Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1854 (13.4.1924)
- Date
- 1924-04-13
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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um Men, Sonn-tag Leopoldstädter Volksheim, 2. Bez., Zirkus «affe 48. Heute Sonntag, 7 Uhr abends: Schluß-Konzert Mnwirkend: Kurt Schmetterling (Klavier), C Ghttja Palm, Annie Strehlan (Gesang), Korten bis 7000 K ternvereinigung and die Stein »t. Paul Am 7. d. Elternvereimguna (167 Bez.. Beteiligung der Elternschaft »nd deren Annahme wurde der jährliche Mitgliedsbeitrag mit mindestens 12.000 K. festgesetzt. In die Leitung wurden gewählt: . Rabbiner Dr. I. Ta glicht, Rabbiner Doktor Lew in, Artur Albe rs. Dr. Ch. Blaustein, Heinrich statt. Nach Beratung der Statuten de . . *. " tnda P»-r, Dr. Eisä Pokorny. Hieran schloß sich ein ortrag Dr. W./Herzberg: „Die Erziehung des Kindes zum Judentum." Appell an die Wische Bevölkrruns. Der lanaanhalteicke und harte Winter hat die Not unter den jüdischen Blinden um ein Bedeutendes verschärft. Die gefertigte VeveinSleitung mußte nicht nur mit Barunterstützungen. sondern auch mit Brennmaterialien helfend eingreifen, wodurch sich das ohnehin geringe Vereinsvermogen derart erschöpft hat, daß dessen Weiterbestand fast in Frage gestellt ist. Die schwierige. Lage unserer Blinden und der Umstand, daß wir vor den Pessachtagen stehen, gl welchem wir doch wieder die Bedürftigen untesstützen müssen, zwingt uns, att unsere GlaubenSbrüoer die Bitte um Hilfe zu richten. Wir hoffen auf zahlreiche Spenden, welche an die Redaktion dieses Blattes, an unser Postsparkassenkonto Nr. 133.213 oder direkt an das Voreinssekretariat, 9. Bez.. Berggasse 7, zu richten sind/ Der Hilfsverein der jüdischen Blinde». _Wiener Morgenzeitung. _ Bühne und Kunst. „Wollen Sie die 8erM höre«?" Sie brauchen sich natürlich nicht schon um Mitternacht anzustellen, wie seinerzeit um das Maisbrot, auch nicht durch Arckaüf einer Karte Ihren Konkurs beschleunigen. Ganz gratis können Sie das berühmte Weib hören. Passen Sie auf: Sie brauchen nur dem Jeritza-Klub beitreten. Was das ist? Das ist eine kleine Terrorgruppe, die aber den Hakenkreuzlern in der Bedrohung leerer Kaffeehäuser keine Konkurrenz macht, sondern eine Art Leibgarde vorstellt, in der katholische Jünglinge und Vertreter der „nichtbodenständigen" Bevölkerung einträchtig zusammenwivken können. Wenn man . ein Berufskollege Capentiers ist, fördert, das die Aufnahme in den Klub. Man muß darüber wachen, daß bei den Tönen der Jeritzä nur Beifallstöne des Publikums laut werden, uird wenn jemand anderer Meinung ist, muß/man ihn halt durch ein kleines knock out eines besseren (Jenseits) belehrem Wer sich bewährt, wird in die engere Jeritza-Grammophonplatte ausgenommen. Man erhält dafür zwei Karten, wofür man seine Begeisterung und Flamme mitbringt. Bei Gastspielen in die nahen Städte wird man mitgenommen üüd natürlich frei verpflegt. Es gilbt auch Jeritza-Pralinees, Torten mit der. Aufschrift Jeritza, und wer sich besonders auszeichnöt, bekommt noch Jeritza-Busserln mit Alkoholgeschmack. Dafür mich man eben ihre Gegner kontrollieren und für sie durchs Feuer gehen, durchs Wasser nicht, denn hinüber nach Amerika begleiten sie nur Finanzkontrollore. Also, wemr Sie die Jevitza hören wollen. . .? (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) * Versteigerung einer Gemäldesammlung aus dem Nachlaß eines bekannten Großindustriellen sowie Mobiliar und andere Antiquitaten im Auktionshaus Glückselig il Warndorfer, 4. Bez.. Mühlgasse 28—30, findet morgen