Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1892 (22.5.1924)
- Date
- 1924-05-22
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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AM w Wm, DKlmMtzi Wiener MorURMMUTd M. mi 1994 M. 1690 ' Kapitalsvermehrung: Kaufmännische Kreditanstalt A.-G„ vo» 18 Millionen auf 1,5 Milliarden Kronen. Skr« große Tabakfabri! von Polen nach Palästina verlegt. Der große Wische Tabakfabrikant Polens. Polakiewicz, teffen Unternehmen auf Grund des Monopolgesetzes von der Regierung übernommen wurde, befindet sich jetzt auf der Reise nach Palästina, um dort eine TabaHfabrlk zu errichten. An seiner Begleitung befindet sich. eine Gruppe gelernter Arbeiter :md.Sachverständiger/ Einkommen-, Erwerb, «nd Vermögenssteuerschlüssel für dar.Jahr 1923. Die Einkommen-, Erwerb- und VermögenZ-- steuerschlüsftl für das Jahr 192Z.sind erschienen unld wenden von der Stcueradministratoin in Verschleiß gebracht. Der Vevschbeißpreis beträgt für den EinkommensteuerschlüssÄ 9506 K., für die beiden anderen Schlüssel je 3660 K. Der gestrige Privatverkehr. Im privaten Effektenhandel äußerte sich gestern eine unverändert feste Tendenz. Es kam jedoch nur in SüÄbchn-Prioritäten zil bemerkenswerten Abschlüssen. Die Obligationen setzten ihre steigende Bowegung fort, und zwar wurden vornehmlich Kaufaufträge für Schweizer Rechnung ausgeführt. Die Nachfrage, die einen bescheidenen Rahmen nicht überschritt, ist auf .schweizerische Arbitrage- Transaktionen zurückzusühren. An der Genftr, Baseler und auch an der Pariser Börse, sind in den letzten Tagen, infolge Materialkna^pheit. höhere -Paritäten erzielt wotden. Die Interessenten auf dem hiesigen Platze sind fast ausschließlich Vertreter schweizerischer Finanzmstrtute. Im allgemeinen waren die Umsätze ganz belanglos, da die DerufSspekulation vollständig reserviert blieb. Der neuerliche Preisrückgang des Franken in Zürich hat ebenso wie vorgestern nur geringe Wirkung ausgeübt. Das Wiener Franken-Clearing. Gestern, 18 Uhr mittags, ist der Termin für die Anmeldung der Ultimo Mai Franken- Verbindlichkeiten abgelaufen. ES kann schon jetzt, soweit eine Heb erficht des vorhandenen Materials möglich war, behauptet werden, daß die Summe der Liquidationen nur unwesentlich diejenige der April-Verbindlichkeiten überschreiten wird. Man beziffert den Betrag der Mai-Verbindlichkeiten auf ungefähr l*/4 Millionen Dollar. Auch die Banksirma Meller, Sattler LCo. hat ihr Engagement in Franken pro Ultimo Mai der Börsenkammer zur Aufgabe gebracht. ES ist zwischen der V a t e rländlschenBank in B u d a p e st und dem D irektorderFirma Mell er, Sattler L C o., P a l u b a g, ein Uebereinkommen abgeschlossen worden, demzufolge die Budapester Bank für sämtliche Verbindlichkeiten der Wiener Bank aufkommt. Der Zusammenbruch der Hitler-Bank. — Glkiubigerversammlung. Aus Graz wird gemeldet: Gestern nachmittags fawd eine zahlreich besuchte -Gläubigervevsammlung der steirischen Zweigstellen der Deutschen Bodenbank statt. Sie wählte einen 12gliedrigen Ausschuß, der die Aufgabe hat, die Rechte der Einleger uüd -Kontoinhaber der Banken zu wahren und bei der Regierung und einzelnen Parteien des Nationalrates im Jntereffe einer Stützungsaktion vorzusprechen/. Der Zusammenbruch der deutschen Stahlwerke Becker A.-G. Aus Köln-wird gemeldet: Im Zusammenhänge mit der Beantragung der Gefchaftsaufsicht über die Stahlwerk Becker A.