Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1942 (12.7.1924)
- Date
- 1924-07-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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" *• *' >T{‘ * * ■ ’ 'w>«-v«»t. « Sette'.1 ‘ 1 Gien, Samstag Wiener Morgengeitßtns. . _i>. iw* mmL -pm Nun da di« völkischen Weisheiten den Weg nach Berlin gefunden halben, wäre es verfehlt, etwa die Spekulation gegen die Krone für die Gerüchtemacherei verantwortlich zu' machin. Die Angelegenheit hat auch eine politische Wurzel. Das 'österreichische Beispiel, die Gründung einer Notenbank mit internationaler Fundierung zieht auch in Deutschland.-Die OtaMifi«eung der österreichischen Krone mit Hilft der MKerhundorganisätron ist das beste Agitationsmittel - auch im Reich für jene, die den Weg zum Völkerbund, zur rückhaltlosen Anerkennung der Friedensverträge, suchen und den Verzicht -auf Revanche verlangen. Darum ist das Wunder der stabilen österreichischen Krone hier und im Reiche allen ein Dorn im Auge, die die Neuordnung der Dinge in Europa nie und nimmer anerkennen -und mit Waffen wieder die alten Gewalten zurückführen wollen. Die Alldeutschen haben sich vor wenigen Wochenin einer Stadt der österreichischen Alp'enländer ein Stelldichein gegeben. Sie haben dort aus ihren Herzen keine Mördergrube gemacht und manch böses Wort ist gegen das Genfer Sanierungswerk gefallen. Geist von diesem Geiste ist nun das Kesseltreiben gegen die österreichische Krone. Es ist derselbe Geist, der gegen die ganze Welt Krieg führte, der die militärische Niederlage nicht verschmerzen -kann und der die.Idee geboren hat, den Erbfeind, den Franzosen, durch die Demolierung seiner Währung kirre zu machen. Ist es nun beim Franzosen vovbeigelungen, so soll es jetzt vielleicht bei den Französlingen, wie man in alldeutschen Kreffen die Träger der Sanierung in Oesterreich zu nennen beliebt, versucht werden. Hier wie dort, scheint der Versuch jedoch mit untauglichen Mitteln unternommen. Wsn die verlorene Frankenfchlacht von Paris nicht beilehrt hat, der wird eben abermals Lehrgeld zahlen, müssen. Ein« andere Frage aber ist es, was man von der Konstruktion einer Regierung halten soll, deren Vizekanzler und Handelsminister auf die publizistische Schützenhilfe eines Blattes angewiesen ist, das derartige Streiche vollführt. Man darf sich jedoch über solche Vorfälle nicht allzu sehr wundern. Herr Doktor Frank, der den Roßbach-Leuten in Oefterreich Unterstand und Straffreiheit gewährt, kann oder darf es nicht sehen, daß fchwarz-weiß-rote Freischärler hier auch finanzpolitisch am Weäe sind. Auch ihnen wird das handwert gelegt werden müssen. -♦ Vom Gerneiuderat Dr. Leopold Plaschkes. In best Nachrufen, die von dev Wiener Presse dem jjteua verstorbenen Präsidenten der AnwaltÄcnnnrer Dr.Gaftav Harpnerg-widmet wurden, fanden sich unter oabetonc die „folgenden Betoachtwn^en: „Seine Kollegen haben ihn durch die Erwählung zum PräsidsNten ' dev WvoSateiÄammrr geehrt. Allerdings hatte «t damals die FeeMchW > a l l« e K l e i n l i ch e » und lv u ck li g s« W«» sich; aber Iftin Name büsisgte die Gegnerschaft. Er ist ,seich er der Stolz der Wiener Anwaltefchaft ge* Wehen." „Dr. Gustav Harpner wurde bei der letzten Wahl Präsident