Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1937 (7.7.1924)
- Date
- 1924-07-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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EtnseimiminerK 1200 Wien: Zum Abholer» in de*, Expedition, II., Taborstr. 1-3,' oder meiner Verschl eisstelle '* (Trafik) monatl. K 35X00 ' Strassenverkauf in Wien durch die Kolporteure der , Finna Goldschmiedt,T.Bez., , ' Wolfeeile fl. MftPostversand für Wien-u.' Oesterr. monatl. K 35.000 Ts ehe eh o-81 owa ke h Mon. IC 18. Jugoslawien: Mon. DinarSO. Polen: Mon. 3% Zloty, Deutschland: Mon. Goldmark 4, F ran 1er., Belgien : Mon. Frcs. 12 üfigT Ni«HEabl'uogeu W8 IW Preiserhöhung«! Vorbehalte« niya WERDEN SIE SICHERN SIE SICH JAHRES Abonnent: PRÄMIE Polen; p»1il Mk SOiOOQ Italiens Monatl. 12Lire. ’ Rumänien Mon. 150 Lei. Bulgarien Mon.80 Lewa. S hh weis und das übrige Ausland monatlich Free# 4 Redaktionu. Administration Wien, IL.Taborstrasse’f'—8 Telephone: 44-0-38,43*3-19, ab 6 Uhr abds. 21-102,25-282; IX. Un!vcfsltätS8tr.6—8 (Druckerei Steinraann) Oesterreiebisches Postspar» kasseu-Konto Nr. 150:693 m. 1987 WK«. Mouta«.?. ZW ISA k. ZaHrgim» -prizr^ oM Berlin, 7. Kti. Der MnWMvvMnd» der ÄenWen Volls'vartei ttat gestern zu ferner erstenLonfAmeverjden Ntzuug nnch! den ReichMgZwahlenzufainmen.Es fanden ■ Me Wahlen zu «den Parteiämtern statt. -Zunächst wurde ünftimmig durch! Zrmss Mmister Dr. Strefema n U Nieder zu-m Vorsitzenden de r Pur lei - gewählt. Kach; Emwitt in die politische Be-vakmg, die Minister Dr. -Strefemmm mit einem einleitenden Msirate über Ne l>Mffchc Lage eröffnet hatte, touröc. eine EwLschliehmrg angenommen, in der der' ZMralvovstand' die PMsik der Keichsregierung,. insbefoudore ^des. Außenjuviinfftevs in' der Frage des S a ch v er ft ä ndig e.n g n tzacht e ns. NMigt. . Butav^t, 7. Anli. Der MmAwM Gesandte m. Daris, Viktor AutoneM> hat die DenüWsn gegeben. ■ : $; %$*•' yp_. r i Belgrad, 6. AM. Ger' AWiHait des, ■ SOWffcöfitÖ^ ■ jenten Pas i-c, der aus BMes na-ch Belgrad zuMchgeke^L PsMt nicht gm dem erwarteten Resultat gesWhrt. . Paste pKit. das r3ß a h l w a n d a i, n i ch. t e r!h & 1 t tjy 'Inn'oWo- * -rtlö-nekleti Krdisest loM‘ ibehlluptei, Latz in dref-Mr^Mo^iÄ wn Neu wa h le n le ine Redc fern.ikonm. .; ' Moskau, 7.!Juli. WgeMewst.) ,Bi;r',WttÄer. B^Wkoürmissäre hat!bas Mkommen 'mit Polen zwecks LiqM-., üiemng der!GrelWvffchenfLlle ratifiziert. / ' : MssEtt, '6. AM..Wädas.) Das neue Aabiuett ist ^e- Wet.' Den Vorsitz' und das Ministerium des Ämtern hat F a s p a tx übernommen, das Porkefeuille des Aeußern Kedncho, .dasMiegsmmPerimn Breivachöcha. iy:A Rio de Janeiro, 6. Juli. (Gavas.)' Die MsilffPc Regierung hat mit RWsicht auf die wilitärrschen Unruhen n >Tac> Paolo für zwei Monate den BelagcwnnMufArw »erhängt. Die aufrührerische Bsw cgung ist bereits unier- »rückt und die -Ordnung. überall vollkonnnen wiedevherge- Seltt. .. . ' ... ■.r’.ii, 1» ’ Baltimore, 6. IM. WM»s.)' AÄf. öiM>. GMMr' »Bhveeriders", der 3S0 Reifende an Bord hatte, ist,-Hv 8rand cvusgeibrochw. 