Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-07-13 · Heft 1943 (13.7.1924) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1943 (13.7.1924)
Date
1924-07-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981026--19678-3006844
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

(*• ’ <?V. ' v' . >•* '’U w YMtz Gien, SonukSg MMrrMAr-MettmkK 'IS. Juli LM -W«y VoWigL«Ke7vW-.S. An^ski. Ms * die' 'KöwlWZ.Pon--^WglMK^Sett 23jEt im; bestieg utib sich Zur Krönung vorkürmtete; -i VW^. am eMlfchen Königshof ein großes Fest veranswÜet, zu weHem Me Könige und Fürsten der Welt geladen wurden. Außerdem erhielten zu dem Festmahl die er^lifche/Uviftökratie,./5>ie Männer der Regierung sowie' alle'angesehenen Persönlichkeiten, die als Ratgeber der Krone und, der Regierung bekannt waren, eine Einladung. Unter ihnen befand sich auH Moses Moirtesiore. > - ••■ l-' . \: Während. des Festmahles i_ tzerMte, MobeFe^ Stimmung. Der gute alte Wein machte die 'Miste gesprächig und die Monarchen begannen Geschichten aus ihren Reichen zu erzählen. Der eine brüstete sich mit der Größe und der Ausdehnung feines Landes, der andere prahlte mit seineul Gold und Silber, der dritte sprach hochmütig von seiner Macht und seinen Kriegsmitteln und der vierte verriet, daß er stolz sei — auf seine Weisheit. Da sprach' Nikolai der Erste timt Rußland: ,Mein Reich ist -das größte der Welt. Das Volk, das lch beherrsche, ist zahlreich wie der Saud am Meere und ich bin reicht an allen Gütern der -Welt. Nur einen Mangel hat mein Land: es sind zu viel . Juden darinnen, und ich weiß nicht, wie ich mich ihrer entledigen könnte." - Moses Montefiore^ hörte die. Worte des Kaisers aller Reußen. Verärgert trat er aus Nikobrns zu, verbeugte sich vor ihm und sprach: ,Majestät! Wie ich Einer Majestät Worten entnehme, sind Sie unzufrieden, weil sich in Ihrem Reich 'so viele Juden finden. Trisst das zu, so ist nichts leichter, Äs sich von ihnen zu befreien." ,Mie wäre das möglich?" fragte Nikolaus. ,/Ganz einfach: Verkaufen Sie mir Ihre Juden! Ich bezahle Ihnen für jede jüdische Seele, jung oder alt, männlich oder weiblich, drei Rubel bar irr Assignationen." „Und Sie nehmen die Juden auch, aus meinem- Land?" „Natürlich, bis auf. dm letzten Mann." Nikolaus schien ü'berglüMch, denn es swar in-der Tat ein glänzendes Geschäft, das sich ihm da bot: alle Juden los zu werden- und dafür noch eine fette Summe Geldes M bekommen. Der Zar willigte sofort ein, das Geschäft wurde abgeschlossen, und es wurde vereinbart, daß Monte-' siore binnen drei Monaten nach Rußland kommen, den Kaufschilling für die Juden erlegen -und sämtliche Juden' aus Rußland -mitnehmen werde. ' ' V’Z' Als Nikolaus wieder heimkchrte, ' berief er' alle seine Mnisier und Ratgeber und teilte ihnen die frohe Bot-' schaft mit. „Ich habe ein glänzendes - Geschäft äbgefchlossen. Sämtliche Juden habe ich gu drei ROel AMnatiön bav pro Kops-verkauft." ~ . , Als die Minister und Ratgeber diesen Bericht des Kaisers hörten, griffen sie sich , an den Kops und riesen unisono: 1 „Um des' Himmels willen, Herr und König, was hast du da angerichtet?! Heute haben'wir von jedem Juden, ,vd Mann, ob. Kindoder Fräst durchschnittlich jährlich einen^ reinen-Nntzenvon zwanzig Rubeln. Du müßtest förmlich verarmen, wenn du deine'Juden so billig Hera nsgibst.". Nikolaus sah ein, daß er eine Dummheit gemacht hat und -fragte seine Ratgeber, wie die Sache rückgängig gemacht werdenkönnte. Die Minister sannen. nach eineon Ausweg, wie man die Juden für den Kaiser retten könnte, ohne daß .der Zar vertragsbrüchig werden müßte. Da rief plötzlich einer der. Minister: - ' „Majestät, ich hab's! Bekanntlich kann - man -den Juden daran erkennen, daß er Bart und PajeS und lange Kleidung trägt. Der Kaiser.-möge, einen Befehl.erlassen, daß alle Juden Bärte und Päses scheren lassen und fortab, kurze.. Kleider tragen sollen. So wird sie-, niemand als Juden erkennen. Komm-tdann Mont-efiore sich ' seine Juden holen, so lieferst du. ihm-die Karä-er aus und erklärst ganz einfach, daß es keine Juden mehr im Lande gäbe, ' - Dieser Rat gefiel dem 'Kaiser und er erließ sofort den Befehl, daß alle. Juden Bart und Slirnlocken scheren lassen und-kurze Kleider tragen müßten. Als'Moses Montefiore innerhalb der vereinbarten . Frist in Petersburg" ankam und im kaiserlichen Schloß seinen Vertrag präsentierlc, wurde er von einem Minister mit der Mitteilung empfangen: „Für uns gelten.die Karäer alsdie wirklichen Juden, willst du, so nimm sie dir und bezahle für sie den vereinbarten Preis." .. Montefiore begriff sofort, daß Man ihm-die Jrrden nicht nrehr ausliefern wolle. Erzürnt über den WorÜbruch, " trat er sofort, ohne Abschied, die Rückreise an. Bor Sabbateingäng hielt er in-Wilna.-Zu jener Zeit war Graf Potocki Herr von. Wilna. Als dieser erfuhr, daß Moses Montefiore in Wilna angekonrmen sei, stattete er ihm in seinem , Gasthof einen Besuch ab. Während sie so saßen mü>'miteinander sprachen, erschien ein Kurier aus Petersburg und überreichte Moses- Montefiore ein geschlossenes Handschreiben. des Zaren Nikolaus. Montefiore übernahm den Brief,,betrachtete ihn'von allen Seiten und legte ihn aus den Tisch Da meinte Graf Potooki: .„Warum öffnen Sie nicht das Kuvert- und lesen.das kaifetliche Handschreiben? Die Ehrfurcht vor der .Krone.- gebietet es,' ein kaiserliches., Handschreiben gleich , nach Empfang zu öffnen und zu, lesen." Moses Montefiore antwortete: - „Ich .kann das kaiserliche. Handschreiben nicht. öffnen, weil heute Sabbat ist, und am Sabbat ist es verboten, eine Avbeit zu Herrichten," -, s -Nun schickt sichDxas.Pytookj an, sslbst das Siegel zu lösen-, 'aber Montesiore.HWihndawAN, ab,-indem er sagt: : ,Me sind ein^MMWche.Mr:^Herr .und,dazu noch mein Mst, ich.kann, es also unmöglich zugeLen, daß Sie sich' da!;u ^rablassen, üreine Briese zu öffnen." Graf Potooki ruft hierauf einen seiner Diener, herein und befiehlt ihm, das Kuvert zu, öffnen. Kaum hatte der Diener -dem Kuvert.den kaiserlichen Brief entnommen, als er sofort tot zujsammeNsturzte. •" Das Innere des KuveM und das Briefpapier waren M starkem, sofort tötendem Gift gefüllt. Moses Moniesiore, erschrocken über den ihm zugs« dachten Anschlag, ließ sofort' die Pferde anfpannen und fuhr, trotz des Sabbats,. weiter. Zu Hause angerkommew ließ er sich sogleich bei der Königin von England melden, und erzählte.ihr alles, ivas ihm in Rußland.widerfahren war. Die Negierung