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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-20 · Heft 1950 (20.7.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1950 (20.7.1924)
Date
1924-07-20
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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W Sekte 14 Blnen, Wonnwg ÄZiener Morgenzertung. SV . MN 1VS4 *tt. VE» Mgiernngsrat Emil Schiffmaim. Wie wir erfahren, har BundesprPdent dom Redakteur Emil Schis,sincrun den itel eines ReMrungsrates verliehen. In dieser Emennnng urmt seine. Stellung als - Pressekonisulent des - Dprotheums inÄbesondere als langjähviger Presset rate« -es Pvstparkassenomtes zum Ausdruck. Regierunysmt Schiffmann hat ich in diüsev Eigenschaft bei den vieHacheri staatsfinanMlen xLransaftilmen dieses Instituts große Verdienste erivorben. »Regivvun'gsrat Schiffmann erfreut sich sowohl in den Kreisen seiner Kolkgen als auch der osterroichiischen Finanzlvelt vieler sSymPathion und großen Ansehens. r Insolvenzen. Der Kreditorenverein meldet folgende G a h l. u n g s e i n st e l l u n a e n r W i n k l e r L F i s ch e r, ^rcmSportgesellsckaft, 1.' Brz., Elisabetdstrasr? Eugen Goldschmied, Ledergalcmicriewaren, 7. BeZ., . enbaugasie 19. Wilhelm BuckLC o., Holzindnstriegesellsckcifr in. b. H., 1. Bez., Dorotheergasse 17. Sandor Fried, Gemischtwarengroßhandel, 2. Bez., Waschhausgasse 1». Franz S p r n n g, 18. Bez., Antonisgasse 19. Leopold B l u m e n f e l d, 7. Bez., Andreasgasse 6. Max Metzger, Kaufmann, 7. Bez., Schottenfeldgasse 78. jOSkar P l e ch n e r, Wiischeerzeugung, 8. Bez., ScblLsselgasse 2. gottlob D w o r s (i f, Fleischselchrr, 18. Bez., Währingerstraße Blr. 158. Rudolf W e r t l, e i in e r, Radiounternehnien, 19. Bez., Flemminggasse 15. Ludwig H o f b a u e r, Zuckerbäcker, 5. Bez., ^Wargareteuplatz 5. f Bits, Filmiudnstrie-Aktiengesellfchast.?lnläßl>ch _ der zirkulierenden Gerüchte, daß das Streben der Bita-Filnundustrile-- Äktiengesellschaft, ein dreimonatiges Moratoviu-m M erwirken, auf Schwierigkeiten stößt, erfiahren „Finanznachrichten" aus vuthenrstcher Quelle folgendes: Bis jetzt haben drei Gläubiger der Di ta-F 11 nt i n buft ri e M.-G., mri> zwar Montana-A.-.G., K. Peter, Aktiengesellschaft für Holz, Kohle und Bergweüksprodukte und Kapsch u. Söhne. Telephon- und Telegrastheitfabrits-A.-G., ihre Einwilligung nicht erteilt. Tie Montana- Dl>G. und I. Peter A.-G. machen ihre Zustimmung von der «Generalvevsanmrlnug, die am 24. d. staitfindet, abhängig; jKapsch u. Söhne wollen Sicherstellungenhalben. Ihre Forderungen sind jedoch erst im August fällig. Die Leitung der Bita-Filminduftrie-A.-G. ist der Meinung, daß sie die Zustimmung zum Moratorium erhalten wird. Was die finanziellen Perbindungen der Bita-FilmüiÄustrie-A.