Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1845 (4.4.1924)
- Date
- 1924-04-04
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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fl&Üfctti, fjfoeHöfj Msstee SM» 4. Apvkl 1924 Sie ««lese für PalöWa. ßn Julian TilberSusch. Während die ersten Auseinandersetzungen über diss« Fraga XHerzl, Ruppin) mehr theoretischer Natur waren und höchstens Jtöe schsinmäß-ig geringe Mich btt Vorkriegszeit zur Grundlage chatten, gibt es jetzt schon eine ausreichende Erfahrung. Die Der. ' hältnisie in Palästina in den letzten zwsi Jahren, bssouderS aher während des letzten Jahres, wo die 'Keren Hajessod-Wngange in der Regel nicht ausvelchten, um daS Budget zu decken, weshalb sich eine ziemlich starke Arbeitslosigkeit in Palästina zeigte, haben neue Streiflichter auf diese Frage geworfen und die ziemlich stark einsetzeude Auswanderung auS P-aläst in a hat das Problem der Vorbereitung des ge ei gneten Menschenmaterials für Palästina zu einem 'der brennendsten der zionistischeu Gegenwartsarbeit gemacht. Obzwar für die Einwanderung nach Palästina strenge Ernwandernngsbeskimmungen bestehen, ist trotzdem die Zahl der einwaudevnden Personen so groß, daß nicht alle sofort in den verschiedenen Berufen absorbiert werden können; es gibt afto ständig eine gewisse Arbeitslosigkeit, da ja die Einwanderung in erster Linie im Hinblick auf daS Ziel „Die Schaffung einer Mischen Heimstätte in Palästina" vor sich geht und erst in zweiter Linie auf die ökonomischen Bedürfnisse des Landes Rücksicht nimmt. Die Arbeitslosigkeit ist sehr gering während des Sommers, also zur Zeit deö Hochbetriebes, da viele vorübergehende Arbeiten dem größten Teil dar Arbeitslosen Beschäftigung bieten, und wird ziemlich stark Leim Hevarmahen der Regenzeit, wo viele Arbeiten eingestellt werden müssen. Diese Arbeitslosen stellen nun chvett Teil des Auswanderungskontingents und so weit wäre die Auswanderung eine natürliche Erscheinung, mit der wir alle uns übfinden müßten. Liest man aber genau die statistischen Zahlen über die Auswanderung der letzten Zeit, so erkennt man, daß die Arbeitslosigkeit nicht der « i n z i g s Grund für die Austvanderung sein kann. Denn unter den Auswanderern befinden sich auch Personen, die bereits ein oder mchreve Jahve im Lande weilen und die bereits eure Beschäftigung hatten. Es soll in aller Offenheit konstatiert weAen, daß auch Personen aus Palästina auswandern, die durch chve Arbeit bereits gewisse Ersparnisse in Palästina erzielt haben und die diese Ersparnisse benützen, mn in einem anderen'Lande ihr Glück zu versuchen, daS sie scheinbar in Palästina nicht gefunden hüben. . Und noch eine Tatsache drängt sich dem aufmerksamen Beobachter ans: Man würde glauben, 'daß die fachliche Nichteignung vieler Emigranten der Grund für ihre Auswanderung sei. Es wandern jedoch diele hochqualifizierte Handwerker aus, die >nach Palästina gingen, taÄ sie dort beichte Verdienstmöglichkelten erwarteten, und sehr oft kommt es wieder vor, daß dar fachlich weniger geeignete Handwerker nach längerer Prüftmgszeit sich durchringt und sich schließlich doch eine erträgliche Existenz schafft. Fragt man nach den Gründen Kr dies« Erscheinung, so sei zuerst auf den Wandertrieb verwiesen, der große Teile des, jüdischen Volkes erfaßt hat. Faktisch befinden sich Tauende von Juden ständig auf der