Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1809 (28.2.1924)
- Date
- 1924-02-28
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1809 Wien, Donnerstag Devisennotierungen vom 11. bis 16. d./ die Goldparitäten in den mitteleuropäischen Staaten, .die Wiener Warenbörse Ende Jänner 1924, m den amtlichen Mitteilungen der Wiener Handelskammer einen lleberblick über die in der letzten' Zeit e'ingetretenen Veränderungen in den -Zoll»- und WarenverkehrsbestimmunaeN', in den offiziellen Mitteilungen der Wiener Messe A.-G. alle wissenswerten Daten über die Wiener Frühjahrsmesse und den Einkauf in Wien, enthält... . Wiener Börse. Still. ' Auch gestern hat das Geschäft nicht den Umfang der vorherigen Tage überschritten. Es herrscht weiter Leblosigkeit, die nur zu Beginn des Verkehres durch etwas regeres Interessefür ungarische Werte unterbrochen wurde. In ungarischen Kreditaktien hatte sich anfangs eine gewisse Bewegung gezeigt, die aber künstlich hervorgerufen war und in Eiubrnchsbestrebungen der Spekulation die Ursache hatte.. .Andere ungarische Werte wiesen kleine Erholungen, auf Grund ein gelangter Aufträge aus Budapest auf. Bald aber legte sich dieses Interesse und wich der Geschäft'slosigkeit. Unter dem Drucke von Gewinnrealisationen büßten einige Werte ihre Anfaugserholung ein. Die Hinausschiebung des .Kassatages hatte zur Verminderung der Umsätze das ihrige beigetragcn, da die Ungewißheit der Ab-.. Haltung derselben von Abschliissen abhält. Der Schluß war ebenfalls still, wobei sich aber die feste Grundtendenz des Marktes nicht verkennen ließ. In der Kulisse erholten sich östcrr. Kredit um 4900 K. Hingegen waren Bankverein um 1500 K.,.. Anglobank um 3000 Kronen, Lombardbank um 1200 K. und Unionbank um 6000 K. niedriger. Die ungarischen Bankenwerte schlossen zu höheren Kursen. So waren Ungar. Kredit um 8000 Ä., Britisch-ungar. Bank um 4000 K. höherl Bei den Jndustriewerten der Kulisse ist eher ein Nachgeben der Kurse festzustellen. Es büßten Alpine 8000 K., Felten 19.000 K., Siemens 2000 K., Timber. 18.000 K., Karpathen 7000 K. und Semperit 5000 K. ein. Ungarische Industrie-Aktien waren etwas höher, so Salgo um 15.000 K., Trifailer um 6000 K. Im fließenden Schranken war die Geschäftstätigkeit gering. Von den übrigen Schrankenwerten erhöhten sich einzelne. So Profilierten von den Petroleumwerten Galicia 190.000 K. Hingegen büßten Schodnica 65.000 K. und Naphtha 16.000 K. ein. Bonden Eisenwerten erholten sich Rothau-Neudeck um -20.000 K., Krainische Eisen um,.16.000 K., Finze 10.000 K. Auffallend war die Steigerung von Kurz - Rietsch-eh in welchen ein Majoritätskampf ausgefochten wird. Dieselben profitierten 50.000 K. Bezugsrechte: Lemberger Hypothekenbank 4000 K., Grazer Brauerei 66.000 K., Warchalowski 8000 K., Grazer Waggon 5600 K.. Galicia 17,250.000 K. Von den Exoten notierten: Jriag?95.000.bis300.600,^ Holzverband 22.000, Mraznica 178.000 bis 180.000, Tepege 88.000 bis 99.000, Universale 59.000, Wiener Waffen 19.000. Wiener Warenbörse. Mgenberichlt der „Wiener Morgeuzottung".) . Zum ö ffentlichen Verkaufe gelangen am 29. d., ^/,1 Uhr, zirka 6000 Kilogramm italienische Kastanien. j—Finanzierung und Ausführung von—y Häuserreparaturen Wir führen dorch unsere Mitglieder (erste Firmen der Baubranche) Hauserreparaturen sowie Stockwerksaufbauten aus und finanzieren sie gleichzeitig Credit- und Wiederaufbaugeno8$en*chaft WIEN, IILLÖwengaase 43 10515 Telephpn 44?0>89 Sprechzeit 4—5 Uhr nachmittags Wiener Motaemeitunft._ Wiener Holzbörse. ,Kigcnb.erichs 'der „Wiener Morge-nzejinng".) . . Bei-gutem Besuch.an der gestrigen Holzbörse stellte sich-auch güte Kauflust ein und konstatieren konnte-man, daß die Nachfrage das. AnSgebot übertrug, ein Beweis, daß das Geschäft demnächst eine Belebung erfahren dürfte. Hartholz vermochte im Meise . etwaS/anzuziehen, während Weichbolz schwach behauptet blieb.