Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1831 (21.3.1924)
- Date
- 1924-03-21
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1831 Men. Wiener Morsenzeltuna. Sl. Maq 1924 Seite 9 rirvjj iTiiiT Von David Swerdlow, Direktor von „Solelboneh". Die neueste Schöpfung der allgemeinen jüdischer'. Ar^ teiterorganisativtt Palästinas ist der „S v l e l b o n c h", eine Gesellschaft für Straßeil-, Hoch- und Tiefbau, die vor kurzem als kooperative Aktiengesellschaft mit beschränkter Haftung amtlich registriert wurde. (Jewish workers kooperativ association for public works, üuildiug and manufactnre Ltd.) Das' Kapital der Gesellschaft wird sich zusanrmettsetzen aus: 1. M i t g l i e d c r a k t i e it zu je 0,5 Pfund, welche nur an jene Arbeiter abgegebeir werden, die m irgendeiner mit der Bautätigkeit zusammenhängenden 'Arbeit beschäftigt sind, 2. 10 Stück Gründer aktien im Besitze der allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation, Vorzugsaktien zu je 0,5 und 1 PflNld, ioelche allgemein abgegeben werden. Inhaber von Vorzugsaktie» geirießen kein S ti nt m recht, sie haben natürlich vollen Anspruch ans die Dividenden. Ter „Solelboneh" tritt all die Stelle des von der jüdischeil Arbeiterschaft geschafscne» A in t e s für ö f f e n t* liche Arbeiten (Misrad laawodoth ziburijvth), Ivelchrs bisher der größte Bauunternehmer im Lande gewesen ist, jedoch kein eigenes Gcsellschaftskapital hatte, weshalb eö sich stets auf Kredite, hauptsächlich auf jene der Arbeiterbank, stützen mußte. Trotzdem hat das Amt für öffentliche Arbeiten überaus Bedeutendes geleistet und der größte Teil der Neubauten in Tel-Awiw, den anderen Städten und-in den Kolonien sowie das ausgedehnte neue, vou der Regierung geschaffene Netz von Chausseen und Straßen ist sein Werk.' Die Leistungen des Amtes sind aus den folgenden Ziffern ersichtlich: Oeffentliche Arbeiteur Chausseen im Auftrag der Negierung für . . . 184.000 äg. Pf. Eisenbahnlinien. 15.000 „ „ Straßen- und andere Erdarbeiten in TelAwitv, Haifa, Jerusalem, Liberias. 78.000 „ w Geschkiftsquartiere. 52.000 „ ' „ B a u a r b e i t e n: Für die Regierung . . . 24.000 „ „ Siedlungen und Einzelhäuser. 192.000 „ „ Fabriken, Magazine ustv.. . 26.001 „ „ Dallarbeiten in landwirtschaftlichen Siedlungen. 7.0,000 „ „ Zusammen. . 641.000 Lg. Pf „Solelboneh" stellt sich nunmehr die Aufgabe, die ganze bisherige Tätigkeit des Amtes für öffentliche Arbeiten zu stabilisieren und sic nach Umfang wie nach Inhalt zu vergrößern. Während sich der Miörad l. z. fast ausschließlich mit der Bautätigkeit und der Ausbildung einer qualifizierten Klasse von Bauarbeitern, befaßte, will „Solelboneh" diese Tätigkeit einerseits fortsehen, andererseits aber auch eine starke industrielle Aktivität eröffnen. In erster Reihe soll jene Industrie betrieben werden, welche mit der Bautätigkeit in Zusammenhang steht. Im Vordergründe steht hier die Steinbeschaffung und -Hauerei, welche etliche Tausende von Arbeitern beschäftigen könnte. Um diese Industrie zu entwickeln, ist es natürlich nötig, jene Böden zu erwerben, wo sich der Stein vorfindet, ferner