Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1823 (13.3.1924)
- Date
- 1924-03-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Miene« Morgerizertrmg. 9h’. 1823 Mow, DarmerStajg Ein« eingehende Prüfung derselben ergab das Resultat, daß Wagner nicht unwesentliche Retuschen an der V e e t h o v e n s ch e, n Partitur a n g e b r a ch t hat, die sich nicht nur auf Details in der Instrumentation beziehen, sondern auch aus dem Themenmaterial des Werkes selbst neue drama- ' tische Motive schöpfen. Die „Menorah". Die demnächst erscheinende Pnrirn-- iiummer der „Meiwrah", illustrierte Monatsschrift für die jüdische Familie in Wien, weist eine reiche Fülle von höchst interessanten Beiträgen und Illustrationen auf. Neben Reproduktionen von jüdischen Kulturdenkmälern finden sich die Werke moderner jüdischer Künstler aus Polen und Oesterreich, Abbildungen ans Palästina, die das Land und die wisseirschaftliche Arbeit in demselben zeigen. Eine Novelle des kürzlich verstorbenen Altmeisters Nathan Samneli zeigt ergötzliche Bilder ans dein Leben des russischen Ghettos. Ein bisher unveröffentlichtes Purimspiel lenkt den Blick in die Schätze der jüdischen Vergangenheit, die weiten Kreisen noch unbekannt sind. Die „Menorah" bringt neben ihren anderen reichhaltigen Beiträgen in einer neuen Beilage für Frauen mtd Kinder Interessantes für alle Mitglieder der Familie. Diese Zeitschrift kann jederinann bestens empfohlen werden. (Entgeltlich.) Au» de« Matern. B >, r g t b e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, „D i e r o t e Mühle". A t a d e nt i e t ft e n t c r. Biorgru, '/,8 Uhr abends, „Die Fahrt i n s B l a n V o l k 8 o p e r. Heute „D e r S ch a u s p i e l d i r e k« t o r" — „Die Entführung aus d e m S t x a i l". In den K a m m e r s b i e I e n geht heute Donnerstag. l.0 Uhr abends, Sacha Guitrys Lustspiel „Schwarz und W e i ü" tu Szene. Freitag, Samstag und Sonntag gelangt die Vorstellung zur Wiederholung. 2m R a i m u u d - T h e a l e r wird Engen K l ö p f e r der morgen sein Gastspiel als Michael Kramer beginnt, als nächste Rolle Ibsens ^Volksfeind" spielen. WienerKomödienhauS. Tie Gesangsposse „E r und seine S ch m e st e r" mit Midi Zwerenz und Karl <rö5ttTet in den Hauptrollen bleibt nur noch bis Montag den 17. d. om Repertoire. — Tienstag den 18. d. „Drei paar Schuh e" von Karl Görlitz. Für die Partie der Lene wurde Frau Mitzi Zweren; als Gast gewonnen. Modernes Theater. Donnerstag und Samstag, Uhr abends, geht .H o s h i w o r «*, Freitag, 7 Uhr abends. .DerDertrag von Nizza" in Szene. Als Nachtvoriellung gelangt bis einschließlich Samstag „D e r E a i d" zur llvffuhrung. Anicmg 10 Uhr. Gerichtssaal. Wege« gebe« gigiretten rntlaffeu. Die Tabakregie ift sehr streng — gegen andere. Ein im der To-baknegis beschäftigter Arbeiter war im Betrieb betveten worden, weil er sieben Zigaretten bei sich trug. Nach emer zwischen dem Leiter der Dabakvegie, Sektionschef Dorrek, mü) dem lNewerkschaftssekretär Pattermann getroffeateu Bestimmung der Betriebsordnung wird das Ansichuehmen von Zigar.etten im Betrieb als Entwendung behandelt und bildet einen Entlassungsgrnnb. Der Arbeiter gab dem Kontrollor zu, die sieben Zigaretten gefunden zu haben und wurde nach der Betriebsordnung wegen Diebstahls entlassen. Das (iZewerbegericht hatte die E u 1lassung aufgehoben. Gestern hat das Zivillandesger'cht unter Vorsitz des Hofrates Dr. Blaschkowitzka als gcwerbegerichtlicher Bernfssenat der Brrusung der Fmmu;prokurat.ua stattgegeben ititb die Klage des Entlassenen abgewiesen. Der Vertreter des Arbeiters