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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-04 · Heft 1874 (4.5.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1874 (4.5.1924)
Date
1924-05-04
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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M. 1874 . Wien, Sonntag „ »■ > ... 1 '■ -- ■ ..;.7; -— .r 1 * Keren Kajemeth. In dieser Woche muß aus technischen Gründen ..„freie. A-uslvtzis des. Keren.Kajemsth l'Jsvael,.-- en-tfalle.in.t Er erscheint statt heute erst am Sonntag den-11. fr. Zu«' Wiedecholuna des Films „Eine Reise durch Erez Israel )m Jahre 1923" sind noch Karten an der Tageskasse des Tuchlmibenkinos, 1. Bez.,. Tuchlaubenhof, heute von. 9 Uhr vonnittägs anzu haben. ' Wenden und Sammlungen der „Wiener Mnrgenrettnng". Für Misses BlinSenheim Hohe Warle. (Bisher 3,709.956 K.) Fritzi Operer 100.000 K., anläßlich Verlobung L. Abraham- Mali Unger 160.000 K. Für jüdische Blinde. (Bisher 1,186.700 K., 45 Dinar -i- 50 tschech. K.) H. B. 10.000 K., Malvtzte Galatzer 100.000 K., Julie Haler IX. 160.000 K. Für jüdisches Real-Gynmafiirn». (Bisher 289.400 K.) Theodor Ehrenstein!. 100.000 K. Für Säugliugssürsorge (Anitla Mütter). - Hornicker 100.000 K. Für jüdisches Miidchen-Blittdettheim. 7 (Bisher 220.000 K.) Alfred Geirinaer II. 60.000 K., Fleischner VIII. 20.000 K., anläßlich Verlobung L. Abraham-Mdli Unger 160.000 K. Für ein Opfer der J«stiz. / (Bisher 416.000 K.) Ungenannt 10.000 K., BMer Klein, Schuhfabrik Beka, Mdling 260.000 K., Sammlung Siegmund Sternberg 166.000 K. Für vergessene jüdische Schreibkunst. Dr. Grün 60.000 K., Bernhard Simonovits 60.000 K. Sin 78jähriger alter Wann. Personal der Firma Kosmanos 240.000 K. Für schwachsinnige Kinder. Leopold Stiaßnh, Zlin, 10 tschech. K. Böhne und Kunst. „MU der Liebe spielen." 's ■ Renaiffaneebühne. Ein kultÄLerter Egoist teilt sein Leiben zwischeu ruhmreicher advoLawvWer Tätigkeit und den Frauen. Beides, das Muftvöten vor den Geschwornen als großer Verteiidiger und die Beschastigmdg -mit dem ewig WMlichen, gcht so vor sich, daß seelische U-Mrmchmlichk-eiten oder Einschränkungen des ge« liebten Ich tunlichst ausgeschlossen - bleiben. Sein Sodbrennen macht Gm wahrlich mehr^ Skrupel als" das Schicksal der Klienten. Und der Gedanke an eine verlassene Geliebte, mit der er sich vor säst gstvanzig Jahren vorübergchend, aber so gründlich erfreute, daß sie ein Kind bekanh, hat ihn bei seinen späteren zahlreichen Liebeleien Deine Minute gestört. Da erscheint sie plötzlich in seiner Kanzlei und führt ihm den Sohn zu. Der Knabe ist in das. gefährliche Jünglingsalter getreten -und bedarf des Vaters. Papa, dem es so leicht gemacht wurde, plötzlich einen hoffnungsvollen Jungen als Sohn anzulspvechen, fühlt sich geschmeichelt. Er möchte Robert schon bei sich bchalten —wem: nur Ilse nicht wäre, der fixe Pol in der Flucht seiner wechselnden Liebschaften. Gerade jetzt aberwill er sichentschließen, die schöne, temperamentvolle Frau zu heiraten.- Da wird der Heranwachsende Sohn wohl im Wege stehen, Und wahrscheinlich auch die selbstlose gütige Mutter Roberts. Auch Frau Ilse gehört zu jenen> die „mit der Liebe spielen", aber sie ist aus anderem Teig geknetet als der hypochondrische Advokat. Ihre LebenSmaxime heißt: „Trälala, hopsasia!" lieber -alles Peinliche und Hindernde frisch hinweM-psen und das Leben genießen, nur keine Affären und Sentimentalitäten. Das ,Hopsassa", zu dem sich .Frau Ilse:in diesäm Falle entscheidet, um den hereingeschneiten Jüngling zu