Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1901 (31.5.1924)
- Date
- 1924-05-31
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. IM Wien, Samstag DeVet vom 11. Jänner 6. I. gewährt den Bauern echMiche ZchlunigsMichternMN. Auf Erstchungspreis werden Mr 1/3 Prozent Spesen gerechnet, die dem „MskoMnz" zur Deckung der Transportlkosten Mute kamMn. Die - ZMung raun.MenweG Mchchen und geschieht durch die iMMirt« schafMchen GenosmÄMten. Diese Erleichterungen Huden zu unvöchergMenen BchellMge-lr ZeWrt. -'Dor HeMworan« schlsg von Millionen GMvMl i'|t auf U Milliomn an» Sen, ohne daß eine Besserung in derVwsovgUNg in ,t stcht. M Beginn der SaaEynGagne kannten nur 28.685 Pfluge 'Matt 62.M nach dem Voranschlag) g-ettöfert werden, 2483 SäeimMinM statt 46QQt 3045 Gagen statt 14,080. EmgMhrt werden hauptsächlich amerckaniW Erzeug« msse. .Die ersten SmdunMN sind bereits-w WMwostok und in Murmansk eingttraM, darunter M Mähwasch inen, 5V0 ^Hemechen, MHWge u. <r . m-wtäk msmimr*- - ... ■ .11.1 ■--, d Die WarenmSMe. Mgenbericht 'der „Wiener 's ■TP,- Ä/^ak^SS^^^' rrmr Wiener Börse. M. Die. gestrige Börse MfE. nach 'der zweitägigen Perfehrsunterbrechung in fester Haltung. Günstigen Einfluß Me -nebst der Kalten Erledigung des MaiMaring für dis Frankenspekulation auch die wesentliche. Erleichterung her Oeldderhältnisse. Bei der stgitßchabteu Versorgung war Geld zu 0,30 Prozent pvo Woche ongchoten uffd konnte nur schwer placiert werden, In den stchvonden Kulissewerten fanden MsinungMüfe statt, die eine Erhöhung des KursnivlSWs zur Folge hatten, da der Nachfrage nur geringes Angebot .gegenü'berstand. Im Dochergrundr -es Jntevessts standen.wieder KarpathenDetroilemn-Mtten, welche zu steigenden Kursen für fremde Rechnung Ws dem Markte genommen wurden. Den Bcmkkenw'wten kamen die günsttgen Bilanzschätzungen zugute. Ungarische Werte prostkierkn von DeckM'gMlftn für Budk» pestsr Rechnung. Hingegen lagen tschechische Papiere vernachlaslstgt., Obwohl ein TM der anfänglichen Besserungen infolge von WwlinnsicheÄstWungen des Wochenschlusses -wegen verloren ging, war ein fester Grnndton des Marktes nicht zu verkennen. BanAvvein gewann 500Ü K., Britisch-ungarische Bank 8900 österreichische Kredit 10,000,1$., ungarische Kredit WM K-, Depositenbuick SM 'K., AnKchynk 14.00H iK., UmoulbanL SMkj Staa-tWchn MO K./ Äonchärden 5000 K., Mm K.00O K., .Men W.OOO- K-, Krupp Iß.M K., Rima 9O0V K., Wauguer 1O.M K-, A. E. G. Union 7000 K., Dimber 3000 K., tzgllgo-Kohlen 17.000 K., TriMer 2O.OYO Ki, ungürWe Hosherr Ü6.0OO' -K-, Kochschen'Petroleum W.W-K, untdi Äncherit 18^000 K. Hingegen Mßten Ländevban>k 10.00g Kronen, PoldMtte 18.000 K. im Kurs ein. '' - Im Schranken war das Geschäft. geringer M m der KMfs^ M ^stderitz jedoch fest, da es an Ware Wist s7 Sv Megen VmtMMsuer um 890,000 $., DyNamitMtstn nO N-ordbahn iM 400"000^!K., Böhmischer Zucker um - M.000 K., HeinMstaler um 120.000. Ä., GtzchaÄuS Wis WMisW allgömeiw iKchlen ünr ^e' OMota M.80V1K., Raphtha 16.600 K.