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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-14 · Heft 1884 (14.5.1924) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1884 (14.5.1924)
Date
1924-05-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Wi e n: Zum Abholen in der - Expedition» II^Taborstr. 1-3, oder in einer Verschleisstelle (Trafik) monatl. K 35.000» Straös^nVerkfittf in Wien d&reh die Kolporteure dar Firmh GtoHscW*dtj.Belr5 . Wöllzeile tk Tstch e c>Hö-STow,ak ei: Mon. K18., J.ugönIWien: Mon. Dinai'ßO. P dl e n: Mon. 3*/t Zloty, Deutschland: I M6n.Goldra,a*k& : Belgien: Mon. Frcs. 12 MT Naebeebl'ungee bei PreiserböhÜDSen Vorbehalten I Montys lugendstrelche Folenrpoln7at.350.000 Italien: Monatl; 12‘Lire, Rumänien Mon. 130 Lei, Bulgarien Mon.80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 4 Redaktion u. Administration Wien, II., Taborstrasse 1—3 Telephone: 44-0-38,43-3-19, ab6tJhrabds.l9-483;25-282 IX. Universitätsstr. 6—8 (Druckerei Steinmann) OeBterreichisches-Postspar»' kassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 1881 Wien. Mtttwo». 11. Mai 1981 Jahrgang Poinlare demWnieü am 1 Sunt Sie Mmungsvollmachtenlverdennicht ausgeübt. — Sie Zusammenlunst Mar Iomld-Pmncare unterbleibt. — Cm Kabinett Heniot-Briand- PainWEiW? '? NgeMgt-er "" PMs, 13, Mül. Die.Agenee MaL'WeldeL; Wnisker- Wsi-dent Ppincare W' Wte mitWeilt, Aoltz er dem Präsidenten Millerand die G'vsamtpjo^t tzeS Kabineiis am 1, jg^u-n-r, den Dag/Yn deyr die neue, Kammer rn FuWtivn tritt, überreichenw'erde.Ms.'zuj Mstw Zeitpunkt itzerde df< Tätigkeit des MiMeriiyn^ duMfte Rü ck s LM % Varauf bestimmt sein, LaH Ns k.u «Mg e Kab.iweft nrW dTrH' Bes WM sie gebuM'e'N w erde, MM es sernstM? PornmW^Ä'MeMhrrbeiier ..werden insibcho'nöere von einer DMrWÄHrMy der Kesetzesdtlxete Hsi.ehen, die"zu r Eirtzrdlt«g v,vn U^MdirnHse.n in der/MHe. pMeiner Milliarde HorihereM «M tzstr BvMge an den Stchtsrat Zwecks Rati-7 fÄation MWgcheW Usarest. Äe Rsgreruny behalt siZ jn- Wen MMWiL^vor,/'^ ad'MnKtstra^iHem^ jMe Ln NiW^yen' MWHBAtÄHgeu ExWaM «MN . rühbett, MHe her. MuH« t e r ü n. g MM es sein, im MHerüHmD rnrt Wt?PMament'zu entscheiden,.ob M OesetzDMete durWKKeÄ dHer aMrchchen seien, Die HtzM' MM |Ä' ^ßer^'l^rMiMh^D zu HäM/'Me 8aß Mn LeMegenaus die WM der DruckmMelMWMHM ßerzMen HüW,!siOem,man MM zA andeÄn WWn.-Wne7.W^^KvWj' Äe NachriH nv'ch «H vMich jfer, tzM. fMU,' Laß dis; ZnsamEUk d n äM'u «,H Znfamr ..~ . d'e n. PdimeisM in werde. M Werde iÄ'EMäWÄD' e^.' PMHMArHeW^ ton sein, die qMnMMch MterbroHellen ' V eHM'nH lungen zwiMen d^nAWiixien Meder ausMneHnten, " ^^" ' ■ We' ÄondMHv UuffDsHW Wr AMMou. > London, Ma.i,! Sto$ WuUMe. MdeltH In hiesigen mWmiMZk KreM H inU her. UDH^ daK keine [$%ßff e ÄHMetz«.«g in.d.er: §«%AHe'tA gen PolHik UrÄrWVW MeWartett sei, EM Urteil der ''Wahlen don^ErwDungen i n n e r p d txttMeH' WtUv.