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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-26 · Heft 1926 (26.6.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1926 (26.6.1924)
Date
1924-06-26
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Mett, OMMMg« Wiener MpMett-ettrtW. S6. Juni 1924; M ILVisenkutse: Üüvtch, 36. Zun!. (Devisenkurse von 13.10 Uhr. Bon Lei Sckiweirerischen Kreditanstalt mitaeteilte Mittelkurse.) Berlin Milliarde (-.-). Holland 211.40 (211.50). New-Uork .. Pa? ‘ 5), (76.-); Madrid 75.90 (75.87), Buenos Aires 183.60 (188.-., Ptciy 1667% (16.66'/,). Büdaheft 0.0072 (0.0072), Bukarest 2.45 (2.47), Belgrad 6.55 (6.65), Sofia 4.10 (4.10), Warschau Wien 0.007637 (0.07987). Äeolin, 25. Juni. (Devisenkurse.) (In Goldürark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos, New-Fork, London,Japan und Niy für 1 Einheit, Wien und Budapest ftir 100.000 Einheiten.) Amsterdam 157.21 (157.21), Belgien 19.15 (19.45-, EhristiaNia 56.46 (56.46). Ziopenbagen 70.72 (70.92). Stockholm 111.12 (110.97), Italien 18.10 (18.15), - London 16.105 (18.14)/ Aetv-Or! 4.19 (4.19), PariS 21.99 (22.49)) Schweiz 74.16 (74.16), Spanien 56.16 (56.16), Wien 5.91 (5.91), Prag 12.295 (12.87), Budapest 5.19 (6.19), Sofia 3.015 (3.065), Belgrad 4:84 (4.89). ’; Teettn, 25. Juni. (Sioteukurse.) (Zn Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1. Einbeit, österreichische für 100.000 Einheiten und politische für 100 Zlottz.) - 1'toten: Dollar 4.19 (4.19). ' Pfund 18.07/ (18.12), Italienische 18.08 . (18.10), Oesterreichische 5.91. (5.91)/ . Polnische 77.50 (77.60), Tschecho-slowakisch« 12.73 (12.345).: #£ - Prag» 25. Juni. (Devisenkurse. — Mittzettzllt ‘ vom BnnküMte ‘ bc§ tschecho-slowakischeN FinanzministeriuAS.) — Berlin*) 8.07% (8.08);' ZÜM 608,25 (608.25), i PMS 179.75 (184.76), London 146.80 (146.80), New-York 34.- (34.-), Belgrad 39.65 (20.80), Bukarest 14.85 (14.85), Wien ' 4.72 (4.72), ' Warschaus 659.50 (659.50), Agram —(—.—), Budapest 4.02% (3.97%), Jugoslawische 39.75 (39.85), Oesterretchische gestempelte Krone 4.74% (4.73), Polnisches) 653.— (654.-), Ungarische 3.92 (3.90). *) per Billion, fi) für 19V polnische Gulden. ' ■ ' Budapest, 25, Juni. (Kurse' der Devtsenzentrald.- — Amsterdam 81.110 bis 31.760, Bukarest 850 - bis 370.-, Kopeu- Hagen 14M0 bis 14.800.Chr1stiania 11.200 bis 11.450, London 358.590 bis 366.000, Berlin bis Italien 8560— Bis 8660.- Paris:4820.-^ bis 4440.—,' Prag 2465.-^ bis 2510.—/Stockholm 22.110 bi» 22.570, Zürich14.720 bis 16.020, Wien 1,1660 bis 1,1920, Sofia 596.—M 615.—, Agram 930.-— bis 680.—, New-Aork 83.000 bis 64.709, Warschau bis Brüssel 3790.- bis 3880.-. ÜSelgkai», 25. Juni. (Devisenkurse.) London 372.— bis Parts 457.- bis /NewHork 8690.- bis , Genf 1524.— bis Saloniki bis Mailand 371.12% bis —.-, Prag 256.75-bi«' Berlin bis Wien. 0.1216 bis Bukarest 88.37% bis Sofiq 61.50 bis Budapest 0.1137% bis —Brüssel -7-.— bP- —, Amsterdam bis —, Warschau—.— hiS - " ' ^,/ ' Agram; 25; Juni. (Devisen.) Wien ’ .0.1206 bis — Berlin —bis Budapest 0.1150, Bukarest 38.— bis -.-7-, Italien 371.80 bi8 -.