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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-15 · Heft 1915 (15.6.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1915 (15.6.1924)
Date
1924-06-15
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 1913 Wien, Sonntag Wiener Morgenzettung. 15. Juni 1924 Seite 9 * Die Firma Boritzer, 6. Bez., Mariahilferstraße 105, teilt uns nrit/daß sie den SV-fcnt der „Wiener Morgen- ^eitun.g" WDrl aller Art unb in jeder Preislage gegen Bequeme Matz lang zu Kassapreisen abgibt.- Schekelzcchlcri.hahen besondere Preisnachlässe. * Ueischhauerei Siegm. Korumehl, Wie». Hauptgeschäft! 9. Bez., Berggasse 19. Koscher-Fleifchbank in Währing, 18.Bez., Währmgerstraße 97, unter Anfficht des ehrwürdigen Räbbinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, eröffnet. Ausschrvtung von sämtlichen Fleischforten. ausschließlich prima Qualitäten zu den billigsten Tagespreisen. ' * Auf Teilzahlung Luxusttjib Strapazschuhe, Strümpfe, Socken. Schuhhaus Habermann, 1. Bez., Reuhensteingasse 10, Mezzanin. Tel. 77-6-36. * Eine herrliche Wohnung können Sie sich leicht erwerben wem: Sie Möbel in feinster Ausführung und zu kulanten Preisen kaufen. Besichtigen' Sie vor Einkauf das reichhaltige La.ger der bestrenommierten Möbelfirma I. Wühl, 4. Bez.. Schleffmühlgasse 3. * Das Schuhhaus Dorn, 2. Bez., Taborstraße 8 a, hat die Verkaufsstelle <der berühmten Schweizer Marke „B a l l h" im.> 2. Bezirk übernommen und dadurch sein bekannt großes Lager in feinsten, handrahmengenähten Schuhen durch eine neue Spezialität vergrößert. * Die beftbckanute Wäsche- und Herrenmodeartikel- Firma Steinmetz, 1. Bez., Liliengasse 2, teilt den P. T. Kunden mit, daß sie in Badgastein, Billa Dr. Hiß, eine Filiale erössnet hat._ Vereine, Vertrüge unb Versammlungen. Z i o u. I n g e n d g r u p p eL e o p o l d st a d t. Heut«, 10 Uhr vormittags, außerordentliche Plenarversammlung. Hauptpunkt der Tagesdrbnung: Empfang Ussischkins. Pünktliches Erscheinen Pflicht. — Zionistische F r a Neuorganisation. Morgen um 6 Uhr nachmittags im Kunstsalon Ackerinann, 1. Bez., Herrengasse 21, 2. Stock, wichtige Vollversammlung. Erscheinen der Frauen aller Bezirke Pflicht. — Seniorenverband der Z. M. V. Der nächste S. C. findet morgen um V28 Uhr abends auf der Jedidiiabnde statt. Tagesordnung 1. Organisation des Ordner- und Sammlerdienstes bei der U s s i s ch k i n - B e r s a m m l n n g. 2. Verteilung der Ein-: trittskarten. U r a n i a. Heute, il%6 Uhr (Kleiner Saal): Aus der Wunderwelt der Dolomiten. 5 Uhr (Großer Saal): Rieseneishöhlen im Dachstein. 7*8 Uhr (Großer Saal) r Es ivar eine köstliche Zeit. 7,8 Uhr (Kleiner Saal) '. Operuftagmente. XXV. „Tiefland." 7,8 Uhr (Kurssaay: Theodor N o w o t n y, Marine-General- Schiffbaningenieur 3b. R.: Schisfahrt und Matrosenleben. Urania: Morgen, 5 Uhr (Großer Saal): Der Rhein, -der Strom des deutschen Schicksals. 6 Uhr (Kleiner Saal): Rcchnungsdirektor Robert Baller: Einführung in die photographische Praxis. 6. Halb 8 Uhr (Großer Saal): Zum ersten Mal: Vom VieioriaseL nach Aegypten. (Wild-Afrika 2). Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Primararzt Dr. Fritz Schulhof: Kurist der Selbstbemeisterung. Halb 8 Uhr (Kursfaal): Doktor Ludwig K a r e l l: Fahrten ins Weltall. Halb 8 Uhr (Klubsaal): Unw.