Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1839 (29.3.1924)
- Date
- 1924-03-29
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Serie 8 Men, Sanrsiatz Mene« Moraenzertung. 29. März 1924 Nr. 188V Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seftzersatie 4 (Ecke Boi beim Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42. 68-4-75. 69-4-82 10465 Kredit- und Warengeschäfte Telegrammadresse: Frapobank Volkswirt. Korfanttz uvd Basel. Verhandlungen wegen Verkaufes oberschlesischer Montanwerke. '•JiMo. wir erfahren, ist vorgestern der bekannte oberschtcjijchc Finanzmann und Politiker Korfanty mit Flugzeug von KaNowitz nach Budapest gekommen und hat dort mit der Bester K ommerzialbcmk wichtige Verhandlungen gepflogen. Gestern ist Korfanty von Budapest nach Wien gereist und hat hier mir Basel verhandelt, woraus er wieder nach Budapest znrückgefahren ist. (i* verlautet, daß der Hauptzweck der Reise Korfantys ven oberschlesischen Montanwerken, besonders der Laurah ü t t e 'galt, welche jetzt für Investitionen größere Kapitalsmittel benötigt. Ta diese nicht in Wien aufzutreiben wäre n, würden auch Verhandlungen der Pester Kommerzialba-nk eingeleite:, welche evemuell ihren Konzern auf die ^aurahütte ausdehnen unt) andere Anteile ab lösen soll. Als Vermittler dieser Transaktion fungiert Korfanty, der bekanntlich an der oberschlesischen Montanindustrie stark interessiert ist. RetzortgeldküMgungen Wiener BaErmen. An der Börse wurde die Tatsache lebhaft besprochen, daß einige Bankfirmen, welche als Reportget-dgcker in der letzten Zeit ai'fgetreten find, ihre Gelder gestern plötzlich aus dem Markte gezogen habe,: und in keine Prolongation eingewilligt haben. Besonders ist dies bei zwei Firmen ausgefallen, deren Inhaber der Industrie nahe sichen, und die Beträge bis :lO Milliarden zurückgezogen haben. Es wirb erklärt, daß die Firmen zu diesem Schritte in erster Reihe veranlaßt wurden, weil sie für eigene Zwecke diese Gelder nunmehr benötigten. Eigene Verluste sollen die Ursache dieser Maßnahme sein, rlndererseits habet: aber auch andere Bankfirmen, welche nur als Revvrrgeldvermittler zwischen Banken und dem Markte unter eigener Mithaftung fungieren, Reportgeldkündigungen iu größerem Maße vorgenommen, weil von den Banken selbst die Gelder zurückaesordert worden sirtd. Ties steht in sonderbarem Gegensatz zu den Stützungsaktionen dieser. Jevisen- und Balntenkurse. .' ' Mitgeteilt don der Lefterreichischen Nationalbank.s . 23. März 27. März Vista Geld Ware Geld Ware Änisterdarn f. 1 holl. Gulden; 26300.—. 26400,— 26280.— 26380. Agram' 1 ‘ jug. Kronen . . . fifiß.- 372.— 366.— 8w.- Belgrad 1 Dinar .s 868.- 872.-?86.- 870- Berlin* 1 deutRche Reichsmark 1^,45 16.05 15,45 16.'5 Brüssel 1 belgische Francs . . 3009. 3021.- 3024.- 3036.- Budapest 1 ungarische Kronen . 0.91 1.01 0.91 1.01 Bukarest 1 Lei ....... 364.- 366.- 364.- 366.- Chrisfianta 1 norwesr. Kronen . 8580.- 9620, - 9630.- 9670.- Kopenhagen 1 dSnlsche Kronor . 11130.- um- 11080.— 11120— London I Pfund Sterling . . . 3P5öon.„ 3067W,- 304600.- 30560' — Madrid 1 Pesetas. «hao. _ 9120.- 9080.- 9123— Mailand i Lire ...... 3059.- 3 79.- *069.— 3081- New' Vö.ftf 1 Dollar .. 70835.- 711X5.- 70935,- 71185— Paris 1 Francs ....... 3912.- 3928.- 3*77,— 3893- Prae 1 fschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa . 2073.- 2083.