Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1810 (29.2.1924)
- Date
- 1924-02-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1S1Ü S.£! va E H itK ilU;- örtert von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomotebank, Agram Wien, I. Seitzergasse 4 Telephone: 60-4*82, 60-4*93, 63*4-85, 64-4-42. 68-4-78. 69-4-82 10465 Ecke Bostncrgasse beim Oraben) Telegrammadresse, Kredituna Warengeschäfte Volkswirt. I Ununterbrochene Senkung des Franken. Die französische Regierung beginnt stärker einzugr.'ift'n. An der: gestrigen internationalen Valittenbörisen ist der Fransten weiter stark gesunken. Auch in Paris selbst hm sich stürmische Nachfrage nach Valuten gezeigt. Der französische (>anl>el und die französische Industrie haben ihre bisher zurück« erhaltenen Valntenbcdürfnisse nunmehr, da sie das unanshaltsame Sinken des Franker bemerkten, m forcierter Fo^m zu decken begonnen. Die? hat zu einer starren Steigerung des Dollars in Paris geführt. Selbstverständlich rea^ gierten auch di« auswärtigen Börsen auf die ungünsti.M -richten, welche aus Paris einlangten. um so stärker und boten ihrerseits größere Frankenmengen aus. Gegen Mittag begann aber die französische Nationalbank stärker einzngrcifen imd hat dadurch verhindert, daß eine förmliche Dalutenpanik ausbrach. Trotzdem zeigt der Franken zum Börsenschlvsse an den auswärtigen Börsen gegenüber dem Vortage niedrigere Kurse. So ist in Zürich die Devise Paris um etwa einen halben Franken von 24,30 auf 23,75 gesunken. Es scheint, daß die internationale Spekulation sich mrmnchr infolge der schwierigen Verhandlungen zwischen Frankreich und England in der Frage der Reparationen auf eine niedrige Bewertung des Franken intensiver einzustellen beginnt. Die Erklärung des englischen Ministers He n der son, daß der Versailler Vertrag unbedingt abgeändert werden müsse, laßen die Wirtschaflssituation Frankreichs für die Zukunft ziemlich trüb erscheinen. Momentan versucht die französische Rcgier'mq mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen sich Mittel zu verschaffen und jede KursPanik durch groß angelegte Stützungsaktionen zu verhindern. Außerdem bat der französisä-e Finanzminister die französischen Bankiers beauftragt, ihr Publikum vor auswärtigen Dalutenspekulationen zu warnen. Das Verbot, fremde Aktien zu beleihen, wurde neuerlich verschärft. Jevisen- und Balntrnknrsr. (Mitgeteilt von der Oesterretchischen Nationalbank.) Ricktkurke für den WechseMubenverkehF vom 29. Februar 1924, avsgegeben am 28. Februar abends. 28. Februar 27. Februar Vista Oeld Ware Oeld Ware Amsterdam!• 1 voll. Gulden 2642',, _ 26555.. 26425.- 2C525.- Aeram > 1«?. Kronen . . . 890.- 804. _ 88».— 892— Belpffld 1 Dfrw ..... 890.- 894.- 838.- 892— 1 deutsche Reichsmark . ii.H > 15.90 15.30 15.9' BrRsccl 1 heldische Franc- 2469.-. 2481.- S64.- 2W5._ Bürfsnest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Le) ....... 374.- 376.- *74.- 376.- Chr?«tlanfa 1 nonve». Kronen , 9240,_ »270. - 0180.- 9’2fl— Kov-nhai-en l dfinlfchp Kronor . um« 11270.- 112 11241— London 1 Phtnrf Sterllnz ... 3.r45v)i^ 30e.5no.- 3045971.- 305s«v.- Madrid 1 Pesetas . ." ... 8930, _ 8970.- 8030.- 8070— Mailand i Lire . . . \ . I?04i,_ T* 3049.- 30*1— New Vortr l Dollar ..II. 70935, _ 71W5.- 70035.- 71186— Paris 1 Franc* 2927,_ 2943.- 29*7— 29"3— Pran 1 tnchrrhoslow. Krone« 2P51, - 70-1.— 205t,— 7on — SoFa 1 Lewa . 525.- S30.- 524— 52L- Stockholm 1 schwedfarheKronor . 18520,— 18580.- 18520— 18581— Warschau** I nolnlsche Mark. . Zürich 1 schwelrerlsche Francs . 12275.- 12325.- 12275.- 12325— - Noten Amerika». Noten v. e> Dollar autw, 70860,-. 71260.