der Wi-met Mvokatenk«nnmer. Es war ein harter Kampf. Gr hatte gegen einen nicht unechoblichen Widerftaind zu kmnHftn, denn vi elen war se inegeradeAufrichtigkeil, «seine nnbiegsame G esinnun-gstre u e nicht aenchm^Äber er wurde gewählt, und di eise Wahl -war ein verdienter Sieg." Dr. Gustav Harpner war ein tüchtiger Anwalt, in allen Satteln gerecht,.ein guter Zivilist und Strafrechtler zugleich und dabei ein Glückspilz. „Das ausgezeichnete Bor- W>" aber, aits das ihn seine Lobredner heute hinsbellen möchten/war er bestimmt nicht. Die „Buckligen" — das sind jene Mischen Rechtsanwälte, welche Dr. Harpner stets fein«, allzugroße — Anpassungsfähigkeit vorwarfen, die es dom Brunner Juden Harpner verübelten, daß er frivolerweise mit feme-r jüdischen: Frau, einer gebornen Ta nskh, die Tarife genommen hatte, die ihm vorhislten, baß er ein ebenso guter Katholik geworden war, wie er als organisierter Sozialdemokrat «und Vertreter der svtzialde-mokratischen Partei ein begeisterter Anwalt der Bürgerlichen aller Arten, wie Liberalen, Christlichsozialen und Deutschemtionalen, war. Er hat'«s zustande gelbvacht, Geiwerkschasten und Bankenkonzerne, Arbeiterführer und Großkapitalisten zu vertreten. ZumÄeweis -nur. einige Namen: Heinrich Fried jung, Dr.'Friedrich Adle r, Dr. Josef Kranz, Dr. B a ch st e z u-stv. Nicht gegen seine „Aufrichtigkeit" und „Gssinnungstreuc" richtete sich der Kampf der jüdischen Anwälte, sondern gegen seine Charaktermängel; seine GesinmlUgstreue ivgr recht biegsam, sein Strebertum zugestanden. Der Taufj ude wurde gewählt. Seine Wahl war eine Niederlage der aufrechten Gesinnung, aber auch für ihn ein sehr fragwürdiger Sieg. Am 23. März 1922 war er nicht in der Lage, die absolute Mehrheit für die -Mahl guim Präsidenten der Kammer zu erlangen, am 20. April 1922 erhielt er 420, sein Gegenkandidat 360 Stimmen, 360 Mische Anwälte betrachteten es als Hohn, daß der Taufj-ude Harpner Präsident einer. Körperschaft werden sollte, die unter 2000 Mitgliedern mindestens 1400 uugektuft« Juden umfaßt. Wir Buckligen chatten damals und haben heute für solche Gesiiumngstre-ue eines Tauffu-den gar kein Verständnis -Und werden es auch niemals aufbringen. Wir halben dalb-ei. alle ehrlichen und loyalen Menschen auf unsever Seite, die 'das Verlassen des angehorewm Volkstums gerade wicht als Kriterium für Gesinnungstreue gellen lassen wollen. An diesem Standpunkt muffen nun einmal alle ,/Buckligen" und .Melnlichen" föslhalten und'sie -werden niemals ohn-e Gegeniwehr zugtzhen, - daß der Präsident einer solchen Körperschaft gerade aus den Reihen der Deserteure kommen soll. - . Die jüdische Wetthilfskonserenz. Auf Anrogiun-g der Komitees der jüdischen Delegationen fand im August ISA) dt« erste Mische Wetthilfskonserenz statt, bei der unter Teilnahme von 106 Vertretern von 60 Hilfsorganisationen aller Länder (Amerika inbegriffen) die Schafsung einer ständigen Zentralorganisation beschlossen wurde, die sich mit der jüdischen Hilft tätigkett zu befassen hätte. Es wurde ein Zentralrat gewählt, der dann aus feiner Mitte ein Exekutivkomitee zur Erledigung der laufenden Agenden eingesetzt hat. Wenn wir heute die abgelausene vierjährig« Tätigkeit der Welthilfszentrale betrachten, so sehen wir, das es