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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-06 · Heft 1876 (6.5.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1876 (6.5.1924)
Date
1924-05-06
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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, DM - ' ' m&t, DienstckK Hh».i ------- /- MS Menschen «wurden Figuren. Aus emer MterzsMdis nnt D^geNschÜrg und Mrmchmg ein litevamsches t»W»lel mit Mit und Tiraden. Der Bearbeiter für die feuere BAHnr^ kann sich auf den SA der Zeit beruft», Vatztevon Hatte «8 nicht MÄvendig. Und doch siegte Reim- Hardt: er pu tzte die Hofmann'sthalfche Schminke weg, steKte m Rollers Mrlifsen die zierliche und dabei 'kräftige spanische Grandezza, rief durch burchge^nde charaUeriMch-rommttische HiutergkundmW die .Ulusion eines spanischen BintermarchenS hervor, dazu die Echtheit der Kostümierung nach Belasquez' Impressionen: eine starke Dosis Regieblnt in HostnannschalS Wortgowäsier. Es hieß, mit einem em- Men Ltrsifpkelrequisit, einem drehbaren Gbasfchvank, drei Akte hindurch hauMten; daß dies, chne Langsk«iLe M dechreittzn, gelang, sprach Kr Dichter Md Schauspieler. * gab Rollen: Herr jug^Micherr HewenliÄMber Kr Hartman», dessen Feuer sich an Kabale Kobold und Liebe entzündete; die Zynisch-kerksche Witwe für Dagny SsrvaeS, die anmutig zwischen Leidenschaft und AÄeft pendelte; Dieterl< vornehrn im Schweigen, Stauch i n a noch unfertig, m .Haltung sicherer als in der Rede; Sibylle Binder von verschlafener Erotik, Spira lieblich als KammerKoft, wie das Gefttz es befahl. Die Szene beherrschend Hernramr Thimig als Diener CoSme: er Nwrd zum Mittelpunkt des 9lbenÄ8, machte das De-mpo le- Mdig, aus dem tolpatschigen Bedienen den Helden einer noch zu schreibenden «Komödie. Tote Phrase , üegamr in seinem schalkhaften Munde Zu Airhen, der „prachtvolle Bursche" riß das MblPnm aus ftiner Zurückhaltung. Oskar R oseufeld. , Sie jüngsten Lerlaste du «m-theatu». Weibtreu «atz Medelskh scheiden aus. ,, Die Berlrgrmg der Affäre zwischen den Mnstterr-meen Bleibt reu und Medetskh L'inellferis und dem Bu-r-gcheater andererseits war nur vovübergchend. Beide SchaiWelerinnen scheiben im Herbst 1W6 aus dem Verbände d e s B u r g ich e -a t £ r §. Die ©ßifetBeiT, welche das Burztheater erleidet, seitdem Reinhardt in,'Wien ist, nmftstrn ftlgrn-dr-Kmchkl-er, welch? sich ReinhaM arrgesMossen haben: Hugo Thinteg, Hans ZhÄnig, Hermann - Romberg, Otev Schmö-te und - fttzr auch noch die Damen ModÄslky und Meibtreu. E8 Verlauiet, daß auch die beiden letztgenannten' Damen mit Reinhardt in VerhanÄimg stehen und ' Frau, -M-edelsty. soll bereits ' abgese^asftn haben. Die Beü-mte des Bur-gtheatstS sind, schwer und unter den gegcnwärtrM Bechältuisftrr kaum zu ersetzen. Nur Schadenfreude Lönnte über diesen «Mstteg frohlocken. Mögm die Aufführungen bei Reinhardt noch so'wertvoll sein: daß ein Knnstinstitu-t durch Uebersiedluüg 'seiner besten Künstter an ein anderes. Schaden 'leidet, ist gewiß feilte «rfte»- Ach; Etei-Fming. ';' Richard Straaß-Mus im Stzenüheattt. Vor bald 20 Jahren eniftMte die „Salom t“ geradezu Mde musiWsche RevÄutwn: Ihre, btzWÄoft 'MHmheit errrtzft Stürme - der Entrüstung, den breiten Massen fehlte jeder Matzstab' für' das Neuartige' dieser ovgecchttschen imtzvesironüstiMn Musik und an der Wiener Hofoper wurde sre trotz aller