Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1861 (20.4.1924)
- Date
- 1924-04-20
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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m. rni ~ : ' .-r~ M«, Wiens« Morgenzeitung. " 20. April 1924 Seil« SS Fußball - Auswüchse sportlichen Ehrgeizes. SDfce Fußballer, deren Gesichtskreis bei den Tor- und Seitenlinien, endet, können als Gegenwärts^rscheinungen angesehen werden. Da diese Gruppe aber auch bei uns Juden noch immer die Mehrheit unter den Sportlern bildet, so müssen wir mit allen Mitteln trachten, diesen sunaen Menschen einen Ausweg aus dieser Sackgasse zu weisen. Der Jüdische Sportverband ist aus bestem Mge, unserer Sportbowegung den Inhalt zu gelben. Rückfälle sind bvgr-eilflich, vielleicht sogar unvermeidlich. Unsere Ausgabe wird es aber immer sein, diese festzuhalten. und durch mitileidlose Kritik z» 'beschämen urtb letzten Endes läuternd zu wirken. Schlechte Beispiele nachahmend, herrscht auch unter den Mischen Deveinen oft eine sportliche Rivalität, die sich in verdammensw:rten Formen auslebt. Bor uns liegt ein von' Hagibor verfaßter Bericht über das Wettspiel dieses Vereines gegen-dessen Bruderklub Jordania. Wir entnehmen daraus, folgende Stellen: „Es ereigneten sich leider große Skandale, 'die zum vorzeitigen Abbruch des Spieles führten. Im gleichen Maße, als Hagwor die Oberhand gewann, mehrten sich die von den Jordania-Spielern begangenen D rbheiten. E i n e m Fußballer von Hagibor riß die.Geduld und er zahlte mit gleicher Münze heim. Der Schiedsrichter schloß hierauf von beiden Par'eien se einen Mann aus. Aus dr'-eses Zeichen stürmten die Anhänger von Fordania auf das Spielfeld und attackierten die Hagibor-Spieler. Ter Schiedsrichter tat das einzig Richtige mid brach das Spiel ab. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit wird im Wiener Fuß-- ballverband gesprochen werden." Wir sind überzeugt, daß dieser Bericht nicht den geringsten Anspruch aus Objektivität erheben kann und daß sich die Spieler und Anhänger von Hagibor ebensowenig einwandfrei ausgösuhrt haben wie die von Jordania. Wer Von den beiden Vereinen. den Anlaß gab. ist ganz gleichgültig. Die Tatsache, r»aß sich Ausschreitungen zugetragen habe::, ist für uns Vas Bemerkenswerte. ES D eine bedauerliche Zerterscheinung, daß unsere Mischen Vereine ihren Ehrgeiz darein setzen, ausgerechnet den BrsldärWub besiegen zu wollen: dabei ist ihnen jedes M'it.te l,. das diese Absicht verwirklichen Hilst, Diese Art von Rivalität zeugt davon, daß die Spieler Hm' Zweck dar Mischen Sportbe-ivegung keine Ahnung haben. Das Spielfeld, der Ball und die Tore bodeulen keinen Lebensinhalt. Sie sind nur die Mittel, die dazu di neu, daß die Mische Jugend großen und , lesenswerten Aufgaben gewachsen torrd. Die jüdische Jugend soll sich durch Sport körperlich kräftigen, damit sie den Fre-iheitsbegriff in jeder Form zu erfassen vermag. Die^Muskcln werden nicht ans dem Grunde gestählt,'damit ein jüdischer Klub den anderer: verprügeln kann, sondern. damit wir dir Stellung unter den BMern erlangen, sie uns in jeder Beziehung als frei kennzeichnt. Die Freiheit winkt im Erez Israel. . Für./. unser Land M'sstzn wir ün8. vörbereiten. Und dazu dient