Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1805 (24.2.1924)
- Date
- 1924-02-24
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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SeTK 16 Wrett, Sonntag Wiener Morgertzeitutis. Cl.) gegen Achatz (Rapid). Decker (Vienna)' gegen Fried (Wacker), Kraus) (Leoben) gegen Bieuerth (Vienna) und Peschke (Wacker) gegen Millinger (Rapid). Als Ersatzpaare wurden Streßlcr gegen Peschke (beide Wacker) um den dritten Platz im Bantamgewicht und außer Konkurrenz Bereghi (tzaroah) gegen Krawagner (Vienna) ausgestellt. Das Schiedsrichterkollegium hat für das Ningrichteramt die Herren Bochen«ck, Helmreich, Spitz und Dr. Strauß, für das Punktsgericht die Herren Beck, Kellner, Schuster, Wolf nominiert. Die Kämpfer sowie alle Funktionäre haben sich spätestens um dreiviertel 10 Uhr einzufinden. Der Olstmpiasaal ist im 1. Bez., Hothgasse 3. -——'nuii 54. F-ViMr '1954 Nr. 1808 Turnen. Jüdischer Turnderband. Heute, halb 4 Uhr nachtnittags. im Restaurant Zitahof, Mariahilserstraße 88a, zweiter gemütlicher ö Uhr-Tee, zu dem sämtliche Obmänner, Vorstandsmitglieder, Turnwarte, Platzmeister, Vorturner und Borturnerinnen hiermit höflichst eingeladen werden. Um 7 Uhr begeben sich die Vorturner in die Turnhalle des Makkabi 15, wo unter der persönlichen Leitung des Kreisturnwartes ein gemeinsames Turnen abgehalten wird, zu welchem Zwecke Turnkleidung mktpenommrn werden muß. Es sprechen dieses Mal Professor Reiß über moderne- Turnen, A. Ziffer Äber deutsches oder schwedisches Turnen. Allgemeine Diskussion. Jubilaums-Schauturnen. Der Erste Wiener Jüdische Turnverein Makkabi. 9. Bez., Lichtenstrinstraße 20, veranstaltet Samstag den 22. März in den Sofiensälen, 3. Bez., Marxergasie 17, anläßlich seines 25jährigen Gründungsfestes ein großes Schauturnen, an dem sich außer allen seinen Riegen der Budavester Vivo es Athletikai Club, mit einer Auswahl seiner besten Turner, überdies Gästeriegen anderer ausländischer jüdischer Turnvereine beteiligen werden. Anschließend an die turnerischen Borsübrungen findet eine Tanzuntevhaltunq statt. Der Kartenvorverkaus hat bereits begonnen und sind Vorverkansskarten zu 30.000 Kronen täglich von 7 bis 10 Uhr abends in der Turnhalle, 9. Bez., Lichtensteingasie 20, und bei allen jüdischen Turn- und Sportvereinen erhältlich. Die nichtaktiven Turner und Turnerinnen des Makkabi 9 werden auf diesem Wege ersucht, sich am Kartenverkauf zu beteiligen und schriftlich oder mündlich den: jüdischen Verein bekanntzugeben, wie viel Karlen sie benötigen. Leichtathletik. Alts der Leichtathletiksektion der Hakoah. Die Sektionskerluug hat beschlossen, die Klubmeisterschaften durch einen Waldlauf für Langstreckler, der bereits am 16. März zur Aus--. tragung gelangt, zu bereichern. Dieser Wettbewerb wiw in der Krieau, die mit ihren Wald- und Wiesenwegen, ihren Höhenunterschieden, so recht für eine solche Konkurrenz geeignet erscheint, vor sich gehen. Die Leichtathleten werden die Konkurrenz in mehreren, nach Leistung und Alter eingeterlten Gruppen bestreuen, so daß sich sicher die hitzigsten Kämpfe um den Sieg in den einzelnen Gruppen entsvinnen werden. Dadurch ist der Zweck der Veranstaltung, der darin zu suchen ist, daß die Sektionsleitung einen Ueberblick über ihre Langstreckler gewinnt. erreicht. Die Hakoah