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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-08 · Heft 1938 (8.7.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1938 (8.7.1924)
Date
1924-07-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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SM, 8 Merr, DKMH Deutsche ReichsLauk. Der AnAve-is der Denttschen Reichs-' ö«ck dam 30. Juni zeigt bei umvevandevlem Bmjchatz «me Zumchme des BauknotenmnlMifLs mn 206 Mülkonen Gold- . ntffll; Banknoten im Werte von 1097 Millionen Goldnvark stehen jetzt im BeÄchr. Das WeGelpMeftMle Mg wm 16 Millionen ans 840 Millionen GoldmaÄ. Der Mnilanf der WentenmarLscheine hat um 106 Millionen GcWmmck ckb'Aenammen und betrügt jetzt 278 Millionen GoldnvarL. - Jtalo-Wiener Kreditbank — RichtiAellurrg. Zum Mzrprästdenten wurdeHerr Co mmendatore (nicht Kammer- Mrat) Carlo Or s i, Mailand, wiedergewühlt. Aussahrserleichterungen in Ungarn. Wie uns die Austro- Ungarssche HandelÄammer mittoAt, hat die ungarische Regierung die Ausfuhr von SPessebdhnen, gewöhnlichem Schwarzbrot sowie von Stroh, Reisig, ausgelaugter Lohe und LohLuchen wie auch allerlei Dünger (mit Ausnahme tie^schen Düngers) freigegeben. Grosse Naphthakanfe der imgarischen Raffinerie» in Rettzlosch. Die unganschen Raffinerien haben vor Monaten Levees mit Zustimmung der ungarischen Regierung Verhandlungen mit der Handelsvertretung Sowjetsrutzlands in Berlin Letveffend den Kauf größerer Mengen Rohöl begonnen. Wie uns aus Budapest berichtet wird, wurden diese ^Ächandlnngen günstig M Ende gesi'rhrt und es wurde Mischen Sowjetrußland und de» imgarischen Petroleumraffinerien ein Vertrag auf Lieferung von 3500 Waggons Rohöl geschlossen. Das Rohöl wird auf dem Wasserwege über das Schwarze Meer und die Donau nach Ungarn befördert werden. Durch diesen Vertragsabschluß sst der Rohmoterialbedarf der ungarischen Raffinerien für die kommenden Monate gedeckt und die Kampagne wird sofort nach Eintreffen der ersten Sendung begonnen werden. Defizit der russischen Eisenbahnen. Nach Feststellungen der „<Sf. Shiznj" wstden. die Eiisewbcchnen im ersten HaWsahr IM ein Defizit von 13 Millionen GoldvubeL gelbem Besonders mrre-ntabol ist der Personenverkehr. Der Ertrag für Werst und Person ist 0,9 Kopeken, die Auslagen 1,1 Kopeken. Verhandlungen der Russische« TÄbEompagwie «it der Sowjetregierung. RuMcherlseits wird die Nachricht dev französischen Jndustviezeitung „Journee industrielle", es seien Derhandlwngen zwischen der Russischen TabaMompagnie und der Sowjetregierung Wer die Rückerstattung des dieser Kompagnie in Rußland gehörenden Eigentums gepflogen wobde-n, vemvntiert. Gleichzeitig wird jedoch, wie ,Mßpreß" berichtet, versichert, daß die auNürMscheu Angebote über die Verbesserung und Ausdchnung der TaibaLkultur in Rußsand von der Sowjetregierung mit /größter AchmerkfamibviL. «ntgegengettomrneit würden. Höchstsatz des polnischen Zinsfußes. Aus Warschau wird uns gemeldet: Eine polnische Verordnung verbietet für L e ihgeld mehr als 24 Prozent Zinsen jährlich zu fordern. Ae Warenmärkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeituwg".) Getrocknete Früchte. A« letzten Hamburger Markte lagen die Preise zugunsten der Käufer. Die jüngsten an , den Markt gelegten Angebote lauteten je 50 Kilogramm unverzollte Ware: für kalifornische Pflaumen, Santa Clara 40/50« auf 9 Pfund, Korin-chen (Mindestmcnge 10 Kisten, sonst 1 Schilling mehr), gereinigte und entstielte Amalias auf 39 Schilling, choice Amalias, gereinigte und entstielte auf 40 Schilling, für Rosinen, Auslese Kiup Voürla auf 16,50 holl. Gulden, für Sultana-Rosinen gereinigt und entstielt, extrissima Carabournu Mf 28 holl. G'rlden, sine extrissima Carabournu auf 28,50 holl. Gulden, für Feigen, gewaschene Smyrna auf 25,50 Schilling, für geraspelte Kokos, Kisten von etwa 59 Kilogramm, feilt auf 40 Schilling, mittel auf 42 Schilling schwimmend von Ceylon, Juli-Lieferung halb mittel, halb fern auf 40 Schilling, für Haselnußkerne 1 Kerassunder aus 100 -Schilling, für Mandeln 1 süß-e Bariware aus 660 Lire, bestbittere Bariware auf 500 Lire. Tabak. Wie aus Mannheim gemeldet wird, ist man in den Magazinen mit der Ausführung und der Verpackung der 1923er Tabake beschäftigt. Neue Abschlüsse fanden, nicht statt, «mnal infolge der billigen Ausverkäufe der reguläre Absatz stockt. Bei starkem Angebot gaben Rippen im Preise weiter nach. Für den neuen Tabak hat sich das Wetter ganz nach Wunsch ^stallet: Regen und Wärme, wie es die Pflanzen brauchen. Bisher , ist der Stand sehr schön und gegenüber sonstigen Durchschniitsjahren als weit vorgeschritten zu bezeichnen. Der Anbau, dessen genaue Feststellung noch nicht möglich ist, scheint großer ausgefallen ju fein, als man bisher annahm, und soll vor allem den vorjährigen übtzrtreffen. Biehmärkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgen'zeitung".) R i n d e r m a r k t. Der gestrige Austrieb belief sich auf 489 Stuck inländisches. 433 Stück ungarisches. 87 Stück tschechoslowakischer, 448 Stück jugoslawisches und 1236 Stück rumänisches, zusammen 2693 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2125 Stück Mast- und 548 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach Waren 1897 Ochsen, - 472-Stiere 314 Kühe und 10 Büffel. Bei einer Minderzufuhr von 850 Stück, an der mit Ausnahme von Len inländischen, alle anderen Provenienzen pattiziepkerten find im Preise sämtliche Qualitäten gegenüber der Vorwoche gestiegen. Primasorten haben sich bis zu 1000, mitilere und mindere Katetegorien wie auch Wurstvieh bis zu 1600 K. pro Kilogramm im Presse verteuert. Es notierten r Ochsen prima 16.000 bis 17.500 K., extrem 18.000 bis 20.000 K., seiunda 14.000 bis 15.500 K., Tertia 12.500 bis 13.500 K., Stiere 14,500 bis 18.000 (19.000) K.. Kühe 12.500 bis 16.000 (18.000). K. und Beinlvieh 9000 bis 18.800 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Berliner Börse. Berlin, 7. Juli. Die Börse begann die neue Woche im en hochgradiger Lustlosigkeit, welche durch den schwächeren scisuch und die Möglichkeit einer Gefährdung des glatten Verkaufes der Londoner Konferenz verursacht wurde. Da kaum Neigung zu Käufen bestand, gaben die Kurse, soweit Umsätze . ftattftmden, nach. Fest lagen deutsche festverzinsliche Werte, insbesondere Kriegsanleihe, für-welche die Spekulation in Er« maugelung einer anderen Gelegenheit zur Betätigung Interesse zu erwecken verisuchte Bei ziemlich lebhaften Umsätzen schwankte deren Kurs Möschen 340 und 370. Die änderen deutlichen Anleihen wurden in mäßigem Umfang mit . nach cmf- >warts gezogen. Auf den übrigen UmisatzgMeten waren dre Kursveränberumgen gering und 'bestäat'den meist in Ab« Schwächungen. Gelisenkirchenw, Harpener, Kllöckner, Skrnnes und Riöbsk lagen etwa 1 Billion Prozent niedriger, Berlin Karlsruhe gäben um mehr alls 4, Löwe um 2 Billionen Prozent «ach. Nur emsige Werte vermochten sich zu bessern. (Alles in Billionen von Mark.) Schlußkurse: Türkische Lose 20.9, Oesterr. StaatSbahu 25.5, Nordd. Lloyd 4.—, Ler. Llbeschiffchrt MW» Myr-emettmtS. 1.8. LerRner HmdelSgesellschast S0sS7, Kommen. Privatbank 3.75. Darwstädter Bank 6L, Deutsche Bank 7.75, DiSkonto- Kommandlt 8.25, Dresdner .Baut, 4.7. Nationalbank für > Deutschkaud —Oesterr. Kredfi 0.35, OlestekL Lüuderbank —, Reschrh-nr 95.5, Dietisr BankvereA 0.Ä. Me. Uuioubank 2.75, Mg. ElektchttätSeGesellschakt 6.25, Bochumer Gußstahl 43.5. Daimler Motoren.1.75, Deussch-Luxruchmger 48.63. Deutsch« Maschine» 3.62, Dynamit Nobel 5,1. Felten ul Guilleaume 16.87. Eelsenkirchemr Berg. 45.6. Th.- Goldichmidt 8.8, Harpener Bergbau 52.—. Hirsch Kupfer 15.3. Höchster Farben 8.85. Hohenlohe-Werke 15.—) Laürahütte 4.—, ' ManueSmannrShren , 24.25, Phönix Bergbau 22.—, Schuckert u. Co. 28.6, Siemens «. HalSke 38.5, Telephon Berliner 9.75, Goldcmleihe 42, Dollarschatzanweisungen Braaer BSrse. Prag, 7. Juli. Die Borst «Sjiftrete 4n abgeschwächter Haltung. Die Kmsse der führenden Papiere' bröckelte-n dü-rchschiMlich um 1 Prozent ab. In weiteren Verlauf stellte sich eine Befestigung ein, die sich m der Mehrzahl bis zum Schluß behaupten konnte. Das Geschäft büwsgte sich aber in den allerengsten Grenzen. In der Kulisse belebte sich das Geschäft zeitweise in Skoda-Mtien, die vorübergehend anzagen. wchvend Bvümrer Maschinen-, DaneL- und Pokdihütle-Mien zur Schwäche neigten. Vinige heimffche Banlken gaben im Kurse nach, wahrend die Wiener die anfänglichen Benluste bis zum Schluß wieder wetümachen konwten. Borikchrswerte konn-ten sich etwas erholen. Tvansportwerte lagen nicht gleichmäßig. In Exoten beschränkte sich der Be-rtehr auf eiMge Umsätzs in Bulgaren und Schönpriefener. Auf dom AnlagsmaM stellte sich die Mchlaule-ihe um 70 Heller niedriger. Der Schluß war unregebnä^S- Scklußkurfer Türk. AseNbchn-Änlethe 400 stanken —, Böhm. Unionbank 398.—. Böhm. Eskomptebank 396.—. Böb«. Lndnstrialbank 417.—, ZivnostenSka Banka 400.—. Analobank 96.50. Oesterr. Kredit 75.—, Wiener Unionbank 73.25. Wiener Vmkverein 57.80, Buscktiehrader Eisenbahn Lit. A —M. B —, FerdinandS-Nordbahn 5740.—, Prag-Dnxer —, Auissg-Tevlitzer Eisenbahn. , Restomitzer Zuckerindustrie 1430.—, Vereinigte Elektrizität Wien 116.—, Brosche 1120.-. Koliner Spiritus 1030:-, K8ni<,8hofer Zement 960.-. Brritfeld-Danek 488.-, Ringboffer 710.-, Simmeringer 106.50, Rotbkosteletzer Textil 310.