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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-18 · Heft 1859 (18.4.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1859 (18.4.1924)
Date
1924-04-18
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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<vvvV' ’1',^W!'^r5‘‘'.' 'l Nr. 1859 Wien, Fre'ftaH Wiener MovstenzeliunK. 18. April 1924 Ge V Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seitzergasse 4 (Ecke Bognergasse beim Graben) Kredituna Warengeschäfte Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse: Fraoiobaiik träges über den Apostel Paulus planen, haben die Bchörden die weiteren Gastvorstellungen der Wilnaer Truppe in C z e r n o w i tz v e r b o t e n. (I. T. A.) , Ein Vierteltonkonzert. Das S t a a t s k o n se r v <t* toriitnt für Musik und darstellende Kunst in Prag veranstaltet int Rahmen des Internationalen Musikfestes eine Matinee, in der ausschließlich Vierteltonmnsik zu . Gehör gebracht wird. Bei dieser Gelegenheit. wird Prof. Herymn Bidrteltonkompofitionen von Alois Haba spielen. Uraufführung einer Oper von Pierre Maurice. Das Baseler Stadttheater breitet für Mittwoch den 23. d. die Uraufführung der dreiaktigen Oper „Andromeda" des in der Wesftchweiz lebenden Komponisten Pierre Maurice vor. Pierre Maurice, ein Schüler von Max v. Schillings, steht in seinen Kompositionen der neudeutschen Schule nahe und ist bereits mit mehreren Werken an reichsdeutschen Bühnen zur Aufführung. gelangt. Ein neues symphonisches Werk von Woldemar von Baußnern. Woldemar v. B a u ß n e r n hat eine symphonische Legende für Bariton, kleiües Orchester, Klavier und Orgel geschrieben, die den Titel „Die himmlische Orgel" fuhrt. Knappertsbusch wird das Werk in der nächsten Saison im Nahmen der Münchener Akademiekonzerte zum Vortrag bringen. _ Serichtrsaal. Sie Holzkeulen des Republikanischen Schutzbundes. Bor dom -Bezirksrichter Dr. Berger war gestern der Hanidelsangestellte Fritz St., der Mitglied einer Ortsgruppe des. Republikanischen Schutzbundes ist, wogen Uebertvetung des Wasfentpatontes^ angckliagt, weil er, wie alle Mitglieder des genannten Verbandes, zu seiner Ausrüstung auch eine Holzkeule getragen hatte. «In einer bereits im Vorjahre -stattgehabten Verhandlung war der Angeklagte freigesprochen worden, weil der damalige Richter angenommen hatte, daß Holzkeulen vielleicht als Waffen im landläufigen Sinne, nicht aber als Waffen im Sinne des Waffenpatentes angesehen werden. Das Landesgericht hatte den Freispruch aufgehoben und die Strafsache zur neuerlichen Verhandlung an das Strafbezirksgericht 1 geleitet. Ter Angeklagte gab -an, daß et sowie die anderen Mitglieder der Ortsgruppe vom Gemeinderat Hermann Fischer, dem Obmanne dieser Ortsgruppe, mit den Holzkeulen beteilt wurden. Der Verteidiger hatte «auch unter Beweis gestellt, daß nach -eurer Rücksprache des Nationalrates Dr. Deutsch mit dem Polizeipräi'identen Schober das Tragen dieser Holzkeulen den Mitgliedern des genannten Verbands' ausdrücklich -seitens der PMzei gestattet worden war. In der gestrigen Verhandlung gab der als Zeuge vernommene Gemeinderat Fischer an, daß m einer Konferenz der-Obmänner 'des RepMikanischen Schutzbundes beschlossen wurde, die Mitglieder mit derartigen Holzkeulen zu beteilen und daß auch davon gesprochen wurde, daß das Tragen dieser HolzkElen seitens der Pobizsidivektion ausdrücklich gestattet wurde. Der -als Zeuge devnormnone Regrerungsrat Dr. Schulz gab an, daß seitens ,ben* Polizeidirektion eine Bewilligung zum -Tragen der Holz- Kenlen au die Mitglieder des Republikanischen Schutzbundes nicht erteilt wurde., Der Richter beschloß über -Antrag des