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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-28 · Heft 1838 (28.3.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1838 (28.3.1924)
Date
1924-03-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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, M. 1888_._Wien, .Fvertatz Sie Sestaltung des franMchell Franken. / Trvtz des Bekanntwerdenb der Demission drS Attnisier- .Wjstdentett Po in care auf den internationalen Devisenl platzen hat der Franken keine allzu große Beivegnng erjfahven. Er mtievtt in Zürich um 10 Centimes höher als am Vortage mit 31.40. In Frankreich seihst steigr die Äkach» lfvage nach fvemden Valuten und hat «s Len Anschein, dü ob die fta-nzSsische Negierung sich anschicken würde, durch größere Devisenkanfe das Niveau des Franken auf den inter- I«a1ionalen Plätzen auf den StaLilvsieriuttgSkurS zu senken. £Se Falle ist eS ihr gelungen, bcwt tveiteren Steigen ^des Franken vorläufig Einhalt zu tun. Ihre Taktik hat es auch bewirkt, daß' die SpekuLation nun allmählich ihr! Augenmerk vom Frauken ablenkt. Interessant ist, daß noch »immer nicht die Bedingungen, unter welchen M o r g a n die l Anleihe der französischen Regierung gewährt hat, präzise bekannt sind. ES scheint hier eine interne Transaktion vorgenommen worden zu fern, über deren wirklichen Charakter «st später genaues wird in Erfahrung gebracht werden Mimen, ' Die Bankenintervention. Auch gestern standen die Bauten auf ihrem Posten, um eventuell, im Falle das Srursniveau eine ungünstige (Schaltung nehmen sollte, sofort einzuareifcn. Doch hatten ste dazu nur m einzelnen Fällen Gelegenhelt. Dos Angebot war nicht drängend. Die Selbstexrkutionen haben an Intensität stark nachgelassen. Unter diesen Umständen war di« Aktion der Banken auch gestern nicht umfangreich. ftapltalserhöhung. Ungarische Agrar- und RentenKarck- A.-G.: Erhöhung von 60 Millionen Ungar. Kronen auf 83,081.604 ung. Kronen. Die Aufhebung der jugoslawische» Sequestrationen AVer österreichisches Eigentum. Bekanntlich ist noch im Borjähre anläßlich der Reise der österreichischen Regierungsvertreter nach Jugoslawien die Dereinbarung getroffen worden, die Sequestrationen über österreichisches Eigentum aufzuheben. Erst in der Vorwoche hat aber, wie die „Neue Wirtschaft" meldet, der jugoslawische Justizminister einen diesbezüglichen Erlaß veröffentlicht. Es ist bisher in 700 Fällen österreichisches Eigentum von der weiteren Sequestration befreit worden. In 80 Fällen ist die Entscheidung noch anSständig, weil die Frage der Staatszugehörrgkeit der Bescher strittig ist. Verluste der deutschen Industrie an der Frankenspekul«- tkon. Aus Berlin wird geschrieben: Samstag fand in Hof in Bayern eine vertrauliche Besprechung von Industriellen ans Bayern, Sachsen und Württemberg statt, deren Gegenstand die Ordnung finanzieller Schwierigkeiten betraf. Bon den Industriellen wurde energisch darüber Klage geführt, daß die Banken die Industrie förmlich in die Frankenspekulation hineingelrteben haben. Es wurden Zuschriften von Banken verlesen, die an einzelne Industrielle