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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-18 · Heft 1888 (18.5.1924) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1888 (18.5.1924)
Date
1924-05-18
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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m 1688 Men, Sonntag Apollo -The a t e r. Heute, '/,8 Uhr abettds, „L i e Königin v o m M o n t m a r t 11*;! ' Wo chensp ielp l an bet^ Staatsoper. iMotgen ManoN L eS e a n t". Dienstag ^S ch l a g-!oberS< Mitwoch .Der Freischütz". Donnerstag l„R 1S o l e t t d". Freitag »D o n I u a n". Samstag i.E a r men". Wdchensvielplan Im 9te b o tt t e n f a a -I. DiMtüa -5D c t S3 a r H e t von S e Dill a". Donnerstag ^Figaro » Hoch-eit". x Wochenspielplan LesModernenTheat e r 8. Gastspiel Louis Wer neu i l aus Paris. Heute und morgen „bl a d emo i b e l 1 e m a m 4 r e", Dienstag, Mittwoch UNV Donnerstag „bl » eousine de Varsovi e'V AÜS dem Burgtheater. CM.Mai wird das Schönbrunner Schlosttheater eröffnet. .Zunächst gelaugt Shäkespeares „Der Widerspenstigen Zähmung zur Ausführung. Danri folgt Bahr8 Lustspiel,Me Kinder". Zwei neue Buogtheätermitglieder, Hilde Weigener und ■ Ferdinand Moitell« treten an diesem Abend ihr Engagement an. Am 28. d. findet im großen Hause die Premiere von Maughams Schauspiel „Abenteuer in China" statt. Der Gong, das neue Figureniheater.im GriÜparzersacck der Hofburg (Eingang unter der M'ichaelerikdppel), bringt heute halb 4 Uhr eine große Ingendvorstellung abends HM 8 Uhr „Ein GsMnis" von Poeei. . Preisausschreiben des Hakoah-OrchesterS. .Das Hakoah- Orchester veranstaltet im nächsten Jahre allmonatlich ein volkstümliches Konzert. In diesen Koi:zerten sollen Werte jüdischer Komponisten zur Auffiwrnng gelangen, soserne eine hierzu bestellte Jury namhafter Künstler das Wert für ansfühmngSveif erklärt. Die Leitimg -des Hakväb-Orchesters appeb lievt analle.in« und ausländsichen Komponisten, sich an dieser Veranstaltung zu beteiligen. Ansra>gen und Zuschriften sinh zu richten an den Sektions-toiter des Hakoah-vrchosterS, Herrn Oskar Gchladnich, Wien, 20. Bez., Käschlgasse 1, Tür 11. Künstlerhaus. Die Gmossenschaft der bildenden Künstler Wiens hat in ihrer'letzten Plewarversammlung 'die Stiftung goldener Ehrenmedaillen beschlossen. Für den bestell Entwurf wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich mehrere Künstler beteiligten. Bildhauer Otto Hvfner echielt den ersten Preis für die goldene Medaille, Bildhauer Oskar Lyiede erhielt den ersten Breis für die große goldene Metaille, die Bildhauer. Carl F -urler mtd Rudolf Schmidt je 500.000 K. als Anerkennung ihrer Arbeiten. Die Verleihung der Medaillen erfolgt dürch eine Jury, welche aus dem gesamten Profesforenkolleglum der Akademie mrd aus sechs gewählten Mitgliedern des Künstlechcmses besteht. - vernünftige Reform beS Theaterwesens in der Slowakei. Jn.Preßburg fand jüngst eine Konferenz statt, bei welcher der GÄanke einer einheitlichen Leitung der drei nationalen Theaterbetviebe in der - Slotvakei — des slowakischen, magyarischen und .deutschen — angeregt wurde. Das Ministerium fördert diese vernünftige Idee. Es wurde beschlossen, noch in diesem Sommer den Man der einheitlichen Konzes« -.