Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1861 (20.4.1924)
- Date
- 1924-04-20
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980944--18656-3005740- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
TKke SY Men, Sonntag Wiener MoegenzeitunA. -20. April 1924 Nr. 1861 staaten örfaßt wurden: die Zerstörung des Kredites, der bod; die wichtigste Voraussetzung. für eine gesunde Entwicklung der Industrie bildet,, und in deren Folge die katastrophale Geldnot.Die P.K.K. P. schnürte-die Kredite stark ein, womit die Jnflationsgewiune aufhörten, und der Privatkredit berechnete -mit Rücksicht auf das hohe Entwertungsrisjlo einen derartig hohen Zinsfuß, daß der Bielid-Bialaer Jndustrieartikel zu teuer wurde .und seine Exportfähigkeit embüßte. Die restlose und rasend rasch .sich vollziehende Anpassmlg aller lebensnotwendigen Artikel an die Weltmarktpreise auf ul len Wirtschaftsgebieten und die daraus sich ergebende stete Steigerung der Löhne haben der Bielitz- Bialaer Industrie die letzte Stütze ihrer Konknrrerrzfähigkeit geraubt und so brachte die zweite Hälfte des Vorjahres einen starken, Rückgang der Produktion und eine einschneidende . Verringerung und vielfach sogar eine völlige Lahmlegung des Exportes. Industrie und Handel .zogen nun die unvermeidlichen Konsequenzen aus der neuen Lage, und stellten sich ganz auf das neue Jnlanidsgeschäft um. Die gegenwärtige Lage ist durch die im Gange befindliche Finanzsanierung charakterisiert. Die gesamte Industrie des Bielitz-Bialaer .Gebietes steht an der. Schwelle eurer neuen Entwicklungsphase, die wiederum einen Aufschwung bringen dürfte. Die schwach fundierten Neugründungen wurden von den Stürmen der verflossenen zwei Wirtschaftsjahre hinweggefegt und diejenigen Neuschöpfungen, die /sich im schweren Kampfe um ihr Dasein behaupten konnten, gehen zweifellos einer neuen Blütezeit entgegen. Der Uebergang von der Jnflatwnspolitik zur Währungsbeständigkeit hatte zu. Winterbeginn als unvermeidliche Begleiterscheinung eine heftige Krise gezeitigt: Geldnot und Absatzschwierigkeiten, hervorgerufen durch die Konkurrenzunfähigkeit der Bielitz- Bialaer Erzeugnisse, zwangen zu einschneidenden Betriebsreduzierungen, so daß durchschnittlich kaum 25 Prozent der Produktionskraft ausgenützt werden konnten. Seit Ende Februar steht nun die Bielitz-Bialaer Textilindustrie wieder im Zeichen einer Hochkonjunktur: Die Verteuerung oer Wolle auf dem Weltmarkt und der mit Februar emqetretewe teilweise Lohnabbau und die Verbi ljgung der Kohle h.'.ben dre Konkurrenzfähigkeit der Bielitz-Bialaer Ware wieder hergestellt, die schon seit Wochen einen derart reißenden Absatz Sfindet, daß. die Lager völlig geleert sind. Das aus der Inflationszeit mit Waren stark, ausgehungerte und jetzt infolge der Markstabilisierung wieder kaufkräftig gewordene Inland und zum Teile auch der Staat konsumieren fast -die gesamte Erzeugung der Textilindustrie, so daß augen- Mcklich ber Export vollkommen in den Hintergrund getreten ist. Aber der Rausch der Konjunktur wird bald verraucht sein und die'Tatsache, daß der Umfang der Textilwarenerzeugung in allen Genres den Inlandsbedarf weit übersteigt, wird bald wiederum ^ur Richtschnur der Produktions¬ und Absatzpolitik werden. Bielitz-Biala wird die alten' Absatzbeziehungen zum Ausland wieder anknüpfeu müssen und M Qualität / der. ausländischen Konkurrenz nicht ..nächstehen dürfen. Die jüngste Stabilisierung der Wollpreise auf. dem Weltmärkte'bricht per Konjunktur die Spitze ab und der Wrtt- LeSverbskamPf wird bald wieder entbrennen: Im Jnlande mit Loitz, im Auslande mit der tschecho-flowakischen Textilindustrie. Die Zukunft der Bielitz-Bialaer Industrie ist mit 