gerichtet wurden und worin die Banken dre bestimmte Zusicherung gaben, daß der französische Franken in New-Aork auf Wenigstens 850 sinken werde. Zahlreiche Industrielle ließen sich durch diese Versprechungen irreführen, um so mehr, da ja ncchezu die gesamte reichSdeutsche Presse den Untergang des Franken als sicher besprach. Nun, da die Sache anders gekommen ist, sitzen die Fabrikanten tief im Schuldkonto der Danken, da sie zur Spekulation Kredite aufnahmen, nm ihre mobilen Geller zum Betrieb behalten zu können; schwere finanzielle Kalamitäten sind die Folge davon, weil man etwas ÄS Tatsache ansah. was in Wirklichkeit nur ein Luftschloß war. Außer den Industriellen und zahlreichen Gutsbesitzern sind aber auch noch viele kleine Banken und mittlere Bankgruppen in di« Sackgasse gekommen, weil sie sich vollkommen auf die Großbanken verließen, die nun auch enorme Verluste «litten, aber die sie doch eher verschmerzen können als die kleineren Kapitalsverwalte.:. Die Banken verlangen nun von chren Schuldnern unmögliche Verpflichtungen, nur ihre eigenen Verluste decken zu können. Die Industrie tft aber nicht in der Lage, jetzt derartige Kompensationen zu geben, da gerade die rnwärtige Periode olle finanzielle Kraft beansprucht, um Betriebe nach jahrelanger Krisis wieder in die Hölie zu bringen, um die kouanende Konjunktur voll auSnützen zu können. Steigern»- der russischen Skaphthaansfuhr. Aus Moskau wird berichtet: Während deS ersten Quartals des lauseitden Wirtschaftsiahres sind au« dem Gebiete des S. S. S. R. mehr ÄS 7 Millionen Pud Naphthaprodukte ausgeführt worden. Fm Vergleiche zum vergangenen Wirtschaftsjahre war die diesjährige Ausfuhr um 53 Prozent höher. BiS zum Abschluß deS lanferiderr Wirtschaftsjahres sollen 54 Millionen Pud Naphthaprodukte ansgesuhrt werden. Die HauptanSsuhrprodnkte sind Petroleum und Petroleum-Nebenprodukte. CopYrieth 1918 fcr Nachdruck vetfcstm. ««ifch-Orsterrttchischrr Verlag, Mi«. SS. Fortsetzuus. Die Heimatlose«. Von Wilma V'tkelich. A-lfvvd «aber legte still sein« Geige auf 'das Pult und tzurg hinaus. Ohne a-uszu sehen. Die schwebenden Hände Benitzkhs waren der letzte ©Inibmtcf, den er mit sich nahm. Und das dunkle Stimmengewirr, ein böses Summen und Hrumulien, von schüchternem Llpplaus 'durchbrocherr. Und chm war, er höre seiner Mutter hysterisches Weinen, das berFweifluwgsvoll über dem Gewirr der Stimmen cvufgellte. Ihm war, er müsse ihr sagen: ,^Weine nicht, Mutter! Was siegt auch a>n allem? Ich habe veujagt, siehst du, und vielleicht ist es gut, daß ich versagte. Nun ist die Luge zu Ende, nun ist die Rolle ausgsspielt. Denn sichst du, das Ziel war eine Lüge; denn weit über dieses Ziel hinaus zcht meine Sehnsucht, und sie ist viel zu heilig, viel zu Btt und bl-uttcht für dieses PubMum. Wer auch sollte ntich verstchen, Iv-enn ich von der Heinrat singe? Wo sie doch selber alle hemratlos, ohne Sehnsucht und unecht in sich selber sind!" Und mrn stauch er draußen in dem leise schüttenden Schnee und streifte mit sachter Hand die flimmernden ftadeln aus seinem Haar. Denn er war ahne Mantel und ich ne Hut. Gerade so wie er