Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1922 (22.6.1924)
- Date
- 1924-06-22
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2981005--19428-3006573- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
SWW' n 0 M 8 *B WWW8VWW» Pariser Modebrief. - Die Pariser MoidekünMer gounen sich' kerne Painst. Sie jffeft stets auf Lev Suche nach dem Allerneuesten und -werfen jWrstov Ifkch, was sie noch vor kmWrr als Ausdmck der Ten- ÄeH nnlseter Zeit gep-viesen, propagiert und in die Welt 'gesetzt haben. Mn sind wieder die neuesten Kreationen zn Men, übervaffchend in ihrer Milte, voller Phantasie, die -rneNmls verletzt, wenn auch das Grundprinzip: die -gerade, Gchere, verkürzte, einfache Linie beibehalten wurde. And trotz allem kommt' durch die Zusammensetzung des Kleides ^*- ifei es in der Stickerei, sei es im Wurf der verschiedenartig gelegten Falte — etwas unbedingt Neues zustande. Dieser jektfache Typ Hat die gesamte Damenwelt auf seiner Seite. ' Die Damen werden zweifellos Leim englischen Kostüm der engen Linie treu bleiben, die ein jugendliches Schreiten «fordert, das allerdings vielen Schwierigkeiten bereitet, und doch ist es unbestreitbar, daß sich die Ä^ra der ,Mette" wMndiigt. Sie wird immer mehr urtd mehr akzentuiert, die großen Pariser Hauser deuten sie schon bestimmter an und gestalten sie zu einer origmellen Note. " Gewiß wird die gerade Linie beim Schneiderbleid sich' bchauptm, sowüit sie für den Körper vorteÄhast ist. Die Weinen geraden Westen, die jetzt von vielen Saktons auf den MaE gebracht werden, da sie ein jugendliches Aussehen verleihen, werden ihre Popularität nicht einbüßen. Mer man wird auch sem Art von Facken wWen, die teKs nach der Figur, teils als gürtellose lieberziehen gearbeitet sind und — ohne die Formen zu unterstreMtt —» dem Körper eine lange Linie verleihen. Für das Nachmittagskleid beginnt man die ganz gerade Linie lmszugeben. Sehr anmutig sind die Bewegungen der einfefrüg gelegten Plissees, die die Rundung des Meides un- Mch erscheinen lassen, ebenso wie die Weite, die den Rock stark verlängert mtd der Trägerin ihre durch den engen Rock stark beeinträchtigte Bewegungssvechsit wiedergibt. / Der Weiche Crepp und die feine Seide, die seit der letzten Saison in reichster Fülle vorliegen, lassen sich zu den Wüsten MeatioMN verwenden, wenn sie mit etwas Weite kombiniert sind. Das Fehlen des Gürtels ist eine An-. gele-genhöit, ' die mit der Weite des unteren Kleides zu--' samtnenhang'i und nicht als ganz gerades Kleid behandelt werdest soll, da sonst ein -sackartiges Gebilde MtandekomW, das trotz des schönsten Materials zu primitiv wirkt.! ' j Die' fortschrittliche Frau, die sich nicht an die letzte Tradition klammert, wird gewiß zu jenen Kleidern greifen, di«t das gerade Gegenteil von dem bisher Getragenen W sein scheMM' W'"Jacke,' die -mit den söMch sehr tief am setzenden Teilen originell wirkte zur Bluse so lang wie die Jacke, aus plissiertem Urwn -ich jq fchr W M MW Wische gearbeitet? -i ' - " '' ' Die Schneiderkleider in Atlas oder S lei de, schwarz oder farbig, scheinen der Höhepunkt der praktischen Eleganz M sein, da sie ebenso zuni.e-leAa-ntesten NachMittagSbesuch, wie;u einem BormiMgsgcmg -darrK -die Sicht getragen werden'können. IW! srU-8!M-!W-iW ' Wne NüuM: En MW: Wer dsm Klsid, «chv Mwv dem Mantel, ein kleines MdungHück M. chiüefischept Stil, meistens aus einem in der -cätmddischen Art der Stepp-'' decken Verarbeiteten Atlas; dieses Mäntelchen ist kurz, di« Kimonoarmel offen, der .Halsausschnitt rückwärts außerordentlich geschweift, die Farbe jadegrün oder korallenvosa oder schwarz mit einer dieser Nuancen Webt. Doch bedeutet diese neue Mode -nur einen GM innerhalb der allgenleinen Modsideen des Sontmers 1924. Zur Reisesaison. " ' Unentbehrlich für die Reisesaison ist ein Autostaub- Mantel. Wir bringen in der obenstchenden ' Zeichnung ein apartes Stück aus mandelgrünem Wollrips mit großen Taschen, als originellen Aufputz am Kragen und an den Aermeln einen Riemenve rs ch l u ß aus gleichem Material, uimodelle. Das schöne HeSm. " escha« " " ___ AuS Berki« wird gefchrieLtM die m d«r Räume» der Firma Lewent tt heit, ein zu erftsheM Die beiden schiken Modelle, die aus dem bekannten Hut- . salon .Margot^, Subak & Co., 1. Bezirk, Deutschmeisterplatz 4, stammen.-zeichnen sich durch besonderen Schwung' in der . Litzie, gediegenes Material' und erstklassige Ausführung aus. Da bei der vorgerückten Saison die allerfeinsten Modelle b ort 200.00 K. an abgegeben wer den, bietet sich hktzr die beste Gelegen- WmW preMverr Dte Deusters. . der. Qranienstvaße zu schm ist, bietet einen interessanten UebeMck über da^ was m letzter Zeit, aus dem Gebiete der Wohnungskunst geleistet worden ist. Die bekanntesten Innenarchitekten Deutschlands haben Entwürfe für die Favrikatiotr geliefert, und es ist interessant, an Wen Modellen — Vom einfachsten Zimmer bis zum luxuriösesten Salon — die Wege zu erkennen, die heute, unbekümmert um die wirtschaftliche Depression, dieses Gewerbe einschlägt. Neben Arbeiten von Götz (München), Pullich (ISruttgart), BreuhauS (Düsseldorf) und- Krüger (Dresden) sivd eS vor allem die ton Professor Schneck (Stuttgart), die ei» eigenes und von den bisher bekannten Formen durchaus abweichendes Gesicht tragen. Stellen »wir ber jenen noch Bemierungen in Architektur und Bildhauerei fest, so arbeitet Schneck hauvtsäMlch mit der Ausnützung-des Materials und durch geschickte Derwervdung der Teilen die zum Gebrauche des Möbels notwendig sind. Einziger Schmuck seiner M^bel sind die Beschläge, Scharnieve, Schlüssellöcher, beruhigend wirken die sanft geschwungenen Linien und die dezente Form des Ganzen. Deine Schranke, Stühle, Tische uno Sessel nehmen den Räumen das Lastende, und die Art, in der er alles, von. der hauchzarten Gardine angefangen bis zum zierlichen und in seiner Einfachheit so stimmungsvollen Kronleuchter durchkomponiert, der- -hilft den Räumen zu ihrem faszinierenden Reiz. Die Ausstelluna beweist, daß eine hübsche Wohnung wicht Mein das Veroienst eines Baumeisters sondern vor allem des Innenarchitekten ist, dessen künstlerrscher Geschmack ihr «ft die rechte Behaglichkeit verleiht. / Originelle „Articles de Paris". Die Knopffabrikanten freuen sich, denn eine lange Reche von Knöpfen pr-rngt auf den meisten Kleidern der Sommerkollektionen. Der Kropf ist grün, rot oder blau, immer im Kontrast zum Ton des