Montag und Dienstag präzis« 3 Uhr nachmittags statt. Die Ausstellung ist heute von 10 bis 4 Uhr geöffnet. * Für die bevorstehenden Osterfeiertage. Hiermit bezeugt das endesgesertigte Bezirksrabbinat, daß das Kokosfett „Kunerol" mit Ostersiegel unter strenger Aufsicht erzeugt wird und daher von jedem strenggläubigen Juden mit ruhigem Gewissen in den Osterfeiertagen verwendet werden kann.. Mattersdovf, 1. Adar £684, S. B. Ehrenfeld, Sohn des . Rabbiners Samuel Ehrenfeld, Verfasser des' Werkes Chok ' Safer Und Enkel des Choam Safer. * Im altbekannten Tapezierermöbelhaus M. Weist, 2. Bez., Darwingasse 39 (Ecke Nordbahnstraße), kaufen Sie essttlaffige Ottomanen, Eisen-, Messing-, Patentmöbel usw. in erstklassiger Ausführung zu außerordentlich billigen Preisen. Ein Besuch in der Mazzothfabrik H. Strum, Wien, 2. Bez., Rotensterttgasse 11, die unter strenger Aussicht des gÄchrten OberralbbinerS von Kuth (Äyttor) stcht, zeigt uns einen ersMassigen Betrieb, der in hygienischer Bezichung und I in bezug .aus. K a s ch r u s jedermann entsprechen muß. * Im Restaurant „National", 2. Bez., Taborstraße 18,! werden Anmeldungen für die Pessach-Feiertage täglich von 12 bis 3'Uhr entgegengenommen. Vorzügliche Wiener und orientalische- Küche. Gederabende unter Vorsitz des Oberkantors Jakob Wahrmann. > * Eröffnung einer Koscherfleischbank in Währing. Die im 9. Bezirk seit. 30 Jahren bestrenommierte Flevschfirmä Siegmünd Kornmehl, Hauptgeschäft 9. Bez., Berggasse 19, eröffnet, einem langgehegten Wunsche der jMschen Bevölkerung Währings Rechnung tragend, im 18. Bezirk. Währmgerstraße 97, eine streng abgesonderte Mteilung für Koscherfleisch und wird diese.Firma ' ausschließlich hochprima Quuliräten für diese vituelle Mterlung zum Verbauf bringen, ohne hierfür höhere Preis« in Rechmvng zu stellen. Die Aussicht wird vom chrw. Rabbinat der israelitischen Kultusgenreinde Wien beigestellt. Dieses Unternchmen veddient um so eher Beachtung, oa die Zustellung von. Koscherfleisch an die Wischen Bewohner der angrenzenden Bezirke, speziell Döbling, unentgeltlich erfolgt. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorsgaffe 42. Beachten Ne die Preise für Leinenwaren im Warenhaus Brüder Sch i f f m a n n, 2. B e z., T a b o r st r a ß e 48. Webe . . . . . ..... . . pro Meter 10.500 K. 6.660 K- Chiffon . . ... . . pro Meter 13.500, 11.000 „ 9.800 „ Streifgrabl. ......... pro Meter 19.800 „ 17.500 „ Damast ..pro Meter 22.800 „ 18,500 „ Jnlet. . . . . . » ..„ .pro Meter 14.600 . Molino ..- . . . pro Meter 8.900 „ Bettzeugs ... ....... pro Meter 16.800 K. 12.800 „ Batistchiffon . ..pro Meter 15.900 „ Matratzengradl........ pro Meter 80.000 K 24.000 „ Bettücher.. 26.500 , 19.800 „ Tischtücher 48,000 n Kaffeegarnituren . 98.000 . GlLsertücher. . . .. 8.000 „ A. Terngrotz AMengefellschaft. Ob Sie eine notwendige Anschaffung mache» ober für die Feiertage ein kleines Geschenk kaufen wollen, Sie werden bei der enormen Auswahl in unseren Abteilungen finden. wa8 Sie suchen. Beachten Sie unser Inserat auf Seite 19 uno unser Spezial- Inserat für Herren-Garderoben in den Montagsblättern. Set Frühling kann Me Eleganz der Fra« zur Geltung bringen, wenn sie die richtigen Modemuster der Saison wählt. Das neue Modengeschäft Hela Silber, 2. Bez., Taborstraße 18 (Hotel Continental), bietet eine reiche Auswahl von Seckenstoffen, Crepe de Chine und modernen bedruckten Stoffen nach den neuesten Entwürfen. Die praktische .Hausfrau findet hier auch Gelegenheit zum billigen Einkauf '?on K e st c & „zur MusenkSnigin. Wien ist durch «in elegantes