das Spielfeld, der Ml und die Toro, die aber keine WÄt für sich bedeuten, b. hoffen, daß sich der jüdische Verein ehrenvoll behaupten wird.' Das• KntscheidurkgSstziÄ^vWekten dann Kadimah und die Reserve von Ostmark. Die jüdische" Mannschaft wird hart au kämpfen haben, ihr Sieg liegt aber im Bereich der Möglichkeit. Der JA. C. nimmt an einem' Rundsviel auf dem Liberias-Platz teil. Heute um 9 Uhr Wielen Berta und Apollo., Beide Vereine dürsten ungefähr gleich stark sein. Um 11 Uhr treten einander dann I. A. E. und W. B. C. entgegen. Dieses Spiel sollte bereits die Entscheidung. des Turniers bringen. , I. A. C. sollte einen knappen Sieg erringen. Am Montag dürfte der I. Ä. C. um 9 Uhr den Sportklub Apollo sicher bezwingen. Auch W. B. C. sollte um 11 Uhr mit Veria fertig werden können. Schließlich nimmt noch Hasmonea cm einem Rundspiel aus dem Viktoria 21-Plätz^tpl. Die Spiele beginnen am Sonntag und Montag.um. 2 und' um 4 Uhr nachmittags. Die Konkurrenten der jüdischen Mannschaft sind Viktoria 21, Korneuburg-Reserve und Helios 20. Der Sportklub Hasmonea dürfte m diesem Rundspiel ehrenvoll abschnewen. .. Jeder Sportler Raut———i nur ^D-A-IIVES original amerikanlsehe r . Kaugummi und Chiclets Wiener Vereine in der Fremde. Wiener Sportklub: Sonntag gegen Breslauer Sportfreunde. Montag gegen Breslauer F. V. 1606. Admiva: Sonntag in 5karlsruhe, Montag gegen Vorwärts (Mannheim). W. A. F.: Sonntag gegen Frankfurter SP. V., Montag in Leipzig. . Rapid: Sonntag und Montag Rundspiel in Antwerpen. Veranstalter Bevschoot. Hertha: Sonntag und Montag Rundspiel in Brünn. Veranstalter MoravSka Slavia. F. A. C.: Sonntag gegen Moravska Ostrava, Montag in Troppau gegen Törekves (Budapest). Cricketer: Sonntag gegen Viktoria (Forst), Montag in Forst. Rudolfshügel: Sonntag «gen Ligeti. (Pveßburg), Montag geLen P. T. E. (Preßburg). «slovan: Sonntag gegen HaSmonea (Lemberg), Montag gegen Pogon (Lemberg). Ostmark: Sonntag gegen Innsbrucker Sp. D., Montag gegen Rapid (Innsbruck). W. A. C.: Sonntag gegen 1. C. S. K. Bratislava. Wacker: Sonntag und Montag gegen Szombathely A. C. Simmering: Sonntag gegen Arbeiter-Athletiksportklub (Graz). Montag gegen G. A. K. '' Bewegungsspieler: Sonntag und Montag gegen Villacher . Sportverein. I IIII ummnini mnai «■■■■■! imBWI i j Photo* and Kinoapparate | sowie e&aatllolle BeilarfSs-tikdl 1 Photahaua „KELLY“ S HEINRICH LOITER Wien, II. Botensterngasse 28 totatbelluiiflen u. Vergrftsserungen Zionistische Arbeit. Die vor 25 Jahren erfolgte Gründung des ersten jüdischen Turnvereines,'dem bald viele andere folgten, bildete-einen Markstein der damals noch jungen zionistischen Bewegung. Nach einigen Jahven entstand die Hakoah als -erster jüdischer Sportvevern und erfaßte mit ihren vielen Sektionen tausende junger Juden. Mit den Erfolgen wuchs die MitgliederanAcchl immer mehr, anders zionistische Klubs entstanden; der wichtigste Erfolg, war jedoch, daß sich die Mitglieder offen als nationale , Juden bekannten. Auch die jüngsten Zöglinge werden bei der; Hakoah systematisch in den Zionismus eingeführt; diese, kulturelle Betätigung des Bevemes ist zumindest ebenso wichtig wie die'rein sportliche'. Den kleinen Vereinen fehlt es leider fast durchwegs, an Geld und