-G. ist gegen deren Generalsekretär Fouer sowohl seitens des Mahlwerks als auch von der dieser Gesellschaft nahestehenden Bergvereinigung Anzeige wegen Betruges und anderer Vergehen erstattet worden. Fouer wird beschuldigt, bedeutende Geldsummen, die beiden Gesellschaften gchörten, für Pri-vatzwecke verwendet zu haben. Insolvenzen. Der Kreditorenverein meldet: Gerichtliche Ausgleiche: Bürger & Co., Kaufleute, Wien, 13. Bez.. Thaliastraße und Favoritenstraße, Taub Josef, Kaufmann, Wien, 2. Bez., Negerlegasse 7, Spira Jakob, Kaufmann, Wien, 7. Bez., Mariahilferstraße 118, Neufeld Eduard, Tapezierer, Wien, 14. Bez., Sechshauserstraße 48. Konkurse: Grünwald Heinrich, Kaufmann, Wien, 4. Bez., Mittersteig 15, Prantl Josef, Bautischler, Wien, 21. Bez., Teichtmeister Raimund, Lengenfeld. _____ Dir Warenmärkte. _ - (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitnng".) Rohkapok. Die Amsterdamer Rohkapokstatistik wies am 1. d. eine Gechmteinfuhr von 17.746 Packen nebst einem Bestand' von 459 Packen vom Vorjahre aus. Bis Ende April betrug der Verkauf 17.166, so daß sich ein Vorrat von 1693 Packen ergab. Der Preis für allerbeste Rohjavaware hielt sich durchschnittlich wie im Vormonat in Löhe von etwa 82 Cents pro 7* Kilogramm. Das Angebot ist wieder etwas reichlicher geworden. Namentlich Verschiffungsware wird recht rege angeboten, und zwar Juli-August- Verschiffur.g um etwa 2 Cents niedriger. Britisch-indischb Provenienz kostet etwa : Ceylonkapok double cleaned 137* d., Bombaykapok vorgereinigt bis 11 d., unvorgereinigt 7 d., bestvorgereiNigter Kalkutta 13 d., Akund gereinigt 9'/- 4., ungereinigt 7 d. pro englische Pfund. Französische Ware stellt sich gutmaschinell boraereinigt etwa wie Ceylonprovenienz. In der Republik Colomba rst ein größere» Vorkommen von bombax malabaricum auft geschloffen, das dort unter der Bezeichnung lana de Balso be kannt ist. Hamburger Kreise unterstützen die Gewinnung und eS besteht auch die Absicht, über die wilden Bestände hinaus für vlantagenmäßigen Anbau zu sorgen. Oertttche Unruhen auf den Philippinen beeinträchtigen in letzter. Zeit von dort den Rohkapokexport. Spiritus. In der letzten Woche herrschte keine besondere Kauflust, nur in denaturiertem Spiritus konnte man mehr Begehr beobachten/ Es notieren: Jnländerrnm 40°/oiße Ware 21.000 bis 21.800 K.," 8t?/,ige Ware 43.560 K., Stanislauer vorige Ware 28.000 K., 60 bis 86«/oige Ware 34.060 bis 40.000 tt., Slibowitz je nach Qualität 70/60 bis 75.000 K. pro Liter absolut; Weinde stillilat je nach Qualität 74.000 bis 98.600 K., Jamaikarum Ort ainal ca. 70°/, 140.000 bis 160.000 K., Kognak 40°/* offen 85.000 bis 50.000 5k., Liköre in Flaschen je nach Qualität 45.000 bis 70.000 K., Himbeersaft 17.000 bis 18.000. K. Starke. Die Tendenz blieb unverändert fest, die Vorräte sind nach wie vor knapp. Es Notieren: Hochprima Kartoffelstärkemehl 8200 K.. WelzenstArke 8800. K., Kernweizenstärke 2800 K.. MaiSpnder 7450 hvchprimcr Maisbrockenstärke 8500 K., Hochprima Dextrin ICtöOO K.. Kartoffelstärkesirup 9400 K., Traubenzucker 9000 K., Reisstärke 8800 K. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Zum öf f e.n t l t ch e n V e r k a u f e gelangen am 23. d., 1 Uhr, Vanille In und Perserteppiche. Wer neuer Roman. In den nächsten Tagen werden -wir mit der Veröffentlichung eines Werkes beginnen, das kein Roman ist, sondern Wirklichkeit, Wirklichkeit aber, welche durch die Fülle von Kontrasten, die das Nebeneinander zweier grü'ndverschieldenen Welten hervorrust, zum Roman wird. Wir bringen eine Art'Kriegstagebuch, ein-jüdisches Kriegstagebuch, eines, das sich völlig von all dem unterscheidet, was an Kriegsmemoirenliteratm in der Welt umläuft. Dieses Kriegstagebuch hat Sanmy Groncmann geschrieben, dessen köstlicher -humoristischer Roman „T o h uw a b o h u" seinen Namen bekannt gemacht hat. Sammy Gronemann schildert seine Erlebnisse in der „jüdischen Etappe", -in dem litauisch-polnischen Grenzgebiet, wo er im Krieg Dienst machte und wo er für seinen sprudelnden Humor und seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe an unzähligen Ereignissen, Vor- und Zufällen, Menschen, Tieren und Dingen reiche Nahrung fand. Aus diesen Erlebnissen Gronemanns in der Kriegszeit, die für jenen jüdischen Winkel-eingebrochen war, der dann zur jüdsschen Etappe wurde, hat Gronemann ein heiteres und dabei im Grunde doch ernstes, den Geschehnissen bis in den Grund naHspürendes Werk geschaffen. Der Grundakkord dieses Buches aber ist die jüdische ÄebensfvAtzde, die sich in Gronemanns Werk in tausend und abertausend -köstliche Heiterkeiten aussöst und den Leser in steter froher Spannung und Erwartung -hält. „Hawdoloh und Zapfenstreich" betitelt Gronemann sein Tagebuch, und damit ist schon das Gegensätzliche der zwei Welten ausgedrückt, die der Krieg damals -zum ersten Male zusammen brachte, damit auch die Quelle von Komik, die in dem ZusammentveGen der beiden Welten liegt und die Gronemann in seinen -Evrnnevuugen vortrefflich eingefangen hat, mit dem Empfinden und dem Kunstverstand des Dichters, der im Komffchösten den Ernst des menschlichen Daseins fühlen zu lassen weiß. Das Werk wird hoffentlich bei unseren Lesern jene -Heiterkeit erwecken, die ihm innewohnt, und ihnen darum doppelt wWonrmen sein. Börse sstr landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzsitung".) ‘ Das andauernd warme, . die Vegetation fördernde Weilt er der letzten Tage hat eine alltzem-sme Zurückhaltung im -Einkäufe verursacht, die um so kräftiger in Erscheinung trat, als durch die Freigabe des ungarischen Getreideexport-es das Offert eine Zunahme erfuhr. Weizen -wurde vereinzelt in ungarischer Ware, die in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht, gehandelt, dagegen -hat sich das Interesse für das früher 'bevorzugte sugoslawische Erzeugnis verringert. In Roggen hat sich die Stimmung gleichfalls verstaut, die kleineren Abschlüsse in -ungarischer, rumänischer und inländischer Ware erfolgten meistens zu nachgebenden Preisen. Von einem Gersteverkehr ist so gut wie nichts zu bemerken. dagegen ist Malz -in Primasorten fortdauernd gesucht. Hafer begegnete fortgesetzt guter Konsumnachfrage, die vorliegenden rumänischen, bayrischen und ungarischen Provenienzen fanden Unterkunft aus Basis unveränidertr Preise. Dagegen verzeichnete Mais außerordentlich unbefriedigenden schleppenden Absatz. Zufolge der -besseren.Anschaffung in der letzten Woche hat sich der Mehlabsatz verringert. Der Konsum befleißigt sich größerer Zurückhaltung, obwohl er sowohl in -Weizen wie in Noggenmchl billiger als am Schlüsse der Vorwoche ankommen kann. Futtermehle und Kleie sind behauptet. E8 notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warenumsatzsteuer: Weizen inländischer 3400 bis 3450 K., jugoslawischer 3600 bis 