Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1962 (1.8.1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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.1 ' t vn wm"-- ^r.11, ,T! ~ ‘1 * 'V r!1 r. «Ute 10 M-n, Freitag Wiener Morften',eitnng. IP 'v^r. Fußball. Hakoah schlägt ein Warschauer Team. (Drähtbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Bor 5000 Zuschauern könnt«, die Hakoah Mittwoch in einem glänzenden Spiele das Warschauer Team 5:0 schlagen. Halbzeit 3:0. Die Tore schoflen: Eisenhofer, Häusler, Grünwald, Heß und Wortmann. Straf- und Meldeausschuß. Sitzung vom 28. Juli. Das gegen den W. A. C. und dessen Funktionäre Schäfer, Häring und F ü r ed i, gegen den Verein D onau -und dessen Funktionäre Travn icek und Szabo, ferner gegen Len Funktionär Linke (Donaustadt) und den Spieler Seidl (Jcdlersdorf) wegen unlauterer Abmachungen bei Meisterschaftsspielen sowie versuchter Bestechung von Spielern eingeleitete Verfahren wurde e i n g e ft e l l t. Es wurden suspendi-rt: Lichtschein Otto (Hechawer) bis zum Erscheinen vor dem S.ruma. Auf 14' Tage disqualifiziert, bis einschließlich 11. d., wurde: Rindler (Hazair). Auf 3 Monate disqualifiziert, bis 28. Oktober, wurden: Bafch und Kuller wegen rohen Spieles. Auf 4 Monate: Sprtzer. Alle drei Kadimah._ D. F. C. (Prag) begibt sich anfangs August auf eine Wettspielreis« nach Deutschland. Die Prager werden in Mannheim, Stuttgart. Frankfurt a. M, Köln Hamburg. Kiel und Berlin antreten. Die Hakoah-Reservcmannschaft spielte Sonntag, verstärkt durch K a tz und H. Weiß, gegen den Kritzendorfer Sportklub und siegte 5:1. Die Tore schossen .Katz (3), H. Weiß und Lzuc^a. _ ZomWk. Bda Neumann, Franz Heller, Alfred Wolf. In mcmoriam. In den Schweizer Bergen fanden vor einem Jahre drei HaIo a h - M i t g l i e d c den Tod durch Absturz. Die Touristv'k- und Wintersportfektion Hakoah hat ihren am 2. ^August 1923 aus der Jungfrau verunglückten drei Mitgliedern an der Unfallstelle eine Gedenktafel gesetzt. Die Herren Ernst und Richard R« ub i t s ch e k übernahmen es. den Wunsch der Sek- \ El N F U $S ftA LLrB Ölvt A N ffiÖ N Nachdruck Vorbehalten. 32. Fortsetzung. Und ' aber doch, er hatte verstanden, er wußte) warum Margerh diesen absonderlichen Vergleich gebraucht hatte. Sie hatte recht — es hing viel Größeres von diesem Match ab als das Store, .welches in jeder Zeitung des Landes abgedruckt werden würde. Hollywood war ein Fußballdavid, bedroht von zahlreichen Feinden und gestützt von wenigen, wenn auch treuen, verläßlichen Freunden. Doch wußte Marr, daß die Männer, die Hollywoods verachtete Farben trugen, am nächsten Tage mit einem Kampfgeist sondergleichen in den Kampf ziehen würden, mit einer Opferfreudigkeit, die ihnen selbst vielleicht nicht zum Bewußtsein kam. Der Tag begann mit Wind und Regen. Aus dem Regenschauer wurde ein stundenlanger feiner Sprühregen, der nicht aufzuhören drohte. Sanl Hollister blickte aus dem Fenster seines Hotelzimmers auf die Straße, schüttelte den Kopf und knurrte: „Die Halunken werden schön lachen, wenn es so weiter regnet. Heiliger Michael! Der Platz wird