den Saal vevlaffen, und schritt m die Nacht hinaus, einsam, große, erlösende Gedanken m der Brust. Wie weit lag das alles hinter chm! Wie gering bar sein Schaffen, wie bedeutungslos all das gewesen, wonach er bisher gestrebt hatte! Es mußte zusammen« frechen, da eö doch auf' lauter Lüge aufgebaut war. Auf Aligr Erfolge und auf ein grelles ^iriuisicnrnm, das er _WLene« Morgerrzertung._ Wiener Mrse. Nach ruhigem Beginn abgeschwächt. Im EröffnunlgsstaKmrm der gestrigen Börse bchaupteten sich vir den meisten Fällen die Kuttse auf dem gemeldeten Stand, doch war das Geschäft tvesenMch gLvirvger als am Bortage, da sich di« Spsdckabion mit Rücksicht auf den bevorstehenden Kass^tay und brr horannahenden Versorgung weitestgehende ZrirückhaAung aufevlegte. Immerhin bestand erhöhtes Jntüress« für Alpine Montan, welche mit einer Besserung um 2L.000 K. erösipe-teu, im Verlaufe des Derkchrs einen Teil dieser Awrnce jedoch wieder r-in'biißicn. Auch tschechische Werre und einzelne Effekten ungar-ischcr Probe, nienz wiesen Erhöhungen auf. In: weiteren Verlauf des Verkehrs verrnindevten sich die Umsätze mrs der ganzen Linie. Es trat eins allgemeine Aüschtvachmrg ein, da auf einzelnen Gebieten, iwnvruMch in österreichischen KrSditattien. neuerlich exekutive A'bFaden zur Ausführrmg gelangten. In Verbindung bannt und der mchabt-endon GeschäftAosigkei« führten weitere EMastungsa-bIabAr zr, einer Abbröckelung des KurSmvcaus. So verloren Sübbahnprioritäteil 5000 ft., Britisch-ungarische Bank 10.000 ft., österreichische Krrdit 11.000 st,, Auglobank 10.000 K., Unionbank 14.000 ft., ZivnoftenSta 10.000 ft., Staatsbahn 12.000 K., Krupp 10.000 St., Poldihütte 20.000 St., Karpathen Petroleum 9000 ft. und Semperit 7800 ft. Hingegen gingen ungarische Kredit mit einer Besserung um 18.000 ft. ans dem Markt, ferner verzeichnet«« Alpine gegenüber dem letzten Stand eine Erhöhung nm 10.000 L. und Galgo eine solche nur 14.000 ft. Auch im Schranken war da» Geschäft gering, die Tendenz ungleichmäßig. Dennoch gab e» in einzelnen Werten größere Steigerungen. So wurden Veitscher Magnesit um 2,200.00V ft. in die Höh» getrieben, ferner gewannen Berg- und Hütten 40.000 K., ungarische Zucker 200.000 ft., österreichische Eisenbahn Verkehr 30.000 ft., Golfeschauer besserten sich um 58.000 K. und Scheidemandl stiegen um 320.000 St. Hingegen gingen Ivngbnnzlaner nm 200.00V ft., Perlmovser um 85.000 K., Wienerberger um 160.000 ft. im Kurs zurück. Bon den Pekrokeumwerien verloren Galicia 80.000 ft. und Schodnica 80020 ft. Bezugsrechte: Oefterreichische Crvtral-Boden 3200 bis 4000 ft., Rumpel 5500 ft., Elektrizität Linz 1500 ft., Stetrische Wasserkraft-Prioritäten 140 Stavctze 75.000 ft. Auf dem Anlagenmarkt ergaben sich nur gering« ftigige Veränderungen: Bon den E x o i e n notierten: Zriag 176.000 bis 185.000 Kronen, Holzverband 84.000 Lik ft., Mrazuica 113.000 bis 118.000 ft., Tepege 64.000 bis 70.000 5k., Universale 51,000 bis 53.000 ft., Wiener Waffen 17.000 bis ft. Sk WareumSütr. Sch»hw«e». Zn der Schuhbranche stellte bas aräßte Komingenr an Käufern (au der Wiener Frühjahrsmesse) Polen. Die