Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1930 (30.6.1924)
- Date
- 1924-06-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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f Gerte 8 Wien, Montag *v\ Wiener Morgenzeitung. SO. Juni 1924 Nr. ItzSS Licirr / anläSser / 2 üjnd Apparate /. kerzen WIEF, V. 8CSLÖNBRJJNJSBn8TBASSM18 W A. C—Red Star 6:0 (2:0). W. A. C.-Platz. 3000 Zuschauer. Schiedsrichter Preßler. A. C.: Friedl; BMr. Wkenwälber; Bielek. Puichner, Hudees Anwar. Dürrschmiidt, Kvzeluh. Hansl. Huber. Red Star: ZimmermMn; Soueek, ZÄenh: Bia?, Hra« kesch. Neubauer; Fiaw. HawÄka,. WinkelnchNn, PrLK, Rolle. Der W. A. C. erfocht' gestern verdkentermotzen einen hohen Sieg, doch wällte es-bei chm in den rüsten 40 Minuten albsolut nicht klappen. Dis dahin konnte Red Star sein Tor. reinhelten und erst?in dem letzten fünf Minuten vor Ler Pause mußten die Ottakringer zwei Tore in den Kauf nehmen. Nach Seitenwechsel spielte der Praterklub viel besser. Die Anzriffsnttion verriet ein Shstem, man sah auch gute Ei-nzolleistungen und Mne Schüsse. Der Erfolg des W. A. C. war in ecster Lime ein Verdienst von Kozeluh, der seine Partner ideal frenpielte. Neben chm'zeichnete 'sich der Flügelstürmer Huber besonders aus. Die Deckung und Verteidigung des W. A. E. kam nicht ernstlich ins Gefecht. Bei Red Star war der Tormann Zimmermann der beste Spieler. Bor der Pause konnten auch seine Leiden Vertediger gefallen. Nach Seitenwechsel waren sie aber mit ihren Kräften zu Ende. , . In der ersten Spielhälfte, obwohl ständig vor dem gegnerischen Tore, vergeben die Athletiker recht viel, oder Zimmernrann hält die Bälle. In der 42. Minute stoppt Kozeluh einen Ball für Hansl und dieser schießt unhaltbar ein. Zwei Mmüten später erhöht Kozeluh aus schwierigem Schußwinkel den Stand auf 2:0. Nach Seitenwechsel verwertet, Hansl'eine Vorlage Dürrschm-idts zum dritten Treffer. . Kozeluh springt dann Zimmermangr beim Ausschuß des Balles an und das Leder rollt ins Tor. Eine.Vorlage Hudec' nützt Hansl aus, ebenso Dürrschmidt später einen PlHball Hansls. .... . -' . '5?. MersLerschaft der Reserven. Erste Masse: Amateure —Hertha 1:1. Beide Mannschaften boten gleichwertige Leistungen. Das Tor für die Amateure erzielte Rausch, für Hertha war Sefcik (Elfer) erfolgreich. — Vienna —Simmering 4:6. — Ostmark — Admira 3:3. Der Wiener Sportklub in Graz 1:3 geschlag^. Der Sportklub .erlitt gestern in Graz durch den S.. C. S t it rm eine.empfindliche 1:3 (0 : 2^-Niederlage. Die Wiener machten einen sehr ermüdeten Eindruck, hätten aber bei ''esieren Bodenverhältnissen sicherlich bester abgeschnitten. (2:25'8), Helga (2:29). S Print st affe l 6 mal. 50 Meter: Danubia (4:256), Helga <4:48'6). Die Ergebnisse der Wasserball, spiele waren: Hakoah—I.W. A. S. C. 4:2 (2:0). W.. A. C. ko mb.