^ geMtet' gewesen zu sein scheint. Von 'vWGser^ Mit^lRK MittzeteM, in diPloMtr-s schen eWWen KreiseWdDveteman die ArösKtz^Nß es Sache Poi«ca»res -vHi^''.der - ^dle - Einladung - Mae Donalds angeniommen: habe, die Zn s.H.MM e «k ad zu sag e'n, wenn dies isöm MünsH sei. An de« 'gleichen Kreisen wird hinMgeM^ÄaK dem"«' eHchn-OkMK7ö.M sch-en Minist erp raUd.enten neu^iHH erni Einladung gesandt Mrd'tzD wurde/IwWohl .es,«ich sicher sei, daß Ser' neue/ WMisU MMAvllnWch'Zn M Lage sein werde, ^ie, sogleich anzrineKmen' - " 1 -> ,V- Herrderson über die He?beutuns dM WW-' ergebnisses. / . London, ' 13. Mat. 7An Mer UMhÄhUM'h'm( Korrespondenten des ■ifätfH'. U öWz reich betonte tzeK 'eWMe Kny<MiWn/-'K'.eH-hWÜ daß das svgntzMche WA.M WejgeHM .b .v . 4 - VMetltz a-us dem EMhms dWfUWMn GGen zu eriwarkM aber man Me gätMtigAlliierte ebenso Me DMWnd W.M' VMvitMyKeM Seite sammeln Wechey^.'M. KOtzxjLngutachteA durchWMZrG.,MMWWM HetztWen'Re-. aktio«LXH die'.• MgWWHe// M MZWHsMd bessere.Me-M Hvom'xtDnK.UMMlHÄ nutzen Min r>en, M'H.eNdevsG ist der WM WMHtWMpMWMMiWn cheiterMineW WfÄWtzi-'üch WjAWsHen''Wähler- ^PSgeMt Me, > 's/ 7 - DM aiMG^ÄWdsäM ^Haris, My-. Mvas.).WANr Ddgüliigen Hu-^ ' W v. MdrgeWjtu«M / der^ KNMmerMkWe W) 11 Konservative, INi'WDWwr, 92 L 34 unabhängige MdiMe/ 12^' SchiaWisch-RadAale, 39 soziEstische ReWlikyner, W unifizierte SMialvften, 29 KommunlsW.?4 SWwchW Kn Belfort und Wgier) sind erforderlich^ Bisherllp zwe.iMaIlergeb niff e au's d' KolonD«WslFnMMa«a ist der Dhsfredakteur des der'sich als LinksrepuMrane^DezeiHM/'gewMk.Worden. Am S e n e g a l g e b i> e t de^der 'Parte?B x i a'ud s zuzuzählende Abgeordnete der vltin'Mmmer, Diagne, H Mandate aus den Kolonien Male Block Hat bisher ^M/aMd a fit:, fe e "i. 1:% <c.eiv Eine tziste füe ezn Kahinett Kerr^ok. / WWwMW^MitiMn,!K^ damit, aß'HMMDH zMMiger MnistWMMnt..fein. wird, lban tzlaKb^ daß die wW^tzn'MnDerien wie folgt besetzt 'we-Äenr AußenminWer" B/v i a n d, iFkMnminPer Leon Bln w, FiuMWÄGer -!K G"tz,. 'KrregsmiMster BaKMe AuWninWr; >Pa,O:B o u-e-o u r t, Arbeits- Minister M^u t e t, Mterri'chtsminPer Viktor B e ra r b< KÄoniaWi'nister 'Leo M e Pe r, Minister für die befreiten ~ "äete AMSD l Verk^rLmiurfter ßl« r i v l,. tzandels- "" Wnri Berengech^ : ', Hex ^mrnevpräftdent. Ms kunErent-öerneuenKammer wiv^der ^«Mbe/HgeoHWe Ara n^.l i u - B v u i >l tzo n Mnannt, da MMt tzttch Me 'SteM^nahme gegen.'das MrW-öeo^MMni in WNx 'Rede in Witi'er's srchi'seMt ^«^MlEWe^Ferner hM M«. an^Mtin Mo d-a tV, Mr-M-hW gleichen Liste mit Kervwt gewählt wurde. ' .^tinteve — Präsidents chaftskandidat. Die^.Besprechungen zwischen Radikalen und 'Sö- .g ia,l;i st!e n Habe« zn dem -WgMis geführt, die Kandidatzr.tzes. eHeWligen MuDechBMNten Pa i n l e v e^sür H^-sD'««t.W'ajt'der Republik ansGUstellrn. H^sicher, daß ^;ne Prasidenischastskrise nicht uumittelbar UW, - aber es ' ist ehenso sicher, daß 'Herrio t 'ent- MMen^EmMnveMndnis mit den siegreichen. Par-.' ^e'ien^einett HMsel imhöchsten Umiedest L.a«-?de s zu böwerMlligen,' / MinWeZ HWvwMm..; •'; Paris, 