— 2071.- 2081 — 501,- 505.- 501.- 505— Stockholm 1 schwedlseheKronor . 18820.- 18880.- 18570.— 18730— Warschau** 11 polnische Mark. . Zürich! schweizerische Francs , 12295.- 12345.- 12275— 12325— Noten Amerikau. Koten v. 5 Dollar autw, 70760.- 71160.- 70869— 71260— , '. kleinere . . . 70660.- 7106'U- 70760— 71160.- Belgische Noten 100 Francs . . 2970.- 3000.- 2995— 3125— Bulgarische Noten zu 1000 Leva . 479.- 487.- 479— 487.- . „100 . . . , kleinere. . . 459.- 467.— 459— 467.- Dänische Noten 100 Krön er . , 11050.- 11130.- 10950— UUO— Deutsche Noten*... . . .1« . . . „ kleinere* . . . 15.30 15.90 15.- 15.6o 15i- 1.<6V R7ö 15l30 lingi. Noten von 5 Uvrest, aufw. 3032m.- 304990.— 30 "800.— «04490— „ ' ' „ kleinere ..... 303000.— 304690.- 30» 0— 304200— Französische Noten 1Ö0 Francs . 3885.- 3915— 3850— 38»- Holländische Noten fflO Gulden . 26100.- 26300— 26050— 26250italienische Noten v. 160 Lire aufvr. 3070.- 3090— 3065— 30»,- „ , kleinere . . . 3043.- 3060— 3035— 3055- Jugosl. Noten ungest, zu 1000 Dinar 867.- 873.— 862— 868-! : ' kleinere ' . 887.- 863— 852— 8»- Norwegische Noten 100 Kroner . 9460.- 9540— 9510— 9590.- Polnische Noten **.. 73.- 83— 73— 33— „ . kleinere** . . . 68.- 78— 68.- 78- Rumänische Noten zu10(l0u.500Lei 360.- 364— 360— 364- . , kleinere . . . 34C.— 344— 340— 344— Kuss. Noten (Roman,)zuR0Rubel —— -V— —— „ „ „ . 100 . , , . kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . 18610.- 18710— 18460— 18360- Schweizerische Noten 100 Francs. 1228--.- 12360— 12169— 12243- Spanistiie Noten IQO Pesetas . . 8860.- 9040— 8930— 9040- 1 sciiecho-slow. Not. v.1000 aulw, 2057.- 2073— 2052.- 2068- , , kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. zu 10.000 Kr. . . . 2052.- 0.85 8068— 0.95 2047— 0.6« 2063- 0.94 . . kleiner«. Cl80 0.90 0.19 "Ö.88 * Für IOC« «..Mach — ffc 10.000 »»ln. Mark. die kmWgung der kffektennmsMener. Die SiaatSkorrejpondenz meldet: DieOrganiscrtionen der Banken und KmmmssionSfivmen, ferner., der Wiener Giro- und Kaffenverein itrtb das Gremium üer Esscktensensale der Wiener Börse haben für die Zeit vom 1. April WA angefangen die Provisionssätze, die Girogebühren unri die. Sensarie wesentlich herabgesetzt. Der Finanzminister hat sich, da durch diese Beschlüsse die Borousjetzungen, unter welchen 2r eine Ermäßigung der Effektenumsatzsteuer in Aussicht gestellt hat, erfüllt lind, nunmehr zu dieser Ermäßigung enffchloffcn, uni in- Znieresse der Volkswirtschaft den Hemmungen, denen der Effektenmarkt in der letzten Zeit unterworfen war, entgogenzuwirken. Eine heute erscheinende Verordnung wird deshalb die durch die Umsahsteucrnovelle erhöhten Sätze der Efsektenuntsatzsteuer, und zwar im Hinblick auf das Kalendarium der Arrangementsaufgabstage mit Wirksamkeit vom A. März 1934 angesangen, auf das vor dieser Novelle bestandene Ausmaß zurückführeu. Das staatssinanziellc Interesse steht dieser Maßnahme nicht entgegen, da es sich gezeigt hat, daß der Ertrag der Effektenumsatzsteuer unter der Herrschaft der 'erhöhten Steuersätze gesunken ist. Der Steuersatz beträgt nunmehr bei Dividendenpapiervn sowie bei Prämienschuldverschreibungen, mit Ausnahme der Staatstitres, wieder 2,4 Promille gegen 5 Promille, der nach der Erhöhung bezahlt wenden mußte. Bei Geschäften mit Schuldverschreibungen bleibt der Satz unverändert 2,2 Promille, ebenso bleibt die Steuerfreiheit für