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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-07 · Heft 1817 (7.3.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1817 (7.3.1924)
Date
1924-03-07
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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.. «W», W-S-tz ..^ «MMkVWtzMze»«NS.__ T. «M, IS« &*{»} J**V MDMD tn Gm Negiernngsanlethe. DaS Hauptftkretarrat der palästine>rsischen Regierung ha-t foct palästinensischen Telegraphen-Agentur eine Ueberficht über hie fmanziellen Leistungen der Verwaltung übermittelt, in der!<S 'Lnter anderem hem: Zur Zeit, da die britische Militarlvorwaltung <n:S Palästina zurückgezogen wurde, erkannte die britische Negierung, daß Palästina nicht in der Lage sei, bie mistigen Mittel für Eisenbahnen, Teile'graph i e, Ferusprechwesen, Wasserwerke «nd Straße«, fcfc während des Palästma-FÄdzrvges mit großen Kosten angelegt worden sind, anfzubringen. Sie hat nun diese öffentlichen Arbeiten nicht nach den Orrginalkosten abgeschätzt, die natürlich zur Zeit des Krieges, die normalen Preise weit überstiegen, ffondern sie nach dem Wart bemessen, den sie heute für die 'palästinensische Bevölkerung haben. Die auf diese Art festgesetzte Summe dürste annähernd ywei Millionen Pfnnd betragen. Wenn das Palästina Budget sich soweit gebessert haben wird, daß es die Belastung äushält, werde» Zrnsen auf diese Snrmne gezahlt und die Schuld alljährlich abgetragen werden. Bis dahin hat die palästinensische Bevölkerung die volle Nutznießung an den Eisenbahnen, Straßen, Fernsprech'- urrd Telegraphen« nstrgen, Wasierwerre« und anderen Einrichtungen, ohne daß sie rvgerw welche Lasten hierfür zu tragen HÄte. Jnc Juli 1920 hat die Zivilregierung dieses Anfbanwer? in ihre Verwaltung übernommen. Es wurde dann neuerdings eine Summe von 1,082.000 Pfund für die Eisenbahnen bewilligt, darunter 406.000 Pfund für neues rollendes Material. Auf diese Weise konnten die früher von der ägyptischen Eisenbahn geliehenen Wagen znrückgestellt und so eine Summe von 70.000 Pfund jährlich an Miete gespart werden. In Lydd a wurde eine moderne Verbindnngsstaltion errichtet. Es wurden Material und Maschinen zur Errichtung einer neuzeitlichen Eisenbcchntverkstätte in Haifa augeschasst, wodurch ebenfalls große Ersparnisse ermöglicht wurden. Die Zivilverwaltung hat eine Summe von 120.000 Pfund für den Ausbau des FernspreHwesens und der Telegraphie ansgegeben. Die Zahl der Telephoninhaber ist von 80?m Juli 1920 ans 1130 im Januar 1924 gestiegen. Das für andere Einrichtungen ausgewendete Kapital betrug bis zum 31. März 1926 218.000 Pfund. Zu diesem Kapital, das als Vorschuß auf die zu begebende palästinensische Regierungsanleihe Mgeben worden ist, lonmwn noch 476.000 Psuub, die von der türkischen Verwaltung für öffentliche Schulden in Palästina öbernvmme« und für ähnliche Zwecke ausgageben worden sind. Nun fand man eS als filr die wirtschaftliche Entwicklung notwendig, alle Eisenbahnen in Palästina unter einer einzigen Verwaltung, der des Maates, zn vereinigen. Der Friedens- Vertrag mit der Türkei berechtigte die RsFioruug, die Eisenbahnen zwischen Jaffa und Jerusalem zu ertverben, die bis dahm der Erbauerin, einer französischen Gesellschaft, gehörten. Die Regierung erwarb die Eisenbahn für 580.000 Pfund. Darauf ist noch eine Summte von 183.000 Pfund in den nächsten zwei Jahren zu bezahlen. Die Regierung hat von der anglo-ägyptischen Bank bis zum 31. Dezember 1923 