entfernen, Wird für -den arnlen Rechtsanwalt" verhängnisvoll Sie spielt mit dem Knaben (ist -dabei gar nicht unbeteiligt, die Lebensfrohe), er verliebt sich sterblich in die gepflegte, parfümierte Dame und rennt, tief verletzt, davon, sowie, er erfährt, daß sie Vaters Gattin werden soll. Der Herr- Rechtsanwalt verliert den Sohn, auf den er so stolz war, - aber auch die. Geliebte. Es bleibt ihm nichts, als die forensische Beredsamkeit und das Unbehagen in der Magen» ge-gend. Schon bei der seinerzeikigen Aufführung der Komödie im Deutschen Volkstheater war zu bemerken, daß Sil-Vara, der feine und kluge Schriftsteller, in anderer Form eindringlicher und .überzeugender, zu sagen-wüßte, was er. dramatisch, zu ge» stalten sich izwingt. Damals entschied die -Darstellung des reizenden Knaben, den der Autor fast mit Dichteraugen geschen hat, durch den hochbegabten jungen Schauspieler Brauscwetter den Erfolg des Abends. Wolf Kersten, -der jetzt diese Rolle spielt und -gewiß auch begabt ist,- hat sich im Ton vergriffen^ Er war zll mimosenhaft für di-eseen herzhaften Jüngling, der sofort Erzieher des Vaters.wird und eine raffinierte Frau aus'-der Fassung bringt. Dagegen war im intimeren-Raum der Rena-issa-noebühtt-e die Gesamtwirkung - plastischer. Die- Komödie lebendiger, obwohl bei aller anerkennenswerten Be» mühn-ng 'der"Regie' (Bere-gi) und der Mitwivkenden doch nur-recht miMinäßiH gespielt wuvfre. Oskar Beregi in der'-, männlichen Hauptrolle spielt nicht nur min der Liebe, sondernauch -'allzu'viel und^allzu bemüht, mit seiner Rolle. Paula S iilt en als Ilse hat Routine und Kunstverstand, aber sie. häuft die Vuancen>nud-. „trägt auf".' ES resultiert eine pene» traute Art, wiriken zu wollen, und mau sicht vieles, was nicht 6a ist Und da sein müßte Sil-Vara konnte für freundlichen ■SSOftb-- ■ - -4UA*. Wiener Morgenzeitnng. T; r: 4. Mai 1924 Seite 11 Sas MionrhrogrammderReWardt-BU-e. (Keine Sommerferien.) Die nächste Premiere im Theater in der Josefstadt findet Donnerstag den 8. d., um 7 Uhr abends statt. Es gcht die französische Komödie „Aimee" 'von' Geraikdi in' Szene. Regie Paul Kalbeck. Die Ausstattung -dieses Stückes liegt in .den Händen .des Prof.. Karl Witz mann. Die Proben von „Kaufmann von Venedig" sind'.unter Leitung Max Reinhardts ip Gange. Die Ausstattung hat Prof. Oskar S/t r n a d übernommen. Der. Direktion sind verschieden G a st s p i e il a n t r ä g e aus Budapest, Prag, Zürich, Basel, München und Kopenhagen zugegangen, welche jedoch ab gelehnt -werden mußten, da Prüf. Max Reinhardt beabsichtigt, in diesem Jahre auch während des Sommers im Theater in der Josefstadt zu spielen. Es sind in erster Linie noch ,geplant -die Inszenierungen: .„Fleur d'oranger", „Herr seines .Herzens", „Traum ein-Leben", „Mr. Pim will nicht stören",' .Foyalties" von Galsworthy und „Tura-ndot". Richard Strauß-Feier. Im Operntheater. - -Vor 23. Jahren. -beendete ■; Richard Str a u ß seine „F e u -e r s n o t", einen Ein-Mer voll jugendfröh - kräftiger, blühender Erfindung, der .gleichwohl an dem Libretto Wolzogens unheilbar krankt. Eine in ihrer Symbolik fast alltägliche Geschichte, wird hier durch' ihre'maßlose Verbreiterung und Vergröberung, durch ihre aufdringliche Polemik und ihre schwächliche dramatische Fundierung auf der Bühne geradezu unmöglich. Daß Strauß diesem schwachen Libretto erlag, erklärt sich wohl teilweise aus den: Sexualpathologischen des Stoffes, der freilich gegen die „Pathologia sexualis" der „Salome" recht harmlos ist. Am so interessanter die Musik -des jungen Strauß