Dratsanwaltschastlichen Funktionärs und des Verteidigers, den Polizeipräfidenen -S ch ob er und , den Natioualvat Doktor Deutsch als Zeugen vorzuladen und zu diesem Zwecke die Verhandlung zu vertagen. . Wir haben am 15. d. den Bericht über eine.Verhandlung vor einem Berufungssenat veröffentlicht, der zwei Angeklagte mit der Begründung fr ei sprach, daß Gasphiolen und Sturmkeulen^nicht als verbotene Waffen anzusehe-n seitzn. Allerdings handelte es sich damals um deutschnationale und christlichsoziale Kaufleute von Linz, die sich zur Abwehr gegen befürchtete Plünderungen Phiolen -mit Reizgas und Stnrmkenlen vom oberösterreichischen Selbstschutzverband verschafft hatten. - Rachspiel zu einem Selbstmorde mit Kokai». Ein durch die Begleitumstände interessanter Straffall betreffend eine Anklage wegen unbefugten Handels mit Kokain beschäftigte das.Strafbezirksgericht 1. Am 29. April v. I. hatte der im Viktmal'ilengefchäste feiner Eltern angeftellte 21jährige Alois Navratil durch Genuß von Kokain Selbstmordverübt. Er hatte zeitlich früh eine Dosis von 7 Gramm Kokain eingenommen, der Tod war nach wenigen Minuten eingetreten. Navratil hatte, weil ihn, wie-er sich oft geäußert hatte, das Leben nicht mehr freute, auf die erwähnte Art einen Selbstmord verübt, -nachdem er schon vorher. durch ein Jahr lang ein starker Kokainift war. Die Erhebungen über die Herfimtft des Kokains ergaben, daß Alois Navratil -an: Tage des Selbstmordes sowie an drei früheren Tagen von dem im Geschäfte seiner -Eltern angestellt gewesenen Richard Fleischmann Kokain in größerer Menge angeblich, zum Weiterverkauf bezogen hatte. Kurz vor Ausübung'des Selbstmordes hatte 'Navratil von Richard Fleifchmann nicht weniger als 200 Grarnm Kokain übernommen. Richard Fleischmann selbst hatte das Kokain von seinem Vater, dem Delikatessenhändler?ldolf F l e i> s ch nt a n n, übernommen, der seinerseits ein halbes Kilogramm Kokain von dem Wirtschaftsbesitzer Johann Haslinger zum kommissionsweifen Verkaufe-übernommen hatte. Während Haslinger bereits vor einiger Zeit beim Landesgerichte wegen Kokainhandels bestraft tvurde, wurde gegen Adolf und Richard Fleifchmann nach Einstellung einer zunächst Mm Landesgevichte wegen Vergehens gegen die Sicherheit des LebE. eingeleiteten Untersuchung beim 'Strafbezirksgerichte 1 die ZlllMvge wegen un befugt e n H a n d e l s m i t K o k a i n erhoben. Beide Angeklagte waren des Tatsächlichen geständig und gaben auch zu, gewußt zu haben, daß Alois Navratil seit längerer Zeit Kokainist gewesen fei. Der Angeklagte Adolf Fleifchmann gab an, das Kokain habe im Einkauf etwa sieben Millionen Kronen für das halbe Kilogramm gekostet -und ein allfälliger Mehrerlös wäre zwischen' ihm mid -dem Haslinger geteilt worden^ Daß Alois Navratil. der das Kokain zunächst Mm Weiterverkäufe übernommen hatte, einen Selbstmord verüben werde, habe sowohl er als auch Joiif Sohn nicht voraussehen können. Auf die Frage des Richters, wie oft er dem Navratil Kokain übergeben habe, erwiderte Richard Fleischmann, daß er dem Navratil zuerst einige Pulver -unb dann am Tage des Selbstmordes 186 Gramm KoHgirr übergeben habe. Richter: 7 Gramm haben hingereicht, um den jungen Mann zu töten. Der als Zeuge vernommene Johann Haslinger gab an, daß Adolf Fleischmann das Kokain von ihm gekauft habe mit dem Bemerken, daß er einen Abnehmer in der Person-eines Schiffskapitäns habe. Der Vertreter der Privatbetciligtcn teilte mit, daß die Braut des Alois Navratil aus Gram über dessen Tod an dessen Grab ebenfalls diirch Hist Selbstmord vcrübtel Der Richter verurteilte Richard Fle is chmann zu c i n c nt MonatArre st, den Angeklagten Adolf Fleifchmann zu zwei Monaten strenge.n A r r e st