Wanderschaft, und was pvintür durch ihve schlechte ökonomische Sage und durch die apolitischen Verfolgungen in Ost- und Mitteleuropa verursacht wurde, ist vielleicht dann schon zu einer Art Gewohnheit geworden. Palästina kann nicht mit den anderen Ländern Mischer Immigration verglichen werden. In jedes andere Land geht der jüdische Wanderer als Mensch schlechtweg, der feine mate.ri-ell« Lage zu verbessern sucht, nach Palästina geht er als Jude. In jeden: Lande darf -der jüdische Einwanderer ausschließlich nur an sich denken, in Palästina mutz ihm daß Endziel vorschweben. Jedes Land verträgt sicherlich in gewissem Maße auch asozial denkende Menschen, in Palästina ist vorläufig nur für sozial denkende Menschen Platz. Dieses kleine Ländchen mit der schlecht entwickelten Wirtschaft, mit den eigenartigen ökonomischen Ver-lMnissen, mit der ständigen politischen Spannung verträgt nur Menschen von ganz bestimmter geistiger Oriontiersung. Menschen, di« in Palästina nicht das Land des laichten Geldverdienens scheu, sondern das Land ihrer nationalen Freiheit, nicht eine Etappe auf der Suche nach einer auskömmlichen Existenz oder gar einen gedankenlos gewählten RuhepuM, sondern das Endziel.ihres Strebens. Daher kommt es nicht in erster Linie auf die fachliche Ausbildung der Einwanderer an (obwohl nicht geleugnet wer- •beit formt, daß diese sehr wertvoll ist), sondern hauptsächlich aus di« wahrhaft nationale Erziehung, -weniger ans die Kenn in is von Handfertigkeiten und mehr aufs den Willeu, die neue Gemeinschaft in Palästina mitschaffen zu helfen. Noch auf einen Punkt sei hier verwiesen: Ern normales jüdisches Gemeinwesen in Palästina muß eine tvagfähige landwirtschaftliche jüdische Bevölkerung besitzen. Iw dieser Richtung erfolgt auch wirklich die Erziehung größerer Kreise in der Galulh. Man muß ferner daran zweifeln, ob m PaMina sich, wirklich eirve bedeutende Exportrndnstvie entwickeln läßt, ob also die Industrie imstaüde sein Wwd, eirve große Zahl Von Einwanderern cmsPmehmen. Schließlich ist daS in Handel und Industrie beschäftigte Clement fluktuierend und neigt 'bei Absatzkrisen ständig zur ÄuLwcmderrMg. Will man also die Einwanderer rascher w 5M' neu« HrimMte vsÄvuvzelü, so geht dies nur auf dam Wage über einen l an-d w iw tschaftlichenBeruf. Es -ist also eme uEläWchw FwÄ«^^ dkH aWhÄich »hl -führt würde.'. Die Verführung in dl-e La-Mvirtschaft kam: aber nicht in der Weife vor sich gehen, daß jeder als Einzelkolonist ougssiedelt wird, wozu für jeden Siedler sehr große Beträge notwendig wüten. G Mt Mo kein anderes Mittel für die Betstärkmg der landwirtschaftlichen Kolonisation als die g enosfenschaftliche Siedlung. DaS Mnfchenmaterial für genossenschaftliche Siedlungen muß nun von ganz eigener innerer Struktur sein. Nicht jeder, dev ein guter Landwirt ist, muß auch schon ein guter Mitglied einer genossenschaftlichen Siedlung sein. Dazu gehört neben den sachlichen Kenntnissen auch die Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzu-leben, mit dieser Gruppe wie in einer einzigen großen Fain-ilie zu leben, über seine eigenen Sorgen hinaus intstande fttt sein, mit allen anderen Kr -das Wohl der ganzen Siedlung g« arbeiten und seine eigenen Anschauungen und seinen eigenen Willen mit den: der Gesamtheit in Einklang zu bringen. Also auch hier eine -ganz eigenartige Einstellung, die ganz im Gegensatz