Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1855 (14.4.1924)
- Date
- 1924-04-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Elnzelnmnin er K12 00 Wien: Zum Abholen in der Expedition.il., Taborstr. 1-3, oder in einer Verschlelsstella (Trafik) monatl. K 35.000 Strassenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmiedt,I.Bez„ Wollzeile 11. Mit Postversand für Wien u. Oesterr. monatl. K 35.000 Tsehecho-Slowakei: Mon. K 18. Juo-oslawien:' Mon* Dinar60. Polen: Mon. 3*/» Zloty, Deutschland: Mon.Goldmark4, Frankr., Belgien: Mon. Frcs. 12 QV N«eli*«hlunfeB "W> bei Prei*erhobun;eB verbebalteo Sensation teuer MMM* Polen:poli.n.850.000 Italien: Monatl. 12 Lire, Rumänien Mon. 130 Lei« Bulgarien Mop. 80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Fres. 4 Redaktion o. Administration Wien, lI.,Taborsh-assel-“3 Telephone: 44-0-38,43-3-19, •h 6 (ihr ahds. 19-483.25-282 IX. Unlversitätsstr. 6—8 (Druckerei Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 1855 lien. Montag. 14. Avril 1924 Zahrgäng Nie Nanlen Men zirka 288 Milliarden für eine StntznngsMon zur BMgüng. Der Bankenverband veröffentlicht folgendes Communique r In einer gestern abgehaltenen Besprechung sämtlicher Wiener Banken, der - großen Wiener Bankhäuser sowie der Vertreter der Bank- und Kommiffionsfivmen . des Wiener Platzes wurde von allen Seiten der Anschauung Ausdruck gegeben, daß ein weiteres Sinken des Kursniveaus, : welches zu sachlich nicht gerechtfertigten Kapitalszerstörungen führen könnte, vermieden werden soll. Es wurde daher behufs Fortführung und Erweiterung der von den Wiener Banken schon bisher vorgenommenen Interventionen ein Interventions-Syndikat auf breitester Basis gebildet, welches seine Tätigkeit schon an der heutigen Montagsbörse in umfassendem Maße aufnehmen wird. : ' Wie wir hierzu erfahren,' ist'diese Stützungsaktion auf eine " Intervention des Generalkormnissars und der Regierung Aurückzufühven, die bereits vorigeWoche entsetzte und unter der .Bankenwelt msoferne BMmchiWng hervorrref, Äß Dr. Vertretern klipp und klar die Mtieilung machte, däßfür das Frankreichs Neuwahlen am 11. Mai. Paris, 18. April. Im Amtsblatt ist die Verordnung über die Neuwahlen am 11. Mai erschienen. Die Stichwahlen finden am 26. Mai statt. Die neueKammer wird Sonntag den 1.!F u n i zusammentreten. Sie wird nach den Beschlüssen des Parlaments 584 anstatt 624 Abgeordnete umfassen. Paris, 13. April. Die Kammer hat gestern um Mitternacht die zwölfte Legislaturperiode abgeschlossen. Der Senat hat sich bis zum 3. Juni vertagt. Die Reparatiünsverhandlungen in Paris. Deutsche Vertreter reisen nach Paris. Brüssel, 14. April. (Tel. der ,Miemr Morgenzeitung".) Wie „Etoile Belge" mitteilt, hat die Reparationskommission eine Mitteilung erhalten, wonach die deutsche Regiemng die Einladung, Delegierte nach Paris zu entsenden, .angenommen.habe. Die Delegierten würden am 16. April in Paris emtreffen und am 17. d. von der Kommission augchört wergen. An offizieller Stelle hat man noch keine Bestätigung dieser Meldung. Berlöngerung der Wrumverttage. Düsseldorf, 13. April. (Wolff.) Die Verhandlungen des Sechserkomitees mit der Mioum, die um 10 Uhr vormittags begannen und bis 5 Uhr nachmittags gedauert halben, werden durch die bekannte Entscheidung der Reparationskommission vom 11. d. M. erleichtert. In wesentlichen Punkten wurde eine Einigung erzielt und es besteht die Hoffnung, daß die Verhandlungen, die morgen um 10 Uhr vormittag fortgeführt werden, vor Mlauf des Vertrages zu einem Abschluß führen werden.