«ion für die drer Theater auAzuarbeiten. Geüchtsfaal. Sela Gnttmann und die BerlehutigRefterers. ' Bor dM Bezirksgericht hatte sich der populäre Mittelläufer der Hak oah, GuLttnann, zu verantworten, weil er in der verflössenen Spielzeit den Zendechailif der Hertha,. Reite rer, bei einem M-eistevschaftSspieil angeblich fahrlässig verletzt halben soll. Der als Zeuge vernommene Reiter er gab an, daß er und Guttmann nach dom Ball gesprungen seien, um ihn zu ,Kpfen". Hierbei sei er höher gespmngsn unld über den sich bückenden Gu-ttmann gefallen. Ein Berlschullden Guttmanns liege seiner AiOcht nicht vor. Er halbe sich infolge des Falles einen' Muskelriß zngezogen und i'var ttieWlhn Tage im Spital.' Dr. Valentin Roifeufeld, der Verteidiger des nicht erschienenen^ Beschuldigten, gcch an, daß fewi Klient derzeit als Mittellächer ln der' ungarischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spulen in Paris sei und bestätigte die Darstellung Reiterers, Auch der als Zeuge dernommeire Josef Grünseld, der -damals als Verteidiger ans seiten der Hakocch mitgespielt hatte, bestätigte den von Reiterer geschilderten Hergang seines Unfalles. Auf Antrag des staatsanwa.:- schastttchen Funktionärs beschloß der Richter, die Vechandlung zur Ladung eines.Sa chverständigen aus dem Fußb ia.I (f a che -und eines.wsiteoen Zeugen zu vertagen. Mißhandelte tzhestanen.!f* hat ihr das Leben so schön „vorgespiegelt". — Weil er «m : 3 Uhr nachts kein Esten bekam.; Eine Mim, schwächliche Person, Kviegswitwe» zum zwestenmal verheiratet — auf dom Arm trägt sie ein kleines Kind — erzählt dem Richter: Den größten Teil der Zeit rr- -beitüt me>in Mann, nichts, er ist faul, ein Trinker. Ich muß mcht nnt mich und die beiden Kiinder^ sondern auch Mn großen Teil ih n erhalten. — Richter: Was, diesen kräftigen, gesunden Menschen? Warum halben Sie ihn gee heiratet? Sie sind ja Ater als er. — Di e Ft au: Er ha: mir daS' Leben fö schon „vorgespiegelt." Ich halbe geglaubt, mir durch eine zweite Ehe das Hebm zu erleichtern, denn eS.wirr für mich schr schwer. Herr Richter, was ich in der Zelt meiner zweiten Ehe ausgostandon und durchgemacht habch kann ich nicht beschreiben. Ich avbei'ite täglich von 6 Uhr fvH bis in die Nacht, zum Danike hievfür weroe ich von meinem Gatten Mißhandelt. Bor einiger Zeit ist er eines Tages nachmittags betrunken nach Harrse gelkomnren. Er hat sich schlafen geLegi Die boiden Kinder spielten im Zünvmer. Sie haben chn aufgeweckt; auS Zorn darüber ist er in die Küche gestürmt, haj' Mir mchrere Stöße versetzt, mich zu Boden gewSMi^'Lnd.MP,'gierpet«Nt Ich wollte flüchten. Er hat 'aberdie Schlüssel eingesteckt. Der Richter. Vevuvtoltte den Angeklagten zu einer & 8 st it ndigen Arr.eststrase. — Ein zweiter Fall: Die Cheleu:e .sind gerichtlich, güschledsn. Hauptgrund der Schoidung war : D.ie Gatten ko.nwddn voM'WNidcr, Wiener MorgenzeitunK 18. Mai 1924 Ift. Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredit- und L, I. Seiteergaiie 4 ,EbeÄabfnTe 'Alle Jetten von Bankgeschäften Telephone - 60-4-82, 60-4*93, 63-4*65, 64-4*42, 68*4*78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse: Frapobank nicht koeumen, sir erhielten keine Wohnung, und so mußten sie, wenn auch formell gerichtlich gsschielden, in Wahrheit das Ehejoch weiter tragen. Die Frau sorgte weiter für ihn, kochte, hielt alles in Ordnung. Einmal kam er gegen 3 Uhr nachts betrunken nach Hause. Die Fraiu Mies. Er forderte sie auf, chm sofort das Essen vor,zusetzen. Gewohnt zu gehorchen, stanv sie aus; chm dauerte das zu lauge; alS sie ihm eine entspr-- chettde Antwort ga!b, schlug er sie mit einem Stück Eisen derart auf den Kopf und Rücken, daß sie 'blutend zusammenzuibrechen