Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1852 (11.4.1924)
- Date
- 1924-04-11
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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M,MS Wien, Freikag Äpietzers in Neid und Mißgunst besessen. Er hat eine Unmasse deutscher Zeitungen aufgeJauft und sie als Organ benützt, um seinen spießerischen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Er hat die HMsche Mentalität verMet. Nicht umsonst' wunde er der Gelötzcher aller deutschen Hakenkreuzler genannt. Er, der es mit sich vereinbar empfand, mit einem kleinen Juden weMu der Berliner Handelsbank zu verhandelnder hat mit feinoitr Golde den Antisemitismus der niedersten J-nstinkte geweckt. Tin deutscher Wirtschaftsspießer mit rrnersätttichem Reichtumswillen ist dahrngsgangen, ein Großhaudle der deutschen Wirtschaft. An seinem Grabe kann man höchstens nur das Nachwort Hamlets in einer Variation gebrauchen: Er war lein Held, nehmt alles nur in allem. Wir wollen seinesgleichen nicht mehr Wiedersehen." * Die 400 llnternchnmngen DiimneS' dürften vorläufig unverändert wertevgeführt werden. Mit der Zeit dürste aber ein großer Teil dieser liquidiert werden. Dem ist es auch zuzuschreiben, daß die Berliner Börse auf die Nachricht vom Tode StinneS' sehr.flau toar. VK Börsendevresflon. Die Diener Börse ist weiter sehr mißgestimmt. Die Kurs« bröckeln ab. Die exÄutiven Abgaben haben nicht aufgehbrt. Die FoLge davon ist, daß die Deprcfsion immer weitere Kreise zieht. DaS Kontermineverbot der Börftnkammer hat gar keine Wirkung ausgcübt. Die Kontormine betätig: sich weiter recht fleißig. Die Tiefkurse der Vorwoche sind schon in manchen Fallen unterboten. Wohl haben sich die Banken zu?'mer etwas energischeren Stützungsaktion entschlossen, doch ist vorläufig von dieser nicht diel zu merken. Nur in einzelnen Kulissepapieren, wie Alpine, Staatsbahn und Kredit, har eine regere Stützungsaktion emgefctzt. Die Banken halten ihre Mittel liquid, um für alle Fälle gerüstet zu sein und wollen nicht größere Mittel für diese Zwecke zur Verfügung stellen. Die AuSsichü für die nächsten Tage ist vorläufig schr trist. Ber Franke« steigt weiter. Aus den ausläiMchen Markten setzt der Franken seine steigende Bewegung weiter fort. In Zürich notierte die Devise Paris um mehr als einen halben Schweizer Franken höher. Wahrend sie vorgestern 34,10 notiert«, war der gestrige Schlußkurs 84,65. In Paris selbst kann man sich diese forcierte Steigerung des Franken nicht erklären und glaubt darin ein spekulatives Manöver derjenigen Kreise zu sehen, welche früher durch die Äontermine des Franken größere Verluste erlitten haben und nunmehr dadurch, daß sie sich an der FranSrnhausse beteiligen, ihre Verluste wieder wettmachen wollen. Von anderer Seite wird erklärt, daß die französische Regierung der Steigerung vorläufig nicht entgegen treten wolle, weil sie dies Äs ein« günstige Wchlpropaganida für sich auszunützen gedenke. Dadurch nämlich, daß der Franken rm Auslande steigt, werden