wird sich auch mit mehreren Mann-. schäften am Waldlauf für Fünfermannschaften des Oesterreichi- ^chen Leichtathletikverbandes beteiligen. Touristik und Wintersport. Damen-Kunstlaufweltmeisterschaft. Bei. 18 Grad Kälte wurden die Pflichtfignren der Damen-Weltmeisterschaft im Kunstlaufen, deren Ergebnis wir bereits berichteten, gelaufen. Das Los hatte für die Läuferinnen folgende Reihenfolge bestimmt: Frl. Johansen (Christiania). Frau Plank-Szabo (Wien), Frau Brockhöft (Berliner Schlittschuh-Klub), Frl. Torflow (Stockholm), Frl. Loughran (Amerika, N S. A.), Frl. Hennie (Christiania), Frl. Reichmann (Wien). Die erste und relativ leichteste Figur. Schlangenbogen rückwärts, wurde von allen Läuferinnen in Zeichnung und Haltung ziemlich gleichwertig ausgeführt. Aber bereits bei der zweiten Figur, Wende auswärts, sonderten sich die Läuferinnen in zwei engeren Gruppen. Zur ersten gehörten Frau Brockhöft, Frau Plank- Szabo, Frl. Loughran und Frl. Reichmann, zur zweiten Frl. Johansen, Frl. Torslow und die elfjährige Sonja Hennie. Bei der dritten Figur. Gegenwende auswärts, trat die Laufweise Venn Hakoahner heiraten kaufen sie ihre mir bei Anton Schlesinger I.Wallneritraße3 (nicht« Kohlmtrht) wo sie hei Vorzugspreisen ein reichassortiertes Lager von einfachen sowie Luxus-Möbeln vorfinden der Konkurrentinnen klar hervor. Dibeiden Wienerinnen trachteten dMach, die Spuren auf de-n Eise auf Kosten der Haltuiia zu decken. Frau BroLoft und Frl. Loughran betonten mehr Anmut und natürliche Grazie^ ohne dabei die Richtigkeit der Zeichnung zu vernachlässigen. Die Deckung wurde nicht gesucht, sondern ergab sich als ein Nebenprodukt, die Mite Gruppe fiel bei den nun schwierigerer. Figuren mehr und mehr ab. Be: der vierten Figur, DoppAdreier-Schlangcnbogen- Doppeldreier, konnte Frau Plank-Szabo durch rhythmischen Schwung sich einen kleinen Vorsprung verschaffen, wogegen bei der fünften ftigur, Schlinge-Schlangenbogen-Schlinge vorwärts, Frau Brockhöft mit Iran Plank-Szabo wieder gleich M und Frl. Loughran sowie Frl. Reichmann hinter sich ließ. D:e sechste Figur, Gä^ndreier-Schlangenbogen-Gegendreier. änderte an dem bisherigen Ergebnis nicht viel. Frau Brockhöft und Frau Plank-Szabo hatten sich als fast gleichwertige Rivalinnen an der Spitze der Kämpferinnen gesetzt, nicht west ab folgten Frl. Loughran, sodann Frl. Reichmann und in weiterem Abstande Frl. Johansen, Frl. Torslow und schließlich das „Wurwerkino" Sonja Henme. Der Wiener Eislausverrin hält heute um 8 Uhr früh Schnellausbowerbe über 500, 1000. 1500 und 6000 Meter ab. Hakoah — Sportplatz Krieau Strassen Bahnlinien A, AK, 11, 5, C bis zum Sportplatz Heute Sonntag den 24. Februar 1924 7*3 Übr!! Meisterschaft I! SIMMERIKG-HÄKOAH Vorher die Reserven Aittwoeb den 87, Februar Grosse Orientalische Redoute in den Siofsltleuaftlen iwss Oesterreichische Eishockehmeilterschaft. Heute Sonntag, halb 3 Uhr nachmittags, Entscheidungsspiel Wiener Eislauf Verein—Potzlenrsdorfer Sportklub. Die Führer der beiden Gruppen A und B treten heute aus dem Platze des Wiener Tislaufveremes zum EntscheidungSsprel an. Favorit ist der Wiener Eislausverein, doch ist bei der großen Verbesserung des Gegners auch ein anderer ÄuSgang möglich. Jedeiftalls wird ein hochinteressantes Spiel zu sehen sein, das als Höhepunkt der beurigen Saison gelten