-Praf. .Dr. Fritz Wilke: Die Entstehung des alten Testaments. 6. . " Schlußfeier der jüdischen Schulinstibutionen für den 12. .bis 15. Bezirk. Mittwoch den 18. d., um 7 Uhr abends, 16. Bez., «Mariahilferstraße 212 (Technisches Museum). Festrede Oberrabbiner .Dr. Z. P. Chajes, Festspiel von Martha.Hofmann (mit Lichtbildern), Spiele des Kindergartens, hebräische Ansprache, Präludium zur „Hatikwah" (komponiert von Oberlautor B. Löwensohn). Im Nahmen dieser Feier spricht Ingenieur Hans S o b e ls o b n über das Thema r „Unser Kindergarten — ein Zukunftsbild". Der Vortrag wird durch zahlreiche Lichtbilder aus dem Montessori-Kinbergarten unterstützt. Der Verein Machsike Hadath, 2. Bez. Schisfamtsgasse 20, der seit Jahren notleidende zugereiste Juden täglich unentgeltlich , ansspeist, ist infolge des starken Andranges von C b a l u z i m wie auch anderer Unbemittelter, die aus Polen kommen, in große Mot geraten und nahe daran, seine Tätigkeit nicht fortsetzen za können. Das würde für Hunderte von Armen, die sich nicht selbst : fortörlngen können, bitterste Not und Hunger bedeuten. Der notleidende Verein bittet edle Menschenfteunde um gütige Unterstützung «durch Geld- oder Naturcvlspenden. Spenden find direkt an den Verein oder auf das Poftsparkassenkonto Nr. 106.318, bozi-chungsweise an den Präsidenten Herrn.Jakob März, 1. Bez., Gölsdörfgasse 2, oder an den Kassier des Vereins, Herrn Moritz O e g e r, 2. Bez., Lilienbrunngasse 20, zu senden. _ Schönbrunner Unter sehr glücklichen Auspilzien fand gestern die Eröffnung des adaptierten Schönbrunner Schloßcheaters statt. Der Zuschauervaum des entzückenden Garockbaues hat durch Einbeziehung der Vorbühne in das Parkett eine Erweiterung erfahret:. Nach emvtn musikalischen Atffta-ki — einer festlichen .Fanfare hinter der Szene — Ispielte man überaus lebendig Shakespeares „Der Widerfpenstigen Zähmun-g". Die Darstellung der Hauptrollen durch Herrn Aslan und Frau Pünikösdy war ganz hervorragend. Die Vorstellung über die noch ausführlich zu «berichten ist, macht in ihrer Gesamtheit dem Bnrgcheater alle Ehre. Anläßlich dev Wiedereröffnung erschien eine vornehm ausgestat'tete Schrift,- „Das Schönbrunner Schloßtheater", mit reichem' Inhalt und trefflichen Illustrationen. Herr Direktor Hertevich schrieb ein bemerkenswertes -.Schlußwort, in «welchem er der Hoffnung Ausdruck gibt, die neue Bühne werde nicht «bloß eine numerische Bereicherung «des Wiener Theaterl-ebens sein, sondern ein Mutvoller Zuwachs sm geistigen Lchen «Wiens.. „Colette." Kammerspielc. Ein flottes, bis auf gezählte, stilwidrige Zoten charmantes Lustspiel von Peter und F a l t (deutsche Bearbeitung von Ludwig Hirs'chfeld), das 'gang ausgezeichnet aufgeffihr: wird, Wozu Stars engagieren, wenn die.zarte, geschmackvolle Wslfn Lgnbjng zur Venfngu.ng steht?. Mr «feiner Mtzx« stischer Ton, ihr« dezente und kluge Art des Pointierens und ihr vornehmes Frauentum sind sehr «bemerkenswert, Ueiberdies und im löblichen «Gegensatz, zu vorerwähnten l,Hroanrnenten". «fügti >sie sich, bescheiden itft das' En-sem«bl-e utch läßt die anderen Mi'twirlen«den auch leben. Sie find, fast ausnahmslos, fchrzu «loben. Insbesondere die Herren Lackner und Uiberacker sowie Herr Farkas, der SpieÄriter. A, . „Er braucht eine Frau:" Ein braver Ministerialbeamter — Hans Nader.er. ist sein Name — hat