—, Alvine Montau 199.—, Poldihütte 319.—, Prager Essen 894.—, Oesterr. Berg u. HAten 2285.—. Skoda 622.—. Inwald 264.—. Blldaveft« BSrse. Budapest, 7. Juli. Die heutige Börse eröffnete m wicht einheitlicher Tendenz, doch überwogen die KursabschwächUngen. Im werteren Berlars traten Käufer aus, so daß die anfäuglich?n Gewinne größtenteils wieder wettgemacht wurden und die Börse ein freundliches Aussehen ann«hm. Wöchmqeld wurde zu 0,5 'Prozent augeboton, doch wurden keine Geschäfte äbgeschlofsen. Der. Schluß war fveundlich, der Vermehr gering. (Alles in Tausenden von Kronen.) S ch l u ß k u r s e r Britisch-Üng. Bank 60.—, Nng. Kredit 626, Oesterr. Kredit 186, Salgo Kohlen 630, Rimamuranyer 150. Südbahn 74.—. Staatsbabn 570.—, Anglobank — Gran- Szaszvarer 410, Oberung. Berg-Hütten 500.—, Drasche- Ziegel 245, llng. allg. Kohlen 3525, Urikanp Kohlen 1165, Kobnrg 57, Spodiüm 179, Clotilde chem. Fabrik 70.— Üng. Eisenbahnverkehr 220, Verein. Holz 23. Adria 1625.—. Ae Sevisrnkurse. Zürich» 7. Juli. (Devisenkurse von 12.15 Uhr. Bon der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde —.— (—.—), Holland 211.40 (211.60), Netv-Bork 560.25 (561.50). London 24.27 (24.25), Paris 28.42 (28.10), Mailand 23.86 (28.85), Brtiffel 25.- (25.20), Kopenhagen 89.— (89.25), Stockholm 148.75 (148.50), Cbristiania 75- (75.-), Madrid 74.— (74.—), Buenos Aires 181.50 (181.50), Prag 16.35 (16.35). Budapest 0.0068 (0.0068), Bukarest 2.20 (2.20), Belgrad 6.67V, (6.72'/,). Sofia 4.06 (4.07). Warschau -.-), Wien 0.0079 (0.007912). Berlin, 7. Juli. (Devisenkurse.) (Zn Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos,New-Dork, London, Japan und Nio für 1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 168.10 (157.70», Belgien 18 75 (18.80,, Christiania 55.86 (56,06), Kopenbagen 66.33 (66.23), Stock- Holm 111.97 (111.02), Italien 17.885 (17.96 j, London 18.135 (18.135), Aew-Aork 4.19 (4.19), Baris 21.29 .(21.35), Schweiz 74.76 (74.56), Spanien 54.86 (55 06), Wien 5.91 (5.91); Prag 12.24 (12.27j, Bnbapeft 6.09 (5.09;, Sofia 3.01 (3.03), Belgrad 4.98 (4.98). Berlin, 7. Juli, («iotenkurfe.) (In Goldmark sür 106 Einheiten mit Ausnahme von. Dollar.und Pfund-Hir 1 Einheit, österreichische für 100.000 Einheiten und polnische für 100 Zloty? - Noten: Dollar 4.19 (4.19). Pfnnd 18.09 (18.09), Italienische 17.75 (17.95), Oesterreichssche 5.98 (5.98), Polnische 77.05 (77.05), Tschecho-slowakische 12.24 (12.27). Prag» 7. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschechv-ssvwaksschen FmanzministeriumS.) — Berlin») 8.09'/. (8.09), Zürich 606.- (606.-), Paris 174.— (176.75), London 147.30 (147.30), Rew-Rort 34.- (34.-), Belgrad 40.50 (40.82'/,), - Bukarest 13.55 (13.50), Wien 4.72'/, (4.72'/»), Worschan-f) 649.- (650.-), Agram —Budapest 3.92'/, (3.90'/,), Jugoslawische 40.75 (41.—). Oesterreickssche gestempelte Krone 4.75'/, (4.75'/-), Polnischef-) 644.— (644.50). Ungaüsche 3.90 (4.05). *)' per Billion, f) für 100 polnische Gulden. BAbapeft» 7. Juli. (Kurse der Deviseuzentrale.) — Amsterdam 31.200 hiS S1.700. Bukarest 325.— bir^45.