ModenetaVttssemM hereichert. Di« bei der vornehmen Damenwelt altbskaamte Firma „Zur Blufenkönigin" hat öhre BerrausSramne e'NEerl. voMänidlig neu adapttert und auch die Schauftniftsr >' a ch l msstlerffchen Entwürfen höchst sehenswert auSWattzt. SÄbst dem tvDlerilschesten Geschmack' wirdeine reichhaltige Auswahl der neuesten Frnhjah rSmodelle in Kleidern, Mänteln, Blusen/ Jupons und Jumpers geboten, ebenso wie auch für ha» Genre der praktffchen Hansfvau gssovgk fft.. Die Depiise,^ ^Sedtagy« und preiswert" tzvicht für sich. Wiener s»r CTutf« nkvnrgin". Wien. 9. Bq Seipel und Feim Jeritza. Gestern fand im Konzerthaussaal eine Frauendankveranstaltung statt, bei der die Frauen.dafür dankten/ daß ihre Männer auf dem Felde der Ehre bleiben dürften. Bundeskanzler Dr. Seipel hielt eine Rede. Frau Jeritza, der aus Amerika frisch heimgekehrte „Gast", wirkte mit. Ein ziemlich großes Wacheaufgebot» verstärkt durch arische undjüdische „Jeritza-Gavdisten", die blumenwedelnd in der kalten Abendlust ausharrte, hielt Spalier. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfall. Tanzabende. Frist Wolf-Ferrari. Annie Saphier. — Kuales de Binda. Fritz Wolf-Ferrari ist ein Paniomimiker, der sich bei seinen Parodien und GrodeÄen der Tanztechwik bedient. Gute Masken und eine starke mimische Begabung sichern seiner Kunst auch dort Interesse, wo eine rein äußere Nachahmung jede tiefere Beziehmig zwischen Subjekt und Objekt aufhebt. Man denkt dann gerne an' di« verwandte Kunst einer Va-leska Gert ziwück, in deren inneren Gesicht sich erst' die GestMen spiegeln, die von ihr zu nerrem Leben erweckt werden. Da der Künstler, eine säten« AusnechMtz ünter den TÄtzem, seities Geschlechtes sich nicht schämt 'ünd in den üieifien Tm^en auf weibliche Grazie und Parfüm verzichte^ wird er sicher den Weg zu jener TmHkunst finden, die allein dem männlichen Charakter ensspricht: den Weg zum heroischen und zum religiöser Tanz, mag er ihn in positwer oder negativer Beleuchtung sehen. Seine Schwerttanz ist eine große Verheißung aus dieser Dahn. Eine Dame, die aus den Namen Annie Saphier hoit, vergewaltigte als unerwünschte Beigabe Musik von Johann und Richard Strauß und anderer, unschuldiger Opfer mit großem Erfolg bei allen FamAienastige^rigen. KualeS de Binda, eine Loholand-SchAerin, die schon manches aus ihrer Lehrzeit vergessen und nichts Neues himizugelerrvt hat, läßt sich durch den Rhychmus der Musik nicht Fessel anlegen, wenn sie die Starre ihres Körpers überwinden will. Sie greift-beherzt zü einem Surrogat, indem sie den Eindruck fortlaufender Körperbewegung durch ein überwucherndes Händespiel erzielen will. Wenn sie dann noch ihr musikalisches Gefühl nn Stiche läßt, entsteht eine Unsicherheit, deren Peinlichkeit sich aus den Zuschauer Werträgt. dt. Lazar Gesas. . Der Kunstsalon Fischer (Frankfurt am Main) zeigte, in letzier .Zeit wieder von Lazar Segall Graphik und eine kleine Auswahl Aquarelle. — Eine ganz eigenartige Weltauffassung hat sich hier einen entsprechenden Stil geschaffen, und eS zeigt sich die oft aüfzeigbare Tatsache, daß Kunststil und Weltgefühl in steter Wechselwirkung stehen. (Wie diese Wechselwirkung sich vollzieht, ist nicht leicht erschöpfend zu zeigen und bedürfte zur Klärung einer eingehenden Analyse.) Die Welt ist aufgelöst in ein Gefüge von Linie«, Flächen und Ornamenten; doch bleibt eine lyrische und auch erzählende Komponente gleichwohl erhalten. In den Holzschnitten ist diese Absicht am deutlichsten durchgeführt. Weiß und Schwarz ornamental gegeneinandergestellt. Nicht aber unter gänzlicher Auflösung