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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-03 · Heft 1933 (3.7.1924) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1933 (3.7.1924)
Date
1924-07-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ElBzelaamm er K12 00 Wien: Zum Abholeninder Expedition, II.,Taborrtr.l«3,' oder in einer Verachleisatelle §lrsD) monatl. K 35.000 trassenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldgchmiedt, I. ßew Wolkeile.11. , Mit Postvereand für Wien n. Öesterr. monatl. K 35.000 . Tschecho-Sl owakelr Mod. K18. Jugoslawien: Mod. Dinar 60. Polen: Mon. 3% Zloty, Deutschland: Mon. Goldmark 4, F r a n k r., Belgien: Mon. Frei. 12 KT Naehtahln njen ^BI W Prelierhöbungeo Vorbehalte» SICHERN SIE SICH DIE GRAETZ PRÄMIE teuer Polen:polnJk.35Q.00(l 11 a 1 i e nMonatl.) 2 »re... RumanienMon.1501 ei. Bulgarien Mon. 801 iewa. S c h w; e i*s und diu übrige Ausland rnonntlich Frca. 4 Redaktion Administration Wien, II., Tahorstrassei —S , Telephone*.44-0-38,43*3-19, ab6Uhrahds 21,102,25*282 IX. UnJversit^tsstr. 6—8 (Druckerei Stetatiiann) Oesterreichiftches Rö&tso.v kassen-Konto Nr: 150.693 Rr. 1933 Wien. Donnerstag. 3. Juli 1924 6. MWO Kern Geld zur Unterstützung von Rüstungen. London, 2. Juli. (Wolfs.) ,Fm Antevhause kündigte Ponsonbh eine weitere Veröffentlichung britischer Vorkriegsdoku mente an. Weiters erklärte er auf eine Anfrage, daß die Regierung ihren Einfluß aus üben werde, um zu verhindern, daß Private Anleihen, die auswärtige Regierungen aufbriugen, zu Rüstungskäusen verwendet werden. - Premierminister Ma e Donald erklärte, er hoffe, zur Eröffnung der Völkerbundversammlung im September ■ nach Genf gehen Zu können. .lieber die von der britischen Regierung der Versammlung unterbreiteten Fragen Werve ein.Weißbuch veröffentlicht werden. Das Konfevenzprcgramm. werde wohl nicht vor >den Bommerferien des Unterhauses bereit sein. Der Premierminister fügte hinzu, daß außer ihm noch andere britische Vertreter «nach Genf gehen werden. Er selbst werde nicht während der ganzen Tagung des Völkerbundes!'. Genf bleiben können. Der französische Ministerpräsident -^ ab sichtige gleichfalls nach Genf zu reisen. Höffentlich würden noch anderes Krechie-rminister zur Völkerbundtagüng erscheinen. tzlne neue englische ReiWkönserenz. sEigendienst der',Miene'r'Norgen^itüng".) London,. 2, Juli. Der Kolonialsekretär' Thomas er- Mrie bei einem Festessen, - daß '-idie -Einberufung einer nez c n Neichs'konferenz von der Regierung geplant 'sei. Die Losung des 'Problems der Dominions muffe von Parte ipo l i tik b e f r e i t werden. Dieses Problem soll. auf "der. nächsten' Reichskonferenz ledigli ch vom Standpunkte des Re i chsinlere sses diskutiert'werden. Der MoWftreU. (Eigendienst der „Wiener Moxgenzeitung") Konstanttnopel, 2. Juli. Wie jetzt bekannt wivd, dreht sich der türkisch-englische Notenwechsel und die Besprechungen über die Moffulsrage darum, ob' Ne Türkei einwilligt, der-für -den-ö.-.-d.-. fMgen B.er Weisung der Mossulange!egenheit an den Völkerbund zuzustimmen oder olb sie einen Schiedsspruch in Genf ablehnt. Für den letzten Vorschlag, den. die englische Regierung hiezu macht, .Hat die Angora-Regierunig die Antwort v e r z ö g e r t. - Jn türkischen Kreisen herrscht die Ansicht vor, haß die Angora-Negierung.es.vvaZiehen müßte, l daß zwischen England und der Türkei, eine Volks-? ab st i mmung in der ehemaligen sMossuler Provinz; beschlossen werden sollte. Sollte England, dies' .ablehnen, so würde die Regierung, in Angora die .Entscheidung in Genf annchmen. Der englische Vertreter in' Angora dsnvens tiert Londoner Nachrichten, über.angeblich bereits evsölgte Sonderbemühimgen Englands in Genf , und erklärt, daß SNae, Donald nur /gemem^ytze^^HNHMche 'und - türkische ' Schritte beim Völkerbund -beabfichtige.. . - Zer Tunke!. ßrregung in Man gegen Amerika. . (EigeMeM'der.