-und Moidnica S0.000M Kolstcer Spiritus sowie Auffig-DepWr pvosfittorten' Kronen, Berg und Hütten 30.000 K., Mgemeim Byu ZZW K.,' UnivstbaumaterWen 10.000 K., BraudynE. 1P.Y0Ü, 8st GWer Bräuerei erWten^ sich um 7000 K. mch Mßdorfex Brau um 35.000 ^. Brosche Spiritus besserte sich um 58.000 K./ Rothäu- Neudeck um 25.000 K., Union-Blech um 20.000 K. und Brown». Boveri um 17.000' K. Lediglich Schönpriesener Zucker büßten 28.000 K. ein. Auf dem Anla «genie rkt lagen Renten höher; blaß österreichische Gotldrente würde um 1000; Kbilliger abgege». heN.; . . i; - . : - ' , Von den Exoten notierten: HolzveMnd 10.000, KnMoch 10.000, Mraznica 67.000 bis 75-000, - Oleum 83.W bis; 90.000, Tepege/. O-000 bis 4S.W, UmverM 38.000 bis 29.000, ' , / BSMwollWM. , , Die ^Tendenz -lich - , seM.. die . Borjyocha .. et. Es motimnt Wr.Zl0.BenMkovs pro_ r-78 Dollar, M Itz 8 » Mmsi «M Dollar, Rr. 2 Dollar. Nr.. 10/24 M Amerika, -«-.Stz' Mar, Nr. 16M Rein Amerika 1.06 Dollar. Nr. 86/43 Mittel Ameriia 1,28 Dollar,1 Nr. 42 1.S6 .Dollar pro MMmm ab Fabrik exklusiv», Packung. ■ '■ BMDlljOM) v " ' U: : Bei behApttzter Dendenz natiermr Nr. 10/IS BtznM Oei-und dreifach pro WiMM--,84 Dollar. Nr. 16/0 Ha «ÄkiTlO DollaÄr. wfelß Dollar,-SÄ-S 1^'DBsr f . '' st, Rohe PWWMkwchest - - st. Dis brsten zwei Vssten sind mje 1 PMt aegen die Vor« toche gestiegen, alle übrigen Gattmigm Weyen «merändert. W m SWzSSmtxKw z\% Mioeizer Franken pro Meter ab Jabük exklusive Packung, die Atzten drei Hosten ftanzSstschy Zoll, ... .; Wiener WarMörsr. Wgttchericht der ,Wiener MorgeNzeiM^) . . „ Die gesttige Warenbörse -wies lehhasten Verkehr auf und auch besseres UWgehM machte'sich in Ehemtkalien geltend. 'Offeriert' wurden r MMure 80»/» für: Genußzwecke^ zu 88.8004V thaltn. ftt 6100% Paraffin weiß W 12 Dollaoab Petrovie, Soda NistMsiert zu 'MO H,, Stearin-Tafeln m 10.800 10.900 K., AeAatron 128/130',-zu 7000 K., Bleiwstß chMsch reim m 0800 K.,- Chlorkalk tMItz zu -2400 K.,ststanMsches- Harz Wst-W. K,6400 K."und stMstscheS Harz A. A. zu'7400 K.' rransit Wien, Pottasche 96/98 zu 8800 K.Md zu ^-.5P/r Schweizer Franken transtt' Pässau pro lOO- ^icogramm. ". E-x e k u't i v w u-r d yn-y er k a.u f tr 1000 Kilogramm P a r nf f i nsweiß zn-8700 A,.herM ab Lager Wien. ' '-' Technische O el» unb FtiBndterten.ftsttr, erhältlich waren r KokoZöl l» weiß zu , 17.M,-Ki„ holländisches Leinöl la zu 16.000 K., Nüböl dofpelt raffiniert, zu 15.800 st., KtzkUtqlg I» zu 18.800 st., stnachenfett 97/07»/» 38» zu 12.900 K. und MnzöstschB^RWWl r. MMMg''zjk'Z3.M'K. ' stb l o-Ni'a lwa r e«,..'Kaffee blieb 'hehguvtet. Santös primes pro so MlyMmm wurde zn W'MMng 6 Pence' bis 102 SchiMgst.K Pence und Kanws supMor .zu 87 Schilling 6 Pence his .80 Schilling 6-Beme off Triest auSgtzboten. 'Tee Moning-Congö-notiert-68,000'K. und Peeco-Zatza mMe Mtelä tzualitär MM st, Zucker AM A>/, Bnntte höher, .es notieren: Kristall 3.477, prompt ab Grenze - sowie - 1OHS0.'