Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1959 (29.7.1924)
- Date
- 1924-07-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2981042--19879-3007061- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
yrr.'M» Me«er Morgenzeitung. Alle Arten von, Kommandite der Kroatischen Eakomptebank, Agram Kredit^vna Bankgeschäften J, SeltZergBffe 4 (Eäta0ffi)S' Warengeschäfte Telegrammadresse; Frapcbank Telephone; 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78. 69-4-82 Btteav^nwywiWlIBnraEii KHS5 Bollswirt. ■ Budatzefter Wiktschastrbrief. Mrtschastskrtse im Zeichen ver Sanierung. Budapest, Mitte Juli 4924. Ueber Geschäftslosigkeit wird allenthalben geklagt; die Kaufleute versuchen, billiger zu verkaufen, besonders die Preise vyn Bekleidungsgegenständeu sind auffallend gefallen, doch die Konsumenten sind schon längst an der äußersten Grenze der Leistungsfähigkeit angelattgt und beschränken sich auf das Memotwendigste. Die Arbeitslosigkeit ist jetzt das schwierigste Problem der Regierung. Dieselbe beläuft sich in der. Holzbranche auf 22, in der Eisen- und Textilbranche auf 30, in der Vaubrauche auf 44 Prozent der Gesamtarbeiterzahl. Der „Abbau", dieser in Deutschland und Oesterreich sowie in geringerem Maße auch in den Ententestaaten schon früher zur traurigen Berühmtheit gelangte Begriff, fand auch in Rumpfungarn Anwendung. Hier dürste er aber viel ernstere Folgen haben, denn während' die maßgebenden Kreise in anderen Ländern soziales Gefühl an den Tag legen, begnügen sich die Staatsmänner in Ungarn mit dem Einberufen von einigen Eugueten und dem Veröffentlichen nichtssagender Evmmnniques. Die Verweigerung der Preisreduktiouen motivieren die Produzenten mit der anr 1. Juli in Kraft getretenen Frachterhöhung, aus welchem Grunde auch die erwartete Kurssenkung von Eiern, Geflügel, .Gemüsen und Obst unterblieb und bei der Kohle sogar eine 15- bis 20prozentige Steigerung bevorsteht. Den Preis von Koks hat die Stadt herabgesetzt, wahrscheinlich, weil sich im Hochsommer niemand besonders beeilt, Heizmaterial zu kaufen, zumal wenn die Geldnot allgemein ist. Das neueste Kunststück, des Fiskus ist, daß die Berkehrssteuec seit 1. Juli im vorhinein zu entrichten ist; als Muß dient stets der Turchschnittsumsatz der abgelaufcnen drei Monate. Verringert sich der Konsum, so hat man dem Aerar höchstens mehr vorgestreckt, als man selbst eiuhebt. Me gewaltig der Mangel au Geld beim Staate ist, beweist auch die Tatsache, daß die Lieferanten ihr Geld noch immer nicht erhalten haben. Ein anderes Beispiel: Ende Juni hätten Banken und Industrie die 20 Millionen Goldkronen, welche sie dem Staate a conto der großen Ausländsanleihe vorstrecken mußten, zurückbekommen sollen, doch ist dies unterblieben, vielmehr verlangte der Finanzminister (Baron Koranpi): Beteiligung der Interessengruppen an der im Inlands zur Zeichnung gelangenden Quote des Auslandsdarlchens bir> zur Hälfte der vorgestreckten 12, respektive 8 Millionen. Tie Nationalbank gewährt dm um Devisen Ansuchenden die „Begünstigung", daß sie hie ihnen zur Bezahlung alter Schulden bewilligten Devisen bis Au.gust in Wochencaten