Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1890 (20.5.1924)
- Date
- 1924-05-20
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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^■uniP'nrffiSifwi - -v> -■«- ' 1' : ' ''''/ wm Mi, Wiener Moegenzeitun^. .?M5-' m. m\ m* 7^' rgrarr ■mu * Notizen bis zn der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Der mkt großem Erfolge awfgöführt-e neue Schermann. feSttt „Dee LragLdäe einer Frau" ist ab heute bis Donnerstag den 22. d. 4m Löwen-Kino zu -sehen. / . *■ Besuchet Wipp Königs . HerreMeidechans, 15. Bez., vraviohHepfttatze 179. Auch ZchlungLeMchternngen. Bereine, Bortröge und Versammlungen. Zionistische Sektion 8 b!S 8, 8. Bez., BeNno- ^latz 1. Heute u>m halb 9 Uhr abonlds letzter Gesell« kchaftsaLend im Veremsjahr. Anschließend Tanz. Gäste mMommen! Machistke-Hadath. Donnerstag um 7 Uhr äbendS iort' Roftau'va.nt Maiertsohn, 2. Beiz., Taborstvahe 24 a, dringende iSchovechMg in Nnaelsgenheit der bevorstehenden General« oevsaMmung der Vereines. Erscheinen aller Mitglieder not« vendig. Zionistisch-akademischer Landesverband. Heute um 8 Uhr (nicht 6 Uhr) abends gemeinsame Sitzung mit dem Präsidium oes LanIdeAkomitees, 2. Bez., Daborstraße 20 a. Jüdisches Realgymnasium, Wien, 2. Bez., CaftellMs-asse 35. Anmeldungen in die erste bis sechste Klasse täglich (außer Samstag) in -der Zeit von 12 bis 1 Uhr in der DkvMonskanzlei. Kinder aufs Land. Der israelitische Humanitätsverein für »ie westlichen BeziÄe Wiens Nachlat Jeschurun eröffnet seine sxerienikolonie in VMa-n am 12. Juni dieses Jahves. Anmeldungen auf die nach restlichen Plätze für Knaben und Mädchen von 6 bis 14 Jahren für alle drei Serien schriftlich oder mündlich von halb 9 bis halb 10 Uhr unld von halb 2 bis 3 Uhr bei Herrn Ignaz NeufeD. 7. Bez., Mariahilferstraße 80. Der jüdische Frauenverein Landstraße (Präsidentin Frau Erna Schwarz-Hiller) veranstaltet heute nachmt-ttags, 5 Uhr, im Lafe-Rfftanraut KonstantinhÜgel, Prater (Hauptallee) eine JaUse, an welche sich künstlerische Vorträge sowie ein Danzkränzchen anschließen. Eintritt inklusive Jause 20.000 K. Die Sommerfrischen Oesterreichs. Von dieser im österreichischen SchuMcherverlag in Wien, 1. Bez., Schwarzenberg« straße 6, erscheinenden Brvschüre, welche auf Grund von Berichten der Gemeindeämter, Berschönerungsveveine usw. Smn» merwohttungsverzetchnisse, verfügbare Gaschofquartiere, Lebensmittel- und Berpflegspreise, Spaziergänge, Bergtouren, Ausknnstsadressen usw. aus den einzelnen Sommer frischeorten bringt, sind für die einzelnen Bundesländer bereits erschienen: Niedevösterreich (8 Hefte), ' Oberösterreich (2 Hefte), Kärnten (1 Heft), Salzburg (1 Heft), Steiermark <2 Hefte), Tirol und Vorarlberg (2 Höfte). Preis pro Heft 15.000 K. Zu beziehen durch obigen Verlag und >durch alle Buchhandlungen. —L3WEN-K1NO ’Ä- Ab heule bis 22. Mal MRAFAEL SCHERMANN IM FILM!! Das grosse Kriminaldrama Mitteilungen aus dem Publikum. ln den ttauptrollen: Ida Koor, Erika Glässner, Max Landa u. Oskar Beregi u. das übrige Schlagerprogramm Beginn derVor Stellungen: */,5, 7,7, yt9 Uhr HEIRAT. PÖr S9iahr!