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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-03 · Heft 1964 (3.8.1924) · p. Seite 17

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1964 (3.8.1924)
Date
1924-08-03
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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MK y Mken, SsMÜag Wlener Morsenzeltung. 3. August 1024 mk 4t - F«ßbM Von dev Polenveise den Hakoah. Gefamtgoaldifferenz 83:8. ax . . ... standen. Die Mannschaft hat keinen ernstlich Verletzten in ihren Reihen, olbwohl so manches Wettspiel, besonders gegen die nationalpolnischen Vereine, qn Derbheiten nichts zu wünschen übrig ließ. Ans diesem. Gebiete ist vor allem das Match >.gvgen P o l o n i a in Warschau zmnennen, dessen überaus scharfe Gangart zum Glück durch ein heftiges Ungewitter unterbrochen wurde. Auch das Spiel gegen ein kombiniertes Warschauer Team, das die Hakoah nach glänzender Leistung 5:0 gewann, weise ganz' prächtig, sind aber fußballsportlich begreiflicherweise noch nicht so weit gekommen, um der Wiener ersten Klasse ebenbürtig Gegner äbgeben zu können, und für die Polen liefert die Mannschaft der Polonia einen Maßstäb. Ihre Spielstärke entspricht im großen und ganzen unserer guten zweiten Klasse. Die Aufnahme der Hakoahner seitens der jüdischen Ver- . eine und der jüdischen Bevölkerung war mehr als herzlich. Ein solcher Enthusiasmus empfing die Hakoahner, die man als Borkämllfer der Mischen Sportbewegung feierte, daß er allen Reiseteilnehmern ständig unvergeßlich bleiben wird. Zweifellos hat die Expedition der.Haloah, die meistens ein wcchves Exhibitionsspiel vorführen konnte, auf den schon weit ausgebreiteten jüdischen Sport Polens befruchtend gewirkt. Die bisher unerreichten Zuschauermassen, von denen bloß ein Kerner Teil die Spiele der Wiener Amateure besuchte, jubelten überall den Hakoahnern zu und feierten mit ihnen den Triumph jüdischer Sporttüchtigkeit. Versammlungen, Bankette, Empfänge brachten dies zum Ausdruck. Hiebei wurden an die Reiseführer der Hakoah große Anfofderungen gestellt. Sektionsleiter Artur Baar und der.Kapitän der Mannschaft Grünfeld mußten immer wieder auf die herzlichen Ansprachen erwidern, während das Sektionsmitglied P r § f mit den Sorgen der Tourneeckbwicklung, die glänzend klappte, vollauf beschäftigt war. Für die Hakoah selbst ist in sportlicher Hinsicht zunächst der wiedergenesene Scheuer die angenehmste Ueberraschnug. Er spielte. wie .in seinen besten Zeiten. Mit ihm wird die Mannschaft wieder die in den letzten Meisterschaftsspielen zutage getretene Schwäche in der Verteidigung überwinden. Fabian hatte nicht viel zu tun, bewies jedoch seine hohen FähiKeiten. Der neue Mann Eisenhofer ist ein vorzüglicher Spieler und Goalgetter war excellenoe. Häusler als Mittelstürmer hatte glänzende Momente. Mit T r u m m e r ist, falls er fleißig trainiert, stark zu rechnen. Eine erfreuliche Ueberraschung brachte auch der kleine Wortmann auf dem Linksaußenposten. Die übrigen spielten alle in der gewohnten guten Form. Sehr aut und ausdauernd hielt, sich P o l l a k. Hakoah erhelle msg^amt 88 Trefferfund echielt nur 8. Die letzten Spiele. Das Spiel gegen Makkabi in Wilna endete, wie wir schon berichteten, 11:0. Halbzeit 8:0. Bei diesem Wettspiel, das auf einem voMommen graslosen Platze''vor 0000 Zuschauern stattfand, bot Hakoah eine OLimende Leistung. Nachher fand ein Bankett stakt, bei. dem Grunfeld eine Ansprache hielt. In Bialystok wurde ein aus jüdischen und