-'-,' Zum Abschlüsse aelangten von Nadelholz-Schnittmater i ä l: 33 bis 40 Millimeter-Bretter von 1,8 Zentimeter -aufwärts zu 520-000 K. ab Wien, Pfosten 52 Niillimeter 20 bis 40 I. und U. Kl? zu. 590.000 - K. ab Waldviertelbahn: ' von L -a ü Lho. lz - S ch n i tt m a t e r i a l r Buche gedämpft zu 1,150.000 K. -ab Wien. - ------ A.u s b o t e u w u r.he m.. B r;e,n n 6:0 l z: - Bucke trocken zu 3.590.000 K. ab Wien- "trocken weich zu-3,100.000--K.' . ab niederösterreichischer Station: von'La ubholz-Schnittmaterial: Buche ungedämpÄ 26 bis,50 Zentimeter zu 500.060 K. ab ' oberösterreichischtt Station, inländische'Eiche , 20 bis'33. Millimeter zu 1,960.000 K. ab niederosterreiKischer Station, slawonische Eiche Boules I» zu 1-650.000 K., polni'che ' Eiche .von 27 Millimeter aufwärts, lose Ware zu 1,700.000 K., Eschenpfösten zäbe von 63 Millimeter aufwärts 3 bis 6 Meter zu 1,350.000 K., flawoniscke Linde' zu 1,700.000 K., Nuß 53 bis 110 Millimeter zu 2.'00.000 K., Ulme (Rüstet von -27 bis 105 Millimeter zu 1,160.000 K. ab Wien, von Nadelholz- S ch n i t.t m ater i a l Latten gebündelt 26/50.4 bis 6 Meter zu 650.000 K. ab Wien, ,6 bis 7 Millimeter Spaltware pon 18 Zentimeter auswärts zu' 1,050 O00 K. ab Station, ’ 40 Millimeter 20 bis 34 Zentimeter zu 950.006 K. ab Station, 20 Milli- An msere P. t ÄbyÄnenten! Arn 1. März 1924 beginnt ein neues Abonnement auf die . „Wiener Morgenzeitung". Wir ersuchen, die Bezugsgebühren rechtzeitig ' einzuzahlen, damit die Zustellung, des Blattes keine Unterbrechung erleide. BezagsgMhren ab l. März 1924: Abonnement für Wien (zum Abholen im GxpsSil ober in einer Verschleistftelle) monattich... . K. 35.000.— 28. Februar 1924- Seite 9 Meter von 16 bis 30 Zentimeter 4 bis 6 Nieter zu 520.000 K .ab oberösterrelchischer Station, Madriers zu 580.000 K. al!niederösterreichischer Station, Exportware 'sägefallend 11*. zr!18 Pfund Sterling. 5" und 6" zu 14 Pfund 10 Schilling 'Standards Bristol Channel cif atlantischer Hafen. Börse Kr landwirtschaftliche Produtte. i - (Eigenbericht der ,Men er Morgenzeitung".) . Die Tendenz des Wiener Marktes, hat. sich im bisherigen Wochenlaufe/ ebenso an der gestrigen Mittwochbörse weiter befestigt. Das Lokogeschäft befriedigte sehr wenig, dagegen ist auf einigen Berkehrsgebieten das Zutevrsse des Auslandes ziem« sich lebhaft und es kam verschiedentlich zu größeren Abschlüssen für ausländische Rechnung. Bevorzugt werden Roggen. Mais und Hafer, während das Weizengeschäft sehr gering ist. Namentlich im Lokohandel stockt der Absatz völlig, zumal für die hei» mischen Mahler.zeugnisse der "Absatz fehlt, da Weizenmehle von der forciert ausbietenden zweiten Hand beträchtlich unterboten werden. In Gerste wurden die amtlichen Notierungen gestern erhöht, doch nicht etwa wegen einer regeren Geschäftsbetätigung, vielmehr deshalb, weil in der Slowakei bei Abschlüssen höhere Preise durchgesetzt werden konnten. Seitens Süddentschlands besteht für Braugerste, speziell slowakischer Herkunft, fortgesetzt reger Begehr.. Bei. sonstigen Ariikeln sei erwähnt, daß sich Hirse wieder