Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1888 (18.5.1924)
- Date
- 1924-05-18
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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T<; »Hs *-*W ' --- , Mett,MnWas Mime* Morgenzeitrma. iS. Ei <*rffvf!V<a*V1 ’i:'- Die Herrenmode des, Jahres.^ iAuch^ die Herrenmode hat ihre Saunen. Aber der Uebev- , Haing vom einer zur anderen vollzieht sich, nicht mit der! blitzartigen Geschwindigkeit, mit der die Damenmode wechselt. : Der Barianten gibt es nicht gar viele, aber' immerhin sind alljährlich, Abarten zu konstatieren, besonders beim Anzug des eleganten Mannes.;« Der Stil der gegenwärtigen Herrennrodo weicht im Grundcharakter von dem vorjährigen ab. Wahrend im Vorjahr der S akko als eigentlicher Straßenanzug mit eng auf Taille gearbeiteter Form bevorzugt wurde, hat man sich, heuer zu einer bequemewn, breiteren Form entschlossen. Die' Schultern sind leicht wattiert, der obere Dttl des Sakkos im Rücken etwas füllig, von der Taille abwärts tznger anschließend, so daß er Ln die reichlich^ Weite des Beinkleides munerklich, ühergeht. Typisch. für das Beinkleid ist die sogenamrte amerilanische Form. lBeim einfachen iStraßenanzug ist nach wie vor das Streifenmuster beliebt. Aber nicht mehr der farbenfrohe brutto, sondernder mehr dünne, in ziemliche weitem Abstand voneinander stehende Streifen, fa daß das Auge auf matteren Farben ruht. En vogue ist noch immer» der graue Anzug mit den entsprechenden helleren Farben. Der sportliche Charakter, der der Kleidung etwas bewußt Saloppes geben soll, wird durch die sogenannten Wippcord-Stoffe in matten Tönen mit farbigen Carreaux oder Streifen oder auch Fische grätmuster hervorgebracht. Aufgesetzte Taschen und die sportmäßige .Linie der -Rückenpartie köimen diesen Typ noch Märfer 'akzentuieren. Im i übrigen zeigt der'Sportanzug ungemein verschiedenartige Formen: njeben dem klassischen Sportanzug, dem Norfolk mit dazugehöriger Knickerbocker- Hose, ist auch, der Sportsakko ohne Gurt und Taillennaht beliebt, gelbliche und braune Stoffarten werden bevorzugt. Der Cuttaway hat seine Rolle fast ganz ausgespielt. Zu Besuchen und Feierlichkeiten wählt man den Smoking und für den. Abend zum Tanz teils Smoking, teils Frack, aber diesen nicht mehr abgerundet, sondern scharf eckig, mit 'jeckigen Schößen, die Frackweste in ganz geradem Schstitt, ohne Spitze, bisweilen auch, zweireihig. Dem Mantel fällt wieder eine wichtige Rolle zu. Außer dem zweireihigen aus Buberrystoff gearbeiteten, mit schmalen' gekröpften Rückengurt wird auch! heute noch die englische 'Form des Raglans verwendet, der, wett und glockig, titt Rücken ohne Schlitz geschnitten ist. Der-Frühjahrsmantel ist lang, ganz nach, amerikanisch-em Muster in Gran 'und Braun oder Iischgrätmuster, während' man in weiterer Fortsetzung den auf' Taille gearbeiteten Riegenmantel m ge'lbWNram;er Farbe vorzieht. Auch die Zubehöttttl-e.der Herrenkleidung verlangen ihren Sttl. Der Stro-hhnt als Kopfbedeckung für Straße und Sport hat sich, noch nicht dürchgesetzt, .man trägt weiche Hüte in hellen Farben aus leichtem Haarsilz, in erster Linie den h-ellgraujen Hut mit dunklem Band und breiten Hutrand entweder