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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-13 · Heft 1854 (13.4.1924) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1854 (13.4.1924)
Date
1924-04-13
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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mt is. Me 18 Sitte M lmdwirtschaftWr Prsdutk. - (EiatznberM der>Mener MoraeMituna".) Der östervelchiM Rdrungsb^richt Über .&• ..tzniwick». AMde- TsateGÜndH-M WM KW MeS Jahves lautet im großen nnganzen Wenig Merfichtlich.' MM man Se-deukt, dütz der Mtterungsganq im April den Wünschen der. Landwirtischrft kaum enispwchm Men dürste, Mß man annchmen^ das» M die lemdtpirtschafftlichen Vechält-nisiL noch weiter verschlecht Et haben. Allerdings kann in diesem Zeitpunkt der Cntwicc- (M«der BegeiatiM nvch VMS rmWchd» werden. eine CrNie- Verspätung wird indes kaum zu vormsidrn sein. Trotz .di-eser wenig befriedigenden AöeMngen bewahrte der Wiener Markt weitere Lustlosigkeit im MÄM, verursacht ausschließlich von dein schlechten Gang deS MehlgeschäftcS. rvelcheL bereitZ einzelne hormische MüHlenetablissements zum Stillstand ihrer Betriebe veraniaßte. Weizen blitzb unter diesen Ämstmrden in den letzten Tagen ziemlich gHchäfrslos, einige Abschlüsse erfolgten an den Lokälkonfirm in österreichischer und an die Tschecho-Zlowaini in billiger rumänischer Ware. Roggen lag freuMicher und ivnrde mehrfach in ungarischer, österreichischer und rumänischer Ware gchMdelt. Die Tendenz für Futterstoffe hat sich übaefchwächt, Gerste lag geschästsloS lnS auf einige Abschlüsse in österreichischer M 3500 K. bis 385V K. ab Station. Hülsenfrüchte und -Hirsse sind vernachläffigt, dagegen tritt der Begehr für Kartoffeln. in welchen die BestäM aufaebvancht sind und neue Zuschübe fchlen, in stärkerem VLatze hervor. ES notieren pro Kilegramm ab Wien inklusive der Warenmnsatzsteuerr Weizen inländischer 8250 bis 3850 K., jugoslawischer 8500 bis 8800 St, rumänischer 8500 bis 3550 K.. Roggen inländischer 8075 bi8 3150 K., ungarischer 8050 bis 3075 K., rumänischer 2825 bis 3850 ft., Gerste inländische 8450 biS 3600 St„ tschechv-slswakische 3800 bis 8900 St, 1.70 bi« 1.80 tschech. K. ab Marchegg. Fnttergerste 2800 bis 2900 K., Mais 2600 M 2875 K.. Cinquanttn 3300 SiS 3400 K.. Safer 2750 bis 2860 St, Weizenqrirß inländischer 0100 bis 6200 K.. Weirtnmeb! Nuller iuländWeS 5700 ' iS 5800 St., ungarischer 5200 bis 5500 St, amerikanisches Vollpatent 5900 bis 6200 St, Brotmehl inländisches 1» 4100 bis 4200 St, Futtermehl la 2700 bis 2800 St, NoagenmM inländisches la 4600 bis 4700 K.. Weizenkleie 2100 bis 2200 St, Roggenkleie 2000 bis,2060 ft. Sie Sebifentnrte. Zürich, 12. April. (Devisenkurse von 12.10 Uhr. — Bon /er Schweizerischen Kreditanstalt mitarteitte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde <-.-), Holland 21250 (212.25), Rew-Vork 570.— (568.50V London 24.71 (24.68V Paris 84.15 (93.60V Mailand 25.26 (25.05), Brüssel 28.90 (28.45), Küpenbaoen 35.— (94.75), Stockholm 150.25 (150.75), ChrMania 78.50 '78.50), Madrid 76.40 (76.75), Buenos Aires 187.