-G. anlarrgt, die die Slllgemeine Deposilcnbank ersetzen müssen, so werden mit pmerikonrschrn und englischen Bankengrnppen Verhandlungen flogen; auch mit ösm-reichischen Finanzinstituten würde 'ilung genommen. Die Gesellschaft hat in diesem Geschaiftschr sechs Filme hergesrcllt. Die Herstelümg jedes Filmes itcie zwei bis drei Milliarden. Zur Getreideausfuhr aus Rußland. Rußpreß meldet aus Moskau: Die Frage der Getreideausfuhr beschäftigt in höchstem Maße die Wirtschaftskreise Sdwjetrußlands. Die Gefre-ideprvii'e sind «im Juli ein wenig gefunken, doch bleiben sie noch über den Preisen in der entsprechenden Zeit des vorigen Jahres. Die schwache Ernte in diesem Jahre und die Erdöhung der Getreidepreise werden vielleicht zur Folge haben, daß die diesjährige Getreideausfuhr aus Rußland keinen nennenswerten Umfang erreichen wird. Andererseits sind gründe vorhanden, weshalb Rußland seine Getreideausfuhr smmöglirh einstellen kann. Im ersten Halbjahre des laufenden Geschäftsjahres betrug die Getreideausfuhr 120,5 Millionen Rubel, das . ist 67 Prozent der gesamten Ausfuhr. Alle anderen Ausfuhrposten machen zusammen etwa 34 Prozent aus, wobei der Wert der Holzausfuhr 13,8 Millionen Rubel, der Wr Naphthaausfuhr 18,2 Millionen, Felle 8,3 Millionen Rubel und Flachs.6,6 Millionen Rubel beträgt. Es sind dabei nur die loichtigsten Ausfuhrposten berücksichtigt. Es ist ausgeschlossen, daß der Ausfall der Getreideausfuhr durch die vermehrte Ausfuhr der anderen wichtigen Posten zur Gänze ersetzt werden kann. Der'Wert der gesamten russischen Ausfuhr jm ersten Halbjahr dieses Jahres wird auf 179,2 Millionen El geschätzt, wobei die Getreideausfuhr, wie gesagt, 120P raten Rubel und sämtliche andere Waren 58,7 Milx Rubel aus machen. Der Wert der Einfuhr in derselben jßeriode beträgt 83,4. Millionen Rubel. Sollte die Getreideausfuhr in diesem Jahre aussallen, sowürde die russische Handelsbilanz in der Höhe von 25 Millionen Rubel passiv. Pme Drosselung der Einfuhr in solchem Maße, daß diese Passivität behoben werden könnte, ist unmöglich; daher muß die Getreideausfuhr unter allen Umstanden aufrecht erhalten bleiben. Nach dein offiziellen Schätzungen wird der Getreideüberschuß in Rußland in diesem Jahre 240 Millionen Pud betragen. Er wird zum größten Teile in fernliegenden Gebieten Sibiriens erwartet, so daß' seine Beförderung zu den ausländischen Märkten an den russischen. Eisenbahntransport namhafte Forderungen stellen wird.. . .? Die Rolle der Kreditinstitute in Rußland. Die Wiederl>erstellung der Kreditinstitute hat im Jahre 1922 begonnen. Diese haben aber den Stand der Vorkriegszeit bei weitem noch nicht' erreicht. Derzeit gibt es 60 Kreditgesellschaften im ganzen Sowjkckbund, darunter 20 in der Ukraine, gegen IM jin ganz Rußland und 500 in der Ukraine vor dem Kriege. Die Bilanz sämtlicher Kreditgesellschaften im Jahre 1915. heitrug 930 Rubel, die der ukrainischen ' allein ILO Mil-' Eratrat Rubel. Die Einlagen der ukrainischen Kveditgesellfchaften und ihre Wechseloperationen 'betrugen 163 Millionen Rubel, refp. 174 Millionen Rubel. Die gegenwärtige Äage der .Kreditgesellschaften in der Ukraine ist folgende: Die /gesamte Bilanzsumme ist t,W5.OOO Rubel gleich. Ihre .Kapitalien betragen W6.OOO Rubel, die Einlagen und laufenden ^Rechnungen 646.000 Rubel, Darlehen, in i*r Staatsbank [185.000 Rubel, sonstige Darlehen 114.000 Rubel. Unter dev 'passiven Operationen sind Wechselkredite in der Höhe von '270.000 Rubel hervorznheben. Der Umsang der Tätigkeit dev 'Kreditgesellschaften ist somit noch nicht groß. Der Bedarf daran ist jedoch sehr böd^utend, da die Berhältniffe auf dem russischen Mldntarft ziemlich ungesund sind. Das Geld ist sehr teuer; iPrivatkauflsute zahlen im Privatverkehr 30 Prozent und noch;mehr pro Monat.