3650 K., rumänischer 3450 bis 3560 K., Manitoba 4000 bis 4050. Roggen inländischer 3250 Kronen, ungarischer 3100 bis 3150 K., rumänischer 2900 bis 2950 K., Gerste inländische 3350 bis 3460 K., tschechoslowakische 3550 bis 3850 K., 1.70 bis 1.80 tschech. K. ab Marchegg, Mais 2650 bis 2760 K., Cinquantin 3300 bis 3400 K>, Hafer inländischer 2775 bis 2900 K., ungarischer 2800 bis 2800 K., rumänischer 2675 bis 2800 K., Weizengrieß inländischer 6000 bis 6100 K., Weizenmehl Nuller inländisches 6750 bis 5850 K., ungarisches 5300 bis 5800 K., amerikanisches Vollpatent 6900 bis 6200 K., Brotmehl i«l. ln 4000 bis 4100 K., Futtermehl Ia 2800 bis 2900 K., Roggenmehl inl. Ia 4650 bis 4750 K.. Weizenkleie 2250 bis 2300 K., Rogdenklete-2200 bis 2250 K. Krep-M Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der Wiener Morgenzeitung".) Die gestrige Holzbörse wies guten Besuch auf und einigt Umsätze kamen — allerdings zu gedruckten Preisen — zustande. Abgeschlossen wurden: Buche Scheiter 18*/, Prügel trocken zu 3,600,000 K. ab Wien »nd Fichtenscheiter trocken zu 3,800.000 K. ab Men. Exekutiv wurden verkauft: jugoflawische Linde .56 Millimeter von 15 Zentimeter zu 950.000 K. und inländische Linde 66 Millimeter von 18 Zentimeter aufwärts zu 780.000 K. ab Wien. Auch kam ei« Deckungskauf von zwei Waggons Bauware 26/30 50 Millimeter Durchschnitt 19 bis 20 Zentimeter 4 bis 6 Meter pro Quadratmeter zu 655.000 K. ftanko Buchs ohne Ausfuhr vor. Ausgeboten wurden: Bundholz trocken zu 440 Kronen pro Kilogramm Wien, Exportware sägefallend 9" r 9zu 16 Pfund 10 Schilling, 11" zu 17 Pfund 10 Schilling, Stanl^rds Bristol Channel' von N a d e lh o l z-S ch n i t t m at erial Latten gebündelt 26/50 4 bis 6 Meter -zu 680.000 K.. Madriers zu 620.000 K. ab niederösterreichischer Station. Für Lärche-Blochholz 4 bis 6 Meter von 25 Zentimeter aufwärts war 330.000 K. Geld am Markte ab steiermärkischer Station, ansgebote« ward» zu 360.000 K. Ba«mwoll«narkt. Dew-Dork, 20. Mai. Baumwollzufuhren in den atlanü und Golfhosen 8000, im Innern 3000. Ausfuhr «ach Großbritannien 2000, nach dem Kontinent 9000. Lokalmarkt middling: 31.85 (letzt. Kurs 31.65). Tendenz: Stetig. — Termine r April —.—7. Mai 31.60, Juni —Juli 29.06, August 27.25, September 26.05, Oktober 25.42, November —.-7. Dezember 24.35, Jänner 24.40. Februar —, März 24.53. Berliner Börse. Berlin, 21. -Mai. Die Befestigung, welche sich gestern am Schlüsse geltend machte, fand Heerte bei Beginn des Verkehres eine kräftige Fortsetzung. Gleich bei Eröffnung herrschte eine lebhafte -Käuftätigkeit, die man teilweise auf das Ausland und teilweise auf- Interventionen zurückführte, zu welchen der niedrige Kursstand den Anlaß geboten haben soll. Auch das Rheinland und Westfalen traten als Käufer auf, angeblich infolge der Aussichten auf eine baldige Beendigung des Bergarbeiterausstandes. Auch wurden durch die Aenßerungen der französischen Presse Hoffnungen auf eine baKrge Räumung des Ruhrgebietes geweckt. Die Meldung. von der beabsichtigten Stillegung der Phönixwenke blieb ziemlich eiudruckslos und Phönir-Msien -nahmen, an der Aufwärtsbewegung-teil. Die wichtigeren Papiere des MontanmarkteS gewannen größtenteils 1 bls 2 BiMonen Prozent. Die Kursbewegung ' war naturgemäß nicht Keichmäßig. Spätechm wurde das Geschäft ruhiger, doch erhielt sich die feste Stimmung., Die Devisenpreise waren im aHenreinen unverändrrt.