-,, Wiener -Moraevzeitung".) London,' 2.. Juli.. Am 1. Juli' ist das ame rikan ische Einwanderungsgesetz in Kraft getreten. Seit gestern.finden in ganz Japan Massenmeetings und Wallfahrten zu. den nationalen Altären statt. Der japanische. Außenminister erklärte:' „Wir können keineswegs zugeben. daß diese Frage erledigt sei, solange-unsere berechtigten Ansprüche nicht befriedigt'werden. Wir müssen immer protestieren und unsere besten Kräfte einer freundschaftlichen Regelung widmen. Inzwischen kam es zu einem peinlichen ZwifchenfaXI. Bei der Ruinenstätte, wo vor dem Erdbebens 'die amerikanische Botschaft stand, wurde von einem unbekannten Japaner die amerikauischeFlagge heruntergeholt.Der Täter wurde von den Polizisten verfolgt, verschwa st b aber samt der Flagge in der Rahe des Theaters. Gerechte Behandlung der Fremden. Der amerikanische Delegierte enthielt sich der Abstimmung. . Lyon, 2. Juli. (Havas.) In der Vollversammlung der Vereinigungen für den Völkerbund hat vor. Annahme der Entschließung, womit der Sachverstandigenbericht begrüßt wird, der deutsche Vertreter Graf Bern.storsf Versicherungen über die Abr ü st n n g Deut sch l a n b abgegeben. Auf Vorschlag des j a p a n i s ch e n Vertreters wurde eine Entschließung Per. die . g e r e ch t e 23 e h a nd l u n g der Fremden' angenommen. Der amerikanische Delegierte enthielt sich der Abstimmung. Der M. i ud e r h e i t S a u S f ch u ß befaßte sich mit der Vertretung d e s M i n ö ri tät en s ch u tz e8 vor dem V ö l k e r b u n d . und verwies den vorliegenden Entwurf an den ständigen Ausschuß, der ihn derart umarbeiten soll,- daß er den Bemerkungen der Vertreter" der" nationalen'Mehrheiten Nechnung tragt. Der Vertreter der T s ch e ch e n i n W i e n, Kantor, nahm an den Beratungen teil. Der demokratische Konvent. New-Zork, 2. Juli. (Wolfs.) "Die heutige 31. Abstimmung des demokratischen Konvents, hat die Lage so gut wie unverändert geblieben ist: Mae Adoo erhielt 416, Smith 322 und Dawis 127 Stimmen. . > 1' Die Tagung der kleine» Entente. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitüng".) - Prag, 2. Juli. Das tschecho-slowakische Preßbureau meldet,, die Konferenz der kleinen Entente wird vom 11. bis zum 13. d. in Prag tagen. Jugoslawien wird durch Außenminister Dr. Nincie, Rumänien durch Außenminister D u e.a vertreten sein. Nach den bisherigen Meldungen wird sich die Konferenz mit den laufenden internationalen Fragen befassen, und zwar mit den Beziehungen der Mitglieder der kleinen Entente zu ihren Nachbarn, weiters' mit den auf der Tagesordnung der - kommenden Sitzung des Völkerbundes stehenden Fragen, insbesondere der Militärkontrolle, dem Plan des Völkerbundes betreffend die A brüstung uni) dem Vertrage über die gegenseitige Hilfeleistung sowie mit den kommenden interalliierten Verhandlungen über die Reparationsfrage. —y. W k e n,-8. Juli.. : ' Das englische Reichsverleidigungs-Komitee ^.hal' beschlossen, das Projekt eines Tunnels^ unter''dem- Aermelkanal abzulchnen, Dieser Plan, war. .insbesondere in. ftanzösischen Kreisen stark befürwortet worden. Man' versprach sich von der Ausftihrung eine belebende Wirkung auf den Ve-ckehr von Land zu Land, die sich naturgemäß infolge der Abkürzung der Reisedauer und der - Vermeidung dev'unsicheren W-etterverhältnisse in Kürze hätte einstellen müssen. Obzwar sich auch die führenden Kreise der englischen wirtschaftlichen und ' .technischen - : Welt für das Tunnelprojekt - erklärten, - wurde. es - doch von. der zu einem Gutachten aufgeforderten. mrlitärrschsn Stelle verworfen. Leider haben Beschlüsse eines solchen - Forums immer nachhaltigere Wirkung als'? alle! Empfchlungen der Wirtschaft. Der Patriotismus,'kon-- zentriert sich gerne um militärifche Komitees und' ^kbt! ihren Meinungen den bestimmenden' Inhalt.'. Es. kann demnach Äs sicher angenommen.werden, daß'.der-< Tun-. nel nicht gebaut wird und daß .die UnterwässerveNbmdung . zwischen dem Kontinent und EyglaM. eine Sehnsucht der kcknmendell Generationen, bleibt^. .. Der Beschluß des'^ enHschen -'.VertMMnMüs-.^ schusses. .entspringt einem. 