einen Kredit von 562.000 Pfund ausgenommen; hiervon wurden den Landwirten Anleihen zur Instandsetzung ihrer Erfolge des Krieges gelittenen Felder gegeben. Von dieser Summ« ist annähernd die Hälfte schon wieder zurückgezahli. Die Regierung hat somit seit dem Kriege Ak t i v p o st e n in der Höhe von 5,246.000 Pfund in ihren Besitz genommen. Darin find mitenthalten: Die ihr von der Militärvertvaltnng übergebenen Eisenbahnen, Straßen usw., im Werte von 2,000.000 Pfund; 1,896.000 Pfund, die von der Zivilverwaltung für Eisenbahnmaterial, Straßen, Fernsprecher usw., beigestellt worden sind; die Jaffa—Jerusalem-Eisenbahn mit 580.000 Pfund; Anleihen, die von den wirtschaftlichen Betrieben zurückgezahlt wurden: 363.000 Pfund; Wert der Lager: 244.000 Pfund; Bargeld, Abgaben und Gewinne: 162.000 Pfund. Diesen Aktivposten steht eine Snmm« von 1,349.000 Pfund gegenüber, die die Regierung ausgenommen hat, um die Ausgaben der Zivilreyierung zu decken. Auch hat diese von dem britischen Krie.gsmnt Warenlager im Werte von 290.000 Pfnn d übernommen. Diese Summe muß in fünf jährlichen Raten znrückgezahlt werden. Die Ges amtschulden dar Palastina-Regierung (die durch den Frickensvcrtrag in betreff der türkischen Vorkriegsfchnlden bestehenden Verpflichtungen nicht eingerechnet) betragen 4,530.000 Pfund. In dem Bericht wird zum Schluß noch betont, daß das 2and weitere'Verbesserungen notwendig habe. Es werden insbesondere Summen für die Entwicklung der Landwirtschaft einqcfordert. Die Regierung muß, Kapital zwecks Mitwirkung bei der Errichtung einer landwirtschaftlichen Kreditbank beschaffen, da diese Aufgabe allein von privater Seite nicht durch ge führt werden kann. Es soll eine V e r s n ch 8 f a r m für Züchtnngs',wecke errichtet werden, Wälder sind aufznpslanzen, S nmp s la nd ans Staatsgebiet 'ist auszutrocknen. In verschiedenen Gebieten sind noch Chausseen anznlegen, Schttln,rd Regicrungsbanten sind noch durchzuführen. Weiters wnß das von den Kronagenten entliehene Geld in bestimmten Rate» znrückgezahlt werden. Zur Durchführung dieses Programms soll eine Regierungsanleihe in der Höhe von 2,5 0 0.0 0 0 P fund attsgegeben werden. Der Ban eines modernen Hafens ist im Interesse der Entwicklung von Handel und Industrie ebenfalls dringend notwendig. Die Pläne sind schon weit vorgeschritten; die Finanzierung aber müßte durch eine besondere Anleihe geschehen. * Ans dieser keineswegs klaren Aufsiellnüg, in welcher > 21 ansfällt, daß die von der Regierung ansgegeüeneii 176 000 Psnnd der Dette publique itidjt unter den Passiven vorkomnlen, . - . . . M d a-- .. .viuum uu ganzen Mo.llUl) P f n n d 1 liert, die aus Mittel H stammen, welche, das Land s e ansgebracht hat, was auch nur infolge der bisher unterblieb Zahlung der ans dem Friedensvertrag stammenden L möglich war. Diese Ziffern sind jedenfalls sehr gering, \ man ihnen die in diesem Zeitraum erfolgten jüdis che n v e st i t i o n e n gegenüberstelll; es geht daraus hervor, daß den Juden die führende Rolle in der Entwicklung des Landes zukommt. , Zur Frage, welche Stellung die Zionistische Organisation «ur geplanten Anleihe der Regierung einznnehmen habe, macht Adolf Böhm in der Palästina-Beilage der „Jüdischen Rundschau" die folgenden Bemerkungen: „Ans dem Bericht geht hervor, daß von der Anleihe, wenn sie endlich einmal Heransgebracht werden sollte, über die Hälfte schon durch die Rückzahlungen an die K r o n a n w ä l t e konsumiert ist. . Bon dem Rest wird sicherlich ein