13. Mar. MM) ^„WMiov" derüffeutlicht, Mn IntewiHv Mit - En/^'WWenen Ministerpräsidenten ^ü^!N,LevL,^>MlN dieser M''WMg' des-iKaMs.der . -linke^^Mrtmen H^Wber. dem.. Ocharationsproblem- und ^dem^HMerMsidrgengutachten./fWE scharäkteri- 'Hrt/ Franjkveich will einen gerechtenMnd. danech^lsten Me« Hn, der MM die W^ed'%tgH.M.aK«Mg de^ange« Ächteten Hchäben gründet. Aber.diMu^ eine ZnsaMMn- 7vrbeit der BWer gerichtete PolitiL darf nicht einseitig , sein . Und sie wäre km Äarcheit^ wenn sie!sensoits des Meins .MMsen Willen und auf den gMelrMLn Plan Wen Wurde, die tiefmenschlichen BestrMnMn^FrankreiA'auszubeuten. Deutschland muß sich klar sein,' daß ein solcher ./Irrtum selbst, die verdeMichste« Folgen Haben wurde. Eine friedliche^ Zukunft für Mrotza uM dvr Welt gibt > ..nur dann, 7 wenn der. gute Wille Frankreichs, und seine BersöhnliWt in WutschlaD. gutem Willen und einer beständigen loyalen Äurchführnng der BerPslichtunM hegegnen.^ . ", .. Painleöe kam fohann auf die ua'tWäWsche Kundgebung m; zu sprechen mnd sagte: Solche 'Knnd'- gebungen tönen unangenehm >in''den^ Mren. der Menschen/ Me guten': Willens sind eine DUf p e i t s ch ü n g Mi eg erjsH e r Le i de n schchfte «^fürchten.,Das sind /bennruhigeside Symptome einer.Geistesverfassung/^die man ,woHl im'Auge ^bAllten muß. Frankreich ist durch die grau- Fmnen, rVvjvhrüngen der Bergaugetcheit berechtigt, Be- P r ch t« n g e n f u r tz i e Z n k u n f t zu hegen. . Wenn ^-Deutschland' den Plan -der Sachverständigen.' Mchnte, Miede nMs anderes übrig, als es seinem'Schicksal Poimares Niederlage. —7. W i e n, 14. Mai. ' ' " Immer breiter - wird das Schlachtfeld,^ aus dem Pornoare seine Niederlage erlitten hat. Es ist als ob' ein Sturz'bach über, den nationalen Mock sich ergießen würde. Die Regierung' hat 194 Mandate verloren^ Sie ist derart in die Minorität gedrängt worden, daß sie Mum mehr die Verantwortung daMr auf sich nehmen /kann, die GeslWte noch langer zu fiHren und in dieser. Mt bindende VerMchtungen zu Wernehmen. Aller-, dings'ist die Ätuatzion insoweit ungeMrt, als es Haupt-, sächlich innerpolitische:. Fragen waren, die zu diesem Wahlausgang führten,! während die äußere Politik be-. kräftigt wurde. Da aberMsher. .wenigstens Mischen der^ ünneren und äußeren. PolM in Fxankrelch eine gewisse' Üebereinstrmmung bestand, die es ermöglichen konnte/ daß. die Regierung alle"'Krast 'auf die auswävügen Pro- Aeme verwendete, ist jetzt ein ^Mler. Zustand einge-. treten. Poinoare, dev Misch in DMission ist, leitet die. Geschäfte provisorisch weiter, wird aber chen mreits fest-' gesetzten Besuch bei Mac Donald ^ntweder .nicht, aussühren oder aber nur als HMchkeitsaki behandeln können, . . In der französischen Presse ist^ die .Diskussion über die mchsle-lMmsteMw-LereÄTu/Mnig« - Dre; einen nennen den Führer der RadikäilisozMsten ^Herriot als Mlmsterprasidenten, während die anderen sich eher dem Vorgänger Poincares, Herrn Briand, zuwenden. Wie immer. die' Entscheidung, fällt, so. bringt