Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1883 (13.5.1924)
- Date
- 1924-05-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite l Wien, Dienstag Tageöbericht. Ae Leichenfeier für kleonore Snfe. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitun-g".) Rom, 12. Mai. Die Leichenfeierlichkeiten zu Ehren der Eleonore Düse haben den Beweis erbracht, mit welch rührender, tiefer Liebe alle Italiener die große Künstlerin verehrt haben. Samstag abends um 11 Uhr ist der Romschnelltzug, an dem der Leichenwagen angekoppett war, nach Rom abgegangen. Unterstaatssekretär 8 upi und Generaldirektor der schönen Künste, Collsanti, begleiteten den Totenwagen. Jn Rom traf der Zug Sonntag früh ein. Am Bahnhof von Termini warteten die T o ch t e r der Eleonore Düse und zahlreiche Theatergefährten und -Gefährtinnen der großen Tragödin. Der Sarg war mit der italienischen Trikolore und mit Blumen überdeckt und zahlreiche Kränze waren an den Wänden des Eisenbahnwagens angebracht. Die am Perron anwesenden Personen nähern sich dem Zuge, die Tochter, Henriette Düse, weint, aber auch anderer Augen sind mit Tränen benetzt. Am Termini« Bahnhof bildet sich inzwischen ein großer Leichenzug, der sich langsam in Bewegung setzt und vor der Kirche Santa Maria del Angeli hält. In der Kirche wird der Sarg auf einem Katafalk aufgebahrt, bk Kränze des Königs und der Königin, des Ministerpräsidenten uftv., worden, zu Füßen des Sarges uiedergelegt. Um den ^Katafalk brennen vier große Fackeln. In Vertretung des Königs ist zur Totenmesse der Zeremonienmeister Graf Macht, in Vertretung Ddussolinis Baron Aeerbo erschienen. Unter den Anwesenden befinden sich das vollzählige diplomatische Korps und eine unübersehbare Menge von Künstlern. Die Musik spielt Stücke Perosis und des Palestrinas. Nach der Totenmesse wird der Zutritt zur Kirche der großen V olksmenge frei gegeben. Um 15 Uhr 30 Minuten wurde der Sarg auf eine Lafette, die von sechs. Pferden gezogen wird, gehoben. Der Leichenzug bewegt sich 3imt: Dermini-Bahnhof zurück.' Hier spricht Zace o n i im Namen der Künstler Roms kurze Äbschiedsworte. Heute früh um 9 Uhr ist der Leichenwagen in Asolo eingetroffen. Da die Tochter der Düse, den Wunsch geäußert hatte, ihre-Mutter noch einmal, zu sehen, wird die Bestattung nwrgen früh stattfinden. Der kleine Friedhof von Asolq. wird die Ruhestätte der großen Tragödin werden. Selbstmord vor dem Galgen. ^. Söchs. Hinrichtungen an einem Tage. . New-Iork, 12. Mai., (Tel. der „Wr. Myrgenze-itung".) Die Blätter beschäftigen sich - entgehend -mit der. auiffchenerregenden Hinrichtung -von sechs Italienernwegen. Raubmordes. Diese Italiener hatten vor drei Jahren in der Stadt Amite in Louisiana einen Einbruch in ein er Bank verübt und waren dabei von einem Gastwirt namens Calmes überrascht worden. Calmes wurde bei dieser Gelegenheit erschossen. Die Polizei verfolgte mit Bluthunden die Fährte der Einbrecher und es gelang ihr, alle sechs in der Umgebung der Stadt sestzunchmen. Die Untersuchung stellte fest, daß CalmeS nur eine einzige tödliche Kugel in die Stirn erhalten hatte. Drei Jahre lang bemühte-sich der Untersuchungsrichter, von den sechs Italienern herausznbekommen, welcher von ihnen den tödlichen Schuß