übernehmen und bezahlen können, es melden sich aber jetzt wenige, die Anspruch auf Devisen anmelden, zumal solche auch im sogenannten „Winkelverkehr" jetzt schon sehr leicht, obendrein ab und zu billiger als im amtlichen Verkehre, erhältlich sind und außerdem infolge der totalen Stagnation des Geschäftsganges weder Großnoch Kleihandel sich mit dem Auffrischen der Lagervorräte beeilen, da sie Preis-, rückgänge befürchten. Die Mühtenkonzentration hat sich, wie vorauszusehen war, am 15. Juli aufgelöst; die Mitglieder konnten sich in per Frage des Anschlusses der Provinzmühlen nicht einigen und haben sich nunmehr wegen der zukünftigen Preispolitik freie Hand gesichert. Für das Konsumentenpublikum ist dieser Gegenstand insofern von Wichtigkeit, als man einen gesunden Konkurrenzkampf und als Folge hievon ein Sinken der. Mehlprcise erhofft. Das Jnslebentreten des Rcorganisationsplanes Mav hat wieder Aufschub erlitten, indem gegen die allzu große Unabhängigkeit von vielen Seiten Einspruch erhoben wurde. Inzwischen beansprucht die Mav? um über genügendes Betriebskapital zu verfügen, 15 Millionen Goldkronen staatlichen Kredit, den ihr Koranyi in Form einer eigens zu diesem Zwecke aufzunehmenden inneren Anleihe verschaffen will. Dringend wird der Geldbedarf in ein bis zwei Monaten; b'is dahin hofft die Staatsbahn, vorausgesetzt, daß das Land eine reichliche Obsternte haben wird, an Exportfrachten so viel einzunehmen, um die Ausgaben zu bestreiten. Ucber Export und Import wird hoffentlich nicht mehr lauge zu berichten sein, indem es allgemein heißt, daß der Verkehr nach jeder Richtung hin frei wird.' Einstweilen unterliegt die Pferdcansfuhr .keinem Exportgebnhrzwange mehr. Der Import von Kaffee, Tee, Pfeffer — ausgenommen Paprika — sowie von Piment ist freigegeben worden; ans biefem Anlasse wurden auch die Zollsätze dieser Artikel neu bestimmt. Bier. ungarische Petroleumrafsiuerien haben mit den von der Vacnum Oil Cop. erhaltenen 960.000 Dollar in Sowjetrußland 3500 Waggous Rohöl gekauft. Ter Notenverkehr ist in der ersten Juliwoche um 373 Milliarden gestiegen, während er in her zweiten Woche um 2,7 Milliarden abnahm. Dis t». 'HlO.rM . Seite 7 Te u e ru n g hat im verflossenen Halbmonat eine gering« Abschwächuug erfahren. Laut Meldung des Gewerkschafts, seuatys hat eine Million gegenwärtig den Kmrfivert von 58.44 Friedenskronen. Debilen« «nd Balutenkutse. (Mitgetcilt von der Oysterreichischen Aatkonalbank.) Vista ^m»tvrä»w i, , von. Quldeo Agrram 1 ju«,. Rronen ... Relprad 1 Dinar .' Berlin* 1 deutsehe Reichsmark Rrilssel J belgische Franc* Budapest** I ungarische Krone» Bukarest 1 lei ...... Chrisllanfa 1 nonve*. Kronen Kopenhagen 1 dänische Krionar l.endon 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas . . . . . Mailand 1 Lire. New York I D<M»r..... Paris 1 Francs ...... Präs 1 tscbeeho-atow, Kronen Sofia 1 Lewa ...... Stockholm' schwcdlscheKronor Warschau*** t nolnlsehe Mark Zürich l schweizerische Francs . Noten Amerlkan. Noten r. 8 Dollar autw, , kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten tu 1000 Leva . » ■ * 100 * » , , kleinere, . , Dönische Noten 100 Kroner . , vcutscha Noten*... * » 100 , . » , , kleinere* . . . Engl. Noten von 8 Llvrest. autw. „»' » kleinere . , . . rraneOslsehe Noten 100 Francs . Hpt’undische Noten 100 Gulden . Halte ilsehe Noten V. 100 Lire autw. . . . . kleinere . . . Ingos!. Noten unge$t. su 1000 Dinar » * iS * , , r kleiner« . