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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-22 · Heft 1862 (22.4.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1862 (22.4.1924)
Date
1924-04-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Mett, DleEva Wiener Morgenzeilnng. Fußballoftern. DaS Wiener Programm war nicht sonderlich reichhaltig, trotzdem kann dH gebotene als zufriedenstellend bezeichnet tvechen. Nachstehend die Berichte: A. C. Bern gegen Hakoah 2:0 (1 :0). Hakoah mit zahlreichem Ersatz. Hcckoah-Platz. 6000 ZuschMev. Schiedsrichter Werner. . F. E. Bern: Berger; SchneÄÄi, Beuchart; Sieber, Karl Pützendoppiler, Stämpftt; Kilchmann, Brand, Wenger, Anvetti, MM Hakoah: mann 1 Pollak; '; Grünfeld, Goch; Fried, Wort- >, MH) Häusler, GvmiwM, Schwarz, Die Hakoah leistete sich ayr Sonntag Men wohl von niemanden erwarteten Versager, der geeignet ist, das Ansehen des jüdischen Vereines Ln HnÄand in Mißkredit zu bringen. Die Krieaner könmri wohl für chre ganz miMrwerttge Leistung einige EntschaMgUWSgründe anfühven. Bor allem behagt den Hockoahnern der eigene Platz nicht. Der sturmart ige Ä mch das holprige SPielM beamfliussen das Spie! im ungünstigste« Smne. Die Hakoahnep treten deshalb ans dem eigenen Platze immer mit einigem Widerwillen an. Die Hakoahner mutzten überdies ba8 Spiel ohne Scheuer, Guttmann NeufeK) und Katz bestreiten, da diese Vier wichtigsten Stützen der Elf unzulänglich ersetzt wurden, konnten sich die Krioauer während de§ ganzen Spieles nicht finden. Berücksichtigt man noch, daß Wortmann 1 mit einer Sehnenzerrung antrat und der nach langer Zeit wieder spielende Halftern me tvainievt hatte und überdies gleich nach Spielbeginn verletzt wurde, so gibt es der Entschuldigungen wahrlich genug. Trotz dieses Mißgeschickes hätte die Hakoah aber nicht verlieren müssen, wenn die Mannschaft richtig geführt worden wäre. Bon allem Anfang an war es ersichtlich, daß Wortmann 1 den großen Anforderungen, die an einen Mittelläufer gestellt werden, zumindest am Sonnig nicht gewachsen war. Man hätte nun Grünfeld anf derc Mi-tteiläiuserposten stellen müssen, während Wortmann 1 als FlügeAäufer zu verwenden geivesen wäre. In di« Verteidigung hätte Pollak zurückgezogen werden müssen. Auch im Angriff wäre nach kurzer Spielzeit eine Umstellung unbedingt notwendig gewesen. Dev linke Flügel Wortwarm 2 und Weiß konnte nicht einmal den bescheidensten Anforderungen gerecht werden. Der überaus wertvolle Häusler wand gänPlch unbeschäftigt am rechten Flügel. Wären Weiß und Wortmann 2 rechtzeitig an die Flügel gestellt worden, Snettfc Häusler in der Mitte gestürmt hätte, dann wäre die >ah sicherlich zu Trefferehren gelangt. Vor allem ist es nuferer Meinung nach verfehlt, keine endgültige Znsammenstelluing des Innentrios zu trafen. Wir sind der Anficht, daß Häusler, Grünwald und Schwarz in der Reihenfolge von vechts nach links den Anforderungen am besten entsprechen würden. Alle drei Spieler standen im Kampf gegen F. C. Bem zur Verfügung, doch nahmen sie nicht die von uns angezeigtsn Plätze ein. Die Hakoah war sich des Ernstes ihrer Lage erst in den letzten 20 Minuten des Spieles bewußt und jetzt tat sie da8 KnMckste, das sie machen hatte können. Sämtliche Stürmer und Läufer, zu denen sich auch des öfteren beide Verteidiger gesellten, liefen gegen das gegnerische Tor Sturm und standen sich dabei im Wege. Da die Berner alle Leute in die VerteMgmrg K, war eS natürlich nicht möglich, eine Bresche in bnöf-en von Körpern und Beinen zu legen. Von der Hakoah gefielen eigentlich nur Gold und Schwarz. Auch Fried konnte noch befriedigen, alle übrigen hingegen spielten weit unter ihrer Form. Der F. C. Bern war nicht