'tusivurztzlndenMißtrauen, 'düs.sich in diesen Kreisen berufsmäßig zeigen muß,'das i aber auch außerhalü. dieser Stelle (vovhande'n..sein' muß. - Dieser Argwohn, lebt, trotz aller -WaffenbrüderWst Ünd •i trotz der Entente. fchrt.Nnders^ als - in ZihMstmWeü'c c.' -vf— avüirü^fr-- Amnestie für staillaux. (Eigendienlst -der „Wiener Morgeuzeitung".) . Juli. Der Justizminister und der Kriegsminister gaben vor dem Geschästsovdnuwgtzprüfungsausschuß der Kammer einige Erläuterungen zum Amnestiegesetz. Der Fall Caillaux wird in die Amnestie einbezogen, fo daß der frühere Ministerpräsident also wieder seine Politische Rolle in Paris wird aufnehmen können'. Eine Begrüßung Herriot». Paris, 2. Juli. (Havas.) Ministerpräsid-ent Herriot richtete an den m Lyon'tagenden Kongre ß -der Volke r b u n d v e re i n i g u n g e u ein; Begrüßungstelegramm, worin er unter anderem erklärt, Frankreich, das grausam verwundet worden.sei, fordere bloß die Wiedergutmachung der erlittenen Schäden. Hernach wevde.es seine g r ö ß t e S o r ge sein, mit all seinen Kräften zur Organisation eines w irklichen und dauerhaften Friedensunter-de.n-Vö'lkern beizutragen. Er . werde in diesem Sinne mit einem Elfer tätig sein, den nichts ent-nmtig-en werde, und er werde - an die Unter stü tz n ng der Eli t e alle r V ölte r der Welt bei diesem Werke appellieren, dem bedeutsamsten, >das im Interesse der Völker - unternommen werden könne. tsepanren oes, «jtnegesreipy^w, dem Versagen der. gewöhnlichen -.MDschen MttÄ^ lsW glauben nicht an Schiedsgerichte' uD völkDrechtikichs? Schlichtung von Konflikten. Sie glauben daraü, -däß die' Sicherung der staaGchen und -nationalen EKstenz-nur - durch die Organisierung M bewaffneten Macht 'gewähr-ü leistet werden kann, da sie gemäß ihrer ganzen.'Er-n ziehung überall nur Feindschaft gegen das Vaterland ' erblicken. ' Sie setzen das Vorhandensein'einer: gleiches- Mentalität auch bei der Nachbarschaft' ihrer" Heimat voraus^ Ein Fehler im Denken zieht immer andere wch sich. Was für-das Einzelindividuum gilt,-.das - zeigt sich : auch bei Gemeinschaften nationaler - und.wirtschaftlichec. Art, das tritt auch bei großen Völkern zutage, breiter, größer und mit ungleich stärkerer Ausstrahlung. . Me - politische Konstruküon aller Staaten ist heute trotz des / Friedens und wegen dieses Friedens aus diese gigan- . tische Verzerrung der Gesellschaftsordnung gerichtet und * es ist kein Unterschied zwischen den Staaten.bürgerlicher und sozialistischer Ordnung. Das russische SowjetMem - stützt sich nicht auf die Idee, sondern einzig auf -die reale Macht der roten Armee. Die demokratischen Staa- - ten malen alle Feiertage das schönv Bild der Wrüstüug an die. Leinwand. Aber dieses Bild . -kommt, ansder Dunkelkammer des aktioirsbereiten Militarisnius. Das. Prinzip, das ins Treffen geführk wird, ist. überall chas gleiche: Ich rüste nicht ab, weil du nicht - abrüstest; ich werde es tun, wenn du es getan haben wirst. Bismarck hat einmal die Mächte wit Leuten, verglichen, die einander im dunklen Wald des Nachts begegnen; jeder hält die Hand an der Waffe. . -:, Die militaristische Denkungsart bringt es zuwege, .daß alle Staaten und ihre gesamte Oef-sintlichteiL die großen Entdeckungen der Technik nur unter dM- Gesichtspunkt der kriegerischen Verwertung.betrachren.- So - oft ein neues, epo.cheinachendes Resultat' ftsiler^ Ge- - lehrten- oder-Jngenieurarbeit bekannt wird, stets stellt sich die. Prüfung auf den Verteidigungs- und Angriffszweck als das primärste'Stadium dar. So ist es mit den Mugzeugen, mit den Zeppelin-Schiffen,. mib -der' drahtlosen Telegraphie,' mit den Errnngeirschaften der Gastechnik gewesen'. Ist es zum Morden zu gebrauchen? ist die erste Frage, die die organisierte Gesellschaft,' der Staat, den. Erfindern stellt. Der Nutzen für die.-Kültur, die Wirtschaft, die geistige Fortbildung kommt irrst in -zweiter Linie in Betracht Die Rüstung^filr'den. Krieg schwebt allen als der wesentlichste Zweck der -Mistigen Tabörstraße 48 Telephon 47-1-78 gros - En «l*t«U englische Stoffe, Herren- und Damenwäsche, Leinen, Teppiche, etc. uar bim Vorhan

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