(;en selbständigen Öeschjjftsmartn (gutgehendes Ertportunternehmen) au» gutem jüdlschenwiener Hause, wird vermögendes Mädchen — bis 25 Jahre — zwcckt Ehe gesucht. Vermittlung flieht unerwünscht! Zuschriften erbeten unter „Gediegener Charakter 65" an dis Aden. d. Bl. ■■ ■ U Partümerle „LORRAlN, Savonnerie Führende Marken: Eaü de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre CrSme Lörignon CrSnie Lorignon-Chypre Lorrain» Toiletteseife, Badeseife, Speikseife Alleinerzetiger der C /in Rasieraelfen in Stangen bestbekannten »OnDnKln und Würfel» Wien, XX. Taborstrasse Nr. 03 waawtwiir.-wi Telfephoh Nr. 42.1418 ttsstttifTi-ä». Strandbadehäusei* im atldt. Strandbad Klosterneuburg mit einem und mehreren Räumen, Sommer über bewohnbar, verkauft mit 2Öj5hrigem Pachtvertrag auf den Qrund. ‘ ’iiuaer Wir liefern auch Holzhi 1 nach auswärts Bühne uni) Knust. Sos Carl-Thealer als Prosatheater. Das Earl-Theater wird endgültig ab 1. September als Prosa bühne geführt werden. . Die Schauspielsaison wird von Direktor Bernau, mit einer Neuinszenierung von Shakespeares „Sommernachtstraum" eröffnet. Das Werk wird vollständig neu nach der Inszenierung Professors -Strnad ouSgostattet. Divoktov Bernau unternimmt demnächst eine Reffe, um sein Ensemble zu komplettieren und eine Reihe allererster Kräfte zu verpflichten. So soll unter anderen Else Heims engagiert werden und auch mtt Elisabeth Bergner sind Unterhandlungen im Gange. Auch eim' lebhaftere Kooperation mit dem Raimuuld-Dheater wird wieder einfetzen. DaS Engagement von Gastvegisfeuren ist in Aussicht genommen. Nach dem' „Sommernqchtstranm" soll Bernhard Shaws „I e a n n e d'A r c" mit Wfabech Bevgner zur deutschen.Uraufführung kommen. , Das Carl-Theater war bereits öfter Schauspielbühm. Dev Begründer.des Theaters, Direktor Carl, gech Schauspieilvorstellungen. In Nestrohs Zeiten wurde die Poffe igefpielt. Unter Jauner und Dewele wurde es wieder Prosabühne und Korff, Tini Senders, Ferdinand.Bonn Md Rujdolf SchWrM't feierten dort große Triumphe.. SaMiel Bemenil im Modernen Theater. ' „Mademoiselle ma mere." Auch die vierte Komödie Verneuils läßt den Esprit res fruchtbaren Autorerkennen. Es gibt, ein Wiedersehen mit ' Pointen, die dem geschliffenen, beschwingten Dialog entschlüpfen, mit Grundthemen der französischen Lustfpielpoesie, mit AlltagSweishetten eindeutigen Charakters; und vor allem mit dem schelmischen Darsteller Bevnenil s«W, der — .wiederum im Mittelpunkt stehend — das Tempo angibt, langatmige Tiraden durch eine gewisse, ihm eigene Nonchalance dev Geste erträglich, ja liebenswert macht. Seinem Truppe, auf den Ton des leichten KonversationSstückes trefflich eingespielt, ließ ihn niemals im Stich. Cläre. Tambour, Mtdvee Terroh, Georges Treville, Louis Scott und Jean S!y schufen dem Feinschmeckerpubliknm »men genußreichen, mit Dmk quittierten Abend. o. .r. Modemo Wische, Musik. '' Mn Aritsett zÜgMsten des jüdische» SchulwerkeS. Das Donnerstag den 22. d. (Lag ba'omer) im neuen Gaal Hofburg stattfindend« Juwal-Konzert moderner >üdischer Musik hat in den Kreisen des jüdischen Publihuu* lebhaftes Interesse hevvorgemfen. Da? hochtverttge Xlosterneudurger lVagenkabrNc K, 6.» Wien, 12. Bezirk, Grleshofgasse 16, Telephon 82-4*39 asi künstlerische Programm dieser Veranstaltung bringt zum größten Teil die neuesten Werke der modemen Mischen Musik. Unter anderem wird bekanntlich auch die Suite aus der Musik zu An—skiS „Dhbuk" von dem