während seiner Leidenszeit in russischer Gefangenschaft ein Lustspiel geschrieben und in Sibirien zur Uraufführung gebracht. In deutscher Sprache fand es gestern starken Beifall von seiten aller. Berufskollegen des Autors. Alte Posseneinsälle werden m:t leicht erngänglichem Humor hervorgehölt, um ja nicht an das Problem des Dichters einen andern Maßstab als den des vergnüglichen Zeitvertreibes zu legen. Karl G ö t t l e r, dessen vis comica in den langen Beinen liegt, Ernst Wurms er, ein Schauspieler von angenehmer Jovialität, und Karl Matuna, ein Chargenspieler von Persönlicher Gestaltungskraft, taten verdienstvoll mit. Die Namen der mitwirkendrn Damen seien, ans Entgegenkommen versckwiegen. Jas Bierteltonklavler. Vorgeführt anläßlich des Prager Mrrsiksestes. Die Chromatik, das Halbtonsystem, hat im.'neunzehnten Jahvhmtdert seine endgültige'Ausbildung .erfahren. Spohrs Sensibilität auf deutscher, Chopins feministischer Künstlersinn auf französischer Seite, haben diese AwsdrucksmL>glichkeiten so verfeinert, daß sie für die ganz im . Seelischen verankerte Musik -eines Richard Wagner aus gereicht halben, und daß sie das symphonische Gebäude eines Liszt mi-taufführen halsen. Als die Ehromatik Gemeingut aller Musiker -geworden war, kan: die Reaktion in mehrfacher Gestalt. Die Russen knüpften -an die byzantinischen Kircheutouarten achromatischen Char-akters an und gaben ihre neuen Erkenntnisse an Frankreich weiter. In Debnssy entstand der Meister, -der sich diese Anregungen zunutze machte; aber auch die Ganztonleiter, deren alftutiischer Arsprun-g feststeht, ferner die Pentatonik, deren sich zuerst die Chinesen bedienten, dann die Einflüsse arabischer und indischer Musik haben «den Zerstörungsprozeß «befördert, in dom sich die Halbtonmusik befindet. Vorkämpfer des ViertÄtonsystems, das jetzt von dem jungen tschechische,: Komponisten Alois Haba propagiert wird, gibt es eine gange Anzahl. Richard H. Stein schrieb Vierteltonmusik für Cello. W. v. Müll endo rss baute ein Vierteltonharmo.irium, in Rußland baute Wischnegrads-ki für biese neue -Musik mit idem Erfolge, daß am Petersburger Konservatorium eine Abteilung für Viertelionmüstk errichtet wurde. Alois Haba hat in zwei Streich-, quartetten in .beachtenswerter Weise das neue Tonsystem ver- - wendet und -mH die Anregung zum Bau eines Vi-erteltonklavieres gegebeti. -Anläßlich des Internationalen Ntusikfestes in Prag führte er den Vi-erteltonkonzer-tslügel vor, der nach seinen Angaben von «der Firma Förster in Georgswal-de hergestellt worden ist. Das wichtigste Problem, -einen einheitlichen Resonanzraum für die doppelte -Anzahl der S-aitett, welche für ein' Viertelton'klv!vi-er nötig siüd, gu konstruieren^ hat Förster einwandfrei gelöst; es ist «ihm auch gelungen, den Altschlag von der Viertelt-onkl-aviatnr an!f die Mechaniik unmittelbar zu übertragen. Die ViertMon«klavi-atnr weist bei diesen: Bau drei M-annale ans, deren Tastenanordnun-g .und Okt-avenumfang die gleichet: sind wie auf der alten Klaviatur. Haba verspricht sich von dieser .technischen «Lösung die gleiche Wirkung für die Entwicklung der Vierteltoitmusik, wie sie. seinerzeit Werkmeister durch - die Konstru-ier-Mg des wohltemperierten Klaviers für die Halbtonnlusik hervorgerusen hat. Eine Klaviersuite Habas, «in denen Vicrtel-töne zur Verwendung