- Lrag 16.90 (16.90), Budapest 0.0078 (0.0077), Bukarest 8.- ,2.9«), Belgrad 7.10 (7.07',.). Sofia 4.15 (4.12), Warschau --.-), Wien 0.008087 (0.008025). Berlin, 12. April. (Devisenkurses (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos,Retv-Aork. London.Japan und Rio für 1 Einheit, Wien uub Budapest für 100.000 Einheiten.! Amsterdam 166.61. (156.61), Belgien 21.25 (20 95;, EhrWünka 57.61 (57.85), Koveubaaen 69.68 (69.82), Stockholm 110.72 (110.92), Italien 18.55 (18.55;, Loudo« 18.205 (18.805). Rew-Pork 4.19 (4.19). Baris 25.04 (24.74), Schweiz 78.52 (79.72), Spanien ,55.96 (56.16), Wien 6.08 (6.08). Drag 12.46 (12.56), Budapest 6.08 (6.08), Sofia 8.29 <8.29), Belgrad 5.68 (5.69). Bertt«. 12 April. (Rotrukurst.) (In Goldmark für 100 Einhüten mst Ausnahme von Dollar und Pfund für l Einbeit. Ssterttichische für 100.000 Einheiten üNd pvMchv für 1 MssttVn Ein- Helten.'' - Roten: Dollar 4.19 (4.19). Mund 18.20 (18.20), Italienische 20.55 (20.95), Oeskrrelchilche 8.18 (6.18), Polnische 4.65 (4.58). Tschechv-slowakische 12.56 (13.56). Duöapest, 12. Avril. (Kurse der Devtsenzentrale.) — Amsterdam 29.000 bis 29.900, Bukarest 410.— bis 425.—, Kopenhagen 12.960 bi» 13.860.Christiania 10.710 bis 11.040, London 337.200 bis 347.200, Berlin bis —Italien 8448.- bis 3555.-. Paris 4660.- biS 4800.-. Prag 2910.- bl» 2890.-, Stockholm 20.550 bis 21*200, Zürich 18.680 bis 14.050, Wien 1.0970 bis 1.13, Sofia 565.— bis 585.-, Agram 965.— 618 1000.-, Rew-Mk 77.700 bis 80.000, Warschau 618 Brüssel 3946.- biS 4065.-. * Warschau, 12. April. (Devisen.) Berlin —, London 40,100.000. Rew-Aork 9,250.000. Prag 269.500. Men 130.-. Kreis OesteLreW der jüdischen Turm- und Sportvereine. SviLaier. Attur Laar, H"rbert s?eWr. Paul Fölves, Lochst imm, Hocowitz, Irrg. HvnUdoin, Laikfer» Tor:zyNLr, Dr. Aöillcheim, Wolfensohn und ZWr. Montag den 28. d. am halb 8 Ähr abends finM im Hakoah-Eubherm, 1. B«A., Wiesingerstraße 11, die ordentliche Generalderfammlung des KreistS OelstrrLich der- Mischen Turn- und Sportverein^. statt. Joder Turn- »nd Sportverein hat daß Recht, für st angefarWenL. 100 MAglirder einen Vertreter zu entsenden. Di-i Höchstzahl der Vertreter, die ein B-ercirt enifemben?a-rrn, betragt fünf. Die Vereine haben die Delegierten und Ersatzmänner unter Angabe ihrer genauen Adresse bis spätestens 24. d. dem Sekretariat bekannt zu geben. Jeder Delegierte kann alle Stimmen feines Vereines auf sich veveLmgeu. VeschluWhig jft die Generalversammlung, wenn mindestens die Hälft« der dem Kreise angehorigen Vereine vertreten ist. Bei BeschlutzunfahrBeit kirchet eine halbe Sturze später ein« unter allen Umständen vüschl-utzfAzligtz Generalvrrfämmlmrg statt. Anträge rmv Mrhlk-aNdidaturen sind bis spätestens 24. d. im Sekretariat schriftlich einzubringeu. Meisterschaft der unteren Klaffen. Zweit« Klasse. Rvrd: % A. L. gegen Sturm 07, W. A. C. gegen Meidlmger Sportfvennde, IMerSdvrf gegen Donaustadr, Sturm 14 gegen Gersthof. Nutzdorf gegen Donau, Red Star gegen Stnatzenbayn. Süd: Rudolfshügel gegen Bewe^ungsjpieler, Bewegung 80 gegen S.' S. B., Germarii'a gegen Neubnn. Phönizin gegen Sportfveurche, JnternationÄ gegen BorwärrS 11, Crickster gegen Vorwärts 06. Dritte Klasse. West: Der Sportklub Kadimcch ist noch immer recht unffünstig placiert. Er hat demgemätz allen Grund, heut« um halb 6 Uhr auf dem Ostmark-Platz im Spiel gegen Ober-Dt. Beit» Dempsey alle Kräfte anjprspannen. Der sMsche Verein üft technisch Wmindest so hoch einzuschätzen wie sein Gegner. Werm. die Marmschaft mit Aufopferung kämpft, dann lvegt ihr Erfolg im Bereich det Möglichkeit. Schiedsrichter Braunwald. — Wertere n- MÄGe Elf (10, Ältmamrsdorf, Kolin), Mal. Hermimr-a gegen Normannia (halb 3. Nicholson, Graf 1). Viert« «laste. Nord: Der I. A. C. trifft he-utx um 10 Uhr auf dem Neubauer-Platz auf Msstgrund. Der fudlsche Betern ^.atte in letzter Zeit gvgen die devschiedensten WiderwnrtiykeUcn ßi kämpfen. Diese mißlichen Verhältnisse dürfen, ihn nicht kleirr-- mütiq Wörden lassen. Er mutz sich vor Augen, halten, datz es keinem seiner Bruderveveine besser geht- Der Sportklnb Alsero grnnd ist bin gefährlicher Gegner. Der I. A. (5. vernrag ihn nur dann pr bezwingen, wenn er «ine Sonderleistnug bietet. SchredSn'.chter KreL. — Weitere Spiele: Dörnbach gegen Neulerchenfeld (halb 3, Hvlfort, Jonas). Aftoria 30 gegen Sparta 18 (halb 1, Helfort» Kalivoda); Wr. Biktovia gegen Taubst.:mmert (10. Strvbersdorf, Harrer). Sievr. Fortuna gegen Rerchsännd (10. Stratzenbahn, Schwarz). Südost: Die Hasmonea spielt heute um 10 Uhr aus dem StratzenLahner-Plah gegen Iostsstädter Sportstunde. Wen« der Mische Verein seiire komplette Mannschaft (ur Stelle batte» dann würde er voraussichtlich einen sicheren Sieg erringen. Da er aber seine gesamte Deckung ersetzen mutz» wird?r heute schwer zu kämpfen haben, um ein ehrenvolles Nelsultat zu erzielen. Schiedsrichter Belek. — Bor einer unangenehmen Aufgvde sieht der SportNub Hazair, der um 10 Uhr auf dem Wektra»Platz gegen Cechie antritt. Letzterer Verein b-ostyt eine sehr derbe Mannschaft, die scheu seht oft Grund zur Klag« gegeben hat. Hoffentlich wird Schiedsrichter Beranck ew:rqijch qeurtg fern, um di« Wiener Tschechen zur Raison zu LriiMN. Hazair kann nur daun erfolgreich sein, wenn sie sich nicht entmutigen lätzr und'rmsopfernd kämpft. — Nach der ifsapierform hat Hechäwer beude um Halb 6 Uhr auf dem Elektva-Platz' Im Spiel gegen Elektra nicht die geringsten Siegesaussichten. Wir glauben über» daß Hechawer «hrgrizig genüg ist. sich nicht .so ohne weiteres' abschlachten zu lassen. Dre letzten Außenseiter haben schon oft die größten Üeberraschungen gebracht. Wenn der südisch^ Verein aufopfernd kämpft, dann muß er nicht unbeoins.t a"schlageu werden. Schiedsrichter Manpl. — Weitere Spiele: Rdpuplik .-v-^en Achen 2 (halb 5, Feuerwehr, Bgtz), Prarer Sp. C. gegen Aspangbahn (8, Crickster, Bevanek K.). Vorwärts 8 gegen VenitaS (halb 8. Nordstern, Badstibrr). Füuste «laste. Ost: Äri wird beute um halb 1 Uhr auf dem Biktoxia 21- Ban-VL — Die beiden jüdischen Vereine HagrSor und Ivrixnüa treffen um 13 Uhr auf dein Mekrva-Platz anfeinaUdtt. Mir rechnen mit einem Erfolg von Hagibor. Schiedsrichter Wonesch. Weiteres Spiel: Sverige gegen Burgtheater (10. Taubstum« mtzn, Zeiiammel). ., V .