auch die aus dem Ausland stammenden Nahrungsmittel billiger urtö die Folge davon ist, daß auch vm JnlaNde die Ncchvungsmittelpve-its« sinken müssen, was eventuell auf die großen Massen von gmrstigem Einfluß sein könnte. ES ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß di« Regierung doch in Kürze den Einwendungen der Industrie Gchör schenkt und. eine neuerliche Aktion gegen di« forcierte Fvankenbewegung nach oben unternimmt. In Wien herrscht Mer die Frankensteigeruing große Unruhe. Einzelne Elemente fürchten, daß zu Monatsende der Franken noch weiter steigen könnte und verlangen für die durch sie eingcgangenen Termniverpflichtungen höhere Deckung, was selbstverständlich auch Zwangsabgaben auf dem Markte zur Folge hat. Segen de» zementzoll. In der: Wimibcvger-SAen fand gestern eine Massenvvrsirmunlurtg der Baugewerbe treibenden, der Mieterschaft, wie der SiMer statt, die eine Protestresolution gegen den ge- Vstmten Zenrentzoll faßte. In dieser Resolution wird unter anderen: erklärt: Dir Bersa>uunlung hat mir dein allergrößten Erstaunen und dem stärksten.Befremden die Mitteilung aufgenomuren, daß die Regierung beabsichtigt, die Zölle für BaumateriÄien, insbesondere für Z e me n 1, z u erh öh e n. Sie mach' daraus auf» neorcham, daß durch di-e Verteuerung der Baumalerrealien, ins-- brsondere des Zementes, jode Reparatur, jede Verbesserung in der Landwirtschaft, jeder Neubau außerordentlich verteuert :i:oet ganz unmöglich gemacht ioürde. Die versammMen Mieter, .'Hausbesitzer, Siedler, Handels-- und Gewerbetreübenden und Bertvejer der freien Berufe richten in letzter Stunde an die Regierung die ernst« Mahnung, unter gar keinen Hm« ständen sich' dem Dikta! einiger weniger Profitgier iger Unternehmer zu beugen.. . Kotreurng der Depositcubankaktie in Budapest. Wie in Bndapeswr Finanzkreisen verlautet, soll, nach einer Meldung der .Menen Wirtschaft", im nächsten Monat die Aktie der DepasitenbLirk, welche auch in Ungarn über ausgedchnte Interessen verfügt, zur Kotierung cm der Budapester Bö ose ^langen. Die Bubapester Kreise stehen der Kotierung sehr sre-uudlich gegenüber. Gleichzeitig soll auch die Assicurazwni Generali in B'udcchcst kotiert werden. ' Zur Freigabe des österreichischen Vermögens in Nordamerika^ Jvn Zuge dcr jetzt laufenden Verhandlungen über die Freigabe österreichischer Vermögen und Guthaben in den Bcrcinigten Staaten von Nordamerika wird daS österreichische HandelLnmseum durch den Leiter seiner Expositur in Philadchtzhia, Herrn Rechtsanwalt Dr. Rudolff Dreiling, rm Einvernehmen mit der österreichischen Vertretung in den Vereinigten Staaten Bvrkchrungen troffen, um den einzelnen «Stichst vM die De^Wi^ Üder H« Wiener Morgen,eltuag. Devisen, nnd Bainteakurse. ''Mitgeteilt von der Oesterretchischen Notionalbank.s Atn(j»»w,i»m s. , hall. 18560.- Apftm > low. icropen . . , * p8\— Pe’nrjidl Ninee . , . . , V - "-rNs," t «te„t»rt,n Pelrhumtlrtt ) pr9»»r' 1 beinitnUp Vnnc* , . 371* Pw«»flrMt 1 iti'iparisclte Kronen!> « Pttfcere«» t l.e» '67. . 