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten *" ..... * „ kleinere . . . Rumänische Noten j-ulOOO u, 500Lei „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 800 Rubel » » » » )00 , , , . kleinere . . Schwedische Noten lOOKronor , Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 1Q0 Pesetas . . Tschechq-slOW. Not. Y.lQQOaufw. , . kleinere Türkische Pfund-Noten. Ungar,Noten**(n. Em.) zulOOOKr. . . zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere. 28. lult ' 25. .lull Oetd Ware Seid Ware 27170.-, 27270,- 27)70.- 27270— j°A7.- 841.- 837,— p41 — CMT. - 041.- «st.— «41,- 10050,^. 169*0.- 10871.- 16975— 3281. 329-3, - 3284.- 3296. - 87.7? 89.75 87.25 89,25 30S.- 305 - 3f)7 - 3(9— 9370.- M7.'- 940f*. - 11280.- 11320.- ,138».- U4V1— 3l2%no(— 313000.- 313000,- 31-^10— 9380,- 9420.- 938 a.— 9420— 3064.-. 3076,- 3074.- 3086— 70035.- 7U85.- 70915.-?N»5.- 3622.- 3638— 3652.- 36^8— 2107.r. 2117.- 21i'9— 2119— BIS.— Ä?P,~ Bl,5.- .119— . |«72ä,- 18780.- 18720— 18780— 13550.- 13650— 13650— 13750— 13055,- 13105.- 13055— 13105— 7C4fO.— 70860— 70463— 70860— 7VSM.-, 70760— 70360.- 7076".- 32^5.-r 3275— 3240. - 3270— 493. ~ 498.-' 490— 493— 47gi- 478— 470— 4?8— 11160.« 11240— 1124/).— 11320,- 16540.- 18661.— 16540— 16660— 16440.- 1(3560.- 16440_ 16560.— 3lo20ft,-, 311800.- 311300— 312800— 3lois 0. - 311600— ZU000— 312600— 4535.» 3615— 3520— 3650— 26850,- 279526m r- 27050— 3070.— 3090— 3080— 3160— 3040.- 3060— 3050— 3070— 834.- 840— 836_ 842— 824.- 830— 826— 832!- 9210.- 9290— 9240— 9320— 13580.— 13720— 1353o— 13770— 13380,— 13520.— 13430— 13570— 298.- 302— 303— 307— 288.- 292— 283— 297— 1853').— 18631— 18510— 18610— 13000.- 13M0— 13010— 13090— 9200.- 9340— 9260— 9310— 2Joo.— 2116— 2102— 2| IS—?/-95.-?m— 2097— 2113— 339-0.- 34700— 33503.— 34500— 85.— 83— 84,50 87,Sa £\- 83— 79*53 tß!s« * Für eine Billion Mark, ** für 100 ungarische Kronen. *** für 1 Zloty auswärts. Kapitalsvermehrungen. Pulverfabrik B! o b n * SS e 11 #* W e tzl -e r A.-4Ä. Erhöhung des Aktien>?apltalS von 150 ÄWllwNLp auf §00 Millionen Kronen Nominale. Die Allgemeine Jndustrietbank (neuerliche Verfchiebuug der Tagfahrt). Gestern hält« die AusMchtagfahrt der Allgemeinen Jndustrielumk, die schon früher aus Ansuchen. deS Ausgleichsverwalters vertagt wurde, stattfinden soffen, doch wurde sie jetzt neuerdings aus, den September verschoben. Unter den Gläubigern herrscht wegen dieser neuerlichen Verzögerung große Verstimmung. Ebenso sind auch die Bomnte» «rlbittert, weil ihnen von den versprochenen Wfertiguwgen durchschnittlich epst zwei Millionen ausbMW wurden. Franz. Mode-Belome« SEiD £ Copyright Nachdruck bertipleu. I Jüdischer Verlag, Berlin. 