—A l t e H e r r e n 11 a m 2:0 (2:0). Bei den ölten Herren spielten ehemals berühmte alte Internationale wie Buch., felder, Dr. Blau. Bernaz u. a. Die ungarischen Schwimmeisterschaften. Herren: 100 Meter: Tumetzky 1:04, 200 Meter: Eperjessy 2:30, 1Q0 Meter Rücken: - Barta 1:16'4, 200 M e t e r B r u st: Jung 2:55 (Rekord!), Sippos gibt in aussichtsloser Position auf. 3 X100 Lagenstaffel: M. D. V. E. 3:44, 4X100 Staffel: lll. Bezirk 4:36. Springen: Vayda Damen: 100 Meter: Deneö 1:38'3, 100 Meter Rücken: Kraszna 1:412, 200 Met er Brust: Molncn 3:28-8N rmmil Hand-tzalt-LänderkamPf. In Agram kamen Samstag und gestern Spiele zwischen einem tschechischen und einem jugoslawischen Handballteam zur Austragung. Ihre Ergebnisse waren: S amst agr Tschechoslowakei- Jugoslawien 8:3. SonntagrTschecho-Slowakei-Jugoslawien8:2. Die Fechterolympiade. Oesterreich, Amerika, Schweiz und England scheiden im Florettfechten aus. Bisher wurden in Paris folgende Ergebnisse erzielt: Ungarn-siegt gegen Schweiz '9:7, Italien gegen Oesterreich 13:3, Frankreich gegen Dänemark 14:2, Belgien gegen Argentinien 8:8, doch gewinnen die Belgier mit dem besseren Tvucheverhältnis von 56:61; diese Kcttnpse fanden vormittags statt. Nachmittags fielen dann bereits mehrere Teilnehmer, darunter leider auch Oesterreich, aus dem Turnier. Italien erfocht gegen Ungarn einen Rekordsieg von 16:0, die Schweiz schlug Oesterreich 10:6, Dänemark däe Amerikaner 10:6, Argentinien England 11:5, Frankreich schlägt Amerika mit 13 :3 aus der Konkurrenz, ebenso Italien die Schweiz mit 12:4, Belgien die Engländer, mit 12:4 und Ungarn die Oesterreicher mit 13:3. Hocketz. Wasserball-Länderkampf Ungarn—Oesterreich 4: 2 (3 r 0). - Das gestern in Budapest zur Austragung gelangte Länderspiel sah die Ungarn amt 4:2 siegreich. Vor der Pause hatten die- Einheimischen weit mehr vom Spiel. Keserü und Wenk (H erzielten drei Tor. Nach Seitenwechsel hatten die Oesterreicher ein leichtes Uebergewicht. Vorerst erhöhte Hlavacek noch den Vorsprung. Dann kamen aber die Gäste auf und Grünfeld konnte zwei Treffer für seine Farben buchen. Zwei Tore der Ovsterreicher wurden vom Prager Schiedsrichter Cernik, nicht anerkannt. Das Wettschwimmen des Amateurschwimmklubs. - Der Besuch war sehr 'schwach, dafür konnten sich die Leistungen sehen lasten. Friedberger (1. W. A. S. C.) stellte im Herrenbrustschwimmen über 200 Meter mit 3:04,7 einen neuen österreichischen Rekord auf. Nachstehend die Resultate: Neulings-Bru st schwimmen 100 ' Meter: Rowl a n d (Amateure). _ Reu l i n g s - Rückenschwimmen 100 Meter: Gohl (Amateure). Ju'nioren- Lagenstaffel 3mal 100Meter: Amateure (4:05), W. A. S. (4:08'5), Amateure 2 , (4:20). Junioren -.Springen: Staudinger 2 (Amateure, 28'3 Punkte), Orth (Amateure), Kalwas (Donau). Brustschwimmen '200 Meter: Friedberger (W. A. S. C.) 3:04'7, österr. Rekord, Reich (Amateure) 3:07, Zenk kÄmateure) 3:13'8. Sprint ft affel 10 mal 50 Meter r Amateure A (5:39 2), Amateure B. (5:44'3). Hakoah (5:51'4). Damenbewerbe: Jugendschwimmen 50 Meter: Samesch (Helga) 39 Sek. Rückenschwimmen 50 Meter: Konetznh (Danubia) 41'6 Sek., Bratmann (Hakoah) 46'2 Sek. Brustschwimmen 100 Meter: Karsten (W. A. C.) 1:39, Bienenfeld (Häkocch) - 1:406, Bienenfeld (W. A. S.) 1:42. Lagenstaffel 3 mal 50 Meter: Hakoah (2:236), W. A. S. %_ p : Die Meisterschaft. ' -A. E—Hakoah 2:0 (0:0). Das Spiel stand bis zur letztE^Ne-rtelstunde unentschieden. Treffer: F. Revh, Neudorfer. Schiedsrichter Erdmann. Reserven 2:1 für Hakoah, die mitdiesem Sieg die Reservemeist-srschaft gewinnt. B. f« B.