1 not«'*«*. Nrnn#« , WHO. ten„nnt'N«-en 1 rfPnlar!»»» KrOflOf . 11880,— (r*nr«nn. t P«»nrf StcrHfMj . . . ~ Wftf»rM t Pn«etas ...... MeOnnri , T.!n> . . . , . . . *174.— Vofv 1 Poliar. . , . . fnuMt,.. P'r'S 1 r>r<«r*o. . «KT... f’r»»™! fR.'f’srho-slow, Kion«ti . -Ii't. - « TW»» ...... ,V^,- W(*r*rh^n** 1 rintrUrrti* ^nrlch I schwpl7prlsclie Pranca . t2413.- Note« AmeHkan. Noten v. * HoHar anfw, . , Petofsptii» Noten IW Prwnr« , . Bwlrorlsche Noten *11 inaa t.eva . 49t.- „ iw , , _ . . kletn're . . . «7t.— nSntpphe Noten IÖÖ Kroner . . 11740.- Deutsetie Noten*. . .... f4.50 - . . IM . . . „ » > ktetnere* * . . »43» "BRl, Noten von l.tvreM. auf"», M6»no,— » . ktetnere ..... A^o' 0. - PranetleUctie Noten 1<Vt Pruocn . 4^^. — Hotijinrftsrfie Noten IM Ni,t«ten . «,—• ItflllenlscheNoten t. t'tnt.tre atifw. 3f7r>.— . . » Heiner* . . . 3'S5.- faKOftl. Noten uneest. «tt tflOO Diner 871. - » . h . ton , . , . Meiner« . . S«1.— Norwertndie Noten 100 Krotter . 95’ft.- Potnleche Noten 7*.~ ■ . Meiner«** . , . fifl.— Rumänische Noten rniooo „. 500!.e! 363.-* . ». Meiner« ... 343.— Rttss, Noten (Roman.) zu 500 Ruhet —.—> . . . ■ n 100' . . „ Metnere . . — Schwedische Noten 100 Krnnor . 1062t.— Srhwetzerische Noten ino Francs. 12300.— fpnnfsche Noten 100 Pesetas . . 92*’iO.- 1 schecho-slow. Not. v.lOOO antw. AM.— » . kleinere . 20N.- Ungar. Noten (neue Ent.) zu lOOOKr, 0.89 . . zu 10.000 Kr. ... - . kleinere .... 0.81 * Für 1000 «..Mark. ** ffit 10.0 rseso. . 26580.. 50600,- p84.- p77.~ 8°l.“ f84. .. w77. - pSl. 15.1s ts.»5 3728.- ,804. 3610. e. - o.en t.- •rfjq — ■»'■■7.- -50. - o#7*.- 0580.. p«00. tttyn.*. »»87\- 3fttn»r.- *fnn"n _ M»,«o.- r>4t.n... , »4to.- »188.- *,60,. atM.- 7tt«*<.- 70015.. 7H^. im.. ^^7.- - ifl.- ’i^.- •rtn,-. :,(n. t«S>V- WTO.- ttnso.-' I252öl- 12475!- 12323! inmtft,-.?W\- TniV.— 7 nJ^n.» 37^.- 3-^ch- 3A. 4SO,- 48«.- 49’.- 479!- Sfii.Z <7’!- HB’n 14.50 117?".-^ f«90 14.90 t4T> t«!33 lV.70 - -457^. - 3owoo.- 3(w,n\-. 307ßfln.- <245,— <27^.- -K5V1.- 3181,- ’fiV'O.- 31?*S.- 31»,.- 3170.- 379.— 872.- 878.- pnn.— 8-2.- B«8.- 95Sn.- 0{67.~ »40.- 73,— 83,- 7«>.- 78. - «7.- m- 366.- 342.- 343.- -!-. IR7ri!- 78510! — 186! e!— 1S440.- 123S-.- 124 t 1.- 9340.- M").- 9340.-?m.- 2^-97.- 211 21C8.- 2092.- 9108.- 0.96 VL3 Ü.95 o!fli QM o!dö > voln. Mark. haben, beHw. Vermögen zm ermöglichen. In dieser Frage fitÄtet im österreichischen Har^elSmufeum. 8. Bez., DerMsse 16, großer Festsaal, am Dienstag den 15. d um 18 Uhr in Ge-- gentvart des derzeit hier anwesenden Herrn Dr. Dreiling ein« Besprechung statt, zu der alle Jirtereffentcn erngeladen werben.' Warnung vor Geschäftsverbindungeu mit unbekannten ausländischen Firmen. Laut Mitteilung der Exporbabteilung der Kammer für Handel, Gewerbe und' Industrie nvchren sich in der letzten Zeit die Fälle, daß insbesonders Personen, die erst seit kurzer Zeit einen kaustnämrischen Beruf betreiben, wie abgebaute Beiamte. gewesene Offiziere «siv. unreellen ausländischen. insbesondere holländischen Firmen zmn