ölord: B-ar-iKöchba hat gute Aussichten, aus oem Wöl gsgen Brigittenaider F. C., das heut« um halb 1 Uhr auf döm. TsaMtummen-Watz startfindet. Mi>e Punktenach Hau.se M' SSV kg Wsrks: XIX. österleitertgasße 5. Tel. 94>1*75 ÜET7T VerkaufslokaS * IX. Por^eüangasse 19. Tel. 18444 EINST gftNMgWM Nachdruck verdvte«. 70. FarhrMig. Copyrlfth by ISIS vässch-vesterretchUcher Verlag, Vten. Ae Sermatlofeu. Bvn Wilma Bukelich. „Mefchmnodim!" schrie der Hagere mit seiner kveifchenden Stimme. ,Er runzelte immerzu die Stirn« und preßte di« mageren Finger ineinander, so daß di« Gelenke knackten. Stand da wie emer, der Totengewänder anlegt, Asche auf sein Haupt streut und einen abtrünnigen Sohn wie einen gestorbenen ^trauert. Nur -atz Gift und Galle in allen seinen Adern schwollen und ihm die Kehle zusammenpreßten, so daß sein Pathos zum Kreischen wuvde und er immer nur zu wiederholen wußte: ,*8Wtt tvolli ihr aufbauen? Ihr wollt Zw» aufbauen? Lächerlich! Stellt ihr euch Zion wie Paris vor, und wollt es aujfbauen, wie man sonst Städte aufbaut? Indem man Straßen cvbmißt und sie absteckt. Indem man Hüuserzüge, Kanäle und Gräben anlegt. Und dann ein paar überspannte Schwärmer hinschickt, die moderne Krütun« ideen hm'bringen. Das moderne Hin und Her der europäischen Zerrissenheit. Eure Nervenkrisen, euren Materialismus, euren verdammten Unglaubön. und wollt das Zion nermen» Und glaubt wirklich, daß das genügt, um Zion äufzurichten? Ich aber frage euch: wo wird der Tempel sein? Der Tempel deö Herrn, der euch sammeln und einigen soll! . Der Deirchel SalomoniS, das zerstörte Heiligtum! Und der jüdische Sott, zu dem ihr jede Beziehung verloren, ihr ^mögt euch gebärden, wie ihr wollt! Ich aber sage euch: - niemals findet' ihr den Weg zurück zu seinen lebendigen Quellen. Ihr am allerwenigsten. Deren ihr seid längst Nne Iudsn mehr...!"- v- Soim Augen blickten böse und der Adamsapfel an seinem dürren Halse hüpfte, auf und ab. Mt cher Hand aber schob er das lange, schwarze, ftttig glänzeude 'Haar immer wieder aus der Stirne» ' . nifii .Hannah lächelte leise über seine Errogtheit, die ihn seinen' längen Armen ekstatisch gestikulieren ließ. Da-n-iel aber sagte versonnen: „Kein Weg führt zurück! Nein. Zurück führt Krön Wch. Aber viele Wege führen zu Gott. Mitten in 'sein lebendiges Herz. Heute und immer. Denn Gott ist alles. Und jeder Weg, den einer in Treue und Demut gcht, führt an das göttliche Ziel. Zeder. Emen führt die Liebe dahim Er liebt sich in die Mutschen hinein. Und findet Gv-tt in jedem Herzen, das er erobert. auf. 'vir ^WWr. Er hört das Gras wachsen und verswht die Sprache dür Tiere. Hhm ist die Welt beseelt. Im Lispeln der Steine und im Rauschen der Welle hört er Gott. Einer hat die Qffen-- bavungen der Kunst. Go4t jauchzt nutz den silbernen Hörnern, er wsM l« -der i« 'jedsch ^^8, der sich krkstallhMt und ausformt sitt 'M BMommerMt deö Werkes. Er ist in allen seligen Insptrationrn, die die Seele aus den Ebemn des MtagLtragen. Gr ist im Gebet der Inbrunst, das Jauchzen und Tränen in sich aufÄst in Wohlgeruch, so daß sie sich selber emporduftet zu