wie ein Sumpf aussehen!" Jimmy Dunster, der nicht nur als Fußballreporter. fordern auch als menschgewordener Sonnenstrahl die tion auszuführen. Am 8. Juli dieses Jahres stiegen sie mit zwei Führern zum Unfallsorte auf. An exponiertester Stelle, es konnte immer nur ein Führer arbeiten, während der andere .ihn sichern mußte, wurde ein Felsen geglättet und die Gedenktafel befestigt. Es war das erste Unglück, das die Sektion seit ihrem Bestände betroffen hat, und kostete drei ihrer Besten das Leben. Jda N e u m a n u gehörte seit Gründung der Sektion zu ihren treuesten Mitgliedern. Sie war eine eiffrige Touristin und fehlte nie bei den Touren. Franz Heller, einer der Gründer der Sektion und ständiger Mitarbeiter in ihren Ausschüssen, war erfüllt von heißer Liebe zu den Bergen, die ihn vor keiner Tour zuruckschrecken ließ. Sein Tourenbuch enthält die Namen fast aller bedeutenden Gipfel der österreichischen Alpen. Mfred W o l s. der Jüngste von den dreien, berechtigte zu den größten Hoffnungen in der Touristik. Kunz vor seinem Tode wurde er als fah'.ger und williger Mitarbeiter in den Sektionsausschuß ausgenommen. Allen dreien war die unendliche Liebe zu den Bergen eigen. Um Neues zu schauen, zogen sie in die Schweiz, vom Gipfel der Jungfrau, dem höchsten, den sie je bestiegen hatten, schauten sie zum letzten Male die Schönheit der Berge und sahen weit unten das blühende Tal, in welchem sie ihre ewige Ruhestätte finden sollten. Bereits im Abstieg begriffen, tat einer von ihnen einen Fchltritt, der allen zum Verhängnis wurde: Vereint trugen sie die Mühen des Aufstieges. vereint genossen sie die Seeligkeit des Gipfels, vereint starben sie den Bergsteigertod. In Lauterbrunnen, an: Fuße der Jungfrau, ruhen sie nun. Hoch droben aber verkündet eine Marmortafel: „Hier fielen drei Menschen, drei Hakoahner, als Opfer ihrer L'ebe zu den Bergen, unvergessen von ihren Freunden und von dem Verein, in dem sie gewirkt haben " Hazair-Makkabaa (Touristen- und Skisektion). Sonntag den 3. d.: Hainburg (Carnuntum)—Hundsheimerberg—Deutsch- Altenburg—Petronell. Abfahrt: 8 llhr früh ab Neichsbrücke mit Schiff der Donau-Dampfschfffahrtsgcsellfchasl nach Hainburg. Rückfahrt von Petronell mit der Elektrischen. Proviant mitnehmen! Treffpunkt: halb 8 Uhr früh vor dem Stationsgebäude der Donau-Tampffchiffahrtsgesellschaft. Führung: Klamcr. * Hechcüver (Touristen- und Skisektion). Sonntag den 3. d.: Hainburg (Carnuntum)—Hundsheinlerbrrg—Dentsch-Alterrburg —Petronell. Abfahrt: 8 Uhr früh ab Reichsbrücke mit Schiff der Donan-Da'.npfschiffahrtägesellfchaft nach Hainburg. Rückfahrt mit der Elektrischen. Proviant mitnehmen! Treffpunkt: hal'p 8 Uhr früh vor dem Stationsgebäude der Tonau-Dampffchifstchrtsgefell\choft. Führung: Salzer. Koalitionsangehörige und Gäste willkommen. Mannschaft begleitete, gestattete sich einen der bei chm so seltenen Augenblicke der Niedergeschlagenheit. „lieber diesem Klub lastet ein düsteres Schicksal", sagte er. „Aber wenn die Dinge scheinbar am schlimmsten stehen, tritt eine Wendung 511111 Besseren ein. Aber", stimmte er zu, während er einen besorgten Blick