gelangen, trüg Professor He r m a n zur praktischen Illustrierung vor. Ätts dem 'Tonküttstl-erifest in- Frailiffnrt hat nun Alois Haba das Vierteltonklavier vorgeführt, - das nach seinen Anregungen von G r o t i a-n -- S t e i n w e g 'in Brannschweig konstruiert worden ist. Zwei Klaviere des gewöhtilichen Tips werden hier durch ein kompliiziertes Hchelshstem. mit dem Berstellapparat verbunden, der die VierteltoMaviatur trägt. Gang-, Halb- und Vierteltöne können so zur Verwendung gelangen und die Klangphantasie kann mit einem «bedeutend vergrößerten Material schalten, Vielleicht erscheint bald das Genie, das in diese technische 'Rohform den göttlichen Jtchalt seiner kostbaren Töne gießt, dann hat das PrM-en: feine endgültige Lösung erfahren. Bis dahin werden wir uns noch mit so manchen „Tastversuchen" begnügen müsset:. Al s! r ed G a t: dt. Die NachLredaktion der „Wiener Morgenzeitung" ist (ab 0 Uhr abends) unter den Nummert« BL « LVL WL « LO)B «&«&««& zu erreichen Mozart-AuWhrungen der Wiener Staatsovet in Amerika. Ein amerikanisches Konsortium hat, veranlaßt durch die außeror-dentliche,: Erfo>lge Schalks uttd der Wiener Künstler ist -Paris, die Staatsopw eingeladen, unt-er .der Leitung Franz Schalks. 50 Mozarb-Aussührungen in Amerika zu veranstalten. Amold Echii«bergs Monodrama „Erwartung* in Wie«. Wie wir erfahren, besteht die Absicht, Mäßlich de-r«s Herbst stattsinden-de,: Mtüiffestes der Stadt Wen eine SCim' führung der „Erwartung" unter ZemliinsLh.s Leitung zu ver-anftalten, bei -der Marie «Gutheil-Schoder.und das' gesamte Orchester des, Neuen Deutschen Theaters in Prag Mitwirken sollen. MMerhaas. Neunte ungarische repräsentative Ausstellung. Eine Reihe ungarischer Künstler erscheint nach, längerer Pause wieder in Wien, nicht etwa im Bestreben nach; einem aktuellen Erfolg, vielmehr um alte Beziehungen zur« österreichischen Kunst wieder zu erneuern. Obwohl die Ungarn« nicht durch die höchstrassigsten Werke vertreten sind, steht die! Ausstellung immerhin auf einem bemerkenswerten Niveau.« das schon durch die Nachbarschaft mit der Künstlerhausaus-! stellung selbst gegeben.ist. Hervorzuheben ist die Tatsache, daßhier nicht Vertreter einer bestimmten Stilrichtung unter einen'! Hut gebracht worden -sind. Jedes Naturell lebt sich selbstgerecht; aus, in Malerei und Plastik steht klassische, religiöse Ruhe und. lateinische Formbindting neben vollblütigem ModerniZm-us.i Und da die Mehrzahl der Künstler fern von ihrem Heimat-i land lebt und schafft, fft das Extra Hungarimn non' est Vita i schlagend ad absurdum geführt. Traditionelle Emftüsse sind in Fülle vorhanden. Petten-« kosen, Munkaosy wirken nach. Die alte Malkultur erscheint! nirgends vernachlässigt. Das Malerische als technisch-ästhe-! tisches Ansdrucksmittel zeigt sich in vollendetster Blüte, 'die' Unmittelbarkeit persönlichen Erlebens siegt über die verwirrenden Schlagwörter der Theorie. Joses R ippl-Ro n a i repräsentiert den bereits. klassisch gewordenen Sezessionismus. Die Mischung sranzösischer-. Malerei der 90iger Jahre mit Klimts farbigen: Lyrismus hat: sich in einem Künstler Vollzogen, der beide Elemente verstanden« und verarbeitet hat: Beispiele hiefür „Alte Dame mit i Blumen", „Dame rm weiß getupften blauen Kleid", „Alte« Dame mit Veilchen". Aladar Brüll malt breit und sicher,« strebt nach