polnischen. Spielern MammengöstMes Team 13:0 (6:0) geschlagen. . Das Match gegen eine kombinierte Mannschaft m W a rfchau konnte erst stattfinden, nachdem das nach den Vorfällen beim Spiele gegen Pownia erlassene Spielverbot für Warschau auMhoben worden war. Der Polonia-Platz wunde von fernem crtl‘ix —!t“ — m-p" barten wu Trotzdem soviel« Werden. Ä fchalrer bra^ abgegeben en » ungefähr 5000 Zuschauer anwesend. Fast ebenn draußen von den Polizisten in Schach gehalten schte eine sehr gereizte Stimmrprtz. Die Wareine derbe Note in das Spiel. Die Hakoahner lassen sich mcht beirren und führen bereits zur Halbzeit 3:0. In glänzender Manier wird das Endresultat 6:0 hergestellt. Das letzte Spiel fand in Be.ndzin gegen die dortige Hakoah st<m. Es regnete in Strömen. Dennoch hatten sich ungefähr Wh Zuschauer eingchrnden. Die Wiener Hakoah siaKe 8?1 KÄ). Das Tor der Gegner entstand aus einem Wneterstoß. Map-d in Gtockerau. Die Wiener fiegen 4:1 (0:0). : Die Hütteldovfer trugen gestern in Stockerau gegen den dortigen Sportverein ein WetHpie" " ' - Kämpft 4dL, o mm Mttitt das portverein ein/ Wettspiel aus' und siegten nach ii eine.gute Gäsermtlefftung zu bieten. 41 mit KÄar, Schlosser. dWnart, Richter, Brandstetter, Nietsch, Wvndrak, Zach, Wesselyk, Höfbaner uich Wessely. Die Tore erzielten für Rapid Hofbauer, Wessely (2), WöWrak. und für /Stockerau Sommer. 2000 Zuschauer. Artur Kolich, der bekanntz Sportsmaun und ehemalige erfolgreiche. H>ieler der Hakoah, ist zum Sektionsleiter der Cricketer gewählt worden. Sparta (Prag) dürfte m 15. und 17. d. in Krakau gegen Craeovia spielen. Zu unserem Bericht vom 30. Juli: Vöslauer Sommerteam gegen Hellas (Wien) 3:2, erhalten wir vom Sportklub Hellas folgende Mitteilung: Hellas absolvierte um 3 Uhr ein Wettspiel gegen die zweite Mannschaft des Vöslauer Sommer« teams und trat auf Wunsch der Leitung desselben auch gegen die erste Garnitur mit der gleichen Mannschaft an, in der bl>' drei Spieler, welche verletzt waren, ausgewechselt wurden vß Leichtathletik. Die Teilnahme der ungarischen Athleten Gero. Knrmiczy, Gaspar usw., an dem heute in Budapest stattfindenden Länderkamps gegen Oesterreich ist noch nicht gesichert. Der int* garische Athletikverbaud steht auf den StandpuM, daß es Wicht der Athleten sei, wenn nicht ernstliche Erkrankungen oder Verletzungen vorliegeu, beim Meeting zu starten. Grundloses cFrnblciben wird der Verband strenge bestrafen. Somit dürfte erst «knapp vor Beginn des Meetings über die Teilnehmer Klarheit heruschen. Schwimmen. Die Hakoah nimmt heute, wie schon gemeldet, mit der Renn- und Wasserballmannschaft (Damen und Herren) an dem internationalen Meeting des P. A. C. aus Preßburg in Theben teil, wo die Konkurrenzen im dortigen Strandbad abgehalten werden. Hockey Städtekampf Wien gegen Breslau. , Heute spielt zum ersten Male eine österreichische Mannhaft in Breslau gegen ein dortiges Städteteam. Die Wiener stellen folgende Mannschaft: Max (Hakoah); Zhedniker, Waischnihius; Wildam, Schoisl, Berger; Voith, Stubenbauer, S, Massarek, Honvery. Die Wiener Elf wird von: Ber- Äapitän Dr. Schneeberger begleitet. Als Ersatzmann nimmt Kral an der Reise teil. Muse». Bon den Hakoah-Ningern. _ Die Hakoah-Ringer rüsten fieberhaft für die kommender Ereignisse, um in der Herbstsaison wohl vorbereitet auf den Plan zu treten. Die Eindrücke auf der Pariser Olympiade haben, wie uns mitgeteilt wird,, den Trainer der Sektion, Markus, dazu bestimmt, die dort gewonnenen Erfahrungen richtig zu