alle in Betracht kommenden Installationen, Maschinenanschaffnngen nfw. durchzufnhren. Ferner will „Solelboneh" in nächster Zeit der Frage der K a l k g e w i u n u n g nähertreten. Die beiden genannten Arbeitsgebiete waren bisher ausschließliche Domäne der Araber; erst über Anregung des Misrad l. z. haben sich einige jüdische Arbeitergruppen in kleinem Maße dieser Tätigkeit zugewendet, welche der „Solelboneh" großzügig ausbauen will. Da „Solelboneh" über eigene Kapitalien verfügen wird und ihm die Mithilfe der Zionistischen Organisation zur Verfügung steht — der letzte Kongreß hat eine Beteiligung der Zionistischen Organisation mit 8000 Pfund beschlossen, wogegen diese das Recht erhält, an der Verwaltung anteil zu nehmen —, sosteht zu er- U'arten, daß sich für die Bautätigkeit und die Schaffung neuer Industrien viel größere Möglichkeiten ergeben tverden als bisher. Welchem großen Interesse diese Neugründung im Lande selbst begegnet, geht aus der erfreulichen Tatsache hervor, daß in Palästina allein nicht weniger als 10.000 Aktien verkauft wurden. Zur LAitfaltung einer wirklich entsprechenden Tätigkeit ist jedoch ein Minimalkcipital von 50.000 Pfund erforderlich, weshalb eine Kampagne zur Aktienplacierung in allen jüdischen Wohnlä ndern einsetzen wird. Eines dqr nächsten Ziele der Gesellschaft ist die Verbilligung . in' IBaupreise in Palästina. Dies soll durch Ankauf won Materialien aus ersten Quellen und durch Einführung des maschinellen Betriebes in der, Bautätigkeit -erzielt werden. Durch Verbesserung der technischen Mittel soll die Qualität der Arbeit gesteigert werden. Vom den bevorstehenden Arbeiten seien angeführt: der Ban der hebräischen Universität — das chenüsche Institut ist bereits in Arbeit —, der Nationalbibliothek, des Gymnasiums in Jerusalem; eine Reihe von Aufträgen, welche die Regierung Zu vergeben hat, welche dem ^Solelboneh" 'aas größte Vertrauen entgegenbringt sowie zahlreiche private.Aufträge in Jerusalem (Montefiore-Viertel), Haifa, Liberias nfw. Von der Militörverwaltung wurde eine wichtige Arbeit übernommen: der v.: rTtallnngen Kr die Kavallerie in. KargjM- Die Leitung von „Solelboneh^ ist aus 7 Personen zusammengesetzt, die, sowie der Aufsichtsrat, von der jährlichen Generalversammlung gewählt werden. Die Arbeit selbst baut sich nicht auf Tag lohn auf,, sondern, sie erfolgt durch organisierte A r b e i t e r g r u p pe n, wobei die Bezahlung von einer speziellen, voir der Generalversammlung gewählten Kommission festgesetzt wird. Dje Arbeiten stehen unter der Leitung eines technischen Bureaus, dem die besten Ingenieure und Architekten angehöreu. Verwendung der Keren Hajessod-Gelder kn Palästina vom Mrz 1921 bis Dezember 1923. Pfund Prozent Landwirtschaftliche.Kolonisation (inklusive Versuchsstationen).. 900.BÖ1 26.58 Erziebungswesen (inklusive üniversitätsbibliotbek) . . . 238.432 21.06 Jrumigration (inklusive Palästinaämter und Hachscharah). .. . 147.761 18.04 Investierungen r Elektrizitätswerk 60 000 4.42 Prozent Hyvothekenbank 48 208 3.81 „ Schulgebäude 8.832 0.78 „ 107.040 P. L. D. C. 5.000 0.44 9.45 Ooffentliche Arbeiten.. 