Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1889 (19.5.1924)
- Date
- 1924-05-19
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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M CwR * mm, mm ffavorttenlkxche her eine großen Menge Lende her... . der Bchauptuna Noskos. drohende Rufe aus,tzeßen, evawkommen, , ^^piüng'Nöskos. drohende Stufe ansMzen tofe; -DaS sind HakenkreuAer, haut sie nieder'." u. a. Die HakenkrerG« Woben an der Krengung der Landgutgasse.vor dem Gast- HÄK - stehen. Wie Zeugen angaben und auch Süll vor seinem Lode LöstäÄgte, feuerte Herterich kurz nachttnander anS ebner Wöbe drei Schirffe ab: den ersten in der Richtung gegen die FÄoritenstraß«, bei Abgabe des «weiten Schusses richtete er die -Waffe gegen Still, der seiner Angabe nach allem und losgelöst von der Menge durch die Landgutgasse gmg. Den dritten Schuß gab Herterich gegen die Humboldtgasse zu ab. woraus er dovonlies. Inzwischen hatten aber auch Nosko und -Geführten sich umgekehrt und drei^ von ihnen feuerten gab bei der Pol^ei an, er habe nur Schreckschüsse abgegeben, um sich zu schlitzen. Eine größere Menge unbekannter Männer fei auf ihn singedrungen und habe ihn mit Stöcken und Fäusten geschlagen. M«fe Verantwortung bezeichnet die Anklage als unglaubwürdig, da Herterich weder Spuren von Mißhandlungen aufwieS noch -Zeugen anführen kann, die die Mißhandlungen beobachtet hätten. SM hat vor feinem Tode wiederholt bestätigt, daß Herterich, als er geschossen hat, nich -angegriffen wurde. Auch NoSko bestreitet, gegen die Menschenmenge einen Schuß abgeseuert zu haben. -Zu feinen Gunsten spricht scheinbar der Umstand, daß in seinem Besitze keine Waffe, sondern nur ein Gummiknüttel gefunden -wurde. Er muß aber zugeben, 4n den Rosensälen von einem Unbekannten einen Revolver erhalten zu haben, den er an -Herterich weitevgegeben haben Will. Diese Angabe wird fedoch von Herterich nicht bestätigt. Der Zeuge Karl -Nowak hatte Noslko mit Bestimmtheit ÄS einen jener Männer erkannt, die gegen die nachfolgende Menge feuerten. Auch der-Zeuge Seifert hat dies bestätigt. Nowak behauptet, Nosko habe nicht m die Luft, sondern gegen die ihm .fofepn-ben Leute geschossen, so daß sich seine Handlung als Verbrechen der öffentlichen GewM-tatigren davstellt. Auch er ist der Uebertretung des.Waffenpatents angeklagt. 'Nach Verlesung der Anklage begann das Verhör der Angeklagten. _ * Die Flucht des Bankiers Meller. Me bekannt wird, ist die Strafanzeige, auf Grund deren gegen Meller ein SteckbriH erlassen wurde, von der Banks irma Meller, Sattler u. Co. Mst erstattet worden, in deren Auftrag der flüchtige Bankier in der Schwe'itz gäschäjftlrche Transaktionen ourchzu« fuhren hatte. Die Frvma Meller erklärt, in der Lage zu sein, ihren DerbiMichlkeiten nachkmmnen zu köMen. Dis zur Stunde fft keine Nachricht über das ReilsM«! des gefluchteten Bankiers hier eingelaugt. Möglicherweise hat sich Meller über Frankreich und England nach Amerika gewendet. * Eine mysteriöse Geschichte. Gestern teilten zwei achtzehnjährige Machen aNf der Polizei mit, daß sie Sonntag nachtS bei einem Spaziergang im Liebhartstal von drei unbeLannten Männern gewaltsam .in sin Auto geschleppt wurden,. daß sie Mit ihnen in einer Heurigenffchsnke zechen mußten und daß dann im Walde an einem der Mädchen ein Sittlichke-itsverlbrechen begangen wurde. Die Wahrheit dieser Anzeige