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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-19 · Heft 1829 (19.3.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1829 (19.3.1924)
Date
1924-03-19
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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Werk ft Men, Mittwoch Wiener Moraenzeitunfl 19. Marz 1921 Nr. 1826 ibor eine bevorstsp.'i.^ Ermäßigung der Efsektemunstysirurr vremung-käuft zur Ausführung gelangten. Oesterreichische rvedit 'bewerten sich von 328.000 auf 238.000 K., Alpine von >6(X00y ft. auf 567.000 ft., StaatSbcchu von 592.000 K. auf *00.000 ft. Mchr Beachtung fanden auch Ltektrizitämverte, >rm denen Siementntib A. E. G. Union um je 8000 K. höher schatten wurden. Bon tot Exoten notierten: 235.000 bi- 960.000 ft.. >Holzverband 22.500 K. bis *5.500 ft., Mraznica 140.000 ft. bis 150.000 K., Tepege 73.000 *v««n bis 83.000 ft., Universale 55.000 K. bis 59.000 K. Wiener Warenbörse. (Ergettbericht der „Wiener Morgen zettrmg*.) An tot deutsche« Hvuvtmärtten Berlin und Hambnrg find >ie Preise - int allgemeinen stabil. Einzelne Importartikel zogen iwal. an, da der Hamburger TranSportarbetterstreik die Inlands« ufudr erschwerte. Andererseits erster das Exportgeschäft mit der s-räffnung der Flußschiffahrt eine kleine Belebung, ohne daß LaS luSland die Preise Vetter zu drücken versuchte. An der gestrigen Warenbörse machte sich für Luise Cbemikalienaattunge« Interesse geltend, so zum Beispiel lir Salpetersäure, Cblorbarimn und Antichlor, er gelangte» aber nir einige Umsätze zum Abschlüsse. AnSgebotev wurde» kaukasischer Braunstein 80*/, gemahlen ind roh zu 4600 K. ab Wien, Fluhspat z« 1350 ft.. BleiglLtte u 13.700 ft.. Bleiweiß zu 16.000 ft., Calcium Carb. pr. lev. zu >900 ft.. Chlorsaures Kali zu 6300 ft. ab Salzburg, Äupfer« ütrisl zu 8800 ft., Milchsäure zu 10.900 ft. transit, Minium Aeiberger zu 14.500 ft., Gchwefelsänre zu 1650 ft.. Weinstein« iure zu 38.500 ft. ab niederösterreichischer Fabrik, Stangen« chwesel zu 3900 ft.. Schwefeleinschlag zu 4200 ft. nnd Milchänre Vol. techn. 50*/» zu 13.900 ft. ab Wien. Oele und Fette. Das Geschäft hielt sich in den «gnen Grenzen, die Tendenz blieb behauptet. NordamerikonischeS t Schweinefett pure lard TicreeS notiert 31.25 Dollar pro [ .00 Kilogramm transit Wien und in Kisten 33.300 ft. ab Wien. Kolonialwaren. Einige Umsätze erfolgten in kaffee. Tee, Gewürzen, Reis und in bosnischen Pflaumen zu mveranderten Preisen. Holländischer Kümmel befestigte sich um 000 ft. auf 35.500 ft.. Zucker tendierte etwas schwächer, die iteife ließen um 5 bis 10 Puntte nach. Es notieren Kristall 7.25 tchech. ft., Würfel 4,50 tschech. ft. pro Marz ab Grenze, erner 11.600 ft. resp. 13.500 K. ab Lager Wien. Lequar befestigte ich tm 400 ft. auf 9300 ft. Erhältlich waren noch portugiesische kardinen z« 29 bis 30 Schilling cif Triest pr» Kiste. Mehmörktr n> W. Rarr. lEioenbencht der „Werter Moraenzeitung^.) B o r st e n v i e h m a r k t. Angemeldet wurden für «n gestrigen Markt 4064 Schweine, allein zu Beginn des« elbe« waren bloß 3564 Stück, darunter 1449 