—Lehrer 4:2 (1:1). Sehr scharfer Kampf. Treffer: Lichtenecker (2), Wildanr und Massarek für die Sieger, Stubenbauer und Krahl fiic die Lehrer. Schiedsrichter Dr. Gerhärt. Reserven 6:1. Allround—Arminen 2:1 (1:1). Die Sieger mit vier Ersatzleuten. Treffer: Klein und E. Klink, beziehungsweise Schmidt. Schiedsrichter Schaffer. Reserven 4:1 für Arminen. / Zionistische Konimistion der Hakoah. Mittwoch den r. Juli, 8 Uhr abends, findet im'Klubheim eine äußerst wichtige Sitzung statt. Sämtliche Herren werden pphetcn, best-m'mt und pünktlich zu erscheinen. Aus den Vereinen. Hakoah. Die Vorstandsmitgfie-der werden aufmerksam gemacht, daß zu dem am Donnerstag den 3. Juli stattfmdenden Wettspiel gegen Slovan die ausgegebenen Dauerkarten keine Gültigkeit haben. Ferner wird den Mitgliedern b-kanntgegeben, daß zu diesem Wettspiel kein freier Eintritt ist. Genera!"Repräser<s?*nt i 3083 Auto-Verkauf s-g. m. t>. h. I. Kolowratring 6 - Flchfiegasse 8 i 9htttb um die Pleite.! Der Krisenzustand, in dem sich'Oesterreich-seit fast einem Vierteljahr befindet, zeigt no^h immer eine Tendenz zu. weiterer Verschärfung, und staunend fragt man sich, wie weit die allgemeine Verwirrung noch gehen., könne, übevsieht aber, daß die Gxünde viel tiefer liegen, als. allgemein angenommen wird. Abgesehen von dem unvermeidlichen Rückschlag, der auf die Börsenhaufse des vorigen,Jahres kommen mußte und durch das Frankendebakel nur - verschärft, nicht aber bewirkt wurde, konnte oder wollte , man nicht sehen, daß Oesterreich eine vielfach ' konkurrenzunfähige . Industrie, eine. zur Ernährung. der Bevölkerung unzureichende Landwirtschaft und. einen viel zu großen Bankenapparat habe. Dazu kam noch die Krise der Umwelt und des heimischen Kapitals, so daß'wohl noch eine längere Zeit als der von Optimisten angenomene Herbsttermin vergehen muß, ehe man wieder aus eine, und noch dazu langsame Erholung rechnen kann. Nimmt man alle diese Tatsachen an, so kann das Ergebnis der Genfer Bölkerbundtaguug nicht überraschen. Dort kannte man die Krise und wollte-sich daher zur Freigabe der Kreditreste nicht entschließen, und wenn sie, um uns die bittere Pille zu versüßen, den Ausweg wählten, im August eine Expertise über Oesterreich zu veranstalten, eine Maßnahme, die natürlich vollkommen überflüssig, da ja der Generalkommissär bestellt wurde, um feine Auftraggeber regelmäßig über den Stand der österreichischen Volkswirtschaft zu informieren, .so -wollten sie eben nichts anderes,. als Zeit gewinnen. Schließlich ist es ja klar, daß echebliche Teile des Kroditrestes endlich von Zimmerman werden freigegeben werden müssen. Aber eS wird ein sehr geschicktes politisches' Vorgehen nötig sein, um ihm nicht neue Gründe für Äufrechterhaltung seines ablehnenden Standpunktes zu liefern und ebenso werden die Banken in ihrer Geschäftsgebarung sehr vorsichtig sein müssen, um die von Zimmerman verlangten BörsenunterstützungSgelber zurückzahlen zu können. In den übrigen Nachfolgestaaten der österreichischen Monarchie liegen die Verhältnisse nicht bester. Polen kämpft mit fchweren Sorgen, Jugoslawien kann von England die dringend benötigte Anleihe nicht erhalten, Rumänien hat allen Grund zu Beschwerden gegen das Ausland, und welcher Schwierigkeiten es bedurfte, um Ungarn eine an und für sich -ganz ungenügende Anleihe zu verschaffen, steht noch in genauer Erinnerung. Die einzige Tschecho-Slowakei, die