-Diese ungeheuren Spesen werden auf die [Waren Md^ so.natürl-ich auf die Verbraucher überwälzt. Die Tonigkeit der Kreditgesellschaften fft unter anderem durch die Steuerpolitik der Sowjetvegierung erschwert, welche ihnen gegenüber keine Privilegien wie solche an die Genossenschaften erteilt. Es ist Mock nicht gerechtfertigt, da die Kundschaft dieser.Kreditgesellschaften am meisten Detailhöndler, Gewerbe^ treibende, An-gestellte usw. sind. - ' ■> noch größere Einkäufe besorgt, 23.500 K. erhalten. Ae WaremnSrtte. °(Mgcnbericht der „Wiener Morgenzeitung".) EhvmiöÄie« <Jn- und Ausland). ' Tas Geschäft, w'ar auch in der abgelaufeneu Woche insolse der herrschenden Geldknappheit erschwert und in den offeriert ^.Artikeln konnte man größtenteils billiger ankramnen. So erfuhr /.T0“*1 c*üt Ermäßigung um 200 K., Weinsteinsäure um 1000 K.', s chwächer tendierten auch Chlorcalcium geschmolzen, Chromkali, SNatrimMfit technisch sowie Giftstoffe. Z» Terpentinöl wurden inländische Ware konnte man um- Harz. Die amerikanischen Exporteure suchen mit aller Vtacht eine ohüng der Preise' durckzuftihrem doch bietet die - Erreichung. dieses Zieles die größten Schwierigkeiten, solange nicht ein flotterer Abzug der Ware die Bestrebungen fördern hilft.' Es kann in der Tat den amerikanischen Exporteuren nickt viel nützen, die statistische- Lage durch Fernbaltung größerer Vorräte von den Erstmärkten künstlich günstig zu gestalten, den schließlich gibt ia doch die Umsatzhöhe den Aitsschlag bei der Tendenzbildung. Die deutsche Abuebmerschaft bezog wohl fortdauernd Ware, aber da die Eindockungen sich nur von Hand zu Mund erstreckten, handelt es sich nur um verhältnismäßig kleine Posten. Weil die französischen und panischen Märkte mehr Qnalitätsmaterial liefen:, lagen dort die Verhälsnisse etwas günstiger wie in Amerika, wenn auch diese die ungünstige wirtschaftliche Lage in Emopa ebenfalls deutlich 'vüren. Die von Spanien zuletzt herübergelegten Offerten in Harz wiesen etwas höhere Preise auf. Hier notiert man für französisches Harz W. W. 6300 K. und ftir Aaaa 7800 K. trcmsit Wien. . Paraffin. Hier, kam keine Ware zu Markte, naci'denr vorher einige Mengen 50/52 in Tafeln weiß zu 10.60 Dollar pro 100 Kilogramm ' ab' Petrovic znm Verkaufe gelangten. Im Ausland hat das Angebot notleidender Chemikali.enpartien in den letzten Tagen etwas nachgelassen, was zur Marktbefestigung beitrug. In Paraffin allerdings machte sich hin und wieder ein größeres Angebot aus zweiter Hand auf ermäßigtem Preisstande bemerkbar. Weißes amerikanisches Tafelparaffin wurde im Durchschnitt mit 12 bis 12'/, Dollar pro 100 Kilogranrm bezahlt, rvähreyd amerikanische Paraffinschuppen mit 11 bis 11»/. Dollar käuflich waren. Zeresin. Auf den: Zeresinmarkt trat vorübergehend' eine Preiserhöhnng ein, die aber nicht von Bestand war, weil das Exportgeschäft erheblich nachgelassen hat. Wachse. Auf dem hiesigen Markte mackte sich etwas