geeigneten Führern, um diesen doppelten Aufgaben gerecht zu werden. In der Leitung sitzen meist junge Leute, die wohl immer den besten Willen, aber selten die notige Er» fahrung haben. Der Jüdische Sportverband erkannte diesen Mangel und ist eifrig bemüht, den Vereinen erfahrene Männer zur Verfügung zu stellen. Es sind in' dieser Hinsicht bereits Ekfolge zu verzeichnen und die Arbeit wird eifrig fortgesetzt. Es ist zu hoffen, oaß auch die Sportvereine, ähnlich, wie schon jetzt die Turner, ihren zionistischen Verpflichtungen,, Nachkommen werden. Die Verwirklichung des Gedankens der jüdischen Olympiade in Erez Israel im nächsten Jahre wird sicherlich mrtholfen, die jüdische sportbegeisterte Jugend bald für die zionistische Arbeit zu erfassen und uns erleichtern und helfen, die Worte unseres großen Führers Dr.. Herzl in die Tat umzusetzen, auS Judenjungen junge Juden zu machen! : —;— Guttmann soll für die Verstcherunssgesell» schuft zahlen. Am 18. November v. I. war es auf dem Fußballplatz der Hakoah bei dem Meisterschaftsspiel Hertha—Hakoah^ zwischen dem Hokoahner Adalbert Guttmann und deck Stürmer der Hertha Max Reiterer bei dem Kampf um den Ball zu einem Zusammenstoß gekommen, wobei Reiterer zu Boden stürzte, anscheinend n^it unbedeutend verletzt wurde und von oem Rettungsauto weggeführt werden mußte. Nach einer von der Arbeiter-Kranken- und Unterstützungskasse erstatteten Anzeige soll Guttmann bei dem Zusammenstoß Reiterer absichtlich unterlaufen haben, so daß letzterer sich verletzte. Auf Grund der Anzeige wurde gegen Adalbert Guttmann eine Anklage wegen leichter Körperverletzung, eventuell wogen Gefährdung der körperlichen Sicherheit, erhoben. Guttmann hatte bei seiner polizeilichen Einvernahme erklärt, daß er und Reiterer einen Ball mit dem Kopfe gleichzeitig auffangen wollten; hiebei föt es zwischen ihnen zu einem Zusammenstoß gekommen.und .Reiterer sei, ohne daß er irgendwie daran schuld gewesen wäre, gestürzt. In der gestern vor dem Bezirksrichter Doktor Straßmr gegen Guttmann angeordneten Verhandlung war als Verteidiger des letzteren Dr. Valentin Rosenfeld erschienen. Die als Zeugen vorgelädeneN Fußballspieler Reiterer (Hertha), Pollcck und Grünfeld (Hakoah) hatten sich aber nicht srngefunden. Der Richter-beschloß, über die auSgvbliäbenen Zeugen Nundspiele. Kadimah veranstaltet heute und morgen aus dem OstiNark-Platz ein Rundspiel, das einen sehr interessanten Verlaus zu nehmen verspricht. Um halb 8 Uhr treten einander heute Kadimah und Hagibor entgegen. Letzterer Verein erzielte in seiner Gruppe bemerkenswert günstige Resultate, doch dürfte er kaum stark genug sein, um Kadimah gefährlich werden zu können. Um halb 5 Uhr treten einander die Reserve von Ostmark und die Brigittenauer Sportfreunde entgegen. Wir erwarten den Sieg von Ostmark. — Am Montag spielen um halb 8 Uhr Hagibor und Brigittenauer Sportfreunde. Wir Wie schützt sich der Sportsmaiin am sichersten gexen Unfälle jeder Art: Durch Versicherung gegen Unfell und Heltpfllcht I Besonders wichtlq bei Betreiben, von Körparaport auch Winterspo-t), Radfahren und Reiten. Für AutobesitxeM A Uto-Unlversat-Ver Sicherung deckt alle kür Automobilisten in Betracht kommende Riskenin mr einer Polizze “’W Kostenlose Auskunft« bol dar Direktion des Sah. Direkfloa: Wien,!., 9loek.lm-Eieeapl«h Rr. t ANQLO-DANUBIAN-LLOYD, Allgemeine Vonieherangt*A’>& Tel. Hr 7»4«. 