führte ans, daß die Grund, lagen zur Entlassung fehlen, weil zur Entlassung die Feststellung einer Er.tlvendmtg von Ranchmaterial orsorderlich erscheine. In der Begründung wird erklärt, daß die Beantwortung der Frag« iticht zu überprüfen war, ob das Nebereimkomnieu lx'züglich des Zustcmdeskomnlens des Paragraphen, der das Fittdcn eurer Entwendung gleichstellt, eine unsittlich^ Be sliimnnng 'ist. Zu diesem Urteil muß bemerkt werdet!, daß es als sehr streng anznsehcn ist und wieder einmal nur die kleinen Diebe trifft. Wenn man bedenkt, wie viel Tobak von leichtsinnigen Arbeitern dort vergeudet werden kann und auch vergeudet wird, muß man sagen, daß cs lächerlich ist, tue gen sieben Zigaretten, die der Mann vielleicht auf dem Boden gesunden bat, soviel .Aufheben? zu machen. Win aber stellen <nt den Sektionschef Dorrek salaende Frage: Wie steht es mit -an N a u ch m a l« r i a l z u w e i s u n g e. u an h vH c r c B eamte, speziell an die der T a b a £ x c g i e? Erhalten diese etwa umsonst ein bestimmtes Qu antu rn und Norden sie in Dä^rplinaruntersuchung gezogen werden, iv-cmt sie sieben Zigaretwn „jinben". Wir traben «tritt? gegen Strenge einzuwenden, wenn sie sich gegen alle wendet, werden jedoch daraus beharren, daß der Sektion s ch c f DorrÄ unsere Frage beantwortet. Ein > betrunkenes Kind von dreieinhalb Jahren. Vor dem Be-zivkKgericht'e Favoriten fand in don letzten Tagen eine VerhanÄlung wogen U-ebevtretung des 8 1 des Bmvdesgesetzes vom 2k. Juli .1922 betreffend die Eiirtschrä nkung der Beradrei6)m ng ge istiger Getränke an Ing«ndliche statt. Das Gesetz vechängt über solcher Art schuldig gewordene Pcvsimen eine Arreststr-afe itzls .zum Höchstcmsmaße von vierzehn Taigen. Wie der ilt-ichter bei der Barhamdln-ng tzemeM-e. dürste es sich um einen Evstfall boi-m Wiener Be- «inksgericht tändeln. — Am 15. Iä-nner d. I. kam ein Kind von dreieinhalb Jahren atts der Tür eines Gasthauses aufs Trottoir und torkelte, da es vallstäitdig dot-vunken war. Die Bllttter, eine Hilssarbeiterm, wurde gleichfalls im total deivtiirfcuettt Zustand ans dem Gasthorus geholt nttd wäre ohne Hinznitretetl der Wack-e von der erbitterten Wöeitge gelyncht lvobden. Das Kind wurde m$ das ^krmtinftssaviot igebrachl mid dort <vuf ein Sopha gebettet, wo es iseivnen Rartsch «llsschlief. Die Mn-Iter, die dem Kinde zu rr-iatken getzobeit hatte, war zur Bocha-lMu-llg nicht etschvetien und wurÄe zttr horsten im Gesetze vorgesÄMen Strafe von vierzehn Tagen Arrest verurteilt. Das Gericht -behielt sich vor, «n Wivdechosiungsfalle an die zum Sckpirtze der Kinder bcstchenden Behörden, ^ichtMgswMe Mswlden in LveMÄer WeD hevtMWtrelen. - 18. MH 1934 "7^ Ge8e 7 8 zP Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seitzergasse 4 'EtÄ2)' Kreditana Warengeschäfte Telephone! 60-4*82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 IW 55 Telegrammadresse: Prapobaak Bolkswitt. Sie Anfuhr tfchecho-slowMcher Autsmobtte nach Lesterreich. Ans Prag wird uns aus Interessentenkreisen geschrieben: Eine Prager Zeitung brachte einen Artikel über „Die österreichische Anlomvbtlindustrie und die ausländischen Marten", in welchem der ungenannte Wierwr Schreiber auf die schwierige Lage der österreichischen Automodiliudustrie gegenüber der ausländischeit KvnZurrenz hinwies. Die österreichische Automobilindnstrie stagniere gegenwärtig, die Aussichten ans Absatz seien gering und indessen werde Oesterreich von fremden Antvmvbilerzeuguissen, hauptsächlich fratl^sischen, überschwemmt. Aber auch Jtalieit sei sehr bestrebt, seilte Wagen in Oesterreich abzusetzen. In letzter Zeit geht sogar die Tschecho-Slowakei daran, eine größere Anzahl ihrer Wagen — cs handelt sich um die Marke „Tatra" — in Oesterreich ab-zusetzeu. Katzitalsvermehrmlgrn. Hotel Hammeraud Ä.