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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-25 · Heft 1895 (25.5.1924) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1895 (25.5.1924)
Date
1924-05-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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finzelnnmmerKHOO Wien: Zum Abholen in der E£sj>edition, II., Tab or str .1-3, (Trafik) monatl* K 35.000 Strassenverkanf itt Wiehl durch die Kolporteure dgr Firma Goldschmiedt, I. Bezi, Wollzeile 11. Mit Postveriand für Wien d, Oesterr. monatl. K 85.000 Tscheeho-Sl owa keil Mion. K18. Jugoslawien: JMfon. Dinar 60. Polen: Mon. 3V> Zloty, Deutschland; Mon. Gold mark 4, F ran kr., Belgiens Mon.. Frcs. 12 §RT N»*h>>biasgea (*Vi bei PreiserbShdoreo vorbenalWa PoIen:poln.Mk.350.000 Italien: Monatl. 12 Lire, Rum ,a n i en Mon. 130 Lei, Bulgarien Mon.80 Lewa, Schwei z -und das übrige Ausland monatlich Frcs. 4 Redaktion u. Administration Wien, II., Taborstrasse 1 -»3 Telephone: 44-0-38,43-3-19, ab 6 Uhr abds,19*483,25*282 IX. Universitätsstr. 6—8 (Druckerei Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.698 «r. 1895 Wien. Sonntag.25. Mai 1924 6. Fahtgmg Ane Allörung des Ge«eralkommMs. Dev GenemMmnMv des BMkerbunVes Doktor Zimmer man hat «inen Vertreter der Amtlichen Na-ch-i rrchteusielle empstlngett und ihm -WeM EEwngen /Me Vorbereitungen für dlö Junikagung des Völlers bundrates in Genf werden von allen Seiten mit großer Intensität gefördert. FmanMinistev Dr. Kienböck hat mir bereits vor einigen Tagen feine ersten Unv'erbindMen Vorschläge für das Normalvudget MltgeteN. Ich'. habe wich' mit ihnen eingehend beschäfW und sehe, daß es eine Reihe von wichtigen Ziffern gibt, die noch einer Klärung bedürftn. Es läßt sich daher noch nicht sagen, ob wir in dem. Sinne M einer Einigung über das Novmakbudget gelangen, daß von der ösieneiMchen Regierung und von mir die gleiche Stellungnahme zu' den Ziffern des Nomnalbudgets erfolgen wich, dies um fo weniger, als .der Völkerbundrat tatsächlich bom Finanzkömitee und mir einen gemMsamen Bericht verlangt Und die Stellungnahme dieses Komitees erst später.erfolgen kann. . Mit Befrredigung 'habe 'ich davon Kenntnis genvmmen, däß Äe WrreWsche ReKeruW sich^ durch die Be- HMung cheB MtznWMMMWMEssW -des Na- NMckÄteS--«WWst-I.siaM Garantien für die. Erreichung des Normalbudgets zu sichern ft#; " ’ ßine ÄeltabMungskonferenz. Washington, 24 Mai. (Tel. der „Wiener Morgen- Leitung".) / Das W e i fe § aus hat heute. eine. Ev». klärung veröffeMdcht, wonach PmsHsnt Coolidgeentschiliofsen fei,. Äne Welt ab rü ist n arg s k o n fe r e n g eiiHuberlNfen, soibälid der . D a >w >e s - P l a n d U.r ch g geführt sein wird. . . Diese- Konferenz. soll sich mit dem gesaün'ten Ab- MtunMWÄli^.- -beschWsen, . aber dii,e AbvWulnjg in der Luß in den Vordergrund stellen. - WeiWMg teilt -das WeHe Haus mit, baßin der Wen- Woche Unterhandlungen mit den ausländischen Regierungen ülber die Abrüstung s.frage gepflogen wurden, und daß die amerikanische Regierung auf Grund dieser UntechMMngen zu einer optimistischen Anschauung gekommen sei. Sie gliaulbe, -daß noch diefen Sommer die CinWuMN an die - Mächte ergehen werden. Amerika und -er internationale Gerichtshof. ' Washington, 24. Mai, Der SeMtsausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat beschlossen, den Beitritt der' gereinigten Staaten zum ständigen internationalen Gerichtshof zil billigen. - . - 'TH- - . , (Eigendienst der ,Miener MorgenMung".) Paris, 24. Mai. „LDevde" fordert heute in ganz be- /onders energischer Weise nochniails den RiücktM des Prä- Meuten Millemud. Das .Matt führt einen von M tl lern ßrd.. eh emalls verfaßten stvlettischen, Artikel an, worin ör einen feiner.Vorgänger..zur Meder-, legu'ng der Präsideutlschäft