74448 SOSt Wien. L, Aeoernalatr 1. Tel. Nr. I»88 8MI. Gopyrigth by 188» Nachdruck verboten. Deutsch-Oeperreichischer Verlag, Dien.?k. Forljrtzung. Die Heimatlosen. Don Wilma Dukelich. Und .dann erhielt La-jos einen kleinen Schwiberposten, den chm. wieder Fenyö verschaffte und der vm Grunde wenig Mum zu Expa-chionen bot und ihn zwang, Diebe und Haß aus engem Raum: auszutoben. Umd -weit zu Diebe wen'ig GÄegenhe>it war, haßte er um so mehr und fing mit dem Hasten -M sich selber an; denn er war verbittert und suchte iit sich die Ursache seiner M'iherfolge. Und die angesamme-lten. Energien verdichteten sich zum. explosiven Gas: sie trugen die Möglichkeit sinnloser Katastrophen als Schicksal m sich. * Schwarz Samuel, der Vater Tibors, war sich aa-nz im klaren: der Junge war untcmKch für das GsschÄft, und wenn er für die We-inbranche untauglich war, dann -war cs überhaupt nichts m>it -ihm, da der We'mhandel doch Raum für die verschiedensten Qualitäten bietet, denn er urnfaßt ein..ganzes Gebiet. Und wenn einer schon der Kellernianipulation nichts taugt, so taugt er v>i«>lle-'icht im Kundenverlkehr oderbei der internen GeschästSgebavung. So . groß kann, überhaupt kein Schlemihl soin, daß er im Minhandel nicht doch nach irgendwie Verwendung finden könnte. Ueberhanpt: das Geschäft -war vorzüglich eingesührt. gäug von selber. Ter Alte hatte das Schwerste getan» nun brauchte, der. Junge! bloß zu ernten. Mer selbst dazu langte es bei D'chor uicht. ... . Für die KeÄevavboit 'tim er untauglich, denn er harte - echösche. Gtuchdsätze. Wenn Samuel Schivarz feinen Elgen- . bau zu echtem Tokayer oder Burgunder vevschnitt,' kam T-ilbor ntit sittlichen Bödenken daher! Als >ob-das nicht jeder täte! Unid überhaupt. So ein Grünschnabel! So ein Nienrand! Wav^ noch feücht hinter den Ohren und nahm sich heraus, ihm Ratschläge -zu geben.'Keck heit! Im KuMnverkehr war Dibor -schon gar nicht zu gebVMchey>!denn> er. redete ab, wo er zureden sollte. Und ließ sich schließlich «ls gründendes Mitglied im AWpnenzlerverein aufnehmen, ivas schon nicht mehr Narrheit, sou-dem direkt eine Heraü'SfördeMng war. Wovon -wollte der Junge leben, wenn Schwarz Ärmuel sperren konute? Denn darauf l-ivf es doch schließlich hinaus. Mit solchen Ueberspauntheiten Ächtete man das Gechaft zugrunde. In der Kawzlei benahm er sich wie ein Hampelmann. „Gott, wie hast du mich mit dies-vm Sohn gestvast!" seufzte Schwarz.Onivy MM' mußte -MieMch alle Hoffnung fahren lasten. Mnn .Dibor. schrieb Geschästsbriofe, di« an sich -.WWche:MHsterweBe^ -waren, aber sie enthielten alles, bis aus das. was eigentlich unbedingt hätte gesagt werden müsien. Und, wenn er m der Buchhaltung tätig war, kam er zu so,abenteuerlichen Resultaten, daß ein sehr geschickter Buchhalter Tage braucht«, um jene fe-iwen Jrrtümer hevauszusuiben, die TrLor in «inor Stunde auKkalku'lierte. Ta fand der Alte einen Ausweg. Er stellte Tbor ailS Auiffeher in seinen Me-mgärten an. Da war . nichts zu derde.vöen. Denn da wirkte der alte Msi bacsi seit dreißig Jahren und der ließ sich nichts dve-mreden. Das Kind aber hatte