sie eine gewaltige'ÄeiÄerung:itt d'er -gesamtMrüsWchen Lage. Kowchl Herriot wie^.BriaUb waren.steO Gegner des von Poincare verfolgten Systems, dUM eine Reihe, von Bündnisverträgen °das ."MM-WWW'^EiGL. Gleichgewichtiinnerhalb dev EntWdu' MDtzben und Frankreich' die Militärpolitische KWermächt auf dem europäischen Kontinent zu sichern. Poinoare war von dem Gedanken ausgegangen, daß es notwendigerweise einmal zu einem Revanchekrieg Deutschlands kommen müsse. Strömungen hierfür sind in Deutschland zur Genüge vorhanden. Sie hatten aber, kaum jenes Gefälle finden können, das sie Heute haben und das den Reichs-, tag zu nberspülen droht, wenn sie nicht seit der Ermordung Rathenaus durch die grundfalsche Haltung der deutschen Regierungen' begünstigt und von Frankreich durch Versprechungen und auch durch Subventtonen gestärkt worden'wären. Die Gefahr, die Pojntzire seinen^ Landsleuten'suggerierte^ schuf, evlselbst und. erfand. hier-, bei schroffen.Widerstand bei dtzr Linken, die/Hn wiederholt angriff. Ein entschichenes'Vorgehen war/aber kaum möglich, da von deutscher Seite'alles geschah, um die Anstrengungen ^Herriots und. Briands zu paralysieren. Die Opposition mußte selbst eMären, daß sie die Repa-- .rationspvlitik des Kabinetts annehme. Sie gab diese Er- Märung in den stürmischen Tagen des Fvanken- ^sturzes ab und dies hat nicht wenig daM bergetragen, -daß'die Regierung einer Katastrophe Vorbeugen und die -Unterstützung Amerikas und Englands finden konnte. "r In die Amtszeit Poinoares fällt der Abschluß des französisch-tschechischen Bündnisses, die Verstärkung der französisch--polnischen Beziehungen und es sollte jetzt ein französisch-jugoslawisches Abkommen hergestellt werden.' Inz.devselben Periode haben sich die Differenz zwischen^ England und Frankreich auf dem Gebiet der asiatischen Politik gesteigert und die Beziehungen zu Sowjetrußland, die durch Herrn Herriot,. der'selbst eine Reise nach MoÄau unterncmimen -hatte, angebahnt woMn waren/ sind wieder ins. Stocken geraten, wobei beide Teile einander mit größerem oder geringerem Recht Zweideutig- Teit^vorwarfen. Auch Italien ist abgerückt, und so ist 'Frankreich trotz oder vielmehr, wegen stiner vielen Defensivvevträge in eine unklare'Situation geraten, die es einzig und allein dem Druck der mMavistischen Reaktionselemente zu verdanken'hat. Die Wahlen haben hier so gewirkt, daß eine Reinigung der Atmosphäre möglich fein wird./An der Grundfrage freilich/ an dem Repara- 'tiönsproblem/andern^ sie nichts. Auch die neue Mehrheit "stehtauf ^.'dem Standpunkt, daß die Verpflichtungen Deutschlands 'eingehalten werden müssen/ wenngleich sie chie Tonärt M'wenig mildert. Sie stimmt.in dieser Beziehung ' vollständig-'mit der Labour-Regierung überein und findet eine sehr kräftige.Unterstützung in dem großen Wahlsieg der deutschen NatioMisten, die sich heute keinen Zwangmehr''auferlegen. Eie deuten auch Furcht'

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