KriegsaA.il'en und deutschöstereichische Staatsanleihen in Geltung. Generalrat Tchwarzwald in Warschau. Wie wir erfahren, hat sich der Generalrat der Anglobank, Dr. Schwarzwald, nach Warschau begeben. Es sollen bei dieser Reise die Interessen der Anglobank in Polen in VcrhaMungen mit der Warschauer Regierung und der dortigen Finanzwelt einer eingehenden Erörterung unterzogen werden. Bekanntlich hat die Anglobank im früheren Galizien ausgeldehnte Wirri.chaftsmieressen, welche der Wiener Filiale unterstellt sind. Ter Wiener Geldmarkt. Bei der gestrigen Prolongation war Geld nur mehr zu sieben Achtel bis ein Prozent erhältlich gegen ein halbes Prozent in der vorigen Woche, doch haben lediglich schwächere Elemente ihren Bedarf nicht zu decken vermocht. Kapitalsvermehrung der Oberösterreichischen Wasserkrast- und Ele!trizi1äts-A.-G. Erhöhung von 9600 Millionen auf 12 Milliarden. Bezugsrecht auf je 20 alte Aktien eine neue Aktie zum Stückpreis von 12.000 K. tel. quel. Bezugssrist vom 29. März bis 12. April. Neuerrichtung einer Strickware« A.-G. Unter der Firma „Schrems-Groß-Sieghartser Strickwarenfabriken A.-G." wurde mit dem Sitz in Schreins eine Aktiengesellschaft errichtet. Auszahlung von Nachnahmen im Eisenbahnverkehr. Die österreichischen Bundesbahnen haben im Einvernehmen mit den österreichischen Privatbahnen ein neues vereinfachtes Verfahren für die Auflage und Auszahlung von Nachnahmen im Eisenbahnverkehre vorgesehen, das bereits mit 1. April d. I. in Wirksamkeit tritt. Von diesem Zeitpunkte werden im innerösterreichischen Eisenbahngüterverkehre Nachnahmen nach Eingang nur mehr im Wege der Post oder des Postsparkassenamtes an den frachtbrieflichen Absender ausbezahlt. Jeder Bahnbenützer, der eine Sendung im Inland- Verkehre mit einer Nachnahme nach Eingang belasten will, hat dem Frachtbriefe eine unftankierte Postanweisung oder einen auf sein Konto lautewden Postsparkassenerlagschein beizuschließen und dies im Frachtbriefe zu vermerken. Die bezahlten Nachnähmebeträge werden von den Empfangsstationen mittels der dem Frachtbriefe beigegebenen Postanweisung oder des beigegebenen Postsparkassenerlagscheines unmittelbar an den srachtbrieflichen Absender überwiesen. Der zur Frankierung der Postanweisung erforderliche Betrag wird dom frachtbrieflichen Empfänger eingehoben. Verschleierungen den ungarischen Bankbilanzen. Berichten aus Budapest zufolge veröffentlichen die großen Geldinstitute ihre Bilanzen. Diese Bilanzen bieten aber kein richtiges Bild über die eigentlichen Gewinne der einzelnen Institute. Bei der Ungarischen Allgemeinen Sparkasse wurden zum Beispiel 10 dem Unternehmen gehörende Palais mit 5,87 Millionen Papierkronen, das sind 75 Dollar in die Bilanz ausgenommen und das Erträgnis dieser 75 Dollar an Wert repräsentierenden 10 Palais beläuft sich auf 476 Dollar, das sind 37,64 Millionen Papierkronen. In Kreisen der Sozialdemokratie wird darauf hingewiesen, daß die Banken aller daran gesetzt haben, ihren tatsächlichen Verdienst und Gewinn sowie den wirklichen Vermögensstaud zu verschleiern. Es wird gefordert, daß derartige Steuerhinterziehungen seitens der Gesellschaften nicht geduldet werden und daß eine entsprechende Besteuerung der Banken, Aktiengesellschaften und des Landbesitzes erfolge, damit die Zwangsanleihe nicht in der bisherigen strengen Form ausgenommen werden müsse. Das