der Königinvon England Wüte sich durch dieses Vorgehen des Kaisers Nikolaus des Ersten tief beleidigt; daraus entstand-zwischen England und Rußland ein-Konflikt, der schließlich — zur Schlacht bei Sebästopol führte. Der Haus-erer. sein Sohn und die Amme. Ein Roman aus dem römischen Ghetto. Ans Rom wird uns geschrieben: Die folgende romantische: Geschichte bildet jetzt hier das Tagesgespräch. Vor 21 Jahren' lebte im jüdischen Viertel Roms ein, junger Jude namens Samuel, der sich mit dem Handel von alten Kleidern und Hadern fortbrachte.Er heiratete ein armes Mädchen, Sara, : die jedoch nach einem Jahre bei der Geburt eines Knaben starb. Der trauernde Vater gab das Kind zu einer christlichen Amme in ein Dorf bei Rom. Wenige Monat.? später kam die Amme nach Rom und erzählte, das; der kleine Moses plötzlich - gestorben, sei. In dem Dorse selbst ging jedoch schon a.irm.1s die Mar um, daß nicht das Judenkind Moses, sondern das. eigene Kind der Amme gestorben lei, und das; düse, weil sie sich an das. sympathische, kleine Judenkind schon so gewöhnt hatte und es nichr mehr missen wollte, dem Bo:er - des kleinen Moses die falsche Nachricht überbrachl habe. Sa---, mild nahm auch dieses Unglück mit dem Gcttvertrauen nid dem Fatalismus des südländischen Juden hin und arbeitete weiter mit seinen alten Kicide.ru und Hadern. Inguschen . wuchs Moses auf dem Dorfe heran, wurde ein Vr-ichtigrr,. schwarzgelockter Bursche, der von den Mitschülern so;e!,r abstach, daß er im Dorf dm Spitznamen „der klein e Jude" bekam. So verliefen 21 Jahre seit dem Tage, da. Klein Moses m das Dorf neben Nom kam. Eines Tages kam anch Moses nach Rom, um mit den übrigen Bauern am Markttage Einkäufe zu'besorgen. Ihm waren die Gerüchte über seine Abstammung nicht entgangen, er hör.e. daß sein wirklicher. Bat:-' ein römischer Jude namens Samuel', ein Händler mit allen Kleidern und Hadern sei, und es zog ihn hin, diesem Man.rr ins Auge" zu blicken. Und da ereigneie sich die herzzerreißende Szene, die man sonst nur als den Ausfluß dichterischer Ph'ntasie in Romanen zu lesen pflegt. Vater und Sohn erkenm-r. sich auf den ersten Blick und wolle:', nicht mehr von cinan.d'r lassen. Die Sache kommt vors G'itchi, die Amme wird wegen Bc-- -? . trnges und so weiter angeklagt, und der Richter, ein gutmütiger Mensch, hat seine liebe Not, die Geschichte so sauszutragen, daß der Ziehmutter d?s Moses nicht das Hmz breche und dem Hadernhändler Samuel nach so vielen Jahren das Glück beschieden bleibe, selben Sohn wieder zu haben Ter Fall ist noch nicht erledigt. Der Richter ist geneigt. M ibc wallen zu lassen, wenn Samuel sich.'bereit erl-Lcr, die Jieh^. ülütier' seines Sohnes, die ein Opfer jhrerf Muctr-vlirb.c-ge-... wordeü ist, zu. eh'-e lich en, üitib so könnten, meint tzei- Richt.er, die drei Helden' dieses'Roinans schließlich glücktich ivr'Jsmr. V'm-r * läufig find noch Schwiw'gkeiiLN zu überwinden. de".