BtzmühunKen Gustav Mahlers von emrr Menstrengen Mvigiteft wegen ihres gotteÄäsrerischen Inhalts verdammt «nddevbvteü. Heute hiet-et 'die „DÄome" kaum mehr Anlaß zn besowreren' Betrachtungen, mag - man auch die plastische Kraft m Ausbau und EntwiÄ-mtg mL> die großartige Kowristtk Äwauckrr«, die mit neuen Farben von bis dahin nicht gekannter exotischer Pracht den Hörer fesselt. Man stchl ganz-im, Banine des Orchestepmagters und hergißt beinahe alle? .Widerliche des TeKbuchss, -das durch die Mrsik nicht einmal gemMert wird. — ,Tft Jeritza als Salome versöhnt ernrgevmiaßen mit dem Lüftery- Lerde'Men, der, Rolle: Die ist weniger' pevverises Brünstweib, deren Triebtebrn die sexuelle Hörigkeit des.Mannes.ihrer Wahl oder Laune um jeden Preis fordert—. lebeMg oder tot -r, sie. ist vielmehr ein ungezogenes, trotziy-verwDnt.es Kind, dtzs ft in Spielzeug unbedingt haben muß.. &o stampft sie fchnrollend mir dem. Fuß und verlangt immer wicker den Kopf des Jochstnaaü.': fchr einfach rind kunstvoll gestssyrrier Tanz, die ble^- de,Q-'"HZ^. ihres prachtvollen Soprans und, ihr, packendes. t-, diesmal übrigens gar zu nche-lofts.—Spiel sind, oft ^gevühn^'e Vprstigr ch'v-ri Srckome, die wohl nur van der Ba.rbara Kemp chr' p'vchologrschLr Tiefe .-umd interessDnien.CiMilhei-ten Weribott» wird.' Zu schade, drß.ein* solche KimstleLm vor gsschmmkloM Rellame nicht zurückschrrckt und mit dem ewigen J-eritza-Ruchmrl' sich die Freunde ihrer Kunst entsreaMt. — Rüben der Hritza'.rcrg'T die edle (Testatr des nicht, sondrÄich disponürrtfn HLrnr Duhan, als Jochanaan hervor, Herr Hofer u«v Frau Pia al'en beniühten sich um die, wenig dmMavm Rolle» des, Ehepaares'Herodes und HerodiaS, Herr Sch all leitete das mit'.'schönem Schwünge mnsizieven-de 'Orchester. Meqter Strauß,', welcher,her. Ausführung in seiner Zöge beiwohnte, wnvde mit l.M2ften'Hü-tdigu'ngentzedacht, noch vftL l-Mer hätte moin.i^n fren-lch Äi«. Eirigentenpwr begrüßt. fö4 Rikolai-Konzert. — Philharmonischer Chor. .Euch.-igen .'der Gepfl-ogsnhe.it der Phi lh a r.m o n rk oft, die Mijün nül deul feuertrnnkenen Freudenlhynnlus der neunten P:>rhoben-:LyMPHonie ausklinge» zu lassen, brachte das RMgi- Vo'nzerr'MeZktnal Baitrr 'Haydns „Schöpfting", deren na'ive, oftvLre.ri.sche. PhHoisöpchie sich mit tiofer Gottesfurcht zu schönster mMiMlscher 'Harmonie vereinigt. Haydn ftlibst evMl-t, daß tzrmf#ö fromm war aM zur Zeit, da er an der „SchötzK^ apbeftete, nrw, ftin,,BrutdLr Michael nichmt „dieherzliche Fs«ni^- ftrt, die mrveMÄchlichr NatüMchkert, den seligen Fvlchmut uyd den.ganz n.nschuA)svoll:n Sinn" der „Sch'öpsMvg", dem, sich fcff Hörtzr auch heute nicht nütztehri:?syn. So wirv brr Lvbgeftmg WÄrMe MörtzMMtüW< ' " RMeilungen ans dem Publikum. v0......""""H.—«n Parfümeri« ylLORRn!N Savonnerie Fahrende.Marken: Eatt de Cologae Russe Hau de Cologne Chypre Crfime Lorignon CrSme Lorignon-Chypre Lorrain* Toiletteseife, Badeseife, Speikseife. ABeätMzeuger der RMter;elfcaiaStoef«8 bcsfbekaBMten und Wlrfeln Wien, XX. Taborstrasse Nr. 93 fsssraas Telephon Wr. 42*145 stsssssssssa Li„, II ■! IH—I...II .11.— II . . ■! .—■ .1 M Wiener Mfctwäsche-Anstalt Tel 42.125 Wien, XX WallensteinpUtx 7 Teltä.m liefert leihweise hygienisch gereinigte WUseh« an Bureans, Fabriken a. 