54. Fortsetzung. ' Hawdoloh und zahfeuftreich. Von Sammy Gronemann. Geheimnisvoll benote sich Fmn Steinhach zu i'tzm: »,Kuchen wollen Sie? Können Sie hahen, Kuchen von allen Dorten. Aber nicht hier! Komnren Sie mit!" Und mit viel Au-genAinzeln und Winken forderte sie ihn aus. ihr nachzugehen. Trjmnpchierend, seiner Beute sicher, folgte der hohe Herr ihr durch die Hin tertiär auf den Hof^ über altes Gerümpel toeg in eine andere Tür, durch einen langen Ganig mit dielen boshaften Ecken bis zu einem Tor, das Frau Steinliach langsam öffnete und das wieder auf die Straße sühne. „Sehen Sie, Herr Offizier," sagte Frau Steinbach .seelenru-hig, und -wies über die Straße: „Da drüben >das Licht — d-a ist das Kaffeehaus von -der Frau Conrad! Ta können Sie soviel Kuchen haben als sie wollen!" Das K o w n o e r G h niii a s i u m. Mir besonderer Freude nahm ich meine Kurse in deutscher Literatur wieder ailf, die ich einigen Lehrerinnen des Nealgymnafiums erteilte, andere folgten meinem Beispiel und es entstanden allgemach enge Beziehungen zwischen den Intellektuellen und jener Anstalt. Struck, Zweig. Deutschländer, Kühl hielten gutbesuchte Borträge in der Aula 'der Schule und hatten gleich lMir viel Freude an dem prächtigen Auditormm. Diese Schule, wurde überhaupt ein Mittelpunkt geistigen Lebens, -und ich muß von ihr einiges erzählen. Von dem Feldrabbiner Dr. Rosenack gegründet, von Dr. Josef Carlebach als-Direktor geleitet, war sie eine durch und durch -hebraistisch-nat-i-onaM-dische. Institution und die eigentliche Pflegestätte der zionistischen Idee geworden. Das lag nicht inder Absicht des Gründers oder des Leiters, wie ich gleich hervorheben-will, um die Herren nicht in falschen Verdacht zu bringen. Im Gegenteil hat speziell Dr. Carlebach mit aller Offenheit und .großer Energie sich bei jeder Gelegenheit als überzeugter Gegner des Zionismus bekannt, — aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen entwickelte, sich hig Anstalt in jenem Sinne. | Ich habe eine -Anzahl von Schulen kenuengelernt. die bewußt auf zionistischer -Anschauung basiert waren, aber nirgends herrschte eine solche klare^ Einstellung wie an der Carlebachs-chen -Schule, da Me Schüler und Schülerinnen ständig aus sich, hie Wicht ruhen, fühlten, ihre Ideale., verte'digen zu müssen. Und es war erfreulich zu - sehen —hier .gilt das, 'was sch von Deutschländer und feinen Beziehungen zu seinen Schülerinnen i-n PiaWo'k sagte, in erhöhtem >Maße —, wie darunter die Anhänglichkeit und Verehrung .Nicht litt, die dem DiMor Ca-vlebach entgegengebracht 'wurde. Er war ein-glänzender Schulmann sta-üd unter feinen. Schülernnicht wie ein strenger Präzeptor, sondern wie -ein älterer Freund und Oamera-d,-liebte seine Aufgabe und seine jungen -Freunde. Gr hatte aber auch innere Beziehungen zu dies-en jungen Ostj-uden, hielt sich von jenen: Hochmut fern, den viele auch gerade orchodoxe Inden aus dem Westen dort leicht annehmen und verstand es in seiner Art glänzend, seine Schüler -unter Berücksichtigung ihrer Eigenart in die Kultur des Wöstens e-nzuführen. So wurde mit Lust und Liebe gearbeitet und so mußten die Schulräte von Oberost gestehen, daß die Leistungen der Schule höher standen als -die gleichartiger Schulen in Döutschla-nd. Es wurde sehr -viel Hebräisch getrieben, mehr