befestigt "hat und daß auch für Bohnen, allerdings nur -in besten Qualitäten, höhere Forderungen gestellt werden. Es notieren pro Kilogramm ab Wien exklusive der Pansch alwarenumsatzsteuer r Weizen inländischer 3225 bis 3325 K^ inaoslawischer 3600 bis 3650 K., rumänischer 3450 bis 3500 K>, Roggen 2875 bis 2975 K.. Gerste inländische 3400 bis 3650 K. tschecko-slowakische 3650 bis 4000 K., 1'75 bis 1.95 tschech. K. <& Aiarchega, Mais neu 2875 bis 2950 K., Cinguantin 3200 bis 3300 Hafer 2575 bis 2675 K.. Reis Burma 5700 bis '5900 K., Hirse 2400 bis 2600 K., Weißbohnen ungarische 6806 bi? 6200 K., Pflaumen etuviert in Kisten tz 25 Kilogramm 80/88 .11.500 bis 12.000 K., 95/100 10.000 bis 10.300 K., Preßhe, .österreichisches 1450 bis 1500 K., Preßstroh 1100 bi8 12"0 K ab Station, Weizengrieß inländischer 6200 bis 6300 K., Weizenmehl Nuller inländisches 5700 bis 5800 K., ungarisches 5100 bis 5400 K., Brotmehl 4150 bis 4250 K.. Futtermehl h 2500 fcis 2600 K., Roggenmehl 4506 bis 4600 K., Kleie 157' bis 1626 K. Das Abonnement wolle gefglligst rechtzeitig in der nächstlieoenden VerWeißstelll erneuert' und die Bezügsgebühr gleichfalls dortselbst erlegt, werden. .... ,,, Oeffmeitft monatlich . . ...... . . . SR. 35.000.— Tfchechv-Slowakei monatlich. . . . tschech. K. 18.— Polen monatlich ... . . ... .; . . Zloty 3 80 Jugoslawien monatlich. . . > . . . . . Dinar 00. - , Deutschlanö monatlich . . . , .... Gyldmark 4.— ' RnmAnie» monatlich . . . ... . ... . Lei 136.— Koltand monattich . . .. .. . . . hott. 1l. 1.30 Italien monattich . » ....... . Sire 12.— Schweiz monatlich . , . . Schweizer Kranken. . 4.— Frankreich monattich v. . . franz. Fransten . 12.—. Belgien monatlich ...... > belg. Foanstetr 12.— England'monatlich. . . Schttling 3.^- Amerika monattich. . . -i"*- Dollar 1.— Misteken: Oelterreichisches Poftsparkassenkonto 150.693. Tschecho-slowakifches Pösttvarkassenkonto (Prag) 59.531. " ' - — •' : Polnisches PoMparkassenkronw (Warschau) 1W.227. Deutsches Posttchettchonto (Berlin V 7) 188.722. Rumönien und Büstowina: Ostbank A. G. in Eernautt «nö deren Kitiaren? Schweiz: Schweizer Volksbank in Sl. Gatten. Fugvslawien r Postsparkasfenkontv (Zagreb) 40.085. Ztatien: Soeiela di Credito Commereiate Triefte« Dia Mazzini 30. Die Verwaltung der „Wierrer M orgenzeitung" Wien , iß „ Tab orstraße 1— 3 Ttztephon 44.038. 43.319. Baumwüllmartt. New-Bvrk» 26. Februar. Bamnwollzufuhren in den attant. und Golfhäfen 13.000, im Innern 3000 Ausfuhr nach Großbritannien 1000. nach dem Kontinent 4000. Lokalmarkt micldlmp: 29.— (letzt. Kurs 29.45). Tendenz : Stetig. — Termine: Februar —.—. März 28.70, Avril Mai 29.07. Juni Juli 28.38, August 27.60 September 26.70 Oktober 25.95. November —, Dezember 25.60, Jänner 25.25. Berliner Börse. •' Berlin» 27..-Februar. Eine Bebebun-g des Börs-enverOehrd -War -auch heutenicht Mzust-ellen. Es -M-gte sich kerner-lei Untermchmungsl-ust. Das. geringe Angebot, welches zum Teil mit Realisationen zum Zwecke der Beschaffung von Zchlurrgsmitteln für die demnächst fälligen Steuern erklärt wird, fand nur zu etwas ermäßigten Kursen Ausnahme. Wieder mußten bei Ffftsetzunig der -ersten amtlichen Notierungen die schweren Moutanwerte bis S Billionen Prozent abgeben. Bemerkenswert fest erwiesen sich bei einer Steigerung um 2 Billionen Prozente Essener Stei-nlohl-e» und Riebeck Montan-A'ktien. Auch die 'Aktien der Deutschen Kali-werte und einige Elektropas>iere bekundeten eine feste Haltung. Deutsche Dtagtsanleihen