s, beide unbedingt. Die Eheleute Navratil wurden mit ihren Ersatzansprüchen von vierzig Millionen Kronen ans den Zivilvechttwev verwiesen. Volkswitt. Beratung beim FinanzmiWer über die Börsenlage. Vorgestew und gestern abends -fanden beim Finanzminister Beratungen statt, welche sowohl die Bövsenfttuation als auch den Bankzinsfuß und seine Herabsetzung betrafen. -An diesen Beratungen nahmen außer dem Finanzminister und den Vertretern des Börsendepartements -des Finanzministeriums auch sämtliche Mitglieder des Jnterventionskomitees der Banken teil. Die Verhandlungen gestalteten sich sehr schwierig, da Meinungsverschiedenheiten -über die Lösung der einzelnen Probleme herrschten. Zum' Schluffe konnte doch in den strittigen Fragen ein Einvernehmen erzielt werden. Fntermttionaier Balatenmartt. Der Franken unverändert. — Abbröckelung der Lira und der Tschechenkroue. — Die Stabilisierung des Frankenkurses. Auf den internationalen Devifenplätzen haben die -Bewegungen des Franken einen Stillstand erfahren. Auf der Londoner Börse war zwar ein auffallendes Angebot an Frauken, welches ein Sinken des Kurses hevvorzurufen geeignet war. Doch wurde der Kurs durch Intcrvcntionskäufe der französischen Regierung gehalten. Die Meinung über die weitere Gestaltung des Franken -ist -eine Pessimistischere. In Zürich stieg der Franken in den Morgenstunden um 15 Centimes, doch senkte er sich hierauf auf das Niveau des Vortages. In Paris beschäftigt man sich weiter mit der endgültigen Stabilisierung des Franken. So brachte gestern „Echo de Paris" ein Interview mit dem französischen Finanzminister, worin dieser die Stabilisierung mit 65 Franken für das -Pfund Sterling erhoffe. Bemerkenswert ist das Abbröckeln der Lira um 5 Eentimes auf 25.16 und -der Tschechenkroue um 12.5 Centimes in Zürich. Sie neuen Lextilzölle. Verteuerung der Textilprodukte um 50 Prozent. — Eine Abwehrkundgebung der Textilverbände. In einer vorgestern abgvhaltvnen Proteftvovsammlung der Textilverbände, in. der die am Textilhandel und der Textilverarbeituug interessierten Bcrufsoaga nisatiouen, insbeis,andere auch die Konfektion, vertreten toaren, wurde namens des Tuchgvoßhandels Einspruch gegen die beabsichtigten. Zölle erhoben. Es wurde nachgewiesen, daß durch die Verdoppelung des Zolles und durch die Einhebnng eines lOprozentigen Zoll-zuschlages vom Wövt der Ware eine Zollbslastung -der Tuch- und Kleiderstoffe, insbesondere bei den Vollksbedarfsartikeln, von 50 Prozent und mehr des Warenwertes erreicht werde. Namens des Verbandes der Löinenwarengroßhändlor wurde erklärt, daß die Anschaffung voir Wäsche aller Art, Tischtüchern, Bettzeug für die ärmere Bevölkerung, durch den Zoll unerschwinglich würde, da gerade die billigeren Qualitäten von baumwollener Weißware ein relativ großes Gewicht haben und daher vom Zoll besonders schwer betrossen sind. Aber auch die Rückwirkung für die Gast- und Kusftehäuser, Spitäler, ferner für die Konfektion, für welche diese Waren als Futter- und Einlagestoffe in Betracht kommen, dürfe nicht übersehen werden. Der Vertreter des Verbandes der Wiener Herren- und Danienkleiderfabrikanlen wies darauf hin, daß die hiesige Tuchindustrie n i ch t i m st a u d c t st, m e h r als 6 P r ozent des Bedarfes der Wiener K o nfeikt ionsind ustrie zu decken und alle Konfektionäre ans den Import ihrer Waren angewiesen sind. Es sei also nicht einzuschen, warum eine noch gar nicht entwickelte Industrie geschützt' werden solle, worunter die Konfektionsindustrie, die doch gewiß eine große Bedeutung für Oesterreich hat, schwer zn leiden hätte. In der weiteren Debatte wurde darauf hin-- gowiefen, daß besonders der Zoll für Leinenwaren eine zwecklose Belastung