verwerten. Trainingsmethoden und die sportliche Ausbildnngsweise sollen auf ganz neuer Grundlage aufgcbaut werden. Es wurde in Paris die Wahrnehmung gemacht, daß auch in den Ringkämpfen nur der „E u p st i l der F n ß b a ll e r" mit der dazu gehörigen Härte und Ausdauer, sich durchsetzen konnten. In diesem Sinne beabsichtigt Markus, das ihm anvertrante Ringermaterial zu trainieren.' Er will Allroundsportler erziehen, die den Endzweck des Ringens, .den Erfolg, sicherer zu erreichen imstande sein sollen. Seitens der Hakoah-Ringer ist die Austragung von Ringrundkämpfen geplant, an denen der B n d a P e st e r A t h l e t i kklub (B ak) teilnchmen wird, darunter auch der berühmte jüdische Weltmeister Radwany. Aller Wahrscheinlichkeit nach Kirsten außerdem auch der Budapester Tö re kV es und der W teuer Sportklub zusammen mit den Hakoahnern die Kämpfe lbestreiten. Die Veranstaltung ist als eine Pokalkonkurrenz in Form von Mannschastskämpfen geplant. Mit Rücksicht aus die Klasse der Teilnehmer sind viele Preise in Aussicht genornmen. Die Verhandlungen Zwischen Markus und Radwany wurden schon in Paris während der Olympiade eingeleitet. Jrn Prinzip ist eine Einigung zustände gekommen, jedoch steht der Termin der Austragung der Kämpfe noch nicht fest. Dieschon längst geplante Konftantinopeler Tournee -der Hakoah-Ringer dürfte in kürzester Zeit albgeichlosien werden. -Es ist möglich, daß sie bis zum Jänner, verschoben und dann im Zusammenhang mit der Palästinareise der Hakoah abgchalten wird. In N e u n k i r ch e n im S a arge b i.e t soll in der Zeit von 6. bis 8. September eine Internationale Europameisterschaft im Gewichtheben und Ringen veranstaltet werden. Die ungarischen Ringer sollen hop geladen werden und wahrscheinlich dürften auch österreichische Teilnehmer sich einfiuden. Der Termin scheint nicht gut gewählt, da gerade um diese Zeit in Wien das Messechampionat im Ringen um den W a n d e r p r e i s albgehalten werden wird, den die Ungarn verteidigen. tzlhtMÄSL BA^PMAN^yflNSIDNEy^ 34. Fortsetzung. Mchdruck Vorbehalten. In diesen Augenblicken moralischer und Physischer Not war'es wiedernm-Warriner, der feinen Leuten mit gutem Beispiel voranging. Für einen Akann in seinen Jahren bot er physisch eine erstailnüche Leistung und sein Können stand im Einklang mit, seiner Energie. Wenn er auch mit den Jahrelt eine Kleinigkeit langsamer geworden war, so hatte er dafür an Spielerfahrung gewonnen. Sein blonder Kopf war überall zu sehen; immer und immer wieder warf er seine Angriffsreihe nach vorne. Auch Marr, von unerschütterlichem Kampfgeist beseelt, gab fein Bestes. Er führte Attacke auf Attacke gegerr das feindliche Tor, aber das Goal, das heißersehns,e Goal wollte nicht kommen. Schüsse trafen die Pfosten, die Querstarige, das Seitennetz. Sie prallten von anderen Girnsloy-Spielern ab, aber statt ins Netz zu springen, brachten sie höchstens Korner ein, die nie ausgenützt werden konntet;. Ein Teufel schien im Ball zu stecken. Die Angreifer hatten jedoch den üblichen Girrlsley- Tribut für ihre Kühnheit zu bezahlen. -Ueberall außerhalb des Sirafraunies wurden die Gäste skrttpellos zu Boden gelegt. Bei Halbzeit hinkte die halbe Gäste Mannschaft in -das Ankleidezimmer. In diesem düsteren und ungastlichert Raum erwartete Sam Hollister feine Burschen. Er weinte beinahe vor Aufregung. „Ihr müßt in der zweitel; .Halbzeit zwei Goals schießen, Jungens!" sagte er. „Hier! Ich habe soeben ein Telegramm vom Bürgcrrneister von Hollywood bekoiumen -- vom