-, Kope«. Hagen 13.1S0biS 13.340,Christtania 11.070 bis 11.250. London 358.300 bis 364,000, Berlin bis —Italien 3610- bis 3680.-. Pari? 4190.— bis 4260.—, Prag 2405.— bjs 2455.—. Stockholm 21^950 bis 22.300, Zürich 14.760 bis 14.990, Wien 1,1650 bis 1,1840, Sofia 595.— Bis 610.-, Agram 980.— bis 1000.-. Netv-Aork 82.690 bis 83.980, Warschau —.— bis Brüssel 3700.- bis 3830.-. Belgrad. 7. Juli, i (Devisenkurse.) London 366.25 bis—.—, Paris 430.50 bis'-.-. New-York 84.45 bis Genf 1503.— bis Saloniki bis Mailand 369.25 bis —Prag 248.76 bis Berlin bis Wien 0.1199, ' bis -.-. Bukarest 34.— bis Sofia 62- bis , Budapest 0.1050 bis Brüssel —.— bis —. Amsterdam —bis , Warschau — J— bis . Agram» 7. Zull. (Devisen.) Wien 0.1197 bis — .— Berlin —.— bis —, Budapest 0.1070, Bukarest 138.— bis —Italien 369.25 bis —. London 367.-bis New-Borr Ä.60 bis —, Paris 430.— bis—-—. Prag 248:60 bis Sofia . bis Schweiz 1515.- bis Brüssel bis Warschau bis Amsterdam 3200 bis —.—. Stockholm —bis —. Warschau» 7. Juli. (Devisen.) Berlin —bis —London 22.29 bis 22.61, Ntw-Uork 5.16 bis 5.21, Prag 15.16 bis 15.82, Wien 7.28 bis 7.34. $. HM M SEt. 19»' .-ar EIN FUSSBALL’ROMAN VON SiDNEY HORLER »«hdm« vsrr,tzaltea. . 7. Fvrtsch«^ Richard Atarr, de« Sohn omes plötzlich verarmten SpeLirlanten, der infolge. der Kränibung Äber diese Berbuste einom SchlagarHall erlag, sst Schwüngen, um sich den Lelbensunterhailt zu verdlvenen, BerufÄspieiler zu werden.' Auf Anraten detz Trainers Joihnny Bell -der Oxford Mivevsität- Mwmilschaift, der Richard Marr einst angchonte, sucht er beim ProviidzkluL Hollywood mrtortzv- . Lmn,men. Der MNige Mann wird auch wach einsut erfolgreich bssbandenen Probeifpiel vom Mmvager ' des Vereines, Mr. Hallister, gegen einen Wochenlstchn von sechs Pfund ewg>agisrt. Mr. Wa-vriner, oder wie ihn seine Kameraden' nennen, Ben, sst Spielführer der Berulfsspielermannschast. Er verjschafst Richard Marr v bei Mrs. Cox eine Woh« mang. Die Mrtikt stellte sich dM neuen Mieter l^ald vor und verhehlte nicht Ä»re Abneigung gegen das Fußballspiel. Richard Marr versucht Mrs. Cox das Vorurteil Mszureden. „Ben Warriner ist ein ordentlicher Mensch, das muß ich zugeben!" antwortete sie. „Ich kenne .seine Frau und in ganz Hollywood gibt es keinen besseren Gatten und Vater als er ist. Was aber so ein anständiger verheirateter 1 Mann, der sich auch schon ein bißchen Geld zurückgelegt hat, an diesem Fitßballspiel finden kann, geht über meinen Verstand! Aber jetzt muß ich gehen, Sie-entschuldigen Mr. Marr." ,£>, bitter" sagte Dick lächelnd. ,Ich werde sicher eine Zeitlang sehr diel allein fein, bis ich hier einige Freunde gestruden habe — da müssen Sie oft zn mir kommen und mit mir plaudern, wenn Sie Lust dazu haben." ' Er lächelte sie so herzlich an, als er ihr die Türe öffnete. daß Mrs. Cox, die gute, treue Seele, - wahrhaftig an dem charakterzevstörenden Einfluß des von ihr sv der« achteten Fußballsportes zu zweifeln begann. Als sie g-egaugen war, versuchte Dick, sich die Zeit bis zum Abendbrot mit der Loktüre einer Zeitschrift zn verireiben; um halb 8 Ähr stand er auf, nahm Hnt nnid Mantel und machte sich ans den Weg zu