der.Bevölkerung sei, ohne der Industrie einen Vorteil zu bieten. Während in Oesterreich 19 Leinenwöbereien mit 600 Spindeln existieren, umfaßt in der Dschecho-Slowakei selber einzelne der größeren Betriebe nrehr als 1000 Spindeln. Es ist klar, daß die österreichische Industrie daher nur einen vevschwiudeiiden Bruchteil des österreichischen Bedarfes decken könne und unter 'gar keinen UinstänI^t auch mit den höchsten Zöllen konkurrenzfähig fei. Zu,m Schluß wurde die Leitung der AvbcitsgemÄufchaft beauftragt, gemeinsam mit dein an dem Dextilhaudcl und der Textilverarbeitung interessierten Organisationen alle Schritte zu unternehmen, um dielsen Anschlag gegen den Textilhandel und das Dextilgcwerbe zu vereiteln. Große Insolvenzen in Sentschlcurv.! Berlin, 17. April. (Tol.-Komp.) Die Folgen der In» ' flatiou und die sonstigen finanziellen Kalamitäterr fordern ' täglich neue Opfer. Air der gestrigen Berliner Produktenbörse wurde mitgetvilt, daß eine der größten Berliner Prv» : duktensirmen, die Firma Bloch n n d E n o ch, in Zahluuigsschwierigkeiten geraten sei. Bei der Firma handelt es sich . nicht nur. um ein ProdMengeschäst allergrößten Uimfauges, sie war auch Eigentümerin von Mühlen, Lagerhäusern und Grundstücken in allen Tei'leu Deutschlands sowie einer umfangreichen Flotte für die Getreidotranspovte. An der Börse wurde schon seit längerer Zeit davon gesprochm, daß die Firma ihren Riesenengagsments nicht mehr Nachkommen könne. Außerdem aber soll sie große Verluste in Effekten erlitten halben. Weiter ist in Magdeburg die Akiiiengesellsschaft Winkler u. C o. in Zählungss-chwierigikeiten geraten. Die Firma, die anfangs vorigen Jahres mit einem Kapital von 42 Millionen Mark gegründet wordm war, stellte Nahrungs- und Genußmittel her. SchlieWch ist die AktiengefeUchaft Hanuauier SeiferchabriE Gdoch in Hanau ebenfalls in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Von den Tochtergesellschaften haben ferner die chemische Fabrik Hanau und die Firma Becher u. Stil in Offenburg ebenfalls die Verhängung der Geschästsausiicht beantragt. Irvisen- und Balutenkurse. (Mitgeteilt von der Oesterreickischen Nationalbank.s Vista 17. April Geld Ware 16. April Geld Wart Ampierdani f. 1 holl. Gulden 2647».- 26570.- 26320.- 26420— Atrrani 1 i«er. Kronen . . . . 876.- f»78— 882— PelpTjid 1 Dlnnr .. S76. - PR'"1. 878— 882.— RprHn* 1 fleiilRche Pelchsmark . 15.85 16.17 15.85 16.15 Pr?*s«!e1 1 belplsclie Francs . . 379*. 38'6. 3824— 3836— Budapest 1 ungarische Kronen . o.-t - .97 n.92 -.98 PiiVarest 1 Lei ....... •XS6.- *68.- 365— 367— Hirfsflanfn t norwecr. Kronen . 9580.- 0580. - 0620.- K'onanhaeen 1 dSnlsche Kronor . 1192^.- 11830— 11870— (.ondon 1 Pfund Sterling . . , zrgd.- 3jonoo,— 309000— 31000^.- Madrid 1 Pesetas ...... 9310.- 942«.- 9380— 0420— Mailand t Lire. 3154.- 3166.- 3169— 3181— Neve York 1 Dollar. 70935.- 711*5.- 70935— 71185— Paris 1 Francs ....... 444?.— 4458.— 4442— 4458— Pra<» t tschecho-slow. Kronen .?o97>- 2107.— 2107— 2117— Sofia 1 Lewa . 508.- 512.- 508— 512.- Stockholm 1 schwedlscheKronor . 18770.- 18880.- 18670— 18730— Warschau** 1 polnische Mark . Zürich T schweizerische Francs . 12495.- 12545— 12491— 12545.- Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aufw. 70460.- 70860.— 70460— 70850— „ , kleinere . . , 70351°'.— 70760.— 70360— 70760— Belpfsche Noten 100 Francs . . 3750. - 3780.- 3785— 3815— Bulgarische Noten zu 1000 Leva , 491.- 439.- 491— 499— . . 100 . . . kleinere. . , 471.- 479.— ■ 471 — 479— Vvnlsche Noten 100 Kroner . . 1174'».- 11820— M69o— 11770— Deutsche Noten*. ... . , , 15.20 f'5.60 15.20 15.60 _ 100 „ . . , l kleinere* . . . 15.- 15.40 15.— . 15.40 Enßl. Noten von 5 Llvrest. aufw. 3072:10.