Opfer fallen. Die ExportabteKung macht daher aüfmerksam, wie "gefährlich es ist, Firmen, die man nicht genau kennt, Waren oder Geld einzuschicken, ohne vorher Äusktmste über sie eingeholt M haben, zu deren Beschaffung sich die Kammer gegen Sposenersatz gerne zur Verfügung stellt. Postpaketsendungen nach Italien. Wöe die Kammer für Handel. Gewerbe und Industrie m Wien mitteilt, sind für Marenstnbnngen nach Italien, die in Postpaketen zur Ausfuhr gelangen, keine Ursprungszeugnisie erforderlich. Wiener Börse. Anhaltend matt. Ungeachret der gleich zu Beginn des gestrigen Verkehrs getätigten JnterveutionSkäufe der Großbanken tonnte der Verflauung des Marktes kein Einhalt geboten wevdeu. da die exekutioe« Abgaben im Zufaamnenhange mr: der weiteren Steigerung des französischen Franken und Positüonslösungen - notleidend getvovdemn Kontis, derart viel Material auf den Markt bvachten, daß dasselbe nur unter großen Preisnachlässen an den Manu gebracht werden konnte, ztnnal die Aufnahmefähigkeit äußerst gering war. Ungünstigen Einfluß übten auch Abgaben für Prager und Budapefter Rechnui^g und die bevorstehende Prolongation. Im weitoron Verlaufe vermochte sich bas Kirrsmve-au vom Tiefstände e-in wenig zu erholen, doch erfolgte der Schluß infolge abermaliger Berkän-te in ausgesprochen matter Haltung.?VltüfiNinn9 Seit dem Bestand meines Geschäftes habe ich SdlmUlUIEy! mein Restaurant unter die Aussiätt Sr. Ebrvi. des Herrn Rabbiners Mayeriohu gestellt und durch peinlichste EinbaUrma aller rituellen Vorschriften da» vollste Vertrauen meiner zahlreichen Gäste aus den ortboboresten Kreisen erworben. Infolge eines Verstbeus der 3Ldminifttation eines Wiener jüdischen Wochenblattes, welchen! ich mein übliches Inserat zu den Pefsach-Feiertagen übergab, wurde, ohne mein Wissen und ohne mein Hinzutun, unter dieses Inserat die Bemerkung geletzt, daß mein Geschäft angeblich unter der Aufsicht des RabbinateS der AddaS Jssroel steh«. Las Rabbinat der AddaS Jifroel nimmt nun das Versehen der ZeitungSadministration zum Anlaß, durch Anichlag und FlugMeln das Publikum vor einer angeblichen „Irreführüng" zu warnen. Da diese Bekanntmachung Len Eindruck erwecken könnte, alS hätte ich ntich, sozusagen um meine Vertrauenswürdigkeit zu erhöhen, bewuftt einer IrreMrung schuldig oemachi. erkläre ich hiemit, daß ick elu solches Mittel knr d»e Festiauna »te uer Vcrirauensmurdiakeit nicht brauche, die Haschgachah'deS RabbioteS der Addas Iisroet » emals an gestrebt habe» vielmehr auch heute v« er der Aufsicht Sr. Ehrw. des Ht^rru Rabbiners Maiersoh» stehe und nach w e vor mit aller Strenge daraus achte, daß Küche ««d Kelter i» meinem Geschäft während des ganten Jahres und ganz besonders zu P'.'siaÄ m einer Weise geführt werde», die den allerstreno. sten orihsdoxe« Aniorderunara entspricht, woiür üb'-lge«; auch de'- während des ganzen Jahres in meinem Geschäfte die Aufsicht sühreude Maschgiach bürg» kr&n Bärashack Hotelier «flb Restaurateur, Ä. Bez., Große Schiffgaste 8 _ 11. April IM " Seite % Von den Kulissenwerten büßten Südbahnprioritäten 12.000 Kwr.eu. Bankverein 6000 K., Britisch-ungarische Bank 7000 K. österreichische Kredit 13.000 K., unaarische Kredit 48000 K., Anqlobünk 15.lM K., Länberllcmk 26.000 K., Unlonbank 11.000 Kronen, Staatsbahn 15.000 K.. Alpine 12.000 ft., Felten 9000 Kronen. Rima IH.OtO K.. Waagner 27.000 K., Siemens 14.000 Kronen. Ttmber 84.000 K.. Salgv-Kobsen 33^000 K., Brünuer Maschinen 14.000 K., österr. Hosben 10.000 ft., Mgarisckte Hof* Herr 19.000 ft., Karpathen Petroleum 24.000 K. nud Semperit 27.000 K. ein. Auch irn Schranken gelu,.yren ans vderwahnten Gründen vielfach Abgaben zur AnSsühruna, welcke auf manchen Gebieten einschneidende Rückgänge verursachten. So sielen von den , fließenden Schrankenwerten .Dampfschiff um 80.000 Kronen, Allgemeiner Ban um 49.000 Kronen, Berg und Hütten um 140.000 K., Prager Eisen um 60.900 ft., unaar. allgem. Kohle um k>9.000 K., vrikanh um 80.099 ft., Leh^am- Zosefsthaler um 70.lX)0 K.. . Fanto um 50.000 ft., Schoeller- Zucker uni 120.000 K. ungar. Zucker um 110.000 ft. und österr. Eisenbahnverkehr um 57.000 K. Von best -u Einheitskursen gebandelten Werte« verloren Nordbabn 140.000 ft., Golleschauer 100.000.ft., Perlmooser 130.000 ft., Pillner Brau 200.000 K.. Dynamit Nobel 800K00 K., Iungbun-lauer 1,400.000 Ä., Scheidemandl 300.000 ft., GerharduS 120.000 ft, Brigl und Bergmeister 120.000 K., HeinrichStbaler 130.000 K., Neusiedler 100.000 K. Lediglich Drauland Holz stiegen um 40.000 K., ferner wurden Westböhmische Kaolin- und Schönpriesener etwas höher. Bezugsrechtei Jnneritädttsche Sparkasse 1500, Wienerberger Ziegel 30.000, Öberösterreichische Wasserkraft 80 und Rikola 250. Auf dem Anlagemarkt lagen Renten wieder schwächer. Von den E x 0 t e n notierten: Eos 2000, Holzverband 20.000. Mraznica 71.000 bis 80.000, Tepege 57.000 bis 63.000 Universale 38.000 bis 42.000. Me WareumSrve. (Ergerrbericht. der „Diener Morgenzertung".) Gummi. Am Ausland war die Stimmung fest. Im allerlei Qualiraten und Lieferungen kamen Geschäfte bei steigenden Preisen zustande; auch in fob indischen Häfen wurden für das ganze Jahr 1925 wieder Kontrakte abgeschlossen. Auf dem Amsterdamer Tenmin-marlte war gute Nachfrage nach April- Junitpflfo Irrli-August--Lieferu-ng. toofüi. als höchster Preis etwa 70, resp. 71 bezahlt wurde. Es notieren: Hevea Crepe 0.66 >loko. 0,67 holl. Gnlden April-Juni, 0,66 holl. Gul-den Juli- September, 0,69 holl. Gulden Oktober-Dezenvber, Sheets 0.68F0 holl. Gulden lo-ko, 0.66/V holl. Gulden April-Juni, 0.68 holl. Gukden Juli-September, 0M holl. Gulden Oktober^ Dezember. - Rauchwaren. Im Verlaufs der Londoner Rauchwarenversteigerung lagen Edelsüchse schr fest. So ging das Keine Quantum SiWer- Kchse um 10 Prozent höher. Besonders schöne Felle wurden mit 25 Prozent höher bewertet. Das cttva 1000 Stück betragende Quantum Wauftichse wurde mit 25 Prozent Arrfschlag bewertet. Rotfüchse, von denen ein Quantum von 30.000 Stück vertreten war, erfuhren einen Aufschlag bis zu 10 