Fleisch- und 2115 ietnchweine aufgettieie«. Der Provenienz noch waren 60 inandische, 1009 ungarische, 703 jugoslawische, 282 dänische und 500 niederländische. Angesichts der ungünfiigett Konjunktur auf em Fettmarkte, tendierte» Fettschweine flau. Im Vergleiche zur Vorwoche baden sich die Prüfe um 500 ft. pro Kilogramm er« taßigt. Fleischschweine blieben behauptet. ES notierten: Fettchwetne prima 24.300 bis 35.500 ft., extrem 26.000 ft. mittel« -tver« 23.500 bis 35.000 ft., Baueruschweine 22.500 bis 5.500 ft , alte Schwein« 22.500 bis 23.500 ft., alte dänische 1.000 bis 21.500 ft. imd Fleischschweine 28.000 bis 25.500 26 000) ft. pro Kilogramm LÄendgewicht. Pferdemarkt. Zum gestrigen Martte wmdeu 295 Schlachter« und 476 GebrauchSpferde gebracht. Bei lebhaftem Verkehr notierten: Zugpferde leichte 4,000.000 bis 10,000.000 K., üwrre 8.000.000 bis 16.000.000 K , ftutschpferde 6,000.000 bis 2.000.000 K.. Pferde für Schlachtzwecke 5500 bis 13.000 K. to Kilogramm Lebendgewicht. SuunttoKnuntt. Rerv-Bsek» 17. März. Baumwollznfuhren in den atlant. md Colfhäfen —, im Innem —, Ausfuhr nach Grohiritannien —. nach dem Kontinent —. l'olalmarkt miäölivg: 29.25 fleht. KurS 28.90). Tendenz: Stetig. — Termine: März 28.82. Avril —. Mai 29.12, Juni —.—. Juli 28.46, August 27.35, September 26.46, Oktober 26.8V, November —, Dezember 25.37 Jänner 24.99. Berliner Börse. Berlin. 18. März. Bei unvermindert großer Geschäftsstille erfuhren die Kurse heule überwiegend neue Abschwächungen, da das Angebot sich noch immer größer als die Nachfrage erwies. Me Einbußen betrugen durchschnittlich ungefähr eine Billion Prozente nnd erreichten bei einigen wenigen schweren Werten 2 bis 3 Billionen Prozente. Der Rentenmarkt »md die mmotievtvn Papiere wiesen bei wenig veränderten Kursen gleichfalls Geschäftsstille auf. Später bekundete die Börse Widerstandsfähigkeit und vereinzelt konnten sich die, Kursiv von ihrem neuen Tiefstände erholen. Attf dem Geldmärkte herrschte unveränderte Flüssigkeit. In den Devisenpreisen traten wieder AeNdenntgon von Belang nicht eilt. (Alles in Billionen von Mark.) Schlußkurse: Türkische Lose 25.5, Oesterr. StaalSbabn 29.-, Nordd. Llovd 6.87b, Per. Elbeschiffabrt 4,5. Berliner HondelSgelellschast 39.5, Kommerz. Privatbmtk 5.875, Darntstädter Bank 11.1, Deutsche Bank 11.1, DiSkontoftommandit 13.3, Dresdner Bank; 6.75, National auk für Deutschland —.—, Ceftett. Kredit 0.475, Oesterr. Länderbank —, Reichsbank 32.10, Wiener Bankverein 0.4. Wr. Union« bank 0.5, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 10.5, Bochumer Gußstabl 59.75, Daimler Motoren 4.—, Deutsch-Luxemburger 48.625, Deutsche Maschinen 6.9. Dvnamit Nobel 7.876, Felten u. Guilleaume 28.25, Gelsenkirchemr Berg. 54.—, Tb. Goldlchmidt 14.5, Harpener Bergbau 68.—, Hirsch Kupfer 35.76. Höchster Farben 14.3, Hobenlohe-Werke 35.—, Laurahütte. 