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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-18 · Heft 1888 (18.5.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1888 (18.5.1924)
Date
1924-05-18
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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f flO§88" Me«! Eo«Wg W^'Wiener. M-MenzeUmrg^ ^ifc. Mai 1924 ^'Sette S ALL7-E-« j Der Sttüpkön-Expretz verunglückt. — Vier Personen tot, fünf schwer verletzt. — Selbstmord eines Beamten., ' (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Laibach, 17. Mäi. Der mitternachts von Rakek gegen Italien abrollende Simplon-Expretzzng ist in der Station Prestranek bei Adelsberg aus einen Lastzug auf ge fahren. Die Bemühungen des Lokomotivführers und des Heizers des die Station mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometer durchfahrenden Zuges, durch Kontradampf einen Zusammenstoß zn vernwiden, blieben erfolglos. Vier Waggons wurden zertrümmert. Der Lokomotivführer und der Heizer des Expretzzuges retteten sich durch Abspringen von der Lokomotive. Triest, 17. Mai. Bei dem Eisenbahnzusammenstoh in PrestrausL wurden vier Personen getötet, fünf schwer verletzt. Unter den Verwundeten befindet sich auch das Personal der Schlafwagenge soll schüft. Der diensthabende Beamte hat sich erschösse n. Ursache des Zusammenstoßes ist falsche Weichenstellung. Die Rettungsaktion wurde sofort in Auarifs genommen. Die Strecke soll nach den bisherigen Informationen bereits geräumt worden sein. Der Materialschaden, beträgt eine Million Lire. .. ...;; :; . * Die Schuld an kenn Zusammenstoß trifft den 20jährigm diensthabenden Beamten Cäsar P r u d e n f i a t\f, der den Weichensteller beauftragt hatte, die Weiche für den heran nah enden Zug auf -das fünfte Geleise zu stellen, da er annahm, es sei nicht der Orientexpreß, sondern e>ine einzelne Lokomotive. Ms er das Unglück bemerkte, ries er den Weichensteller zu sich und beauftragte ihn, die Sache dem Stationschetf za melden. Er selbst nahm einen Revolver zu sich, entfernte sich aus dem Ziim-iner und jagte sich aus der Station. eimMtzel.-iNs Herz. ist ein ist und ab- Äie Äinoreformtagung dl -er Urania.!Aus Filmffachkreifen wird uns' geschrieben: Es heute, ^wo diese Enquete noch nicht beendigt keinerlei Resultate' gezeitigt hat, sehr schwer, schließendes Urteil zu fällen. Doch bann schon heute konstä-f tiert werden-. Es halben sich hier zahlreiche Volksbildner; zusammenigefunden, die alle die Bedeutung des Films' richtig erkennen, aber mit. den e'lementarsten Begriffen dieser Industrie nicht im mindesten vertraut sind. Würde diese'Versammlung sich ausschließlich nur mit der Verfassung von Vorschlägen zur Herstellung von Kultur- und Lehrfilmen befassen, so wäre dieses Vorhaben gewiß zu begrlißen. Da sie aber eine einschneidende Reform der ganzen Materials an Filmen, das alljährlich hier zmn Verleih gelangt, praktisch gesprochen," eine neue, unverantwortlich beengende Verschärfung der Zensur Plant, ist es unbegreifdaß man Fachleute durch die Bestimmung, daß Vertreter der Kinobranche wohl ein<n Sitz, aber keine Stimme hätten, von dieser PevknstMutg geradezu Sechsstündige Arbeitszeit für die Leievhvn- Rom, 17. Mai. Die Blätter veröffentlichen ein Motu proprio des Papstes Mer die Studien der-Heiligen Schrift für Vortragende in