steht zur bisherigen Erziehung der meisten Juden, die noch immer in der Atomisierung einer jeden jüdischen Gemeinschaft ihr eigenes Heil erblickt. Das Problem'der Auslese für Palästina gehört zu den brennendsten Problenren zionistischer Gegenwartsarbeit. Die nächst Jahre jüdischer Aufbauarbeit in Palästina, die sicherlich zu -den schwersten gehören werden, werden im wesentlicher: davon abhängen, wie sich das jüdische Volk zu dieser Frage stellt. Letzten Endes wird auch dieses Problem von der Einstellung der jüdischen Jugend abhängen. Prosrffor Mead über PalWna. Der bekannte kalifornische Sachverständige für Landwirtschaftsfragen, Pros. E l w o o d Mead, der vor einer gewissen Zeit auf Einladung der Zionistische:: Exekutive Palästina bereist hat, berichtete in New-Aor k vor einer* Versammlung im Astor-Hotel von 300 .führenden Juden Amerikas über die Ergebnisse seiner Palästina-Reise. Pros. Mead erklärte den endgültigen Erfolg der jüdischen Heimstättengrüttduitg für gesichert. „Palästina wird", Khrte Prof. Mead u. a. aus, „in den kommenden Jlchren in der Geschichte der Welt, wieder eine große Rolle spielen, und zwar durch die Heldentaten ber>jüdisch-en Pioniere.^ Während feister ganzen Rede unterstrich Prof. Mead die Achnlichkeit zwischen Palästina und seinem Heimatlande Kalifornien. Er uunnte Palästina daS „Kalifornien Asiens" und versicherte, daß die Ackerbauwifsenschuft, die Geschicklichkeit im Anbau und die Sorgfalt und Gründlichkeit im Absatz dieselben überraschenden Ergebnisse in Palästina bewirken werden, wie in Kalifornien. Alles, was jn Südkalifornien möglich war, sei auch in Palästina möglich. „Die landwirtschaftliche Kolonisation Palästinas hat nun ihre Pionierperiode hinter sich. Die zionistischen Kolonien am TiberiaSfee und am oberen Ende des Jordan taleS zu sehen, lohnt allein schon die Ueberquerung deS Atlantischen OzeanS. Mit ihren sauberen mobetneit Wohnstätten und ihren baumbegrenzten Straßen sind sie den fensterlosen, unbeschatteten Lehmhäusern der benachbarten Araberdörfer um Jahrhunderte voraus. Wissenschaft, Geschicklichkeit und Fleiß können von der Ebene von Esdralon und dem Tale von Jesreel ein ebenso bezauberndes Bild landschaftlicher Schönheit und ackerbaulichev Ueppigkeit machen, wie eö heute den Blick dessen erfreut, der von Los Angeles nach St. Bernardino fährt." Nicht nur das Land gleiche seinem Heimatstaate, sondern auch der Geist der Bevölkerung Palästinas sei jenem Geiste vergleichbar, der auS Kalifornien ein Gartenland gemacht hat. Die Juden bringen ihrer alten Heimat denselben Optimismus und die gleiche Energie entgegen, die Kalifornien kennzeichnen. Ein schlagender Beweis dafür sei Tej-Awiw. Die moderne Mühle in Haifa, das elektrische Licht in Tel-Awiw, der hydroelektrische Ausbau von Tiberias, die Vorkehrungen für Trinkwasser - und die Gesundheitspflege in Jerusalem — all das sind Zeugen jüdischen Scharfsinns und jüdischer Geschicklichkeit. Sie lassen, was den endgültigen Ausbau des jüdischen Heimstättenplanes anlairgt, keinen Zweifel übrig. Prof. Mead zog sodann einen lebhaften Vergleich zwischen der Verwüstung, der Palästina seit Jahrhunderten zum Raube gefallen war, und dem Werke des Wiederaufbaus und der Wiederherstellung, das nuw im Fortschreiten Ä. Er betrachte die jüdischen Kolonien als den stärksten und wertvollsten Einfluß, der jetzt in Palästina zur