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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-17 · Heft 1887 (17.5.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1887 (17.5.1924)
Date
1924-05-17
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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wivni «•«pimrva^ jhUm jkdaÄ WeMnutt-er, Säen, 16- S3%, Gaullachergo-sse 12. Brüder Ketter, Kaufleute Wien. 1. Bez., VörMatz 3. LupwigWerbe, Kaufmann, Mttach. ' _ Men« Börse. satfao». - Weder der Rückgang deS ftanlzöstschen Franken in Zürich, «och die enorme GeWüffi-gjkeit, welche sich Lei der gestriges Vovvevsovgung gegeigt hat, veMiochwu der gsstvigen Börse erneu Impuls zu verleihen. Man eröffnet« in Lustloser und Vsssrv'levter Haltung, da eS an Kauforders mangelte und der Mochenschluß zur Zurückhaltung mahnte. Wieder tauchten ®e* -rächte auf, die allem Anschein nach in neuerlichen Konter« mimibsstrsbungen ihre Wurzel halben dürften, zumal da weder Prag noch Buldapeft ihre Konterminebestvebungen Efgegeben halben. Auch die schwankende Haltung des fvanOsilschen Franken rie»f eine.gewisse Mißstimmung hervor, welche zu einem Abbröckeln der. Kauflust führte. Das große PuLMum hat noch nicht dm Wsg' zur Börse gesunden, und solange dieses fern« Vleibt, bann von.einer entschiedenen Besserung..nicht gesprochen werden. In der Kulisse waren die R-ückgänge etwas stärker als tat Schranken. Von den BaMwevten büßten Bankverem '4000 K., Oesterr. Kredit 8000 K., Ungar. Kredit 11.000 K.» DepositenLaM, 8000 K., Nrrglobank 2000 K-, Unioüöank 2000 K. ein. Nur die Länderbankk-war um 1000 K. und die 'Zivnostsnska Banka um 16.000 K. höher. Won den Jndustriewerten ermäßigten, sich Alpine um -16.000 K-, KMlvg um 3300 K., Felten um 16.000 K., Krupp um 12,000 K>, PM um 4000 K., Rima um 3000 K., SToda mn 76.000 K., Waagner um 10.000 K., A. E. G. um 6800. K-, Siemens um 5000 K-, Timlber AM 30.000 K., Trisailer um LO.OOO K.,. Bviinner um 43.000 K., Oesterr. Hosherr um 8000 St., Ungar. Holsherr um 4000 K., Karpathen um.16.000 K., Ssmpevit um 10.W K. Eine Ausnahme bildeten nur Salgo, welche, um 14.000 K. höher waren. Im Schranken war die GdschäftstätiM-t ebenfalls gering. Auch die. Rückgänge waren vechältmSmäßig klein. Von den Petvolenmwerten waren Fcmto um 30.000 K., Galicia um 1-83.000 K.,. Naphtha turn 15.000 K., Schadniea um 36.000 K., Woridsdorfer um 7000 K, niedriger. . Bon.den Transportiwerten erholten, sich NorWcchn um 100.000 K., hingegen waren Kaschau-Odevberger-um 16.000K. und Leckben-Boüdernbevger um 20.000 K. niedriger. -Don den Bauwevten Perloren Allg. Bau 29.000 K., Unianbcm 15.M0 K., Gollöschauer 88.000 K., Unionbau 20.000 K., Weneriberger '40000 K. Bon den Papieriwevten sernlkten sich Heinrichstaler um 90.000 K.