flach oder ausgebogen. Als. Handschuh kommt nur dev. Lederhandschuh in Frage> gewöhnlich aus Sämischleder, halb affen getragen und in Stulpenform, die dem femininen Charakter des Dcunenhgndschnh verwandt ist. Als Straßen schuh ist der nicht zu spitze rotbraune Halbschuh dominierende In dunkelbraunen 'Tönen wird er oft Mt Emsatzperzierung getragen. i . : Nach, wie vor ist Mm Straßenanzug das buntgestreifte Oberhemd beliebt, aber nur in dezenten, fernen, dünnen Streifen, besonders apport der sogenannte Seideneffe kt, der durch.eingewebte weiße Strittfen auf den Zephir deS Hemdes hervorgebracht wird: /Die Krawatte paßt sich in der Farbe nicht so sehr dem« Anzug als dem Hemd an. Neben der früheren Beliebtheit,dsr gestrickten Krawatte taucht jetzt von Paris kommend die Seidenkrawatte in Moire auf. Selbstverständlich, wird der elegante Herr, der stilgerecht gekleidet sein will, Anzug, Schuhe, Handschuhe, Krawatte, Hemd und Strumpf in Einklang bringen müssen. R. Menczel. , Herrrnelegan;;nm Sommer. .A/trsiivj . -t-x. Wir haben an leitender Stelle die Richtlinien für die heurige Sommermode des eleganten Herrn zusammengefaßt. ^Anschließend an diese Ausführungen zeigen wir einige charakteristische Typen im Bilde: 1. Für die Rennsaison schwarzes Shetlend-SaKo mit Borten eingefaßt, dazu eine in hellerem Ton gehaltene gestreifte Hose. 2. Englischer Ueberrock ausBnrburry mit RückenschnasLe,. eventuell aus Covercoat »oder Wippcord. 3. Trotteuranzug aus englischem Modestoff, mit Betonung der modernen Linie, d. h. bvetter Schulter, nach abwärts sich, verjüngend. Modelle aus dem Maßatelier American Gent T aillo r Dien, 7. Bez., Lerchenselderstraße 3. Tage des Sports. Nun sind die Tage ßür die Dportsveude gekommen. Der Radler legt dm knappen, aber volle Bewegungsfreiheit gestattenden SportanHug an, seine BeKttterin im gestrickten Wollkostüm oder Sportrock mit Heller, loser Windjacke hat ein kleines/mit lustigen FrühlingsllKvmen geputztes MockerMichen ansgesetzt. Der spitze Schuh aus KveierLsi Leder, zum Beispiel grauem WWleder mit schwarzem Lack, oder weißem, «rot versierten Glaoe, geigt den flachen Msatz. Aus den Tennisplätzen sicht man reizende, gestreM Kleider mit und ohne Aevmel, die enigrr erscheinen <ÄS sie such und durch einen losen grellen Ledergürtel mrd Mit Viole» kleinen Taschen garniert sind. Auch der grohkarrierte Rock Mit einfarbigem Jumper behauptet seinen Platz, um so mehr, als zu ihm der karrrerte Sportmantel besonders gut patzt. Weiße Kleider und weiße Mäntel betonen vornehmste Eleganz. Der Staub der Landstraße macht 'für AutHahrten den Automantel mit ausknüpifbarem Futter notwendig. Als elegante Neuheiten präsentieren sich Ledermäntel mit Wollfutter oder imprägnierter Seide, mit Kamelhaar abgchütdert. In den Gartenrestaurants und Terrassencafes tauchen gürtellose Sakkolkostirme aus Gabardine oder enge, geradlinige Mantelkleider auf, flotte Phantasiekostün' aus Wollrips oder schwerfallender Seide. Die einheitliche Silhouette bei allen Variationen trägt ein gerades, schlankes Gepräge. Das Hauptaugenmerk ist auf die Gesamtwirkung eingestellt, worin das Detail ausgchen muß. Der elegante Mantel zeigt ornamentale Stickereien, deren Farben