-; London 372.60 bi» New-Fork 85.80 bis —, Paris 454.60 bi» —, Prag 255.50 biS —Sofia bis —' Schweiz 1581.86 bi» - . Brüssel M» — Warschau —bi» — Aüistierdam^8240r—' bi»; Stockbolin-^.-^'bi» -- ' " ''' Lyakschtzu,28. Jurch(Devisen.) Berlin bi» London 22.37 bis 22.14. Pew-Pork 5.16 bis 5.21, Prag 15.25 bis 18.39, Wien 7.08 biS 7.93. Die Tagung des Makkabi-WellverÄMdes. Die Eorkoufdreuz. Gestern traten im Hotel Guch die in Wien weilenden ausländischen und die Wiener Delegierten zu einer vorbereitenden Konferenz Msammen. Es wurde beschlossen, bei der heutigen Tagung' folgendes Präsidium vorzuschlagen: Vorsitzender: Dir. Spiealer (Wien) und Ina. Pick (Znaim). IM "Fülle der Verhinderung Dr. Altar Deplitz) und SoberSky (Berlin). Schriftführer: Alfred Tysfer (Wien) und Erna Loewy (Berlin). Weiters wurde die Tagesordnung der Hauptversammlung sowie Art, Anzahl und Zusammensetzung der zu wählenden Kommissionen festgelegt. Auch wurden bereits einige Punkte der Tagung zu informativen Zwecken dor'beraten. Die TagesopdMRg. : .Heute Donnerstag wird um 1/s9 Uhr vormittags (nicht, wie irrtümlich gemeldet, um 9 Uhr) im Lo-vranasaal, 8. Bez., Löwengasse 39, die Konferenz durch das Präsidialmitglied D. Julius Hirsch (Berlin) eröffnet. Dann wird der Vorsitzende des österreichischen Verbandes, Dir. Spiegler, die Delogierten namens der Gastgeber begrüßen. Nach Wahl des Bureaus werden die offiziellen, Gaste das Wort zur Begrüßung, erhalten. Als 5. Punkt der Tagesordnung werden die Berichte des Präsidiums und der Landeskreife erstattet werden. Daran schließt sich die Debatte. Mit der Wahl der Kommissionen-nimmt die erste Sitzung ihr Ende. Die weiteren Punkte sind: , 9. Bericht der Legitimationsrommission. Debatte.) 10. Entlastung des Präsidiums. 11. Bericht der Statutenkommission. (Debatte.) 12. Anerkennung der Landerkreise. 13. Bericht der Finanzkommission. (Debatte.) 14. Festsetzung, des Sitzes der neuen Leitung. 15. Wahlen. 16. Bericht der Antrags«, und Resolutionskommission. (Debatte.) Morgen Freitag nachmittags dürfte die Tagung voraussichtlich geschlossen werden. Gienna—Hatosth 2:1 (y: 1). Unverdiente Niederlage -er Hakoich. — Häusler grundlos mtSge- Mofsen. — Derbes Spiel -er Dienna. fert, .. .., ^D, ...-- Hakoah: Duldig; Scheuer// Grünseld; -Fried, Äuttmann, 'Pollak? NufeÄ) Häusler, Grüwwald, Schwärz,: Katz<; Ditz: HLköäh trat gestern,Hach langer Zeit wieder einmal in ihrerstärksten ÄÜsstelluM an unvlieferte auch' denent» sprechend'-'M (Mnesi'WeL Di^/ jüdische Mannschaft wak lhvem Gegner durch gut Dreiviertel der Spielzeit stark Wer« -■**** 'nOer MMischeM PlaMlfteaus MberleMhert Mchlagen würde, .. MWieKNer wrdtiM Umstände ^,^..^^st spielte die Biettna sehr Mtckl. Hierin produzierte sich -vor allem Ghvenka'und Blum: Im Angriff war reißen ließ, Grünfel-d. —- dem verdienten Ausschluß. Spiel erwies sich Herr Krenzel jedoch alsvollkommen «NMlünglich., Er geriet,durch 'das Heulen und Toben, der Wennalhänge ' l,,‘ ' ' ' ‘ “ Anhänger in Verwirrung, beurteilte die Off side^Stellungen falsch und setzte' seinen l diversen KopMigWen die 'Kköne auf, als.er Häusler, bis dahin .den besten Stürmer dtzt Hükoah, oh.ne jeden.Grund ausschloß.. Eine unserer Mitarbeiter hatte Gel-ögenheit. Mit' Herrn Ki'enzel nach dem Spiele' wegen dieses Ausschlusses RirÜsPrachezu nehmen. Heer 'Kienzel sagtd. Häusler habe ihn keiueSWegs beleidigt, jonbevn nur iü der Form Kritik geübt, daß er bei irgend einer Geleyeniheit - vief: „Da. schon wieder'." Herr Kienzel hätte ' den AusWüß auch rückgängig gemacht, weNn der Kapitän der Die-nna -seiwe Zustimmung -hierzu gegeben hätte.