stellten sich etwas böher. Die Geschästestille war so intensiv, daß zeitweilig überhaupt keine Umsätze statt fanden. Immerhin lblieben erheblich-e Kursverluste ausgrschloss-en. Auf dem Devisenmark-te zeigte fick ziemlich großer Bedarf, so daß die Zuteilungen ffür einzelne Hauptdevisen weiter eingeschränkt, werden nrußten. Die Devisen London und Paris werden entsprechend der Auslands- Parität niedriger festgesetzt. (Alles in Billionen von Mark.) S ch l u ß k u r s e: Türkische Lose 26.1, Oestert StaatSbahn 39.5, Nordd. Llovd 8.87. Ver. Elbeschiffahr. vapyrixlh 1SLS by Nachdruck verboten Deutsch-Oesttrretchischer Verlag, Men. Sl. Fortsetzung« Die HeimMosm. Bon Wilma Vukeljch. Und dcvn<n war Mavgo da, Mu-ci, wie sie 'der intt-me. Fa-nrilienskreis verzärtelte. Eine Maue Nnscheinbarkeil, ein semitisches Alrän-nch-en, daS svine Blei-chsu-cht durch jctzlsrliche dNaistlkuren i»r den. teuersten Sa>n.a>to,rien des Kontinents zu kurieiveu su-chte. Etwas -ganz UnkörpeÄicHes war Mavgo. -der es l-eide-r int■ gleichen- Grade auch au Geist ruangelte. Sonst hätte sie der Mutter g-egenülber leicht das Prinzip bestätigen können, daß sich -dmch Rassenkultur das Fleisch vergeistige. Udbrigens^wwren.'he-i Marg-o an Stelle des Geistes die Nerven getreten^ die ans-die leiseste Re-izung mit überras'cheuder Energie reagierten. „Nerven" hieß bei ihr das -verzärtelte Sichgel-enlassen, die kindische Unbeherrschtheit,' die sich bei Widerspruch bis zu seelischen Krisen steigerte und in spontanen Wu'texplosionelr. Kleider, Bücher, Nippes, überlM-Pt alles, was M 'nahe br-m, zerstörte. Dienstboten mißhandelte. Schrie, stampfte. Smulosigkeit-en sprach und begehrte. U-nd schließlich M) abbra-ch, in Tlpalhie hi-nabstürzke . . . und in -der Lähmung -einer gmuen Willenlostgkei-k ertrank« Das war Marge. Int Grunde nichts-als ein häßlicher^ kleiner Sperling, der sich idas PrnnWeid des Goldfasans geborgt. Denn Margo kleidete sich in einem extremen und rndividuieillen Schick. Und die Freiheit ihres burschikosen. Auftretens^ wirkte um-so grotesker, je-nnikörperl-icher das ganze Psnsönchetr erschien. Das 'war Margos Trick: sich ans pikante Wirk-u-ngeu einstetten. Sie führte Gesipräche, die' imnwr zwischen- Werner Nongicr und' Perverstim Wissen nmherpendvlten. Sie /war frech rrnd küm-nie-rlich, aber säe - halte Millionen. Divse - Tatsache ivar nicht -zn umgehen. - ' Tihanwr, der «von sei-n-en oigetl-en körperlichen Porzii-gen' nicht wenig eingenoinmen .war, MM sich-bei Ma-vgo als Hahn-im Korb. So Verliebte Augen -machte-ihm ioine, und ieu» man die Sache rmher besah,-- war es - doch duriha-us »hrenbyll Md schnieichelhast sür 'einen- Jüngling >der Ge- - sellschaift, bei F-chervari' Macho so entschjedene.. Chancen . zu häbtzn. Daß sie häßlich lvür? Schon müssen nur die Weiber der anderen sein. Und sie war PiiWt. . wnÄich ei-n irrterefs-antes -und ausregen-des Ding s. . . nind der Alte ' machte Geschäfte . . . einfach bcmbenhast . . . Genial war -der Alte,' rnrd' der Handels-Minister sein 'bester Freund . . . Na ja.. . . Tihamer war de-ch noch furchtbar jung und 'seine Aussichten standen im allgemeinen.nicht schlecht . . . Er schmulnzelte und warf sich irr d'ie gestä-rAe Hemdbrrtst.' 'ä-n der diskret zwei Diämärlitensplitterchen gleißten. Ein Nagysz-!)