ihr gelungen ist, nicht nur die verschiedenen jüdischen Hilfsorganisationen fast aller Länder der Welt um sich zu vereinigen, sondern auch bestrebt war, die auf der Karlsbader Konferenz gefaßten prinzipiellen Beschlüsse, denen zufolge die jüdische Hi-lfStätigkevt nicht nur eine Angelegenhett von einigen sich auf Philanthropen ruffpielenden Notabelu, sondern des gesamten Volles fein sollte, zu verwirklichen. Die früher zum großen Teil bestandene Scheidewand zwischen den „Nehmern" und „Gebern" wurde beseitigt und alle jüdischen Kreise wurden für eine großzügige sozial angelezie Hilfstätigkeit vereinigt. Bor allem war die jüdische Welch ilfszentral« bemüht, in Osteuropa, besonders aber in der Ukraine, wo ja die Judenschaft nicht nur unter dem Kriege, sondern auch unter den Pogromen der Nachkriegszeit schwer gelitten hatten, tätig zu sein. Abgesehen von einer Tätigkeit für die großen Flüchtlingsmassen, die die Randstaaten Rußlands überfluteten und denen die Tore Amerikas sowie andere Jmmigrationsländer verschlossen waren, mußte sich die Welthilfskonferenz auch um die Lage der in der Ukraine Verbliebenen kümmern. Außerdem wurde auch ein« großzügige Hilfsattion in der Ukraine, wo Hunger und Epidemien Menschenopfer hinrafften, entfaltet. Mit einem Netz von 31 Kinderküchen und Heimen versorgte die Welthilfszentrale die jüdischen Zentren in der Südurkratwe mit Speise, Kleidung und medizinischer Hilft. In Verbindung mit der jüdischen.sanitären Hilfsorganisation „Ose" wurden in der Ukraine 27 Heilanstalten, Polikliniken, Ambulatorien, sanitäre Heilanstalten für Kinder und Erwachsene errichtet, wo täglich Zehnt aasenden von Kranken ärztliche Hilft geleistet wird. In Rußland selbst wurden 80 Kinderanstatten, 80 Jnvalidenhäufer und eine größere Anzahl von Heilanstalten mit größeren Subventionen seitens der Welthilftzentral« unterstützt. Abgesehen davon,'würden in diesen'Vier Jahren ungefähr 500 verschiedenen jüdischen Anstalten in Rußland ebenfalls größere Geldunterstützungen gewährt. 80 Hilfstransporte, darunter ein im November 1992 abgeschickteS spezielles Schiss mit 1,000.000 Kilogramm verschiedener Nahrungsmittel, Kleider und Medikamente im Werte von über fünf Millionen Franken trug ebenfalls' zur Linderung der von Tag zu Tag größer werdenden Not der jüdischen Massen in Rußland bei. Durch eine rege Organisierung der Uebersendung von Lebensmittelpaketen, Kleidungsstücken und von- Geld nach Rußland fft es der jüdischen Welthilfszentrale gelungen,, die Verbindung zwischen den in Rußland Hinterbliebenen und ihren im Auslande lebenden Angehörigen herzustellen. Ebenso großzügig war die Hilfstätigkeit für die Flüchtlinge in Polen, Rumänien, Litauen, Lettland, Deutschland wie auch für die an verschiedenen mitteleuropäischen Universitäten studierende jüdische Jugend aus Rußland. Durch die Gründung des Emigrationsdirekroriums ist es der jüdischen Welkhilfskonftrenz gelungen, den bis nun chaotischen Zuständen aus dem Gebiete der jüdischen Emigrationstätigkeit einen Riegel vorzuschieben und die gesamten Org-ansationen, die für jüdische Emigration tätig sind, zu koordinieren. Die in letzter Zeit in Angriff genommene Gründung der Vereinigten jüdischen V o l -k s b a n J soll einfinanzielles