in ihrer bajuvarischen Urwüchsigkeit, mit ihren derben Bierspässen, in ihrer Volkstümlichkeit, in ihrer Walzerseli,gikei-t, die den Münchner. Lokalton wienerisch färbt und Vergleiche mit freut „Rosenkavalier" herausfordert. Welch reiche Lyrik, -die aus dem Vollen schöpft und . die Keimzelle der „Ariadne" erkennen läßt! M-ag sich Strauß in Wort und Weise ' der „Feuersnot" noch so oft aus Richard' Wagner berufen, an eigenem musikalischen Feuer herrscht wahrlich keine Not.. Strauß' ^beispiellose Routine ist wohl noch völlig un-ausgebildet, doch in der melodischen Linie verrät jede Szene den kommenden Meister. — Der Aufführung der „Feuersnot", mit der die Feierlichkeiten ' zu Strauß' 60. Geburtstage eröffnet wunden,. fehlte die rechte Feststimmimg. Im Chor und im Orchester herrschte fliite Gemütlichkeit, die nicht einmal mit allen Freiheiten. der Münchner -Sonnwendnachtsfeiier. zu entschuldlsgen ist, auch das Terzett dep Gespfe-linnen -ging i^ der. .FreihM H.es Vortrages. bis zur äußersten.Grenze. Herr Schipper'hielt.gleich einem Wota-n mit düsterer Tragik seine große- Ansprache an das Münchner Volk und Frau Borst: sang" mit Liebreiz 'die schöne Diemut. — Ans „Feuersnot" folgte unter Kapellmeister Rcichenbergers Leitung die „Ioseph s legend-e" mit der prachtvollen Potiphar "der Frau Guitheil-Schoder und mit dem nicht genug jugendlichen Joseph des Herrn Fränzl. slb. Flrnistag im Mnßierhaus. Gestern Samstag, 11 .Uhr vormittags, gab es für die zahlreiche Wiener Kunstgem-einde ein Frühj-ahrsf-est: Die Eröffnuing der t6. Jahresausstellung der Genossenschaft bildender Künstler Wiens in: Künstler Haus. Auf die Begrüßung durch den Präsidenten der Genossenschaft, Baurat SchöntHaler, erwiderte der Bundespräsident Dr. Michael Hainisch in verständnisvoller Weise, indem er erklärte, daß das Zustandekommen dieser großen und künstlerisch wertvollen Ausstellung nrn so höher einzuschätzen fei, als das Künstlertum schwer riidgen nmsse.. Nach einer eingehenden Besichtigung der österreichischen Werke begab sich der Bündespräsident in den -ersten Stock des--Hauses zu der 9. ungaris.ch-e.-n repräs e n t a t i v e n -A n s -st e l l u n g, ivo er vorn V-ertveter der ungarischen Künstlergruppe, Nikola-us Bansfy, begrüßt wurde, und das Bestreben der Aussteller, alte Verbindungen in gedeih-' licher Weise zu erneuern, warnr wüvdigte. Auch hier folgteein Rundgang durch die Zlusstellungsrämne. - > DDBOTHEPM | Versteigerungs-Einteilung IT&gllchProt'oson; jedan Dl Silber und Chinasilber; jeden Mi-Brll* lanten-und Perlenscluuuck. fallene Pfandposten der Pfandleihanstalten s Do 8., Gerliold & Weidrich, I., WipplinRerstr. 24; Sa 9, Spar* und Vorschussverein .Landslrasse“.reg.Q. in. unb.H., I., Wollzelle 27: Do 15., Soaru.VorsckussvereinsI.andstraese'', reg. G. m unb. H., III,, Hlnteer* straese 8; Fr. Iß-, Meidllnger Vorschuss* und Sparkasse, r. G. tn. b. H., Xll., Mandlgasee 3, im Frans*Saal. TBgl iqh Gebrauohi g ege nstände Im Ludwlgstorlf*, Rössler- und Ko« lotira^-Saal; Jeden Di eohdne Wätohe, Kleider, Pelze, Perser iteppiclie,Fatirr&der,Nttlim&aahinen; jenen Ml . Photoapparate, Opern* jjllser Trieder, Reisszeuge, Mlkro»köp8. Schreibmaschinen im ludwintorEPSaal- - Mi 7!p|s 8a 10., Ml 14. bis Fr IS,;BUoherilnt;Einlnper-Saal; Dl 6. 