mebr ^achftage bemerkbar, es notieren Chinawachs 32.500 K., Cantauba 36.50:» K., Japan 33.500 K. und Montanwachs, Riebeck 7700 K., alles transit Wien. Zm Auslande nt die Preisaufbesserrtng. siir Japanwachs bemerken-voert. Die Forderungen stiegen im Durchschnitt um 2 bis 3 Schilling auf 84 bis 85 Schilling pro Cwt. Wenn man aber berücksichtigt, daß vor nicht zu langer Zeit Iavanwacks noch höher bezahlt werden mußte, so fällt die letzte Erhöhung eigentlich nur wenig ins Gewicht. Ruhig lag das Geschäft in Carnaubawachs; die Preise für fettgraue Ware hielten sich auf einem Stande von 110 dis 112 Schilling itttb für kurantgrau auf 112 bis 115 Schilling. Ostafrikanii'che Sorten in Bienenwachs bezahlte man mit 130 bis 132 Schilling und westafrikanifche Sorten mit 128 bis 130 Schilling. _^__ Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wieirer Morgenzeitung") ' \ Die schwächeren amerikanischen Berichte blieben hier völlig unbeachtst, zumal die Ernteberichte in Ungarn und Juqvsilawien fvrt>gesttzt ungünstig - 'lauten unt» die Drnschreftlltat-e enttäuschende Ergebnisse bringen. Die Tendenz des Wiener Marktes sprach.sich aus diesem Grunde und infolge des gebesserten Mckhlabsahes sehr fest aus. RvMn, speziell aber Weizen «wurde mehrfach in alter, und neuer Ware gehandM, wobei durchwegs höhere Preise erziM werden konnten. Gerste spricht sich mit Rücksicht auf die schlechten Errrteaussichten sehr fest .aus und wurde alte War« höher bewertet. Die Marktlage in Hafer bleibt unverändert feist, die Preise neigen bei instant befriedigendem Absatz xuqunsten der Warenbe.sttz.er. Auch die Maispretise haben angezogen und ist heute, der Artikel kaum unter 10 holl. Gulden ex Schlepp Passau erhältlich. .Der Mehlmarkt zeigt ein fteuwdlicheres BiU'doch profitiert hiervon voÄSuM die Aoejre - welche etwas billiger ist als die offiziellen Mühlennotiepungen. -Eirsklange mit der Befestigung der Get,re'idepxeffe und Exhöhustg der Mühleintotierungen in Ungarn wurden auch hierdie'Mchlproise durchwegs um 100 K. Pro Kilogramm hinaufgesetzt. : notieren pro Kilogramm ab Wien inklirsive der Warenplnsatzsteuerr Weizen inländischer 3450 bis '3550 A>, ' ' . * ungarischer 3500 biK 2900 K., ungarischer bis 3400 K,. tschecho- . 3500 bis 3800 K., Fuitergerste 2700 bis 2900 K., Mai8 -S800 bis 2900 K., Hafer inländischer 2900 bis/ 2Y50D.-,: ÜUgarischer 2850 bis 2950 K., rumänischer 2750 bis 2850 Z., , Hiffe' 2800 bis 2400 K., Heu mederösterreichisches' lyse halbsüß W'bis'650 K., süß 1100 bis 1200 K., Roggenbundstrch gepreßt 950 bis 1050 K. (ab Station). Leinsaat 5400 bis 5600 K.; Hanf? saat MD bis 6800 K., Weizengrieß inländischer 6200 bis.6300.M . Weirentnehl Nuller inländisches. 6000 bis 6100 K., nngarislM doppekg^iffig 5600 bis 5900 K., griffig 5300 bis 5500 K., ameEanMS Aüllpatent 6100 bis 6500 K., Brotmehl inländisches M» 3900 . bis 4100 K., Futtermehl Hs 2600 bis 3700 K., - Roggen mehl.' inH Ia 4400 bis 4500 K., Weizenkleie inländische 1775 bis Is25 K'/Roggenkleie 1775. bis 1825 K. ÄMMttollmaüt. 