kann. Als Schiedsrichter wird voraussichtlich der bekannte Internationale Kozeluh fungieren. Die österreichische» Skisprung- und Bobsleighmeister, schäften gelangen heute ans dem Semmering zur Austragung. Folgende Züge kommen für die Besucher dieser Veranstaltung in Betracht: Sonntag früh ab' Wien-Südbahnhof ein Sonderzug um 6 Uhr 15 Minuten, weiter die fahrplanmäßigen Personenzüge 6 Uhr 10 Minuten (Sportzug) und 6 Uhr A Minuten und der Schnellzug 7 Uhr 30 Minuten die alle rechtzeitig auf den: Semmering eintreffen. Zur Rückfahrt werken gleichfalls mehrere Züge bereüstchen. Hechawer (Touristen- und Skisektion). 8. Bez.. Dampfschiffstraße 20. Sektionsabend, Auskünfte, Bücherverleihungen, Materialbeschaffung. Mitgliederaufnalune nsw. jeden Freuag im Berernsheim, Cafe Lido. Lerne Sonntag Fußtouren und Skiwanderungen. Treffpunkt: 9 Uhr, Endstation 39er-Wagen, Sievering. Führer (neue Hechawer-AbzÄchen): Dr. Presser, Schön, Holub. Für die weireren Touren Anmeldungen geschlossen. Wienertvaldfnhrer: Thein. Aus den Vereinen. A r i. Heute Wettspiele zweier Mannschafter: aus dem Viktoria 21-Platz um halb 9 und 10 Uhr vormittags. Folgende Spieler haben um ein Viertel 9 Uhr ans dem Platze zu erscheinen: Rosenblatt, Pais 1, Vogel. Brandes, Hutz, Schapira, Wolf, Wittel, Taube, Hudes, Reumann, Kende und Stepkowsky. Folgende Spieler Haber: um 10 Uhr auf dem Platze zu sein: Muschel, Quittuer, Bänder, Hornstein, Mahländer, Brandstätter, Kurz, Ali Kohr:, Zitter, Frimm, Nagler, Greif, Eisenstättvr und Drechsler. Hakoah. Heute, halb 11 Uhr vormittags, wichtige Sitzung der zionistischen Kommission im Klrlbheim. Sämtliche Herren Werder: gebeten, bestirrnnt zu erscheinen. — M-orgen, halb 9 Uhr abends, Komitcesitzung für sie Orientalische Rkdonte. Hakoah (Leichtathletiksektiorr). Obligatorisches Waldilauftraining jeden Sonntag. Ablauf 11 Uhr von: Hakoah-Platz. f eden Montag und Donnerstag von halb 8 bis halb 10 Uhr rairnng für Jugend- und Hauptrenmnannschaften beim Makkabi 9, Lichtensteiustraße 20. Damentraining Mittwoch von 8 bis halb 10 Uhr Lein: Makkabi 9. Die Mitglieder werden aufgefordert, das Trainina eifrig zu betreiben, da bereits am 16. März die Lanqstreckenklrwmeisterschaft und am 30. März der Frühjahrswaldlauf des Verbandes stattfinden. Die fälligen Raten der Aktivitätszulage sind ehestens zu bezahlen. Die Anmeldefrist zum Hebräischkurs läuft bereit diese Woche ab. Hakoah. Zu den: heute stattsindenden Meisterschaftsspiel gegen Simmering haben nur diejenigen Mitglieder freien Eintritt, tvelche ihren Mitgliedsbeitrag mindestens für das erste. Vierteljahr 1924 bezahlt haben. Ter Eingang für diese befindet sich rechts unter der Tribüne, letztes Tor. Hechawer (Geselligkeitssekiion). Heute im Cafe Lido Bunter Abend mit Vorträgen und Tanz. — Fußballsektivn: Heute um 9 und halb 11 Uhr Wettspiele gegen Alsergrund auf den: Union 21-Platz (16er-Wagen bis Industriestraße). Es spielen: Grün. Heller. Färber. Haas, Schweitzer, Lichtcnstern, Adi, Fleischmann. Heckler, Schwenk. Aufrichtig, Juhn, Iarolini, Schmorak. Dr. Dustler. Zimmer. Adler. Groß, Bien. Kötner, Flußmann, Banernfreund, Srernbrrg. Ersah: Losch, Meist, Nobles. I. A. C. Heute Wettspiel der Iungmannschafr gegen Hermann um 8 Uhr auf dein Sportfreunde-Plah. Die erste und zweite Mannschaft spiele»! gegen Thalia um 12 und