.st,st resptzkMe 11.M A Ä' Jager .Wien. Pro DktoberMencher'MiertMM S.WMe'ch. st. nndMM 8 tschech. st. ab VrenM : v '< < fc 30m d'f f g nM'i Ctz'MP e^.,k.awfe"gelangen'.. am st. Jttyi, 1 -IW, 7 Kisten (500'Miick) HoWWaW. Wtsl SnmjüttBämatft. und . . . . britamüen -7.^, nach, dem stMtineuk 3000/s ' Lokalmarkt miäGyß k 32.68 (letzt. stpÄ.62.58). ..Tendenz; Stetig.', TmW r , Mtz, -^77..-' WÄ —Juni Stetig.' Tmnine r Mril -^.-7.-' Mm —- Juni Juli I0.66-,-August 87M September 27.10. pktobLr 26.47> - NovWbex, «#.**. Dezember 25.70/ Jänner.: 25.88, Februar Mürz 'Ä.66. - . >.-* '■:. - : ..; . -;;; BeMner Börse. . Berlin, 30. Mai. Infolge drs-, Batten Verlaufes der ,ge> fürchtetenMailisuihgtton,. .bei -der nach außen Hin MenWnd'e Zwischenfälle nicht' ' mnaetLeten siE 'Mh per GoUnungau!f dalldige,MubiMW'der Regierung j.m Sinne oiltes hür-geplichen Blocks 'sowie der BüttMna 'des Pergarbeiterstvecks b-chielt sie Nör-ie:tzie feste HruMtWnmtzg bas. Ws'Geschäft-'hiält sich aber in engen GrenM. K-izrslsteigerunM.vo-n'.l Kr. $ Biy-iynen Prozent, die "aber nicht überall wufrecht-erhatten Werdentonn- Allgemfilne Industriebank TottBRlsf R"iUai« WUö Syr pftbm. KaAltyWai-Swaik TeUwM&&’A4FM891 T?l. 69-8,07, «M-86,66-4-66 S*rt»,66-6*76 |. Hohe# Mlrkt f, iv! ^8,9 V% K^Mwtrwio 4H »"Miuuii JWW>PiU|Mi l.eWWWWe"WHW»«W^W^*^WWWWeW»«l<llll!l l llimi HWi Austro - Holländische Bank % en tr albureatH ' Wien, I- Df, Kurl Lnenerplatz 4 (1; ßbendorferstr» 6) Telegrammadresse: Hollandbank Wien / Tel. 27-5-85 Serie Kommanditgesellschaft 9 UwArt Dorotheum -Bankabteilung , Wien, I. Dprotheergasse 17 Oesferreichische Holzbank WI«n,l>Twiilaiiliint7 Tel; G-Z.'25 Zaris u. 66-3-05 Tel, Adr,? „Holzages.“ PWHWBWW.UTLm m ———«■ pides, Treuhand- Bank TaU: 61-3-26, 61-2.24, «4-0-72 O, |ti. h. H. I. Neutorgasse 17 m s 61-3-20 61^24,64-0.72 BonKKommanditgesellscluEft Franz Po 11 uK Wlait» I« SeMxerBOsseA (Ecke Bognerg. beim Graben) Telephon?:1 6^4-82, 60.4-93, 63-4.Ö5, 64»4^i 69-4-78, 69-4-8? Telegrammadresse: FrapphenK .. - HWWMMKsKsdM Wie». I, Maria theresleaslnsse 10 . Telspbpn 11-4-00, ir^'61 Wiener Handolskreditbank A.6. . Wien, I. Wi£fcMng©rstraase lThisxrkWMaäLtzsso? ^Morsao' ,Telephon 04-4-09 Se?le f IspQsUftg; t. Bchottenging lg a —.Telephon 69-3-14 k\%f v-ckratan -w<sen' forHeseitztor Decku-naen - nur bei ' führenden - Nonlanpapiereü Mtage. Am M-lhmaW ist. tzie Läge um eine Nuance Mrsscht, M HMeuMärAe Hat der Mckpang der An* fockerunGn wesDe-Mjschrittt- Macht. ' s ' ' " s' Mlles in Billionen von Mark.) S ch l u ß k u r s er Türkische Lose 10.—,, Lestett. GtaatMw 31.5,- Nckrdd. Lloyd 5.4, Vy. Mejchiffqhrt 2,5, Berliner Handelsgesellschaft 26.5, Komwe^. Privatbank 4.25, Dannstädter.Pank 7.5, Deutsche Bank 8,25, Diskonts» stommandii .8,69, Dresdner Bank 6.—,! Nationalbank für Deutschland — t—; ' Oesterr. Kredit 0.45, Oestevr. Länderbank —; ÄeichSbauk 25.—, Wiener Bankverein 0.3, Wr. Union» bank 0.3, Alls, Ekektchitätr-GessMaft 7.?b.' Bochumer Gußstahl 58.6, Daimler Motoren 2.5, Deutsch-Luxemburger 47.2, Deutsche Maschinen 5.5, Dynamit - Nobel 6,8. Mm n. Guilleaume W, Gelsenkircheuer Berg. 51.85.