abgeftuerthatte. Äm letzten Karfreitag verlangte einer der Italiener, Leona, einen Beichtvater!, dem er anvertraute, daß er den Gastwirt - Calmes niedergeschossenhabe. Der Geistliche meinte, Leona könne nur dann auf Verzeihungrechnen, wenn er sein Verbrechen auch öffentlich einbekenne. Dies tat der Italiener. Trotz dieses Geständnisses bestätigte der Gouverneur des Staates Louisiana das Todesurteil gegen alle sechs verhafteten Italiener. Die Hinrichtung des sechs Mannes spielte sich unter sensationellen Begleitumständen ab. Ter Gerichtshof, woriu der Galgen aufgerichtet war, mußte von MÄiz abgvsperrt werden, um die Menschenmassen von einem Sturm auf das Gebäude abzuhalten. Einer dev Verurteilten stieß sich auf dem Weg zum Galgen ein Messer ins Herz und entging auf diese Art der Hinrichtung. Zwei andere Verurteilte mußten zu dem Galgen getragen werden. Dev Scharfrichter war von solchem Entsetzen gepackt, daß er wiederholt um Beistand ersuchen mußte. Die .Hinrichtung erregt in den-Beoemigten Staaten ungsheur-es Aufsehen und Empörung. Irr FrauenmSrder Patrick Mchou. London, 12. Mai. (Tel. der „Wiener Morgenzettung".) Die Untersuchungsbehörden ' haben zehn Polizeihunde nach der Billa in Eastbvurn e gebracht, um den noch fehlenden Kopf von der Leiche der ermordeten- Emitly Kaye aufzufinden. Den Hunden ist diese Aufgabe bis jetzt nicht gelungen. Der Parkettboden in den Zimmern, der Billa wird von Zimmerleuten auseinandergenommem da man gewisse Anhaltspunkte dafür zu haben glaubt, daß Patrick Mahon auch noch andere Frauen ermordet und die Leichen in der.Billa verborgen haben könnte. Weitere Nachforschungen haben ergeben, daß die ermordete Komptoiristin Ersparnisse in der Höhe von mehreren hundert Pfund besessen'hatte, welche in Effekten angelegt waren. Miß Kaye verkaufte jedoch ihre Papiere kurz vor ihrem Verschwinden und hob das bare Geld bei ihrer Bank ab. , Wiener Morgertzettu«^ _ ■■■»■■inG RAETZ ■■■«■Ms»» IG eich fehle der Juden \ ■ - g ■ Drei schönt Geschenkbände. . . , I gratis! | i bei Aufgabe eines Jaticesübsnnements \ ■ auf die ■ [ „WIENER IIORGENIEITQNG“; ■ ■ - ■ ■■■■■■■■■lai fGe K 4S0iG00 Biaiiiaaaaiaa Bei Achad Haam. Hart an Herzl-Ghmnasimn in der Achad Haam-Gasse ist sein Haus gelegen. Die Stadtgemeinde von Tel-Awiw hat es käuflich erworben und ihm gegen Zahlung einer Rente zur Verftigung gestellt. Achad Haam lchnt jedes Geschenk ab, wenn es auch als eine nationale Ehrung anzuschen ist. In diesem' Hause soll künftig das Achad Halm-Museum als ein ewiges. Denkmal Mischer Denkungsart mrtergebracht werden. ' Mitten im bunten. Getriebe, geradezu im Herzen von „M- Zdeuland" der „Stadt des Frühlings" mitten im stark, pulsierenden jüdischen Leben verbringt der gkoße Mische Denker Achad Haam geradezu -untätig, ja sogar unproduktiv seine Tage. Er zeigt sich selten der- Oeflentlichkeit, nimmt keinen positiven Anteil am politischen und kulturellen Leben im Lande, betätigt sich kaum noch literarisch, fagt seinen Jün-gem nichts . Mehr; sein Mund-ist verstummt, seine Feder stumpf , der lebende Quell ist versiegt; er unterhält. keinen- Kontakt mit der Mischen Geisteswelt, empfängt keine Journalisten — die Ausnahme bestätigt bloß die Regel — Achad Haam'schweigt. Für Samstag