°G. Erhöhung von 16 Millionen ans 82 Millionen Kronen. Bozugsr-echt! Ans eine alte Aktie eine neue Aktie. BrzuiApreis 18.000 K. pro Aktie. Bezugsfrist vom 18. bis 16. März. — „U nive r s a l" Handels- und landwirtschaftliche A.-G. Erhöhung ans 900 Millionen Kronen. —- Pharmazeut;?« A.-G. Bon 20 auf 50 Millionen Kronen. Große Effektcnverkiiase der Bankbeamten. An der Dorf« verkantete, daß dis großen Posten, welche m den letzten zwei Tagen der Börse zur Berfiicptng gestellt wurden, Mts den Konten -der. Bankbeamten l-errühren. Es sollen nämlich die Bankkonti der Bankbeamten in einer Anzahl Vorv Jnstitutten gekündigt und dolle Deckung verlangt worben sein. Da dir Beamten diese Deckung nicht leisten konnten, sind sie veranlaßt tvorden, die auf ihre Konti geführten Effekten zu derkanstn. Dadurch hat eine große Anzahl von Bankbeamten schwer« Verluste, erlitten, dir die jetzigen Kurts« alles eher als gimstst für solche Transakbionen genannt werden können. Dieser Artikel verursackllc selbstverständlich eine große Erregung in den Kreisen der tschecho-siolvakrschen Automobilindustrie. Die Ischecha slowaktschc Industrie anerkennt die schwierige Lage der österreichischen Autoniobilindustrie, trotzdem findet man ec, unbegreislich, daß aus Kreisen, die der österreichischen Aittomobilindustric gewiß nahe stehen, derartig ge schrieben wird. Es muß öffentlich konstatiert werden., daß in einer Zeit, da sich die tschetho-slowakische Alttomabilindustrie in einer unverhältnismäßig schwierigeren Lage befand, als es gegenwärtig die österreichische ist, die t s ch e ch o - s l o w a k i s ch e Regierititg äußerst lopaldie imHandclsvertrage vont l. Mai IMl übernommenen Verpflichtungen erfüllte und nicht allein das vertragsmäßig statuierte Kontingent von 20 0 Wagen, be;w. von weiterett 30 Wagen zu Ausstellung ßzwecken zttr Einflthr zuließ, sondern es wurde, wie sich jeder durch Einblicknahme in die Statistik sofort überzeugen kann, von der tschecho-slowakischen Regierttng die Einfuhr von Autotnobilen aus Oesterreich sogar über das Limit der vertragsmäßig garantierten Kontingente in l i b e r a l st e r 'W e i s c bewilligt. Und nun, da die „Tatra"-Marke eirterseits, tveil vielleicht der kleine Wagen in Mode kommt und;u dessen Herstellung die österreichischen Fabriken noch nicht eingerichtet sind, andererseits wegen feiner Qualität und billigen Erzeugung ans dem österreichischen Markte allmählich konkurrenzfähig winche, verweigerten die zuständigen österreichischen Behörden, entgegen dcr vertragsmäßig eingegatrgenen Berpflichttntgen, lange Zeit die Erteilung der Einftchrbewilligung sür 10 Stück Wagen im Rahmen des vereinbarten Korttingentes. Nach unzähligen Interventionen gelang es endlich, für diese Wagen die Einfuhrbewilligung zu erlangen. In Prag fragt man sich, wo die Erfüllung des Vertrages sei. Die Erteilung voll Eiitflthrbewilligltrlgen für 10 Stück Automobile bedeute doch nicht die Vernichtung der österreichischen Autvmobilindttstrie. Devisennnd BMievlurfe. l.Milgrlrilt von der Oesterreichischen Nationallauk.l Vbia Amsterdam t. 1 holl. Onlden Affram t ju^. Kronen . . . ' Belgrad t Dtnar .’ Berlin* 1 dculsetii: Reichsmark Brüssel t betelsclie Vtancs Budapest t iniffariatlte Kronen Biitnrcst t J ei Christiatiln 1 nonree. Kronen ’ Kopcnhaseu 1 dänteetie Kronor . London t Pfund Sterlfng . , . Madrid 1 Pesetas ..... Mailand f Lire ....... New Vork! Dollar Parfs t Francs. Prag 1 tschecho-glow. Kronen Sofia t Lewa ....... Stockholm 1 sdiwedlscheKronor Warschau** 1 polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs Note» Amcrlkan, Noten v. S Dollar auiw. , . kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten rn 1000 Leva . » » » 100 t » . . Heinere. , . Dänische Noten tOO Kroner , . Deutsche Noten*. . . . tOO ... » . kleinere* ... Engl. Noten von 5 Uvres«. au(w. :»30ÖÖ . . kleinere. Französische Noten 100 Francs . Hol ländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100Lire a«tw. , . kleinere . . . Jogoal, Note» trogest, zu 1000 Dinar . . . MX) . . . . Heinere . . Norwegische Noten 100 Kroner , Politische Noten . . . . » , Heinere** . . . RMuumleche Note« zu 1000«. WO Lei „ kleinere ... _ Russ, Noten (Roman,i zu 500 Rubel — . . . . 100 . . » » Heinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Note«100 Francs, Spanische Noten IOO Pesetas . , Twiiccho-slcw. Not, v.lOOQ antw. , , kleinere . ttagaf, Note« (neue Fan.) tu IQOOKr, . . za iOXKO Kr. . . . . Heinere , . . . . * Für , MM.pLüc. RarL 12. t\äiz N. Mäti Geld Ware Geld Ware 26.WV..- 2C551).- 2H120.- 26220.- P72.~ 876.- 870.- 874.- S57®. — 876.— 87a.- 874,— l 5.50 16.10 15.3.7 15.«W 2314. - 2356.- 2344.- 2356. - 0.YY 1.— 0.90 t.— XU. - 363,- 3«1.- *3.- Pi’-M. - 9470.- 9480.- 9520.- tti3o.- 11170.- 10730.» 10770,- 3Q4g'Vl. - 305800.- 3021W.- 303100.- 8560. - 8600.— R5F.O... 86C0.- Zc/,4.- 3016.- 2894... 2«6,- 7(J?35.-~ 7,185.-?0035.- 7»185.- 3842.- 3858.- 2602.- 2618. - 2053.- 2063.- 2037.- 2047.» 48».- 492.- 483.- 487.- 18370.- 18430.- 18330,— 18380.- 12245.- »22951- 121951- 1224j!~ | 70860,- 71260.- 70363.- 71260.— 70760.— 71160.- 2310.- 2340.— 2205. - 2235. - 466.- 474,- 461.- 489.- 446’- 45t'.- 441*- 449!— 11000.- U030.- 10040— 10890.- 14,70 t5.3o 14.7» 15.30 14.2t. 14.80 14^» 14.80 :»3ooo.— :to469o.— mm- 3W1900.- 302000.- 304400.— 300KW.— JÖ1700.- 2805.— 2835.- 2535.— 2565.- 26200.— 26400.- 25900.» 2*100.- 31XX),— 3020.- 3890.» 2910.- S970,- 3990.- 2860.» 2889.- 069.- 875.- 865.» 871.- 859,— 885.» «L.» 861.- 951«.- 9m- 93t».- 9440.- 74.- St.- 73.» 80.- m.~ 79.» 65.» 7».- SS6.— m.~ m- 362.- 3 340.» 388.» 342.- JS261L» 18Hi.C» 1213».— 123*0.— >3160.» 1224».- 8440.— 85».- 8440.» 8220.» 203?.- 2063.- 2039.» 204S.- 2032.-: 2046.» 3020.- »VZü.-- »85 0.05 0.8J 0.« Ä80 0.90 0.7« Einsühriingslursc in Börscnwestn. Die zuttchmend- Bedeutung Wiens als intenrationalcr Finanz und Handelsplatz vcrairlaßte die Kammer, einen Sonderkurs für die Ein führung in das Börsenweseu zu veranstalten. Der Kurs be ginnt mit einem Bortrog des Se.kretärs dev Wiener Börsenkammer Dn Liidlvig Bideky im Techwologlischen Gewerbemuseum am Montag den 31. d. um halb 7 Ilhr abends »nl wird durch acht Wochen jeden Montag und Donnerstag mi‘. Borträgcni d?r Börsenkammersekretäre Dr. Hugo Hutte ggeiZ Dr. Max Bitterl und Dr. Friedrich Laug sonlgesetzt. Ah die Borträge werden sich Diskussionen solcke Erläuterungen und Demonstrationen m den Börsensälcn, fernen ein Besuch dcr Börsengal erie während der Börsenzeit anfchließen. Programm und nähere Mitteilungen bsi der Kämmen für Handel, Gewerbe und Indnstri«, Wien, 1. Be?;.. Stubenrmg 8, 1. Stock, Tür 122. Sanierung der „Lumen" A.