öfter-- reichischr Industrie verkauft derzeit durchwegs Ledeuteno billiger als die deutsche. Sowohl für Oesterreich als «mch für die Sukzessionsstaaten dürfte der Import deutscher Schnhwaren zu. den derzeitigen Preisen kaum in Frage kommen. Die allgemeine Tatsache, daß die deutschen Preise für viele Artikel bereits die Weltmarktpreise überschritte« haben, trifft auch auf Leder und S ch u h e zu und wird die Exportfähigkeit der deutschen Leder- und Schuhindustrie sicherlich sehr beeinträchtigen, Ter Umstand, daß namhafte Oberlederkänfr in Oesterreich unb auch in Tschechien von deutschen Schuhfabrikanten getätigt wurden, gibt ein krasses Bild für die derzettiqe UeberspaMring der deutschen Lederv reise, da bekanntlich bisher Tschechien und Oesterreich den größte« Teil des Oberlederbedarfes. insbesondere an farbigen Lebern <w» Deutschland importiert haben. Znckckr. Am letzten Berkedre wurde die Tendenz für richeckischeu Zucker wieder etwas ftster und di« Preise brfeftigten, sich um je 5 Punkte. Kristall notierte 4.20 tschech. ft., Würfel 4.40 tschech. K. pro März in Ganzwaggon ab Grenze unverzollt und unversteuert. Ab Lager Wien blieb die Prristendenz unverändert, Kristall notiert 11.500 ft., Würfel 12.250 ft. Das Geschäft am ausländischen Zuckermarkt ist aus ein Minimum zusammengeschrumpft. Die Preise in Hamburg beivezten Vevachrosi», wie er sich bisher im Grunde selber verachtet hatte. Nun aber war er frei. Konnte aufs rmre beginnen. Mit Kampf mch Arbeit, ohne Abhängigkeit von falfcherr B^rauKsetzunaen. And er tauchte unter in diese Nacht, die fo Dem lvar, wie eß; die Nächte Budapests souft niemals sind . . . »t- Lchdia war faisoumüde. Maß, cvbgef.pamtt und mtevesiaui -um die Augen hevum. ,Me ichsüchtig", sagte der Doltvr und lächelte süffisant. „Die Jmrgc-'MädcheN'ÄrMckheit, ivenns nnok über die Irvanzig gcht. Das gibt sich bei recht viel frischer Luft. Uuä) n»,möglich Ijetrcteu. 'Das ist dir 'Hauptsache. Dan 'heilen all« diaft Keinen Leiden dme selber." Un-d der Doktor schnmnzelte vielsagend. Er Lärm de ja diese AUMsÄhr'lichen, pikanten Gelegenhe.itskDa!nkheiten der besse-- ren Stände. Die imponierten chm nicht. Dis leideVNL Baronin aber, die sich ein iwemg mit verantwoMich MM, lbenrevkte spitz: „Es fehlt Ihnen eben die Akthod-e, liebes Kind. Ihre BerMÜgmvgsfucht ist ohne Grenzen Uivd da übermhmen Sie sich leicht. Tatsächlich ist Ihr Betragen dasjenige einer kleinen Ladennramsill, nicht aber das einer ArPokvatin vornehnren ^üls. Letztere wird rmnrer ihr bestrnrmtes Programm si«halten. Sie aber? . . nnZ» setzte dann-mit einem säuerlichen Bedauern hinzu: „Bitte. Ich meine mir so. Werl Sie dir schmachtende Miene nicht schöner macht:" Die Baronin erlaubte sich jetzt so nmncherlei. Erstens ivar sie selber — errötend hatte sie es ihren Leben Kindern gestanden — die Braut des wackeligen (^emrals geworden, der-sofovl am energuchervß Tempo in dem hofrätlichen Kogelhänschun eingeführi hatte, ßm&j. u«r aber blickte sie ans?inschiede.ne Erfolge zuriick, die ste der astrm ihreno-u'S-, 28. Mürz 1924 Seite 7 sich '.wischen 27 Mark für Avril-, 27.50 Mark für Mai- «nl 28 Mark