allerdings schon genug Krisen -hinter sich hat, scheint momentan trotz ungünstigen Standes der Industrie in relativ konsölidiertev Lage. Und sehen wir nach Deutschland, so ist die dortige Lage noch wesentlich schlechter als bei uns. Wahrend unsere Banken und Industrien, doch noch, eine, wenn auch verhältnismäßig niedrige Dividende verteilten, ist dies auch bei den - großen deutschen Unternehmungen nicht der Fall, da, wie die diesbezüglichen grotesken Berichte hervorheben, d-ie Kosten der Ausschüttung deren Wert übersteigen! würden.. Arbeiterentlassungen. Sperrung von Betrieben und unerschwingliche Lebeuskosten sind die Begleiterscheinungen einer Pobitik,^ die aus der Vergangenheit nichts gelernt nnd nichts vergessen hat und die als die höchste Weisheit den Gämbettaschen Revanchesatz: „Immer daran denken und nie davon reden" in sein Gegenteil verkehrte. Der katastrophale Fehler der im Zerschlagen eines in sich geschlossenen und nicht genügenden Wirtschaftskörpers, wie es Las alte Oesterreich darstellte, begangen wurde, konnte sich, wie die Geschichte der Folgezeit zeigt, schon voll auswirken. Aber nach sechs Jahren, die seit Kriegsschluß vergangen sind, wäre es'reichlich Zeit, nicht nur die gegenseitige Absperrung der Staaten aufzuheben, sondern durch Wirtschaftsverträge der Sukzestionsländer, die - schließlich doch in ein« Zollunion werden auslaufen müssen,' endlich erträgliche Zustände wieder herzustellen. VSBB S' 'Theater von heute 7 7 V.® v.? 7>? Bttrgtfteatef: Weh' dem. der lügt! JIfcadettie-tfteater - Schlußproduktion Burägartett, Tanzabend Mimi Barden lbri Regni im Feüsaal derHofburgl rcdöndrunmr 5cdl0t5tde,trr- Die Kinder strattopef: Der Evcmgelimann vollrr-pekr Zar und Zimmerman» Beuttcder VoNrMeatek: Weh' dem der lügt! V«8 tHeater li der üo$tf$ladt: Anne Christie »/,8 llstmukä-llteatti': WeibSteufel */,8 tnoätraestfteater» Pariser Leben 8 Beaäir§aae«'Büß«r (Bauerntheater „Die BerchteS gadener") r St. Georg der Drachentöter wr. Aa««MpMer'Colette (Pouche) — WaS Frauen träumen ... EilitipleltlMattf: Der keusche Lebemann LaNtheatep! Die Königin der Nacht Ctxattr aa der Altar Gräfin Mariza Ar. $tadltl)cattr: Die schwarze Perle Ar. BürsMdeaterr Ein Herbstmanöver 10- .5ttaark-Ldeäter r Der Königs Nachbarin 7*ä Hpollo-ci)enter» Die Königin vom Montmartre */»8 Rolaad>Bftlae: Diagnose 161 Ar. AoDöchleadairrr Eine mit Talent rcdwetrerdaar (Prater): Orchesterkonzert Waeek 11artaallaßSsel (Prater): Russischer Studentenchor und BalalajkcMrchester, Kapelle Ganglberger 8 7 10 8 V. 8 V.8 lh 8 V,8 %8 Grand-Restaurant ii Wieg, II. Taborstrasse 18 Eiiig'ans durch das Hotel-Vestifciil Vorzüsliche Wiener Küche sowie die ersie Spezialromfinlselieii. orientalische IW Speisen Natttr, am Rost» wie auch Nr» Spiess 57 Sra tkIäs 11s•- 0etrSn ko Täglich ab halb 9 Uhr W Mm» und Kultes FrQhslfick -; T«l«phon 42.Si.S3 -, Stets lagernd grosse Posten!ei*kules"ll Kämme Si Stahl* und Nühihers'ar Galantcriewartn e » g r o s H. INTRATER Wien, il. TaborstraßeS b Eingang 10 Tel. 41-7-81 SCHADCHEN gesucht! 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Leiter: Viktor MWoerger), L. Bez., UniversitätSstraße' Nr, S. Berantw. Redakteur für die Tschecho-Slowakei: Ludwig Weiß. Bratislava. Fischertorgaste Nr. 8, 6352