Deminarien und kacholischen Instituten. Di-eses Motu proprio -stellt die akademischen Grade, die die Bibclkorikmiffion oder Bibelinstitute erteilen, denen aller anderen päpstlichen oder kacholischenJnsiitüke Keich und ordnet an, daß niemand dem Volke die Heilige Schritt sichren dürfe, der nicht.im Bibeilfach graduiert i st, daß niemand in den. Seminarien die Heilige Schrift-lehren dürfe, der nicht die akademischen .Grade von der Bibelkommission oder 'vom Bibelinstiiut erworben hat, daß die religiösen Orden. Alumnen nach Rom zum-Bibelstudium schicken sollen, daß alle'Bischöfe einen Fonds gründen sollen, dazu bestimmt, einem oder mehreren Priestern den Besuch des Bibelinstituts oder die Erlangung -der Grade.daselbst zn ermöglichen. Der Papst spendet vorläufig 200.000 Lire für zwei Freiplätze am Institut. Dieses Motu proprio soll die Vorschriften für -das Bibelstudium, wie sie von Leo dem Dreizehnten uHd -MM ZM.AEM.EW wurden, vewvNUhHWK *f. Der WeltrundfluM M wird gemeldet, daß dis ÄMerikanP-i.- Weiltslieger in ParaDHschitz.x - M Die Vertreter der Reichsgewerkschaft der Post- und Telegraphenangestellten haben im Zentralansschüsse einen Dringlich keitsantrag auf Abkürzung der Ilrbeiltszeit der .Beamtinnen der Fernsprechvermittlungsämter mit Rücksicht auf die besonders anstrengende und die Mrven in Anspruch nehmende Tätigkeit der. Telephondamen eingebracht. Der derzeitige Gesundheitszustand der Telephonbeamtinnen erfordere ein rasches Eingreifen,' weil f a st t ä g l i ch Ohnmacht sanfälle infolge der derzeitigen Dienstverhältnisse Vorkommen. Schon im Jahre 1921 sei der Antrag auf Ein- 'ührung der sechsstündigen Arbeitszeit eingebracht, jedoch bis -heute -nicht .beMtwortet worden.' Unter Berufung auf das Wiederaufbaugesetz sei die schon bestandene sechsstündige -Arbeitszeit auf sieben Stunden erhöht worden. Diese als provisorisch Lezeichnete Maßregel sei- bis jetzt nicht aufgehoben worden. Der derzeitige Zusiwnd sei aber unhaltbar und erfordere die raschle Erledigung des DringlichkeitsMtrages. Was diese Tagung nun immer auch beschließen will und beschließen wird, ist so lange unid'NrchMvbar, als man nicht - das vollste Einverständnis mit den Leuten gefunden hat, die in der Industrie. selbst sichen. -Der Film ist heute die Industrie,, die zur Produktion ihrer Erzeugnisse die un-' geheuersten Mittel und en größten Aufwand erfordert. Ein Film ist heute nur dann imstande die Kosten der Erzeugung und des Vertriebes zu tragen, wenn er in der. ganzen Welt zu verwerten.ist. Sollte also die Tagung im- - staube sein, die KrnozensuL'berart zu verschärfen, daß durch sie nur mehr Lehrfilme und Werke durchgelassen werden, die Propaganda für die Moral vorstellen, die von anderen Seiten bedeutend mchr bedroht ist, so müßte ein Großteil aller Kinos Einfach züsperren.' Denn die größe Masse, die die Kinos besucht und schließlich, der eigentliche Träger dieser großen Einnahme der Steuerbehörde ist, will im Kienv Unterhaltung und nicht ausschließlich Belehrung finden. Unid , diese Steuerquelle . ist villicht berückfichtigu-ngswerter, als das Bedenken, daß durch Filme eventuell die Moral Erwachsener gefährdet werden könnte,,. die durch, immer neu aufkommende pornographische Zeitschriften, die Lebenskultur Vortäuschen wollen, vielleicht mchr gefährdet wird, dem auch diese können in die kleinsten