- 7C860— 71260— . . kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . 2^30. - 2465.- 2535— 2565.- Bulgarische Noten r» 1000 Leva . 51)8,- 516,- 506— 514— . . IM . . . . kleinere. . . — — •“ — — -.— - DUnische Noten 16V Kroner . . 11t in.- 1119«.- 11080.- 11160. - Deutsche Noten*...... 14.90 15.50 14.90 15.4o . .160 ... — *«- „ kleinere* . . . Engl. Noten von 5 Llvrest. autw. 302710.- 304320.- 302700— 804309.- . . kleinere. Französische Noten 100 Franc* . 2920.— lg',).- 2963— 2999.- Holländische Noten 100 Gulden . 2630'.- 2*500.- 262r'0— 2645'.- Italienische Noten v. looi.lre autw. 3040.- 3060.- 3045— 3065.- . . kleiner»- . . , ■Jogosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar 883.- 889.— 881.- 887- . . „ . 100 . ... kleinere . . Norwegische Noten 166 Kroner . 9110.— 9190.- 9060— 9140- Polnische Noten **.. 72.- 82.- 72— 82— , . kleinere** . . . -. — - Rumänische Noten ztilOOOu. SÖOLel 368.- 372.- 368.- 372.-- ■ . kleinere . . . — «1- Pubs, Noten (Roman.) zu 506 Rubel — rnmjmam . „ . . 100 . - — - —* ... kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . 1835 .- 18450.- 18350,- 18450— Schweizerische Noten 100 Francs. 12210.- 12290.- 12210.- 12'99— Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOautw, 8810.- «890.- 8810— 8890- 2037.- 2C5L- 2037— 2050- . . kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zulOOOKr. -.87 1.07 1 — 1.10 . zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere. —.— —— Das Bezugsrecht der Warchalowskl-Aktien. Die Ausübung des Bezugsrechtes der Warchalowski-Aktien wird über Weisung des Bundeskanzleramtes auf einen Zeitraum von acht Tagen nach Beendigung des Bankbeamtenstreiks erstreckt. Kapitalsabschreibung bei der Poldi? Trotzdem in der Bor- Woche der Generaldirektor der Poldiwerke eine äußerst beruhigende Erklärung über die Entwicklung der Poldiwerke abgab, worauf sich die Aktien vorübergehend im Kurse ein wenig erholten, konnte sie dennoch nicht die pessimistische Auffassung über die Zukunft der Poldiwerke zerstreuen. Tatsächlich arbeiten, wie in der „Neuen Wirtschaft" betont wird, die Werke passiv. Namentlich die Errichtung der großen Fabriken in Komotau hat starke Anforderungen an die Kapiralskraft des Unternehmens gestellt und eine große Barchschuld verursacht, die unmöglich mit den Erträgnissen des Unternehmens gedeckt tvcrden kann. Deslvegen hatte auch der Generaldirektor erklärt, daß er vrniänfig an eine Dividendenzahlung nicht denke. Tatsächlich ist nicht einmal daran zu denken, daß in der nächsten Zeit die Bankschuld auf ein erträgliches Maß reduziert werden könnte. Es wird nun in den der Poldi nahestehenden Kreisen der Plan erörtert, das Aktienkapital durch Abstempelung zu restringieren, um nachher eine neue Aktienkapitalsvermehrinig vorzunehmen und so daß Unternehmen auf eine lebensfähige Basis zu stellen. Dadurch wäre cs auch in die Lage versetzt, die drückenden Bankschulden durch lKiieml-tticrtc Aktien zu decken. Auf das Bekanntwerden dieser Absichten ist es zurückznsühren, daß in den letzten Tagen die Poldiakt'ien stark rückgängig waren. Gründung einer österreichischen Saar-Montan A.-G. Das Wiener Amtsblatt meldet die Einberufung einer konstituierenden Generalversammlung der Austro-Saar-Montan.- A.