15.3, ManneSmannröhren 38.5. Phönix Bergbau 32.8. Schuckert n. Co. 39,75, Siemens u. Halske 39.5. Telephon Berliner 5.76, Dollarschatzanveisungen 84.70. Prager Börse. Prag, 18. März. Während sich an der Vorbörse eine schwache Tendenz zeigte, gestaltete sich die Eröffnung des offiziellen Verkehres auf Deckungsknnfe fest, doch bewegten sich die Kurse unter dem gestrigen Stande. Infolge niedrigerer Wiener Notierungen und neuerlicher Verkäufe der Provinz lonr es zu einem Tendenzumschwung und die Ktirje schlugen wieder eine rückläufige Bewegung ein. Da die Nachfrage gegenüber dem Angebote unbedeutend wvv, ergaben sich bei den schweren Schrankenpapieren größere Kursverluste. Bau- und Brauererloerte gaben nur mäßig nach, wogegen Eisenwerte ausgesprochen flau lagen. Von Verkehrswerten büßten Nordbahwaktien 260 tschechisch» .Kronen ein. Hiesige Banken verloren 2 bis 5 Kronen, die Wiener bis zu 10 Prozent. Ans dem Anlagemorkte besserten sich namentlich Staatspapiere. Landespapiere waren behauptet, Mährische, Schlesische und Stadtmrttihen angeboten. Me Prioritäten der Buschtiehraderbahn stellten sich um 1 Prozent niedriger. Auf dem Exotenmarkt zeigten Bulgaren-, Iagodiner- und Cuprija-Aktien anfangs größere Widerstandsfähigkeit. Wabert-, Schönprieisenier und RaLo-Aktien waren angeboten. Später kam auch hier allgemein eine schwache Tendenz zum Durchbruche. Schlußtendenz sehr schwach. S ch l u ß k u r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Frauken —, Böhm. Nnionbank 463.—, Böhm. ESkomptebank 430.—, Böhm. Induftrialbank 460.—, ZivuostenSka Banka 432.50, Anglobank 150.50, Oesterr. Kredit 114.—, Wiener Unionbank 115.—, Wiener Bankverein 76.—, Buschtiehrader Eisenbahn Ltt. A —Ltt. B —, FerdinandS-Nordbahn 7200.—, Brag-Duxer 197.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn —, Restomitzer Zuckeriudusttie 1645.—. Bereinigte Elektrizität Wien 168.—, Brosche 1395.—, Koliner Spiritus 1248.—, KönigShofer Zement 1100.-. Breitfeld-Tanek 849.-, Ringhoffer 725.-. Stmmeringer 144.75, Rothkosteletzer Textil 358.—, Alpine Montan 285.—. Poldihütte 299.—. Prager Eisen 908.—, Oesterr. Berg u. Hütten 2530.—. Skoda 544.—. Inwald 442.—. Budapest« Börse. Budapest, 18. Marz. Die Börse eröffnet« mit sehr trägem Geschäftsgänge und die Umsätze hielten sich in den engsten Grenzen. Anfangs war die Tendenz noch ziemlich behauptet, toh trat später «ine allgemeine AbsHwächung ein, so daß' die Schlußkurse tiefer als gestern festgesetzt wurdet!. Da aus Wien keine Anregung vorlag ttnd die Steigerung des Wochengeldes bis 4 Prozent die Spekulation zur Zurückhaltung veranlagte, konnte die ans den Markt gebrachte Ware nur schtver untergebracht werden, sijegeu Schluß schrumpfte das Geschäft ganz zusamnien ttnd es kam nur zu ganz vereinzelten Abschlüssen. Schlußtendenz bei trägem Verkehr flau. (Sllles in Tausenden von Kronen.) S ch I u ß k u r s e: Britisch-llng. Bank 132.—, Uug. Kredit 887, Oesterr. Kredit 276, Salgo Kohlen 955, Rimanmratuier 205, Südbahn 118.-, Staatsbahn 780.-. Anglobank Gran- Szasrvarer 620, Obenmg. Bergu. Hütten 820.—, Drasc-'e Ziegel 480, Ung. allg. Kohlen 4475. Urikanu Kol,len 1280, Koburg 80.—, Spodlum 367, Clotilde chem. Fabrik 18«), sing. Eisenbabnnerkebr 440, Verein. Holz 68, Adria 2450. Ae Levisenturse. Zürich, 18. März. (Devisenkurse von 12.20 Uhr. — Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde —.— Holland 214.25 (214.40), New-Fmk 580.- (578.60\ London 24.85 (24.80), Paris 29.- (28.-), Mailand 24.60 (24.64), Brüssel 23.80 (22.60), Kopenhagen 89.50 (89.50), Stockholm 152.50 (152.50), Christian!« 78.50 (78.50), aWobrib 74.90 (74.40), Buenos Aires 195.- (191.-), Prag 16.71»/, (16.70), Budapest 0.0085 (0.0084), Bukarest 3.05 (3.05), Belgrad 7.10 (7.12), Sofia 4.15 (4.10), Warschau (-.-), Wien 0.00815 (0.008125). Berlin, 18. März. (Devisenkttrse.) (In Goldmark fftr 100 Einheiten mit Ausnahme von New-Dork und London für1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 155.71 (155.91), Belgien 17.26 (16.86 >. Chnstiania 56.86 (56.96), Kopenhagen 65.04 (65.04). Stockholm 110.72 (110.72), Italienische 18.05 (18.05), London 18.005 (18.005). New-Uork 4.19 (4.19), Varls 21.05 (20.55). Schweiz 72.62 (72.62), Spanien 52.37 (54.06), Wien 6.18 (6.18), Prag 12.21(12.21), Budapest 6.98 (6.28), Sofia 8.115 (3.115), Belgrad 5.38 (5.38).' Berlin, 18. März. (Notenkurse.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1 Einheit, österreichische für 100.060 Einheiten und polnische für 1 Million Einheiten.' — Aoten: Dollar 4.19 (4.19), Pfund 18.— (18.—), Italienische 18.85 (18.85), Oesterreichische 6.08 (6.08), Polnische 4.52 (4.80), Tschech »-slowakische 12.21 (12.24). Prag, 18. März. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Baukomte de8 tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin*) 7.95 (7.89), Zürich 610.75 (611.-), Paris 160.50 (173.25), London 150.55 (150.55). New-Pork 35.05 (35.10), Belgrad 43.65 (43.70t. Bukarest 18.35 (18.35), Wien 4.92- (4.93), Warschaus-) 3.37'/, (3.37'/,), Agram —.— (—.—), Budapest 4.87'/, (4,87'/,), Jugoslawische 43.50 (43.60), Oesterreichische gestempelte Krone 4.91 (4.92), Polnisches) 2.97'/. (3.22'/,), Ungarische 3.87'/, (3.75). *) Pro Billion, f) pro Million. Budapest, 18. März. (Kurie der Devisenzentrale.).— Amsterdam 28.100 bis 28.950, Bukarest 405.— bis 420.—, Kopenhagen 11.730 bis 12.100,Christiania 10290 bis 10610. London 325.750 bis 335.750, Berlin-.- bis —Italien 3225.- bis 3325.-. Paris 3800.- bis 3920-,Prag 2190 - bis 2260.-. Stockholm 19.990 bis 20.610, Zürich 13.110 bis 13.510, Wien 1.07 bis 1.1035, Sofia 540 — bis 580.—, Agram 930.— bis 960, New-Aork 75.750 bis 78.100. Warschau bis Brüssel 8120.- biS 3220.-. Belgrad. 18. März. (D/Visenknrse.) London 350.— bis —, Paris 412.— bis —.—, Neiv-Jork 8140.— bis - . Genf 1411.— bis —, Saloniki —bis —. Mailand 347.25 bis —Prag 285.80 bis Berlin bis —Wien 0.1140 bis —. Bukarest 43.— bis —. Sofia 58.50 bis Budapest 0.1240 bis Brüssel bis —Amsterdam 3030.—bisWarschau —bis—.-. Agram, 18. März. (Devisen.) Wien 0.1140 bis —, Berlin —.— bis —Budapest 0.11 bis —, Bukarest — bis Italien 346.50 bis —London 348.80 bis New-York 81.- bis Paris 407.50 bis Prag 234.90 bis —. Sofia —bis —Schweiz 1414.— bis Brüssel —bis —W arschau —.— bis —, Amsterdam 3115.— bis —, Stockholm —bis —. Warschau, 18. März. (Devisen.) Berlin —.