Instrument für Geldüberweisungen zu Hi isszwecken sein. Die Vereinigte jüdische Volksbank wurde bereits mit einem Kapital von 20.000 Pfund gesetzlich registriert und soll demnächst ihre Tätigkeit in Angriff nehmen. So hat die Welthilfszentrale aus allen Gebieten jüdischer Hilfstätigkeit eine großzügige Arbeit geleistet. Leider ist noch nicht der Moment gekommen, in dem man auf eine Hilsstätigkeit verzichten könnte. Die Lebensbedin-gungen großer Teile des jüdischen Volkes verschlechtern sich abermals von Tag zu Tag. Die Nachkriegswehen, die sich in den verschiedenen Wirtschaftskrisen äußern, haben den Proletarisierungs- und Berelendungsprozeß der jüdischen Massen sehr arg gesteigert, so daß man von einein großen Judenelend, welches di« lokalen Kräfte nicht zu beheben in der Lage sind, sprechen kann. Demgegenüber ist fcstznstellen, daß das großartige Hilsswerk, welches die Judenheit der wirtschaftlich besser gestellten Länder mit Liebe geleistet hat, in den letzten zwei Jahren stark, im. Nachlassen begriffen ist. Infolge der plötzlichen Erlahmung der Tätigkeit dieser -Organisationen ist -di« Gefahr zu befürchten, das; das Elend der Inden noch größer werden wird. Cs ist daher noch nicht der Zeitpunkt gekommen:, die Hilfstätigkeit aufzugeben. Gerade jetzt fft das Bewußtsein kla«r Mwrd«, taft die Schaffung «tneS Hänv'iMn Organe- . für..dal jüdische H i lf S w er k dringend notwendig ist. Dieseja schaffende Zentralotgan würde, «bgefthen van tfattt gtiviffc*' dauernden.sozialen HllfStätiMt in allen Fälle» da» Katastrophen, dir leider daS Leben der Juden in den verschiedenste» Ländern allzu oft treffen, «»mittelbar tutb in geregelt« Form erforderliche Hilfe zu gewähren habe«. Da jetzt einige der bestehenden Hilfskomitee-, schwächer geworden sind mck wegen einer momentanen Beruhigung eine gewiss« Erlahmung in ihrer Tätigkeit auf-eigen, gilt eS durch «ine neuerlich« Welthilfskonjerenz die bis mm bestehenden wertvollen Hilfsorganisationen zu we-nvm Leben anszuruftn, sowie die jüdischen G-emeinden und Gemeindeverb Ln de für daS jüdische HilfSwerk zu gewinnen, um He durch Schaffung eine- ZeutralovganL zu einer atnheMchen, tntev» territorialen jüdische« Hilfsorganisation zusammenzuschliehe«. .Der zu schassende jüdische W«ltv«rbaud für soziale Hilfe müßte auch in einem ständige» Kontakt mit alle« internationalen himranitäre» Organisation«« stehe« and könnte daher auch im Falle vo« Katastrophen eine groß« nationalpolitffche Pedeutung erlangen. Di-ese- Problem soll eben den Kernpuntt der Beratungen der für de» 81. biß 26. August nach Karlsbad einbernfenen jüdische« Welthilfskonferenz bilden. Mgesehen von dieser Frage wird sich die Konferenz mit Problemen der Kinderhilf«, des jüdischen Wiederaashaae- sowie der jüdischen Emigration zu beschäftigen habem Gellergt es der zweiten Mischen Hilfskonferenz daS Hauptproblem, die Schaffung eines ständigen jüdischen Rettung-fondS und «inejüdischen WeltverLandeS M sozial« Hilft glücklich M lösen, dann wird man von einer neuen Epoche auf dem Gebiete jüdischer Hilfstätigkeit sprechen können. « Dft Tagesordnung der Metten jüdffchen Welthilfd konferest-z ist folgende:' 1. Eröffnungsrede. 8. Bericht über die Tätigkeit und di« Finanzge-arung des ExekutivkonriteeS, anschließende Debatte. 