wird von der Polizei beKveisett. * Wiederaufnahme des Flugpostverkehres Wien—Prag Warschau)—Straßburg—Paris urch Wien—Budapest—Belgrad —Bukarest. Heute wird die FlugposOeförderung mit den FWgen der frankorumänischen Luftschifsahrtsgesellschaft wieder, angenommen. Verkehr Richtung Budapest—Belgrad—Bukarest ab Men Flugfeld Aspern 10 Uhr, an Wien 14 Uhr 16 Mn^ Verkehr Richtung Prag <Warschau>—Straßkmrg—Paris ab Wien Flugfeld Aspern 14 Uhr 4L Mim, an Wien 9 Uhr SO Min. Annahmeschluß beim Postamt Wien 1 für Flugpostfendungen Richtung Budapest, Belgrad, Bukarest um 7 Uhr öQ äMtt# Richtung Prag ^Warschau)—Straßburg—Paris um 13 Uhr 35 Min. * Vergebung der Kohlenbedarfes der Mener Bundesbehörden. Der Bedarf der Wiener Bundesbehörden an oberschlefischer Kohle Wr die Heizperiode 1924-25 Mener MörgenzeituriK. wird'demn!äch st ve.rsebem Um die Lieferung können sich jene Firmen bewerben, die Rutschen au? einem Wiener Großbahnhofe besitzen und die Kohle aus erster Hand beziehen. In Betracht komcken nur Konzernvertreter und solche Firmen, deresi, Ausfuhr - aus den. Rutschen in oer!8©il vom 1. Oktober 1923 brs 31. März 1924 mindestens 6500 Tonnen betragen hat. Bei Rutschen oder Lagerplätzen außerhalb des N-ord-bahMofes wi.ro die, Ausfuhr der vorstehenden Mengen m der angeführten Zeit im Anbot amtlich besonders nachzuweisen fein. DiS detaillierten Lieferung^' bedrngungen können in 'der Abgangsflelle! deS Bundes-' mmisteriums für Handel und Verkehr, 1. Bez., Stuben-, mng 1 '(Zimmer 77), gegen Entrichtung eines Beitrages von 10.000 K. behoben werden. Die Frist zur Anbotst eillung endet am 3. Jum 1924, 11 Uhr. > * Schwerer Mokorradunfall. Gestern mittags wurde in der Favoritenstraße der 70jährige Direktor Edmund Kotek, Wiedner Hauptstraße 130, und seine Gc.ttin Ella von einem Motorrad, das der Chauffeur Franz BugoSlav lenkte, erfaßt und ntedergestoßen. Der Chauffeur wurde ebenfalls von feinem Rade geschleudert. Alle drei Personen erlitten mehrfache erhebliche Verletzungen und mußten von der Reltungsgesellschaft nach erster Hilfeleistung in das Wiedner Krankenhaus gebrächt werden. * Neue Fnnde in Aegypten. Prof. Scolapello, der Direktor der italienischen archäologischen Mission in Aegypfen, hat aus felnen Ausgrabungen in Oberägypten Wandmalereien nach Italien zurückgebracht, die aus Gräbern der Perioden der 6. bis 11. Dynastie, also aus viel ä l t snenZe-iken als dieTÜ tank hamen-Fun de stammen. Durch eM besonderes Verfahren konnten die Malereien rbgelöst und unbeschädigt nach J tat ie n verbracht, werden. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Neindorfaaste 42. - - (Entgeltlich.) Redigiert von Dr. Sanel Beer. Ueber gute Krankenbeobachtung. Zu den schwierigsten Aufgaben der ärztlichen Kunst gehört die Auffindung der Ursachen für die vielfach bestehenden angeblichen Magenbeschwerden. Groß ist die Zahl der subjektiven Erscheinungen, die auf eine etwaige Magenstörung Hinweisen. Die Patienten klagen über Appetitlosigkeit, oder Heißhunger, über Druck, Völle oder Leere, über Erbrechen, Ausstößen, Uebelkeit und vor allem über Schmerzen. Das objektiv sicherste Zeichen für eine Magenschädigung gibt noch ein auf eine bestimmte Stelle der Magengegend lokalisierter Schmerz. Doch können die Patienten nur in den seltensten Fällen genaue Angaben über di« schmerzhafte Stelle machen. Aber selbst auf den Magen bezogest« Schmerzen