Gott. Und er ist in dem kleinsten Werk, das getan wird in seinem Namen. Er ist in jederi Sehnsucht, die chü sucht. Gr ist auf jedem Weg,, den man reinen Herzens betritt, in dem Glauben an ein Ziel, in der Hoffnung auf eine Erlösung. Er wird Mch in Ziän ftin . . Me schwiegen und ein Schleiet lag auf den Atvgen, die voller Ergrlfftnheit nach innen Mcktem Dann aber sagte Alfred: „Dein GckteSbegvi-ff ist weit gefaßt. Nicht leicht zu greifen für jedermann. Wie aber ist es mit Jahve, dem Gott der Pater, der ei« eiMMschvivbetzer Begriff'H? Ich bin neugi«rig'.^wts" dis-^ 'Begleh«Ugen M Ie-HM her- .Kellem willst, der ein Moloch ist in »reinen Augen.-Ei» ^pvim'iiive's^ UngehEr^'lchm den vittftzchstLn Sinn für Wüt. ^OHne^NaMcht ündWMydfirs für die MangelhüftWit 'seines Werkes. Wie er der'Angst ünd Öhnmacht des Naturvolkes entsprach, und wie dieses ihn sich bildete in ftiE'Einfält." ' V, vDattn^ber fuhr er fort mit gddämpfher.Wmme: Nicht tragisch, wie streit unsere EnMtrMrng güht? Selbst um Gott z-u lic-ben, müssen wir fromde Götrer -borgen. Der Got! der Lieb: greift.an '.-.-ein Gnipfinden. Seine Mystik -ist meine Mysviki Seim Erlöseribie bringt auch mir dir Erlösung. Zu Jahve aber habe ich kein BechaltulS." - Alfred hatte ernst und schmerzlich gefprschen.- Böller Lüidens'chaftlichkeit. Sr umklaMnerte Daniels Ar-'M und stin Gesicht sah gramvoll und gealtert aus. Auch Hattnahs Züge waren unruhig und gespannt. Es war eine Qual in diesem Gedanken, der sie direkt erschütterte. Nur Danie-l hlieb ruhig. Ein überaus mildes Lächeln flrg um seine Appen und seine klugen und gütigen Augen ruhten auf Alfreds bekümmertem Gesicht. ,Hore! Jedes Volk hat den Gott, den e§ verdient. Den es braucht. Götter werden nicht geschaffen. Sie -sind in ün-ftrem Mut und sind lebendig, solange wir seliber lebeudig sind. Sie sterben mit uns und wandeln sich -mit uns. Mit unseren Bedürfnissen und Ansichten. Auch Christus wuchs aus jüdischem Blut. Er wurde gelaust im Geiste deS Judentums. Im Namen des Vaters, der unser Pater ist. Der männernwrdende Moloch machte dem Gott her Liebe Platz, als die Menschheit seiner -bedurfte. Und die Idee der Liebe erwachte in einem jüdischen Hsrzc:n; den Jesus Christus war ein Jude, und seine ersten Brenner waren Juden. Verstehst iw nun? Was rein und echt war im Urchristentum,^ war evMht aus der jüdischen Volksstele, war den Bedürfnissen des jüdischen Volkes auf seiner damaligen Lebens-stufe angepaßt. Und auch die Idee des immanenten Gottes, der Einheit des Geistes und des Stoffes, ist aus,.jüdicher Meie geboren. Denn auch Spinoza war ein Jude. Immer aber war auch^der Kampf zwichstr Geist und Kirche -da. Immer war die Spaltung da» die wie ein großer, unheilbarer Riß auch durch unsere Geest geht. Iwmer stand der Sehnsucht der einen, die trotzige Beharrlichkeit der anderen gegeMber. Christus war ein Jude. Aber auch die Pharisäer waren Juden. Spinoza war ein . Bekenner üird aus unstrem Blute. Und die Rabbiner, die den Hann tgen ihn schleuderten, wiren Diener des' Buchistabrns. stmr Jchovas. -siortsttzung jülrti/

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