> Leutzilger um 20.000 K., Neusiedler um 70.000 Krone-n,-Bernay um 7000 K. Aus dem Anlagemmrkt erholten sich die SWechrioritäten, «ibecho war die Goldvenie gefragt. Me WarrnmiiMe. . H»lz- ' Z>äs-hiesige Wtzgeschäft hat noch tpimer'nicht'der. Iahres-- teit entsprechend-eingesetzt was in-der ungenügenden Bautätigkeit Ausuchen ist. Auch^ das Exportgeschäft findet keine Befriedigung, da die meisten Länder nur zu gedrückten Preisen als Käufer auftreten, mit Frankreich ist das Geschäft erschwert durch die unsichere Haltung des Franken. Holland und England drücken die'Preise, so daß es nur in den seltensten Fällen zu Abschlüssen führt und Deutschland kommt zurzeit nur für ganz geringe Mengen in Betracht. In Süddeutschland sind an den Ergebnissen der. Hoh-pcrkäufe die Anzeichen eines Preisabbaues zu bemerken, vielfach ist es auch der Geldmangel, der die Schneidemühlenbesitzer WlIWWIMlIWlOTfWIlllllllllL III >»»«««, Copyright ty 1023 Nachdruck verboten, i rmisch-Oesterreichikcher Verlag, Wien. 97. Fortsetzung. Ae HeimWm. Bon Wilma Vukelich. Tibor aber war über federt Einfluß hinausgewachsm. Er war Soldat. Etwas -wenigstens ganz. Er -warf sich in die Brust und erwartete voller Spannung das Kommende. $ö, die Strmdrn flössen ihm zu langsam. Am liebsten hätte er sich sofort mit gezücktem'Säbel in den Sturm gestürzt. Nur-fort, nur fort'. Seinen letzten Abend - verbrachte er in den Tbrmen Iolans.'Aus dem. Diener war ein Herr geworden. Und Iolan gab sich'klein, demAig, 'überwältigt von dem Unbegreiflichen, das in Tibors Seele vovging, seinen Umarmungen hin. Sie duckte sich förmlich und überging -die Vergangenheit mit einem verlegenen Stillschweigen. Weinend und lachend umschlang sie beim Abschied, seinen Hals und bat ihn, nicht zu tollkühn zu sein, die Gefahr zn meiden, wo es anging. Wiederzukehren! Und Ströme von Tränen ergossen sich aus ihren Augeit. .Ja, sie versprach ihm aufs neue das Paradies. Tibor aber schüttelte sich und -warf den Kopf zurück. Niemals noch hatte sein Auge so geblitzt. „Gefahr? Was ist, Gefahr? Glaubst du, daß ich mich scheuen werde, in den Tod zu gehen? Reinigung ist das. Neues Leben. Rausch und Vergessenheit. Bin ich blutgierig? -Habe ich die Seele eines Mörders? Den Wurm, der über meinen Weg gekrochen ist,-habe ich .hinweggetan. Den Vogel gespeist.' und keine Knospe int Mutwillen gebrochen. Verstehst du das? . . . Und-denn och lechze ich, lechze dem Entsetzlichen entgegen. Und möchte schreiend, lachend in den. -Tod taumeln. 'Verstehst du das? Für mich ist dieser Kritzg gekommen. Hekatomben werden fallen, damit ich aufs neu,.-'Mensch werden kann. Blut toiub in Strömen fließen, -um mich reichübaden. Von dir . . . von -mir . . . von allem, tvas wir hier auf Erden Leben nannten, und was Ekel war. Gift und Galle." Und apr nächsten Morgen brauste an Iolans Fenster die Musikkapelle'wochei. Es stampften die Truppen, ein iwaMMr Wnmenwald. Einer, aber' reißt die Mütze herab M hindert Der M verbrauch ist ängstli zepte herauszugeben. . .. Jnternaüöualer Flächsmarkt. Auf dem Flachsmarkt ist infolge'!.der starken. Knappheit an Flachs mit emer Preissteigerung zu rechnen. Die Smvjets' haben die Ausfuhr, soweit es sich-um die gegenwärtige Ernte handelt, verboten, da die russischen Webereien me Vorräte selbst brauchen. Die in Dundee, Irland, lagernden Vorräte, sind auf einige hundert Tonnen zuf-ammengeschrumpft, während im Vorjahre um dieselbe Zeit noch 13.000 Tonnen vorhanden waren. - - ' .,.