'ürtd 13.,Fr.9. und 16. Brletinorksn, VI. Marlahilfersirasse IS, Do8. bis Sa 10. SONOERAUXTION: Schönes Mobiliar,Perserteppiche, BösendorferfUIgel.Pianino, Harfe Gemälde,Miniaturen, Arbeiten des Kunstgewerbes, Uhren, Antiquitäten, Silbemünzen una Verschiedenes Im Fränz-Josef-Saal. . Do 15, Sohünes Mobiliar. Klaviere, Teppiohe, moderne-Gemälde, Arbeiten des Kunstgewerbes im Franz-josef-Saal; Di 6. und 13., Fr. 10. im Hoch*Saal, Mi 7. und Sa 17. im Dechau-Snal: Kunstgewerbe, Oemälde,Teppiche. und Antiquitäten; jeden Di und Fr Möbel, Luster, Bilder, Hausgeräte im Qlashof. Mo 12. u. Di 13. um4Uhr nachm. 352. Kunstauktion: Gemäldetamm« lung Wolf Anton Reichsrlttcrvon Männer, mit wertvollen Beiträgen Im Kielmansegg-Saal. Ml 7. und 14. Teohnlsohe Auktion i Automobile und, Bestandteile, Maschinen. Wagen, Werkzeuge, Armaturen, Altinaterläl, VIII.j Feldgasse 6. Täglich SchausieBiungen von 1 Uhr an Beginn der Ver^Igerungen um 3 Uhr Näheres durch die „Mitteilungen" und „Nachrichlenblätter“. Das untere. Stockwerk präsentiert sich in vollständig neuer Raumgestaltung, die Architekt Prof. Otto P r u t s ch e r beorgte. Der erste große Saal ist hauptsächlich der Plastik gewidmet, die diesma-l außerordentlich reich und gehaltvoll vertreten ist. Zu den Ausstellern zählen die bekannten Namen des KünstlerhMses, auffallend sind Kompositionen größeren Formats und zum Teile Werke neuerer Richtung, von der sich bisher die Mitglieder der Genossenschaft ftrngehalten hatten. Erwähnenswert ist die Kollektivausstellung der Medailleur- V e r e i n i g u n g, die auch einige Medaillen aus den Beständen des Münzkabinetts im Kunsthistorischen Museum enthält. Außevdenr sind noch die Entwürfe des letzten großen, engeren Wettbewerbes - der Gemeinde Wien (Verbauung der Sandleitengasse, Wien) zu sehen, welche die Siedkmgsbauten nach Plänen-der Architekten Schönchal, Hoppe und Matuschek, zum Teile nach denen von Jaksch, Krauß und Tölk durchführen wird. Eine eingehende Besprechung der Werke wir^ ore Bedeutung der Künstlerhaus-Ausst-elluugen ins-rechte Licht rücken. Aus den Aeatern. B ü r ig t lh e -a t e r. Akorgen Montag, 7 Uhr, „Te i ,auer ails Millionärs, Dienstag „Cyr-ano von B e r g e r -a e". ' Akademietheater. Morgen Montag, halb 8 Uhr, „Garten der Jugend". OP-ernth eaiter. Morgen Montag, 7 Uhr, „Manon" (Massenet) mit Frau Lehmann und den Herren Pieoav-er und Mayr. Dienstag dritte Vorstellung der Richard Strauß-Feier„ „Elektra". ' x Volksoper. Heute nachmittags „Der Tronbadour". Abends ,Iosca". Morgen „Die Zauberflöte". Woch-enspielplan der Volksoper. Heule Sonntag, halb 3 Uhr, „Der Troubadour". (Zu bedeutend ermäßigten Preisen.) Halb 8 Uhr „T o s c a". Morgen Montag, halb 8 Uhr, „D i e Z a u b e r f l ö t e". Dienstag, halb 8 Uhr, „Die verkaufte Br a u t". Mittwoch, halb 8 Uhr, „R i g o I e t t o". Donnerstag, 6 Uhr, „Tri st a n u n d Isolde". (Kein Kartenvorverkauf.) Freitag, 7 Uhr, „Fürstin Tanagra". (Kein Kartenvorverkauf.) Samstag, halb 6 Uhr, „Parfiival". - Im Deutschen Bolksth-eater golangt als nächste Neuh-est Samstag den 10. d., 7 Uhr, das vieraktige Schauspiel „Mama Kolibri" von Henry Bataille zur deutschen Uraufführung. t. . In den Kammer spiel en wird für Ende dieser Woche die deutsche Uraufführung -des dreiaktigen Schwankes- „Monette u. Cie." .