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Auch Herr Gabilos sang mit wohltuender Wärme, wogegen der solide Baß des Herrn Zee für den OratarienyÄsawg gar zu bürtzeckich klang und wchm'üivge ErimrenurvFen an die Poesie und GeftHlst'tese des Herrn iMayr auAöste. . Mit weltnrämvvscher Gl-egai^ drrigi-erte Felix W e i n g a r t n e r daß patriarchalische Werk und nahm lächcLnd die Ovationen des PMikmns entgegen. Im Kortzert deß philharmonischen Chores debütierte der junge Kapellmeister Viktor ZückerSandl. Er ha-t nicht Weingartners «logante Manieren und AMren, die KlnderkrainVheiten des Ansimgerß stecken ihm noch M den Miedern, doch Tasten seine HM eckigen, bald alltzuweit ausladeniden Bewegungen und der, Übereifer des ^sorgten Anifängres -* dies die Eindrücke der Generalprobe — gleichwohl den ged!«- genen, haMverkSmäßigen gepüsteten Musiker ernennen, der in die Tiefen des Werkes dringen will und vor exakter Kleinarbeit nicht Aurüctzschreckt. Der künsKerisch e Evsblig, den er, mit Chorwerken vom Wolf, Schvecker, Brechms und mit Mendelssohns Wner.,Mch>urFisnacht" erzielte, erwecken den Wunsch ihn Mer'an Äestt Stelle §u begegnen. Der Dirigentenstuhl des phichävmonischen Chores ist ja ohnedies so gut wie verwaist, da Brulno WaLter als vielbsgchrter Star nur 'ad und zu Zeitz findet,''eine letzte Verständigungsprobe und eine AufführMg M. dirigieren. So köimte hier dem jungen, ZuckerkaM, ein lpeites B-etÄtigrmgsftLd für Wnstlerffche , Arbeit winken und der' Phillhi-rmomisch-e Chor hätte wieder Gelegenheit, in stüMgem KoMM'-init ft nrcm Dirigenten regelmäßig zu Proben und sich, größeren und neuen Aufgaben guzuwenden. ' fch ,, .! - . : Aas den rheatern. Operntheater. Morgen, 7 Uhr zu evWten Preisen, die Ballette „Wiener Wailzer", „Die Pußpense.e" und „Sonne und Erde". Burgtheater. Morgen, 7 Uhr, Hebbels Tragödie „Herödes und Mariamne". Volksoper. Heute Smetanas .^Verkaufte Braut". Freitag den 9. d. findet als Ersatz für die am 25. Wrsl vom.St. Anna-Kinderspital veranstaltete und, wegen des Orchesterstreiks entfallene Vorstellung „Fürstin Ta n a g r a" eine,.Aufführung dieser komischen Oper statt. Bereits gelöste Karten haben für Freitag Gültigkeit. Samstag geht Wagners „P.a.rsifal" in Szene, Di^e „Pavsiftll"-Vorstelluna ist'kein Erftltz für die am 24. April durch den Streik der Musrker ausgefallene Vorstellung. . .Im Deutschen Polkstheater beschließt Leopold Kramer ftm Gastspiel heute in Molnars „Der Gärd'e-- o ffsiiz i e r" und morgen in, dem Lustspiel „P a p a" von -Ftera wrv Cgillavet. Beide Vorstellunaen beginnen um halb 8 Uhr. . .In den Kammerspielen tritt Erika Gläßner heute z-um.letzten Male als Lisch in dem dreiaktigen Schwank ,^issch die Kok'otte" auf. s --N^enes .Wiener Stadtthea-ter. Heute untz Myr^ gen. die Nestroysche „TaynhäulerParodie". Ab Freitags PLxstzrufführqng der Pariser Srnsaticmskomödie irt 9 Vildern schwarze Perl e") treten bedeutend. ermäßige SonMerpreise in Kraft. Der Vorverkauf für die ftrstew Vorstellungen -hat, an allen Kartenverkaufsstellen begonnen. ' - .Th e a t er. i n d er I of e fstao t. Heute, 7 Uhr, Calderons. „D a m e, K o b o l d". Morgen - „D e r D i e n ew zw e i e r Herren". Donnerstag und Meitag (Schillers: Todestag) W'ab'ä-l e u n d L ie b e". Die Premiere von GeraÜdhs Schauspiel »Aimee" findet Samstag um 7 Uhr abends statt. Nenaissaneebühne. Am 18. d., 8 Uhr pbendS, U>» MstührUng des dreiaktigen Lu-stspiels „Familie Hatsche l" von Armin'Fried mann mit GiselaWertze'zift r und Max Br od als Gästen. Der