polnische Nationalvermögen. Nach einem Bericht des polnischen Finanzministeriums wird das polnische Nationalvermögen mit 88,4 Milliarden Goldfranken veranschlagt, und zwar wird der Wert des ehemaligen österreichischen Teilgebietes auf 18 Milliarden, der des ehemaligen russischen Teilgebietes auf 42 Milliarden, der des ehemaligen preußischen Teilgebietes aus 22 Milliarden und der der östlichen Ranldlärcker auf 5,2 Milliarden emgeschatzt. Hauser in Deutschland YY7ir übernehmen den Schulz de* ln Deutschland (insbesondere Berlin) vv erv/O’ benen Grundbesitzes in bezug au! Verwaltung, Instandsetzung tt Verkauf zu kulanten Bedingungen. Beste Referenzen dortselbst. erbeten*.]! ich<>n.V."g Akazlenstrosae 20, Telephon t Stefan 915 BRESLAU 2 2, Goeihastraa«« 171, Telephon 50-85» Der italienisch-russische Vertrag und die Schisfahrt. Aus Triest wird uns berichtet: Wenn auch jetzt die Berichte, die von einem der italienischen Flagge zugestandeuen Monopol bei der Küstenschfffahrt im Schwarzen Meer sprachen, deinen» tiert werden, so ist doch die Tatsache foststeherrd, daß die italienischen Schiffe in russischen Häfen nunmehr dieselbe Behandlung erfahren wie die russischen Schfffe selbst. Was die Küstenschiffahrt im Schwarzen Meer betrifft, so handelt es ich um ein gegenseitiges Zugeständnis, das sowohl örtlich wie auch zeitlich beschränkt ist. Zeitlich für die Dauer von zwei Jahren; örtlich, indem die Begünstigung für die italienische Flagge ans die Häfen von Odessa, Novorossisk, Poti, Datum und Nostow, für die russische Flagge «aus die Häfen von Triest, Genua, Neapel, Livorno und Catania beschränkt ist. Aller» dings ist die Gegenseitigkeit bei dem derzeitigen Stand der russischen Handelsflotte etwas platonisch, doch ist immerhin für die Zukunft damit zu rechnen, weil die russische Regierung an dem Ausbau der russischen Handelsflotte tatsächlich arbeitet. Italien, besonders aber Triest, frohlockt über den russischen Vertrag, der besonders dem Lloyd Triestino zutatten kommt, den nun nichts mehr hindert, seine alten Beziehungen zum Schwarzen und Assowschen Meere «och weiter auszubauen. Halbjährige Fahrpläne der Triester Schisfahrt. Aus Trieft wird uns geschrieben: Für die bestehenden Frachtlinien Triest— Nord- und Südamerika werden nunmehr, wie ein Vertreter der Reederei Cosnlich in der Triester Spediteurkonftrenz mit» teilte, halbjährige Fahrpläne festgesetzt werden. Der Plan, für die bestehenden Personen- und Frachtlinien die Abfahrtsdaten im vorhinein für mindestens ein Semester mitznreilen, hat lebhafte Zustimmung gefunden, weil die Vorteile einer Verteilung, die auf einen ausgedehnten Zeitabschnitt die Berechnung des für die Verfrachtung günstigen Zeitpunktes zuläßt, sehr große sind. Gleichzeitig werden auch die Abfahrtsdaten für die Frachten ien Triest—-Brasilien und Triest La Plata, ebenfalls für ein Halbjahr gültig, zur Ausgabe gelangen. Die Abfahrten dorthin erfolgen nunmehr ein- bis zweimal im Monat, unabhängig von den Abfahrten der Passagierdamchser, die auch den Frachtenverkehr besorgen. Angelegt werden die Hafen Santos, Rio, Victoria, Bahia, bezw. Montevideo und Buenos Aires. Exporterleichterungen in Rumänien. Berichten aus Bukarest zufolge hielt der rumänische Oberste Wirffchaftsrat eine Sitzung ab, anläßlich der über eine Modifikation des Zolltarifes gesprochen und die Ausfuhr einer