müssen nicht von diesem Organe üus-. gehen, sondern können durch Ferniwirkung an ganz ande- - reu Körperstellen entstehen. . Wie >bei keinem anderen Leiden legt der Arzt auf die Schilderung der krankhaften Symptome und der Krankengeschichte gerade bei Magen- und Darmleiden großes Gewicht. Behaupten doch namhafte Aerzte, daß schon, eine gute Anamnese (Krankengeschichte) allein oft die Fest- ‘ stellung der Diagnose ermöglicht. Dies gilt insbesondere . für Eruierung der Geschwüre, die der? Magen oder den Zwölffingerdarm betreffen. Um dem Arzte eine gut«, richtig zik wertende Anam-. nes« zu'liefeM, bedarf es einer ganz besonderen Beobachtung des krankhaften Zustandes durch den Patienten selbst. krev Mamain ~ lg. AM 1983 "" '" '; Was den Schmerz betrifft, so muß der Kranke genam Angaben machen können, wann der Schmerz Austritt. Ei ist wichtig, ob der Schmerz an die'Nahrungsaufnahme ge. bunden ist oder nicht, ob er periodisch oder dauernd dvv Händen ist.-Mich die, Zelt des Eintrittedes SHmerzel^i nach der Nahrungsaufnahtste kann über den Sitz der Ev krankung Aufschluß gewähren. Sofort nach dem Esten ein tretender Schmerz stt auf ein Magengeschwür verdächtig wahrend ein erst später -sich einstellender Schmerz auf eir Geschwür im Zwölffingerdarm, also auf einen tieferen Sitz Hinweisenkann. Schmerz und gleichzeitiges Verlanget nach Nahrung, nagendes Hungergefühl Mhren bisweile, von Uebersauevung, aber auch von Geschwürsbilduug her Der Schmerz kann auch krampfartiger Natur sein unt mit Erbrechen einhevgehen. Schon eine harmlose Magem. ürdisposition verursacht Erbrechen und Kckiken, die aut den - ersten. AugeMick bedrohlich vusfchguen können Es treten dann gewöhnlich Fieber -und Schüttelfrost zr -so einem Magenkvampf hinzu, der sich entweder durch dü anhaltende Hartnäckigkeit der Beschwerden, die Periodizir tat der-Anfalles und die Ausstrahlung der Schmerzen ir den Rücken, als Gallenstsinkolik erweist. Oft genug ermög. licht erst der -operative Eingriff eine gestcme Diagnose' stellung, indem die etwa urfpvüngliche Annahme eines Geschwürs sich als hinfällig erweist, da ein großer Gallen stein zutage gefördert wird. Dem Laien erscheint eS unglaMich, daß' die heute st weit fortgeschritten« medizinische Technik eine präzis« Diagnosestellung nicht immer ermöglicht. SeW di« Her^ anziehung aller Hilfsmittel, wie chemische,' serologische, bakteriologische und röntgenologische Untersuchung läßt bisweilen -im Sttche. - - -. Eine gute, zuvevlastige KrankenbeMchtuing ist unerläßlich. Schon die Feststellung, ob neben Leibschmerz-und Erbrechen gleichzeitg Vechchfung bestcht, oder gar gasförmige EnÄeemngen an der Pastage bchindert sind, -kann den Verdacht auf ein ernstes Ereignis erregen, auf einen 'Darmverschluß, der, wenn gar ein alter wenig beachteter Leisten- oder NabeWruch yoÄiegt, sofortige lebenKvettende Operation erfordert. Selten können die Patienten auch Aufflärung Mer dfe Art der erbrochenen Masten, geben. Ahges'chen von dem Illmstande, daß vergiftete oder verunreinigte Nahrungsmittel die Magenstöruntz verursachen Knnen und eine JnspeMon und Unltevsuchung der erbrochenen Mntze notwendig wird, kann der Arzt aus dem Aussehen, der Farbe, dem Inhalt, eine Klärung des Brechanfalles erlangen. Alle EntleevMgen sind in scilchen Fällen bis zum Eintreffen eines Arztes auszuheben. Das Echrechen kann gvün-- -gelb