drohlt. Er kümmerte sich nicht weiter Mt sie. Als die Polizei in die Wohnung kam, schlief er fest.,Der Richter verurteile den Angeklagten zu einer Woche Arrest. Als erschwerend nahm der Richter die besondere Roheit des Mannes an. Der Hakenkremlemord an NM. Am 14. Mai v. I. kam es bekanntlich in Favoriten zu Zusammenstößen Zwischen NationalsoAalisten und Sozialdemokraten, wobei der Bcchnbeamte Karl Still durch inen Schuß aeiötet wurde. Als Täter wurde noch Mt se'lben Lag der Natwn.alsozialist Richard Herterich in Hast genommen. Auch ein zweiter, der Postassiistent Jchann Nosko, wurde üiberführr, dmnals Schüsse gegen die Sozialdemokraten albgegöben zu haben. Montag werden sich nun Herterich vor dom Schwurgericht unter Vorsitz des Hosrates Dörr wegen Totschlages und Uebertretuug des Waffonipatents, Nosko wegen Verbrechens 'der ölffentlichen Gewalttätigkeit zu verantworten haben. Wegen Beleidigung völkischer Arganifationen bestraft. - Wie I. T. A. <ms Goslar meldet, hat das dortige Schöffengericht lden jüdischen Geschäftsmann L e v y' wegen Beleidigung völkischer Organiffätionen zn 500 Mark Geldstrafe vevtvrteilt. Levy soll unter Hinweis auf die zahlreichen kriminellen Fcküe unter den DeutschvWischen behauptet haben, daß bas Verbrechertum in den rcchtsvadikalen Ongamsa-- tionen heimisch ist. Das Gericht ließ ob dieses Kapitalverbrechens ' christliche Milde walten und sah wegen des hohen Alters des Angeklagten von der VerhänMNg einer Gefängnisstrafe ab. ___ Prozeß Lion-Specht bei gelegt. Die Klage des DirMansrateS Lion-der Staatsoper gegen den - MusikssHriftsteller Richard Specht wagen eines von. diesem , verösf-entlrckte.n §eit>MgsartikölS wuvde vom Kläger, zurückgezogen, nachdem pecht die E-Märung Abgegeben hatte, daß er den inkvinnnienen ArtM lediKich in Wahrustg der Interessen des Instituls veröffentlicht habe, daß es ihm «her nicht um einen Angriff auf die..pevfönljche Wre. Lions zu tun war. Wegen Hasardspi-les verurteilt. Die Brüder Leo und Fritz H a r tM.a n n wurden wegen Berawstaltnng von Hasardspielen zu vierzehn Tagen strengen Arrchs und zu einer Grldstra.se von je zwei Millionen Kronen verurteilt. . Einsühruttg einer Wartegebühr für Rechtsanwälte. In einem Erlaß des Bundeskanzleramtes (Gustiz) wird bekannrgegeiben, dast dem Begehren einzelner Rechts,anwal>tskam>msrn . um Einiführnng einer Wartegebühr für Rechtsanwälte schon > nach -viertelstündigem Warten aulf die Gerichts^ - Verhandlung nicht entsprochen werden konnte, weil sich bei einer so kurz bemessenen Wartezeit allzu häufig nach dem Stand der?veuschi-edenen Uhren Dif-fereiHen ergelben würden, . die nicht leicht und verläßlich genug bereinigt werden konnten.' Dagagen, wurde in dem gegenwärtig in. Kraft . getretenen - neuen Rechtsanwaltstavis eine WartegMhr für das Znwarten zu einer Tagsatzung nach einer Halden Stunde bis .-zur '.Vornahme der Amtshandlung MgesiHrt, und wäre im .Ausmaß von einen: Viertel der bötvöffendm Tarffpbft, jedoch nicht mshr als '50.000' Kronen, bei'einer Beruifungs-' verhaMung 100.000 Kronen. Zu -dem Erlaß des Bündrskanz'eramtes wird noch hinzuMügt, dem 'berechtigten WrM'che der Anwälte nach mögl'lchfter MoüMng der Wartezerren' werde -durch eine Weisung att die Gerichte bezüKlch der Anordnung der Taigsatzungen und Verhandlungen enffprockm -wevörn. Die Duner der-Beratung des Gerichtshofes wurde in die Wartezeit eilnibezagsn. - - Die vermummte Gestalt bei -er Hausgehilfin. Ein Urteil des '.ArvÄ-andeSgerichteS' in