einen Namen und Tibor war aus «ne uuschädl-iche Art untergebrächt. Uy-d zwar so. «daß er soinem Vater auS den Augen Kam. was ,für bs'.de Teile vorteilhaft -war. Aus alle Fälle war Dibor' selig. Während sein Vater im Kasinoprvhlerisch^iWhl'te, daß er seinem Sohne mun ein . jelibständiges. ArboitSfe-ld crössnet habe, lag Dibor stundenlang an der Sonne, las, und koiner störte ihn. Oder er ging in den schattigen Lvu-bengängen umher, dem Alltag und der väterlichen Kle'mwelt völlig entrückt, und sah aus die Stadt hinab, die jMtchwo^ ftxne sich .im Sonnennebel wie ein Weißes, harmlüfes Kindevspiolzrug aus-' nahm. Wer Tibor wußte: sie war so havnÄos nicht. Sie' war d:e .K>ein.stclidt. Me zehrte Nervenkrasi und. selbständige Art zu sein und zu denken aus. Sie en^aÄ'te "ytit Äner langsamen -SicherherhM«d naHm, dem Menschen svin Kostp barstes:-die.Eich»mM,Wieraber war Tibor geborgen vor der Stadt und ihren Ansprüchen. Hier' verlangte keiner von ihm Haltung.und Auftreten. Er, war, der er^war. umd sein, Traum'wurde wieder lebendig; ja/- das Leben wurde neuerdings -zu. - seinem Traum, solange -die Kleinstadt ferm i-m flimmernden Sonnennvbel zu fernen Füßen lag. Und dieser Traum verdichtete sich, nahm feste Formen an. Hatte schlauke Glieder und schimmernde . Lachaugen. Und neckte Dibor. Und immer gwisbarer wurde der Träum, gaukelte vor ihm her, während die Blute des Weines , berauschend duftete und die Sonnenslecke gelb und muinter m den Lauben« gangen tanzten. Wahrend die weißen Rocke der srvhlichen Winzeriuuen sich wie seltsame Mesenglocken im Winde blähten, ihre Arme sich im rhythmischen Takte der Arbeit hoben und senkten. Das war ein Jnei'nauderspielen der Linien. TaS war Harmonie und jene Musik, die Ttbor verstand. Und dazu brannte die Sonne silberweiß und Prall dom Himmel und der Schweiß troff dm den gcbrauuten Mädchenistirnen. Stundenlang lag Tibor im Grase, kaute an einem stvftigen Halme und schaute zu. Die Mädchen kicherten, lachten und schickten ihm wohl auch verstohlene Blicke zu. Dann aber sangen sie. Und khr Lied flog aus wie das der Amsel. War schlicht und eintömg. Und gchöri'e der Natur wie sie selber. Tibor aber lauschte. Da's war der Traum, den er träuimte. Er verfaß hrml Spiele der tanzenden Linien, daß das Leben Forderungen stellt. Daß die Beere sich allmählich zur Reise rundet. UeberqMt von süßem Saft, und daß der. Wein gekeltert wird. Und daß dieser We>in nicht nur Rausch und Traum ,bvde-utet im Becher jener, die von Räuschen und Träumen loben, sondern daß er als „Ware" in Schwarz ScrmuelS Keller wandert, wo er zu Tokayer' Verschnitten wird und' feinen eigentlichen Wert, .seine-Marke umwechfeft rn fälsche Marken u-nd falsche Werte. Und Dibor. vergaß, daß schließlich jedermann mehr oder -weniger gezwungen.ist^ seine Lerbens« : wexte ,zu verfälschen und sie in mindere Münze umzu« -wechseln. Und er vergaß, daß der Traum so lange dauert» als. dir Rebe'blüht, so lange, als -das Äch'der Winzer m den Dauiben schallt. Und ^datz die Wirklichkeit jedermann zer« bricht, der da nicht wacht und -bötet'sind foimet Stunde gewahr wird.-Und sich-der SÜurde arrpaßt. Oder sie msi« stert, Herr'Mr sernien 'Willen"und über den Willen anderer wir-d. ' '■ ‘' '^F'örtsetznng -folgt.)