des thematischen Zusammenhanges, sondern faszinierende Formung: „Die irrenden Frauen", „Erinnerungen mr Wilna",. „VetendAmsw" das menschliche Dasein unter einem geometrischen und doch seelisch-hypertrophierten Alprckt. , In den Radierungen rmd Zeichnungen wirkt mehr die Pizarrerie des Striches und jeweilig auch die Tönung des Plattenhintergrundes. Das. sind kraüse Arüheske« über seltsam« Schicksaleder Verfolgten und Gequälten, von SteÄenden und CMordeten, von angstvoll sich Erinnernden. All dies in Mantasie wurzelnd. Auch das Porträt - wird solcherart aufgelöst, und der konkrete Mensch, ven das Porträt bedeuten soll, steigt nur aphorisüH, dahinter. auf»' ' traumhafte Aüdentung, Anlaß einer graphischen Arabeske, ein Trauingebilde, ' nicht-ünchk.' . schließe» sich diese künstlerische» N«4aa>ivaseR fcttdBA - mUmnM» imA 13. AM 1924 _ Seite 11 märchenhaften, legendären, auf primitivste Farbwirdmgv» gestellten Kompositionen und Blätter. Dr. Hermann Weyl, Frankfurt a. VL Aus den Mater». . Burgtheater. .Morgen, 7 Uhr: „Die Katn« komben". Dienstag, halb 7 Uhr: „Die Räuber". Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr: „Der Biberpelz". Dienstag, halb 8 Uhr: „Bunbury". V o l k s o p e r. Heute nachmittags: „M i g n o n"; abends, neu einstudiert: Kienzls „Kuhreigen". Morgen: „Pelops Brautwerbung", Im Deutschem Polkstheater beginnt hie für . morgen angesetzte Neueinstudierung von C. Karlweis' Wiener ' Vollsftück „Das grobe Hemd" mit Dr. Rudolf Tyrolt als alter Schöllhofer^pünktlich um 7 Uhr. Das Carl-Theater bringt m den Osterfeiertagen als Uraufführung die dreiaktige Spitzvuvenkomödle „Der Liebling von Londo.N" von Felix Dörmann, mit Diebsmusik nach berühmten'Mustern und Meistern von Dr. Hans Ewald teller, mit Josef Danegger vom Burgtheater, Hugo Wernerahle, Oskar Sachs und Heinz- Fischer, Lina Wwwode und Franz Scharwenka in den Hauptrollen. Im Theater in der Josefstadt findet Mittwoch den 16. d. die Erstaufführung von Hugo von HofmännsthM Lustspiel „Der Schwierige" statt. In dieser Aufführung beginnt Else Eckersbetg ihre diesjährige Tätigkeit am Theater rüder Josefftadt. Ihr nächstes Auftreten erfolgt in der-deutschen Uraufführung von „F l e u r 8 d'o r a n g e r s". Im Monat Juni wird die Künstlerin in „Figaros Hochzeit" in der Uebertragung von Josef Kainz den CherMn spielen.- Im Theater a. d. Wien gelangt heute, nachmittags 3 Uhr, Franz Schars Operette „Wo dre Lerche singt" unter persönlicher.Leitung des Komponisten zur Aufführung. ' . Johann Strauß-Theater. Heute nachmittags verabschiedet sich Raoul Aslan als Kaiser Josef in der Operette „Die Försterchristl"vAbends, halb 8 Uhr: „Marietta" Im Lustspieltheater gelangt Dienstag de« 16. b Vas Volksstück „Hamlet in Krähwinkel" von Toni Impekoven und Karl Machern zur Erstaufführung. In der komischen Hauptrolle beginnt Toni Impekoven fern Gastspiel. . Apollo-Theater. Heute, nachmittaas 3 Uhr, anläßlich des 50. Geburtstages des Komponisten Gdnnirrd Eysler: ^Bruder Straubinger" unter persönlicher Mitwirkung des Komponisten. Regie Alfrch Walters, musssalssche Leitung Rudolf Funkersstein. Abends, 7 Uhr: „Ein Ballroman^ in der Premierenbosetzung. Im Modernen Th eater beginnt Montag rm R<chmen der Nachtvorstellung das Pariser - Theatre du Grand Guignol ein Gastspiel mit den vier Einaktern „Madame, je vous arme", ,,Lur", „Le baffer dans la nuit" und „Le court — circuit". Die Premiere der neuen Einakter von Kurt Götz mit dem Autor und Valerie v. Martens in den Hauptrollen wurde auf Donnerstag den 17: d. (Abendvorstellung) verschoben. Die