dinem Schadenersatzprozeß e.ner- Hausgehilsist gegen die Dienstgelberin ist daidurch bemerkenswert, -daß dex -Hausgehilfin mehr Glauben geischeM wird als, der , Gnädigen" und chrer Tochter. Die HausgchMn Marie Pesch brächte gegen chve fvühere Dieüstgelberm^die Mode-' saloninhalbevm Luise Bourde, beim Bezirksgericht Ne-u!bau c-ine- Klag'e aus Ersatz von 660.000 Kronen als Entgang für chte dreitägige.Küüdiaun-Mrist und für Aie Kostender..Hotel-' wohstung und -Verpflegung ein, da sie während dieser drei, Tagd genötigt*gewesen sei,. 4m Hotel zu'wohnen.'Begründet wurde däs Klägedeachreln damit, daß die gnädige Frau" die. Klägcvm. ohne Kündigung aus dem Hause gewichen halbe. Tie Geklagte bestvltt dies und gab an, die Klägerin sei ohne Kündigung davongelaufen. Dies bestätigte Mch als Zeugin ihre' Tochter, die Phillosophiestudentin RudoLftne Bourde, welche voribrachle, eines Tag.es sei, als,fie das ZÄnnrer ihrer abweisenden Mutter betreten wollte, zu ihram größetn Schrecken und Eritifetzon' ein e v e v m u m m t e m ä n n 'l i ch e Gestalt herar sgostüHt und aus dev'Wohnung gelaufM., Es. sei dies, wiegte-NdchtvägM erfahren halbe, der Bräutigam der Hbus-. geyllftn , gewesen, dm sie in der Wohnung versteckt gchal:en hcche. Das BezMAgevicht Ne-uban verurt-etlte' die' GÄlagte zur ZMunU des chingekl-agten Betrages und'büb iü der- Begründung hervor, die Auslstge der Klägerin. häd.e einen vollkommen ' glaubwÜrdi-MN Eindruck gemacht, weshalb chas 'Gericht als erwiesen, angenommen halbe, daß diel BWatzde' die Klägerm -grundlos'-'aufgchordert habe,'den Dienst zu verl-äfsen: Das Gericht habe , aus Gnmd der Ergsbuisse des Bewe-iSverfahrens .den Angaben der Klägerin mehr Glauben b -e i g e m e s s,e n, weshalb es auch deren Beeidigung beschloß. In der Beru-fun-gsperhandlunig wurde das chrstrichlerlirhe r/..Avtie:lMtat.iW..---- - ..... . Jer Aurwweg aus dem MrfenmaraMms. Bon Dr. Michael Snssan. „Doch als sie sich im Kote fanden, da verstanden sie sich gleich." Dieser Heineschen Worte muß man denken, wenn man die Stellungnahme der maßgebenden Faktoren zur jetzigen Börsensituation beobachtet. Bor vier Wochen noch, als die' Kurse incmer tiefer sanken, als das im Laufe der letzten zwölf Monate aufgebautr Kursniveau mit rasender Schnelligkeit vollkommen vernichtet zu werden begann, da wurde diese Entwicklung der Dinge von allen offiziösen und offiziellen Stellen mit einer gewissen Nonchalance abgetan. Der Finanzminifter erging sich in weitschweifigen Ausführungen über die allgemeinen Wirtschaftsverhäl'tnisse. Der Vuudeska.nzl.er selbst glaubte, der ganzen Angelegenheit keine große Bedeutung beimess-en zu müssen. Die christlichsoziale Partei behandelte die Sache mit einer gewissen Schadenfreude, und auch die - Sozialdemokraten' empfanden eine gewisse Genugtuung darüber, daß ein Ungewitter über die Börse gekommen'sei. Daß die Börse aber nichts anderes als der Mittelpunkt des ganzen Wirtschaftslebens sei, daß in ihr die Krankheiten der gesamten Wirtschaft am raschesten zum Ausdruck kommen, davon wurde damals nicht gedacht. „Den Börsenjuden ist es recht geschehen," war das Motto, mit dem sich alle abfanden. Doch in der letzten Zeit ist es ganz anders geworden. Der Finanzminister beginnt sich intensiv für die Börse zu interessieren. Der Bundeskanzler ergeht sich in längeren Ausführungen über die Börsenspekulation. Im Nationalrat beginnt man genauer die Vorgänge' an der Börse zu beobachten und man hat das Empfinden, als