94.315 8.84 Gesundheitswesen: Hadassal». Landesorganisation und besondere Aus- 83.193 7.36 gaben . 48.739 4.31 Admiuistratlousausqabeu. 43.755 3.87 Misrachi-Orqanisatiou .. 29.981 2.68 Iüdi'cher Nationalfonds . ....... 19.693 1.73 Technikum . . .. 11.650 1.03 Handel und Industrie.. 7.049 0.63 Zusammen. . 1,131.889 100.00 Die oben genannte Ausciabeusumme übersteigt da8 dem Keren Hajessod tdtsäckilich zur Verfügung stehende Geld' um ungefähr 9 6.0 0 0 Pfund, die durch K r e d i t e gedeckt werden mußten. . Dom üiiett MNonalsokdr. Steigerung der Eingänge. Mährend die Cinaättge im Jahre 6688 noch recht unbefriedigend waren, ist s>eit Beginn des Jahres 6684 eine Wendung zum Besseren zu bemerken. Die Gesamteinnahmen in den Monaten Oktober bis Jänner 6684 betrugen 34.200 Pstmd Sterling gegen 16.346 Pfund Sterling im Äovember bts .Jänner 6083. (Jrn Oktober vorigen Jahres wurden infolge der Uebersiedlutzg des Hauptbnveous keine Spenden 'ausgewiesen.) Der Februar dieses Jahres dürfte etwa 14.000 Pfund Sterling erbringen gegen 10.250 Pfund Sterling im Borsabre. . . Die Spendensumme m den ersten fünf Monaten, des Jahves 5684 (Oktober ISA bis Februar 1924) beträgt 47.442 ägypt. Pfund (gegenüber 25.970 ägypt. Pfund in der gleichen Zeit des Vorjahres). Davon leisteten die Vereinigten Staaten 14.003, die Tschecho-Slowakei 1989, Erez Israel 1261, Polen 904, Jirgoslawien 600, Bukowina 399, Oesterreich 309, Ostgalizien 302'ägyptische Pftmd. Eine Propagandareift Ussischkins. Der Vorsitzende des Direktoriums des Jüdischen Nationalfonds, Ussischkin, Wird in den Monaten Mai bis August zugunsten des Nationalfonds eine Propagandaroift durch Zentralenropa nnterwchmen, wobei er folgende Länder besuchen -dürfte: Griechenland, Bulgarien, Mtrumänien, Beßarabien, Bukowina, Oesterreich, die Tschecho-Slowakei, Deutschland, Litauen und Lettland. Daran soll sich im Herbst in Begleitung des Herrn Julius Berger ein länger dauernder Besuch in den polnischen Ländern anschließen. Das dritte Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds. Der zweite Band des Goldenen Buches des Keren Kajemeth sicht vor dem Abschluß. Für den künstlerischen Entwurf eines dritten Bandes wurde vom Haupt-bur-eau Sin .Konkurs ausgeschrieben. Da nach jüdisä^er Sitte sowohl der Schlußeintragung als der Eröffnung des neueil Buches eine besondere Bedeutung fiufonimt, Iwt, wie bereits gemeldet, das Direktorium be- Ksen, die Letzte Eintragung im zweiten Band für Baron md Ro thsch'ild, deck Vater der jüdischen Kolonisation in Palästina, und die erste im dritten Bande. für den High Commissionen Sir Herbert Samuel, mit dem eine rreue Aera der Heimstätte beginnt, zu reservieren. Für diese Emtragllngen soll in der ganzen Welt voll Mach M Lag b'Omer ■eine besondere Aktion durchgcführt werden, die sicherlich die .Idee des Goldenen Buches von neuem in hchem Matze popularisieren wird. . Lr. Auppin über dir Investment komvantz. In der Eröffnungssitzung der Verhandlnugen, die am 17. Februar in New-Dork unter Vorsitz von Louis M a r s ch a l l wegen der Beteiligung führender nichtgionisttscher Juden an der Palästina-Arbeit geftthrt wurden, sprach auch Dr. Ruppin über die I n v e st m e n t C o m p a n y. Er sagte unter anderem: Wenn wir als unser Ziel ansehen, i» den nächsten Jahren je 20.000 Einwanderer nach Palästina zu bringen, so benötigen wir das folgende Budget: 1. Nationale Ausgaben . ..... 