Vereitffachnng der Form, liebt die Verkürzuttg in ■ der Perspektive. Bewundernswert die Hände auf dem Por-! trät „Prinzeß Mary". Stephan Csok bringt geniale Studien/ wunderbar duftig uni> lustig, Alfred Feiks mehr Zeichnungals Malerei, aber vor eindeutiger Impression, Bela v. D e r y überrascht in „Plage in Warnemünde" durch seine kecke Monet-Demaskierung, Mafa Feszty brilliert durch effektvolle^ Farbenkontraste (Liegende« Mt!) und einen -grübelnden In-! tellektualismus („Zwei Leben"), antiker Form nähert sich Moritz' Gabor, ctuert zarten Galerieton hat Julius Glatter sich erarbeitet, dessen Porträts der Herren Kößler und Peosi klassisch anmuten. Oskar G l a tz ist der Maler -der Bauernidylle. Das Nebeneinanderliegen bot: Rosa, Grün und Fleischfarbe klingt bei ihm in eine reizvolle Harmonie zusammen, das Blumenstill-eben seiner Frau bezeugt höchste Farbenkulttrr. Josef Sandor ist der Vertreter eines gesunden Impressionismus; - wundervoll das Fleisch auf dem Damenporträt von Franz H a t v a t: h. An Jaekel erinnert die Brunst in den Land«, schäften Leopold H e r m a n s; delikate Farbengebung bei Ed« mund v. Hornay; rote Dächer, blaue Hintergründe. Bela' v. Horthy ist ein Maler der schwülen Stimmungen, Bela I v a n y i - G r ü n w a l d der Schilderer der. Dorfernte.' Vinzenz Korda, eit: brillanter Aquarellist, stilisiert mächtig den Menschen in die Natur, Karl K.o t a sz hat sich aus dem Weg Toulouse Lautree-Leandre eine wirkungssichere Manier znrechtgel-egt, Geza K-övesdys „Nach der Tränkung" hält einen Vergleich mit Zügels Tierbildern ans, Geza Kukan bringt gelungene Bergmannstypen, der in London lebend-r Salonporträtist Philipp Laszlo fällt ab. Zwölf Oelgemälde von Gustav M a g y -a r - M a nn h e i m e r zeigen diesen populäret: Künstler als deu typischen Impressionisten, der auf der Straße, die von Mnnkaezy zu Manet führt/die schönsten Blumen gepflückt hat. Ueberraschend in der Farbenskala, t--otz Betotmng der Details, großzügig erweisen sich die Stillcben /des Johann Pentelei-Mol-nar, Ervin Raab hat bei . den Franzosen gelernt. Zn den Znteressautesten Werken der Ausstellung gehört Julius'Rud na Hs „Liegende Frau", wuttderbar vereinfacht in der Komposition, von unendlichem ' Zauber in der Farbe, und das Bildnis „Mann in rotem Mantel" von Julius S a r k a n y. Ein Akt von Peter S z ü l e, . Plein-air-Arbeiten von Johann von Vaszary und virtuos gemalte Interieurs von Stephan Zador beweisen die Reich- . Halligkeit. der Temperamente der neueren ungarischen Kunst. Neben dieser Kraft muß das letzte Wohlwollen für die bodenständigen Mitglieder des Künstlerhauses schwinden. Oskar Rosen seid. Eine Vewunderin Eutzers. Mrs. Trollope über , den Wiener Shnagogengesang vor 108 Jahren. ' Mrs. Trollope, die berühmte englische Schriftstellerin, hatnute« anderem im Jahre 1838 ein - umfangreiches Werk ,^Vienna and the Äifftrians" veröfentlicht, das wegen der 'Schärfe' und UngeschiniNktheit ihre« Schilderungen sej-iterzeit Äuffehen erregte. Weniger Beachtung haben «die ÄNnterkttnget: gefunden, zu det:en die Dante vor nahezu einem Jahrhundert 'durch den Besuch der Synagoge in der Seiten-stettengasie veranlaßt worden war, die im Jahre 1826 von dem „Religion?- lchrer Mannheitner" eingeweiht wurde. Mannbeimer.dttM.

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