- Es ist eine -bisher - glücklichevweise noch nicht übliche Neueinführuna, daß der Schiedsrichter zu seinen Maßnahmen die Genehmigung 'des einen Spielführers einholen muß . Die Halvesreihe dör Hakoah hatte einen recht schwachen Tag. GuttmaNn spielte .erst in der letzten Viertelstunde - sehr gut, Pollak kam, gegen den starken Flügel der.Vienna nicht recht auf. Fried war der beste AaUfer und arbeitete .Mit' Wucht und großem Eifer.' Der Angriff ' führte'lein ausgeFeichneteS -Spiel vor. Kcttz war anfangs -etwas änMich, wurde jedoch im weiteren Verlauf des Spieles immer besser. Schwarzwar langsam und leistete im Felde nicht viel. Grünwald arbeitete trotz se'lnev Verletzung mit größter Aufopferung. Den GlänA- .iputtkt des Angriffes bildete jedoch der vechte Flügel Häusler —Neufeld. Häusler war so gut wie schon lange nicht. .Er riß den Angriff immer wieder nach vorne. Zu dem war er von einer seltenen Schußfreudigkeit und stellte den tzegnerifchen Tormann - oft - vor schwierige Aufgaben. Nach feinem Ausscheiden arbeitete Neufeld für zwei. Er lief, trotzdem.er MiNdig von zwei bis drei Vienttä-ÄeUten) auf die unfairste Art angegangen wurde, immer wieder davon, hatte aber, ebenso wie alle anderen Hakoah-Stürmer, gestern - ^großes Pech - beim Schießen. Von den beiden Backs war der schnelle und Härte Grünfeld -der erfolgreichere, Scheuer, der anscheinend wegen fernes noch nicht ganz aus geheilten Knies etwa» ängstlich war, -der taktisch bessere. Duldig trifft an den beiden Toren kein Verschulden. ' ' . Die. Vienna hatte für dieses wichtige Treffen sogar. Blum mobilisiert der sich jedoch als keine Verstärkung erwies undmehr durch ^derbes als durch güte» Spiel auffiel. Auch Reiner war schwacher als sowt, hingegen spiri-te Pacifta mit eMNsoviel Geschick als Glück. Die SDwtuna der Vienna war der einzige / Mannschaftsteil, in dem -i«.'MWrWr.,eMe 'SSwW.:-UrNh' - legenheit Mundeten. Am besten Ivar Seuffevt. Fm Angriff spielten - Seidl und GschweM sehr Wbsch -usanrmen. H'Sß konnte sich' nur durch: verschiedene.Derbheiten'bemerkbar' machen. Neumann war beäMtigend langsam, Fischer besser 'E in den letzten Spielen. ' . ' Das Spiel begann mit einem Angriff der Hawah. Katz brachte'-den Ball in pttttt Öaitf vvr. MnwM echielt durch einen' Fehler von Kürz fr<ie Bahn, hatte 'aber -das Pech, knapp'' zu verschießen.- Die- Hakoah ist-ertweisv'stark überlegen, doch. verhindert die gLgnerische Hintermannschaft Mit allen.-Mitteln einen Erfolg. In der 28.' Minute begeht Reiner im' Strafraum in grobes Foul gegen Neufeld, und Schwarz schießt den-dafür STomr EN.uAt>i£*aAä»*-a Uitfon ttr,7Qi64 Copyright Ztdjscher Berlag, Berlin. Nachdruck verboten. 