>!n-bati Kraus . . .! Mit d-iosen Familientradiffonenl Man -irrißle sehr genau, ivas ruan ivert w-ar in dieser'Welt der Täl'rniiroblesse . . .! Und' es siel einem sicher nicht ein-, sich irgendwo zu binden. Noch zehn Jahre Lebensgenuß'. Budapest, : Freie Liebe. Champagnerra-usch und Katzen-» jammer. Ein Weltmann' l-osict dieseguten Dinge bis -z-uv- N-e-ige aus, ehe er sich in Fesieln legen läßt . . . Aber -Feihervari u. Kv-mp. waren einie Tatsache, an der . man nicht' so ohneweiters vor-loi konnte. Ihre -Millionen waren reelle Werte Und Mnci das ein-zlM Kind: -Man -denkt-natürlich uicht im Traume'darau, sich irgendwie zu beschränken, aber wie gesagt: man geht an solchen Tatsachen ' n'icht ungerührt vorüber. Man Mt sich Mmglsterch -weitere M-ögllichkeiten offen. T . - Hitzr. stockte Tihanrers Witz gewSHMch, jedoch s-o ivie sein Sal-cn'spi-tz an Dich-igkeit z-nnahrn, hosteigerte -sich auch sein T-empe-vament,-und er wurde um so geräusch- ' voller, je.beschwipster er war. Erst ckieß er noch die kleine Atara-o leben - u-nd-tvär sehr zufrieden und verg>nüg't. Er fand aricht Wo-vte genug. um die delikaten Reize dieser Kulturblüte zu schildern-, die die Degeneration Ms Wesenlose sublimiert hatte. Dann aber, beganin er zu lachen, daß "die Wä-nide dröhnten. Wurde-zynisch.. Verspottete, sie.. Bersp-ot>ie.te.sich selbst und gab Anekdoten zum beisten, 'deren. .Pointen -er s-ver erfand.. - Erz-Mte Jrüiinitaten, die das Mädchen blo-ßstellien -undselber.'blarnievten. Aesfte die Mutter-nach, -- dieso-- gWuerchoift-..-göwöhnKch - -.war. Und spielte den GroßartistenT. .s,.^Pgpa-.Fchevvari, der mit -Setuex' Exzellenz dAü- - HoMi- - Hände l^nff'.'.isie-r -FiliäUzgdschüste ubschlietzt..-- -. -' « - - - - Das war nach der ersten Flasche Villamher, nach der zweiten erklärte er entschieden, daß er sich nicht einstigen wsse. Er Pfeife auf >den Mammon-, die Kleine sei eine abscheuliche V-ogel.sche-uche . . . und er habe goutz andere Aussichten ... Draußen schrien die Geigen. Gassenhauer und >das leere Tougeplärve der modernem Operette zerrissen dw Ohren. Sentimental -und Platt. Manchmal auch ein Ausschrsi a>us der brodelnden Zigeunerseele, ein Tschardasch, der heiß wi>e Pußtawlnd durch lden verrauchten mitternächtigen Saal fegte. Dann das stille bittere Weinen cilner Wichten altungarischen Weise. Wie wenn einer um selber bitter weint. Alfred meditievt« ... Durch den Duust der mitternächtigen Atmosphäre tauchte Bild um Bild vor ihm empor. Er sah sich selber und sah pin Elternhaus. Er sah die - Frvunde und das Milieu, in dem sie leibten. Gr sah Budapest zu dieser Nachtstunde, ein einziges gvoß-es Di-ngeltang-'l. Die Stadt -der Dirnen u-nd -käuislichen Nkinisier. . Die Stadt der Eleganz, die Vclvnehmheit vortä-uscht. Der leichten Geste, die die Geste des Sich-selber-Wegwersens ist. Die Stadt der Literaturbörseaner und dsr verhungernden Dichter. Die Stadt der Lleiuen Beamten, die eine Monatsgage dem Zigeuner als Trinkgeld hinschmeißen, daheiur aber verkümmern ihr Weib und ihre Kinder. Denn sie haben die llichtftrtige Kavalierseele ihrer Väter geerbt, die vierelaug im Koenitat umhevkutschierten,-u-nid ihren tr>-....>u- 'belnigen .Hausj-uden mit -denk Peits-chenstiele über das verachtete Gssicht fuhren. Eine Stunde später aber verpfänd beten sie ihm rhve Wen Aecker, verschleuderten sie um einen Spottpreis, gingen selber arm und -bloß von ihrer Scholle . . . Moses aber wurde fett.und starE und. mächtig. Schne Söhne sitzen heute noch auf den alten Gutshösen, seiive Enkel aber im Parlament — indes die Söhne des Äandes . . . .Jhaj . . . tjnha>j!' Nie stirbt der Magha-re...! Kv!mitatss^5^ sind und ihre Kinder verhtt'ngeru! Wortsetzung folgt.) '