hollister. „Für was halten Sie mich, Jimmy?" „Für ein ausgezeichneten Fußballmanager!" antwortete Dunstet lächelnd. „Unter den Umständen würden viele das Angebot annehmen und sich freuen, daß sie die Gelegenheit dazu haben. 1600 Pfund fix und ein Anteil an einer Einnahme von 3000 bis 4000 Pfund wäre wert, in Erwägung gezogen zu werden, besonders von einem-Klub, der nicht weiß, wo er das notwendige Geld zu seiner Eristenz hernehmen soll." (Fortsetzung folgt.)

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