für Iuniliefernng. Er wurden aber auch Abschlüsse al mitteldeutscher Fabrik mit 26 Mark für prompte Ware perfekt Auch an den sonstigen Auslandsmärkten machte sich eine Ab« schwächung bemerkbar. Die Nachfrage blieb klein und biete» di« hierfür gebotenen Preise für die Fabriken keinerlei Anreiz. Ans New-Aork, England und Prag wurde eine schwächer« Tendenz gemeldet. Die Desiernng der Pariser Franken dürste auck auf die Zuckermärkte nicht ohne Wirkung geblieben sein, so dar Glattstellungen speziell am Londoner Markt den Preis nicht unwesentlich deeinssuht haben. Kaffee. Dir Sliuunung veränserte sich nicht im bisherigen Verlauf« der Woche. ES uotiereu' SantoS prirnes 48.000 ft.. Sarito^ supeüor 46.500 ft., Rio Vli Zohnston 42.000 K. ab Wien, ferne, Santos primeS pro 50 Kilogramm 105 Schilling, SantoS superio, 102 Schilling 6 Pence, Rio VN 80 Schilling cif Triest. Am W e l t m a r k t e war die Tendenz schwächer, Brastliev ermäßigte seine Forderungen um mehrere Schillinge, während das Platzgefchäft infolge des Hafenarbeiterstreiks fast völlig zum Stillstand kam. Feine Oualitäten blieben nach wie vor gesucht. Di« Notierungen sind wie folgt: SantoS (superior bis extraprimeSi 1.60 bis 2.— Goldmark. gewaschene Zentralamerikaner 1.95 biß 2.50 Goldmark pro '/» Kilogramm verzollt ab Lager Hamburg. Eise«. Die gute Beschäftigung der rhvindsch-westfUischen Großindustrie halt weiter an und die Änla-gen sind, soweit sie überhaupt wieder in Betrieb genommen sitä», voll auSgenützt. Manche llüerke haben bereits von Bevkaus von WalKverkserzvutzwissen eingestellt, woLl sic eben auf cwstzhbare Zeit mit Aufträgen völlig versahen sind. Unter diesen Beohalnüssen zeigen "die Preise stevgende Richtung. Für Einsichtige Lieferurvgen laßt sich ohne weiteres ein Sta-beserqweis von 14L Mar4 pro Tonne und auch darirbsr hinaus für das Inland «tjwfcu. Für GKilbeisen und für schwere Schienen nach dem Ausland konnten die Werke jetzt nvrt einem Erlös Von, 7 engljichen Pfund fob rechnen. Diese Preiis« decken nicht die SÄbsttosden der Werke, um so weniger, als sich die Robstofspreisi zum Teil erhöht halben. So sind die Schrottpreise in letzter »Zeit uid# un rchMich gestiegen, wenn sie auch in den allerletzten Tagen wieder um eina Kleinigkeit zurückgeganaen sind. ' _ Mhmiirtte in St. Msn. lEigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Ri ndermarkt. Der gestrige Austrieb belief sich aus 8 Stück inländisches, 128 Stück ungarisches, 113 Stück iufto» slawische» und 195 Stück rumänisches, zusammen 444 Stück Schlachtvieh, wonmtcr sich 897 Stück Mast- und 47 Stück Beinlvieb befanden. Der Gattung nach waren 390 Ochsen, 22 Stiere, 91 Kühe und 1 Büffel. Bei reservierter Kauflust stockte der Berkehr fast vollständig. 