18. Juli. Banmwollzufuhren in den atlant. und - Galfhäitti 8000, im Innern 2000. Äussichr nach Groß» bWnWftn 4000, nach dem Kontinent 8000. - ...V. i . .Lokalmarkt xniddiine: 32.46 (letzt. KrrrS 32.35). Tendenz: ÄetA - — Termirre: Juli 31.40. August ' M25, September 26.60, Oktober 26.41, November Dezember .25:55,25.44, Februar —, März 25.79, April'.2V.'83, Mai M8, Juni . _____ ■ ':■; ' Me revisenlurlr. ZKrith» 19. Juli. (Devisenkurse von 12.05 Ühr.; AM der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelknrse.) Berlm pro Milliarde (-.-/.Holland 208.25 (208.25), New« o47.L5: (L49.5V), London 23.97 (24.01), Parts 28.— - (28M), Mgitzmd - 23.55 (23.62), Brüffel 25:05 (25.-), Avpeyhäherr 86^.(99.25), Stockholm 146.-(146.25), Ckristiauta 73;60 (74.^), ' Madrid 73.- (73.12), Buenos Aires 177.50 (l79.5Qf, Präg 1527'/, (16.27-/,), Budapest 0.0069 (0.0069), Bukarest 2.^2 (2:47)', Bstgrad 6.52'/, (6.50), Sofia 4.- (3.95), Warscha« -.-- 0.007750-(0.0077W). . :;; 19. Snlt (Kurse' der Devisenzentralei) ft-, AWsterdran 30.750 bis 31.250, Bukarest 355.— bis 970.-^, Äopeuff ... . Ö80. - . . .... 21MW 21.900, Zürich 14.760 Bis 14.990, Wie« 1,1435 ttS 1,M, Sofia 585.— bis 600.—, Agram 955.— bis 975.—, NewDor! 80.800' B|s 82.100, Warschau bis Brüssel ' ÄS 3760.—. ' El:N FgS5BALL“ROMAN VON SIDNEY HORLER Nachdntck Vorbehalten. 20. Fostschvng.! „2lha! Jetzt rieche ich den Braten!" zischte der Manager. „Stopford ist hinter dem'Mädel -her, vermute :ich; ich Hab' so etwas gchört, daß der Grund, warum er so viel Geld in den Klub hineinsteckt — ein Frauenzimmer ist — in das er verliebt ist — und natürlich paßt es ihm nicht, daß du ihm i,rs Kraut steigst. Aber so einen Brief zn schreiben — pfui Teufel!" Der Manager schleuderte., das Schriftstück mit Daumen und Zeigefinger weit von sich und fügte hinzlt: „Nun, es ist die Sache des Direktoriums, zu beschließen, was jetzt getan werden soll/ Ich weiß fedensalls, was ich ihnen raten werde. Mach', daß du hinauskommst, Junge!" \ Dick Marr machte, daß er hinanstam. Tie Situation war verflucht unangenehm für ihn. Er chatte, ohne es zu wollen, nicht nur seine eigene Stellung im Klub in Frage gestellt, sGideru auch eine allgemeine Krise heraüfbe» schworen. Er ergriff die erste Gelegenheit, um Ben War» riner aufzusnchen und ihm, seinem Kapitän und Freund, ■ erzählte er die ganze Geschichte. „Es ist nicht meine Person, an die ich jetzt denke, Ben," sagte er, als er seinen Bericht beendigt hatte. „Natürlich ist es schade, daß ich die Mannschaft so bald schon verlassen soll,' aber ich denke in erster Linie an unsere Jungens. Es mag anmaßend und absurd erscheinen, aber ich glaube, Hollister gab mir zu vevstehen, ohne es direkt zu sagen, daß er die Direktoren veranlassen will, Stopfords Befehl zu ignorieren. In diesem Fall wird es zu einem bösen Konflikt kommen. Du weißt ja, nws ich meine?" Ein Ausdruck der Verachtung huschte über das braune Gesicht des Hollywood-Kapitäns. „Nach deinem Verhalten am Sonnabend würden die Burschen cs niemals zulassen,^ daß du weggeschickt wirst,' selbst wenn unsere Direktoren nicht so viel Mut aufbrächten, um diesen Stopford die Zähne' zu zeigen," sagte er. „Die Direktoren werden auch sicher meine Meinung einholen und ich werde Hollifters Standpunkt unterstützen. Ein Stinkvieh, wie