bekannten Komponisten Joel Engel aufgesührt. Das ReinerträMis dieser Veranstaltung fließt dem jüdischen Schulwevke zu. Um weiten Kreisen die MöMchkeit zu bieten, sich mit der modemen Mischen Musik vertraut zu machen, haben die Veranstalter populäre Eintrittspreise festgesetzt. Tanzabeude. Manja Rudina. — Das Cerri-Ballett. Manja Rudina, eine Russin von Geburt, ist Ms ihrem Vaterland nach 5banada geflüchtet und bat in Amerika durch Jsidova Dun eau .ihre Ausbildung im Kunsttanz elchalten. Eine leise Schwermut tot Blick und Geste erfüllt alle ihre Tänze, eine stille Sehnsucht bewegt -ihr Mienenfpiel. Selbst wenn die tänzerische Technik den Körper nicht ganz unter Hre Botmäßigkeit gebracht hat, ergreift eilte jauchzende Bewegung, ein lustevfüllter Sprung, weil alles einer inneren Schwere abgerungen erscheint. Der russische Mensch und -das msstsche Schicksal uns«ver Zeit sind der Schlüssel, zu ihrer Kunst und führen -ihr die wertvollste Substanz zu. . Das Cerri-Ballett, nach der checkÄigen Primaballerina unsever Staatsoper so benannt, pflegt die italienische Ballettechnik in ihren -beiden tänzerischen Formen: als reinen Ballettanz und als Nationoll- und Cchavabtertanz. Ein gesundes rhythmisches Gefühl verbindet sich mit der natürlichen Grazie, die schon so oft dem KmdesÄter eigen ist. In Berbindung.mit pantomimischen Zügen und spielevffchem RequisitenMstoand entsteht Lei größeren Tanzszenen eine Art BewegungSkaleiidoskop, dessen wienerische Provenienz mit dem Namen Maria 8 e h in der OeffenÄichkeit am engsten. verknüpft ist. Diese Art des Balletts IM noch in den-meisten OPernhäuseM und verschließt fich hermetisch gegen den neuen Geist in der. Tanzkunst, der die starke PersönNchkett MS der mechanischen' Gruppenbildung herpochebt. Kann man sich ihm auf die Dauer Verschließen? . . dt. -agenbuud. Altes und Neues, viel Wollen und Ringen um die letzten Gaben der Kunst, Ursprüngliches und Gpigonenhaftes stchen hart nebeneinander im Raume. Man kommt darüber nicht hinweg, daß dev Wert einer Ausstellung stets relativ bleiben mutz. Sie kann nichts Besseves bieten als geschaffen wird. (Und Erfolg ist sehr oft — Mißverständnis). Gar die Ausstellung-eines KünstlevbundeS, der feine.Mitglivder zunächst berücksichtigen und Schwächlichedurch das offizielle Pförtchen heveinschlüpfen lassen muß. Die „neue Zeit" ist an.den -Hagenbündlern nicht spurlos vorübergegangen, mM kann -sogar bchaupten, daß sie innerhalb.der braven Wiener Schicke sich revolutionär gebärden. : Es gibt Höhe- und Ruhepunkte, ober nismMd thront, das ist gut ft! Niveau, ohne himmslstürmend zu.sein, Bma lität, ohne zu verletzen. Ein guter Name, bereits durch eine Monographie RößlerS und drrrch Erwerbungen seitens der Albertina und der Staatsgalerie MSgezeichnet, Viktor Tischler, als Maler und Graphiker mtt allen Salben geschmiert, hat sich bei -CezMne und Renoir zurecht gefunden. Resultate: Rose in blMer Vase, Gtilleben mit Holzsigur, FrMenkoPf. Neben Georg Ehrlich, dem Maler dev Schwindsucht und .deS WasserkopfS, .Josef F l o ch, eine starke Persönlichkeit, sicher im Landschaftlichen, „Familie" ein Treffer. Üeberraschend originell Georg. Maher-Marton, groteA Carry Hauser, eine Seitenlinie des George Grosz, farbig.reizvoll, Leo Putz Komplimente machend Pojer-Gartegen, Georg" Junk, jüngst