Orte kommen. Weiters ist zu berücksichtigen, daß sich kein einziger Fllmpwduzent in der ganzen Welt dämm kümmern wird, was diese Enquete hier, die jede Sa chu n d Fachkenntnis peinlichst vermissen ließ, beschließt. Der Film ist -heutenicht nur Kunst, er ist auch Industrie. Vom Standpunkt der- Kunst aus mutet das, was die Volksbildner vom Film verlangen, gelinde gesagt, vormärzlich an, vom kommeHiellen Standpunkt: aus - direkt lächerlich. Man kann heute voy keienev Industrie verlangen, daß sie nur mit Verlusten,, die iü' diesem Falle unermeßlich wären, arbeitet. Man möge daher -nicht verlangen, daß wir hier in moralischer Hinsicht ängstlicher sind, clls es in Nordamerika die - belkannt prüde Zensur ist, die den größten Teil der Weltprolduktion zu beurteilen hat. Zum Schluffe muß ibemierkt werden, daß die dielen Moralverbesserer, die sich hier zusarmmnsianden, aus anderen vjel .evftzrseßljAevr Betätigung finden WnntM bMtz schen Kmiilen an-gekommen sind. Den französische Weltflleger, D'Oish, «ist von Hanoi nach .Schanghai abger.eist^ wo -er heute ankqmmen wird. , Große lleberschwemmnngen in Jugoslawien. f- '!'Aus Agram wird unterm 17. d. gemeldet: Die Ueberschwerrnrung bei Esseg nimmt immer .größere Ausdehnung an. Die D o nau hat gestern den Schutzdamm bell Adakin durchbrochen, wodurch der gesamten Bacskä katastrophale, ^ebe,,rschwemmungsgefahr droht, Re srauAWe BersuchreMokou in WN -reich gehört. - Rach den bisher vorliegender, Berichten, würde die große Versuchsexplosion 63 Kilometer westlich, vhn Clevmont-Ferrand in Salzburg, Ober- und-Niederösterreich und' Steiermark, und sogar im BurgeNla'nde gehört. Die Entfernungen der einzelnen Orte betragen 800.' bis 1100 Kilometer von der Schallquelle. Die Laufzeiten des Schalles, die 40 bis 80 Minuten' betragen, lassen derzeit noch keinen. klaren Einblick in die FortpstMzungsgeschwindigkeiten gewiinnen. Der Schall traf an einzelnerr Stellen in deutlich getrennte n Partien ein, die 5 bis 20 Minuten auseinander, liegen. Er wird zumeist als ein dumpfer, fernem Kanonendonner ähnlicher Knall oder,'Schlags p.dert qls dMuerähnliches R°lkn Mildert. •%'—"*. Steckbrief gegen BanM Meller. Kein Selbstmord, ' , - D:r Wiendr Bankier Meller, dessen Selbstmord gekUeldet Wochen war, der aber «in WiMckMt geflüchtet. ist, wich von der Züricher Polizsi steckbvieflich verfolgt. Es wird ihm die Untevschlagung.von 600.000 Schweizer Franken zur Last gelegt. Beim Wiener Sicherheitsbureau ist der Steckbrief bereits telegraphisch eingelangt. Nähere Mitteilungen über das Delikt und den Verbleib des Geflüchteten fehlen noch.' Bankier Sa t tle.L^w^KMPaanlM')HWerL..kW LSprozentige Merpreiserhöhnng ab Montag Ein Krügel Lagerbier — 3380 Kronen. ' Ab Montag den, 19. d. wird der Bierpreis um rund - 25% erhöht werden. Die Brauereien begründen diese Erhöhung mit den gesteigerten Materialkosten und der Erhöhung der Löhne im Brauereigewerbe. Die neuen Bierpreise werden etwa folgende sein r % -Liter (ein Krügel) Lagerbier 3500 K., ein Seidel Lagerbier 2200 K., Vs Liter Doppelmalzbier 4300 K., ein Seidel 2700 K., 'U Liter Abzugbier 2700 K., Via Liter 1800 K. Bemerkenswert ist, daß das billige Mzugbier fast nirgends mehr erhältlich ist, weil die Wirte dabei zu wenig verdienen. Da8 Bier soll von nun qn -höhergrädig erzeugt werden. Das 'Lagerbier mit 13V, Grad gegen 13 Grad, das Abzugbier mit 10 Grad gegen 8 Grad. tzin Brand in der Hirtenbergrr Pulverfabrik. 