-G. Die „Lumm", Fabrik für Lampen und Metallwaren-Aktiengesellschaft in Karolinenthah wird am 29. d. eine ordentliche Generalversammlung abhalten, in welcher unter anderem ein Antrag auf Reduktion und gleichzeitige Erhöhung des Aktienkapitals vorgelegt werden wird. Die genaue Hobe der Kapitalsherabsetzung und der folgenden Erhöhung wird erst in der; eit er a 1 v et j ammlnng festgesetzt werden. Zerfall des ungarischen Bersicherungskarlells. Bor einige« Monaten wurde in Ungarn mit großer Mühe ein Kartell der Bersicheruttgsgesellschaften zustande gebracht. Dem Kartell haben, sich alle Bersicherungsgesellschasten des Landes angeschlossen, es wurden einheitliche Satze festgesetzt und jeder Gesellschaft ein Rayon zugeteilt. Bor einigen Tagen hat die Franlsiirter Versicherungsgesellschaft die Direktion ihrer Bndapester Filiale beauftragt, aus dem Kartell auszntreten. Diesem Beispiel folgte die Unioit Versicherungs-A.-G., die vor kurzen Wochen dem Konzern -er Landwirtebank angeg'.iedert wurde. Wie verlautet, haben seit dem Austritt dieser beiden Versicherungsgesellschaften noch sechs Uniernebmun-gen ihr Ansschei-den angekündigt, so daß der endgültige Zerfall des so schwer gegründeten Kartells bevorstcht. Auktion russischer Borsten in Leipzig. Die Beteiligung an der russischen Borstenauklioit in Leipzig war, wie der „Ost- Expreß" meldet, recht lebhaft. Interessenten waren außer aus Deutschland aus Amerika, England, Frankreich, Belgien, Holland, der Tschecho-Slotvakei, Polen, Litauen nsw. vertreten. Zur Auktion gelangten 360(1 Pud Bare. Die Nachfrage nach weichen Sorten und dunklen Farben war lebhaft, der?lbsatz flott, die Preise znsriedenstellend. Dagegen loar mit steifen Sorten und Weißen Farben das Geschäft flau, so daß sie angesichts der nicht erreichten Limite von der Auktion zurückgezogeit wurden. Die für dunkle Borsten erzielten Preise lagen trotz ihrer relativen Höhe unter den rnssischen WiederbeschaffungLpretstn, die vor allem unter der Einwirkung der LohnerlMutigen in letzter Zeit gestiegen sind. Im ganzen wurde etwa die -dölfte dcr mr Auktion gebrachten Waremnenge abgesc.tzt und ein Gesamtbetrag von 66.000 Dollar erzielt. Die ttaliemsche Anleihe sür Polen. Im Rom wurde am 13. d. die stnanzrelle Konvention über eine r-talienische Anleihe an Polen unterzeichnet. Für Polen unrerzeichnrie Minister Darewski., sür Italien Mussolini. Außerdem war ein Bcrtrek^ der italienischen Kommerziall>ank anwesend. Der Vertrag enthält folgende Klcnrseün>: 1. Italien gewährt Polen eilte Anleihe von 400 Millionen Papürlive auf die Dauer von 20 Jahren mid gegen eine Berzmsrrng von 7 Prozent. 2. Ae italienische Kotniuer,zialba.nk und die nt tt ihr assoziierte italienische Kreditbank tverben m Jtalieit sür die Anleihe, die nur SO Lire sür 100 Lire Nominale, verlaust werden wird. 8. Polen gibt als Garantie die Einnahmen des Tabakmonopols. 4. Iin Kriegsfälle werden alle Gebäude dar polnischen Tabakrocsie die italienische, Flagge hissen und werden als Eigentum -der italienischen Regierung betrachtet lvcrden. 5. Polen verpflichtet sich, in Italien 60 Prozent seines Bedarfes an ausländischen Tabuksabrikrteu zu kaufen, dos heißt jährlich 2,000.000 Ktsvgmmin Tabak. Eine englische Griiuduiig zur Elektrisizirrung Polens. Wie aus London berichtet wird, wurde dort unter der Firnra „Tin Power and Traction Finance Comp." eine Gesellschaft gegründet. Diese Gesellschaft l>at ein Aktienkapital von 100.000 Pfund Sterling und nahm die Eleltrifnierung Polens, die Errichtung von Elektrizitatszentralen und Eisenbahnen in ihr Programm auf. Die Goldbestände der Beeeinigte» Staate». Im „Gnarauw Survev" der New-Horker Guarawy Trust Company wird in einer Besprechung über den Einfluß des ständig zunehmenden GoDbestandes airf dir Preisbildung daraus hingewreseu, daß der Goldvorrat der Vereinigten Staaten im Jahre 1923 um -M KMoiWt D.ollä^h-h. uzn oß MKonM mchr als W^Zo»- 5981397819485975