in' der Holbein-Gcrlerie begrüßt, macht ein Wiedersehen Mgenchm. Max Reinitz haut Menschen aus Kristallen ein« gefährliche Unternohmmg, Alojs. Seibold zeigt seine starke. StilisterMgSkunst in der Landschaft ,/Valzachbrücke"/ Friedä Salvendy ist zur Manier erstarrt, Mse Merkel- Ro.mee zum Rezept, während Robert Philippi in der Landschaft schwächlich,' im Porträt saftig wirkt. -Franz V a r« wigS Holzskulpturen „Redner" und „Knabe" zeigen den berühmten -BWhMer aus dom Weg zur antiken Form, die ewig bleibt ^-7 neben Rüdin. ÄuliuS DerkövitS, Peter BreithutzMitz.^auser^ Anton Peschka, AÜWst Roth, Grete - Wilhelm, Franz Mow md der-brillante Bildhauer Karl Sbemolak sollen stä diesmal Mit der Registrierung -ihrer Namtzn begnügen.- RaD und Reiz habe ich auch bei ihnen, die' Säle köpfmckeüd oder kopfschüttelnd durchschreitend, entdeckt. O s k a r R o s e n f c l d Am den Matem Buratheater^ Morgen um 7 Uhr albkuds WdevoM phantastiisches.Spiel „Ueber allen Zaubern dis Liebe". Ra Elisabeth Morgen c u; » »ci|vucu |nu)«ii k ■... v - - - - Donnerstag Erstaufführung der KleMstadts-atire ,I o movie um Rosa" von.Fred Anio'me Aldgermayer. . The a te r rn. der Josef st a d t. Heut« um haA , 8 Uhr das Schauspiel „Aimee". - Carl-Theater. Heute'um 7 Uhr in neuer ’ In-, ««rung zum ersten Male hie Operette Blaubart. - ik von Jacques Offen-ach. Renaissancebühne. Täglich um 8 Uhr abends Familie Hatschek". Komödien haus. Mittwoch und Donnerstag um halb 8 Uhr „Herrschaftlicher Diener gesucht" von Eugen Bum und L^D-Mteitt. Freitag und Samstag „Z o l rba t" von Jchann Ferch. Juwal-Konzert moderner siidifcher Musik. Das Donncro tag den 22. d. (Lag b'omer) im Neuen Saal -der Hoflurg stattsindende Juwal-Koavzovt moderner ^.l.udtscher Musik hat tot den Kreisen des jüdischen Publrkums lebhaftes Jntereffe hervovgerufen. Unter anderem wird.bekanntlich auch die Suite aus der Musik zu An—flis „Dhbirk Won Ivel Engel aufgefühvt. Das Neiuertväanis dieser Veranstaltung,-für die sich großes. Interesse kunogibt. flicht dun jüdischen Schulwerke zu. Um weiten Kreffen vre Möglichkeit zu bieten, sich mit der modernen Mischen Musik vertraut zu machen, haben die Veranstalter populäre Eintrittspreise fest' gefetzt. Musik- und Theaterfest der Stadt Wien. Arnold Schönberg hat für das.Fest sein.neues.Bläserqumtett zur Verfügung gestellt. Das Werk wird im Rahmen eines Kammermusikabends aufgefühvt werden. Der Kölner Männergesangsverein in Me«. Der KAiner Männergesangsverein Polyhhrnnia, der gegenwarmg in Wren weilt, wurde gestern vormittags von der Gemeindeverwaltung im Rachaus empfangen. - Pariser Ausführung von „Gott der Rache" Wie I. T. A. erfährt, wurde . Schalom Asch' Schauspiel ,F)ott dev Rache von dem Direktor des Pariser Künstlertheaters „Ä Atelter, Herrn Charles Dullin, zur Aufführung.angenommen und soll im Oktober aufgesührt werden. Die Ueberffetzung ins Fronzöfische wucke von Herrn Blumenfeld besorgt. Das Wiesbadener Strauß-Fest. In Wiesbaden veranstaltet das Kurorchester unter LeiitMdg Karl Schurrchts am 25., 27. und 30. d. in drei SonderkoMrten ein Rrchard- Strauß-Fest. Solisten sind die hervorragende Pimnstm Ellen Ney, der ausgezeichnete dramatische Wt Chavles Cahier und der berühmte Bariton Heinrich Rehkemper. Die Hellerauer Tanzgruppe tot