schlecht.» Seine Mannschaft kombinierte rcrumgveifend, ohne jode Künstelei. Die Hintermannschaft mit Putzendoppler als Mittelläufer, arbeitete hervorragend. Ganz ungewohnt war die überaus scharfe Spielweise der Schweizer, bet denen noch der Grundsatz zu gelten scheint: Zuerst der Mann und dann der Ball Die Gäste halben vorerst den Rückenwind zum Bundesgenossen, trotzdem gcht die Hakoah sofort zum Angriff über. Schon in der Zweiten Minute wird Neulfeld verletzt und scheidet aus. Die Hakoah ist auch mit zehn Mann weiter überlegen. Bei einem Durchbruch der Schweizer bekommt Halipern einen saftigen Tvitt ab und ist in der Folge gefechtSunfähig. Die Hakoah greift weiterhin an, wobei Grünwald in aussichtsreicher Position vom Ball abgedrängt wird. Bald darauf läßt der Invalide Lachern einen leicht aÄvchvenden Ball von Wenger passieren. Nach iciinem Zusammenstoß mit Berger verschwindet auch Katz von der Bildfläche -und nun springen die beiden Ersatzleute Wortmann 2 und Weiß ein. Die Hakoahner beifinden sich fast ständig im Angriff, doch halben sie mit ihren Schüssen Pech. - Nach Seitenwechsel spielen die Wiener mit dem Winde. DaS Ankämpfen gegen den Sturm hatte sie aber vor der Pause zu stark ermüdet, so daß sie nach Seitenwechsel nicht mehr mit voller Kraft arbeiten konnten. Trotzdem hält ihre Uivberlegenhe-it an. In der 36. Minute verschuldet Pollak in leichtsinniger Weise einen Freistoß, aus dem der zweite Treffer der Schweizer entstand. In den letzten Minuten wirft die Hakoah alles im Angriff vor, ohne über das Resultat günstiger gestalten zu können. __ Menna gegen Prager SHarta 3 :1 (1:0). Das Spiel wird aus Verschulden der Sparta dreizehn Mi-, nuten vor Schluß abgebrochen. Hohe Warte. 25.000 Zuschauer. Schiedsrichter Plhab Vienna: Paczista; Rainer, Blum; Kurz, Chrenka, Ludwig; Fischer. Neumann, Höß, Gschweidl, Seidl. Sparta: Hochmann; Posprscknl, Hojer,; Stepan, Perner, Kolenaty; Simonek, Hajnh, Prwoj, Knizek, Cerveny. Das Spie! der Sparta endete mit einer bedauerlichen Unsportlichkeit. Die tschechische Meistermannschaft, die sich ihrer Spielverpflichtung schon seit Wochen zu entzuchen suchte, provozierte eine Bürte lstunde vor Schluß den Abbruch des Spieles. Kolenaty und Ludwig waren zu Fall gekommen und der Prager gab, auf dem Boden liegend, seinem Gegner einige Tritte, wofür dieser sich mit einigen Ohrfeigen revanchierte. Beide wurden ausgeschlossen; Ludwig ging wortlos vom, Platze, Kolenaty weigerte sich, das Feld zu verlassen, der Kapitän der Tschechen, Ho'jer, kam ihm zu Hilfe, und beschimpfte Herrn Plhak durch die Ausdrücke „Gauner" und „Trottöl". Daraufhin wurde auch er von: Platze gewiesen und das Spiel, nachdem zwei Minuten Bedenkzeit ergebnischs verlaufen und die beiden ausgeschlossenen Sparta-Leute noch auf dem Felde waren, a>b« gebrochen, Bis dahin war die Vienna in ieder Hinsicht, außer etwa, was die Schnelligkeit anbelangt, die bessere gewesen. Besonders aut hielt sich die Verteidigung, die in Rainer vielleicht ihren besten Mann hatte. der Deckung ragte Ludwig hervor, aber auch,Chrenka und Kurz, stellten voll und ganz ihren Mann. Der Angviff stufte sich hauptsächlich auf Seidl und GschwM. Höß ist durch seine Schnelligkeit und sein Schußvermögen vor dem Tore sehr gefährlich. Der linke Flügel wurde wenig beschäftigt. Die Sparta ist sehr viel schwächer geworden, spiesst aber noch so derb wie je zuvor. Im Angriff sind die Außenstürmer am besten. Priboj, der neue Zentersüürmer, konnte sich nicht hervortun. Kolenaty ist einer der wenigen, der sich auf der alten Höhe erhielt. Perner als Ersatz für Kada spielte nicht schlecht. Von den Verteidigern war Hofer der bessere, Hochmann verschuldete das zweite