'ZaGreiche Personen WM den kod gefunden haben. " ' :>>f Kapellen (Kreis Grävenrorbl, RheiiMM, 7. Juli. Das Automobil des Fürsten. S.ail.-m-Rer ff er f ch e i dt- D y ck, welchem sich der Wrst, drei DüNterr und fyk T-Hauffenr befanden, wurde bei der Neberfcchrt öfter, die Strecke N e u f-—-3) ü r e n von einem Z u g e erfaßt: und kn der Mitte durchschnitten. Der Wrst und der -EhaiuMtr waren sofort to t. Die drei Davren wurden schwer verletzt ins Krankenhaus von Düreu gebracht. ' iin Audapester Zuweiier Wetfalle«.;• ' Die Täter in Hast. .' BndafiesL, 6. Juli. An dem Juwelier-G eM e r t toutfte , §'amstag ein Ranftmotdiversuch verübt. Zwei von de« ' drei'Tätern -NmMn ‘fofor:t sisstgeiramme«.... Der dÄtte ^nerlnens ' .Ar^ad Kob e^'sti. Donitfc , noch . - gestern>dingfeft gemacht, webden, .Die. -PoWierfuhr nämlich, Laß Kövessi alläbeMich unter einem HockStor eine Begegnung mit feiner G-ckliebten habe und fors^te dort nach. Tatsächlich erschien auch gestern abends KövM ^um Stelldichem und konnte box dieser Gelegerchert fc^- ' nommen werden, Das Beichör etWb,' daß die drei DaM"' infolge verschiedener -Mßftvärrche vor. zwei Tagen von. der SwmMvache entlassen lmwden. Da sie' mittellos waren, wollten sw sich durch einen Rauft Gold verschaffen, '^hr^ -Ziel war, irgendwie nach Oesterreich zu gelangen. Da nach ihrer Meinung wegen der allgemeinen schleä^t^n,Geschäfts-' laßestn'Len Geschäftskassrn nur geringe Betrage zuHnitzrn wetzen, meinten sie, daß es am besten wäre, einen JüwMr- Ne NoivüsMsten an der Arbeü. Hakenkrtttzler schreßen auf AuMüLLep Gestem nachmittags kam es in 5kroMueuMg zu einem bkntigen Zusammenstoß zwischen Hakenkreuzl e r n und S o z i a l d e m o k r « L (e n, die dort ein Sportfest veranstaitetLN. Die Hakenßvoüzler ProvMerten die» Sozialdemplraten und als diese sie ausforderten, Ruhe zu halten, gaften siegruMos eine Salve ab.SieftildetLn Schwarmlinien wie im Kriege, indem sie friichkiche AÄsMgler als den Feind betrachteten, und gaben gegen himdert Schlisse ab. V wurden nach dm bisherigen Echebmrgen elf Personen verletzt, darMter vier schver. Bon den 120 HakenkrenzLem wurden gegen W verhaftet, tzie in der Pronierkaserne verhört wurden. (RKhcheK im Imtmr des AatteL) Ae Loudoner Konferenz gesichert. Paris, '5.'Juli, (tzavas.) Die ftanzöfifche Regiemug ist mit, den vorbereitenden 'Arbeiten für die Lonvoner^ Konferenz eWg-beschäftigt und wird nicht.deren,Vertagung verlangen. Die zur Konferenz geladenen Machte werden am 8. Juli eine Dakrlegüng der fna«zösischen StandPunktes als der natürlichen Folge der. Besprechungen von Eheeczuers Mhalftn. Mmisterpräfitzent H err iock wird, anfangs ' der Woche., fm, SeNM^eine Erklärung über diesen nachher laugen Unterbrechung der diplomatischen Berhandlungen zwischen. England und Frankreich in 24 Stlmden die vMige' Einheit dev Ansichten wiederherzustellen. Gegenstand der Londoner Konferenz werde die Annäherung dex beidwsritigen StandpMkte sein. HM./- Nl^e Sonalds ÄUMüvurrMn. "I .PMs, 6.'