- ' Th. Gqldschmidt 10:6. Harpener - Bergbau 58.75, Hirsch Kupfer 10.75, Höchster. Farben 10.62, Hohenlohe-Werke 22.12, LaurMtte 6.25,' Mannesmannröhren . 3y.,—, Phönix Bergbau '27.75, Schuckeri u. Co. 38.76, Siemens «. Halske 43.18, . Copyright Jüdischer Berlag, 'Berlin. Bgchhrnch verbotest, tz. Forischnnß. HMdoloh Md ZchsensLreich. Von SammY Gronemann. jedenfalls kam mir in jener kritischen Sitnation es schr^ zustatten, daß' die stekemizeichnete Arbeitsmethode, auch ttn' Bereich dev Presseabteilung in Geltung war. Ich kamrw mir für die BekämPfünH der Quecke, auch Mutterkorn ge*. uamtt...Zeit uchMN u-nd zuvörderst die Heimkehr Hon Struck erwarten, um festzustollen. wie er denn eigentlich der Sprachetischwierigkeiten Herr wurde. Ich entdeckte inzwischen in ■ den.Akten eine., straßenpolizettiche Verfügung Möst ,der Uehersetzung von Strucks'Hoind. Meisie Bewundernng seiner Fertigkeit aber verwandelte sich in Verwunderung, als ich am selben Tage in ettwr. Nummer der „Letzten Naijs", welcher dieser Te^t zur Veröffentlichung, übersendet. war, einen ganz und gar anderen Wortlaut vorfand. Offenbar -hatte-der Redakteur'auf.eigene Faust wieder Strucks Übersetzt. So schwand 'auch mein Waude an meines Freun» des u-nbedingte Autorität und bekümmert schielte ich nach den anderen Dohnetschern, die doch sicher in ihrer Sprache geruhig ihren Kosten, versehen -konnten, Aber da kM mir, strr ich,nervös'-in den Vorgüngen blätterte, eine geharnischte Beschwerde eines Ortskommandeurs in die Hände, wonach uuverzüglich eine Neubesetzung des Postens des weißruthenischen Dolmetschers gefordert wurde, und zwar aus folgen« dem. 'Anlaß: In jenem. SkraßelN'eglement war unter an»- derem für einen bestimmten Bezirk gMoydNt, daß jeder Zipilist, wenn er einem'deutschen Offizier begegnen -würde, gehalten M solle, den Hut zu zichen und höflich zn grüßen. In her-Wejßmthenischen-Ilebersetzung aber hatte es wörtlich geheißen: ,,^eder> Bürger, wenn er einen Offizier trifft, hat er Mt die KoMedeckung herabzunehmen, ihm die Hand zu geben und lächelnd „gutes Gedeihen" zn wünschen." Tiefe mangelhafte und dem Sinn der Verordnung keine's-- itoteg# gerecht werdende WsuM habe, jq beisagte die Beschwerde., die. ärgerlichsten ZwischenMe zur -Folge gehabt. Ich schloß aus diesem Schbiststuck, >daß -es der Pressmbteis ' lang .gelungen sein, wußte,-auchfür-andere Sprachen, so, *zn'.tzewmnm wie mich', mich haß'per' der „Letzten''MP . dwWchin nahyr. ich mir vor, .umv tadellose Mische ÄMPtzuUMHU liefern,/lind damit stand jedenfalls das eine-fest, daß ich MMich mich an keine ein--, tzige wagen'durfte. ■- . .;;;; ck Perfekt tzüdisch ■ Jüdisch .ttrnÄ ist keine so ttysache.Ängölsgeuheit,' wie es sich etwa der Anwohner dcs Haüsvogteiplatzes vorstMn mag,, der'sich"eiinbildöt,.