abends war. unsere Unterredung festgesetzt. Ich traf ihr: auf der Terrasse Mit seiner kleinen Frau sitzen. Er war in ein Gespräch vertieft, alZ ichdurch das Pförtchen in den Hofraum trat -und mich chm näherte. Er ging mir entgegen, begrüßte mich mit einem festen Händedruck und bat mich in sein Arbeitszimmer. Nichts von der sogenannten „philosophischen Unordnung",. nichtsvon .der. „gelehrten Zer-streuchoit", überall volle Harmonie. Eine riesige Bibliothek, größtenteils in höbräi- - scher Sprache, füllt alle Bücherregale aus, schöne Ovitginalgemalde. zieren die Wände, interessante photographisch« Ausnahmen schmücken den Schreibtisch. - . Das Gespräch begann.. Ich mußte, die Antworten geradezu provozieren. .Die ^Unterhaltung -bewegte sich in per Gvistespichtung des Denkers AchedVr-4purlde..baV> geG.^chig,-u^'. /diesen Moment nutzte,ich aus, um ihm einige. Fragen zu stellend Er bemühte sich,-meinem Wunsche Rechnung zu fragen. . . .. „Warum schweigen Sie", begann ich meine Rede, ,-warum . schtveigen Sie in dieser ernsten Stunde? Haben Sie ihren' Jüngern nichts mehr zu sägen? Soll Ihr Wort bei der bevorstehenden Eröffnung der Universität nicht vernommen werden? . Haben Sie etwa Ihre Lehre -geistigen--Zentrum rnErez Israel, von der Erneuerung der jüdischen Art, vom jüdischen .Adeltypus fallen gelassen?-Sie haben doch eine ganze Generation erzogen, die auf Ihre Denkungsart eingestellt.ist und vom Meister bei der bevorstehenden.- Realisierung. ihres Ideals, das letzte Wort hören will." Hier unterbrach mich Achad Haam: „Ich habe nichts-mehr ,zu sagen. Meine Zeit ist um. Die jüngere Generation hat jetzt das Wort. Ich bin schön fünf Jahre schwer leidend; ich verbringe durchwegs schlaflose Nächte And hin daher tagsüber müde, abgespannt, nicht fähig, produktiv zu schaffen, positiv zu denken. Ich dulde seit jeher keine Halbheiten. -Ich kann nichts über -die - Entwicklung im Laude sagen, wenn -ich in letzter Zeit über Jerusalem und Haffa kaum hinausgekornmen bin. Was ich weiß, stammt auS zweiter Quelle und ist für mich kaum maMebend. Immerhin höre ich, daß ein wunderbares Menschenmaterial ins Land gekommen fft, daS zu großen- Hoffnungen berechtigt. Ueber die kulturelle Entwicklung im Lande k-ann ich wenig sagen. Ich verspüre noch wenig von einer bodenständigen Literatur. Ich hoffe, daß es jetzt besser, werden wird. Bialik und Schmarjahu Lewin kamen ins Land, wovon ich .mir viel derspreche. Die hebräische Sprache hat zweifellos eine Neubelebung erfahren.. Es herrscht ein Fanatismus aus der Gasse und das ist: für die erste Zeit sehr .gut. Ich seihst habe eS erlebt, daß ein Junge mir einen Zettel mit der. Aufschrift „iwri, daber i-writh" — Jüde, sprich hebräisch — einhändigte, als er wahmahm, daß ich nicht Hebräisch sprach. Als ich nach Hause kam, fand ich bereits einen Brief vor, der diesen kurzen, .lakonischen Satz näher erläuterte. Die einzige geistige Arbeit, . die ich. trotz meiner schweren Krankheit leiste, ist dos Ordnen meiner Briefe, die ich 'herauszugeben gedenke. Mehr kann ich im gegenwärtigen Mometnte nicht tun. Ich nehme zuweilen an wichtigen Beratungen teil, ohne dabei irgendwie aktiv zu sein." Wir kamen noch aus die Miversitätssrage zu sprechen, die gerade jetzt aktuell