ü Ta'-inid. -ist ein überzeugter, frommer Jude, die Amme des MoseS einm. eifrige Katholikin und Moses selost ein.im Kachc-llzismus ei» , zogener Jude, in dem das iudtsche Bewifftsern ützt crwachr ist und einen schweren Kampf besteht, wegen s-.iuer Dank.barfe't und Liebe für seine Ziehmutter und seiner inneren Neigung für seinen wiedrrgefundrnen Buier. Cm ichtdr Galnthrnman Bild Ms Chulda. ' Von Jizchak Pelach, (Jemsalem).. Früh am Morgen stiegen wir aufs Dach des großen Hauses, jenes ältesten Hauses rn Ch»ulda, das als Wahrzeichen auf den NationalfoudsmarkeNi' prangt. Er, Arbeiter von Chulda, zur Arbeit, ich, um zu schauen. Jetzt sehe ich schon etwas.. Vonhier, von der Höhe-des ' TacheS aus. Das Auge zählt gleichsam-Baum für Baum die hochgewachsenen Eukalypten, die grünen Grenzwächter -Chuldas, und gleitet dann den Alleen zu. Ja, Ehulda hat Alleen! Wie schlichte Perlenschnüre am Halse der Bäuerin. Da liegt eine kleine,, zarte Allee. Zypressen sind hier gepflanzt zum Gedenken an die geliebte Genossin der Arbeit. Ihre sterblichen Reste sind nicht hier; sie liegt in der Stadt 'begvckben; doch ähre Seele blieb in diesen Lebensbäumen, an ihrem Arbeitsplatz. Die Allee liegt nähe der Küche und dem Eßzimmer; still ist es unter den, jungen Zypressen: es war einmal, ein Mensch r, . . Vor Zeiten zündete man dicke Kerzen zum Gedächtnis der Seelen, in Israel an. Heute ragen an allen Plätzen der Arbeit im Lande grüne -Kerzen empor, die nicht vergehen und hell und ruhig leuchten zum Gedächtnis von Seelen, welche in der Arbeit lebten und starben. Hätte man alle diese Setzlinge des Keren Kajemeth vereinigt, sie würden sich zu einem Hain der Tramr um den geliebten Anonymus „Chawer und Chawerah" zusammenschießen. -'--\v; Und drüben zieht sich, vornehm, -etwas äbs-eits, eine aufrechte, hohe Allee hin, die nach dem Hügel der Aussorstungsarbeit führt. Lang ist die Allee, unter ihren Bäumen läßt sich den Gedanken nachhänaen, die votn Gestade der Kindheit kommen und an das Gestade dieser 'Höhenwellen schlagen. Eine andere Allee aus Washington-Palmen windet sich -wie eine kostbare Kette; sie bindet das große Haus, an die längs der Grenze gesäumten Eukalypten,- und die Zicrpalmen, die dort kraftvoll ähre Fächer aus-Witen, sind noch jung. ...... ' - Bl-.?, den ME-glkile'rKvWS^UWFSrWvel. Bevor cr aber «nk dem -H •/:.<? fiw BiW l - - fängt er ewazi kurzen AugeMick'die-starre Ferne'ein, die weiß und heiß - in dev Wintersonne dali-egt. Wahrhaftig, Gott lieh diesem Lande eine herrliche Wüstenei! Und aus der Einöde blickt' ein kleiner Hügel, gleich einem funkelnden Smaragd, gefaßt in gelbe- Landschast. Wie lange wohl hat diese Felslandschastmit den.schwerlastenden Schatten keinen Wald mehr gesehen? >■.;■ Dört im Sumpfe, in dem engen Tale, das den Fuß des Hügels umgibt,--erhebt-sich weiches Eukalyptusdickichi. In dieser Landschaft schwerer Linien, die wie blind tvirkk, weih keine Quellenaugen in-den Falten ihrer Berge und Hügel llächeln, hier verleiht -der schlichte Baum ein wenig Trost: er spiegelt dem Gemüt die Kühle stiller Bäche und - die Düfte.der Jugend vor. Die Eukalypten sind dicht und grün und ihre Blätter sind dunkel;'Kraft steckt in ihnen züm Blühen und-Wachsen/ den-hier istühr Platz, im Fiebersumpf. - — ■i Hügelauswärts aber klettirn junge Zierbäume — Jerusalemer Tanne, Zypresse, Akazie. -Aus dem' Abhang klettern sie zwischen nutzlosen Felsen und umschlingen wie zarter grüner Reif'den Hügel, bis kein Platz mehr frei bleibt. Reihe an Reihe ergrünt