erheblicher Teil ans Zahlungen nach dem Friedensvertrag, die durch Jahre aufgelaufen sind, und vielleicht auch die Schuld an oieDette p n b l i q u e, die fast eine halbe Million ansmacht, aufgehen. Weiter ist es fraglich, ob nicht Defizite der lausenden Gebarung zu decken sein werden. Keinesfalls wird eine erhebliche Summe übrig bleiben, wobei eine Rückzahlung der Schulden an das vrNische Kriegsamt noch ganz außer Berechnung bleibt. Es erhebt sich die Frage, ob'die Inden, wie bisher immer betont wurde, unter diesen Umstanden wirklich ein erhebliches Interesse an der Begebung der Anleihe haben und sich dafür bemühen sotten. Was von ihr in barem übrig bleibt, wird von der Regierung vor allem für eine Agrarkreditbank verwendet werden. Nach dem, was bisher die Praxis der Verwendung von Geldern: im Besitze der Administration war (siehe Schulen), ist anznnehmen, baß diese Bank für die jüdischen Ansiedler nur sehr wenig in Betracht kommen wird, schon deshalb, weil aus lauter „Unparteilichkeit" die Verwaltung in die Hände einer überwiegend arabischen Majorität gelegt werden dürfte. Bevor also die jüdischen F i n a n z l e n t e und die künftige I n v e st m e n t Bank für P l a c i c r n n g d e r Anleihe bemüht w e rden, müßten fixe Zusagen der Regierung darüber borliegen, was sie für Vergebung von Krediten und öffentlichen Arbeiten für die Juden ans ihren Geldern tun wir d." Tabakbau und Arbritssmge. Wie das Organ der palästinensischen Arbeiterorganisation Achduth Haawoda „K untres", schreibt, hat der Erfolg der Tabakpflanzungen in Palästina die H off.n n n g e n aller Optimisten übertroffen. Nach dem ersten Erfolg durch die Tabakverkäufe an die Firma Maspero und an die ottomanische Regie kam der große Auftrag ans dem Anslande. Die erste Bestellung von 250.000 Kilogramm Tabak (von uns bereits gemeldet. Red.) lag bereits vor, bevor man iwch ans Tabakpflanzen gegangen war. Jetzt sind Verhandlungen über eine zweite ausländische Tabakbestellnng von 500.000 Kilogramm im Gange. Aber auch dies ist nicht die letzte Be-' stellung, denn der ausländische Markt hat sich erst jetzt fiir den Palästina-Tabak zu interessieren begonnen. Ans diese Weise eröffnen sich dem Anbau von Tabak in Palästina große Aussichten. So wirft sich jetzt nicht nur die dörfische, sondern auch die st ä dt i s ch c jüdische Bevölkerung eifrig ans die Tabakkultnr, und es wird z. B. heuer der größte Teil des Bodens am Stadtgürtel von Tel-Awiw mit Tabak bepflanzt sein; ferner ist zn erwarten, daß auch Jerusalem, Haifa, Liberias Nachfolgen werden. Jedenfalls ist sicher, daß die heurige Tabakprodnktion sehr groß sein wird. Die Durchführung der bisher abgeschlossenen Verkaufsverträge erfordert eine Bebauung von 15.000 Dnnam Boden mit Tabak. Für die Bearbeitung dieses Bodens sind m i n d « st e n s 6000 Arbeit e r nötig. Der „K untres" erörtert die Frage, wie groß di« Reserve an Arbeitskräften siir solche Arbeitsnröglichkciten ist und kommt nach Heranziehung ber vorliegenden statistischen Daten zum Schlüsse, daß für die Tabakkultnr auf einer Bodenfläche von 15.000 Dnnam ein M a n g e I von 4000 Arbeit §- kräften v o r a u s z u s e h e n ist.. Diese Lücke werden die ungelernten städtischen Arbeiter ausfüllen müssen, cs sei aber fraglich, ob zur Arbeitsscrison die nötige Zahl zur Verfügung stehen wird. Nach der letzten Volkszählung beträgt die Zahl der Arbeiter ohne bestimmtes Fach 3000. Diese waren bisher mit Straßenbau und Bailarbeiten beschäftigt. Wenn wir auch annehmen, daß die Krisis, welche im Straßenban und bei den öffentlichen Arbeiten herrscht, auch später nicht beseitigt werden wird, so wird man von den 3000 vorhandenen Arbeitern höchstens 1500 beim Tabakpflcmzen verwenden können. 