beim GallenstemM, kann schwarz, kaffoesatzartig bet feiner Blutung aus dem -Magen sein. Mne LungenWutung zeigt ein anderes Aufsehen. Erbrechen ohne Schmerlen Mt als Zeichen des HirndvuckeS Her Gchwnreizung auf. Bekannt sind auch die zu Uebelkeit und Erbrechen führenden Magenbefchwerden bei Schwangeren, bei Trinkern bes>onders am Morgen. Mer auch Herz-, Leberwtfe Nierenkranke leiden als Folge der Mufftauung in den inn-even Organen an verschiedenavtldgem Erbrechen, das fAWW zuerst an ein MagenMen denken läßt. ' - » 7,»«fk»n»«»7aL«r-» JTfE lllllf „«SEIDE Konzerte. Orchesterkonzerte. « Richary Strauß-Feier — Solisten. Nur zögernd nähert sich die Konzertsäison ihrem Ende. Wohl an die tausend Konzerte haben in dieser Spielzeit vor mehr oder weniger leeren Sitzreihen stattgefunden, die Hitze macht den Aufenthalt in den Sälen fast unerträglich, und doch finden sich noch immer Nachzügler, welche ich« Bekannten in den Konzertsaal laden und so, ohne Rücksicht auf ihre Leistung, lebhaften Beifalls sicher sind. Abgesehen von diesen Familienabenden, die unserem Konzertleben immer mehr ihren Stempel, aufdrücken, gab es auch einige künstlerisch bemerkenswerte Ereignisse. Ferdinand Löwe beschloß seinen Bruckner-Zhllus mit einer ganzr prachtvollen Aufführung der Neunten Symphonie. Namentlich baS Adagio mit seinem ttef ergreifende Bläsergesang tönte wie aus einer besseren Welt aus den Hörer hemb. In der Auffassimg Ferdinand Löwes, dessen altvaterisch« lDirigiermethode von der nachstürmenden Jugend nur gering Schätzt wird, lebt noch die große klassische Traditton und die Pietät des dankbaren Bruckner-Schülers, der treu an dem Vermächtnis seines Meisters festhält.! . Dr. Fritz Stiedr y, ein gebürtiger Mener, der «Ich dielen Jahren erfolgreicher Tättgkeit in Deutschland Äö PöMoperndirektvr in seine Heimat zurückgekehrt ist, wirkte zuletzt an fettender Stelle der Berliner Staatsoper. Auch die modernen - musikalischen Bestrebungen fanden in Kh» bisher einen tatkräftigen Förderer, so war er eines der tätigsten Mitglieder der Berliner Ortsgruppe der inter- «Edrnafen Mdfellschaft für neue Musik und dirigierte bferett pWestttkottzÄie. In Wien hatte er sich vor einigen Monaten »M Mer. schönen Aufführung des „Liedes von der Erde" vmMlhM eingeführt, und - kürzlich leitete er das Werk EvetlW Mit musterhafter .Präzision, in llarer Linien- Khnmg, ohne die übergroße Senttmentälitäh die bei den bqchrubigten M'ahfer^kxegeten im Schwange ist. Frau LttÄ» Atttner und' Herr Oestvig waren die gewichtigen ftäß* dtK^Wbewußten Dirigenten, dessen energischer Führer- Eitim VWjrLch WWW KustaLten fewme-r wixd.. Noch ein anderer. M'usikgewalttger, Generalmusikdirektor Dr. Ernst Kunw c^d aus Königsberg, brachte sich seinen Landsleuten in Erinnerung. Zur Feier von Richard Strauß' 60. Geburtstag dirigierte er mit Sachlichkeit, ohne die üblichen Dirtuosenmätzchen, „TA Eulenspiegels lustige Streiche^, deren köstlicher Humor von dem unverbildeten Publikum der Arbeiter-Symphoniek.onzerte mit verständnisvollem Mfall ausgenommen wurde.' -- r * I .Gleichzeitig fänden die offiziellen Strauß-Feferlichkeiten ihren Abschluß. Der Meister selbst dirigierte in zwei weiteren Orchesterkonzerten „Zarathustra" und „H'eldenleben", „Don Quichote" und „Sinfoniä domestiea", lauter persönliche Bekenntnisse des Tondichters, denen neben dem Flug ins Große und Weite immer wieder