1 Million Doll« 2. Riskante Anlagen . . 2'/, „ 9. Sichere „ ,.»-»« Zusammen . . 6 Million. Dollar pro Jahr Es ist zu hoffen, daß die ersten beiden Posten vom Nationalfonds Md vom Keren Hajessod aufgebracht werdend (Bokanntlich glaubt mein ln Am<rM^ daß dort allein pro Jahr drei Millionen. Dollar für den Keren Hajessod arvfgelbracht tverden könnten. Anm. d. Red.) Die Gelder fu>b 3 können als sichere Aubage mit 6 Prozent Ertrag atlgonomnelr werden. Es ist aber sehr schwer, dorr ei-lyA'nell Juden Amerikas Jtwestitioueil für das ferne Palästina zu erlangen. Die eillzrge. Möglichkeit wäre, in Amerika eine Juve-stmem Company Mit ftinlf Millionen Dollar Kapital zu gründen, die von Männern von anerkannter Geischä'ftSerfcch- «mg gsleitst worden müßte. Diese Gesellschaft würde Pwüchst Sachvevständiige nach Palästina eutseuden, welche die Proftkte, au denen sie sich mit voller Sicherheit für Kapital und Zinsen hoteiliKn könnte, prüfen sollen. Die beste Form, in der die Iudvstiuelrt Company Beteiligungen vornehmen und sie sinauzi.'-ren könnte, wäre die Ausgabe von Obligat io-neu auf Grund der Aktiva solcher Untemchmnugeu, welche die Company mittels ihres Attierckapitals kaufen könnte. Die Gesamtemifsion müßte auf einen bestimmten Teil des Aktienkapitals beschränkt werden. Die Jlwestment Company wird zwecks Deviaufts ihrer ObligÄionen mit kleinen jüdischen Bankiers in Bvziehnntz treten und auch dafür sorgen müssen, daß sie sÄbst oder andere Bank>ru ihre Obligationen belehnen. Sie wird auch versuchen, einen Markt für den Absatz derselben zu schaffen. Es Miß vermieden werden, daß die Jndestienngeu in Palästina totes' Käpitall bleiben, was bisher der >g roßte Ue b e lft,a n d bei .den, Palästina-Ilnternchmungen war. (Ruppin meint damit, daß Palästma-Shares bisher vom Besitzer nicht' weiter verkauft werden konnten, da sie kernen Markt hatten.) ... . , Der Sachverständige in. Palästirm wird fortdauernd Wer hie Sicherheit und pünktliche Abzahlung von Kapital Md Zinsen wachenE müssen^ Solche Investment Companys gibt es in -Eugiland seit einein halben Jahrhundert und sie waren einer der wichtigsten Faktoren für die Placierung auswärtiger Werte, welche in England aus.Meben' tvnrden. Es ist richtig, daß die Investment Eoinpanh nur daun sichere Anlagen in Palästina finden wird, wenn gleichzeitig eine Jnstitutiorr wie der Keren Hajessod bereitstehen wird, um selbst mit Opfern den Weg vorznbereÄen, indem u die Last der nationÄeu Ausgaben und der riskanten Unternehmungen aus sich nimmt. Die Investment Company braucht -den^ Keren Hajessod als Schrittmacher, ebenso wie der K e r e n H a j e s s o d die Jude st ur e n 1 C o m p a n y braucht für die ungeheure Aufgabe, Palästina aufzubauen. Der Keren Hajessod ist ein G r u n d f o n d s. Er legt die F n n d a nr e n t e, auf