-G. Durch diese Gesellschaft soll die Betätigung österreichischen Kapitals in der Montanindustrie des SaargehitteS ermöglicht werden. Ursachen und Heilungsrnethodrn der Geldknappheit. Unter obigem Tuet wurde vom Verein kaufmännischer Interessenten eine Enquete einberufm, in der Direktor Dr. G i d i a n das Wort ergriff. Als Ursachen des Kapitalmangels, der sich wesentlich von der durch Inflationswirtschaft hervorgernsrnen Geldknappheit unterscheide, gab er die Verarmung breiter Massen und damit deren Ausschaltung als Konsumenten cm, tr-etter die Konzentration des Kapitals in fänden einzelner weniger, die dasselbe fruchtbringend im Auslande anlegten, außerdem die verfehlre S'enerpo >tik, die den Aurchz. m Investitionen im Keime ersticke. Eine logische' Folgeerscheinung der Geldknappl-eit sei der hohe Zinsfuß. Unter d-n obwaltenden Umständen sei ein Prozentsatz von höchstens 20—24 pro anno gerechtfertigt, der sich sicherlich noch mindestens ein Jahr Hallen werde. Hingegen findet Gibian die Spannung zwischen Debet und Kreditzinsftiß entschieden zu groß. Als Mittel zur Behebung der Geldknappheit bezeichnet er eine entsprechende Verringerung dieser Spannung ferner die Aendernng der Steuerpolitik und Reduzierung der fiskalischen Belastung der Unternehmungen. Bei entsprechender Rentabilität würden größere Kapitalien aus dem Anslande eintreten. Zu den Ausführungen deS Vortragenden fügte Dr. Markus Eitinger einige Ergänzungen hinzu. Seine Ansicht sei. „daß Auslan-dskapital nach Oesterreich nicht früher fließen würde, bevor der finanzielle Vorkriegszustand in bezug auf alle Forderungen sowohl privaten als öffentlichen Charakters hergestellt und dre Aufhebung der Expropriation des HanSbesitzes durch das Mierenschutzgesetz erfolgt sei. Die tschecho-slowakische Handelsbilanz im Jänner passiv. Aus Prag, 23. d., wird telegraphiert: Das Staatsamt für Statistik deröffenlicht einen Ueberblick über die tschecho-slowakische Handelsbilam im Jänner. Danach betrug der Wert der gesamten Einfuhr in diesem Monat 309.787.918, der isamtaussuhr 800.273.845 tschechische Kronen, demzufolge war die Handelsbilanz mit 9.514.073 tschechische Kronen passiv. Meses Passivum hänat damit zusammen, daß der gesamte Flußverkehr infolge der Fröste stillgi-legt war, wodurch insbesondere beim Elbwerkehr ein Ausfall von 289 Millionen Kronen eingetreten ist. An der Spitze der Einfuhrländer stehen Deutschland mit 33.53 Prozent, an dritter Stelle Qesterr-cich mtt 7,47 Prozent. Dagegen steht Oeestrreich bei den Ausfuhrländern mit 232 Prozent an der Spitze, während Dentschl>rnd mit 19,93 Prozent an zweiter Stelle steht. Die Grnbbandllsziffern vom 1. Februar 1924, die gleichfalls veröffentlicht werden zeioen, daß sich der Großhandelsindex gegen Ende Dezember 1923 um 3,5 Prozent erhöht hat. Mener Slrfe. Stagnsererck. Unter dem Eindrücke des Abbruches der Vcrhandlnrrgen zwischen den Banken und den Angestellten war der Verkehr an der gestrigen Börse auf ein Minimum zusammenae- - schrumpft. Im Anfangsstadium zeigte sich einiges EntlasttmgSbedürfnis, doch war dasselbe derart gering, daß es nur ganz unbedeutende Rückgänge airslöste. Da es an privaten Orders fast gänzlich fehlte, legte sich die Spekulation weitgehende Ref.rde aus, dies um so mehr, als der Kassatag eine neuerliche Verschiebung erfahren hat. Das Geschäft war derart eingeengt, daß oft längere Zeit ' verstrich, bis e8 zur Tätigung eines Schluffes kam. Diese Lustlosigkeit hielt bis zum Ende des Derkchres ununterbrochen an. Von den Kulissewerten verloren Dan'ktverem 4500 Kronen, ungarische -Kredit 18.000 K-, Unionbank 2000 K., C-oburg 4000 K., Rrina 3000 K., Skoda 14.000 K-, Waamer 6000 K., Salgo .Kohlen 20.000 K., ungarische Hofherr 5500 K. Hingegen profitierten Staatsbahn 5000 K., Poldihütte 15.000 Kronen, Timber Holding 8000 K. und Semperit 4000 K. Auch im Schranken war dieselbe Gesckwstsloflgkeit wie in der Kulisse vorherrschend. Den fließende Verkehr ruhte nach wie vor. Von den Transportwerten gewannen Dampfschiff 10.000 