wie Furchen, die der Pflug gezogen; noch macht sich wohl die -planmäßig arbeitende Hand fühlbar/.doch immet neue Gruppen fügen sich zusammen-und lassen schon -die Dichte des Naturwäldes ahnen. Jung-sind sie alle noch (icke.alle die Herzl-Hain-e, die nach hem Kriege durch den Nationalfonds erneuert wurden), aber fast alle grün-und lebenskräftig; und nicht groß ist die Zahl, der-schwärzlichen Setzlinge unter ihnen, welche wie Kin-derskel-ette anmuten; schon steht man graue Vertiefungen neben' ihnen, für neue'Setzlinge bestimmt. 'In ' naivem Ernst stehen die jungen Zypressen da wie Knaben, die'in - Büchern der Großen lesen; die Tannenjugend aber hängt schweren Zukunstsgedanlen nach, steht und staunt mit kindlichem Blick und zögert — und auf dem Abhang liegt ein Lächeln. ,• ' Den Gipfel, des Hügels umschwebt der milde Ernst schattigen Grüns. Dort dunkeln die ältesten der Bäume'und blicken ruhig-, aus das junge Geschlecht-zu ihren Füßen nieder. Hier —der Mandelbaum und die kühne Shkomove; dord>- dichtes TannemeWz, Ghuldas Erstlinge und stim Poesie, Wipfel- und schattenreich. Ein kleines Gehölz, aber ' ein Reich für sich; ein verschlossenes Reich, , in Vas die Sonn« nicht eindringen und keine Lichtflecke auf dem Boden tanzen lassen kann; die Wipfel haben sich zu einer einzigen Schattendecke zufammengeschlossen und zwischen ihren sich hartnäckig . empor'bäuntendew Wurzeln wehen scharfe, schwüle Düfte. Hierher kommen Menschen, allein oder zu zweit, in der Mittagshitze oder wenn es Abend wird und , lernen hier Ruhe. Das würzig duftende Gehölz steht am - Abhang wie eine ermunternde Botschaft für die kleinen Brüder. Fünf oder sechs Jahre noch und der ganze Hügel ist in ein Schatiendach verwandelt, in einen Or't der' Selbstbesinnung für den arbeitsmatterr und des Fragens müden Menschen, .in ein Reich der Zaubevschatten für bir Kinder. .; ' Arbeiterkinder werden den Wald segnen . , . Die Augen des Arbeiters blicken um -sich, ruhen a>:s. Aus diesem Landstreifen, den viele Hände angegriffen, um die beste Methode zu suchen, ist der Forsthügel vorläufig der Punkt, welcher schon seine künftigen Züge zeigt. Hier fühlt man eine Hand, die nicht hin und her tastet, sondern fest und überlegt z-usaßt. Und die Blicke des Arbeiters auf dem Dache sagen: „Ihr, Touristen, - kommt und geht. Viele - schattige Plätze gibt es und viele würzige Wälder; und auch eine Kunst ljabt ihr in euren Fernen, die euch jene gütige Ruhe ' schenkt, welche Mensch dem Menschen erschließt. Wir aber - — -haben nur diesen schönen Hügel; das ist unsere einzige ■ Kunst, die Kunst der Ruhe. Sieh, da.hinter dir liegen die Felder, wo der Mensch sich abmüht — mit dem mageren Boden, der ihm Brot und Lebenskultur bringen soll, mit der Seele des Gefährten und mit den Erinnerungen aus Kindheitstagen an Wälder und Bäche und grüne Flächest im frentden Geburtsland. Wie sehr'brauchten wir, die wir in Armut schaffen, ein wenig ruhige, gütige Schö uheit!" Mittag ivär^,,goldiger, von Miüdlgkeik^isMevetz Ättttag. Wie ein blinder Greis mit starren Zügen stand das arabische Chulda. Das jüdische Chulda aber sah, denn eir Auge war ihm gegeben: de« Bau np ''

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.