2600 A r-- beiter werden auf jeden Fall fehlen. Wird aber der Tabakbau in Palästina — was nicht ausgeschlossen ist — eine größere Vodenfläche als 15.000 Dnnam in Anspruch nehmen und wird die im Häuserban'und den öffentlichen Arbeiten herrschende Krise beseitigt werden, so tvird der Mangel an Arbeitskräften noch viel größer werden. Einwanderungserlanbuis für 2009 jüdische Arbeiter? Wie die palästinensische Telcgraphen-Agcntur hört, erwägt die Regierung die Frage, 2000 j üdisch en 2lrbe i tern, die für die T a b a k s a i s a u und für die Frühjahrs b est e l l n n g benötigt werden, eine S o n d c r e r l a n b n i s für die Einwanderung nach Palästina zu gewähren. Palästina auf her Genfer Internationalen Ausstellung des Genossenschaftswesens. Wie der I. T. A.-Bcrtreter erfährt, wird sich die Organisation Ham a sch bin (Konsumgenossenschaft der allgemeinen Arhefterorganisation Palästinas) an der vom 15. Juni bis 15. September b. I. in Genf.stattfindenden Internationalen Unsstelsnng des Genosfenschaftstoosens beteiligen. Die Arbeiterorganisation Palästinas trifft gemeinsam ini-t dem Konnte« für das arbeitende Palästina in Berlin alle Vorbereitungen, hawit Palästina ans dieser Ausstellung entsprechend vertreten sei. Das offizielle Organ der Genossenschaftsausstellnng bringt rn seiner letzten Nummer einen Artikel über die Tätigkeit des Hanrnschbir. Die Arbeit«- und Gemeinfchastsformen der neuen Kolonisation?) 2. Moschaw. Bo« R. B«n Sh«m. Di« strenge, alltzn iMme Farm der GMieiwschÄst, die 'wt der Kw u z a h Gnnrdbeidingimg ist, schsivg dielen nicht an. Die in Palästina unter dem Namen Machlath-Jndividinailinth (JndWdiialEEa^ bekamst« A-uiflehnuwg gegen das 'Zusammensein mit anderen m sedor Lebensstimnmng, zwang sipe^ll die Entwickelteren'«und Listig höher Stchenden, sich eine andere Form der Gemeinschaft zu ersinnen. Der erotische Trieb atnib der FamNensinn bei d«m Aelteren und Reiferen, die ihr eigenes Heim haben und ihrem Kinde «ine eigen« Erziehnng angedeihm lasten vwllten, war eine behütender Faktor in der Entwicklung der neuen, lockereren Gemeinschaftsformen. Wenn sie auch die Arbeit nmd das Leben in der strengen Klvuzcch-Gemeimschaft nicht störte, ertrugen sie es schwer, ihr Weib für die Geineinschaft arbeiten zu wissen. Vielen war ein anderes Motiv wichtig, nm die Kwuzah zu verlassen und ein« mehr ans dem eigenen Ich ansgebante Wirtschaft zu schaffen. Ein ökonomisches Prinzip war hier maßgebend. Sie bchanpteten, daß der Ertrag rmbefviedigend sei, da auch die Arbeitsleistung keine volle sei. Der Mangel an Verbindung ztvischen der Arbeit und ihrem Mesnitate lni jede>m einzelnen — da doch in der Kwnzaih nur ein allgemeines Resultat nnd genreinfame Arbeit vorhanden sei — schwäche den Unternehm>>mvgsgeist und Ghvgc'iz des einzelnen. lDeir Mangel an Privatinitiative sei die Ursache des Defizits in der Kwuzah, da der Mensch in vielen Fällen sich ans die Gemeinschaft verlasst, ohn>c seinen Geist in ehr Mznstrengen, als von der Gruppe verlmrgt wird. ' Aber die meisten, welche die Unzulänglichkeit der -Klpügah-Forin fülMen, kannten die Notwendigkeit und das Gute, der Geml.'inschaft für die Arbeit überhaupt. Sie verließen daher die Kn zw ah .und schufen eine andere Form der Verbindung