ein Viertel 2 Uhr auf dem Neubauer-Platz. Abends Zusammenkunft im Cafe Baldiahof, 16. Bez.. Ottakriugerstraße 102. I o u n g I e w i s h S p o r t i n g - C l u b. Heute erster Fünftihrtec im neueröfsneteu Goldsalou des Cafe Siller (Souterrain.) Gäste herzlichst willkomnren! K a d i m a h. Heute Sonntag Gesellschaftsabend in: Cast Land! mann (beim Bnrgthcatcr). Wir laden auf diesen: Wega alle Mitglieder und Freunde herzlichst ein. — Ping-Pong-Scttion. Ab Diontag den 25. d. werden .in: Älubhcim die Klubmeisterschaften ausgetragen. Cop'yH»*h lö?S by Nachdruck v-rboterr Deuijch»O;srerreichi!cher Verlag. Dien. 28. Fortsetzung. Die Heimatlosen. Von Wilma Vukelich. O, welche Laute findet doch ein Volk, das sich lviedertzehört, das sich wiederfin>det an: Muiterboden der Heirnat. Das sich errettet a-us all diesen wirren VerstrickthÄten. Aus all diesem Sollen und Nichtsellen, ans all den: Tastenden und Ungewissen nr.d -den tausend Prchl?n:en und Kämpfen mit der Umwelt und d:m eigenen Ich. Wie schlicht, wie echt, wie einfältig empfindet ein Volk, das nur sich selber angehört. Und tro^dem . . . Wenn Fenstö auch recht ihaiben sollte, wie viel Größe, wie viel Pathos, wie viel namenlose Sehnsucht war auch -in -bitefcr gehetzten Herde, die sich selbst das Volk Gottes nannte. Wie diel guter Wille, wie viel Tragik in seinem Ausharren, wie viel guter Wille und wie vicl Tragik auch in seinen schmerzlichen Anpassuugs'versuchen . . . Und immer wieder der giftige Hohn, das boshafte Mißverstehet:, die verächtliche Abkehr, dir der Geste des Vertrauens und der Annäherung folgte. Die Heimat! . . . Der Gedanke tvurde Daniels leuchrendcr Traum, der ihn nicnrals wieder verließ. Er wußte, daß alte fromme Juden rmch .Hause gehen, um in Palästina zu sterben. Er wußte auch, daß es Bekenner gab gleich ihm, die ftufceii sein wollten, stolz er-- hobenen Hauptes unter den Völkern, und die das Land zurückerobern wollten. . . Palästirm für die Verdrängten und Vertriebenen aller Länder. Die Heimstätten gründeten und Ansiedlungen schufen. Ein Zentrum für die Unglücklichsten und Vcrfolgtesten unter ihnen. Und eine Hoffnung ftir alle: den Judenstaat. Doch er empfand: Dies war ein Anfang. Ein Ausblick ... ja, «ine letzte Hoffnung. Aber es war noch nicht das, tvas er die .Heimat nannte. Tenn ohne Heimatsehnsucht wird dent Heimatlosen auch das Mutterland nicht zur Heinurt werdem Und der Heimatsehnsucht muß das Bewußtsein der Heimatlosigkeit vrrargeher:. Alle jene, die heute in 'der Lüge leben, die sich im Galuth eingelebt, ohne ihn tveiter zu empfinden, die die Schmach >hinweglachen und die Eigenart verleugnen. Die im Wirtsvolke einfach aufge'hen und da>her nicht nur seine Sitter: auuehmen, sondern in ihrem Eifer feine Gebärden zu übertrumpfen versuchen, die das Orignwlle der fremden Avt nachäfsen, anstatt das OrigMlle der eigenen Art zu vertiefen, die jeder Sehnsucht bar sind, gewöhnt an Schnrarotzertnm, die keine Ideale rnehr Lennerv, weil Ideale ein zweckloser Luxus in ihrem Lebenskampf wären .... Sie alle erwecken! Die Sehnsuchtslostn aufrütieln zu neuer Sehnsucht! Den Zufriedenen ihre Schmach ins satte, träge Fleisch brennen, daß sie vor Schmerz ausbrüllen müssen. Die Gleichgültigen aufpeitschen. Ihnen einfach den Boden unter den Füßen fovtzivhen, daß sie nach jenem einigen Halt greisen