'der Entwicklung der Polnischen Gesamtwirtschaft eng verknüpft. . _: .._ Am Wendevuntt der Krise? Von Dr. Michael Suffan. Man hat das Gefühl, 'als ob' mmmehr der Tiesstaind der Kvise, welche das -Finanzleben Wiens befallen hat, überwunden wäre und sich eine allmähliche Besserung anbahnen würde. Es find zwar nur Symptome, aus welchen dies erflehen werden kann. Dabei -sind diese Symptome nicht einmal -greifbar, sie finib. mehr gefühlsmäßig. Am Mittwoch und Donnerstag der letzten Woche war die Stimmung etwas beruhigter. Eine gewisse Zuversicht machte sich an der Börse geltend.' Dieses gewisse Psychische Fluidum, das die Wendung anbahnt, scheint sich auch jetzt bemerkbar zu machen. ■ Man kann ruhig gestehen: Aus äußere Momente allein kan» man den jetzigen Tiefstand nicht zurückführen. Es sind vielleicht Kurse der- Verzweiflung gewesen, die in der vovletzten Woche zum Ausdruck kamen. Kein. Mensch kann Voraussagen, was gekommen Ware, wenn tatsächlich die Intervention der Banken ausgeblieben wäre. Viel fehlte nicht dazu. Noch am Montag, einige Minuten vor Borsenansang, konnte schwer eine Einigung darüber erreicht werden, wie weit die Banken in. »ihren Interventionen gehen werden. Zwar war schon in den früheren Wochen eine solche Jnterventionsmaßnahme beschlossen worden. Sie hatte sich, aber nicht ausgewirkt. Jetzt war die Gefahr viel größer und es mußte mit starken Kräften ejnge>grisftn werden, sollte nicht der Markt eine vollkommene Derontierung erleiden. Es war förmlich ein Run der Esfektenbesitzer ' zu befürchten. Und gerade so wie einmal die Kronenpanik um sich gegriffen und jeder bestrebt war, sich des Kronenbesitzes zll ent- .'^digen, um ja herausznkommen, so hatte -es vorübergehend den Anschein, als ob sich , eine ähnliche Panik vor dem Aktienbesitz geltend machen würde. Superkluge, glaubten schon gewisse Anzeichen der Krise des schwarzen. .Freitags .zu finden. Das Gleichnis stimmte Ms. keinen' Fall. Während vor einem halben Jahrhundert der Markt vollgefüllt war nrit Papieren, die reine Nonvaleurs waren, und Re Wiener Börse der Spielball aller' Grüudungsspekulationen.' war, wo Papiere aus den Markt geworfen , wurden von Unternehmen,, die. gar nicht existierten, sondern mtr.'aus dem Papier standen, während also,damals dem'Schwindel Tür und Tor' geöffnet und . die Wiener Börse sich zu nichts ärgerem als znm WerkMlg dieses Schwindels erniedrigte, der dann in den Krisenlagen des Jahres 1873 MnSdmck fand, »ist dies heute nicht mchr der Fäll. Mit'verschwindend geringen Ausnahmen repräsentieren die an der Börse gehandelten Effekten der Jrrdustvien und Banken Uriternchmun-gen,. die Wer einen wichen Fundus verfügen, die große Realitäten'chr Eigen nennen, die gewaltige Reserven angehäuft haben, intim« Beziehungen mit dem AuÄaM besitzen nick nicht - nur eine gute Vergangenheit, sondern auch eine auf sicheren GvnMagen basierende Zukunft haben. Solche Papiere sind nicht Nonvaleurs, wie sie im Jahre 1873 den ganzen Markt füllten. Und gerade in dem inneren Gehalt ihrer Effekten liegt das Rückgrat der Wiener Börse. Es wurde in die Menge der Ruf hiueingeworfen, daß die Papiepe kein Erträgnis abwerfen. Infolgedessen sei ihr Wert zu klein. Nichts ist verfehlter als eine solche Anschauung. Schlimm wäre es, tvenn diese Unternehmungen kvine Dividenden za h« -len könnten. Wer nur die Bilanzen.zu lesen versteht, wird bald herausfinden,'daß allen diesen Banken und Industrien , die Auszahlung sehr großer Dividenden möglich war, daß sie'.aber dies ans verschiedenen Gründen nicht g-etan-haben. In erster Reche, weil ihnen unter dem Drucke einer ganz unwirtschaftlichen und' unvernünftig angelegten Steuerschraube der ganze Reingewinn we-ggenommen worden wäre.