Premiere» der' kommenden Woche. Dar B ur gtheater bringt am 14., 16. und 19. v. das historische „Kss oft er neuburger Osterspiel", bearbeitet von Gisela Berg e-r,- im großen Konzerthaussaale zur Darstellung. .Die Begleitmusik stammt.vön Dr'. A,' Weißenbäck. Im Aka» Reurietheater findet Donnerstag den 17. d. die Premiere - Von Rudolf Eaers Lüsffpiel «Die rechte und di.e linke f and"sstatt: Samstag den 19. d. wird rm Burgtheater-Hebels ,.Herodes und Mariamne", neu einstudiert, in . den Sprelplan ausgenommen. — Auch in den übrigen Wiener Theatern finden in dieser Woche zählreIche Premrere.tt statt. Im Rahmen der Nachtvorstellungen des Modernen Theaters eröffnet .morgen Montag daS Theatre du G r a nd Gngniol fein Gassspiel. Am nämlichen Merck tritt Dr. Ru- , dolf Tyrolt am Deuffchen Volkscheater im neu inszenierten Lussspiel „Das atobe Hemd" von Karlweiß auf. Im Komödrenhaus ist ebenfalls Premiere: „Das Madel vom Alsergrund" von Bleyer-Grohmann. Das - Rarmurck-Theater bringt Dienstag den 15. d. die Wiener Esstaufführung von Arnold Bronnens. „Anarchie in Sillian". Im Lustspieltheater eröffnet an diesem Tage Toni Impekoven ein Gastspiel in „Hamlet in Krähwinkel". Mittwoch den 16. d. sst bei Reinhardt im T h e'a t e r i-n der Josefstadt Premiere von Hugo Hofmanusich als Lustspiel „Der Schwierige". Samstag den 19. d. findet im Carl-Theater die Premiere der Operette „Der . Lieblina. von Lond o n" von Felix D örma n n, Musik. von Hans Ewald Heller, statt. Richard Strauß'66. Geburtstag. Das Programm des anläßlich des 60. Geburtstages Strauß' veranstalteten Richard Strauß-Festes, das auf 18 Tage verteilt ist. fft bereits endgültig festgesetzt. Es werden in der Staatsoper aufgefiihrt am 2. Mai: „Feuersnöt", „Josefslegmde"; am 4. Mai: ,Dalome"; am 6. Mm: „Elektra"; am 8. Mai: „Rosenkavaliess(; üm 9. Mai: Das Ballett „Schlagobers" (Urufführung); am 11. Mai: „Ariadne auf NaxoS"; am 12. Mai: „Schlagobers" urck am 13. Mai: „Die Frau ohne Schatten". Am 7., 10. und 14. Mai findet je ein Shmphoniekonzert im großen Musikvereinssaale statt, von denen eines von Franz Schalk, di«' anderen zwei von Dr. Strauß geleitet werden. Der 3. Mai fft einem Kammermusikabend im mittleren Konzerthaussaale und der 6. Mai einem Liederabend ebenfalls im mittleren Konzerthaussaale gewidmet. Die Orchesterkonzerte bestreiten die Philyarmoniker. Der Gong, das neue Figurencheater in der Buüg (Grillparzer-Saal) bringt Somvtag den 13. d., halb 4 Uhr nachmittags, ein« Kindervorstelluing, halb 8 Uhr ,Sa S«rva Padrona"; Mittwoch den 16. fc, halb 8 Uhr „Ein Gelöb n is"' zur Aufführung. Die Premieve von Grabbes „Scherz, Satt« und Ironie" wich anfangs Mai stattfinden. Petöfis Liebesbriefe. Die PetSfi^esellschafi ivn Budapest hat einen bernevkenSwerten Prozeß wt in Wien , lebenden bekannten Schvifffteller Baron Llckwig Hatvanhi - assgestrinigt. Hatvanyi schrieb vor mchrerM-Jechren, noch vor ' Kriegsende, ein Buch -über das Mebeslehen Petöfis. AuS diesem Anlaß stellte die ^eM-Göselffchast dsn Schriststeller'eme Anzahl von Originalbriesen und Reliquien > Petöfis leihwerse zur Verfügung. Als Hatvanyi nach der Gegenrevolution nach Wien übevsiedelte, gab er die Petoifi- Reliquien der Gesellschaft nicht zurück und erteilte aus. wückerhollt« Anfragen keinerlei Auskunft. Nnnmchr will dK -Pelvfi- Gssellschaft rm Prozeßweg die Herausgabe der Gegenstände erzwingen und.Mntvagt, wie das' ReHievungsorgan Mti HiErM«chtztj> die gerrchvli^^che Sperre'att7?d-.e in . Ungam befiMichen„ BerinMnSt-Lili: des in W!?u - EHDpÄer». Die Verhandlung üb?r >:: 9:k.': ji-:':.'; i:t d-n