Tor, spielte aber ausgezeichnet. Den Ankick vollzog Townley, der kommenden Sonntag auf der Hohen Warte gegen Earpentier boxen wird. Der Angriff wurde durch Men Fehlschuß beendet. Nun beging PochischAdas jerft-c Fons gegen Seidl -und wurde verwarnt. Cerveny schloß einen,raschen Vorstoß mit einem hohen scharfen Schuß ab. den Paczista nur mühsam meisterte. Auch Hajny hatte mit einem im vollen Lauf abgegebenen kraftvollen Schuß nicht mehr Glück. Knizek startet aus einer Off side- Stellung, Blum verfchlt den Ball, der zu Priboj ge-, langt, doch dieser verschießt freistehend,. Gleich darauf kommt es „vor dem Vienna-Tore zu einem gefährlichen Gedränge, doch drängt Kurz nn letzten Moment Simonek vom Balle und Rainer befördert das Leder ins Feld zurück. In der 37. Minute geht Gschweidl Hojer bei einem Angriffe an, der Sparta-Verteidiger,, der eben zu einem Befreiungsstoß ausholt, bringt das Leder nicht wog, und Höß schießt auf wenige Schritte Entfernung scharf ins Tor. Nach der Pause führt sofort der erste Angriff der Prager zum Ausgleich. Simonek brachte den Ball vom Abstoß weg vor, Priboj schießt aufs Tor, Paczista wehrt unsicher ab und der herbeistürzende Hajnh drückt den Ball über die Torlinie. Nun , kommt auch die linke Angriffssciite der Wiener öfters ins Gefecht und die Döblinger gewinnen die Oberhand. In der 18. Minute paßt Chremg zu Gschweidl, dieser schießt aus größerer Entfernung, und Hochmann, der sich zu spät wirft, muß den keineswegs unhaltbaren Ball passieren lassen. 8 Minuten später führt eine herrliche Kombination zwischen Gschweidl, Höß und Seidl zu einem Korner, der von Seidl gut abgeschoffen und von Höß ins Tor gejagt wird. Hochmann, dem die Aussicht verstellt war hatte keine Möglichkeit zur Abwehr. Der bis dahin für ein Sparta-Spiel verhältnismäßig faire Kampf nimmt nun an Schärfe zusehends zu. Kolenaty tauscht mit Cerveny den Platz und macht sich im Angriff sofort durch einige Fouls bemerkbar. 13 Minuten vor Schluß kam es zu dem eingangs erwähnten Zusammenstoß zwischen Ludwig und Kolenaty, der dam zum Abbruch des Spieles führte. .__ Hakoah—Union Zizkov 2:0 (1 r 0). Eine gediegene Leistung der Wiener. Sportplatz Hohe Warte, 8000 Zuschauer, Schiedsrichter Habevlettner. Hakoah: Müller; Pollak, Gold; Fried, Guttmann, Heß; Gvünfeld, Schwarz, Häusler, Wortmami, Gvnnwald. Union Zizkov: Kaliba; Dulik, Dolszal; Kluck, Tichy, Sulkenlka; Marchch, Säger, Boucek, Rehak, Eifar. Die Hakoah vermochte die Scharte vom Vorlage sofort auszuwetzen. Obwohl sie wieider mrt zahlreichen Ersatzleuten antrat, bot sie eine ausg^eichnete Leistung. Die Aufo-pseruug der Mannschaft vevdient besonders hcavovgeholben zu werden, da sie innechaM» von acht Tagen vier schwere Spiele, und zwar gegen Rapid, W. A. F., F. C. Bern und Union Zizkov ausgetraigen hatte.^ Sämtliche Schwächen vom Vortag waren mer nicht derart viel Pech mit ihren Schüffen gchabt, dann wäre die NiedsvliaM der Tschechen wohl omPfiMicher ausgchallen. Auch die Deckung, allen voran Guttmann, arbeitete hervorragend. Der Mittelläufer der Wi-ener erlitt.eine sehr schmerzhafte Verletzung an der Nase, die ihn zwang, auf tangere Zeit vor der Pa-nfe ausMipringen. Trotz des starken Blutverürstes dominierte Guttmann dann wieder nach der Pause. Sehr brav hielt sich auch Föied, hem Heß, der trotz seiner Verletzung anyetreten war, nicht viel nachstand. Die beiden Verteidiger zevgten sich jeder Situation gewachsen. Der mit Einwilligung des Bechandspräsidenten von der Vienna Msqeli-chene Tormann Miller fand keine Gelegeuheit zum Erügveifen, Union Zizkov enttäuschte. Die Verteidigung schlug sich wohl sehr erfolgreich. Insbesondere der Tormann Kaliba' verdient Worbe des höchsten