auf die Spieler warf, die eben ihr Frühstück einnahmen, „der Regen gefällt mir auch nicht." Diese Meinung fand' bei der ganzen Mannschaft ungeteilten Beifall, als sie um 2 Uhr nachmittags den Girnsleh-Platz einer genauen Besichtigung unterzogen. Der Regen, welcher seit 6 Uhr morgens ununterbrochen niederfiel, hatte den Platz buchstäblich in einen Schlammhaufen verwandelt, und bei jedem Schritt versank man mehrere Zoll tief in dem ausgeschwemmten Boden. Obwohl das Spiel erst in mehr als einer Stunde beginnen sollte, strömten bereits dichte Massen von Girnsley- Anhängern auf den Platz, mit schwarz-weißen Mzeichen, mit Holzratschen und kleinen Blechtrompeten ausgerüstet, auf denen sie ein nicht sehr wohlklingendes, dafür aber um so lärmenderes Konzert veranstalteten. Um den Regen kümmerten sie sich wenig, ebensowenig um die Stadtvolizei, welche sich ohne Erfolg bemühte, Ordnung in di^ Massen zu bringen. „Ein feines Publikum, meiner Seel'", grinste Pat Finnegan. „Ich glaube, es ist der gefährlichste Mob in ganz England. Hoffentlich - haben wir heute einen energischen Schiedsrichter, der sich nicht irritieren läßt. Er wird gleich da sein und uns, wie üblich, zu wissen geben, haß er keine Unregelmäßigkeiten dulden wird." 1 August im Nr. 1968 Hakoah (Touristensektion). Zufanmienknufte jeden Freitag, von 8 bis 10 Uhr abeiids. Telephon 39-2-69. Touren» Programm für Sonntag den 3. d.: a) Wieneriwald. Zusammenkunft 7 Uhr, Licbenberg^Denkmal—«Sievering—Culbiuger Kogel. Führer: Rosenblum, b) Reisalpe. Abfahrt 6 Uhr 10 Min. nach Hohenberg. Führer: Gänsler. Erfolge finnischer Athleten in Spanien. Jni DiskuAvcrfen gewann der Weltrekordinhaber Taipale mit der ausgezeichneten Leistung von 47,65 Meter gegen Myyrä mit 44,05 Meter. Letzterer brachte dafür das Speerwerfen mit dem schönen Wurf von 63,17 Meter an sich, wahrend der Finne Halme ber 60 Meter-Laufen in 7 Sek. gewann Schwimmen. Das Entscheidungsspiel um den Gilberball abgebrochen. Der gestrige Wasserballtag endete mit einem kleinen Skandal, da die Vienna im Hauptspiel mit der Begründung abtrat, daß sie durch den Schiedsrichter R. Morberger, der an Stelle des nominierten Herrn Kellner spielte, gehandikapt wurde. Sicher ist. daß die Nominierung des Herrn Morberger in diesem Falle nicht am Platze war, wenngleich er ziemlich einwandfrei seiner Amtes waltete. Die Ergebnisse waren: W. A. S. gegen H a k 0 a h 4 r 2 (2 r 1). Torschützen für W. A. S. r Bajda (2), Nenwelt, Dwdrschak; fiir die Hakoah r Reich! (2). Das Fehlen der beiden Hakoah-Spieler RakoS und Schaffer macht sich immer mehr bemerkbar und dies war auch hauptsächlich der Grund, daß die Hakoah das Match verlor. Die besten Leute der Amateure waren Vajda, Bauer sowie Dworschak, während die Hakoah ihre Hauptstütze in Zandi sowie Reib und Rosenblatt hatte. W. A. C. gegen V i e n n a 4 r 1. Tore für W. A. C.: Worel (3), Grünfeld; für Vienna t Zehetmaier. Die Vienna scheint an einem Formrückgang z« leiden; sie war gestern viel schlechter als sonst. W. A. C. ist von Anfang an taktisch und technisch überlegen und kann in kurzer Zeit vier Tore erzielen, bis es zu dem eingangs erwähnten Abbruch kommt. Aus den Vereinen. Hakoah. Die neue Telchhonnmnmer ist 42-2-S1. - Hakoah (Tchwimmsektion). Heute Dollvcrsanrmlung im neuen Klübhcrm. 