. JW^^'Kavas)).. Der euTlische Boi- HMer. Loch .Crew« stattete heute beim. MmfttvprZfi-- >däiten He rrüot einen Besuch ab- und, verftanidigte ihn, baH- PreimeMrinPer >Mg'e' Äormitd das Au«öbietm mache, seWft allen zur LörvLoiner Konfeveujz eiugeladeneu Mächten mltzuteilen, daß er niemals Herrivt an öre lediglich unter der Vevantworttmg der WÄschew Regiemmg ilMreierwu' Ideen und. abgegelheuLN EÄ-äMngen habe WMn-''wollen. KerM.W M-erMHaMn evMtt! Wen 4we ÄoMerr^itzLeiL erneu fchm- ' ' ^sifch-enMjL^rr Einigung. Trsyes, '6. IM, MavasZ MmisterprSfiftent H e r"r i o t erklärte in einer auf dem Bankett des - sozialistisch-radikalen Komitees gehaltenen Rede, die Regierung habe zwei Pflichten zu ersMen. Die erste sei, den K re di t FrankreichS zn'sichorn, die Mene, den FrieLen z u org a n i s i e r e n, den .die BSlker verlangen, auf dev sie ein Anrecht haben und den das französsiche Volk, düs noch immer anS seinen' Wanden Mtet und cm feinen Opfern schwer darnieder liegt, ganz besonders verdient. Wir sind/ ’ führ der Ministerpräsident fort, nach Checqüers gegangen, um die ersten Elemente zn einer Uebereinstimnumg zu suchen. Wir werdm den SchM niemals in Abrede stellen, er war unerläßlich und nützlich.' Es liegt in der Tat durchaus nicht im Interesse des Landes, zu versuche«,, den Charatter dieser Besprechmg zu entstellen oder ihre Bedeutung Wbzuschwächen. Trotz der Opposition gegen unsere Methode Handelt es sich nach so vielen Enttäuschungen darum, v ox.-al.lem das ausfindig zn urachen,was an« L he rt und nicht dar, was trennt. Wenn wir .so Vorgehen, werden wir auf jeden Fäll unsere Pflicht'erfüllt haben. ,! ..P-a r i.S,.. 6. Juli. Die MMw ftÄtzosische oppositionelle Press« verdoppelt ihre A n g x t s s e g e g e n d'D-.Si L:g i e r N N g. Sie hofft allem Anscheine nach noch vor der Londouer Koitferenz eine RL^ivrNttgskris e heraufznb eschworen,mb$tm MlWchen - Debatte am 8.'Mi. Der „Eclair" bezeichnet sHMrio-tsalS eine nation'ale Gefahr. Wemr n^an Herriot nach London gehen ließe, so Mrden die fra-nzösrschen Rechte vmrettdar gaopsert. . - - r Mord m PalSstkna. — Das Geschrei Men GM Herr Mnffolini ist nervös. Krmitten des jungen) Wüheüden Mckfchen Lebens, in Palästina steht die Klagem-auer Mrd em ihr Men-. > schen, denen dieses junge LeLen ein Greuel ist. Die Mnz Frommen, besser gesagt, Liefenigen, die sich -ganz- Fromme nennen und dürcken, erblicken im ^ZiomsuvM: einen srevechaften Eingriff in die göttliche Biwschmyg... Gott wird, den Messias senden und er tonft das ftrcch-.; lende Mdifche Reich wieder aufrichten. Bis dcchiu rmH untätige Trauer über dem jüdischen ßartfte liegen, 'mam\ muß weinen, -beten und hoffeu und darf nicht avbecten. Das erzMt nran den Mchern und deir Großen, lWct sie, sich von den Sünden ftvnzrchÄteu und bätet GM' dem Frevel Einhalt zn ttm. An dieser Mövehr vorbei und über sie