Verbesserung des Ackerbaus uttd zur Bildung eines beständigen und fortschrittl ich en Bau er n t u m s ausgeübt wird. Die Schaffung, neuer und größerer Ausiedlungei: wird die sozialen und politischen Lebensbedingungen rveiterhin stabilisieren und dem gegenwärtigen raschen Wachstum des Geschäfts- und StadtlÄbenA in.Palästina die notwendige Unterstützung geben. Eines der Unmittelbarsten Bedürfnisse ist nach. Prof. Mead „ein sorgfältig auSgedachter und entsprechend finanzierter .Plan für den Land?auf". Nicht allein brauche man Land als Grundlage zukünftiger EntwüKung, sondern es.fei jetzt auch der günstige Augeuch l i ck, eS zu erwerben. Unmittelbare Notwendigkeit Kr den Wiederaufbau Palästinas als Jewish National Home seien Fonds für die Entwicklung aller Tätigkeiten des Hajes s ob, für Ländkäüfe üi großem Stil, m» Mfe Iwmnfifo W» (äs M» tat Sofonrt» günstig erscheinen, hierfür iw Anwendung zu bringen, uni für die Ausführung der Pläne für Bewässerung und Trockenlegung der Sümpfe, um die Gcsundundes Landes zu sichern und den bestmöglichen Bebauungstpsi zu schassen. Das Aufblühen der Laudwirschaft ist für Mead um eine Frage der Bewässern u g. Wo einLcholche geschaffen wird, sind große Ernten möglich und jeder Monat kann landwirtschaftlich benützt Werder^ ohne daß es eine to*te Zeit geben müsse. Die größtei: Bcivüssernngsniöglichkeitei: finden ftfty südlich des Tiber iassees. Die Größe der Kolonien solle m i i: d e st e n s hundert F a m : i i c it betragen. Er empfehle für jede Kolonie nach den: Beispiel anderer Länder die Anstellung eine- Fachinannes als ständigei: Instruktor. Palästina iverde durch seine Entivicktnilg ntit der Zeu dieselbe Anziehungskraft gewinnei: als andere große Lände» der Welt. Die ErnteauSsichten. Starke Regenfälle haben die Be> stellNn-g des Bodens für die Soinnnrsaat hinans^eschoben und einigen Schaden angerichtet. In: Norden stehen Weizen und Gerste -in den Hiigel-gmenden ynt, sind jedoch in den Ebenen, dbenso wie Bohnen, Kerseuueh und Liitseu HurückgMioben. Im Süden versprechen Weizen, Gerste, Linsen, Lupinen und Bohnen eii:e gute Ernte. Orangen, Tabak und Geimütie haben stellenweise unter Hagel und sckMcreu Regeugüssen gelitten. Osiisielle Visitation im Emek Jesreel. Vor kuMm de. suchte der Chef des Landwirtschaftsdepartemedts der ReakrunfL. begleitet von: Leiter der Landwirtschaftsäbteilung^ dei^ Ziomstischen Exekutive, H. Oeti inger, die jüdischen Sieh tungen in: En: ek Je s r e e l und in 11 uterga l il ä a. Die Tatigk-tit Und der Ester der jüdischen Äolonstteu machten eine:' starken Eindruck und ihre öffentlichen Institutionen Wivdergärten., Bol-kshcime, Krankenhäuser, SänglingsftirsorgeheimL fanden besondere Anevkemmng. Uvberall beklagten sich dia .Kolonisten über beit Zehu: eeine -Steuer^ deren Eiw schatzuna und Gsttzichung noch rinn:er sehr irrationell --erfolge, Der Kampf der jüdischen Siedler gegen die R a tt en P l a g * werde durch das -Unvettständnis der Fellachen stark-beeinträchtigt, der Bahn-Verkehr nach Hai-sa uchme keine Rücksicht auf di« Siedlungen, so daß ihre Mi-lch bel i ese rung lcide.