'Gest-em wach mittags waren in Wien vielfach Görüchte darüber verbreitet daß die Hirtsnberger Pulverfabrik m die Luft geflogen sei.- Die Gsrüchte sind «auf den Brand einer Schachtel sogenannter Zündpl-llen zurückzuführen, wobei ein 71jähnger Hilfsarbeiter lebensgefährlich, verletzt wurde. Es wurde chm der rechte Arm abgerissen, das rechte BeA mehrfach gebrochen und außerdem erlitt mehrere schwer» .Verletzungen wi '.Gesicht und am Unterleib. Die Lebensmitteimörkte. Vorübergehende Verbilligung der Fleischpreise. Infolge der Überaus warmen Daige uüd starker Zu-, fuhren wurden die Preise für sämtliche Fleiischgattungen!in der Großmarkchalle Herabgesetzt, und zwar für Rindsilelisch um 1000 bis 3000 K., Kalbfleisch um 2000 bis 3000 K., Speck und Filz um 1000 Ki In den Bezirken war vM dieser BeMllignng wenig zu merken. Da es gestern nun wieder kühler geworden ist, und auch die Zufuhren nachgelassen haben, so ist „zu'befürchten, daß die meisten VeMaucher um die el'mgetretene Verbilligung gebracht werden. Auf dem GeanüsvmaM, sind Spinat und h e u r i ig e Kartoffeln ziemlich stark zurückgegangen. Spinat Met M0 bis 8000 K., Heurige 6000 bis. WO, K. / ' : k- V r_ . K ckmpe einen Vortrag über „Film und Schule", wobei er darauf verwies, daß der Film ein sehr schätzbares Lehrmittel sein tonne, aber nur dann, weW escy guter Film in die Hand irrneS guten Lehrers gerät. ^;,| ’ ' Interessant war ein zur VerterWg W'nUter Vortrag deS Schweden Dr. Berg, DivÄtors der Abteilung für SchuHilm. Danachbeträgt der Bedarf an neuem Repertoire in Schiweden drei bis vier Mlliomn neuer Filme pro Ichr. Die größeren Kinos haben ein ausgezeichnetes Orchester, oft im der Stärke von über 20 Mann. Schweden hat bereits im Jahr 1911 eim einheMche zentrale Vorzensur?des Films eingeführt. Die schwchische Zensur gilt als die strengste der Welt. Die Altersgrenze für Jugend liche beträgt 16 Jahre. Es gibt in Schweden 200 Unter, richtsanstalten, die sich UnterrMsaPPavate anigeschafft haben und für weniiger Geld Filme für den Unterricht mieten. Außerdem gibt es ebensoviele mit ApParaten ' versehene MMtärkasernen,^^, Krankenhäuser, ^Kmrektionsanstalten, Vorlesungs-Vereine ufw. Ungefähr 160-schwedische Kinos werden bereits M LoWe, für, BildjUNgsfilmMgkeit .verweMei. - - ' Bei der Estrigen KÄnferenz kam es des östevn zu lärmenden Kontroversen zwischen Kinofachleuten, die sich EiNMM verschafft hatten, und KonferMte.ismhMvn. f Re dasfide RMenz in de« Fondskranken' L anstalten beendet. dein Svitalslärzten und dem Mmsterium für söMe Verwaltung ist es gemeinsam mit den übrigen An^- ^gestellteir zu Er Einigung gekommen Infolqediessew werden sämt'l>rche Verschärfun >gen des passiven W i der st «o n d t s zunächst a u f g e l> o b e n un'> die W mbulatorien wieder eröffnet. Der t'äfive Wide'.- stand mrd wach Erledigung der letzten FormaliriUeu, das ist nach dem das Emiliangeuder eingereichten 'Listen am Montag den 19. d.- eingestellt. Die Spitäler der Gamomde Wien b sei, b e n, w e i t.e r h in i m v-e rschärft te.n passiv-en Widerstand, da die Gemeinde Wien flch^ weigert die Bezüge der Gruppe der Spitalsärzie ihrev Anstalten a-m geforderten Ausmaße zu erh öh-eN. Aüch. die übrigen ' Angestelltengnippen des Krankenhauses der Stadt Wien habend ihre Solidarität mit der Aerzteschaft erklärt- Die von der wirtschaftlichen Organisation verhängte Sperre' .