liebenswürdige, intime Züge anhaften. Mit patriarchalischer Schlichtheit leitete Strauß das herrliche philharmonische Orchester, und war namentlich; nach dem fetzten Konzert Gegenstand stürmischer Ovationen. Voll Inbrunst sang Richard Mayr zwei anheimssMe, nicht gerade ttefe Orchesterlieder, die Damen Anday und Mihgcsek breiteten die festbarsten Perlen Sttaußscher Lyrik in erlesenster gesanglicher Fassung vor den Hörern aus, sie vjlle überstrahlte Herr D u.h an mit feiner ganz vergeistigten Vvrtragskunst. Wenn Johann Strauß gelegentlich zu Alfred Grünfeld sagte: „Meine Walzer sind gar nicht so schön, wie du sie spielst", so könnte auch Richard Strauß angesichts manchen schwächeren LfedeS sagen: „ES ist gar nicht so schön, wie Duhan eS singt." — Fast hätten wir der Festrede auf Richard Strauß vergessen, in welcher Richard' Specht neben Überschwänglichen Dankesworte»auch berechtigter Kritik Räum gab. Wenn er Richard. Strauß den „Klassiker unserer Zeit" nannte, werden ihm wohl Freunds und Feind zu^immen: Richard Strauß hat zu> Lebzeiten den Ruhm eines Klassikers erreicht, er Mag aberj selbst am besten wissenwie weit er als Klassiker den Kümpfen und Nöten der lebendigen musikalischen Gegenwart entrückt ist, und wie stark sich> damslt der Stürmer und Drängey von ehemals der musikalischen Jugend entfremdet hat. , * Wenn man in D uLqnS letztem Liederabend Gemütstiefe und hohe Geistigfeit suchfe und fand, so v erziehhete! man bei seinem Kollegen Piecaver mit Rücksicht auf alle sinnlichen Reize dieser bestrichend schönen Tenorstimme gerne auf tiefsinnige Auslegung, man hielt sich, an seinem! kostbaren Ariengesang schadlos und nahm das Phlegma des Künstlers mit in den Kauf. Eine angenehme Uebierraschung brachte die Bekanntschaft mit der Koloratursängerin Ada S arH Hat ihre Koloratur auch nicht die Wärme der Kurz oder^M Jvogün, so ist ihre Bravour doch erstaunlich, sie ist npfeut dem so »beliebten Wettspiel mit der Flötze gewachsM?sondern die Sängerin gemahnt auch an Stimmumfang,.Ausdauer der Triller und Sicherheit der TonakrobM an beste Vorbilder. Mit viel Empfindung und schöner Stimme sang die New-Iorker Altistin Frieda Klink, deren Portrag jede Oberflächlichkeit vermeidet, viel mehr in der technischen Durcharbeitung der einzelne>r Phrase undin der Mischen Durchdringung der Gesänge, ernsten GestaltungKtzlen zeigt. Auch der Ehrgeiz der Mezzosopranistin Käte H'ch w a r z, deren junge, sympathische Stimme und jugendlich-. begeisterter Bortrag m voller Entwicklung begriffen sind, strebt höheren Zielen zu. Die amerikanischen Sängerinnen Helen- und Blanche Hodnett, welchle der. Schule Jean dd Reszke alle Ehre machen, schnitten mit dem schönen Zusammenklang ihrer Sttmmen in Duetten besser ab, als inr Sologesang. . i Der junge Organist Erhard K ranz wagte ein Orgelkonzert im Großen Konzerthaussaale. Im rein Technischen ist er weit vorgeschritten, der Ausgleich der Register vollzieht sich freilich noch nicht reibungslos, und die Orgel^ deS großen Saales, welche durch ihre Tücken berüchtigt ist, hatte gerade einen bösen Abend. Harry Färb Mann hat eS auf einen Serietterfolg übgefehen: In ferz-en Abständen absolvierte er vier Violinkonzerte, und' fand imiriet wieder den lebhaften Beifall, der dem.jungen Geiger un, scin-8 schönen," rassigen TvtdeS und feines kultivierten Vorirages, wllfen gebührt. -- - Erwin Felder,