- Ausland, das durch seine Anleihen, aber auch durch seine Wavenkvedite an der Entwicklung der österreichischen Finanzwirtschaft in bedeutendem Maße interessiert ist, jeder weitere Kursverfall nicht unbedenklich bleiben konnte. Daraufhin hat sich unter den Banken ein. Jnterventtonssyndikat gebildet, das mehrere Beratungen abgehalten hat. Gestern Sonntag fand die entscheidende Sitzung statt, die von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags dauerte und an der nicht nur der Bankenverband, sondern auch alle in ihm vereinigten Bankierfivmen teilnahmen. Das Ergebnis dieser Konferenz ist nun dieeingeleitete S t ü tz u n s a k t i o n, wie sie in dem Communique veröffentlicht wird. Wie wir erführen, wurden bereits zweiFonds mit zirka 200 Milliarden Kronen gebildet. Aus dieser Summe sollen ab heute E ffektenkäufe bewerkstelligt werden. Heute um 9 Uhr früh begann eine Sitzung der B ö rsenkammer, die sich mit der Feststellung der Einzelmaßnahmen beschäftigt hat. Dieser Sitzung wird dann Noch eine Spezialberatung im Giro- und Kassenverein! folgen. ■ Durch diese Aktiv« des Bankenverbandes hofft man, die Pan ikffftmmVst^der letzten Zeit zu zerstreuen und rechnetbeveits-mit eineWrUhäMM P e r I a nf der heutigen Börse. " " Schweden will Republik werden. Stockholm, 13. April. (Tel. der ,Wiener Morgenzcitung".) Die gestrige Sitzung des Reichstages hätte beinahe mit einem Schlage die monarchistische Staatsform Schwedens abgeschafft. Es war eine äußerst bewegte Sitzung, deren Verlauft für die Volksstimmnng des Landes höchst charakteristisch ist. Der kommunistische Abgeordnete Spongberg hatte einen Antrag auf Abschaffung der monarchistischen Staatsform und Vorbereitung zur Republik eingebracht. Nach kurzer Debatte, in der einige Linkssozial isten und Radikale sich gleichfalls für den Antrag aussprachen, kam es zur Abstimmung, bei der 53 Stimmen für und 83 Stimmen gegen die Annahme des Antrages abgegeben wurden. Da aber gleichzeitig 27 Abgeordnete für einen ähnlichen Antrag gestimmt hatten, ist in Wirkllchkeit der komnnmistische Antrag nur mit einer Mchrheit von bloß drei Stimmen abgelehnt worden.- Das Plebiszit. 70 Prozent für die Republik. Athen, 13. April. (Reuter.) Die bis Mitternacht vorliegenden Berichte über das Plebiszit zeigen eine republikanische Mehrheit von annähernd 70 Prozent. Die Stadt ist festlich beleuchtet. Ein verhinderter Putsch. Athen, 12. April. (Havas.) Durch eine Untersuchung, in deren Verlause Waffe «Vorräte aufgedeckt wurden, ist festgestellt worden, daß nach der Volksabstimmung eine reaktionäre Bewegungin Szene gesetzt werden sollte. Eine größere Anzahl höherer Offiziere wurde verhaftet. General Metaxas hat gegen die Verhaftungen Protest erhoben. Ministerpräsident P a p a n a-- stasiu erforderte, er werde jeden Versuch, die Ruhe zu stören, unterdrücken. Der Ministerpräsident hat die neuen Forderungen der Royalisten hinsichtlich der Formalitäten der Kontrolle des Plebiszits bewilligt. Die neue polnische Währung. Warschau, IS.'April. (P. T. A.) Der MinisteriÄ nahm in einer außerordentlichen Sitzung den Gesetzentwurf betreffend die Aenderung des polnischen Münzsystems an. Der Wert des Zloty wurde mit 1,800.000 polnischen'Mark festgesetzt. Bis zum 80. Juni können alle Zahlungen in Zlotys oder in Mark nach der erwähnten Relation erfolgen. Vom 1. Juli an ist die Mark nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel. Bis zum 31. Mai 1925 nicht eingewechselte Mark verlieren ihren Wert. Die Reise kinfteim nach Argentinien. London, 13. April. Aus Buenos-Aire's wird ge», meldet: Die argentinische Regierung hat den Gesandten in Berlin angewiesen, die notwendigen Vereinbarungen mit Prof. Einstein für dessen bevorstehende Vortragsrev''' nach Argentinien zu treffen. Großer Materialschaden. M 8 hrisch - Ostrau, 13. April. Nach der gestrigen Explosion aus dem Gabriela-Schacht in Karwin sammelten sich in der 29. Schicht neue Sprenggase an, die heute um 14 Uhr 10 Minuten explodierten. Die furchtbare Explosion, die im Förderschacht Nummer 1 erfolgte, vernichtete die ganze Eisenkonstrüktion des Förderturmes und verursachte einen Brand der umliegenden K a n z l e i g e b 8 u d e. Die nahe gelegenen Maschinenhäuser und Wohngebäude wurden sch w e r b e s ch 8 d i g t. Durch den Luftdruck wurden auf gr o ße Entf ern un gen h in s awtlich e Fensterscheiben z e r t r ü m m er t. Opfer an Menschenleben sind Nicht zu bMagepi nur durch die Glassplitter Wurden sechs- P e r s o n e n lei ch t v er letzt. Eine" Kommission des Revierbergamtes ist in Permanenz und; e$ alle Maßnahmen getroffen, um weiteren Explosionen.vorzubeugen. Der östliche Teil des Grubenfeldes ist vom Brand erfaßt und wird überschwemmt werden. Es wird notwendig sein, den westlichen Teil vor Vergasung zu schützen. Die Grube Gabriela, die der Berg- und Hiittengesellschaft gehört, hatte von allen Gruben die größte Förderung aufznweisen, und zwar mehr als 200 Waggons Kohle täglich.^ Die Förderung auf der betroffenen Zeche der Gabriela-Grube ist auf lange Zeit hinaus vollständig ausgeschlossen. Das Schachturnier in New-Aork. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitnng".) New-Iork, 13. April. Marsha ll—A l je chi n nach31 Zügen, Capablanca—Ljates nach 28 Zügen remis. Dr. Laster schlägt Maroezh nach 60 Zügen. Eduard Lasker schlägt Reti nach 36 :Zügen. Ianowsk i—$3 ogo l-j ubow nach 75 Zügen unterbrochen. Das geraubte Kosmos-Fahrrad eruiert. Die Raubmörder, die am Freitag abends den greisen Mechaniker Franz Pacholik in seiner Werkstätte - m der Florianigasse ums Leben gebracht haben, haben sich nicht lange ihrer Beute erfreut. Wenige Minuten nach der Tat -hat sich einer der Movdgesellen, offenbar aus Furcht vor Entdeckung, des in der Mechanikerwerkstätte geraubten Kosmos-Fahrrades auf der Straße - en> äußert und cs angesichts eines herankommenden Sicherheits- Wachmannes in der Hand eines Lehrlings, dem, er es zum Kaufe angeboten hatte, ohne Entgelt im Stichc gel aftsen. . Gestern vormittags erschien beim Polizeikoinmissariat Ottakring ein an: Mildeplatz 8 wohnhafter Hilfsarbeiter mit seinem Stieffohn, dem 16jährigen Schuhmacherlehrling Johann Brzobohaty, der ein neues Kosmos-Fahrrad mit zwei Reserveschläuchen vor sich herschob. Der Vater teilte dem diensthabenden Kommissär mit, er glaube, daß das mitge. brachte Fahrrad mit dem Raubmord in der Florianigasse in Verbindung stehe. Der Lchrjunge, der bei einem Schuhmacher in der Florianigasse bedienstet ist, erzählte,- daß er am Freitag um 7 Uhr Feierabend gemacht habe und, nachdem er. mit 1111 (1 U null rin rirn i^Erren- und Damen Wäsche, Regenmäntel, llllll | III (In (IIIH engl. Wollstoffe, ferner Bettzeug u. Web waren, UliU V Ul iiUllgjU •' alles erstklassig und billigst im Warenhaus ann II. Taborstraße 48 Telephon 47»1»79 En gros En dntall