auiffockevte, nachdem die Neuwahlen eine Mehch'O gegen die -damalige; Regierung ergeben'hätten. Millerand schrieb damals: „Mrd man sie im Elysee . verstehen, die Lektion, die'durch das allgemeine Stimmrecht ertM worden M Sie ist jicheMch Mav 8M««r soll kaadMeü werden. ., Paris, 24. Maü In radikalen poütischen Kreisen wirderklärt, daß die radikale Partei die nächste > Gelegen-. heit ergreifen werde, um Catlläux wieder ins Parlament zu bringen. Diese Gelegenheit bietet sich bei den .Selbstverständlich stehe, ich auf dem Standpunkte, Laß die Voraussetzungen für das Aufhören der Kontrolle so M8 wie möglich geschaffen werden müssen. Es liegt in der Natur meiner Stellung, daß ich bestrebt sein muß, das Werk der Sanierung Oesterreichs, an dem mir ein bedeutender Teil der Mitwirkung übertragen wurde,, mit größter Energie zu fördem Wenn ich fortwährend auf eine genaue Md rasche Durchführung der rmkigen Reformen und dev vereinbarten Vereinfachungen gedrungen habe und dränge, bann kann dem in erster Linie auch nur das Bestreben zugrunde liegen, die schwierige, vielleicht schmerzhafte, aber unumgänglich notwendige Sanierüngsperiode so viel als möglich äbzukürzen. Es ist und bleibt mein Ehrgeiz, das Werk der Sanierung zu. guter Zeit beendet zu sehen. Ich verkenne dabei keineswegs die Eigenart der österreichischen Verhältnisse, welche zu studieren mir in meiner emeinhätbjahrigen TäWerk in Oesterreich Gelegenheit geboten war, und obgleich ich die bisher, erzielten Erfolge würdige,, ist es klar, daß ich aus Grmtd der mir übertragenen. Funktion auf einer unentwegte» Fortsetzung der Saniernngsaktion bestehen muß.. / Die gesamte QeffeMchkeit Oesterreichs käjm MM-die-Sanieruug^VeMMste evwerben,4venn -sie.- alle BMrMngen der Regierung7 üntevstützt, die . :e'menfpärsamen 'Haushalt und die. rasche Durchstihrung not- ' wenW^V^rwMungsrefd'Mn -zum Zieles^Wen. ' Wahl e n t m Ä e p a r t -c -in e«- t S a r t h e. Im. Falle einer Kandidatur ist Caillaux die Wähl-sicher. - Gegen -re Berleum-mtgen. -Paris, -24.' Ma>i. .Die „Libevte" hat bekanMch vor einigen Tageneinen- Artikel -Vervisfeinitlicht, IvoriU sie behaüPet, daß CalMaUxs Geisteszuistaind ein derartiger sei, daß er sich aus-dem öfseMchen Men werde Mrüchichen müssen. Caillaux' hat nun . gegen den Verfasser und gegen das MM die Klage erhoben. Kabinett Marx. Entscheidung durch den Reichstag. (Eigendienst der ,M«ner Morgenzeit-M-g".) - Berlin,: 24. Mai. Die Verhandlungen zwischen den Mittelparteien und den Deutschnationälen wurden heute nach einuudeinhalbstündiger. Dauer wieder abgebrochen, da die De-uLschnationalen erklärten, bezü^ich der. Fovderun-' gen der Mittelparteim.. .über die. Stellungnähnre zum Sachverständigengutachten erst einen Fraktionsboschluß' herbeiführen zu müssen. Die Unterhandlungen sollen Atontag fortgesetzt werden, doch werden ihre Aussichten sehr pessimistisch beurteilt. . .Die Mittelparteien'haben beschlossen, daß. die gegenwärtige Reichsregierung nicht b emissroni ere n, sondern vor-den Reichstag treten And dessen Entscheidung einholen soll. Der Streit int Ruhrgebiet. Neue Schlichtungsversuche. Berlin, 2£ 'Mai.-(Tel.-'der „Wiener Morgenzeitung".) Nachdem auch die ^auf der Grundlage des . Schieidsspruches - vom 16. d. zwischen den ausgesperrten BergarbeiteM und den Zechenbesitzem geführten Verhandlungen gescheitert sind, hat der Reichsarbeitsm in i st e r angesichts der Bedeutung des BergarbeitLrkonstikts für diel gesamte, deutsche- Wirtschaft LeWössen, einn eues Schlich tüng'S v >e rfah xe n einzuleiten, i mchdem er-sich Hierfürdie Zustimmu-ng der beiden Par-' teien gesichert' hatte.. -! -> ' - -Das neue '.Schlichtüngsvevsahrw wird am ' k o Mm enden Montagbeginnerr. Aus dem Inhalt der heutigen Rümmer: M. M. WM«. Von Dr. Lhmm Tartakow«. Sündenboll und Sündenregister. Von