■■■■■ ' - Clfetl. ' Das Geschäft auf de« amerikanischen Eisenmärkten war wenig umfangreich. Angebot und Nachfrage hielten einander die Wage. Die Konsumenten kauften nur, um bereits abgeschlossene Verträge auSführen zu können oder nur zu festen^ bereits, abkalkulierten Preisen.'Trotzdem ist der Geschäftsgang fast aller Gießereien gut, was vor allem den vorliegenden Kauforders älteren Datums zuzufchreiben ist. Das störende Element ist der Mangel an.-Vertrauen in die Zukunft. Die Geschäftswelt ist schwer enttäuscht, daß der Kongreß es unterlassen ' hat, die Steuern wirksam herabzusetzen. Eben das ist im augenblicklichen Cisenbandel das Charakteristische, es fehlt jede gleichmäßige ruhige Bewegung. AugeOlicklich neigt die Tendenz nach unten. Aber nicht irgendwelche realen Tatsachen liegen dem zugrunde, sondern nur die in Erfüllung gegangene Erwartung, der Kongreß'würde die Umwandlung der Gebühren vornehmen. Man ist dort der Ansicht, daß wenn in der nächsten Zeit genügend Orders an den Markt kommen, das Defizit mehrerer Monate ausgeglichen werden kannte; denn es erscheint klar, je länger die augenblicklich stille Periode andauert, uw so intensiverwird die Kauflust einsetzen. ' ' Wiener WareMrse. (Eigenbericht der „Wiener MorgenzeitMg".) Der gestrige Verkehr an.der-Warenbörse war ziemlich, lebhaft und in allen Warengatttrügenkonnte sich , ein reges Geschäft entwickeln. In Chemikalien zeigte sich Jutereffe für Chlorkalzium 70/75 gefchm. Passau, ferner für Montanwachs und Harz. Ein exekutiver Deckungskauf in M i n i u m (2500 Kilogramm) mußte verschoben werben, da das Angebot weit unter dem Tageskurs stand. Ansgeb oten ü) u r b c-tt Chlorkalzium 70/76 pro 1000 Kilogramm zu 4 Pfund B Schilling transit Passau, Karbolsäure 39/41 weiß krist. pro 1000 Kilogramm zu 72 Pfund trMsit Wien, Stearin in Tafeln ln zu 19.800 K. Exekutiv wurden verkauft 1000 Kllogramm Wemsteinsänre krist. zu 30.500 K. Lemberg lagernd. K o l o n i a l w a r e n u n d L e b e n,s m i t t e l. Bei einigen Abschlüssen blieb die Tendenz im allgemeinen stetig. Kaffee Selvador A-Bohnen erlöste 116 Schilling pro 50 Kilogramm cif Triest. Die Notierungen -lauten für SantoS primes pro 50 Kilogramm 95 bis 100 Schilling,, Santos fuperior 88 bis 92 Schilling, Rio VH Johnston grün 73 Schilling cif Triest. ' - ,; <S e w ürze blieben unverändert; .e x e k u t i v wurde verkaitft Vanille Bourbon zu 368 bis 370 Franken transit Wien. Reis hatte lustlosen Verkehr zu gedrückten Preisen. Zucker schwächte sich um 5 Punkte ab, Kristall notiert 3,577* tschech K., Würfel 3,80 tschech. K. ab Grenze sowie 10.600 K.,. resp. 11.100 K. ab Lager Wien.. - Exekutiv wurde werk a m f.-t r Kristall zu 10.300 Kronen ab Leoben, Lekwar 1923'schwächte sich um 1000. K.. auf 8300 K. und bosnische Pflaumen 95/100 in Kisten um 200 .K. cntf 11.300 K. ab. I'» Barimandeln sind um'400 K. niedriger und nötisren 42.600 K., Kerasunda Haselnüßkernesind unt 500 K. billiger, die Notierung lautet 34.500 K. Verkauft wurden.portugiesische Sardinen 200 g illustriert pro Kiste zu 28 Schilling 4 Pence cif Triest. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten 75 Kilogramm Datteln letzte Ernte ä 30 bis 35 Kilogramm 10°/g - Tara zu 12.800 K. Wien. I e d e r. Es notieren: Sohlenleder Vacheleder-Garnituren 46.000 bis 47.000 K.. Vacheleder-Croupons 64.000 bis 69.000 K., Hälfe 20.000 bis 34.000 K., Afertt 22.000 bis-26.000 K., Oberleder Boxkalf l. Qualität 20:000 bis 23.000 K., II. Qualität 17.000 bis 19.000 K., färbige Boxkalf 27.000 bis 30.000 K. BANKEN W.E'tTjf Allgemeine Industrlebank , Tormui: FlUale dar Böhm. Znanatrial-BanU TeUgramm^Adruse: Indasbank Tel. 66-B-07,66-4-85,65-4-86 Serie, 63-5-76 Wechselstuben Io Wien; I. Hoher Markt 7, IV. Wiedner Hauptstrasse 86, VII. Kaieeretrasee 43 Austro»Holländische Bank Zentifalbureau: . Wien,!. Dr. Karl Lüe&grplatz 4 (I. Ebendorferstr» 61 Telegrammadresse: .Hollandbank Wien / Tel.27-5-25 Seo «Haft /igmund Amarant A Co. Wien« l< Graben 22 (Eingang Peteraplatz 4) V Tel. 60890 Serie Dorotheum Wien, I. Dorotheergasse 17 Oesterreicltisclie Holzbank Wien, l. Tuchlauben 17 Tel.: 63*5-25 Serie u. 66-3-05- Tel., Adr..: „Holzages.“ Fides, Treuhand - Bank Q. m. b. H. Tel.: 61-3-20, , n Tel.: 61-3-20. 61-2-24,64-0-72 *• NeUtQfjgaSSe 1/ ■ 61-2-24,64-C-' BunKKomntsnitgeseiisciiiiff franz P eil a K Wien, I. SeSfixergasae 4 (Ecke Bognerg. beim Graben) Telephone: 60-4-82, 60-4-93. 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 Telegrammadresse: Frapobank „aaomsxaa atnaaeBaspamcsainxaBBaavrafiayaMBaiBMUBaaHicMaBran Wien« l> l4aria Therasiensfrässe 10 Telephon 11-4^60, 11-4-61 Wiener Handelskredithank Ä.6. ,., -Wieni I* WäjsftSinSAS'stpasse " Telegrammadreose:. rH&crea6‘ . .. , Telepbon. 64-5-65 Serie Expositur: I. Sobottenring 18a — Telephon. 68-3-14 R 0 hbäute: Kalbfelle ohne Kopf pro Kilogramm 30.000 K.,' Rindshäute pro Kilogramm 14.000 bis 15.500 K., Roßhäute pro Stück 225.000 bis 230.000 K., Schaffelle pro Stück 47.000 bis 48.000 K.,' Schafblößen 35.000 sK.. Jährlinge 30.000 Kronen, Kitzfelle 17.500 K., Ziegenfelle 50.000 K., Sommer- Rehfelle 50.000 K., Winter-Rehfelle 35.000 K., Hirschfelle ttocken pro Kilogramm 60.000'K. ... Zum öffentlichen .Verkaufe gelangte laut Art. 311 des H.-G.-B. ein Tatra-Wagen um 84,000.000 K. und jauchzt zu dem Fenster empor, aus dem zwei weiße , Hände ihm cntgegenwinten. B'lumen fallen auf da^s Pflaster herab. Er schreüet darüber hinweg. Gin weißes Antlitz aber gräbt sich sin die. zitternden i Hände ein, und Träne auf Träne quillt zw Ischen, den Wimpern hervor. Eine Wsion von Liebe blüht'in ihr auf. Treuherzige,. gütige Augen,' die sie einhüllen. Das Garten-. Häuschen. Die Beeren, die an der Sonne sich runden, schwellend süß und berauschend werden .... Und dann 'Kinderftimmen ... irgendwo ferne . » . trippelnde. Füß-'. cheu. Arbeit, Ruhe, Frieden, Alles verspielt! Alles vorbei! Vertrödelt! Verlacht! Im Champagner ersäuft! . Ruten aber dröhnen Schritte. Im dumpfen Takt. Die Kolonnen marschieren. Die Hörner jauchzen durch die Luft. Die Trommel dongt. Kommandoworte und neue Kolonnen.' Jolan weint und weint. Ein Meer von Tränen. Kann es die Stunden znrückrufen? Und ringt die Hände. Hält'es' das Schicksal auf? . - Ferne tönt der Pfiff der Lokomotive. - Die Kolonnen marschieren.. Fenyö sprach. In Vigado, in der Nie'senlalle,. die me.hr als fünfte tausend Mnschen faßte. Sprach zum VMe. Und keiner war, der wie er das Herz dieses Volkes kannte, aus dem er herausgewachsen war und für dessen Bedürfnisie er. gelebt hatte seit wehr als 'sieben Ia>hrzehuten, Schulter drängte , sich an Schulter.. Elegante Frauengestalten schoben sich zwischen die Schaven der Arbeiter,. Studenten mnd Bauern. Da und dort btc Uniform des niederen Militärs. ' . - . . 