(La femm-e du jour) von Paul Arm-out und Leopold March-ant vorbereitet. Die in Paris von Maud Loty-gespielte Rolle wird Erika .Gläßn-er in deutscher- Sprache kreiieren. - Im Carl-Theater findet heute, nachmittags 3 Uhr, bei ermäßigten Preisen eine Aufführimg der Leo Fallschen. Operette „Die gefchiedene Frau" mit Mizzi Wirth' statt. Im Neuen Wiener Stadttheater gelängt^ 'FrEng den 9. d. die Pariser Sensationskomödie „Die schwarze Perle" (Le crime du bouif) zur Erstaufführung. Bis Mittwoch den 7. d. bleibt die Nestroysche „T a u nhäu'ferparodte"-auf dem Spielplan. Am 8. Mai wird das Schauspiel „Der junge Fritz" von Ferdinand Bonn gegeben. ' In der Neuen Wiener Bühne geht Mittwoch den 7. d. zum ersten Male „Musik", Sittengemälde in vier' Bildern von Frank Wedekind, mit Maria O r s k a als Franziska in Szene. An der R e ina i s s a n c e b ü h n c gelangt am 13. ix, 8 Uhr -abends, Armin Fried man ns dreiaktiges Lustspiel „Familie Hatschek" mit Gisela Werbeztrk und Max B rod in den Hauptrollen zur - Urauffühmng. Im Modernen Theater beginnt am 8. d. Louis Verneuil, der-Direktor des Pariser Theaters Renaissance, init seinem Ensemble ein - Gastspiel. Zur Aufführung gelan>gt am -ersten Abend „Le Fauteuil 4 7" von Louis Vernen-il mit dem Autor in der mä-nlichen und Klara Tambour in der weiblichen Hauptrolle. Im Apollo-The ater geht Samstag den 10. d. zum ersten Male die'holländische Operettennovität „Die Köni-- -i n von Montmartre" mit Frau Olga B a r t o s- . „Sie und ihr Zimmerherr." (Lusffpieltheater.) In ihrem Wiener Volksstück, das fas so lustig ist, daß es traurig stimmen könnte,- haben die Herren Ärmin Friedmann und Fritz Lunzer eine Rolle für Hansi Nies e, den Star des Lnstspielhauses, geschaffen, die sich auch ohne Gesang gut tragenun-d nach allen Seiten wenden läßt. Der Inhalt-des Stückes ist zwar sehr mager: ,Die Inhaberin einer Musikschule betrügt den Fiskus um die vor'g-eschricbene Abgabe, indem sie erst den Oberofslzial -des Steuer'amies als Zimmerherrn zu sich nimmt und dann als atbg-ebauten Hosrat heiratet. Wer die Niese hat einen weiten Betätigu-ngsraumfür das Spiel ihrer wienerischen Gefühlsnuänceii. Ihr Partner Paul Mahr -trug das Jun-ggesellentum, mit der für diese Fälle vorgeschriLbeuen mürrischen Miene, bis zum Verluste seiner ^Freiheit. Eine Gesanigseinlage im dritten Akt, „Der beste Wein", weist zu ihrem Vorteil bekannte volkstümliche Melodien auf. Hansi Niese wurde nach überkommener Sitte laut gefeiert. —dt.— Der. Gong, das neue Figurencheater. im Grillparzer- Saale der Hofburg (Eingang unter der Michaelerknppcl) gibt aus allgemeines Verlangen heute Sonntag zwei Iugendvorstellungen (3 und 6 Uhr). Abends halb 8 Uhr gelangt die Oper „La Serva Padrona" zur Aufführung. Marie Gutheil-Schoder wird während des Prager Internationalen Musikfestes in der Uraufführung von Arnold S ch ö n-b e rg 8 Mi'.n^dra-ma .,E r w a r t u n g" austreten und auch zur Feier des sechzigsten Geburtstages von Richard Strauß die Titelrolle in der „Elektra" singen. - „Heimliche Ehe", die unverwüstliche komische Oper Domemco Cimarosas, gelangte, von Eugen Keller neu -bearbeitet und inszeniert, am Hessischen Lande stheäter zur Auffühmüg. Die musikalische Leitung hatte der junge Wiener Schreker-Schüler Josef Rosen stock mite. Die Karlsruher Strauß-Woche. Das Badische Lande stheater veranstaltet vom 1. bis 6. Juni eine Richard Strauß-Woche. Der Meister wird als offizieller Gast des Badischen Staates persönlich einige seiner Opern und ein Konzert mit verstärktent Orchester dirigieren. - » Eröffnung der Internationalen Miniaturenausstellung in der Albertina. Die Internationale Mniaturenausstellung wird heute um halb 11 Uhr vormittags vom Protektor der Ausstellung, Herrn , Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch, Persönlich eröffnet werden. Nach Beeudigueig -der , Eröffnungsfeierlichkeit, zu der nur geiladene Gäste Zutritt' haben, wird die Ausstellung ab 10 Uhr mittags dem allgemeinen- Besuch dcs Publikmns zugänglich sein.

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