26. Fortsetzung. Hawdvlöh md MseMreW ' Bon Sammy. GroneMann. Die Arche war von einem großen Haufen entschlossen aussehender Juden umgeben, die in tumultarischev Wekse' ihn verhinderten, sich dein Seziertisch M nähern- Gr . versuchte,' den Leuten klar zu machen, daß sie sich den größten Unännchmlichkeiten a-üssetzten, ÄE sie ihn zwängen, Gewalt an-zuwenden, suchte es Hnen auch begreiflich zu machen, von welcher Bedeuiung für die Wissenschaft und die Heilkunde , fein Vorhaben-sei — alles >war vergeblich. ,Ahr seid, ein Mörder", schrie man ihm entgegen und W schiedenen Seiten wurde der- Mf' laut: , ,Mr gehen zu Hindenburg!" Es sei an dieser Steell bemerkt, daß Generalseldmarschall,H-in.denbürg interessanterweise. bei den «Fuden sich überaus großer Beliebtheit erfreut. Es kuvsiertän über ihn ejne Reihe von Anekdoten, die allesamt ihn als jMalen. Menschenfreund charäkteristeM; Mütt erzählte däbön, däß er einem jüdischen Gärtner, einem Krieg's.gefangenett, söülich ÄögWtt'it 'heHchäfft. Mte, '.'stch' wtt seiner Familie in Rußland in-)Perhindnng^M setzen —. «und M Aisthell an HMenbuvgerschieti dielen alö die letzte, Hoff- Mng. -Dr. Ro-MHal ent^chleß siHHn tzen GeneralstabSgrzt- 'Prvfessor Klemsrerer zu tDpM>iüM> Kl.e'W.P-erer war äußer sich, M er^ don dem: Vorfall hörte. „Da' MUß ei-NMl energisch durchgegriffenwerden," erklärte er, Mit diessv OÜHän!bjgW muß aüftzeMint und den Leuten Mß^^ eine Mtlön iMeiss werden; -ich. komme) sofdA >persönliche Mb Wde 'M'Säche/in die' Hand.nehmen!" (Er'kam dann Mch ins Lazarett' — jeder Zoll ein-Obevstabßärzt aber m-lt seiner Entschloffenheit war es zu EM, als er den Saal betrat. Es war natürlich für ihn Nicht, schwer gewes-en, mit Gewalt sein Vorhaben durchzusühren, aber baS,. wa'S er M sehen und zu. hhren bekam, .. wachte auf'ihst einen solchen Gindruik,: daß er die Freigabe -der - Leiche verfügt-.. Md Juden zögert mit 'ihrem Toten ab. Es -war Nicht von -rMn^ welchen Bedingungen die Rede, es handelte sich nicht ÄM einen Kompromiß, sondern e'S war, Wie 'Rasenthalsich arlsdrückte, eine bedingungslose Unterwerfung der Aerzte. Di-- ungeheure Entschlossenheit dieser Menschen, dieser selben Menscheü, die sonst, wenn es sich nur um Materielle Dinge handelte, so überaus eingeschüchtert - und ergeben waren, die hier zutage trat, da es sich um di« Verteidigung von Hnen heiliger Grundsätze handelte, .war so imponierend, daß man sich Hr beugen mutzte. Solche Geschichten, ernste und heitere, an unserem Intellektuellentisch erzählt, fachten das Interesse, die Wesensart dieser Oftjuden zu ergründen, immerwieder an, Es kann aber Nicht verschwiegen werden, daß auch umg-e«, kehrt den Ostjüden vieles, was sie ber den De-ütschen sahen, verblüffend' und ratselhaft erschien. Auch bei ihnen Mag das Thema: „Die Deutschen, De'Sitten und Gebräuche" viel erörtert sein. Sie mögen auch die willkürlichen Verfügungen oder Liebhabereien mancher örtlicher Machthaber, dieses oder jenes-absonderlichen Kreishauptmannes, etwa dort, wo sie dann betroffen wurden, nicht als eim individuelle Emanation, sondern als eine Offenbarung deutscher Sitte und Anschauung betrachtet haben. In dem kleinen nur von Chasivdi-M bewohnten Stcvdtchem P. etiva mögen'die Gin-wohner noch heute des Wen Glaubens sein, daß bei den Deutschen der runde, schwärze Hut, die sogenannte Melone, eine staatlich o-der religiös sanktionierte sei. ,Her-dortige.Ortskommandant nämlich W,'ÄN Idioshttkrasie grenzende-MbAWng sidische ' Kopfbedeckung, die schirmloS steife rpe. Er erließ durch AuMag ein strengeZ Ver- Löt, Mit solcher Kappe -daä Amisgebäude zu betreten. DaZ schien eine -Katastrophe zu bedeuten, da natürlich'täglich ÄMMich diel AngeleMhSiien dort erledigt werden mußten und andererseits kein Thüssi-d es übersich bringW würde, sich ohne ^opfbedeckung zu bewegen. Zum.Gl.