von Arbeit und Geineinschaft. So entstand der Moschaw, die Arbeitersiedlung. Es waren also wicht Gegner der Kwuzah, die sie verließen. Es waren Leut« von Jntelliyeniz nnd Seele, die nur eine freiere Form suchten, und die bei der Kwuzah Zrrrückgebkicbenen verargten dies auch ihren Freunden nicht und leben in bestem Einvernchmen mit ihnen. (Die Chawerim von Daganiah schicken einem Teil von ihnen, der unter Jossts Führung die Kwuzah verlassen und einen Moschaw Fvgründct hat, Bruteier, Kühe u. a. ans chren Ställen.) Und nun zilnr Moschaw selbst. Aeufteckich eine Reihe ztveizimmeriger Häuser, aneinandcrgeschlossen rings um einen großen Hof. Jede Familie hat ihre eigene Wohmina. ifir eigenes Feld, ein Gärtchen, ihr eigenes Bich und Geschirr. Alles an>dere ist aber gemeinschafDch. Ein großer, gcräuiniger, schöner Stall dren-t für das Wich aller Kolonisten.^ Eine genreiirsame Scheune, Tenne u. a. ist vorhanden." Alle. Gesellschastsinstitntionen silkd Gemeingut., so die Schule, 'die Gärten, der Beth-Waad (Komiteehaus), Lesesaal, Bibliothek intb ein ltntevhaltnngszimnrcr. Ein gwßer Garten ans Kosten aller, der zu gemeinsamer Berrütznng diewt, nnd die Wei>deplätze, die allen gehören,, sind die wirtschaftlichen Gemeingüter. Biele wirtschaftliche Vorteile bietet diest Gemcinschastssorm. Die Anschaffung größerer .und verfeinerter Maschinen und Geräte, manche Dorfindustrie, Milchwirtschaft und Bienenzucht, Abtransport M die Stadt, was dem einzelnen ans technischen und materiellen Rücksichten unmöglich wäre, all das wird leicht ansgeführt. Das abgesonderte Heim nebst dem intimen Zusammenleben in Arbeit nmd Wirtschaft, die gesteigerte eigene Initiative nebst vielen Vorteilen aus der Gemeinschaft heraus tragen viel zinn Gedeihen 'der Moschaw nnd zur Zufriedenheit. seiner Mitglieder .bei. lind so ist cs. kein Wunder, daß viele den Moschaw als die endgültige, vollkommenste und für die Zukunft bedeutendste Form der Gemeinschaft und der Arbeit.betrachten. Asphalt am Toten Meer. Die Stürme der letzten Monatt. haben ans westliche Ufer des Toten 2Jterc,§ grosse Asphaltstücke getrieben, die zn großen Hausen anwnchscn. Die Araber der Umgegend sammeln den Asphalt eifrig und verkaufen das Kilogramm um 3,5 Grüsch (über 10.000 K.). Vor denc Kriege Pflegte der Asphalt nach Beirut geschickt und von dort weiter transportiert zn werden. Dieser Handel brachte den Beiruter Kanslenten. großen Gewinn. Jetzt verbietet die Negierung. Asphalt.ohne ihre Zustimmung zn exportieren. Im Lande selvst wird Asphalt von zwei Fabriken, und zwar von de.r Fabrik zur Herstellung Elektrischer Batterien in Tel-Awiw nnd von der Fabrik „.Haschargn" in Jaffa, gebraucht. Die importierte Ware kostet etW 7 englische Pfund .die Tonne und ist billiger als das im iLarrdc selbst vorkommendc Mineral, das sc- 'doch ein nallirtlichss und äu ß e r.st r eines Mincral ist, während die. importierte Ware wahpscheiillich ein Nebelapradnti der OelgcNiinnung ist. Ussischkin Vorsitzender des Palästina-Direktoriums des Techinkums. Aus Haifa meldet I. T. A.: Auf der hier abgehaltelwn ersten Bersammlrm'g des p a I ä st i n e n s i sch e n D i r e k t o r i « m § des Technik u m s lvurdc U s s'i's ch r i n zum Vorsitzenden gewühft. Jngeriienr Hacker ans Jeriisglem wird solange die Leitung des Technikums iniieliaben, bis das Lpitdoner Direktorium' einen ständigen Leiter .ernennen wird. *) Siehe ^Wiener Morgeuzeit-nng" vom 29. Februar.

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