-Sie wollten deshalb ihren Reingewinn nicht deklarieren und-haben lieber all ihre Erträgnisse in Investitionen, stillen Reserven usw. angelegt. Jetzt, wo endlich einmal die Regierung, die von - dem Weisen der Börse keine Ahnung hat, ei-nsieht, -daß es unmöglich ist, den Aktiengesellschaften den ganzen Reingewinn'wegzusteuern, daß sie bei solchen Steuerprinzipien keinen Penny ausländischen Geldes hereinbekommen werde, wo sie sich unter .dieser Einsicht endlich entschloflen - hat, die Steuern herabzusetzen, -jetzt beginnen' auch schon die -Aktiengesellschaften, relativ' günstige Dividenden auszuzahlen. Es sind in den meisten Fä^'n. 5 Prozent, die bei den. Jüdnstviewe-oten zur Tluszahlung koMinen.- Es wird zwar mancher sagen, dies bedeutet gar nchts im' Verhältnis zu dem Umstande, ' daß man für Geld- 26 bis 30 Prozent pro anno bekommen könne. Dies ist eine vollkommen falsche Ansicht. Die. Geliwechäftnisse sind vorläufig abnormal und das große Zinsenerträgnls eine vorübergeheibe Erscheinung.-.Eine-öprozentvge-Dividende einer Industrie oder einer Bank ist ein den normalen Verhältnissen ziemlich nahe kommender Prozentsatz. In England, in Frankreich und in den anderen Staaten mit.normaler Wirtschaft werden derzeit nicht mchr als' 5 bis 7.- Prozent - Dividende von ^ndustriegesellschasten eingehoben. Wenn sich die österreichischen Gesellschaften allmählich, diesem Standpunkt anbeqnemen und trotz der hohen Geldsätze soviel-zählen können, so zeigt Res nur, wie gesund. Re österreichischen GefÜlschasten. sind. Doch abgesehen -davon, kmnmt das reine RentabAi^ätsprinzip mir'bei den.Anlagswerten, wie bei den Jndustrieobligationen, den StMtSanleihen, zum Ausdruck. Hier hat der einzelne Obligatiouenbesitzer nur sein Geld gegeben und . bekommt hierfür eine entsprechende Verzinsung. Bei der Aktie hat er nicht nur Anspruch auf ein Erträgnis, sondern ist gleichzeitig auch Eigentümer des betreffenden Teiles des Unternchmens. Der Eigentümer eines Unternehmens kann hru'e noch nicht auf Re volle Rentabilität rechnen. Haben die Mener Hausbesitzer eine volle Rentabilität? Und trotz alledem geben sie ihre Häuser, nicht umsonst her. Unter demselben Gesichtspunkt muß jetzt. Mch in der Nachkriegsperiode nach-Ueberwindung "der Inflation der Besitz der Aktie gÄvertet werden. Er repräsentiert einen Teil eines gewaltigen Eigentums, das trotz der Kapitälsverrnchrung lange nicht so verwässert ist, daß es nicht einen großen inneren Wert besitzen würde. Die. Mentalität der Aktienbesitzer ist dadurch erschüttert worden, daß Plötzlich der Glaube an die Aktie durch Hervorhebnng des Rentabilitätsgedcmkens erschüttert wurde. Es war eine Psychische Erschütterung, die durch die Verluste des Wiener Platzes infolge der Frankeüfpekulation eine Verstärkung erfahren hat. Als das Kursgebände zu wanken begann: und die unbedeckten Konti dem Markte zur Verfügung gesollt wurden, als.die schwachen Firmen ihre Positionen lösen mußten, kam die Lawine ms Rollen. Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, daß Re Zuversicht mancher ruhiger Aktienbesitzer noch mchr erschüttert wurde und sie, ebenfalls von der Panik geschüttelt, ihren Effektenibesitz dem Markte zur Verfügung stellten. Nichts war verfehlter als Res.; Die Intervention der Banken hat es verhindert, daß es zum Aergsten 'gekommen - ist. Sie hat aber auch andevevsei's be-. wirkt, daß endlich eine gewisse. Besinnung Platz griff und daS Publikum Re Situation endlich ruhiger zu beurteilen beginnt. Es-vollzieht sich dve psychische Wandlung, die der Panik' ein Ende zu setzen beginnt. Von einer entschiedenen Besserung' ist man vielleicht noch weit entfernt. Daß sie kommen