Syrakus. An den diesjährigen Festspielen in dem alten griechischen Theater in SyrakuS wirkte die Schule Heller au nvit. Die Tanzgruppe der genannten Schule, zM Mtglielder mtttt der .Lettung von Valerie Kratinü, stellte eine Gruppe chebanrscher Jungstauen in Aeschylos „"Neben gegen Theben" und,, SophoKes' ^Antigone" dar. Die Gruppe errang nnt ihren Tanzen und chonschen Szenen großen Erfolg. . Prager Kunstuachrichtm. Demnächst vevanftaltet die NumiSmatffche Gesellschaft eim Medaille n a u s st e l l u n g im Kunstge^wemuseum. — Nach Schluß dev Nolde-Ausstellung wird im Kümstlerhaus die . Ausstellung des Landschafters ' oses B o h a e erüffmt. IM linken Seitensaal wrtd der Prager ^ialev Leo Richter eine Kollektion von Aquavellen aus dem alten PodÄali Vovführen. — Im KunstgewerbemusMm bleibt die Sm etana«Ausstellung vis zum 6. Jum geöffnet. Ae RMWe b der Hofburg. Gestern war der HoflnehMnauff-cher Mmmud M a c e t» vor einem Schossensenate unter dem Vorsitz des Hofrates Ramsauer, wegen Diebstchls von Gegenständen aus dem HosmoMierckager rn der Hchbrrrg in der Zttt^ von 1918 , bis bis 1928 und wogen -Bortauischuwg eines Einbruches tn ferner Wohnung an-Magt, wobei em Hoifidiener und «Ln Kutscher fälschlich des Einbruches von ihm vevdächtick wurden. Der AngyÄagte bekannte sich nicht-schuldig und schilderte, wie er in. seiner Stellung als Hauvtvertranensmann der 1800 Hofburgangesteilten Plündemngen und Diebstähle verhinder: habe. Cr war für 40.000 Gegenstände rn den ehemals kaiserlichen Zimmern der Hofburg, in Schönbrunn, in Baden mrd Laxeriburg verantwaMch. Die in stiner Wohnung nwd ln ssmer Kanzlei mtsgesundeuen Gegenstände hat er ,^zur Am- Lewahmng" übernommen ofber gegen Leistung der Leihgebühr ausgsbovgt. Er war teilwvise dazu gezwungen, weil oft hohe Herrschaften, auch nachts, zuihm, gekommen sind und verschiedene Gegenstände verlangten, die er gleich bei der Hand haben mußte. Heute noch stehm Mcb l auf den Gängen, weil sie nirgends untrrgebracht werden können. In der Hofburg werden durch volle 15 Jahre Inventur gsmacht und diese fei gegenwärtig noch nicht abg-elschlossen. Auff Befragen seines Verteidigers erklävt der Angeklagte, daß bis zum Jahre 1928 Geschirr unentgeltlich ausgebovgt wurde, so an die Angehörrge-n der Reparationskommission, die dort getäfelt haben. fer hübe einmal einer" solchen Persönlichkeit die Möbel direkt vom Wagen abladen müssen. Allen ausländischen Hilfsaktionen wurden Möbel- und Ernr-tch« tungsgegenstände tit unbegrenzter Menge umsonst geliehen-. Die vielen Lebensmittel,^« bei ihm gesunden wurden, seien ihm von den anslanldffchen Hilfsaktionen geschenkt oder zu billigen Preisen abgegeben worden. Er habe daher Lebensmittel, die dMtals äst 350.000 K. kosteten und bei den Hilfsaktionen um 30.000 K, zu haben waren, bei sich awgehäuft, darunter über 40 K t l o Mehl und 8 Kilo Kcckao. , Nach einer bis in die spaten Abendstunden andauernden Verhandlung wurde der Angeklagte f-reigesprachen. In der Urtell^earünduua'witd Märt, daß seine Verantwortung, daß die vorliegenden JndWen entert' jeden Zweifel aus«. /Mktzenden .BÄveis ViMr, um. so m'chr als, der Angeklagte ''bisher ÜnbeschEn -ist ütch -aus den verschiedenen Zeugenaussagen hervorging, daß er ein pflichtgettcuer und verläßlicher Beamter war.