Lolbes. Die Deckung und der An- Mliff yingvgen^ konnten sich gegen die Hakoahuer in keinem Monbent durchsetzen. Im Gegensatz zur Sparta spielte Union Zizkov sehr fair. Die Hakoah hat von allem Anfang an das Heft in der Hand. Eine schone KonOmatvau des gesamten Jnnentrios führt in der 16. Minute durch Wortmann 2 zum ersten Treffer. Bald darauf wird Gnttmann' verletzt, sv daß die Haikoah bis zur Pause nur zchn Mann a>uf dem Felde hat. Nach StitenwechN anerkennt der Schiedsrichter ein Tor für die Hakoah nicht,, obwohl der Ball die TovlrUi« , bereits . uberschvittan hatte und ain Verteidiger überdies die Handsvegel verletzte. Trotz großer Udbetle-genheit können die Wiener zu keinem Tre-fser gelangsn. Erst gsgen Spialende bringt Häusler den Stand auf 2:0. IM Sette 9 BLenna—F. C. Bern 2:1 (0:0). Sportplatz Hohe Warte. Schiedsrichter Grünbcmm. 8000 Zuschauer. Vienna: Paczista; Rainer, Blum; Kurz, Chrenka, Fffchera; Seidl, Gschweidl, Löß, Horeys, Fischer. F. C.Bern: Berger; Schneebeli, Beuchart; Sieber, Putzendoppler, Dtämpfle; Brand, Weiß, Wenger, Omrain, Motta. Die Vienna mußte sich ganz gewaltig strecken, um mit diesem für sie nicht besonders schmeichelhaften Resultate die Schweizer abzuferttgen. Die Gäste erwiesen sich als fleißige uno faire Mannschaft, die sich bald die Sympathien des Pubnkmns erwarb. Wucht und Schnelligkeit sind ihre hervorstechendten Eigenschaften, die sie in überaus geschickter Weise auszunützen verstehen. Ihre Spielweise ist die tppische der Schweizer Mannschaften: weitmaschiges Flügelspiel, auf möglichst chnellen Raumgewinn berechnet und geistesgegenwärtiges klusnützen der sich bietenden Torchancen. Ihren besten Mann Ija-tte die Verteidigung im linken Verteidiger Beuchart, der sich >oi den Vienna-Leuten bald gewaltig in Respekt zu setzen wußte; eine Leistung war, auch nach internationalem Maß gemessen, erstklassig. Auch der Tormann Berger bewies mehr als Durchschnittskönnen, auffällig war vor allem seine Ballsicherheit und Ruhe. In der Halvesreihe bot Putzendoppler als Mittelläufer eine Durchschnittsleistung, in der zweiten Spiel- Hälfte ging ihm die Puste aus und da kam sein Nachbar Sieber sogar weit mehr zur Geltung. Sein gutes Spiel wurde iedoch durch übermäßige Schärfe verunziert. Im Sturm bot Weiß, als er den Flügelstürmerposten bezog, eine sehr seine Leistung. Er ließ die gegnerischen Halves mehr als einmal hirrter sich. Die übrigen Leute zeigten wohl gediegenes technisches, aber kein überragendes taktisches Können. _ Die Vienna, erwies sich vor allem in taktischer Hinsicht als überlegen. Der Angriff arbeitet zwar nicht vollkommen einheitlich, seine Homogenität wurde vor allem durch die Ein- 'tellung Horeys zerrissen, jedoch war seine Arbeit tveit über )ie des Gegners zu stellen. Der beste Mann im Angriffe war diesmal der kleine Fischer, der durch seine geistvollen Finten den gut spielenden Sieber oft ganz aus dem Konzept brachte. ~ätic er einen besonneneren Nachbar neben sich gehabt, als es , oreys ist, so wäre seine glänzende Verfassung noch weit mehr zur Geltung gekommen. Technisch famos arbeitete auch das rechte Flügelpar Seidl-Gschweidl. Beide ließen jedoch vor dem Tore die nötige Energie vermissen. Höß stach diesmal durch genügte sie in zufriedenstellendem Maße. Erwähnenswert wäre das Debüt Fischeras als Flügelhalf. Er konnte Ludwig natürlich nicht vollkommen ersetzen, erfüllte vor allem als Verteidiger seine Pflicht. Die Verteidigung Naiuer-Blum War diesmal etwas weniger sicher als am Vortage. Auch Paczista schien nicht ganz auf der Höhe. Das Spiel selbst verlief in seinem ersten Abschnitt bei kaum merklicher Ueberlegenheit der Vienna torlos. Nach der Pause wurde es abwechslungsreicher. Die