- 3088OO— 307200— 608810.— » . kleinere. 307001.— 308600— 307010— 308600;- Französische Noten 100 Franc« , 4410.— 4440— 4410— 4440.- HollBndlsche Noten 100 Gulden . 26 '00.- 26490— 26F0— 2630H--r Italienische Noten v. 100 Lire aufw. 3165.- 3185— 3,87— SW—’ „ „ kleinere . . . 3135.- 3155— 3150— 3l7r.- Jngösl. Noten ungest. zu 1000 Dinar .. . . „100 „ „ kleinere . . 873.- 879— 875— PSI.— 8r,3.— 869— 865— «71.- Norwegische Noten 100 Kroner . 9460.- 9540— 9460— 9540.-' Polnische Noten **. 75.- 8t— 75— . 31— * , kleinere** . . -. 70.- 76— 70— 76.- Rumänische Noten zulOOO n.500Lei 362.- 366— , 36o— 364.- » „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 342.- 346— 340— 344.- „ „ . „ 100 . — „ „ „ kleinere. . Schwedische Noten lOOKronor .!856o!- 18660— 18460— 18560— Schweizerische Noten 100 Franc«. 124L;.- 12497— 12380— 12460.- Spanische Noten 100 Pesetas ► . 9250.- 9340— 9260— 9340— Tschecho-slow. Not. v.JOOOaufw. 2077.- 209L— 2092— 2108— „ „ kleinere 2072.- 2088— 2087.- 2103— Ungar. Noten (neue Em.) zulOOOKr. 0.87 Ü.93 0.88 0.94 - . .zu 10.000 Kr. . . . 0*82 . . kleinere . . ... 0.88 0.83 0.6ä t , KLvIIIvI C . > « v,Vft *»ww * Für 1000 N.-Mark. ** für 10.000 poln. Mark. Kapitalsvermehrungrn. Verein für chemische und meitallnrgische Produktion in Aussig. In der 65. ordentlichen Genetalversammlung am 5. Mai findet die Be-sckMßfassuug über die Kapitalserhöhuug bis auf 70 Millionen tschechische Kronen sowie über die Fusionierung -mit der Falkeuaner Kohlcn-Bergbcm A.-G. statt. — Nederö st e rreichische Bauern bank. Erhöhung von einer Millia.'de auf 3 Milliardär Kronen. Insolvenzen in Wien. Das Handelsgericht hat das Ausgleich sver sah rerr eingeleitet gegen: Siegmünd Ultmann, registriert unter der Firnra Sig. Ultmann, Barrkrrnd Konrmissionsgeschäft, 9. Bez., Wä-hringerstraße 60. Ausgleichsverwalter Oberbuchhalter Siegfried Kodirschek, 13. Bez., Erzbischofgasse 57. Auspleichstagsatznug am 4. Juni, halb 11 Uhr; Anm>eldungsfrist bis 25. Mai. Hemrich Weinmger u. Co., G. m. b. H., Handel'mit Pelzivaven, 1. Bez., Opcrnrmg 3. Ausgleichsverwalter Börsensensal Wilhelm Kraus, 9. Bez., Währingerstraße Nr. >6. Ansgleichstagfatzuug 5. Juni, 10 Uhr; Anmeldungsfrist bis 29.'Mai. Mit deurselben Ausgleichsverwalter und den .gleichen Terminen auch gegen Heinrich Weinruger persönlich. : Die Insolvenz der Bndapcstcr. Bankfirma Lengvarh. Ans Budapest. 11. d., meldet TelKomP.: Gegen die insolvent gctvordene Börsenkommifsionsfirma Lencwarh u. Eo. laufen bei der Polizei massenhaft Anzeigen ein Die Untersuchung hat ergeben, daß Lengvary von Angehörigen des l Mittelstandes, Beamten und Arbeitern Wextgcgenstände m Pfand nahm und die Pfäudcr enttveder verkaufte oder peuerlich verpfändete, ohne die Gegenstände ^infolge der schlechten Börsenkoujnnktnr jenials wieder auslösen zu können. Bisher haben sich 150 geschädigte Kommittenten mit Foroerungen in der Höhe von 3/50 Milliarden gcauÄdet. Die Polizei verhaftet« gestern auch den Kompagnon Lengvarhs, Desider Germanus. Ungarischer Effektenschmnggel nach Wien. Aus Budapest, 17. d., meldet Del.-Komp.: Die Sa'U'iiggelkontrollab« teilung der Oberftadchauptmannschaft ist neuen, qroßangelegten Esfekteuschiebuugcit in den Budapest-Wiener Schirellzügerr auf die' Spur gekommen. Es wurde fest gestellt, daß zahlreiche Börfeukomünssäre Effekten auf Grund gefälschter Bewilligungszertifikate der Deviseui;entrale nach Wien attsführten. Die Oberstadt'hauptmanüfchaft verhörte m dieser Angelegenheit mchrcre Börsenkoimnissiouäre und fiihrt jetzt die Untersuchung I in'der Richtung, wer die Aussuhrzertifikate der Devisenzentrale ' gefälscht hat. ‘ 5981399519685975

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