wird, ist. gewiß. Wer durchzuhalten vermag, wird den Gewinn davontragen. ' Zahle« mu Rußland» Wirtschaft. Depression am Jnlandsmartt. — Rückgang im Getreideexport. Aus der letzten Sitzung des Konjunkturrates rin staatlichen Planausschuß machten die Vertreter der verschiedenen Volkskommissariate eine Reihe interessanter Angaben über die gegenwärtige Wirtschaftslage Rußlands, die wir einem Referat der Moskauer „Industrie- und Handelszeitung" entnehmen: . » . Innenhandel: Der Binnenhandel steht im Zeichen einer Depression, Re sich im Rückgang der Umsätze an den Warenbörsen zeigt. So betrug der Rückgang an der Moskauer Warenbörse im Mätz 34 .Prozent, an der Leningrader (Petersburger) 29^4 Prozent, an der Rostolver a. D. 35,9 Prozent und an der. Jaroslawer Börse 39,4 Prozent. Im Gegensatz zu den erwähnten Börsen ist dagegen an der Charkower und.Kiewer Börse eine al >rd mg s geringe Steigerung der Umsätze zu verzeichnend Djle Depression an den russischen Warenmärkten findet in her Hauptsache ihre Erklärung in den durch die Währungsreform hervorgerufenen Maßnahmen der russischen Regierung: Einschränkung der Geldemission und der Staatskredite sowie durch Re in bei letzten Zeit anhaltende Preissenkung. , Außenh andel: Der Export betrug.im■ Februar dem Werte nach 31 Prozent des Vorkriegkexpor'eZ im -Zähre 1913, der Import dagegen nur. 17 Prozent. In den ersten fünf Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres 1923-24/ b. h. vom 1. Oktober des vergangenem Jahres bis zum 1. März d. I., wurden für insgesamt 148 Millionen Goldrubel Waren aus-, geführt, gegen 33 Millionen Goldrubel im selben Zeitraum des vorhergehenden Wirtschaftsjahres. (Die.'Hauptbilanz für die ersten fünf Monate schließt mit einemi Aktivum von 75 Millionen Goldrubel ab.) Für die Getreideexportoperakonen wurden in der. dritten Dekade des Febrnav 7,3 Millionen Pud bereitgestellt, in der ersten Dekade des März dagegen nur 5,8 Millionen Pud und in der zweiten Dekade des März fiel diese Zahl sogar auf 2ft Millionen» Pud. i Dieser starke Rü ckg ang in der Bereitstellung von 0 c*f treibe für den Export dürfte zum Teil, seine Erklärung in den folgenden interessanten Angaben des Vertreters der Getreideexport A.-G. Chleboexport findenr Ter Inlandspreis für Exportweizen beträgt 1 Rubel 10 Kopeken pro Puh, wogegen der Weltmarktspreis ungesähv 1 Rubel 47 Kopeken ausmacht. Da Re Geschäftsunkosten Leim Weizenexport mit zirka 60 Kopeken veranschlagt werden, so ist gegenwärtig der Weizenexport kMfmännisch unrentabel. Günstiger liegen die Verhältnisse hinsichtlich der Preisgestaltung beim Roggen; bei einem Inlandspreis von zirka 57 Kopeken beträgt hierfür der Weltmarktpreis 1 Rubel) 23 Kopeken pro Pud. Nach Abzug der Geschäftsunkosten kann somit ein Gewinn beim Roggenexport von 10 bis 12 Kopeken verze'chnet wer'.en. Staatsfinanzen: Im Februar betrugeir di« Staatseinnahmen 140 Millionen Goldrubel, die sich wi« folgt verteilen: Eisenbahn 43,1 Millionen Rubel, Landwirtß> fchaftssteuer 18 Millionen Rubel, Staatsindust.ie und Ban» ken 2,2 Millionen Rubel, Kreditoperationen 20 Millwnen Rubel, Einnahmesteirer 7,2 Miillionen Rubel, Ge-verbesteuer 4,5 Millionen Rubel. Der Voranschlag für Febmar betrug 146 Millionen Rubel. Staatsbank: Die Emission der Staatsbank betrug im März 6 Millionen Tscherwonzen. Die Einlageopera-- tionen auf laufende Rechnung zeigen vom ,1. März bis zum 1. April in der Zentrale einen Rückgang von 176.000 Tscherwonzen oder 7,5 Prozent. Die aktiven Operationen -zeigen dagegen eine gewisse Steigerung: So betrug der Wechselkredit am 1. April 5 Millionen Tscherwonzen gegerr '4,7 Millionen am 1. März,' der Warenkredit 2,8 Millionen Tscherwonzen gegen 2,3 