'Lajos bebte. Er drängte vor in die ersten Reihen. Was würde ider greife Apostel zu fagenhaben?, Erhatte ihnwenig geliebt,'wenig seiner geachtet. Schien'ihm sein Wort .anfangs ungerecht und verbittert, so kam eS-ihm später schlapp und ungesalzen vor. Seine Meinung aber abhäng>ig und gebunden. Trotzdem: Fenyö -hatte die Erfahrung eines. Lebens für sich. Ihm glaubten die Menschen. Und. er würde den V erblendeten -die Wahrheit, ins Gesicht schreien! -Er redete. Sprach von Ungarn,'feinem Werden,iseiner. Historie. Und es war ungeheuer rührend, den Grei's^zu Wp. Sein Auge, das erloschen MchivNM,^ßWMbtz^ auf' in einem eigentümlichen Licht. Sein Haar schien lebendig. Schien wie eine Silberglorie um .seine 'Grersensiirne zu. schweben. Und feine.. Geste, die gewohnteeindrucksvolle Geste des Vdlksredners, war weit, sprechend, und die Herzen schlugen laut und heftig. Gin. Zittern wie ein -elektrischer Schlag ging durch die Menge und stellte -den Kontakt her von Geist zu Geist, von Gntpfinden zu Empf-inden. Lajos aber horchte auf mit großen, entsetzten Augen. Fenyö, der Greis, der Apostel, schrie nach dem Kriege! - Seine Stimme hatte den ehernen Klang der Drommete angenommen. Keiner ahnte, woher der Greisengesialt diese Spannkraft Am. Ein Leuchten lag auf seiner Stirne. Fenyö schrie nach dem. Kriege. Und die Hände erhoben sich, Taschentücher winkten, . Blumen .fielen nieder vor seiner ' Rednertribüne. Taufende grüßten ihn;, denn er sprach, 'was alle empfanden, und prägte das, -was sie empfanden, in schöne, leu-cht-tznde,. kriegerische Goldmünzen um, mit denen der Kämpfer stolz die Brust fchnrückt und die ihn stnüdlich an die Heiligkeit der Sache erinnern. ,L)da-nnesehre!" sprach Fenyö, und seine Brust hob sich. „Und Opfer!" sprach er. „Heiliges Weiheopfer /des Blutes, das joden Makel abwäscht." Und sprach von den Müttern, die ihr Letztes herg-eben für die heilige Sache, die stolz und königlich sind, königlich w-ie Priesterinnen, die den Mtar des Herrn geweiht. Und sprach von Frauen, die -ihre Größe wie-derfanden, indem sie aus dem Wüste mondäner und ihnen artfre-nider Vergnügungen' wieder an den geweihten Herd der magyarischen Frau zurückkehrten, die je und je kriegerisch und milde, tapfer und fraulich war. Und sprach von'den Mauern, die ihr'Dandytum und ihr .DekadententUM von sich tun und Männer werden, Männer in Gottes Hand. Staä, schlicht und' stolz. Die Faust am Knaufe des Schwertes. Für Gott,' König und Vaterland ... Und-es''war ungeheuer-rührend, was Fenyö sprach. Es war ein Roinigungsbad. Die'Frauen schluchzten und. die Männer hoben'die Stirne. Jeder war bereit zum Opfer. Jeder wußte feine Größe. Und bewußt, daß Ungarns große Stunde anbrach und daß.diese 'Stunde st.iemals ein kleine Volk aptreffen dürfe. GortjetzuM ßolgt.)

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