Bens Warriner. Der „Schwan" präsentierte sich als ein gut geleiteter, klew-.r Gaft'hof und Mrs. Warriner M ihrem Manu l« -der Herzlichkeit der Begrüßung nichts Mch, als er ihr den jungen Rekruten des HollYwoodDeams vorstellte. Dick sicherte sich sofort ein besonderes Kätzchen in ihrem Herzen, als er beim Essen ihre eingemachten Gemüse MÄ Konrpotte lobte — und mit Recht lobte, denn 100 QuÄwatmeilen i-n der Umgebung des ,-Schwan" gab es keim bessere Hausfrau irnd Köchin als Polly Warriner. Nach dein Abendessen, als die sVüh'ballfPieler in zwei begriemen Stühlen vor einem anhemnelnden Kaminfeuer im Zimmer des alten Internationalen -satzen — einem Raum, der ans Dick schon deshalb einen tiefen Eindruck machte, weil er zahlreiche, wnndewolle Fußballtrophaen enthielt —, reichte Warriner seinem Gast eine Zeitung hinüber mit der Berner,knug: „Das ist die lokale Abendze'tung; Du wirst darin etwas finden, was Dich iwterefsiert!" .Der Ha>lfback lächelte verschmitzt, als er es sagte. . „ Marr nmßie nicht lange suchen, um das „Et'lvas zu finden. Es sprang ihm sofort in die Augen, denn die Titelüberschrift reichte über die ganze Seite:, „H ollyw» ord^s Fußball 5llub kapert berühmten Amaienri" Die schwarzen Buchstaben schierien aus dem Blatt zu sspringen. Erstaunt las Marr: „Dem Manager des Ho>llywood-Äl>ubs gelang es lMte. Richard Marr, den belvährton Zenterstürnier von Drford-Unwerfität, für das lokale Team zu verpflichten. ■ Damit wird eine bekannte Schwäche unserer hevmi- Ischen Mannschaft hQfsenllich beseitigt. Mr. Hollvster, der Klubmanager, bel-auptet, daß durch die Neueviver- . bu-ng die bisherige Schwache des Tcauns feine befondeye Stärke zu >)verden verspricht, und daß mit einem wirklich erstklassigen Akittelstümer Hollywood auch den stärksten Mannschaften des Landes einen ebenbürtigen Gegner ahgrben muß. Die Tatsache, daß der Klub Woche für Woche naher an die Spitze der zw-eaten' Liga rückt, ist Wohl genügen-d beweiskräftig für diese Bchauptnug. Bei dieser Gelegenheit können wir es uns nicht versagen, den Sportsleuten dieser Stadt noch einmal Aar zn machen, daß ihr in>dl-fsercutes Verhaften dam Klub gegenüber höchst, unfair genannt werden muß. In jeder anderen Stadt Englands würde eine Mannschaft von der Klasse Hollywoods mit der Unterstützung von 20.000 bis 30.000 Zuschauern bei jedem.Match sicher rechnen kön-ne». Bei uns erklärt sich der überwiegende Teil des. Sportpubl-ikums an der wirklich prächtigen Mannschaft u-mnteressaut, und die so notwendige materielle und moralische Unterstützung für den Klub läßt noch immer vergeblich auf sich warte-n. Vielilcicht erfährt diese Stadt'noch einmal — wenn es zu spät ist — die alte Wahrheit: Man schätzt einen Besitz erst dann, wenn man ihn verloren hat. Wir wollen hoffen, daß die Tat- . sache, daß ein bekannter Amateur sich entschlossen hat, seine sportliche Zukunft Hollywood änzuvertrauen, die Spvrtlcute dieser Stadt veranlassen/wird/ etwas tat- «kräftigere's Jntcresse für ihren heimischen Klub aufzubringen. Der Mrnn auf der Tvibime." (Fortsetzung folgt.)

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