Kartenvorverknus hat an beide« Kaffrn bereits begonnen, V. »19M. mt r«ftzs «in Ein Lokalaugenschvin. Die Mvitze Bechanldlung gegen , die des D'teöstah'fts' ansst. Uagten Schlächter von St. Marx wurde nach VeMnuy, der Anklageschrift unterbrochen, um einen Lokal au ge erschein in St. Marx vorzunchmen. Die AngeNagten bchauptew nämlich, daß sie nicht im Einverständnis gehandelt, und daß es nicht möglich gewesen tväre, daß die DWstWle der ÄnFÄneu von den anderen Arbeitsgenosten beobachtet worden sein konnten. Wenn dies richtig P, daun entfällt die schwere QuaKfikation ,des GeseWhaftsdileWahles, und die Hand'lungsweiise der Ange- Aaigten wird nur als NübertretuW geahndet werden. Um ftstzustellen^ ob diese Vevanwortung den Dl'tsachen entspricht, wurden Lokalitäten in St. Marx in Auqenscheiu genornnmr. Heute vormittags wird die BechaMung fortgesetzt. All hofft, daß der Prozeß gegen die 81 AnMklagten m dieser SSM zu Ende geführt werden wird. MS Prorent Verziumng. Der Ledervmcher. ' Das Gewei'lbegericht und das ZiviKandesgericht als Bei rufungsgericht Haben sich mit der Klage dreier Bruder Hitschm a n n geigen die GerharduS Ledergöftllfchaft beschäftW und den Klägern mehr als eine Milliarde Kronen ails Etttschadigung Ai gesprochen. Die Brüder Hitschnnmn waren in die Firma als Gesellschafter eingetreten usid es waren ihnen ein ZünstrMr , Vertrag und VevtvaltunkgZratSstellen zugesichert worden. Infolge von UnstimmiMten wurden ztvei der Brüder entlasten. In dein Prozessedep gegen die Firma auf EntschädiHnng angestrengt wurde, tvurde ein Sachverständigermutachtell vorgelegt, wonbch der Reingewinn der Roh häutezentrale im Jahre 1920, welches Jahr als Stichfahr angeno-mmen wurde, 66 Millionen Kronen betragen hatte. Die Bilanz wies jedoch einen Verlust von zwei Millionen aus. Bei der Gerhardus-Ges-ellschaft wurde M einem Aktienkapital von Iß Millionen für das Jahr 1930 ein Reingewinn von über 260 Millionen Kronen festgestettt, was einer Verzinsung von 3600 Prozent entspricht. Ms Fabriksregten und Schulden waren 500 Prozent eingesetzt worden. Das Gewerbegericht anerkannte auch, daß der Prozeß durch die Gerharous-Gesellschaft mutwillig hinausgeMen worden sei. Das erftvichterliche Urteil wurde von: Berufungsgerichte 'bestätigt. Ausgleich in dem Prozesse des Direktors Amann. Der Prozeß des 81jährigen Theaterviwktors Andreas Amann Mgeu das Militärära'r auf Valorisierung seiner Rente von 10.0M K. jährlich auf fünf Miillionen monatlich, der schon seit Jahren die Gerichte beschäftigt und der vor kurzem auch den Gegenstand einer Debatte rm Nationalrate bildete, wird durch einen Ausgleich beendet werden. Bekannrlich hatte Direkior Amann das Heilbad Cinüd samt allen Bäul'chkelten, Wäldern usw. der Felomarschalleuinant v. Mattanövich-Stiftung für Militärwitwen und -Waisen. gewidytet und sich nur eine Rente von 10.000 K. jährlich ms zu seiirem und seiner Gattin Lebensende aus den Erträtznifftn der Stiftung Vorbehalten. Mit 10.000 K. jährlich konnte er und seine Fraw nach dem'damaligen Geldweüe ganz gut leben. Seinem Klagebegehren, die Rente mit Rücksicht -«tf die.GeldenÄveerMg auf fünf Millionen Kronen monatlich zu erhöhen, wurde in erster Instanz vom Zivillandesaerichte statt-gegebertz das Qberlyudesgericht gab jedoch der Berufurra der K-MtzvrMratur Holge und verwies die Sacke zur nochmaligen Beryandsilng: an bte erste Instanz. Jnzwdchen