^ Der R-egierungsvertwter versprach, diesen Angelegenheiten sein bo söndoreS Augenmerk zuwenden zu wollen. Be: dieser Gelegenheit wurde -das Projekt Oettingers erörtert, das Wasser des Jordan zur Bswässerung der Pflanzungen der anliegcnbcu Kolonien zu verwenden. Geflügeluud Menenzucht. Nach einer amtlichen Werösfentlichung des Leiters der Regierungsabt-cilung für Handel Uitib Zölle beginnen die Geflügel- und die Bienenzucht ein immlrr größeres Feld innerhalb der landwirtschaftliche:: Ko-' lonisation zu gewinnen. Die indisch en Kolon: en werden Dwen längst größere Äuf-inerksa-mkeit zu, und auch bei -den Arabern beginnen sie sich in letzter Zeit Eingang zu verschaffen. Die Staddgemeinden van Aza. Sichen: -und Nazarech haben aus ihrem allgemeinen Budget gewisse Sumnten Kr Probevevmche Lewilltgst. Die laetdtwirtschäftliche Abteilung hat Ausstellungen in Tul Kerem und Jemn .Veran-l , stÄtet. Zahlreiche große Brutapparate wurden aus dem AnstMde «tingesührt. Die lanÄwirtschLft'li-He Abteilung ^hat gahl- - reiche Neuerungen angeregt, welche die Gewinnung eines hoch- '' hualktativen Hmügs in großen Mengen versprechen. Die Nachfrage wie auch Preise sind befriedigend. Die landwirtschaftliche^ Abteilung avduete in zahlreichen Orten öffentliche Vortrags; Über den Gebrauch der Brutmaschinen.und die Anlage neuer Bienenstöcke a«, die eine große Zuhörerschaft zmogen. Die Zukunft von Aberiar. Wie wir vor -kurHem gemeldet haben („Das nme Pala ftme", 7. März), soll die Palästi-na-Rogierimg mit eimer nicht- Mischen syrischen Gesellschaften betreffs eine 75jährige Konzession für den Betrieb der Heilquellen von TiberiaS in Verhandlungen getreten fein. Der paläsiinensifche Korrefpondewt des Organs 'der amerikanischen Zionisten „Das jüdische Volk" widmet der Frage von Tiberias einen Artikel, in welchen: er darauf hinweist, daß schm: wahrend des Krieges eine christlich-syr-ifche Gsfellschaft mit der türkischen Regierung einen Pachtvertrag abgeschlossen habe, dessen Ausniitznng jedoch die Kriegseveignisse verhindert haben, so daß die Quellen auf' JahreAdauer cm jüdische Gesellschaften und auch an Privatper-- sonen verpachtetwurden. Noch im letzten Kriegsjahr waren Inden die Pächter und so blieb es auch nachher, bis vor zwei- Jahren die Stadtversvaltung von Tiberias Schwierigkeiten machte und deu Betrieb in eigene Rechnung übernahm. Letztens aber haben sich die früheren syrischen Pächter, deren Vertrag mit der türkischen Behörde 'durch die klmstäude annulliert zu sein schien, wieder genwl-et und sind mit der palästinensischen Regierung in V-erhcmdlungen getreten. Die Regierung hat zur Diskistfion der Frage eine .Konferenz verschiede>:sr Departementschess einberufen, welche unter dem Vorsitz des Iustizchefs Normann B e n t w i ch tagte. Die Resultate der Konferenz sind nicht bekannt geworden, doch verlaut-et, daß die gemeldete Abmachung auf 7 8 Jahre geschlossen worden sei. Infolge verschiedener Umstärrdc werde sich die Uoberncchme detrch Hle Gesellschaft noch beträchtlich verzögern, andcrersefts wolle diese daran gehen, Aktien auszugeben. Des werteren beabsichtigt sie, größere Kapitalien zu investieren und 'den Ort zu einen: wirklichen Kurort auszugestcckien. Jederrfalls ist ausfallend, daß bisher mtthentische Nachrichten nicht vorlicgen, welche in Anbetracht der Bedeutung der Anigelegen^heit sicherlich -vonnöten wären. Man hat von Den Entwicklungsmöglichköiten von Liberias, dessen' warmen Quellen besondere HeMrost zugclfchvieben wird, seit lattgem gesprochen ttnfc geschrieben. Es wäre bedauerlich, wenn durch Versäumnis hier auf absehbar« Zeu di-r ftänsche Initiative bleiben müßte!