geworden ist. „Es ist noch alles -M. AnfangsstMum", sagte Achad Haam, „man muß Geduld haben;. . es bedarf einer gewissen .Entwicklung. Alles muß sub specie * aeternitatis betrachtet werden. Ohne Zweifel wird in Erez Israel ein geistiges Zentrum entstehen, und zwar in'dem Sinne, daß die Galuth von Palästina aus eine. geistige. Erneuerung erleben wird. Schon heute zeigen sich die Spuren dieser Bewegung, schon heute ist, der neue Kurs in Erez Israel tonangebend für die Galuth." , Wir unterhielten uns noch des. längeren über verschiedene Probleme, streiften ''einige Tägessvägen,' machten einige'. Be- ‘ merkungen über die europäische. Politik,, bis die Zeit so weit Vorgeschvitten war, daß ich mich verabschieden mußte. „Grüßen .. Ge. mir glle mein« Freunde.", sagte Mod Kaam,. „sagen Sie 13. MÄ im . " Nr. K» ihnen, daß ich bei Besserung meines GesundheitSzusw-ndeH noch etwas zu sagen uud zu schreiben haben werde. Ich hoffe noch, daß meine Worte einen Widerhall finden werden." Mil einem Schalom vchitvaoth entließ mich de, jüdische 1 Denker Achad Haam. c, i, Tel-Awi'w. Dr. Manfred Rolfe?, Sine Ruinenstadt im Wamerttanische» Urwald. Vor kurzem entdeckten der englische Archäologe Doktoc Gann und der Forschungsreffende Mitchell HedgeS in Britffch-Honduras eine Ruinenstadt aus der Zell der alten Majakultur, wie man sie in dieser Größe in ganz Amerika noch nicht gesunden hat. Der Fund gelang unter .romantisch anmutenden Umständen. Die Reisenden waren in Gesellschaft karibischer Indianer in zwei KanoeS den- Rio Grande hinaufgefahren. Plötzlich schlug aber daS Boot des Dr. Gann um, und die Forscher mußten sich unter Verlust ihrer Vorräte ans Land retten. Nun waren sie gezwungen, durch den fast undurchdringlichen Urwald vorzudringen. Ueber die Erlebnisse dieser Urwaldwanderung schreibt nun H edges selbst: „Der Urwald war vom Ungeziefer verpestet, und wir wurden fast lebendigen Leibes von den Moskitos aufgefressen. Wir kchrten nach Punta Gorida zurück und versuchten nun zu Pferde den dichten Urwald zu durchqueren. Die Werde sanken -öfters bis an den Leib im Sumpf ein. EMich erreichten wir ein Jndianerdorf namens San Pedro. Die Bevölkerung . sicht auf einer sehr tiefen Kulturstufe, und die Frauen tragen nur obechalb der Taille Kleidungsstücke. Mit unseren vier Führern, die Maja-Indianer, waren urw. Aexte sowie. lange Messer mitführten, schnitten wir uns buchstäblich' den Weg quer durch den Busch, kamen'an den Fluß, den wir im Boot durchquerten, und bahnten uns wieder mchreve Kilometer weit einen Pfad durch das Dschungel, bis wir ganz Niwer- . mutet vor einem ungcheuren Schutthügel standen. Die Indianer fällten vier Bäume und suchten den Urwald zu lichten. Nun erkannten wir, daß es eine riesige Pyramide au8 Eide war, von mächtigen Blöcken aus Sand- und KaUstein umrahmt. Die Steinaufbauten echöben sich: bis zu einer Höhe von 60V Fuß über dem Täl. Ms wir weiter im: Busch vordrangen, fanden wir eine Reihe von Terrassen, die sich treppenartig aufrichteten, alle auf einer ungeheuren Tervaffe... . stohend, auf der sich sechs mächtige Steinpyramiden befanden. Die Terrassen allein u-rysassen einen Raum, von etwa zwei Quadratkilometern. Es war unmöglich, die ganze Ausdchnung .'der Ruinen