Dr. Heinrich Schreiber. Beim Friseur. Von Franz Molnar. Das Schicksal des armenischen Volkes. Von Armin T. Wegner. Aus dem Tagebuch des Verl Sträselmann. S. Voi Jakob KrMsz. . Die dankbare Esther. Von Klara Mautner. Aus der Geschichte der Juden in Sizilien.. Vo» Dr. Willy Cohn. Das Panama des Hakenkreuzes. Die Angst vor dem bnnd. —7. W i e u, 25. Mai. - Das Kabinett Seipel scheint den innerpolitischen Schwierigkeiten in der Weise begegnen zu wollen, -daß es den Wünschen der Opposition nach möglichster Beseitigung der Kontrolle parallel aMiten will. Wohl wird man - auf der Genfer Jumtagung des -Völkerbundes diese Frage kaum anschnerden können. Sie ist enge verknüpft mit der Frage/der Verwendung der Kreditreste, u'nd der Rat. des Völkerbundes besitzt nicht die Befugnis ' zu einer Aenderung der im. Führe 1922 getroffenen Ab- - lnachungen. Er ist nur- SachwaLer der Kreditst-aaten. ' Die österreichische*Regierung:will. sich jedoch bsmü'hen AeußerüMw liegew nichdwor, wM^'aber 'bestimmt gefaßte Gerüchte -Don in.-/der Jumtagung . des VWÄbundratßs ^diüHorauDtzuugen für -die MiGtzrung : und zeitliche Befristung der' Kontrolle zu schaffen. Sie ‘ will mit dieser KörpersüDt ein Normalbudget verei'nbaren, das die Staatsausgaben gemäß den Erfahrungen der letzten Jahre mit einem weit höheren Betrag fixiert, als dies, seinerzeit mit der provisorischen Delegation des Völkerbundes vereinbart worden war. Innerhalb dieses Normalbudgets sollauch die Deckung für die Besoldungsreform der Bundesangestellten gefunden werden. Die Regierung ist sogar der Meinung, daß sie diese . Kosten aus deu gesteigerten Zollerträgnissen wird bestreiten können- und dies-, -ohne einen weiteren Abbau von Beamten.der Hoheitsverwaltung nötig zu haben. Die. Regierung Seipel hat 'sich in diesem / Punkt den Wünschen' der' Opposition -sehr stark genähert. Als der Finanzminister vor' aller '-Weilt erklärte, die .Völkerbundkredite -seien für die'Zwecke der AuÄalanciernng des Brchgets nicht mehr notwendig, hieb die Opposition sofort in.-diese Kerbe und verlangte die Aufstellung eines Finanzplanes, der nur - in Form, eines Normalbudgets für die -staätsfinänzielle: Gebarung der nächsten Fahre verpflichtend sew soll.-Auch'ihre Förderung nach Einstellung des Beämteyabbaues in der Höhsitsverwaltnng zeigte eine merkwürdige Verwandtschaft Mit gewissen Aeußerungen des Bundeskanzlers und der ihm nahestehenden Bea-mtenorganisationen. Zur Vollendung des Akkords mit der Opposition fehlt nur mehr die Erfüllung der: programmatischen Forderung der Sozialdemokraten: Schluß mit der. Kontrolle! Die Regierung scheint nicht, abgeneigt, diesen Wunsch a-ufzugreifen, und sich in Genf für eine. Einschränkung -der Kontrollbefngnis auf die Verwendung der Kreditreste einzusetzen, wobei auch die Bezeichnung des BWeBundvertreters als GeneraUommissär eine.gewisse Prestigerolle spielt. " An eine Veseitigüng der Kontrolle' als solche raun von der Regierung''mH.'.gedacht werden.'Die Bedingungen, unter denen der Völkerbund die- Lebensfähigkeit -Oesterreichs garantiert wissen wollte, sind nicht erfüllt, und es wüche-sich Nur darum handelndem Kind einen anderen Namen zu geben. Aber Bestrebungen dieser Art : sehen im -Jnland ärchers aus als. im-AuMnd. Hier '* Wien sind sie parlamentarisch-technische Konzessionen an die Opposition,-nach außen können sie sehr leicht als idie Tendenz ausgefaßt werden,'die-Vorgänge in Oesterreich,'-'die Entivicklung^-seines' öfftnilichen Lebens in; einen Schleier zu hüllen. Es würde -dies im gegenwärtigen Augettblick der Krise den schlechtesten Eindruck enLllsede 5toSe, Herrenunck Damen-!IIgk0N. >va8ehe, Leinen, leppiclie, Vorhänge . etc. |T b i I H g s t im 03113 II. Taborstraße 48 Telophon 47-1*79 En gros En detail rr-

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