eben mit den Details, Hut, Schuhen. Täschchen, Schirm korrespondieren. Der moderne Regenschirm ist eigentlich sin Sonnenschirm oder — besser gesagt — beides. Er paßt gu jeder Toilette» selbst zum hellen Sommerkleid. . , Das englische Kostüm. Die ersten lvarnmr Tagetes Vorsommers haben das „praktische Kleid" der englischen Mvde zur Geltung gebracht. Die Dame benötigt eiin Kleid, das für alle Gelegenheiten des Tages, wie Einladungen zum Dee, Besuch von Ausstellungen Hw., geeignet ist. Und diese Bedingungen erfüllt das „Coftume Tailleur". Mn verschwinde« > allmählich die engen schwarzen Mäntel, die eiine Art Uniform darstellten, die Individualität kommt durch das „jSchneiderkleid" zur Geltung. Für die Auswahl des StchfiS ist der Zweck entscheidend. Das Leben in «der freien Lust verlangt Cheviot, Homespun oder weiche, fein gemusterte Stvsjfe, die alle strengste Einfachheit und Geradheit der Linien bedingen. Eine , größere Mannigfaltigkeit der. Verarbeitung gestatten hingegen dir Kleider Ms Rips, feinem Twill «der Covercboth. Um die sogenannten LingevieefifÄte. auch beim SchneideMeid anzubringen, trägt man zum fchwartzen Coftume tailleur Kragen und geknöpfte Stulpen aus weißem Pique, eine sehr smarte Erscheinung, die mit dem Hiwneigen zur maskulinen Linie znsammenhängt. Das mtvermsidliche fäflbewe. gemusterte Hals-' tuch. das wie eine Herrenkkrawatte zur Schleife gAnüpft Wnd, verleiht der Trägerin einen originellen Zug, den sie auch durch die weiße Gardenie im Knopfloch hervorbvinyen kam. Den Gipselpunskt der AparHvit bildet die zur viffenen KösOmjacke . getragene weiße Weste. Diese stilvollen engl-ffchsn Kleider I haben die Aufgabe, die guten Formen der EngÄndsvrn zn betonen und zuKttch ihrem sportgewöhnten Körper die nötige Bewsgungsifrsiheit zu gestatten. Ein Kapitel für sich bildet die ärmellose Jacke-, die zu dem lMgäomÄvgeu Kleid aus gleichem Matevial -getragen wird. Na-Wrlich vermeidet man btt diesen Jacken die strengen Linien des englischen Kostüms und bringt ein flottes Kleidungsstück zustande, das allen Anforderungen des Tages genügt und m das BMet der Dame nicht sehr krasse Anforderungen stellt. - Die altrenommierte Miederfirma H. Lebowitsch, 7. Bez., Mariahilferstraße Nr. 66, 1 Stock, bringt nebst den neuesten Miedermodellen, eine sensationelle Neuheit: eine LeMengürtelkowbination. Eine Spezialität der Firma sind Ausgleichsmieder (Hohlwattierung),. Geradchalter und Gürtelinnenbinden für Senkungen, Miederleibbinden nach Operationen. Alles nach ärztlicher Vorschrift. v i DIE SCHICKESTEN nach Mass und feinster Ausführung Erstes Wiener Spezial-Dirndlkleiderhaus I Q W I M Wien, XV. Beingasse 6 j] v w II I— Westbabnhof '==^ VB.PURGG.5 Zum Sakkoanzug der elegante Brogue-Schuh ^jtmodemfflerrenbekleidung Feinste Massarbedt! / Kulante Preise! S. BELENCSAK, II. BEZIRK, AH TABOR ai neuesten Früh jäh rs- W% m o cl eile ^NIIC vorne^lmef Kleider, TELzPHo^r“ Kostüme n. Mäntel ■ wiwwwrmx w »i uw «wwwwwwuwwwt ws wiww, PERMANENTE AUSSTELLUNG Kunstgewerblicher vArbeiten aller Art Binsen / HasMeiten / Hippes Feine Daaenväs^e Handgetnalte Kleider uäd^Tücher Kau srnÄu8tkleM Hanna Menzel & Cie. 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