Prozent. Borsten. Aus den Leipziger Kvmmi'ssionslagern sind bedeutende Umsähe (^tätigt worden. Der Platz echieli große Zufuhren, zum Teil alte Ware auS dem Besitz von Großspekulanteu. Die Nachfrage ging dorMlgswcise nach langen, weichen Sorten, besonders überlangen: aber auch andere Artikel, aezupfte, Leck uuKt Bukarester fanden Mitten Absatz. Vom Ausland trat England in hervorragendem Maße als Käufer auf. Die GcsächnsauSsichten sind günstig und hierin dürfte sich bis zur nächsten großen Borstenauktion in London, die auf den 29. Mai verschoben worden ist. und deren Ergebnis, man beute nich: vorauSschen kann, nichts ändern, zumal die Nachrichwn der Bürsten- und Biuseliuidustrie unverändert günstig lauten. Siekmärkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Riudermarkt. Ter gestrige Austrieb belief sich auf 117 Stück inländisches, 101 Stück ungarisches, 183 Stück iugoflawisches und 182 Stück rumänisches. Awammen ö33 Stück Schlachtvieh, worunter sich 448 Stück Mast- und 85 Stück Brinlvieß befanden. Ter Gattung nach waren 246 Ochsen, 125 Stiere, 158 Kühe und 4 Büffel. Im Anfangdverkebr konnten sich die Montagpreise fest behauvten. A'l5ein späterhin hat sich die Tendenz verstaut, io daß Preisrückgänge vot: 500 ft. pro Kilogramm stattgefunden haben. Stechviehmarkt. Die Gefamtzufuvr verief sich aus 2423 Stück Kälber, 189h Weidnerschweine, 187 Weiduerschafe, 120 Ziegen, 2772 Kitze und 301 Lämmer. Bei rußigem Verkehr erzielten Primasorten Kälber die vortoöchigrn Preise, wälirend mittlere und mindere Qualitäten 1000 bis 2000 K. vro Kilogramm eingebüßt haben. Fleischschweine, die ,bei Marktbeginn unverändert tendierten, habe» sich später gleichfalls, namentlich in den minderen Sorten, um 1000 bis 2000 ft. pro Kilogramm in der Notiz ermäßigt. Hingegen stellten sich Fetsschweine bis z« 2000 K. pro Kilogramm kiober im Preise. Es uoirert-»' Kälber 26.000 bis 26.000 K.. Weiduerkälber 20.000 bis 31.000 ft., Fleischschweine 22.000 bis 29.000 ft. (30.000 ft.), Fettschweine 27.000 bis 30.000 ft.,. Schafe 7000 bis 19.000 ft., Ziegen 6000 bis 12.000 ft., 1 Kitze und Lämmer 14.000 bis 25.000 ft pro Kilogramm. Naimwovmarkt. rtevNDvrk», 9. April. Baun'.wo 4ck7^k>ren in der. atlcmx< und Golfhäfen 10.000, im Innern 3000 Ausfuhr nach Groß» bntannien 2.000. nach dem Kontinent 5000. Lokalmarkt miö<lliva: 3140 (letzt. Kurs 31.35V Tendenz: Stetig. — Termine: Avril —, Mai 31.05, Juni —, Juli 29.68, August 27.30. Sevteinber 26 20 Oktober 28,43, Rovembrr . Dezember 24.80, Jänner 24.74 Februar —, Mürz 24.45. Berliner Börse. Berlin. 10. April. Die Börse zeigte bei Bsginn eind etwas freundlichere Stimmung. Di-e Hoffnung, daß mit der Aufwcchme der Geschäftstätigkeit der Gdlddiskontpank der Marli eine Erleichterung erfo-hren werde, ferner Gerüchte von einer beabsichtigten Stützungsaktion der Großbanken und die Nachrichten' von dem besseren Bejrüden des Grotzrirdustriellen 1 Gtjinves hatten dir Ab-geder von Effekten zur Zurückhaltung ' «varfflfrt «nL ^ugiüührr, die den niedri-