Kleioes. Man trägt entweder vorne oder hinten zwei Dutzend Knopfe, aber stets einreihig, mit buntem Perlgarn auf- Ö. Galalith, Horn oder Perlmutter — das sind die be- . :en Knopfmaterialien. Besonders Perlmutter st en vo§ue, zu Blumen aus Hüten. Kleidern - uno Gürteln verarbeitet. Auch der Strauß ist wieder tüchtig gerupft worden. Skraußfedern werden auf Morgen-, Nachmittags- und Abendkleidern getragen, in reichster Fülle, so daß manche Frauen bernabe Stranßinnen gleichen. Es erscheint wieder der lange Hand-' schuh und, da der Knopf eine so große Rolle spielt, wird er vom Handgelenk bis zum Oberarm geknöpft, für unser rasches Tempo eine etwas entnervende Arbeit. Die Stülphandschuhe werden immer luxuriöser: man steht sie mit schottischer Soutache benäht oder bemalt oder mit Blümchen in Bändchenarbeit benäht oder schließlich mit dem unvermeidlichen Carreau bestickt. Eine neue Erscheinung — das olyrnpische Zeichen! Die fünf Ringe, die die Welt bedeuten! In Metall oder Stickerei, an Stelle des Monogramms, erscheinen sie auf Hüten, Handtaschen, Taschentüchern, Schärpen. Am Kre-gen oder im Knopfloch steckt die Modeblume: die Käme» -lu.. Sie st weiß oder rot. manchmal auch blau und gründe nach der Farbe des Kleides. Um den Hals hat man heuer den Frauen ein Hundehalsband gebunden, nur' ein wenig eleganter, in weißem Mldleder oöer mit vergoldetm Nägeln. Das ist einer jener unzähligen -Mtze, die sich 'die Erzeuger der „ArtiÄ^ de Paris" für die.Frauen ausgedacht hsben. - ' Gemusterte Mmocains bilden für den heurigen Sommer die große Mode. Die Firma Hel-a Silber, Z. B.ez„ Taborstvrße 18 (Hotel Nationail), welche stets die Modefordcrnngen i d« Saison erfüllt, hat gegenwärtig in den genannten Stoffen! ehid aparte Müsterauswähl ausgestellt. Für die Besichtigung dieser neuey Modeftoffe - M M in pomchmen Damenlrestn ' rejes Interesse And.! I -- nr\raKn DiiiLi^ir© KAUFEN /IE iilüö/T (M ^DlLülä- ■TA30R/TB. N? 18 <H0TEL NATIONAL) TELSPhOPI 404 23 Neueste Pariser Sommermodelle im Modellhaus IDA REICH & BRUDER Wien, VI* Mariahitferstrasse 39 VIII. Josefstädterstrasse t (Ida Reich) HsO'ftmodemeJierrenbekleidung Feinste Massarboit! / Kulante Preise! & BBLENCSAK, II. BEZIRK, AM TABOR a« PERMANENTE AUSSTELLUNG Kunstgewerblicher Arbeiten aller Art Blasen / Handarbeiten / Hippes Feine Damenwäsche Hantigem alte Kleider und Tücher , Hausindustrie EXPORT Hanna Menzel & Cie« Kunstgewerbe Wien, I. Burgpassage 10622 funs CDamenhuie L Mahlerstrasse 13 Telephon 61.198 Telephon 61.198 Bernhard Schimmermann Salon für feine Herrenkleidung nach Mass Laufende Instandhaltung der Kundengarderobe (Bügeln, Entdecken, Reparaturen) WIEN, I. WO* Qrabett 29, Tirattnerhoi 2, MeapuiIn 72-74 in modernst kein> -r graues %/,5SS£S. Haar m ah r I echt tUrfiisshciD menr^l A F l Henne Auch Frisier*, Maniküre* und Massagesalon, Täglich von 9 Uhr vorm, bis 6 Uhr abends. 417 Telephon 77*4-81 ZENTRALBAD, I.,. .. 20. Ohne Badezwang. Kein Gassenladen. BIQWIIEDER AAM’UAA .Au&A 4>AA.<k UH. NEUBflUQflSSE 26 wvtf vr>f 410 MIEDER U0N K 170,000 AUFWÄRTS VI KTOR MEISE LMANN SALON FÜR FEINSTE MASSANFERTIGUNG KOSTOME I MfiHTEL KLEIOER /PELZE WIEN, 9. BEZIRK, HÖRLGASSE 9. TUR 12 — TELEPHON NR; 9»«W —— 0857