hat die Finanzprokuva.tur.ein A':sglrichsangebot auf Zahlung von 3,6W.M K. monatlich pw Amann gestellr. Dter Klaaeveeireier hat sich , mit Rücksicht auf. die bevorstehende lange Tauer des, Prozesses und das hohe Alte.' des Klagers auch senrerseirs zu einem,EntzgLZenl'.'in!rü'n bereit erklärt und ein Gegcnaugkbrt auf vftr Millionen.Kronen monatlich gestellt Da es sich nur um eines Differenz von 400.000 K handelt, dürste der Ausgleich perfekt-werden. Schwere Beschuldigungen gegen eilten Rechtsanwalt. Gestern fand die fortgchetztr Verhandlung der EhrenbÄLidigunas-' Aage statt, die Rechtsanwalt Dr. S.'R. La nbaiu gctzen ferne früheren Menten, das,Ehepaar Thom as unfo - geigen'Frau Anna Strauß erlhoben hatte, weil diÄse ' ihn befchuldW hatten, zwei Millionen Kronen zur Bestechung von richterlichen Funktionären verlangt zu haben. Nach ArMbe' des Doktor Landau sei Thomas vorbestraft und aus Paris'nild.Zürich ausgewieftn. In der grstrigen VechaMung brachte Jber Richter eine Auskunft der Wiener PÄizeiidirMon -zur- DeMung, wonach der Wiener Behörde von Vorstxaifen oder von Ausweisungen des Herrn Thomas nichts bekannt fti-^Dr. Landau betonta m Zeuge, daß er den Betraig -vM zwei Mllionen' Kronen als Antzoylimg auf das Honorar - für die Intervention - in einer Strafsache verlangt-und ech'alten ha-'be- und-stellte', enis-chieden, in «Abrede, jemass die chm In-den Mund gelieigten.BehanptNN'gru beHüMch der 'BOechung von richterlichen ojftr ' poHeÄichen FuMionäven gemacht zu halben. Bor «Schluß' h-es .Beweisoetzfthrens verAmdete der Richter -den Beschluß, den'Htiüber die vvÄiegende' Strafsache dem Laindesgerichte-- -allHütreten zur eventuellen Amtshandlung gegen die drei BeischuMigten wegen Berlbvechens der Derleumdun«g. Ein Todesopfer bei per Abtvagnng des Heldendenkmätes auf dem ZentralfriÄhof. Jtn vorigen Monatz-würde berichtet, -daß iw,der Wohnung des PMers Franiz 'Spsitzer. eine Ber». Handlung des-BezirkSgevichtes^ Favoriten statsgefnuden ,hat. An» gMa'gt war der von der Gemeinde Wien mit' Ven'.DkMvi'ievu-ngs- , arbeiten des HeldendeNkmates , betvautel' Baumeister Franz St ü 8> t i a c, da > er es unterlassen hatte, eu'Hprechende Vor!chrungen für die körperliche, Sicherheit der beim Bau beischüstigten Personen zu treffen. Frans; Spitzer wuchs , denn auch von einem hrrabstüMnden 60 Kilogramm schweren-Beto.nifMck ge» troffen und erlitt schwere Verletzungen.^ Da die BefürchnMig bestand, -daß, «Spitzer in absehbarer AeitErrichtwerde,.iyl Go-- richtssaale erscheinen können, iourde drc VechaMun'g in seiner Wohnung durchgeführt., Im Verlaufe der^ Verhandlung, wurde, von dem - staatsaMMchaMchen Fiun!Mona^.die--AMWe'auch, gegen den infpizieren-den Achitekten der Gemeinde- Wien, Wlad. K o e i, wegen Mitschuld, an dcnr «Unfälle erhoben: - Die gehegten BMrchtmdgen über -den Zustand «des BeÄittzten'wurden leider Noch übertroffen, denn nach einer dern Wcichte zuWvnmeney Mitteilung, ist 'Franz' Spitzer an den Foftzen .sMier schweren Verletzung gest orben. Der Richter hat Maüsiym Wort der» fügt, daß, der M dem Landesgericht, abgetreten ' werde. Da Spitzer an--den Folgen der DevletzunAen MtorLen stt. handelt es «sich in diesem Straffall nicht-um ewe Üwert-retüNg, sondrM, um em Vergehen,' das Nicht -in die Kompetenz/dös B-ezirkS^^ sondern des Lan«desgevicht>eS «fällt., i 1 1

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