zu beurteilen, aber es mögen im ganzen mchr als hundert Quadratkilometer sein. Später gelangten wir zu einer mächtigen Steintreppe von 55 Fuß Breite, die zum Gipfel einer Steiinankage won 132 Fuß Mnge und 86 Fuß Bverte hinaufführte. Auf dem Gipfel dieses Bauwerkes entdeckten wirdie Ü-ebeMsteeines steinernewGrabgewölbes, das emgffallen war. Nach Ansicht des' Dr. Gasin ‘ waren alle diese riesigen Bauten Grabgewölbe der Priester ' und Könige und gehören wahrscheinlich der .ersten Dynastie - des Majaroiches an. Die augenscheinliche Abiwefercheit von StemteMpeln bestätigt diese Anschauung. Die Furwe -. werden wertvolle neue Auftlärungen über die Majakultur geben.' Nach den Berichten der eingebornen Indianer erstrecken sich diese Ruinen viele Kilometer in jedev Richtung und stellen wahrscheinlich die größte Niederlassung der Ureinwohner auf dem -amerikanischen Kontinent dar. Mr. tauften die Stadt Lubaantun, was in der Majäsprache soviel bedeutet wie.„zerfallen^ Steine". Infolge des -Verlustes unserer Pferde mußten wir die Rückreise von mehr als 86-Kilometer nach Punta GöLda .zu Fuß untemchmen. Wir litten fchr unter dem Nahrungsmittelmangel; die Hitze betrug über 88 Grad Celsius im Schatten und. unsere Körper waren-ganz mit eitrigen Flecken bedeckt, die von Insektenstichen hervöygeruftu waren." . - - .. Nachdem bt& Entdecker in Belize der Regierung Bericht erstattet hätten, erhielten sie eine Ausgrabungserlaubnis und, wollen schon in diesem Jahve die Forschungsarbeiten aufnch. men, die infolge der Lage der Ruinenstadt im dichtesten Nr- , wald große Schwierigkeiten bieten und hohe Kosten verursachen, werden. Die Grabungen werden van Dr. Gann, Mitchell H-edgas und der mit ihnen zusammen reisenden Lady Richmond Brown ausgeführt. Die Funde sollen, soweit es möglich fft, nach England überführt werden. ■ Die Geschichte der Rühmaschine. Der glückliche Erfinder dieser wichtigen Maschine ist Barthelemh T-Himonnier aus St. Etienn-e, ein einfacher Schneider. Schon vor ihm hatten sich viele mit dem Problem besaßt. So hatte im Jahre 1790 der Engländer Thomas Saint ein Patent auf eine von ihm ersuiridene Näh- Maschine genommen, 1801 waren die Engländer Thomas S t o n e und James H e n ders on gefolgt, und 1811 der Wiener Josef Madersperger. All diese Modelle waren aber höchst mwoMommen und nur als Handnäher zu. gebrauchen.! Da trat Dhimonnier mit seiner Erfindung aus. Er ix* klärte, er wolle eine Maschine erfinden, die für ihn die Handnäherer besorge. Aber seine Zertgenossen hielten ihn für v e r- , rückt. Thimonnier ließ sich durch Spott nicht entmutigen und von seinen Versuchen zurÄckhalten, bis 1814 b«8erste brauchbare Modell enfftand, das vollständig aus Holz gefertigt war. Mit dieser einzigen -Maschine aber war der erfinderische Schneider noch nicht zufrieden: nach und-nach ließ er 80 Stück ausertigen-, und mit einem Kap'Misten zusammen - gründete er eine Fabrik,-in der besondersjSoldatenuniformen ,- aus den Maschinen-ange-fertigt wurden. Die Arbeiterunvuhen des Jahrcs 1811 durchkreuzten aber Dhimonniers .weitere .. Plaue. Man-zerstörte ihm die Anlagen, die Maschine«, die die Menschen brotlos machen," und er brachte das ' . Geld nicht mchr auf, sich neue Maschine« zu heschtzHen. -