Bik-germeister, Jungens! Hört ihr?" wiederholte er beinahe schreiend. „Da, liest, wäs drinnen stcht: Großes Interesse hier für Pokalspiel. Wünsche euch viel Glück." „Wißt ihr, was das bedeutet?" schluchzte er beinahe hysterisch. „Endlich wacht Hollywood auf und ninrmt von uns Notiz! Eine Menge Sente wird uns in der Station erwarten, wenn wir — Jungens! Ihr müßt — ihr müßt dieses Spiel gewinnen!" Seine Stimme brach plötzlich und er verließ rasch den Raum. 3. K a p i t e l. - ’'» Ms zum letzten Atemzug. T Die Hollywood-Spieler nahmen erstaunt die kl.'ineN Zitronenscheiben, die Kanßnier Sage 'herumgereicht hatte, ans dem Mund und sähen sich verdutzt an.' Sie konnten verstehen, daß Sam Hollister aufgeregt üvar, aiber das Telegramm lvar ihnen ein Rätsel! Wer hatte dieses Wunder vollbracht? Den Einwohnern von Hollywood war es bis jetzt vollständig gleichgültig gewesen, ob bas Tean; seine Spiele gewann oder verlor oder ob die .Mannschaft überhaupt nach Hollywood zurücköehrte. „Träum' ich oder 'wach' ich?" ftagte Walter Bell, der winzig kleine linke Flügelmann. „Der Bürgermeister will wissen, ob es uns allen gut geht und ob wir Wärmeflaschen aus Gttmrm oder ans Ton in die Betten haben wollen, wenn wir zurncKommen! Halt mich, Jimmy!" rief er auS und stützte sich auf Bill Lemes, des linken Flügelstürmers, , starke Schulter. ,^Halt nrich oder ich fall' um!" Ein tobendes Gelächter begleitete seine Bemerkung. Die Nachricht, die der Manager ihnen gebracht hatte, ivar auch zum Lachen, wenngleich die Heiterkeit ironisch war. „Daran ist der Cup schuld, sag' ich euch", sprach Nixon, der linke Half, 'weise. „Auch Leute, die nichts vom Fußball verstehen, interessieren sich während der Pokalrunde für den Sport. Ich glaube, ein paar Leute -haben den Bürgerrneister auf das heutige Spiel aufmerksam gemacht und er schickt das Telegramm genau so, -wie er ein Telegramm cm die lokalen Aussteller einer Rindviehausstellung schicken würde." „Das mag sich verhalten wie immer, Nick", antwortete Ben Warrmer und zog sein- Jersey über den Kopf, „aber das Tel-ogrannn hat unseren Hollister verrückt gemacht und wir muffen das Match gewinnen, und wenn es nur seinetwegen ist" „Wie sollen wir das fertig bringen, Ben?" grinste Tranfield. ,ßo ein Schiedsrichter, wie wir ihn heilte haben, ist imstande und schließt den Mann, der ein Goal schießt, aus! (Fortschu^ folgt.) , Szczakowa Bureaus: Wien, I. Singerstrasse Nr. 27 Krakau, DM GWmy 17 Tel, Nr. 75303 Tel. Nr. 75303 Portland-Zemeiit-, HyM-KalkundDolomit-Werke Produktion; ^6.000 Waggons Zement, J-'OOO Wagons Dolomit. «rn Trrr:nw.r. r;.: j .v,a..urrr:r<TTj!y4*^TrTwy.»vw!>'iJMnBiB,aiiBncBS» llständig Frühstumtube Markscheid Schmelzgaffe auf erste und »weite “ ' e zu zettgemätzen gesucht. Zu ».an BerdthrS» düreau, 18.Bez.;Wii ringergiU-tcl tot. SS, Tel. 94.205 eundBukowinaer T"W.gWMMKMBi EESaSürj; . . nae» un Mvdel u» jleben onneymbari Preis zu «erkaufe» Schlafzimmer Eiche mit Vlumenelche K. »,950.000 Hart^o^^Ia^rimmer BoNbaufchlafzimmer Blnmenefche, reich geschnitzt, Eichesveileziimn«« Echliffgüser. «tzutzertisch. Ledersessel, ft. <800/000 Jede» Entgegenkommen!! MWerleWem«! Einlagerung gratis! Boritzer» VI., Mariahilferftr.s QnalltätsmObel von Mitgliedern der Wiener Tischlergenossenschaft Möbelhaus Glasauerhof Wien, XIV. Mariahilferstr. 180 Verkauf von nur aus erstklassigem, trockenem Material angefertigten Möbel aller Art Freie Besichtigung der Ausstellungsräume Gegr. 1872 Tel. 30.759! 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