Vienna-Leute hatten nun ihre ausgepumpten Gegner ziemlich sicher und kamen nach einer schönen Doppelaktion Gschweidl-Höß (zu ihrem t ersten Treffer. Nach einigen ergebnislosen Angriffen rafft sich Höß allein auf, überspielt die gegnerische Perterdigung und den Tormann, jeooch geht sein Ball an die-Stange. Der herankommende Seidl drückt das Leder vollends in das Netz. (27. Minute.) Die Berner inszenieren nun einige gefährliche Durchbrüche und gelegentlich eines solchen überraschenden Angriffes gelingt es dem Mittelstürmer Wenger, das einzige Tor für oie Gäste zu erzielen. Gegen Schluß diktiert der Schiedsrichter aus nicht ganz ersichtlichen Gründen gegen die Schweizer einen Elfer, der nedoch von Seidl unter lautem Beifall des. Publikums absichtlich verschaffen wird. Wiener Vereine in der Fremde. Ut sämtliche Kluibs, die in der Fremde weilten, hatten den Wiener Sport ehrenvoll vertreten. Am erfreullichsten ist daS günstige Abschnerden des Sportklubs Rapid in Antwerpen. Rapid in Antwerpen. Eine Niederlage, ein Sieg. Der Hütteldorfer Mannschaft Rapid war auf ihrer Tournee nach Belgien, der man in Wiener Fußballkre^en angesichts der letzten Leistungen des Exmeisters mit gemischten Gefühlen entgagengcheiyen hatte, em geradezu sensationeller Erfolg'beschröden. Am ersten Tag unterlagen die HüttelUdorfer im Turnie-r gegen den Beerchem A. C. wohl mit 1:2. Am zweiten Tag aber traten sie gegen den Meister von Bsilgien Berschoot an und siegten überlegen mit 3:0. Der Kampf verlief überaus interesfant und abwechslungsreich. Die WiMer Mannschaft war in ausgezeichneter Form. Die erste Spiechälfte verlief torlos; dann erzielten Wessely zwei und Regnart, der im Sturm spielte, einen Treffer. Del Sieg der Wiener wurde sehr beifällig aufger.onlmen. Die Mannschaft Rapids trifft Mittwoch um 1 Uhr mittags in Wien ein. Die Freunde der Spieler gedenken dem siegreichen Team einen herzlichen Empfang M bereiten. Der Simmeringer Sportklub nahm in Graz, an einem Osterturnier teil, das mit seinem Siege endete. Samstag besiegten diie ersatzgeschwächten Wiener den Arbeiter Athletik- Klub 8:1. Mrkvicka, Dümser (je zwei) und Danis schossen die Tore. Bei den Simmeringern fehlten Horvath, Musil, Roscher und Ehrlich. Am zweiten Tag war der G. A. Kder Gegner der Wiener. Das Ergebnis lautete 1:0 für die Wiener. Horvath wurde in der 12. Minute verletzt und mußte ausscheiden. Er wurde,durch Baumgartner ersetzt. Als Mittelläufer spielte zuerst Musil Und dann Riedl. Hauswirth erzielte den einzigen Treffer. Der Wiener Verein Ostmark gastierte Samstag, Sonntag und Montag in Innsbruck und siegte an allen drei Tagen in sicherer Manier. Am ersten Tag schlugen die Wiener den Innsbrucker Sportverein 6:2, am zweiten Tag mußte sin Innsbrucker Tecmi die Ueberlegenheit der Wiener mit 4,: 2 anerkennen, am dritten Tag lautete das Ergobnis 6:1 wieder zu ungunsten des Sportvereines. Die'' Hertha-Mannschaft trug an den beiden Ostertagen Wettspiele in Brünn ans und vertrat beit Wiener Fußbausport sehr ehrenvoll. Am ersten Tag % spielte sie gegen Moravska Slavia und gewann 3:2 (3:0). Die Wiener waren in der ersten Spiechälfte stark überlegen, ließen aber nach der Pause stark nach, so daß Awravska Slavia zivei Tore anfholen konnte. Das zweite Spiel ging gegen die auch in Wien wohl bekannte Zi'deuice vor sich und endete 2 :2 unentschieden. Htzrtha lieferte wiederum ein schönes Spiel mseaaaaki AUe Atten von Bankgeschäfteft Körrsmandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien,!. $@itzerga$$e 4 Kreditdna Warengeschäfte Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse: Ffapobank jj A-97$/.:/:A

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