—, London 39,000.000, Aew«?1ork 9,250.000, Prag 263.750, Wi.en 1.13. '.opyrisslt, 1913 by Nachdruck derbste«. >erttsch»L«sirrre>chischec Lrrla-, Vien. 4>. gsertsrhvng. Ae Heimatlosen. Bon Wilma BvkeNch. Und frei, gradliwig, wie «n Bau auf breitem und fcefgegwt bene in Fundament, erheÄt sich das Werk. 5aulenwerk wächst empor, um dar sich das zarte Ge« auke der Blätter, der tastenden Gedanken, der schwanken-, eu Triebe krausÄt. Mau ist die Lust und klar wie der irmmel Griechenlands, in die damavmorne Wunder mporwächft. Und jeder Stein ist Arbeit, ist ein Schürfen Et sich selber, ist das Ausgraben verborgener, verlorenvgangener Schätze. Und ein Stein tragt den anderen, rein . . . Organisch sproßt ein Glied aus dem anderen.?o muß es wachsen. Jener, der es schuf, ist nur ein Werkeng des anderen, des großen Schöpfers, der aus dem äedankenchaos, aus dem erlösten Wort die Wett erschuf, lud der nun sich selber vollendet rm menschlichen Geinten, kn künstlerischen Bildungstriebe - seines Gehöpfes und in dessen letzter Sehnsucht, die sich auskristallirrt in die reine Form. Und Werk wird . . . Alfred schuf. Schon war er losgelöst von allem, was )n jemals niedergezogen hatte. Was ist Geburt? Was ist n Fluch einer verfluchten Rasse? Was das Mlieu, diese Verkörperung der Gnge, der Gemeinheit und deS swanges? Frermde, Familie, selbst die geliebtosten, die lLtchgestimmt-esten Märschen... sie alle bleiben zurück, penn einer anfsteht, nimmt sein Kreuz auf sich und geht. Tenn es ist Golgatha, der Kreuzweg, dieftr Weg in ie Einsamteil empor. Der auS den lachenden Gefilden er Menschheit, an ihren Mhenden Heimstätten und an Item, was sie an die Erde b-indet, vorkbeiführt in die einigen Wüsten der Einsamkeit, der Felsen, die den Fuß;rreißen und das ftfeft». Eisig und einsam ist die Höhe >der Fivn«. Wenige er« richeu sie. Wenige ertragen ihre dünne, klare, schneidende ,kst und die ronbarmiherKtgen HöheMicke, die alles entüllen. alles überblicken lassen und die Seele über alles i.iausdeben, auch über sich selb.r. Nur für die Wenigen ist dieser Weg. Die die Möglichkeit der Erlösung in sich selber tragen. Und nur für jene, die ihn suchen und die sich selber suchen in Gott. Viele Wege führen hinan. Führen durch jene letzte Ginsamkei-t vor sein leuchtendes Antlitz. Und jeder sucht sich den Weg aus seine besondere Art. Gmer in Liebe. Einer iait Tun. Einer in großen erlösenden Gedanken über alles Irdisch hinweg, bis er dieses in lauter Göttlichkeit aust gslöft. Und einer im Werk, das Gott ^preist durch sein bloßes Dasein und durch seinen götülichn Ursprung. Diele Wege führen hinan. Jeder aber führt aus der menschlichen Gemeinschaft über ein letztes Einsanvsein zurück in die Gemeinschaft mit Gott. ALfved schrieb seine erste große Symphonie, der er den Namen „Das Lied von der Heimat" gab. Und wollte «alles in diesen Rahmen fassen, was ihn an Heimatsmpfinden und Heiin-atfehnsucht durchglühte. Er schrieb von der Heimat, wie man von einer fernen Geliebten schreibt. Von einer Braut, nach i>cr man sich sehnt, die lockend ist, lockender als jede Wirtlichkeit; denn noch ist sie Braut, noch fehlt jener letzte Zusammenhang und die letzte Bevschmelzung >dks lebenspendenden Rausches. Sie ist Brant und man wrUbt uim die letzte Gunst. Man sieht ihre