über Spüalsärztestellen iw den' Gemöind'espitälern bleib^ weiterhin aufrecht. Sollte die Gemeinde die Forderungen der . SMMÄrzte nicht erfüllen, so, werdm weit^ MMärlungen ' ..Mz«. Mab Eiem. - ... . ,M>Bas Wetter. gestrige Wetter, war kühl ünll f..\ Das Bewölkung auf. Für heute wird! Bewölkungsabnahme voräNsgesagt, so daß besseres Wetter zu erwarten ist. mit«, äg, %v'- * 'DorvthMi ^^ZuA ersten MN zweiten und M drittenmall" Das ist der traurige Refrain zu ‘tem noch viel traurigeren Lied. Immer, wenn er ertönt, wird eine der vielen HalbseliMten Ms der Höllenmaschine, die etwas euphemistisch „Dorotheum", zu dmtzsch Geschenk Gottes" genannt wird, dem MeMietenden W'gsschlagen". Vielleicht reihr sich der älüälichs Evstcher - schon Morgen dem endosen Zuge der Unglücklichen an, die an den Kassenfchäl'bern ds Verffatzamtes sichen und ihre Hab- Mgkeiten zählen und. wiegen lassen. Wer meist werden diese zu leicht Leiswnden, als daß man auf sie so viel geborgt bekäme, um auch Mt einige Tage davon leben zn Rinnen. So wandern denn liebgewordene Stucke eins nach dem andem ins Versatzamt. Zurrst Gegenstände, die matt nicht unbedingt lfür dre Taaeserforöernisse braucht. Da sicht man immer wieder das Reißzeug aus der Schulzeit, den photographischen Apparat, die Uhr, die man allerdings schon brMchen könnte, und das Opernglas, das man aber gew!iß nicht braucht, denn es reicht nicht einmal für den Stehplatz. Von diesen Geringfügigkeiten, tue oft eine ganze Welt in sich bergen, .will man sich aber nicht so leicht trennen und zählt m. Fälligkeitstag immer die hohen Zinsen, denn das Geschenk Gottes ist unerbittlich. Wer woher das Geld, nehmen? Da gibt es nur ein Mittel: weiter versitzen. Jnr Smmner muß der Wmterwck daran glauben, denn bis MN Wörter ist es ja noch lange Zeit, und im Winter kommt die Sommergarderobe dran. Die Zinsen wachsen und scheinen einen zu erdrücken. Immer wieder findet sich noch etwas, das man opfert, und der gierige Nachen des Lechhauses verschlingt alles. Aber auch die tiefsten Brunnen schöpfen sich Ms und endlich ist wiMich Nichts mehr da. Zinsen müssen aber gezahlt werden, sonst verfallen die verpfändeten Gegenstände. Und das tun sie auch. pünMich. Einige Tage sind sie zur öffentlichen Besichtigung ausigestellt und dann kommen sie unter den Hammer. „Wer -acht mehr . . Da sitzen die Leute, die gerne billig etwas erstehen wollen, weil sie mit dem Kreuzer rechnen müssen, und.dann wiederdie vielen Händler, die ihnen das so schwer machen. Ist m Stück prcisun'N, so errafftes gewiß eine solche Hyäne, und ist es wenig wert, dann fällt sicherlich ein armer Tmsil binäin, kauft man doch meist -die Katze'im Sack. Wird der sich -lange des Besitzes freuen? Das Spiel kann von Neuem beginnen. Kassenschalter — Znnr ersten — zrrm zweiten, zum dritten Male.., Ein -ewiger circulus vitios-us! "■ R. —ei—. : ■ * 8 Uhr-Ladenschluß im Lebensmltteldetarlhandel. Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft teilt'mit, daß in Wien während der Sommermonate, das ist vom 15. Mai bis 16. September 1924, dem Kleinhandel mit Lebensmitteln das Offenhalten der Betriebe mit Berwovldunia des De-rlonMs Ms. 8. Ubr abends Mtattet .

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