dieser Stopford, müßte geteert und gefedert lverden. Sorg' dich nicht weiter, Dick, dir wirst'die ganze Mannschaft geschlossen hinter dir habm!" Trotz der. anfmunteruden Worte seines Kapitänkonnte Marr die tiefe Depression, die sich seiner bemächtigt hatte, nicht abschütteln. Er vergaß ganz sein eigenes Schicksal, als er an seine Kameraden dachte und — auch daran, >daß Margerh durch die Aufmerksamkeiten dieses gemeinen Schurken, der. ..geradest ba§ Gegenteil von einem Sportsmann war, belästigt und beleidigt wurde. Er hatte den Nachmittag, für sich, aber er L>nnte nicht zu Hause bleiben. Er fühlte: niit dieser . Zentnerlast auf seiner Seele untätig zu sein, wüvde ihm wahnsinnig machen. Er nahin einen dicken Stock und verließ das HoiM um einen langen Spaziergang zu nrachen. Gr wand^tztze stundenlang durch Felder, Wiesen und Dörfer, bis er ganz erschöpft ivar. Biet hätte er darum gegeben, Margerh Kivkby zu sehen; aber >er mußte sich sagen, daß ein Pösuch ^ej ihr fälsch gedeutet werden ikonnte, nnd so unterdrückte er die Persuchung, bei ihrem Hause halt zu nrachen. '<■ > .. Es war sehr spät am Abend, als er in die Stützt zurückkam — zu spät, um Ben Warrmep noch aufzusuchen und nach Neuigkeiten zu fragen. Die schärft Ägydluft Patte ihn müde gemacht und als er nach dem Hachttyqhl zn^ Bett ging, schlief er sofort ein. Er träumte Dtopftjrd, dessen Kopf sich in einen Füßöalk. hatte; den kickte er nach Herzenslust auf dem Feltze-ünshLf;, Pober der Fußball jedesmal mit dicker Stirstpft-'-MM ' und. ftuchte. . . ' .; '-4^'r " -Für den nächsten Tag um 1V Uhr MoMitzs-lugv Training angefetzt, doch die Ungeduld; zu erfthrän,'wesche Entwicklung die Angelegenheit genommen hatte,- trieft Man bereits um 9 Uhr aus dem Hause. : -■: r" Als er sich denr Spielplatz näherte, hörte er tzas -warnende Signal einer Mvtorh-upe hinter;fich um und . zu seiner unaussprechlichen Faeupe--eMickft er Margery Kirkby in ihrem kleinen Wagen.- >. . Mit einem Satze ivar er an ihrer Seift.-Er-'bemerkte, daß das Gesicht des jungen Mädchens blaß wax; aber chre Hugen leuchteten. Dasselbe seltsame Gefühl, welches er am Tage ihrer ersten Begegnung empsunhen -hqtte, kam mit verstärkter. Intensität wieder. Sie Am^ih!N',üheripdisch schön vor. Stumm nnd verzückt blickte er -sie. cm;' ghep sein Blick verriet, was in seinem Innern Vyrging. -Die^ hlasien Wangen des jungen Mädchens färbten-i'sich- Wteje diesem Blick. ■; „Oh, ich freue mich ja-so sehr, Mtz/ WE" Wf rasch und erregt. „Ich muß Ihnen ettpqs -erMlen! Wo kann ich mit Ihnen sprechen? Wollen Hft.'«Witz!gtzq-und' eine kurze Spazierfahrt mit mir machen^.oderi sind ~@k: «r Eile?" ' Die Worte kamen rasch und übepstsiHt heZgn^ und zeugten von einer ungewöhnlichen Nerv-sitäts und Üeberreiztheit, die gar nicht im Einklang Ht -tzeM.'ftnstigeu. Wesen des jungen Mädchens stand. 1.' C. :; Der junge Fußballer gab sich den Mschpsil,' M pb er , auf die Uhr sehen wollte, obwohl er aM tzi.qen/FcH.'tzev Versuchung hätte >wi'devsfthen können, De: Wglptzuvg - an-! zunehmen. - ' ' " ' k'i „Ich habe eine halbe Stunde- Zeit, er mid schwang sich in den Wagen.

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