K., wogegen Adria um 40.000 K. billiger erhältlich waren. Bauwerte b'wegten sich zumeist aus dem letzigemeldeten Stand und von den Brauerei-Aktien wurden Pilsener Brau um 560.000 K. höher bewertet. Einzelne Aktien der Holzindustrie gingen mit leichten Besserungen aus dem Markte und Petroleum-Aktien zeigten nur g ringe Veränderungen. Bezugsrechte: Anker-Versicherung 3,100 000, Hypothekarbank Lemberg 4000, Grazer Brauerei 61.000, Warchalowski 7500. Grazer Waggon 5800, Galicia 16,750.000, Ungar. Zucker 810.000. An unsere geehrte» Abonnenten in Pole»! Ab 1. März haben wir die BezugSgeÜühr für Polen mit 3'/. Zloty monatlich festgesetzt. Die Umrechnung in Polenmark hat nach r-ent Kurse der Warschauer Devisenzentrale zu erfolgen. Auf den: Anlageina v k t e herrscht« Stille. Von den Exoten notierten: Ir-iag 287.000 bis 294.00st, Holzperband 22.000 bis 22.500. Mraznica 171.000 bis 176.000, Tcpege 89.000. Uinversole 58.000, Wiener Waffen 19.000. Internationale Warenmiirkte. Wein. Die „Reue Weinzeitung" berichtet: In Wien ist das Go« schüft flau. Die Einkaufstätiokeit der Gastwirte läßt viel zu wünschen übrig. Obwohl der Großhandel ziemlich gelichtete. Vor< rate bat, kommen auch im E grosverkeh infolge der verschärfte» Geldknappheit nur tvenig Ge'chäfte zustande. Merkwürdigerweise wird von den niederösterreichischen Produktionsplatzen feste Tendenz und Zurückhaltung der Produzenten gemeldet, was im kraslen Gegensätze zu dem schlechten Getchäftsganoe in Wien steht. Di« Ausgebote von schweren Weinen problematischer Herkunft mebre» sich in Wien. In der Berichtswoche wurden über 14*/0iße angebliche Orioinal-Italienerweinc (nach der Benrteiluna von Fachleuten bandelt es sich um eine unbestimmte Qualität) zu 10.500 St. pro Liter, inklusive Zoll und Steuer, zahlbar in vier Monaten bei Nichtberechnung der Zinsen, ausgeboten. Es ist bezeichnend, daß alle diese Weine dunkler Provenienz versteuert offeriert werden. In Wien notieren im EnoroSverkehrr auf 11',* % nufqebefferle 1922er FCM .Ä., auf 12% aufaebeffert« 1023er 82^0 K. pro Liter. 1b%ige Alcamoweinr wurden zu 12.500 K. pro Liter, verzollt, jedoch unversteuert, offeriert. In U n q a r n herrscht am Weinmarkte Zurückhaltung. Die Valutnfraqe ist noch vollkommen ungeklärt, der günstige Stand der Anleihe und die verschiedenen Maßnahmen der Negierung haben bisher die Angst vor der schwankenden Tendenz der ungarischen Krone nicht beseitigen können. Herr'chaftsportien werden nur selten ausgeboten. Weine unter 13% notieren 1700 bis 2500 nng. K. pro Liter. Ueber 13 %ige Weine 3000 bis 4000 una. K. pro Liter. Es ist unverkennbar, daß die Vorräte an über Itz^oigen Weinen stark im Mnehmen begriffen sind. In der T s ch e ch o - S l o w a k e i haben durch die große Kälte die Reben in manchen Gebieten Schaden gelitten. Im Weingeschäft geht nichts von Belang vor. Die Preise in den ProduktlonSgcbirten bewegen sich von 4 bis 8 tschech. K. pro Liter. In Jugoslawien dauert die Stagnation an. Vesser gefragt sind nur Talmatiner Weine zu 3 bi? 4.50 Dinar pro Liter. Im Banat werden 10'/, %tge Weißweine zu 10 fug. 5t, 11- bis 12 %ige Rotweine zu 11 fug. K. von inländischen Käufern erstanden. Die Wnrenmärtte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeittvrg".) Holz. In der lausenden Berichtswoche konnte man beffere Kauf» lust bemerken und es erfolgten bereits einige Abschlüsse, wobei zu benierken ist, daß man für Hartbolz höhere Preise anlegte, während der Preis für Weichbolz schwach behauptet blieb. Das hiesige Platzgeschäft weist gleichfalls eine Besserung auf, wenn auch nicht zu leugnen ist, daß infolge des BeamtenstteikS die Beschaffung