Reihe von Waren erleichtert wurde. Der Export von Fischkonserven und Fässern wurde vollkommen freigegeben, ferner bewilligte der Oberste Wirffchaftsrat die Ausfuhr von Eisenbahnschwellen aus Eichenholz. Es wurde als Maximum eine Million Stück zur Ausfuhr zugelassen und die Exporteure verpflichtet, ein ebenso großes Quantum, als ausgesührt wird, zu mäßigen Preisen den rumänischen Staatsbahnen zu liefern. DaS Finanzministerium hat die Asphaltausfuhr freiyegeiben und verflögt, daß von nun an keine Exportbewilligungen für diesen Artikel notwendig sind. Der Exporteur muß ledliglich di« Ausftchrabgabe entrichten. Bo» der Zentral-Europäische« Länderbauk erhalten wir das nachsichende Communique: In Ausführung eines schon seit geraumer Zeit feststchenden Entschlusses hat sich der Generaldirektor der Zentral-Europäischen Landerbank, Herr Maximilian Kraus, bestimmt gefunden, mit 1. JE d. I. aus der Aktivität za scheiden. Herr GeneraVdirMor Kraus vollzieht seinen Rücktritt im Hinblick ans seine mehr als 40jährige ununterbrochene Tätigkeit im Dienste dieses Instituts und das iinfolgedessen emgetreteue Ruhebädüvfws. Das Pariser Komitee des BevwaltungSrateS der Zentral-Europäischen Länderbauk konnte, da der Enffchluß des Herrn GeneraldivÄtorS Kraus ei» unwiderruflicher war, seine Demission nur mit dem Ausdrucke des lebhaftesten Bedauern nick unt« schmeichelhaftester Anerkennung der hervorragenden Verdienste, die « sich um die Länderbank erworben hat, annchmen. Herr Generaldirektor Kraus verbleibt auch in Hinkunft Mitglied deS Berwaltungsrates und des Exekutivkomitees der Zentral-Europäischen Länderbank und wird auch die sonstigem Berwaltungsratsstellen, die er bei den verschiedenen, dem Konzern der Länderbauk angehörenden Gesellschaften inne hat, beibehalten. Erfteulicherweise hat sich der Scheidende bereit erklärt, seine reichen Erfahrungen in Form konsultativer Tätigkeit dem Institute jederzeit zur Verfügung zu stellen. _ (Entgeltlich.) Wiener Mrse. «q-M. Die bevorstehend« Prolongation, bei der eine Versleffunß des Gel'd-satzes allgemein erpartet wird, bewirkte, daß dischwächeren Elemente aus Furcht vor eventuellen Einengungen zu Glattstellungen schritten, was zur Folge hattze, daß sich das Geschäft in bescheidenen Grenzen hielt. Da jedoch die auf den. Markt gelangte Ware dank der Intervention einzelner Banken schlanke Ausnahme fand, trat im Verlause des B«kehrs eine entschiedene Besserung ein. Günstigen Einfluß übte auch die Mitteilung des Bundessinanzministers, wonach die Effekten Umsatzsteuer mit 31. d. auf den früheren Stand herabgesetzt wurde. Gleichzeitig erfahren auch die Bankkouditiöuen und die. Sensarie RÄuktionen, so daß mit einer Belebung Geschästes gerechnet wird. Die Stimmung belebte sich auch, als seitens der Kontermine Deckungskäufe in einzelnen Banken-, werten und in Staatsbahn- und Alpineakften zur Ausführung gelangten. Wenn sich die Umsätze in engen Grenzen hielte» und die Spekulation Reserve beobachtete, so tvar dies dem Umstande zuzuschreiben, daß man den montagigen Kassatag ahwartet. Immerhin war di« Grundstimmung bei wesentlich« Beruhigung ziemlich freundlich und einzelne Werte mit Kstrsbesserungen bedacht. So Profilierten Bankverein 9000. K., Britischungar. Bank 10.000 K., österreichische Kredit 4000 Plmon» bank 12.000 K., Staatsbahn 33.000 K.. MpM 18.000 K., Felten A-/+/+.-8-A