müssen, der -in ihrem Blute 'st. Den Getäuschten die Wahrheit geben, nach der ihre Seele längst nicht mehr verlangt. Den Lügner aber an den Schandpfahl stellen, seine Fetzen von ihm tun, den Flitter und den falschen Schnmck. Seine jämmerlichen Blöße:: zeigen. Seine verkrüppelten Glieder. Seine Krairkheit. Sein verborgenes Leid. Und dann singen von der Heimat! Das Meer vor ihren Ohren aufrauschen lassen, und den blauen Hinlnrel über die träumenden, weißen Heimstätten ausspa-nnen. Sehnsucht singen und Sehnsucht auswecken... nerve Ideale und neue Träunre. Der geknechteten Seele eine «m Würde geben und den geknechteten Gedanken eine neue Richtung: Zion. Und er sah sie . . . er . . . Daniel, der arme kleine Studerrt in seiner grauen Dachstube, über die der Regen rann :n monotonen Tropfen, die nur -den Ausblick rauchgeschwärsier Dächer gelvähvte und kaum ein Stückchen Himnul sehen ließ. Er aber sah sie . . . in einer trunkenen Vision über alstr irdischen Wirklichkeit. Die Juden alle'- Völker und aller Erdteile sah er. Die grantgebeugten Gestalten des Ostens und den kühner: Weltbürger und Welteroberer Europas, der sich am Ziele dünkt, weil ihm die Macht ward, Geschicke zu len-ken, Staaten zu erobern, Ideen zu PropagLren. Weil er in Mnisberrätmtz sitzen drr^te und der Vertraute von Königen geworden war. Und dennoch. Auch aus ferner Stirne das Kainszeichen des verfluchten Volkes. Er sah sie alle. Dia Dichter und TenEor feines Stammes und seine ewigen Träurner: Spinoza sind Ielhuda Halevy. Die Leuchten am jüdischen Himmel und die sleineu Gestirne, die sich an allen Horizonte:: verlieren. . Un»b er sah Musiker und ^lehrte. Aerzte und Könige sah er und Deuter der Sterne. Lehrer und Forsck)er int Worte des Herrn. Und sah die Kaufleutc. die Weltteil dem Weltteil uäherbringen. Die tühneu Baumeister, fcw die Luft, das Wasser und die Tiefe der Erde erobern. Und sah die grauen Scharen der Arbeit mit ausgestellten Gesichtern. Pioniere der Arbeit. Pioniere der Erde. Er sah sie geeint iu einen: großen Gedanketr. Zusamuunt.uu ihre gauze Kraft nnd aufrichwn das Land: bk -Heimat. Ströme Goldes flössen zusammen in ein eünzlges gvoheS Becken. Das m Blut und Schweiß envorbene Gold >der Inden aller Länder . . . und wurde Leben. Und die Idee 'wurde Leben, dennsie tvar geboren aus dc.m Blut und dem Bedürfnis aller. Und jedes Talent, jede Gabe und jede Kraft stellte sich jauchzend in den Dienst der Idee und tvurde Loben. Und jedes Wort und alte Energie waraus den ot'itei: Punkt gerichtet: die Heiinat. Was sich zerstreut hatte und verlöre:: du tausend Zielen, glühte auf in einem einzigen übergroßen Trieb. . . u>nd wurde ein Schrei ... der die tausend :md aber tauisend Stimurc:: in einer Stimme sainmelte, und tvurde ein Jauchzer:, das die Hvimot grüßte, die erst als Gedanke entporgeblüht, die als Sehnsucht tausend taufeuchte zitternde Blättchen vntfa'ltet und ans Sonnenlicht gereckt. Tie unser Blut entzündet, daß es rein tvard von seinen Schlacken und Niedrigkeitel: . . . lautere Sehnsucht. So daß tvir Männer wurden, wie die Hennat fi'C braucht . . . Wie die He>'Nlar sie verdient . . . di« stmhlendc . . . die lichte . . die Fata lnorgarla im Morgenland unserer Sehnsucht . . . um die wir klagen in unseren Gebeten, und die Gott '.:>:s wiedergeben will am Ende aller TaW. (Fortsetzung