Schönheit täglich, aber man besitzt sie nicht. Man fühlt das .Hürmnern ihrer Pulse, aber ihr Blut ist nicht unser Blut. Man schreit nach ihr in tieffter Sehnsucht, aber man >hat ihr Geheimste's nicht erLannt, und keiner kann sagen, ob jemals ber Tag anbrechen wird, wo dieses Geheimste, jemr letzte Zusammenhang da sein wird, jemr einzige, der das Loben wach ruft, der die Quellen springen macht, der die Früchte zur Reise bringt. Und Alfred ivarb tvm diesetr letzten Zusammeuhang mit ider ganzen Glut seiner Jugend, mit dem ganzen Schmerz feiner UneÄöscheit. Ihm war: erst aus diesem letzten Zusammenhänge müsse die Erlösung fcmfomn. Und das Rätsel seines Wesens würde sich lösen, wenn er erst die Heimat bezwungen, bis sie sich ihm restlos ergab, bis sie in sein Lied herüberklang, f!o wie er sie fühilte: nicht als Mutter. . . denn das war sie ihm nicht. -Als süße, wilde GMebtze, mit dunKm feurigen MWaugen. mit schluchzenden Zigeuuerliedern aus den roten Lippen. Mit leichtbeschwingten Füßen und stürmischem Magharenblut. Und er sah sie, seine schöne und wilde Geliebte, dahinrasen auf ihrem ungesattelten Falben, über die Pußta hin, durch die der heiße Juliwind wehte. Und er sah sie tanzen in schwülen Sommernächten, den gelben Aehvenkvaug im schwarzen Haar und die glührote Mohnblume am Mieder. Er kannte sie. Sie war süß und vielgestaltig. Sie liebte den Rausch und die -Farben. Sie lieble ein .frohes, leichtes, überschäumendes Leben. Denn Gott hatte .sie verwöhnt und selbst dort, wo sie sich zu stilleren Träumen vertiefte, war sie leicht und schillernd und l'chümnte über wie der Wein, der aus >den Hängen der nngarischen Berge reift. Und Mfoed empfand es svoh: sie war w'M'ich wie ein Kind, jung und selbstbewußt. Froh über sich selbst. Rasch im Urteil und kühn in ihren Entschlüssen. Und er st'chlte, ldaß sie sich nur wie ein leiser ferner Dust in sein Lied ei-nifangen ließ. Daß sic darüber s-chtvebte wie der Hauch einer fernen Sehnsucht. Daß sie diesem Liede ihre Sonuenfarbe gelben itmrbe. Im Grunde aber würde sein Lied von der .Heimat dunkel und schwer bleiben, wie Alfred selber es «war, und es würde ein Schrei nach der Heimat bleiben, ein Schrei, dem vielleicht niemals die Antwort wird. So schuf er. In der großen, bitteren Sehnsucht, sich zu Vevwur.zeln und zu .verankern. Daheim zu sein, dort, )vo er liebte -mit einer zagen und werbenden Liebe. Und in 'dem großen rührenden Irrtum, die Heimat gesunden zu 'haben, weil ihm ihr Lied süß bikifte. Er schuf. Nicht in jener völligen Losgelüstheit vom Stoff, der die Folge seiner letzten Beiherrschung ist. Nicht mit jenem göttlichen Schwünge der Unbedenklichkeit, den Nur gan'z naive, ganz ursprüngliche und glanbeULstarke Gemüter haben. Nicht in 'dem ihei'ligen Zusammenhang mit dem Multevboden, der mit ewigen Kräften speist. Er schrieb : bewußt und in der heißen Schuierzenselkstase suchender Seelen. Cr hate Jutelligenz und Können. Er hatte Traum und seine eigene tiefe Mystik. Und hatte Stünden, die ihn trugen, die ihm die letzte Seligkeit der (st-NspiLation flotöetL ivlgtü

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