- Füx, emzelrre Nebendevisen konnten die Zuteilungen erhöht werden , (MeS in Billionen von Mark.) Schlußkurs er Türkische Lose 20.4, Oei'terr. StaatSbahu 31.75, Nordd. Lloyd 5.12, Der. Elbeschiffahrt 2.75, Berliner Handelsgesellschaft 27.—, Kommerz. Privatbmck 4.62.. Därmstädter Bank 7.7, Deutsche Bank 8.8, DiSkonto- Kommändit 9.—, Dresdner Bank 5.6, Nattonalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.4, Oesterr. Länderbank Reichsbank 23.75, Wiener Bankverein 0.275, Wr. Untonbank 0.275, Mg. ElektrizttätS-Gesellschast 8.12, Bochnmer Gußstahl 52.—, Daimler Motoren 2.6, Deutsch-Luxeuümrger 48.76, Deutsche Maschinen 5.12, Dynamit Nobel 5.7., Felten. u. Guilleanme 19.—, Gelsenkirchener Berg. 51.—, Th. Goldschmidt 10.12, Harpener Bergbau 57.12. Hirsch Kupfer 19.25, Höchster Farven 11.—, Hohenlohe-Werke 24.—, Laurahütte 7.2, ManneSmannröhren 30.—, Phönix Bergbau 26.87, Schuckert u. Co. 33.—, Siemens u. Halske 45.—, Telephon Berliner 9.—,-Goldanleihe 4.2, Dollarschatzanweisungen 76.6. Prag« Börse. Prag, 81. Mai. Bei vollständiger Geschäftslosiä^it, er« öffnete die Börse mit etwas erhöhten Kursen, namentlich für Avbitragswerte, welche sich der Wiener Parität anpaßten. Auch in der Kulssse -stockte das Geschäft, doch konnten sich die Kurs« auch hier befestigen, besonders Skoda-Mtren. Auch Zuckerwerte stellten sich vorwiegend höher, veirmochten jedoch die Höchstkurse -nicht bis zmn Schlüsse zu behaupten. Auch Essen-, Chemische und Maschinen-Akt:m zogen etwas an. Im weiteren Verlaufe war die Kursbildnng' unregelmäßig und die Lnstlosi-gkeit nähm -gegen Schluß zu, wobei die Umsätze minimal waren. Die von Wien unabhängigen Papiere blieben im allgemeinen unverändert, desgleichen heimische Banken, während die Wiener -nur unbedeutende Verändevungen aufwieftin. Infolge der Verhältnisse auf dem GeMmrarkte fandst auf bqn Anlage markte nur geringe Umsätze statt. Exoten -zeigten -keine größeren Verschiebungen. Der Schluß war sehr ruhig. . Schlußknrser Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. UnkonLank 414.—, Böhm. Eskomptebank 400.—. Böhm. Jndustrialbank 422.—, ZivnostenSka Banka 405.50, Anglobank 113.50, Oesterr. Kredit 92.—, Wiener Unionban! 81.—, Wiener Bankverein 66.—, Bnschttehrader Eisenbahn Lit. A —.—, Lit. B —, FerdincmdS-Nordbahn 6000.—, Prag-Dnxer 166.—, Ausfig-Teplitzer Eisenbahn —, Nestomitzer Zuckerindustrie 1465.—, Verewigte Elektrizität Wien 123.—, Brosche 1130.—, Koliner Spiritus 1015.—, KönigShofer Zement 940.'—, Breitfeld-Danek 476.60, Ringhoffer 665.—, Simmeringer 109.—, Rothkosteletzer Textil 915.—, Alpine Montan 231.—, Poldihütte 263.—, Prager Eisen 875.—, Oesterr. Berg «. Hütten 2160.-, Skoda 587.-, Jnwald 230.-. Budapester Börse. Budapest, 21. Mai. Die K-ursbildung -war zu Beginn keine einheitüchc. ' Die vorhevrsche>nlde GeschDsstiue suin .-e dann zu einer Perfläuung, doch zeigte sich im -Verlaufe infolge der Unnatürlich liefen Kurse Kauflust, die eine Besserling der Tendenz nach.sich zog. welche von den schweren Werten ihren Ausgang .nahm.. Die ansänglichon Kursverluste wirrdm zum Teil wieder eingöhM, zum Teil ergaben sich sogar Besseruivgen, die.aber 3 Prozent nicht überschritten. Die feste Stimmung konnte sich indessen nicht recht auswivken, da infolge des - Ausfalles der heutigen Wiener Börse keim Anregungen Vorlagen, -Der Schluß warbei geringfügigen Umsätzen fre'.uld- 100 cm breit in allen Farben *^i«fontfc70a0%