ück gab es aber: doch wenigstens einen runden Hüt . im Städtchen, freilich ein vecht. abgegriffen-ös, a-ttck und zerbeultes Exemplar, das ein NNternehmender Mann, den einmal vor- Zeiten der Weg ins Ausland geführt hätte, von dort mitgebrächr- Hütte.- MV findige Besitzer dieser kostbaren Reliquie etablierte sich nun» mehr mit dem Hut Vor der Tür-des Verwaltungsgebäudes und vermietete jedem GrUtreteiWen gchen eine Gebühr vonsÜNf Kopeken die kostbare Re-lianie zum - Gebrauch. ^Gr soll sich durch dieses ständige und konkurren-los-e Geschäft eine sorglose Existenz begründet Haben. Kei dem großen Publikum dort aber nistete sich natürlich der Glaube ein, daß lhatte. eine gegen die ‘ schwarze;€ttt solch seltsamer Hut ein für di« Vornahme von AmtSi Handlungen bei deutschen Behörden unerläßliches Requisit sei. - ' ,; Dom LehrhairS, Es gibt ein Haus in der Jiu^denstadt, -das. als noch Wer und heiliger gilt als selbst die Shnagöge.'Das' ist das Geth Hamidrasch, -das Lehrha-üS,'oder besser vielleicht 'Wt Lernststbe". Die Synagoge ist, wie - 'gezeigt, das' allge-' Meine Versammlungslokal, das Klubhaus, und 'in ihr wer den auch öffentliche Angelegenheiten, rein „weWichen^' Charakters, erörtert und erledigt. Der jeder Synagoge angegliederte Raum aber, der für das ,^8-erNeN" bostimmk ist, dient einzig geistigen Zweien, und nvch jüdischer ÄNschauung darf eine Synagoge eher profanen ZWeM zugesLhri' 'werden, als solch eine tritt der Lehre geweihte Statte. Di« '/Wesensart 'dieser bedeutsamen Einrichtung des jüdischen Ostens erschließt sich dem Fremden nutz sehr schwer UNd -' ich glaube^ daß nur die wenigsttzn ^der Besucher,'die dorthin den . Weg gefunden halben, «dt rechtes Bild MitnchMeN konnten. Vielleicht ist -ML bas Vechändnis 'leichter ge» worden, da ich von Ju-geNd - Ms MUigsteUs MigerMatzeri ' den Begriff des ,-Äernens" kenneir gel-erut -habe. Lernen-' ist ja der jüdische Ausdruck für jene besondere Form' de's' TalmüdstMiuMs. Ach 'habe ein völles Jahr Mch Nbsvb - vierMtz Mines MiturientenexüMens in HäDerstadt beideN RabbiUrn dort -/geilernt" und das' hat. mir so viel Freude gemacht, daß ich, obwohl ich im -Entlassungs-zmFms des Lyzeums L in Hannover WeiK aE^,^rist" bfzeichNei! war, Lust bekam, Rabbiner zu weSdeki und >eine Zeitlang auch am Hildesheimerschen Rabbiner-fttninar zu Berlin - meiM Dülmudstu-dien fortsetzte, -DaSAblieb nuMfreiN-chmm. eine vörübergehtznde „geistliche Storung" und. so sind die deutschen Juden wenigstens pör - meWy?MediMn- MlMen,. während ich W Völler MMjOuguE daß ich Mir gar keine bessere Wistführuna injuristü sches DLttken vorftellen kann, ttls die^WchMgung^.mÄ Talmuddisziptitt; jedenfalls war' aber durch diese EvmN'S' . rnÄtzW Aviv die Brücke ziun Verständnis des Beth Hamü (Fortsetzung folgt.

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