von 5lapital schwerfällig wurde »nd dies einigermaßen auf das Geschäft beeinträckitigend wirkte. Das Exportgeschäft wies keine Bessenmq auf, da Italien noch immer nur zu herabgesetzten Preisen als Käufer auftritt und Frankreich abwartende Haltung bewahrt. Von England und Holland lagen einige Kaufantrage vor, was auf baldige Geschäfisabschlüffe schließen läßt. In Deutschland ist die Tendenz, damit verbunden auch die Stimmung, gedrückt, vielfach ist es anscheinend die Geldnot, die die überaus billigen Angebote verursacht. Es wird in der Tal häufig den Verbrauchern das Schnittholz zu denselben Preisen offeriert wie dem Platzholzhändler, der dadurch einen schweren Stand einnimmt. Es sind hauptsächlich Holzhandlungen, die in der Nachkriegszeit entstanden sind, und. sich durch Schleuder-- angebote bis zum weiteren Ende zu behaupten suchen. Die Holzverbraucher achten heute mehr denn fe auf die Beschaffenheit der Ware und ziehen den Bezug von Schnittholz bei ihren alten Lieferanten vor. Das Schwellengeschäft stockt vollkommen; das Eisenbahnzentralamt gibt nach wie vor keine Aufträge. Biehmättte in St. Marx. (Eigenderichl der „Wiener Morgenzeitun-g".) Rindermarkt. Der gestrige Auftrieb belief sich auf 42 Stück inländisches. 81 Stück ungarisches, — Stück tschechoslowakisches, 83 Stück fuoollawischeS und 199 Stück rumänisches, zusammen 504 Stück Schlachtvieh, worunter sich 338 Stück Mast- und 67 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 833 Qchstn. 33 Stiere, 39 Kühe und — Büffel. Bei reger Käuferbeteillgnna blieben die Montagpreise, namentlich für mittlere und mindere Qualitäten, fest behauptet. Stechviebmarkt. Die Kelamtzufuvr belief sich auf 3021 Stück Kälber. 2877 Weidnerschweine. 295 Weidnerschafe, 61 Ziegen, 36 Kitze und 104 Lämmer. Anläßlich deS zu erwartenden gesteigerten Bedarfes bei Faschingsckluß und der bevorstehenden Messeeröffnung wurde der Kälbermarkt um zirka 500 Stück stärker beschickt. Bei Beginn de? Verkehres war die Tendenz lebhafter, allein späterhin trat eine flaue Stimmung ein. so daß die Preise gegenüber der Vorwoche 1000 K. vro Kilogramm eingebiißt haben. Fleischschwe ne stellten sich bis zu 2000 K. vro KIloaramm billiger im Preise. Es notierten: Lebende Kälber 22.000 bis 25.000 K.. Weidner 23.000 bis 30.000 K. fHl.000 5t), Fleischschweine 25.000 bis 30.000 K. (31.000 KZ. Fettschweine 28.000 bis 82.500 5t, Schafe 12.000 bis 20.000 5t, Ziegen 8000 bis 15.000 St, Kitze und Lämmer 18.000 bis 24.000 9 pro Kilogramm. Snutmoonmorlt. New-Nork, 27. Februar. Baunnnollrufubren in den atlant. und Golsbäfen 6000, im Innern 5000. AuSfudr nach Großbritannien 2000, nach dem Kontinent 9000. Lakalmarki micklllin? r 29.— (letzt. Kürr 29.55). Tendenz: Sehr fest. — Termine r Februar —Marz 28.28. Avril Mai 28.70. Juni Juli 29.-. August 28.- Sevtember 27.—. Oktober 26.25, November —. Dezember 25.97, Jänner 26.65. Berliner Börse. * Berlin, 28. Februar. Der Börsenverkehr zei-gte auch heuts die A-eiche Interesselosigkeit wie in den ersten Tagen der Woche. Es ist zu bemerken, daß die Abwärtsbewegung eber langsamer geworden ist und daß d'- Anzahl der Papiere,-oie den tieferen Kursstand behaupten konnten, sich vermehrt hat- Am Montanmovkw waren di-.> anfänglichen Rückgänge bei einer Anzahl von Papieren zun Tei. auch wieder eingeholt. Auch im späteren Verlaufe bekundete der Vert.hr ^ute Widerstandsfähigkeit bei allerdings hochgradige Geschäftsstille. Am Devisenmarkt blieben die Notierungen sowie die Zuteilungspreise für die Hanpbdevisen unverändert. Paris und Brüssel mußte« natü'nlich endsipreiyend der Un;-av 11*'<»v:i«t niedriger bei u>ut€t werden. hS»