2. Bez., Sckiiffamtsgasse 16 (Kiuderbewahranstatt). Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit per Versammlung ist das Erscheinen der Damen und Herren Pflicht. I. A. C. Morgen Samstag um 8 llhr findet lim Klubheim, Wiener Radiocafe, eine Spielerversammlung der ersten, zweiten und Juugmanuschaft zwecks Ausstellung zu den sonnläigigen Wettspielen statt. Da bei derselben auch andere Punkte von großer Wichtigkeit zur Sprache gelangen, werden alle ^aderen Mitglieder ersucht, ebenfalls bestimmt zu erscheinen. Kadimah. Heute, präzise 8 Uhr abends, veranstaltet die Schwerathletiksektion einen Propagandaabend. Wir lade« alle Mitglieder hierzu ein. Zwanzig Minuten vor drei aber, als die TeamS bereits auf das Spielfeld gehen mußten, war der Herr mit der Pfeife noch nicht im Ankleideranm der Hollywood-Leute erschienen, und so zogen sie, geführt von Ben Warriner, ’VX den Kampf, ohne den Schiedsrichter gefächen zu haben. Ein gellender Schrei, der 20.000 Rothäuten auf hem Kriegspfad Ehre genracht hätte, begrüßte sie. Es lag gleichzeitig eine Drohung und eine Herausforderung darin. So mögen die Bürger des alten Rom gebrüllt haben, wenn eine Partie besonders stattlicher Christen in die Arena geführt wurde, um den Löwen vorgeworfen zu werden. Das mar der weithin berüchtigte Girnsley-Pokalkriegsruf und sein moralischer Erfolg war Girnsley ein bis zwei Goals wert, je nach der Nervenstärke des Gegners. Das gellende Geschrei verstummte auch nicht einen Moment, sondern hielt während des ganzen Spieles an. Wild schäumend sprang es um den Platz herum, wie ein lebendiges Raubtier. Als Darke, der Kapitän und Zenterhalf der einheimischen Mannschaft, das Los gewonnen und so den Vorteil des schwachen Windes für Girnsley gesichert hatte, schwoll das Gebrüll der Menge orkanartig an. „Ruhig spielen und sich nicht provozieren lasten! Dl« ruhigeren Nerven gewinnen heute!" Shorty Warriner, mit aufgekrämpelten Hemdärmeln und einem grimmig entschlossenen Ausdruck im sonst so freundlichen Gesicht, gab seinen Kameraden diesen Rat mit, als sie ihre Stellungen einnahmen. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung erkannte er die Gefahren, die dieses Match bringen mußte. (Fortsetzung folgt.) Theater von heute Surggsrle» r Sinfonie-Konzert (btt Regen im Festsaal derHofburg) Oolitsoptf: Der Troubadour CDeater in «er JJoseTstadt Mutterliebe - Die Spieler — Ein Heiratsantrag veulrcder UoIkstDeatcr (Exl-Buhne): Karruerleut' — Erde lör. KammeKPielt: Was Frauen träumen . Eustspicltheater: Die Kleine vom Variöts 0arltt)eater (Amerik.-jidd. Kunsttheater): Moschke Chazer tbcattr an der Men: Gräfin Mariza UJr.’Stadtfbtater: Das grobe Hemd Jod.sttanrr-rdemer: Des Königs Nachbarin >/,8 Rolana*Bftbn«: Diagnose 16! 7*8 Konstantin!)üflCl (Prater): Kapelle W. Ganglberger, Künstlerduo Fritz und Dr. Lazarus V.» 7,8 7,8 8 8 7,8 7.8 7.8 SCHUHE Abrahamowicz II. 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