Millionen usw. Landwirtschaft: Nach Angaben des Volkskommissariats für Landwirtschaft wird mit eu:er Vergrößerung der Anbaufläche im Jahre 1924 von 9,5 Prozent gerechnet. Die Aussichten auf die Ernte sind im allgemeinen günstig und schwanken zwischen drei und vier Punkten (beim Fünf- Punktsystem). Kapitalsvermehrung. Whiteheadwerke Aktien» gesellschaft. Erhöhung von 110 Millionen auf 150 Millionen Kronen. Anleihenruckkauf durch den österreichischen Staat. I» aller Stille werden durch den österreichischen Staat , die Pfundanleihe, welche als Obligation für die Vorkriegsschulden gegeben wurde, und die Zwangsanleihe ausgekanst.. Die Kaufsumme beträgt zirka 50 Prozent des Nominales. Dadurch löst oer österreichische Staat diese Psundschulden und Zwangsschulden zur Hälfte des seinerzeitigen Wertes. ein. Die Aufkäufe geschehen, wie die „Neue Wirtschaft" meldet, gewöhnlich unter der Hand und werden nicht auf dem. offenen Markt an der Börse vollzogen, weil dies die Aufmerksamkeit allzu sehr auf dieses. Gebiet' des Anlagemarktes lenken würde. Beratungsstelle für Erfindungsschutz. Die Beratungsstelle für Erfindungsschutz, welche im Herbst v. J. im Wiener Kammeramte,'' 1. Bez., 'Dtubenring 8, errichtet wurde, erteilt von nun an Auskünfte an jedem Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 13 Uhr. Zahlungsschwierigkeiten deutscher Banksirmen. Das Bankhaus Schwab, Noelle u. Co. in Essen befindet sich in Schwurigkeiten. Heute ist die sehrangesehene Bankfirma ihren Verpflichtungen zwar voll nachgekommen, und sie würde dam wohl auch weiter in der Lage sein, wenn Re Kundschaft bet dem normalen Verkehr bliebe. Auch bei dieser Firma ist der Grund der Schwierigkeiten' in Frankenverpflichtungen zn suchen, Re aber lücht das unter der sehr seriösen Geschäftsleitung der. Inhaber stehende Stammhaus in Essen, sondern die vor etwa anderthalb Jahren begründete Zweigstelle in tamburg eingegangen ist. Das Bankhaus Kraus-u. Co. in üsseldorf. das im Oktober 1923 gegründet wurde, beantragte heute die Geschäftsaufsicht.. Die Hauptursache ist der Konkurs der Westimport-A.-G. .in Düsseldorf und der Lebensmittelaroßhanolung Saalecker in Düsseldorf, die die beiden Hauptschuldner der Bank waren. Die Verbindlichkeiten werden aus etwa 60.000 Goldmark geschätzt. . . «iekredite für Ungarn. Aus Budapest wird uni e Blätter melden, daß tschecho-slowakische^ Textilfirmett ungarischen Kaufleuten Kredite auf längere Zeit angeboten haben, welchem Beispiel , auch die österreichischen Firmen gefolgt seien. Das Angebot läutet auf sechs Monate, manche sogar Rs zu einem Jahre. Liq«ldatwn der Austro-Polmschen Bank.. Die' Austro-polnische Bank wird nicht, wie beabsichtigt war,.'mit der Internationalen Handelsbank in Wien fusioniert werden, solchem in Liquidation treten. V Ermäßigte Briefgebühr im Verkehr mit Polen. Durch Nachrichten aus Polen ist die Handelskammer iir Kenntnis gelangt, daß die mit Anfang dieses Jahres in Kvaftgetretene Ermäßigung der Brios- und Postkartengebuhr iiü Verkehr mit Polen in wirtschaftlichen Kreisen noch nicht hiltlanglich.bekannt ist. Die Geschäftswelt wird yiEit-neuerlich.daraus aufmerksam gemacht, daß auch nach Polen die im Ueb'ereftckommen von Portorose ermäßi-gten Pörtösätze für Briefe von 2400 K. und für Postkarten von 1400 K. in Kraft, stehen. Bulgarische Kompeusationslieserungen.' Alts Sofia wird berichtet: Die Regierung wurde ermächtigt, mit tschecho-slotvakischen Jndustrlellen einen Lieferungsvertrag auf Eiseuhahnmaterial äbzuschließen. .. Die. tschechö-slowaklsche Taoakregie soll dagegen in Bulgarien Tabak elnkaüfen. Die tschechöjlowanschen Industriellen werden diej« Woche zur OffertwsCTOTumrijuaqgMB! wmaBwmwwMiiWw