-B fei mit dem EiM-SnOn möglichst vieler MMcher Ausdrücke in ein durch allerhand Hlchersiontzn gräßlich tzerunstÄtetes ^eitünstsdeutsch getan. -Wt „Muzpe" und „Schtuß"'lst es^nicht.zu ma^n,.und.'auch, wenn wa'n' des FvanMrter LoWichttrs Fviedrich StMss amüsante- Verse geläufig lösen- Mm, ist NM dem' Problem nicht naher gekommen, Dahat ch ein HndWr Frarckffrrter Pcht schonigrüWcher.MMWckttuäMch ÄWng GtzeK.' iFch bin-nicht, -der Minuntz btzs Hamburger. HoechezFor-. schers Lonvler, dev in dickbätz^iM -Wechtztt' den Mchweis' zn erbringen sucht, haß der MM 'eigentlich in Mdffchsge»- schrieben. ist. . iFgfob H. MagM .iw Vevlin, mein -alter. Fveundj scheint chs MwWS-MM -stir Mische Spchch- und : Wolksttmde den-HämbltM' KKgM'WMh'sticht-umb»'.' sichtlich au-fs'''Mattöir.MHhrt zu 'haben..Hrtsache ffi> wie' sich aus Dichtung und'. Wahcheitt-ergibst' daß der. junge . Goethe bffrig sich um die.-ErM»st'NH-''dü. ,WdeM'Uffch< bemüht 'hat. Hat..erdoch eigeuMch ^stdiafe-mWeck Hebräisch erlernt, um .sich vor allem mit. den Gchriftzeichen vertraut zu inächen, Tenn Jüdisch -wird mit hebräischen -Lettern geschrieben.. ......... .. .. „ Uebrigeus muß ich an dieser Stelle eine literarhistorische Entdeckung einschatten, cmf die ich nicht wenig stM. bin mch aus. KWch dew». ich noch einmal zum Wrendottür' einer Fakultät promoviert; zu werden hoffe. Ich behaupte und glaube es belegen zu können, daß das populärste j^ort aus dem gesamten Wbenswerk'Goethes, ' das einzige, das so'recht in^ Volk gedrungen'und allere orten zitiert wich — es steht im Götz •>— von dem Dichter her'jüdischen Literatur entlehnt ist, jedenfalls aber nicht erst" durch ihn Mhnensäihig gemacht -wurde. Dieses br» rühmte und oft-gebrauchte Wort — nach dem Ausspruch eines bahrischen Mcksters dient es in Süddeutschland dazu -„ein. Gespräch zu begiMen, es zu beenden oder ihm eim andsre Mndung zu' geben" — findet sich nämlich nicht'einmal, sondern häustg und in allerhand Varianten ' wiederkehrend' in dem-, alten PUrimsPiel von der Königin' Esther, das 170tz zuerst und dann in ständiger Widerkehr in Frankfurt aüfgeisÄIHrt wurde.-Dort ist es sogar sozusagen aus der Situation geboren: Haman fordert immer wieder, daß MordoW' sich vor ihm bücke; dieser ist dazu prinzipiell geneigt, aber wie drücke ich das zart aus? — aber in ' topographisch veränderter Handlung und - erMtert diese Absicht in MMißverstÄMichen Ausdrücken. Dieses Pnvim» : spiel hat Goethe Äs Knabe und Jüngling oft gesehen — in ftiMN JchrmaÄtfest von Plundersweiler findet sich die Remini^enz und so hat ex dieses-Zitat von der jüdischen Bühn? bmmtzt, um den derben -mischen Ritter in' all ftin'e^ germanischen Ursprünglichkeitzu chayakteristeren.'-^'Es Mrs ein Thema -für da's «Goechs-iFahchuchl . Ja,, also 'Goethe kannte-die Schwierigkeiten dieser Sprache und bjldete sich trotz feiner ziemlich tveit - vorgeschrittenen Versuche — es existiert ja bekannttich von ihm eine, jüdische Predigt — nicht ein, sie.zu beherrschen. Ihn interessierte aber vornehmlich, .die offenstchMche Verwandtschaft mit der-deutschen Sprache.- .Indisch'ein korrumpiertes Deutsch, zu. nennen, ist. genau so unsinnig, wie wenn, man Deutsch-als ein korrumpiertes bezeichnen würde. - Fortsetzung. stiW. -