denen der Investment Company bauen wird. Das Zusam-menw'irkeu beider JUVistitionen ist nötig, mn ein solides Gebäude aufzurichten. Die Jnvestmetrt Company wird vielleicht auch uni allen ander-elr Instituten, die für Palästina arbeiten, kooporiereu, damit die Wirkungssphären nicht Überpreisen und die Derwaittumgskosten ermäßigt werden. können. Die Versaimnlnng hat bokannKich den Plan gutgcheißen und einen Ausschuß Meck8 Vorbereitung seiner Ausführungen «lniges-etzt. ’ Laadwirtschastsfteuem bei 8«den «nd Nicht- Wen. Die Eingänge des Oscher' betrugen 1919-20 rund 261.000 Pstlnd, die gesamten Regi-eruugseiMnste an landunrtschastlichen Steuern rn dieser Periode 311.000 Pfund, 1920-21 531.000 Pfund, 1901*22 813.000 Pfund. Das Durchschnittsevgobuis eines Jahres ^betrug. also 385.000 Pftmd. Setzt man die gesamte in Betracht, kommende Bodenifläche d.'s Landes mit 16,6 sl^illionen Düuanr an, so ergibt sich, daß die Regierung pro Dunam 23,35 Millieme an landwirtschaftlichen Steuern erhielt. In jener Periode befanden sich 850.000 Duamm in jüdischen Händen. Die Inden hätten also an Stemm 16.175 Pfund zu zahlen gehabt. Diese Zahl erhöht sich -jedoch, da sich die landwirtschaftlichen Steuern nach dem Ertrag und dem Ausmaße der bearbeiteten Fläche auf 35.169 Pfund richten. Die bearbeitete Mache des ganzen Landes -betrug ö,4W.000 Duuam, es ergibt ' sich also an Stemm pro bearbeitetem Duuam 70,0 Millieme. Da die Juden den größten Teil ihrer Böden bearbeiten und viel größeren Ertrag erzielen als die Araber, die nur einen.geringeren Teil ihrer Böden bearbÄten, übertrifft die Wische Bodeuste-uer im Be-chältnis zum Mischen Bodenbesitz die Durchschnittszahl um das Zweieinh albfach e. . Verhältnis der bearbeiteten Fläche zur Gesamtfläche des ganzen Landes: 3841 Prozent. Verhältnis der von Juden be-arbe-iteten Mache zum Mischen Gssamtbesitz: 76,62 Prozent. Die ' entsprechende BerWt-niszahl bei -Nichtzn-den: 81,32 Prozent. zwei intereffanle Urteile. Die Bewegung zur. Förderung der heimischen Produktion, zieht in Palästina immer weitere Kreise. Die kürzlich abgehaltene, dieser Frage -gewidmete Konferenz, von welcher hier bereits berichtet wurde, hat diesbezüglich sehr charakteristische Beschlüsse. gefaßt und in der öffentlichen Meinung Palästinas macht sich die Strömung, die heimische Produktion mit aller: Kräften zu stützen, Immer mehr geltend. Schr bezeichnend hie:^ für sind zwei * förmliche Urteile gegen zwo: Personen, welche gegen diesen Grundsatz gefehlt haben. In beiden Fällen Handelt.«? sich rm Anklagen wegen Nichtbevorzugung im Lande erzeugter Dachziegel. So fällte der A r b e i t e r r a t -in Jaffa die folgende Sentenz: Der verurteilte Genosse muß ständig an seine Pflicht denken, als Konsument die im Lande erzeugten Produkte vorzuziehen, da so jüdische Arbeiter ^schäfti-gt werden und die Eiuwailderung neuer Arbeiter ermöglicht wich, Da man jedoch den verurteilten Genossen nicht rechtzeitig an seine Pflicht erinnert hat, bevor er seine Arbeit begann, darf ihm kein Schaden durch ein Urteil zugefügt werden, dahingehend, baß er das an Arbeit bereits Geleistete itfl»