hinweg strömen jüdische iKrast und.Mi-, scher Wille zum Awsbau des fMsch^ir % ’bt^; Land. Bor einigen Jahren evficmd dan abiwehrerchen^ Betern -ein Helfer. Ein ^Wndischer Jvde, de Haau, den Frvm-nren an der Klagernänev mnz wÄeWtteMd^, -iM! Bolloeptze modernerMMng. Er 'steMs M, oaßMÄet und Fluch keine wüHauren Waffen gegen den neuen jüdischen Volkswillen find. - Er griff %n lModeruen We-, Hoden und stellte die Diplomatte in den Dienst derex^ i von der Klagemauer. -Er Mg zu den Araber« urD beritt mit ihnen, wie man einen arabischen König iat Jerusalem einsehen und damtt für 'immer das tzvmrstische Leben ersticken kanir. Er wies Hneu, den AreD-eru, Woge zur Erreichung dieses. Zieles. Er wuche Bericht-, evstaiter eines großen englischen Blattes, um die offeatk liche Attinung m England, welches im Aufträge des BöKerdundes Palästina 'verwalktet, antMUttstisch zu be-.- eirrffusfen. Seine raffinierten, giftigen Berichte durch-' liefen von dort aus die Presse der ganzen WeLt. Er WH. in sich den Typus des Mischen Hochverräters, bevor es noch einen Mischen Staat und ein Wisches staatliches Strafgesetz Mt. Mefer Manu wurde vor eimgen Tagen errnördet, gerade^ als er em Schiff nach EWand ^be-' steigen wollte. \ J Bis zu dieser Stunde liegen kerne ÄaHriHen. Wer die Person des Täters vor. Aber alle Mfftände spreche« dafür, daß dieser Mord ein palittscher und der Mörder ein Zionist ist. Es ist daiher zu erwarten, daß von gegne-. rischer Seite die Tat der zionistischen Bewegung a-ngerechnet werden wird. Das Wort von der ^mnisttifchen Verhetzung" liegt in der Luft. Wer es wird .fich als 3oirkmrgslos erweisen. Die ziouffttfche Literatur kennt den Spruch „Tod dem Uelbedläufer" nicht. In zionistischen Versammlungen wird vom Aufbau >gespwchen, nicht von Vernichtung. Es gibt zionfftffche Frecheitslieder, kein einziges zionistisches lhetzlied, welches das Blut der Ungettceiwn und der Verräter fordert. Und die ZiomMche Organisation wird nichts tun, um den Weder vor den Folgen der Tat zu schützen. Er hat sich außerhalb des zionistischen Reckes gestellt, er hat sich schwer gegen dieses Recht verständigt, denn siouifttfches Recht kennt nur den fvieMcheu Aufbau und im Strette der Meinringen laßt es nur die Waffen des Geistes zu und bei der Abwehr nur die Anwerbung. morcMcher Kräfte. Verräter stellt das zionistische Rech: , an de» Pranger, nicht unter den Galgen. Der Mörder - hat uuziomfttsch gehandelt. Die Verantworttmg für senp Handlung trage« nur er und sein Opfern -p; . '■ ' ■ Dem Völkerbünde geht es ist , Oesterreich sehr schlecht. Man schimpft a^f Genf in einer Tonart, au welcher das Atesste Marktweib seine her^üche Freude habeir kann. Im Parlament rrnd inr Gemernderat, in allen Zeitungen, b<ü allen Umzügen, wag es sich um ^Invalide, Arbeitslose, Bankbeamte oder Straßenbahner händckln, tönt es: „Nieder mit den Genfer BilutsaugerÄ Los von Genf!" Was hat Genf an uns verbrochen?, ..'Wx tziell W:Mt Ws.^Md -aetzür^. M -wtt .MLtt-