8. Das Problem der KinLerhilfe; a) allgemeiner Bericht; b) Kindechilft: in Rußland, in de« Randstaaten, in Mitteleuropa, in Westeuropa, im Orient, in Amerika. 4. Probleme der Organisation, der sanitären ArLett Allgemeiner Bericht. Bericht auS den einzelnen Ländern. 5. Problem der Hilft an die jüdische« Intellektuelle». 6. Problem der Hilft beim Wiederrufba«: «) ÄwbH* hilft; B) Schulen und Handwerkskurse; e) Genosftnschafte»; d) Landwirtschaft; e) Hilft durch Arbeitsbeschaffung. 7/Die Krise' der jüdischen Emigration unddft Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung. 8. Die Mffche Philanthropie in ihren.Beziehungen zu. den internationalen Wohltätigkeitsorganisationen. 9. Die Bereinigte jüdisch« Volksbank. 10. Schaffung -eines jüdischen Rettmrg-ftndS. - -1l7?'GrÜnd»ng 'einetz^Mffchen -'WekwerVimdt- - für-soziales Hilfe. ■ 18. Wahlen und Diverses. Bertraaensvotum für Herrlot km Senat. (Eigendiensi der ,-Wiener MorgenALitung".) Paris, 11. Juli. Auf der Tagesovdmrng der heutigen Sitzung des Sen-aks sicht die Fortsetzung der Debatte über die äußere Politik. Änator Daussei prüft die Finanzlage, die sich nus dem Dawes-Plan -ergibt, den «r für w<-sentliH Kufriedenstellender hält o!& den Zahlungsplan von 1921. Er f-o-vdsvt den Mnfftevpräsiden-ten Herriot zu großer .Fesiigkoit auf, um zu sichern, daß der im Plane vorgefthene MecharviSmn's in Gang -komme. Redner böwerft, daß kr DaweS-Plan, der Frankreich 80 Bis 22 Milliarden Goldmark einbringen soll, unstreitig die deutsche Schuld hevabmindere. Würde, fragt Dauffet, Mae- Donald sich bereit erklären, die interaMerten Schulden zu erörtern? Frankreich leugnet sie nicht, aber wenn es aus de-m Erträgnis des Planes zahlen sollte, müßte eS auf das Reparationswerk verzichten. Der Rchavati-onsplan läuft vor allem auf den Wiederaufbau Deutschlands hinaus, - aber wir werden Ml aller Loyalität und aller Klarheit den Versuch machen. Miiiisterpräsident Herrioj erklärt, Frankreich allein müffe dft Dehaitt« beherrschen. Der Da wes-Plan sei. nicht vollkommen, aber die Rolle der -gegenwärtigen Regierung müffe darin bestehen, die Herzlichkeit mit' Eng l a n d wiedeicherzusiellen. Der Minfftevpräsiden't betont den Wert und die ideale Rolle der moralischen Fak- / toren, die Deutschland nach wie vor arg verkenne. In Chequers feien Mac Donald und er über die Notwendigkeit über-eiugekommen, die beiden Lände t einander zu nähern und zu Vevsöhuen. Bedeute dieS . nichts, eine günstige Atmosphäre geschaffen zu haben? Der gute Glaube, fährt Herriot fort, ist heute im Foreign Office «in vollständiger. Die-englische Regierung hat die Verwirrung zerstreut. Ein Vergleich des englischen Protokolls mit der frainzAsisch-englis-chen Note zeigt, daß die Bemühung um Vertrauen und Beös-öhnung verwirklicht worden ist. Mr müssen die ftansNsisch-belgische Mti-ou beschleunigen und an Stelle des Dawes-Planes das unerläßliche interalliierte Abkommen setzen. Es besteht'zwischen den Inteveffen d^r künftigen deutschen Boninhaber und den französischen Absichten keinerlei Widerspruch. Der Senat hat dem Ministerpräsidenten Herriot mit 246 gegen 18 Stimmen das Vertrauen <ms< gesprochen. der die Grundlage berll zionistischen Srganisation ist!«