ob erst jetzt all die Erkenntnis über die großen Gefahren, in welcher die Wirtschaft schwebt, aufzudämmern beginne. Man kann von den maßgebenden Wirtfchaftsparieien Oesterreichs nicht verlangen, daß sie tatsächlich eine so tiefe Erkenntnis .der Wirtschafkereignisst haben, daß -sie tatsächlich sofort den Zusammerchang evkennen und demgemäß auch 'handeln. Doch wenn sie jetzt sich -endlich aufgerafft haben, so müssen die Ereignisse eine sehr deutliche Sprache geführt - haben. Denn nicht nur das Kursniveau ist zertrümmert, nicht nur -eine Unzahl Börsenexistenzen ist vernichtet worden, nicht nur die Frankenfpekulation allein hat-dies Unheil angestiftet, sondern es dämmert jetzt die Erkenntnis aus, daß die Wirtschaft Oesterreichs eiue tiefe Krise durch ma che, daß Handel und Industrie schwer leiden, daß eine Unzahl von HandelsexistenKen vernichtet wird und .daß die Industriellen mit Schaudern an die nächste Zukunft denken. Da geht es nicht mehr, nur stumm zuzuschauen und Mit einer göloissen Schadenfreude die ,/Vernichtung der -.Frankenspek-nlati-on" zu beoba-cht-en. Da, muß schon aktiv eingegvvffen werden. Jetzt, wo der Karren verfchren ist, beginnen alle die.maßg-obenden Faktoren einzusehen. Der christlichsoziale' Hanldellsmintster, Dr. S ch ü r fs hält eine große -Rede, in der er erklärt, daß zweifellos die Kurssenkung der Aktien das Ansehen der durch diese Aktien vepräseniierten Industrien sehr Wver schätdige- Eine Erkenntnis, die zwar spät, aber doch gekommen ist. Allerdings, der Redner der. Sozialdeuroikva-tenhat dies. noch immer nicht erngesehen. Es zeigt von der voWommenen Berkensiung der tatsaGichen Wir-tischaftsMtände, wenn von dieser Seite der VoUlvurf erhoben wurde,; daß die JdationaWank irgenldwie der Börse unter, die Arme gegriffen haibe. Auls der einen. Seite wird für die' Arbeitslosen mehr Arbeit verlangt und gleichzeitig dabei zugegeben, daß die österreichische Iicldn!strie . Investitionen machen müsse und Geld benötige, um ihre Betriebe a-ujfrechtzuerhalten, und von devseMew Seite, wieder wird - weiter betont, daß. nran die Börse sich selbst überlassen müsse. Sie allein ist in der Lage, diesen. Industrien das Geld zu vevschaffen, lvei-l doch KaPitalsvevmchrungeu, sei es durch Mienvermchru-ng oder O'bligationenauszahllcnig, nur im Wege der Börse durchgeführt werden Linnen. Es - zeigt, daß hier nicht das richtige Verständnis für den';; Konnex der Wirtschastseveignisse ist und es werden geradeso von sozialdsmokratischer wie -bisher von chvistlichsozialer . Seite nur Beschüld'Mngen gegen das Berkehrszentvum erhoben, weil dies der Demagogie am besten entspricht. Die Chvistlichlsoziallen glaubt-en anfangs, über den Zu-, sammenbrnch der verjudete-n Börse mir Genugbunng smPfinden zu können.' Dle Großdeu!sclM dachie>n nicht anders. Erst als der Zusammeübruch ihrer Pärteibänk ihnen - zeigte, daß man nicht Parteiwirllschaift betveiben. könne und. . die wichtigsten Wirtschaftszentr-m .dä'bei außer qcht'lasset:' -dsirse, begannen sie sich'doch etwas naher "mit hem Problem zu besassem - - - - So wÄii''die' RegidM-n^' -fn fov Lage, nachdem Ne Pär- 'te'i'en 'selbst zuv Erkenntnis gMftyiest' sind, 'wie" stark'''sie gefehlt haben!, nach,den: sie. sich ftlb-st mr Morast der Wirt- . schaftskvise befanden^ in gewisser Hinsicht sich der Börse anznnchmen. Die Maßnahmen iva-ven positiver und negativer MrÄd. als im Wege der. Na'tionatbank 5981296029685975

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