vielleicht alß dem agudlstifchen Direktor recht lvar, aber die Schüler setzten ihren -Willen mit Lei-denschastlichkeit durch. Und als eines Tages der Schulrat verlangte, daß die hebräischen Stunden eingeschränkt werden sollten, meldeten sich am felben Tage fast alle die 500 Schüler ab, so -daß der Schulrat nachgeben mußte. Die Carlebachschen Schüler sprachen auch daheinr und auf der Straße fast nur hebräisch; man merkte e's ihnen an» daß sie das nicht der Demonstrationwegen taten; denn gerade in Mo-menlen höchster Erregung,;&et Debatten etwa über eine Jbsen- Aufführung im Foyer des Theaters, sprudelte es nur hebräisch a-üs ihnen -heraus. Mt besonderer Liebe denke -ich der ersten Mädchenklass-e, in der sich eine Menge ganz prächtiger Kinder zusanmrngefunden hatte und besonders des netten Abschiedsf-Lster, das sie mir vor meinem Weggänge bereiteten. Ich -war so eine Art H-aueireund der Schule gowokde» und als eine fpezielle Aufgabe haßte ich die Vorbereitung gelegentlich veranstalt-eter Schulfeiev» u?rch .Wiffühvungen üibernom-men. U-nd hier «will.ich sine Geschichte erz-Men, die -besser als jede Uuse-inandersetznyg illustrieren wich, welche ausgezeichnete Erziehnngsavbek an dieser Schule — von den Schülern au dem Lehrer in diesem Falle — geleistet wurde. Gelegentlich de's großen Schulfestes Ehanukah 1916 ersign-ete sich Folgendes: Dr« Kinder hatten durch allerhand Darbietungen in Hchvaisch, Jüdisch und Deutsch ihre Fähigkeiten-gezeigt und das Offizielle Programm war erledigt. Das PMAum, das de» Saal Vis auf .den -letzten Platz -füllte — auch die Behörden, der Stadthanptman-n, der Schulrat, der Feldrahbiner waren anwesend —, klatschte freudig-Beifall und die MdwiEenden verbeugten sich auf dem Podium. Da wurde auf der Bühne plötzlich -die Hat-ikwah angeftimmt. — affe erhoben sich, zuletzt auch-.der Rabbiner, fielen in den -Gesang ein oder hörten ihn doch respe.kt.voll an. Nachher gabs einen Mordskrach: Carle'brch hielt den Schülern, nachde-m das PubNu-m sich entfernt hatte, eine Standpauke, dahingehend, daß seine Schule - nicht zionistisch und Nicht nationaljüdisch fei. Er verbiete das Singen der Hatikwah in den -Räumen der Schule, Da nicht alle Interessenten in der Aula Platz gesunden ifjntfeit, wurde das Fest nach einigen Tagenwiederhalt und trotz de's strengen Verbotes wurde die Hatittvah ebenso feierlich gesungen, Earlehach war außer sich, aber das Unglück war gaschLhen. Ein Jahr später. Cha-nukah 1917, war ich wieder. bei dem Feste anwesend und ich war diesmal recht gespannt, ob die Schüler es wagen würden, jenes Stück zu wiederholen. Ich hatte absichtlich mich nicht vorher artentiept. W gab eine Ueberrafchung. Als letzte Nummer des Programms war eine Ansprache des Direktors vorM-sehen. Der Vorhang hob sich und IM Carlebach stand gW*»- mitten seiner obersten Knabenuv& Mädchenklasse und redete, frisch und jugendlich, wirklich wie der a^este -der Kameraden und er schloß etwa mit folgenden Worten: „Und nun bitte ich Sie alle, sich von ihren Plätzen zu erheben und unsere Hymne, die nationale Hymne deS jüdischen Volkes, die Hatikwah, anznhören ' Cf^orrjct'itna 5978399519685975