2m Vergleiche zum Hauptmarkt siud die Preise um 500 K. und in einzelnen Fällen bi« zu 1000 K. pro Kilogramm gefallen. SSwebne markt. Aufaetriebenwurden 302 Schweme, darunter '157 Fleisch- und 127 Fettschweine. Bei belanglosem Verkehr haben die Preise gegen gestern, speziell ftir Fettschweine neuerlich 500 ft. pro Kilogramm nachgegeben. Es notierten: Fettschweme 22.090 bis 24.500 ft. und Fleischschweine 21.000 bis 25.500 ft. pro Kilogramm Lebendgewicht. Stechvieymarkt. Die Gesamtzufuhr belief sich auf 2033 Stück Kälber, 1563 Weidnerschweine, 476 Weidnerschafe, 103 Ziegen, 1049 Kitze und 208 Lämmer. Der Kälbermarkt erässnete bet rückgängigen Preisen in flauer Stimmung. Späterhin war dir Rachftage namentlich für Primasorten eine lebhaftere. Mindere und mittlere Oualitäten haben 1000 ft. pro Kilogramm eingebüßt. Fleischschweine stellten sich um 1000 bis 2000 ft. und Fettschrveine vm 1^00 K. pro Kilogramm billiger im Preise. ES notierten: Kälber 21,000 bis 31.000 ft.. Fleischschweins 24.000 bis 30.000 K. Fetischweine 26.000 bis 28.500 ft.. Schafe 12.000 bi» 24.000 K., Ziegen 8000 bis LiZ 14.000 ft., Kitze „ud Llumner lO.oori?r«.ono ft. pro Kilogramm. Vaumwollmarkt. 26. Marr. Lanmwollzufuhre» in den atlanl. utid GLlshasen 60VV, im Innern 2000, Ausfuhr nach Großbritannien —. nach dem Kontinent 2000. Lokalmarkt middling: 27.05 (letzt. Kurs 27.35), Tendenz: Willig. — Termine i März —, April —Mai 26.99, Zuni Juli 26.4b, August 25 30. SePrewUer 24.85, Oktober 24.12, November —irr-fst-; Jänner 28.40. Berliner Mrse. Berlin. 27. März. Die Auftassttnq, daß auS der sran^sr-. scheu K-avincrtskriie emc Erleichterung der außenpoliliscl)en Lage nicht zu erwarten sei. veranlaßte die Spekulation angesichts der gestern zum Schluß einffetretenen starken Auftvartsgezeicyneien Erziehungstnerhod-rn Altschneb . . . das heißt, ein paar ihrer Schützling« hatten glänzerÄe Partien gemacht, was das Renommee ihres Harrses iirs Grenzenlose lySb. U>m fc> unzusviodencr ivar sie mit Lydia, di« bereits Sen dritten Winter dnr'chtantzte, ohne sichtticheö Ne-sultal. „ToS ist nichts!" sagte sie. und;og ihr Gesicht in besorgte vMten. ,Me wirken ja längst nicht mehr als tteberrafchrrng. A.nÄere drängen rmch, die schöner Nttd jünger sind als Sie. Beeilen Sie sich doch, moin« Liebe, wenn Sie nicht wollerr, daß es zu Mi wird . . Und sie schiittritt, mißbilligend 'den gvoucn Scheittl, daß die Röllchen <tn ihren Schläiscn in heftiges Wackeln gerieten . . . Musterte Lydia geningschatzig vom Kopf bis zu dert Zehen, als ob sie sagen wollte: Ja, was biidefi du dir eigenklich ein? Wenn -einer fiir dich gn.t gewttg ist? lind auch die ttderrw Nichte .hatte ihren .HaupttrMr ^macht. Sie saß als Sttslsdunve in einem adeligert Konvi!t und kennte sich dort mtgestört ztt Ende entrirffcit über di« wellliche Unmoral, an der ihr ttilznnchmerl lei.der nicht gssiatdet gewesen. Die WeinbeMV-Alädchen a-ber waren nach einem stürmischen und effektvollen Schlnszeklat nach PüKpökladanh 'hsinrgesegelt, von wo sie bald die Frendemmchvicht in dir Welt saltdten, daß IrmuSka, die zarte Kultnvblüte, das groß« Glück in den Armen eines erzherzoglichen Pächters gefiMden, der L-Mtzjoppen trug, für Eauerkrattr, Siallgeruch und Weiber über siebzig Kilo schwärnrtt und überdies aus Oberungarn stammte. Und die kluge Irma .hatte ihn gemnmnen, obwohl sic den Geruch der Lederjoppen 'rttsie und Oberunaarn nir ihren pu-.b'.N'.-ei ciaenriim virrtstodox war / •' ,

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